Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 18.02.2023, 10:48   #15726
S C H
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 4.978
Zitat:
Zitat von Stefan "Effe" Effenberg Beitrag anzeigen
Eins der Probleme der heutigen Jugend - bzw Teilen davon!....sonst zu sehr pauschalisiert:
Das Leben besteht aus Energydrinks, Handy, Zocken und Chillen. Und "Bruda, Alta und Ey".
ich hoffe ja immer, dass das nur die Ausnahmen sind, aber das sehe ich nicht.
Jugendarbeitslosigkeitsquote: 2005: 12,5% 2022: 4,4% (niedrigste seit der Erfassung)

Zitat:
Zitat von Stefan "Effe" Effenberg Beitrag anzeigen
Zudem wird "Work-Life-Balance" immer größer geschrieben....wobei in vielen Fällen das Wort "Work" auch eher so beinahe transparent, sprich eher nicht existent erscheint.

Als jemand, der sich von ganz, ganz unten in die untere Mittelschicht, so to say, gekämpft hat, ärgert mich das einfach.
Was stört dich genau daran, wenn jemand z.B. nur 24 h in der Woche arbeiten geht und damit über die Runden kommt?
__________________
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Friedensnobelpreisträger 2012, Skispringen: Vierschanzentournee: Sieger, Olympia: 2. und Skiflug-WM: 3.
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Alt 18.02.2023, 10:55   #15727
Goldberg070
Moderator
 
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Beiträge: 16.859
Zitat:
Zitat von S C H Beitrag anzeigen
Was stört dich genau daran, wenn jemand z.B. nur 24 h in der Woche arbeiten geht und damit über die Runden kommt?
Ich glaube, das liegt auch mit daran, dass unser System darauf (noch) nicht ausgelegt ist. Mit 25-30 Wochenenstunden kannst du im Büro arbeiten, aber in vielen, essenziell wichtigen Berufen geht das nicht, weil das gesamte Arbeitzeitenmodell umgestellt werden müsste und auch das Personal gar nicht da ist, das dann benötigt werden würde. Wenn du z.B. schaust, wie eklatant der Mangel an Lehrern, Pflegekräften usw. jetzt schon ist, wie soll das gehen, wenn jetzt z.B. die Altenpfleger oder Krankenschwestern "nur noch" 30 Wochenstunden arbeiten?

Gehen tut das irgendwann schon, aber dazu sind große Anstrengungen und eine gewaltige Arbeitsmarktreform notwendig und das kriegt Deutschland nicht hin - ganz abgesehen davon, dass der Wille hierzu auch gar nicht da ist. Nicht wenige Wirtschaftsexperten sehen aufgrund der Rentenproblematik und des demografischen Wandels eher Arbeitszeitverlängerungen über die 40 Stunden-Woche hinaus auf uns zukommen. Da sind andere Länder in Europa schon deutlich weiter als wir uns viel besser aufgestellt.
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 18.02.2023, 10:56   #15728
Der Zerquetscher
Moderator
 
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Beiträge: 10.703
Zitat:
Zitat von Stefan "Effe" Effenberg Beitrag anzeigen
Als jemand, der sich von ganz, ganz unten in die untere Mittelschicht, so to say, gekämpft hat, ärgert mich das einfach.
Davor habe ich Respekt. Vor jemandem, der seinen Teil zum Gelingen der Gesellschaft beiträgt. Der kämpft. Und nicht chillt, redet oder mit Ausreden kommt.

Denn es werden auch meines Erachtens deren immer mehr, die nicht bereit sind, morgens aufzustehen oder einen Anfahrtsweg von über zwanzig Minuten in Kauf zu nehmen. Das "Warum" wäre eine sehr interessante und politisch ziemlich aufgeladene Frage.

Zum Thema "Gendern" habe ich meine Meinung deutlich gemacht. Und ich bin da sowieso entspannt, denn ich denke, dass sich dieses Asterisk/Groß-I/Innen/Außen nicht durchsetzen wird. Wer will, soll. Die Aufregung ist es aber, wie schonmal gesagt, für mich nicht wert.

Edith:

Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Kritisch sehe ich wie gesagt nur die Aggressivität, mit der die Themen manchmal durch die Öffentlichkeit gepeitscht werden.
Das stimmt allerdings. Absolut. Und nicht nur in Deutschland. Der von den sozialen Medien gezüchtete Telegrammstil fällt mir da als Grund als erstes ein.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe

Geändert von Der Zerquetscher (18.02.2023 um 11:05 Uhr).
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Alt 18.02.2023, 11:12   #15729
Punisher 3:16
Genickbruch
 
Registriert seit: 10.10.2002
Beiträge: 16.948
Zitat:
Zitat von Stefan "Effe" Effenberg Beitrag anzeigen
Das Leben besteht aus Energydrinks, Handy, Zocken und Chillen.
Zum Glück fühle ich mich davon kaum angesprochen.
Punisher 3:16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2023, 11:21   #15730
Der Zerquetscher
Moderator
 
Registriert seit: 20.05.2002
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Zum Glück fühle ich mich davon kaum angesprochen.
Geht mir mit der Hausarbeit und den (berechtigten) Rügen meiner Frau ähnlich.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2023, 11:36   #15731
El Clon
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 3.738
Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Denn es werden auch meines Erachtens deren immer mehr, die nicht bereit sind, morgens aufzustehen oder einen Anfahrtsweg von über zwanzig Minuten in Kauf zu nehmen. Das "Warum" wäre eine sehr interessante und politisch ziemlich aufgeladene Frage.
Die offensichtliche Antwort auf das "Warum" ist ein anderes "Warum": "Warum sollte ich (das ist ein generelles "ich", nicht auf meine eigene Situation bezogen) mir das antun?"

Gerade die "Jugend" (20-Anfang 30) bekommt einen äußerst schlechten Deal in Sachen Arbeit: sie müssen den demographischen Wandel im Betrieb auffangen - ich habe die letzten fünf Jahre in sechs Betrieben gearbeitet und in allen war eine deutliche Mehrheit der etablierten Angestellten näher an der Rente als am Berufseinstieg, teilweise deutlich so - dabei Rücksicht auf die selbe Generation nehmen, die sie ersetzen sollen (wenn du als Mitt-20er ohne Frau und Kinder und der Kollege Anfang 50 mit einem Kind im Schulalter in den Sommerferien Urlaub nehmen wollen, dreimal darfste raten, wer da den Vorzug kriegt). Das alles, während die Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit immer mehr verschwimmt. Das alles, während man gerade in nicht-gewerkschaftsgebundenen Betrieben Gehälter kriegt, die selbst 2003 eigentlich schon zu wenig waren, geschweige denn 2023. Das alles bei Arbeitgebern, die bestärkt durch 20 Jahre Sozialstaatabbau und Amerikanisierung disloyaler sind, als sie es jemals waren - selbst der öffentliche Dienst stellt ja in großen Teil befristet ein. Das alles ohne eine Garantie auf zumindest die traditionellen "Belohnungen" für die Teilnahme am Arbeitsleben und der Gesellschaft (Haus, Frau und Kind), da Einkommen alleine nicht mehr reicht, um eine realistische Chance auf eine langfristige Partnerschaft zu haben (was auch gut so ist, man möge mich nicht falsch verstehen).

In der Situation, gerade wenn man selbst nicht große Karriereaspirationen hat (und die hat nunmal längst nicht jeder) ist es halt objektiv dumm da mehr Leistungsbereitschaft zu zeigen, als aktiv notwendig ist, um über die Runden zu kommen. Ich für meinen Teil bin auch jemand, der nur 30 Stunden in der Woche arbeitet und sich schon aus Bewerbungsverfahren zurückgezogen hat, weil mir die Pendelstrecke zu lang ist. Es würde schon sehr überzeugende Argumente entweder materieller oder sozialer Art benötigen, um mich davon abzubringen.
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Alt 18.02.2023, 11:46   #15732
Humppathetic
Genickbruch
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 35.672
Oha. Ich merke, über Sprachen zu quatschen, bringt mir so viel Spaß, dass ich eine Wand aus Text fabriziert habe. Daher alles im Spoiler.

Spoiler:
Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Danke @ Humppathetic, das mit der Verwandtschaft der Finnischen Sprache hatte ich auch schon gelesen. Wobei das Finnische und das Estnische sehr dicht bei einander sind.
Nah genug auf jeden Fall, dass ein Laie, wenn du ihm einen estnischen Text zeigtest, wahrscheinlich sofort auf Finnisch tippte. Auch in der Aussprache sind sie sich ähnlich genug, um Leute reinzulegen. Da muss selbst ich genauer hinhören, um nicht hinters Licht geführt zu werden.

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Auch die Samen in Lappland sprechen eine oder mehrere dem Finnischen Verwandte Sprachen.
Genau. Die sogenannten samischen Sprachen, die zum finnougrischen Zweig der uralischen Sprachfamilie gehören. Die sehen allerdings dann doch etwas anders aus, inkorporieren zum Beispiel häufig das Haček, was man sonst eher von den latinisierten slawischen Sprachen gewohnt ist.

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Das Ungarische ist etwas weiter entfernt, sowie Deutsch von Englisch oder Isländisch, immer noch verwandt, aber nicht mehr so leicht verständlich. Zwischen Ungarn und Finnland ist wohl die räumliche Entfernung zu groß.
Da muss ich dich korrigieren. Die Verwandtschaft von Ungarisch und Finnisch liegt sehr weit auseinander, wie du richtig sagst, ist aber nicht mit dem Verhältnis des Englischen zum Deutschen vergleichbar. Wenn du, ohne Englisch zu können, einen englischen Text liest, könntest du immer noch ein paar Brocken verstehen, und die Sprache zu lernen, fällt uns wohl leichter als, sagen wir, einem Nigerianer. Auch die Verwandtschaft des Deutschen und des Isländischen ist noch nah genug, dass man einzelne Worte verstehen kann, wenn man etwas überlegt.
Ungarisch ist für einen Finnen allerdings in keinster Weise einfach so zu verstehen, nicht mal bröckchenweise.
Vergleiche zum Beispiel die Nähe der beiden jeweiligen Sprachen mittels dieses Satzes:
"ich gehe heim" <-> "I go home"
"Menen kotiin" <-> "Én hazamegyek"

Das Schriftbild der jeweils anderen Sprache ist also unverständlich für den Finnen oder eben den Ungarn, da die Gemeinsamkeiten zu sprachwissenschaftlich und zu wenig offensichtlich sind (Wikipedia vergleicht die Nähe von Ungarisch und Finnisch etwa mit der von Deutsch und Persisch). Nebenbei ist es nicht die geographische Entfernung der beiden Sprachen, sondern vielmehr der Fakt, dass sich die beiden Völker bei ihrer "Ankunft" in Europa vor mehr als 1000 Jahren trennten, ergo entwickelten sich unabhängig voneinander zwei Sprachen, deren Herkunft dieselbe ist, die aber genügend Zeit hatten, sich "auseinanderzuleben". Die Grammatiken beider Sprachen haben allerdings immer noch einige Gemeinsamkeiten, und der Klang ähnelt sich durchaus auch heute noch. Ungarisch - das schrieb ich schon mal an anderer Stelle - klingt für mich immer wie eine "warme" Version des Finnischen.
Ach so, zudem ist es nicht nur die Entfernung der beiden Völker, sondern auch der Fakt, dass

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Das mit der Tochter hätte ich jetzt nicht gewußt. Viele Finnen/Finninnen sprechen auch Schwedisch, als Zweite Amtssprache.
41% der Finnen sprechen Schwedisch auf natürlich unterschiedlichem Niveau. Wenn wir mal von einer (sicherlich zu) simplen Rechnung ausgehen und die 5% Finnlandschweden, für die Schwedisch die Muttersprache darstellt, herausrechnen, sprechen wir von 36% Finnen, die Schwedisch als Zweitsprache beherrschen. Schwedisch ist darüber hinaus ja auch die zweite Amtssprache Finnlands, aber ich gehe stark davon aus, dass die Finnlandschweden allesamt zweisprachig unterwegs sind, während nicht alle Finnisch-Muttersprachler Schwedisch aktiv sprechen können. Nebenbei: Die meistgelernte Fremdsprache in Finnland ist nach Schwedisch und Englisch übrigens Deutsch.

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Meine erste Vermutung lag in Richtung Übernahme.
Von einem Lehnwort aus dem Schwedischen bin ich ebenfalls erst ausgegangen, da das Finnische einige Wörter, die aus dem Schwedischen stammen, besitzt. Andersherum gibt es im Schwedischen weniger Wörter aus dem Finnischen. War also kein "mutual agreement".

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Aber Du hast es ja jetzt erklärt. Die Baltischen Sprachen (Lettisch und Litauisch) sind nochmal eine ganz eigene Sprachfamilie, soweit ich weiß.
Ich weiß jetzt nicht, ob du mit Sprachfamilie eigentlich Zweig meinst oder ob du denkst, die baltischen Sprachen kochten ihr eigenes Süppchen, aber die baltischen Sprachen sind mitnichten eine eigene Sprachfamilie. Lettisch, Litauisch und die anderen dort beheimateten Sprachen, die hier kein Schwein kennt und die sowieso schon ausgestorben sind, weswegen ich sie einfach mal getrost ignoriere, gehören zum baltischen Zweig der indoeuropäischen (früher indogermanischen) Sprachfamilie. Die indoeuropäischen Sprachen machen zudem den (immensen!) Großteil der in Europa gesprochenen und beheimateten Sprachen aus. Die restlichen, wenigen Sprachen sind entweder aus der uralischen Sprachfamilie, deren bekanntester Zweig die finnougrischen Sprachen (Finnisch, Estnisch, Ungarisch) sind, gehören zu den Turksprachen (Türkisch, duh! ), sind semitischen Ursprungs (Maltesisch) oder sind isoliert (Baskisch).

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Es macht am meisten Sinn, Englisch zu lernen, Amtssprache in Großbritannien, USA, Kanada, Australien, Indien und großen Teilen Afrika's, und weil Englisch auf der ganzen Welt gelernt und gesprochen wird, sogar in Ländern, die dem Westen kritisch gegenüber stehen, z. B. Arabische Länder, Iran, China, Russland, Nordkorea, Afghanistan.
Sicherlich kommt man damit am weitesten, aber es schadet nicht, auch andere Sprachen zu lernen, wenn man ein Faible dafür hat. Zum einen ist das Erlernen einer Fremdsprache eine der besten Methoden, sein Gehirn fitzuhalten, zum anderen wirst du mit Englisch nicht weit kommen, wenn du in einem abgelegenen Dorf in Tadschikistan gelandet bist.

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Wenn man als Tourist*In irgendwo hin fährt, z. B. Spanien oder China, und man Spanisch oder Chinesisch kann, wird einem trotzdem meist auf Englisch geantwortet, das wird in Finnland genauso sein, daß die Finnen/Finninnen automatisch Englisch mit Touristen reden.
Das ist gut möglich. Die Finnen haben damals auch entweder Englisch oder Deutsch mit mir geredet. Aber wenn du Finnisch fließend beherrschst (was ich "aus Gründen" nicht tue, weswegen ich über deren Englisch und deren Qualität des Englischen sehr erfreut war), sind sie mehr als froh, auch auf Finnisch zu konversieren. Das hebt nochmal ihr Selbstbewusstsein.
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Geändert von Humppathetic (18.02.2023 um 11:50 Uhr).
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Alt 18.02.2023, 12:25   #15733
S C H
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ich glaube, das liegt auch mit daran, dass unser System darauf (noch) nicht ausgelegt ist. Mit 25-30 Wochenenstunden kannst du im Büro arbeiten, aber in vielen, essenziell wichtigen Berufen geht das nicht, weil das gesamte Arbeitzeitenmodell umgestellt werden müsste und auch das Personal gar nicht da ist, das dann benötigt werden würde. Wenn du z.B. schaust, wie eklatant der Mangel an Lehrern, Pflegekräften usw. jetzt schon ist, wie soll das gehen, wenn jetzt z.B. die Altenpfleger oder Krankenschwestern "nur noch" 30 Wochenstunden arbeiten?
In der Altenpflege arbeiten 65% in Teilzeit.
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Alt 18.02.2023, 12:54   #15734
Stefan "Effe" Effenberg
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Zitat:
Zitat von S C H Beitrag anzeigen
In der Altenpflege arbeiten 65% in Teilzeit.
Wovon wiederum 90-95% weiblich sein dürften.

Schon maximal 34 Stunden die Woche sind bekanntlich Teilzeit.
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Der Klügere gibt nach. Nachgeben ist ein Zeichen von Stärke, das nicht jeder besitzt.
Formerly known as Johnboy Dog, Yukon, Lena Mayer-Landrut & David "Haymaker" Haye
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Alt 18.02.2023, 13:16   #15735
k-town1900
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Alt 18.02.2023, 13:34   #15736
Hannoveraner
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
@Hannoveraner

Bei mir war das eher noch so das ich teilweise grün und blau geschlagen wurde. Da gab's auch öfter eine Abreibung mit den Worten -Du weißt warum- und ich hatte keine Ahnung warum. Da konnte es sein das ich 2 oder 3 Wochen vorher etwas gemacht habe das jetzt erst rausgekommen war ich das aber schon wieder komplett vergessen hatte. Ich hatte im Gegensatz zu meinen Geschwistern das Glück der späten Geburt. Als ich 13/14 Jahre war wurden auch meine Eltern (hauptsächlich mein Vater) ruhiger und ich hatte in dem Alter die Prügelattacken so gut wie überstanden im Gegensatz zu meinen Geschwistern.
@K-Town1900, um Gottes Willen, ich wollte keine alten Wunden aufreißen. Bei mir war es so, daß ich mir Prügel zumindest manchmal redlich verdient hatte, z. B., ich war als Kind einmal spät Abends kurz vor Mitternacht mal rausgegangen, in die Innenstadt, und heute weiß ich, wie gefährlich das sein kann, wegen Pädophilen, usw. Ein anderes Mal hatte ich vergessen, den Herd auszumachen, oder war unaufmerksam beim Überqueren der Straße. Hielt sich alles im Rahmen mit den Abreibungen. Ich habe rückblickend dafür Verständnis. Aber bei mir folgte die Strafe stets prompt, egal ob ich mir eine gefangen hatte und / oder es Stuben-Arrest gab. Und meine Eltern hatten mir immer direkt gesagt, warum.

@Humppathetic, ich merke schon, Du bist ein echter Sprach-Experte und Linguist. Da kann ich natürlich mit meinem Laien-Wissen nicht mithalten. Ich kannte mal einen Finnen aus Mänttää, der in Deutschland lebt, und mir einiges erklärte. Die Esten und Balten waren ja bis vor kurzem noch gezwungen, Russisch zu reden und zu schreiben, und davor war Schwedisch und Deutsch dort sehr verbreitet, Leute aus Riga bzw. Mitau (Lettland) kannte ich ebenfalls mal.

Jedenfalls kann man als Deutscher sehr viel von der Schwedischen Sprache entziffern, (geschriebenes Wort), z. B. "Stadskulden" (Stadt-Schulden) oder "förhindra Brand" (Brand verhindern) und das kann man eben auch in Finnland nutzen. Allerdings versteht man die Schweden/Schwedinnen nicht wirklich, wenn sie reden.

Geändert von Hannoveraner (18.02.2023 um 14:00 Uhr).
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Alt 18.02.2023, 13:50   #15737
Punisher 3:16
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Geht mir mit der Hausarbeit und den (berechtigten) Rügen meiner Frau ähnlich.
Davon bleibe ich zum Glück verschont.
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Alt 18.02.2023, 13:57   #15738
k-town1900
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Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
@K-Town1900, um Gottes Willen, ich wollte keine alten Wunden aufreißen. Bei mir war es so, daß ich mir Prügel zumindest manchmal redlich verdient hatte, z. B., ich war als Kind einmal spät Abends kurz vor Mitternacht mal rausgegangen, in die Innenstadt, und heute weiß ich, wie gefährlich das sein kann, wegen Pädophilen, usw. Ein anderes Mal hatte ich vergessen, den Herd auszumachen, oder war unaufmerksam beim Überqueren der Straße. Hielt sich alles im Rahmen mit den Abreibungen. Ich habe rückblickend dafür Verständnis. Aber bei mir folgte die Strafe stets prompt, egal ob ich mir eine gefangen hatte und / oder es Stuben-Arrest gab. Und meine Eltern hatten mir immer direkt gesagt, warum.
Keine Panik da gibt es keine alten Wunden die man aufreißen könnte. Hatte aber auch sein gutes ich hab deswegen meine Kids nie geschlagen weil ich genau wusste wie hilflos sie sich dann fühlen. Ich zumindest fand die Hilflosigkeit schlimmer als die schmerzen. Bei meinen Kids hab ich mir dann andere Erziehungsmöglichkeiten gesucht. Wenn die Switch mal 2 Wochen im Schrank bleibt, die gute Nacht Geschichte wegfällt, Geschichten auf CD hören zum einschlafen, dann tut das mehr weh als wenn ich ihnen den Hintern verhaue

P.s. ich glaube altersmäßig liegen wir gar nicht so weit auseinander
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Geändert von k-town1900 (18.02.2023 um 13:59 Uhr).
k-town1900 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2023, 14:03   #15739
Blast
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Stefan "Effe" Effenberg Beitrag anzeigen

Eins der Probleme der heutigen Jugend - bzw Teilen davon!....sonst zu sehr pauschalisiert:
Das Leben besteht aus Energydrinks, Handy, Zocken und Chillen. Und "Bruda, Alta und Ey".
ich hoffe ja immer, dass das nur die Ausnahmen sind, aber das sehe ich nicht.

Zudem wird "Work-Life-Balance" immer größer geschrieben....wobei in vielen Fällen das Wort "Work" auch eher so beinahe transparent, sprich eher nicht existent erscheint.

Als jemand, der sich von ganz, ganz unten in die untere Mittelschicht, so to say, gekämpft hat, ärgert mich das einfach.
Ich bin ja selbst 28, und aufgrund meines Umfelds neben meiner eigenen Jugend auch mit vielen jüngeren Menschen beschäftigt und ich kann es dir genau sagen warum: Weil dieses Kämpfen von einer unteren in die Mittelschicht heutzutage nur noch sehr unwahrscheinlich ist und man seine Zeit lieber dann mit Dingen verbringen will, die einem Freude bereiten, anstatt 8 Stunden am Tag, was immerhin ein Drittel eines gesamten Tages ist, von dem man 5-7 Stunden schläft wenn's klappt, zu arbeiten.

Die Prognosen sehen ja auch nicht gerade gut aus für die Meisten von uns. Wenn das meritokratische Prinzip noch irgendwo greifen würde, dann vielleicht. Aber jetzt einen auf tollen deutschen Arbeiter machen, der, "damit der Laden läuft", einfach mal mehrmals in der Woche durch Überstunden seine Lebenszeit vergeudet in einem Job, wo man ersetzbar ist und eh keine Aufstiegschancen hat, das ist einfach keine tolle Vorstellung mehr. Wenn sie das je gewesen ist. Und da können sich ältere Menschen, die auf die vermeintlich "faulen Jugendlichen" schimpfen gerne ins Knie ficken.

Die Generation von meinem Vater konnte durch einen Job alleine zwei Familien ernähren. Das weiß ich, weil er das getan hat nach der Scheidung von meiner Mutter und dem Antreten einer neuen Beziehung mit Kind. Von sowas sind wir meilenweit entfernt. Viele meiner Peers haben die Möglichkeit von einer Familie, nicht den Wunsch wohlgemerkt, aufgegeben. Mit 3000 Euro netto im Monat, was viele Jobs nach dem Studium einbringen, kannst du alleine gut leben und mit einer Partnerin auch. Aber eine Familie gründen wird schwierig, ohne dass beide Partner arbeiten.

Und da kann man mir nichts von fauler Jugend und hart arbeitenden Boomern erzählen, das sind drastische Unterschiede in der wirtschaftlichen Situation.
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"Wenn du nur das willst, was du schaffen kannst, kannst du alles schaffen, was du willst!" - Konfuzius
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Alt 18.02.2023, 14:04   #15740
Hannoveraner
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@K-Town, ich bin Baujahr 1979, und klar, Fernseh-Verbot schmerzt, vor allem wenn Wrestlemania ansteht
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Alt 18.02.2023, 14:54   #15741
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
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@Humppathetic, ich merke schon, Du bist ein echter Sprach-Experte und Linguist. Da kann ich natürlich mit meinem Laien-Wissen nicht mithalten. Ich kannte mal einen Finnen aus Mänttää, der in Deutschland lebt, und mir einiges erklärte. Die Esten und Balten waren ja bis vor kurzem noch gezwungen, Russisch zu reden und zu schreiben, und davor war Schwedisch und Deutsch dort sehr verbreitet, Leute aus Riga bzw. Mitau (Lettland) kannte ich ebenfalls mal.
Danke. Aber Experte bin ich nicht, nur sehr interessiert an Sprachen respektive Linguistik.

Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Jedenfalls kann man als Deutscher sehr viel von der Schwedischen Sprache entziffern, (geschriebenes Wort), z. B. "Stadskulden" (Stadt-Schulden) oder "förhindra Brand" (Brand verhindern) und das kann man eben auch in Finnland nutzen. Allerdings versteht man die Schweden/Schwedinnen nicht wirklich, wenn sie reden.
Nicht nur aus dem Schwedischen, auch aus dem Dänischen und Norwegischen.
Und wenn ich mal feist annehmen darf, dass du Hannoveraner heißt, weil du aus Hannover bist, dann kannst du unter Umständen sogar noch mehr erkennen.
Ein Mensch aus Bayern wüsste zum Beispiel nicht oder nur eventuell, was das norwegische Wort rundstykke bedeutet. Wenn du aber mit norddeutschem Platt in Kontakt gekommen bist, dann weißt du sofort, dass rundstykke Brötchen bedeutet, denn auf Plattdeutsch heißt Brötchen Rundstück. Oder dass das norwegische liten klein bedeutet (Plattdeusch: lütt).

Edit: Falls dich Sprachliches noch mehr interessiert, empfehle ich makanter, der hier Moderator ist. Der Herr studiert meines Wissens Anglistik. Oder Amerikanistik. Vielleicht war's auch die jüdische Seefahrt im Mittelalter.

Was zum eigentlichen Thema dieses Threads: Habe seit Stunden Kopfschmerzen und kriege die nicht mal mit 400er Ibuprofen weg. Wenn frische Luft und Bier das Thema nicht ad acta legen, wird das heute Abend ein sehr schmerzhafter Abend bei Napalm Death.
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Geändert von Humppathetic (18.02.2023 um 15:35 Uhr).
Humppathetic ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2023, 16:29   #15742
Hannoveraner
Schädelbasisbruch
 
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@Humppathetic, zuerst zu Deinem dringenden Problem, hast Du evtl. Vertrauen in Aspirin, das hilft mir bei Kopfschmerzen meistens.

Mit Hannover liegst Du richtig. Plattdeutsch ist allerdings hier weniger verbreitet. Einige Plattdeutsche Wörter wie "bannig wenig" für "sehr wenig" haben sich hier eingeschlichen, oder sind ein Überbleibsel, als hier im Mittelalter noch Plattdeutsch gesprochen wurde.

Hier in Hannover wird ansonsten nur Hochdeutsch gesprochen, obwohl die Meißner Kanzlei-Sprache, die unter anderem von Martin Luther während der Reformation verbreitet wurde, durch die ersten deutschen Bibeln, (vorher alle Bibeln der Katholiken nur in Latein), eigentlich ihren Ursprung in Sachsen und Thüringen (Weimar) hatte. Die Sachsen haben also Hochdeutsch erfunden.

Plattdeutsch wird in Nordniedersachsen noch gesprochen, in Ostfriesland (bei Emden), und vereinzelt kurz vor Hamburg, ansonsten hauptsächlich weit nördlich von Hamburg. Aber das Wort "Lütte" kenne ich, in Hannover gibt's "Lüttje Lage", als Alkohol. Das Rundstück gibt's wohl in Hamburg (Brötchen).

In Hamburg stirbt der Plattdeutsche Dialekt immer mehr aus.

Makanter kenne ich schon, aber Anglistik bezieht sich ja auf die Angelsächsische, d. h. die Englische Sprache. Der Exodus der Juden im Mittelalter ist wiederum eine andere Thematik.

Die Dänische und Norwegische Sprache sind allerdings weiter entfernt vom Deutschen, als die Schwedische. In Schweden kann man zumindest partiell eine Zeitung lesen und einiges verstehen oder herleiten, während die Dänischen geschriebenen Worte für uns nahezu unidentifizierbar sind. (Dafür sind Dänisch und Norwegisch beinahe identisch, da Norwegen einst ein Teil Dänemarks war).

Geändert von Hannoveraner (18.02.2023 um 16:46 Uhr).
Hannoveraner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2023, 16:33   #15743
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 16.985
Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ich glaube, das liegt auch mit daran, dass unser System darauf (noch) nicht ausgelegt ist. Mit 25-30 Wochenenstunden kannst du im Büro arbeiten, aber in vielen, essenziell wichtigen Berufen geht das nicht, weil das gesamte Arbeitzeitenmodell umgestellt werden müsste und auch das Personal gar nicht da ist, das dann benötigt werden würde.
Gerade in solchen strapaziösen Berufen wie Pflege oder Erziehung wäre eine verringerte Arbeitszeit eigentlich gut, um die Menschen geistig gesund und leistungsfähig zu halten. 40h pro Woche ist eigentlich Obergrenze für Arbeitsbelastung, zumindest nach dem, was ich von Ärzten so gehört habe. Wenn man daneben noch Familie hat, ist man also schnell bei ungesunder Überlastung.

Die bestehenden Arbeitszeitmodelle gibt es nur, weil wir die Ausbeutungskultur über die letzten Jahrhunderte zur "Tradition" erkoren haben. Profitieren tun dabei selten die Ausgebeuteten selbst. Und die Effizient der Arbeit ist dadurch ebenfalls gefallen, was aber vernachlässigt wird.

Wenn bei Reduzierung der Arbeitszeit Personal fehlt, dann muss man das eben einstellen. Menschen gibt es genug auf der Welt. Und was die geringen Gehälter und hohen Überstunden in z.B. der Pflege angeht, so ist das sowieso ein gesellschaftliches Totalversagen. Mehr Leute einstellen und besser bezahlen. Das wäre auch leistbar, wenn nicht eine Lobby die exzessive Akkumulation von Reichtum in - deutlich weniger wichtigen - Nieschenberufen schützen würde.
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Wer Glauben über Wissen stellt, wird gefickt.
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Alt 18.02.2023, 16:49   #15744
Grandmaster DJ
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Wenn bei Reduzierung der Arbeitszeit Personal fehlt, dann muss man das eben einstellen. Menschen gibt es genug auf der Welt.
In welcher Branche arbeitest du, dass das anscheinend so einfach ist?
Bei uns im Handwerk (Druckerei) ist es gerade unmöglich jemanden zu finden (passenderweise dazu letzte Woche noch ein Herzinfarkt vom einzigen Mitarbeiter, den ich als helfend einschätzen kann). Wie es z.B. im Pflegebereich aussieht möchte ich da gar nicht wissen.
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"Hard work pays off. Dreams come true. Bad times don't last, but bad guys do."
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Alt 18.02.2023, 17:03   #15745
Nani
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Zitat:
Zitat von Grandmaster DJ Beitrag anzeigen
In welcher Branche arbeitest du, dass das anscheinend so einfach ist?
Bei uns im Handwerk (Druckerei) ist es gerade unmöglich jemanden zu finden (passenderweise dazu letzte Woche noch ein Herzinfarkt vom einzigen Mitarbeiter, den ich als helfend einschätzen kann). Wie es z.B. im Pflegebereich aussieht möchte ich da gar nicht wissen.
Ich sage nicht, dass wir die Menschen im Land haben. Nicht einmal, dass die vorhandenen Menschen effizient "nutzen".
Es gibt sie auf der Welt.
Leider hetzen bestimmte politische Lager aber weiterhin lieber gegen Immigration, fordern längere Arbeitszeiten, spätere Rentenantritte und mehr Ausbeutung.
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Geändert von Nani (18.02.2023 um 17:04 Uhr).
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Alt 18.02.2023, 17:05   #15746
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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In der Türkei nach fast 300 Stunden zwei Erwachsene und ein Kind lebend aus Trümmern gerettet. Das Kind ist ein paar Stunden später nach der Rettung verstorben. Das bricht mich gerade.
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Alt 18.02.2023, 17:14   #15747
Grandmaster DJ
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Ich sage nicht, dass wir die Menschen im Land haben. Nicht einmal, dass die vorhandenen Menschen effizient "nutzen".
Es gibt sie auf der Welt.
Leider hetzen bestimmte politische Lager aber weiterhin lieber gegen Immigration, fordern längere Arbeitszeiten, spätere Rentenantritte und mehr Ausbeutung.
Kann sicher mit der Immigration in einigen Bereichen funktionieren, aber halt auch leider nicht überall.
Wieder mal unsere Druckerei zum Beispiel, ohne vernünftige Deutschkenntnisse kommt man auch nicht weit wenn es um Korrekturlesen usw. angeht.
Hatten wir mal mit einem Syrischen Flüchtling zur Integration versucht. Ging leider nicht lange gut, die Arbeit war ihm zu anstrengend. Wie auch den meisten Deutschen, die beim Probearbeiten oft noch vor der Mittagspause wieder abhauen.
Wie gesagt, kein allgemeines "nein" zu dem Thema an sich...
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Alt 18.02.2023, 18:41   #15748
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Grandmaster DJ Beitrag anzeigen
Kann sicher mit der Immigration in einigen Bereichen funktionieren, aber halt auch leider nicht überall.
Wieder mal unsere Druckerei zum Beispiel, ohne vernünftige Deutschkenntnisse kommt man auch nicht weit wenn es um Korrekturlesen usw. angeht.
Hatten wir mal mit einem Syrischen Flüchtling zur Integration versucht. Ging leider nicht lange gut, die Arbeit war ihm zu anstrengend. Wie auch den meisten Deutschen, die beim Probearbeiten oft noch vor der Mittagspause wieder abhauen.
Wie gesagt, kein allgemeines "nein" zu dem Thema an sich...
Das Problem hat mein Arbeitgeber auch in großem Maßstab. Das Problem ist halt, wenn die Entwicklung jahrelang auf die lange Bank geschoben wird und dann kommt man plötzlich aus dem Mustopf. In den meisten Jobs sind perfekte Deutschkenntnisse ja nicht wichtig. Aber Anlernen, Einleben und Einarbeiten kosten halt auch da Zeit.
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Alt 18.02.2023, 20:11   #15749
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
Beiträge: 4.154
Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
@K-Town, ich bin Baujahr 1979, und klar, Fernseh-Verbot schmerzt, vor allem wenn Wrestlemania ansteht
Ich bin Jahrgang 72. Auf dem Dorf ging es halt damals ganz anders zu wie in der Stadt. Heute sind da auch noch Unterschiede aber damals waren die wirklich Extrem. Fast meine komplette Verwandtschaft wohnte in der Stadt und KL ist eine Kleinstadt (damals mit knapp über 100.000 Einwohner auf dem Papier eine Großstadt) und trotzdem waren die Unterschiede teilweiße sehr groß. Es fing bei den städtern zb schon teilweise an, wenn ein Schüler keine Adidas Schuhe oder zumindest Puma an den Füßen hatte war er nur halb so viel Wert. Auf dem Dorf hat uns das noch nicht die Bohne interessiert. Auch mit den Kindern ging es schon langsam los. Wer mehr als 3 Kinder hatte wurde fast automatisch als Assi abgestempelt während es auf den Dörfern nach ganz normal war 3+ Kinder zu haben. Da wurde man eher komisch von der Seite angeschaut wenn man nur ein oder zwei Kinder hatte.
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Alt 18.02.2023, 22:08   #15750
Gazelle
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Wer mehr als 3 Kinder hatte wurde fast automatisch als Assi abgestempelt während es auf den Dörfern nach ganz normal war 3+ Kinder zu haben. Da wurde man eher komisch von der Seite angeschaut wenn man nur ein oder zwei Kinder hatte.
Die Erfahrung hab ich genau andersherum gemacht.
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Bildung find ich dumm, ich bin doch eh schon schlau.
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