Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 10.06.2023, 13:55   #2626
Hannoveraner
Schädelbasisbruch
 
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Entstehung des Punk Ende der 1970er, Anfang der 1980er https://www.asphalt-magazin.de/das-m...elgeschichten/ Das Buch könnte für Kenner*Innen der Szene aufschlussreich sein. Interview mit den Machern des "Schädelspalter", einer politisch linken Obdachlosen-Zeitschrift, Klaus Abelmann, Detlef Max und Hollow Skai, (heute freier Autor für Bücher über Punk, Neue Deutsche Welle, die Ärzte, die Toten Hosen), etc.

Geändert von Hannoveraner (10.06.2023 um 16:16 Uhr).
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Alt 09.07.2023, 17:10   #2627
El Clon
Schädelbasisbruch
 
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Shenzhen - Zukunft Made in China von Frank Sieren. Ein guter Einblick in die technologischen und sozialen Entwicklungen einer sehr jungen Metropole, die im Kontext individueller Narrativen über Einzelpersonen und Unternehmungen darstellt, wie der Fortschritt der Welt aussieht und welches negative und positives Potenzial diese Entwicklungen haben. Eine sehr interessante Lektüre, gerade weil der Autor nicht dem verstandslosen Feindbild, dass die USA und ihre europäischen Hörigen entwickelt haben, unterworfen ist.
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Dubnation forever!
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The Gravel Trap: Opinions on Motorsport
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Alt 30.07.2023, 20:55   #2628
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Khuê Phạm - Wo auch immer ihr seid

Semibiografischer Roman, basierend auf den Erfahrungen von Khuê ihrer Familie.

Als ihre Grossmutter stirbt fliegen Khuê und ihre Eltern nach Cali und auch wenn sie es schon davor wusste, wird ihr erst dort richtig klar dass sie den Bezug zu ihren Wurzeln verloren hat. Gleichzeitig gehört sie trotz aller Anstrengungen auch nicht zur deutschen Kultur. Dies wird ihr, bewusst oder unbewusst immer wieder klar gemacht. Fragen wie "Wo kommst du her?" mögen zwar gut gemeint sein, deuten aber auch an dass man evtl. nicht wirklich dazugehört.

Letzteres kenne ich aufgrund meines Namens schon seit meiner Kindheit und ja, irgendwann ist es einfach nur noch nervig. Abgesehen davon habe ich durch das Buch so einiges Verstanden was ich derzeit erlebe und mich vielleicht auch darauf vorbereitet was ich in Zukunft auch noch erleben werde.
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Alt 23.08.2023, 14:41   #2629
Der Zerquetscher
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The King in Yellow (Chambers)

Das große Vorbild Lovecrafts, der viele Ideen aus dem Universum Chambers' übernahm. Von verbotenen Büchern, über den kosmischen Horror, bis zu den surrealen Settings - der schwarzen Türme Carcosas zum Beispiel. Nach meinem Dafürhalten bleibt der Lovecraft als modernerer Schriftsteller der Urvater heutigen Horrors, denn Chambers' Veröffentlichungen von 1895 sind für mich mehr eine Brücke zwischen Poe und dem, was im zwanzigsten Jahrhundert kommen sollte, als schon wirklich modern. Geschmacksache, aber ich bevorzuge ohne zu zögern den H.P. Egal, wer zuerst da war.

Kauf dir einen Kaiser. Die Geschichte der Fugger (Ogger)

Die, was das Porträt der kaufmännischen Genialität der Fugger anbelangt, empfehlenswerteste Lektüre, die mir je untergekommen ist. Teilweise zu betriebswirtschaftlich, als dass ich da problemlos folgen könnte, aber das schmälert den Lesegenuss keineswegs. Es wäre schlechterdings ohnehin kaum sinnvoll, die berühmteste Kaufmannsfamilie der deutschen Geschichte allein von der Geschichtswissenschaft ins Bild setzen zu lassen. Ein Urteil über die Augsburger muss interdisziplinär fallen. Und das tut es. In einem heute etwas ungewohnten Duktus gehalten, der die politischen Schwingungen der späten Siebziger aufnahm, bleibt Ogger lobenswerterweise allein durch die Lektüre politisch nicht zu verorten. Eines der besten Sachbücher meines Lesejahres.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
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Alt 23.08.2023, 16:55   #2630
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Kauf dir einen Kaiser. Die Geschichte der Fugger (Ogger)

Die, was das Porträt der kaufmännischen Genialität der Fugger anbelangt, empfehlenswerteste Lektüre, die mir je untergekommen ist. Teilweise zu betriebswirtschaftlich, als dass ich da problemlos folgen könnte, aber das schmälert den Lesegenuss keineswegs. Es wäre schlechterdings ohnehin kaum sinnvoll, die berühmteste Kaufmannsfamilie der deutschen Geschichte allein von der Geschichtswissenschaft ins Bild setzen zu lassen. Ein Urteil über die Augsburger muss interdisziplinär fallen. Und das tut es. In einem heute etwas ungewohnten Duktus gehalten, der die politischen Schwingungen der späten Siebziger aufnahm, bleibt Ogger lobenswerterweise allein durch die Lektüre politisch nicht zu verorten. Eines der besten Sachbücher meines Lesejahres.
Beim nächsten Treffen kannst du dann noch etwas ausführlicher über die Fugger berichten.
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 29.10.2023, 21:48   #2631
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Satoshi Yagisawa - Days at the Morisaki Bookshop

Die 25jährige Takako geniesst eigentlich ein relativ ereignisloses Leben. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt an dem sich rausstellt dass sie ihr Freund, von dem sie erwartet hat ihn eines Tages zu heiraten, beiläufig erwähnt sie betrogen und sich mit einer anderen Frau getroffen zu haben. Dass er diese Frau auch heiraten will ist zuviel für Takako. Sie kündigt ihren Job. In kurzer Zeit hat sie nicht nur die Liebe ihres Lebens, sondern auch ihre Arbeit und Bekannte verloren. Eines Tages erhält sie ein Telefonat von ihrem Onkel Saturo. Auf sein Drängen hin zieht sie zu ihm in seinen Second Hand Buchladen. Zu Beginn fühlt sich Takako nicht richtig wohl in ihrem neuen Umfeld, doch mit der Zeit beginnt sie sich mit der Situation anzufreunden. Fand sie Saturo und die Kunden des Buchladens zu Beginn noch nervig freundet sie sich auch mit ihnen an. Gleichzeitig beginnt sie die Bücher im Laden ihres Onkels zu lesen.

Dass Takako's Geschichte von einem Mann in der Ich-Perspektive geschrieben wurde war irgendwie schon strange. Die behandelten Themen von Verlust, Depression und zwischenmenschlichen Beziehungen sind aber allgemeingültig. Sind sich Takako und Saturo zu Beginn noch fremd, kommen sie sich mit der Zeit näher. Im späteren Verlauf der Geschichte wird auch klar warum Saturo seine Nichte bei sich aufnimmt.

Spoiler:
Er glaubt dass Takako ihm viele Jahre zuvor das Leben gerettet hat: Nämlich mit ihrer Geburt und das möchte er nun auch für seine Nichte tun.


Die beiden haben viele Gemeinsamkeiten und dank Saturo findet Takako einen Weg aus ihrem Abgrund. Sieht besucht die Cafes in ihrem neuen Viertel, trifft interessante Menschen und spielt auch mal Amor für einen scheuen Testaurantmitarbeiter.

Mit 147 Seiten ist die Geschichte zwar kurz, unterhält aber auf jeder einzelnen dieser Seiten.
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Alt 06.12.2023, 15:33   #2632
Der Zerquetscher
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Napoleon (Zamoyski, Adam)

Eine zügig zu lesende Biografie vom Historiker polnischer Herkunft, die, was das Leben des Korsen angeht, erschöpfend ist, aber viel unter den Tisch fallen lässt, was dessen Zeitgenossen anbetrifft. Wenn sie nicht gerade Polen sind. Natürlich hat ein Verlagsautor gewisse Vorgaben und darf freilich Schwerpunkte setzen, allerdings werden zum Beispiel die Preußen und ihr essentieller Beitrag zum Sieg über Napoleon nicht nur stiefmütterlich behandelt, sondern systematisch marginalisiert. Und das ist schade, denn Voreingenommenheit und verstopfter Filter stehen einem Wissenschaftler immer schlecht. Egal welcher Herkunft.

Leviathan Wakes (Corey)

Der erste Teil der Expanse-Reihe. Und ich bin gecatcht. Zwar bodenständig, aber abwechslungsreich und unterhaltsam erzählte Science-Fiction. Helm ab! Werde ab jetzt mit im Boot sein.

High-Intensity Training (Mike Mentzer)

Für Freunde des Fachs eine sehr kurzweilige Lektüre. Zwar werden Mentzer von seinem Kompagnon und Mitautor, der sich im Vorwort wie völlig aus dem Häuschen gebärdet, übermenschliche Fähigkeiten und gottgeschenkte Talente in die XL-Wiege gelegt, aber das lässt sich verschmerzen, wenn man darauf aus ist, sein Trainingsprogramm so kurz wie möglich zu halten und dafür Denkansätze abzustauben. Denn darauf basierte Mentzers streitbarer Ansatz (den ich persönlich übrigens nicht ganz teile). Immerhin ist er damit zu einem der erfolgreichsten Bodybuilder geworden. Wenn auch sonst fast niemand außer ihm. Eine Dreiviertelstunde, dreimal die Woche. Das reiche zum Titel, so postuliert er. Bei allerhöchster Intensität. Weg mit zweimal zweistündigen Split-Trainings bei sechstägigem Workout als Profi im Wettkampf. Bodybuilding sei keine an den jeweiligen Körper angepasste Individualerfahrung, sondern verallgemeinerbare Wissenschaft und als solche anzuwenden. So würden seine Prinzipien für jeden gelten. Egal ob endomorpher, mesomorpher oder ektomorpher Gestalt. Kurz gesagt, für Kraftsportler gleich welcher Genetik, sei weniger mehr. Hört sich gut an. Vielleicht zu gut.
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Alt 06.12.2023, 16:47   #2633
Nani
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Hier auch mal wieder ein paar. Ist ja bald Weihnachten, und dieser Thread birgt immer mal wieder gute Geschenkideen. =)

Ich Bin Viele (Dennis E. Taylor)
bzw. die Bobiverse-Reihe
Der Chef einer Software-Entwicklungsfirma hat gerade teuer sein Unternehmen verkauft, als er plötzlich stirbt. Ein Jahrhundert später wird er wieder geweckt. Oder besser gesagt, seine Erinnerungen werden in einen Computer geladen. Plötzlich soll er in einer Welt, die gerade endgültig dabei ist sich selbst zu vernichten, den Fortbestand der Menschheit sichern. Und das ausgerechnet für eine wissenschaftsfeindliche US-Theokratie. - Das kann doch nur spaßig werden!

Und das ist es tatsächlich.
Ich habe derzeit drei von vier Bobiverse-Romanen durch. Eine der kurzweiligsten, abwechslungsreichsten und phasenweise charmant-lustigen SciFi-Reihen, die ich je gelesen habe. Die Kapitel sind meist recht kurz, die Charaktere ausgeprägt und auch der Plot erlebt immer wieder spannende Wendungen. Man erlebt oft was Neues, ohne dass es den Stoff verwässert. - Kann ich sehr empfehlen.


Achnorion - Sorbhends Lied (Marie Gräff)
Teil I einer Reihe mit derzeit zwei Bänden
Drei sehr unterschiedliche Menschen werden gegen ihren Wissen zu Achnorion-(quasi Schach-)Figuren in einem kriegerischen Spiel. Dahinter stecken aber nicht nur die üblichen politischen Intrigen. In der komplexen Welt mit den verschiedensten Wesen mischen auch noch Magie und Götter mit.

Man merkt dem Fantasy-Roman an, dass er und seine Welt lang im Kopf der Autorin gereift sind. Die Charaktere sind schön gestaltet und konsistent, die Welt gut ausbalanciert und die Story nicht vorhersehbar, was für mich eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale ist.
Der erste Band ist bereits recht lang, was mir etwas schwergefallen ist. Wobei jedoch immer etwas passiert und das Meiste für die Story relevant ist. Aufgrund der Länge und des offenen Endes (im Prinzip endet das Buch in der Mitte der Geschichte), werde ich den zweiten Teil für den Moment nicht lesen. Aber irgendwann hole ich das sicher nach. Ist nämlich gut geschrieben.
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Alt 20.12.2023, 13:52   #2634
Nani
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Weil Weihnachten bevorsteht und man da ja manchmal noch Geschenkidee für benötigt.


Die 22 Tode der Madison May
Ein ungesund verliebter Psychopath springt durch verschiedene Multiversen und bringt immer wieder sein Herzblatt um. Eine Journalistin wird diesen fortwährenden Zyklus hineingezogen und versucht den Mistkerl aufzuhalten. Obwohl sie dabei ihr eigenes Leben immer weiter verliert.

Ich habe das Buch zum Nikolaus bekommen und relativ schnell durchgelesen. Es ist eine Mischung aus Thriller/Krimi und Fantastik. Da ich ersteres oft literarisch nicht so ansprechend finde, passt es mir gut, dass die Priorität nicht auf dem Nervenkitzel liegt, sondern der durchaus originellen Story. Die Charaktere sind gut gezeichnet und das Buch weist immer wieder schöne Ideen auf. Dazu weiß man bis zum Schluss nicht, was als nächstes kommt bzw. wie es endet.
Für herkömmliche Thriller-Leser könnte es aber zu wenig nervenkitzelig geschrieben sein. Es gibt einige schöne Morde. Aber wer sich tiefe menschliche Abgründe oder munteres Täterrätseln erhofft, findet hier keines der üblichen Menüs vor.
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Geändert von Nani (20.12.2023 um 16:22 Uhr).
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Alt 21.12.2023, 16:07   #2635
Der Zerquetscher
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"Ich Bin Viele" ist schon länger auf meiner Liste. Die 22 Tode klingen aber auch unterhaltsam. Ich liebe Fantastik. Über die Maßen. Krimi hingegen brauche ich weniger bis nicht. Hört sich übrigens ein bisschen an wie "The First Fifteen Lives of Harry August", das ich das Jahr gelesen hab. Und da ich ja selbst gerade ein Zeitreiseding schreibe, bin ich da ganz besonders offen mit dem Öhrchen dabei...
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Alt 21.12.2023, 20:00   #2636
Nani
Höllen-Rentner
 
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Harry August klingt spannend.
Volkers Zeitreise natürlich auch. Falls Du Testleser brauchst.

Ich Bin Viele war dieses Jahr übrigens mein liebstes Unterhaltungsbuch. Um mal qualitativ ein bisschen Fische zu buttern.

Nicht vier erwähnt, aber als Gesellschaftsbuch sehr gut fand ich übrigens noch Sophie Passmanns "Pick Me Girls". Haben wir auf Spotify gehört und beinhaltet eine Reihe stärker Beobachtungen, die mir bis dahin nicht bewusst waren.
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Alt 23.12.2023, 05:36   #2637
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Harry August klingt spannend.
Volkers Zeitreise natürlich auch. Falls Du Testleser brauchst.

Ich Bin Viele war dieses Jahr übrigens mein liebstes Unterhaltungsbuch. Um mal qualitativ ein bisschen Fische zu buttern.

Nicht vier erwähnt, aber als Gesellschaftsbuch sehr gut fand ich übrigens noch Sophie Passmanns "Pick Me Girls". Haben wir auf Spotify gehört und beinhaltet eine Reihe stärker Beobachtungen, die mir bis dahin nicht bewusst waren.
Danke, Krischan! Auch fürs Angebot.

Der "Ich bin Viele" ist bei mir gesetzt. Und bei mir heißt gesetzt "gesetzt". Alles, was ich mir vornehme, ziehe ich durch im Leben. Meine einzige Tugend...

"Pick me Girls" nicht nie gehört. Erstmal gleich in den Rezensionen stöbern...
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Geändert von Der Zerquetscher (23.12.2023 um 05:37 Uhr).
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Alt 23.12.2023, 12:12   #2638
Nani
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Mach das. Fand das Buch recht inspirierend.

Hat mich in den Schwächen etwas erinnert an Kurt Krömers Buch über Depressionen: Nicht durchstrukturiert (sondern eine Reihe von Erzählungen über Erlebnisse) und gegen Ende hatte ich etwas das Gefühl, dass es sich wiederholt.

Das Thema ist auf dem ersten Blick anders, aber bei näherer Betrachtung gibt es Parallelen. Krömer erzählt mehr vom Umgang mit seiner Depression, nur vereinzelt, wie er reinrutscht. Passmann deckt sowohl den Weg als auch den Umgang mE recht gut ab, in Hinblick auf die psychischen Schäden der traditionellen Frauenrolle, inkl. der Symptome Selbsthass, Essstörung und eben dieses "Pick Me Girl"-Kulturphänomens*, das mir ehrlich gesagt auch nicht bekannt war. (Liegt vermutlich an unserem Alter, denn das war in den letzten Jahren durchaus ein jugendsoziales Thema. )

In letzter Konsequenz war es für mich ein sozialkritisches und psychologisches Buch. Psychologisch insofern, dass es bei vielen Menschen verbogene Gewohnheiten und Glaubenssätze trifft. Da Passmanns Thema durchaus feministisch ist, wird ihres jedoch - im Gegensatz zu Krömer - ideologisch stark aufgeladen.
Weniger durch sie selbst, obwohl bei ihr natürlich Emotionalität mitschwingt. Dafür sehr stark bei den ideologischen Gegnern, aber auch bei Feministinnen, denen das Buch nicht radikal genug ist.

Ich als Mann konnte bis zum Ende aber rational gut mitgehen, habe wieder etwas mehr Empathie über Situationen mitgenommen, die mir nicht bewusst waren, und konnte sogar Themen für mich adaptieren. Gesellschaftliche Rollenbilder sehe ich nicht nur bei Frauen als Problem. Dahingehend haben mich mehrere Selbstmorde von Männern in meinem Bekanntenkreis der letzten zwanzig Jahren zu sehr sensibilisiert. Von meinen persönlichen Themen ganz abgesehen, die ich glücklicherweise schon sehr lange Zeit in Lebensfreude umgearbeitet habe.


*Der Terminus "Pick Me Girls" ist ursprünglich entstanden für Frauen, die sich bewusst "cool", "locker" und eher männlich präsentieren, mit dem Ziel, dann Männern besser zu gefallen. Gibt das inzwischen sogar als "Pick Me Boys" für Einfühlsamkeit vortäuschende Männer.
Ich finde den Begriff problematisch. Erstmal, weil dieses ständige gegenseitige Klassifizieren von Menschen ein Krebsgeschwür in unserer Kultur ist: Snowflake, Linksgrünversiffter, Nazi, Schwurbler, Emanze, Alterweißermann, etc. -> Alles Verallgemeinerungen, die man schneller abfeuern kann, als eine Schusswaffe. Die Menschen pauschalisieren, anstatt sich auf das Wichtige zu konzentrieren: Taten und Entscheidungen.
Entsprechend schwammig sind diese "Pick Me"-Begriffe natürlich auch. Ist ne Frau aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung eher rollenbildmännlich (und darum eher glücklich so) oder um nicht als "Tussi" angesehen zu werden? Ist eine Verhaltensanpassung, um gesellschaftlich besser angenommen zu werden, etwas, das man in Form solcher Pauschalbegriffe verachten sollte oder sollte man nicht lieber die gesellschaftlichen Mechanismen reparieren? Zum Beispiel, wenn die Eltern den Kindern strategisch Liebe entziehen, um sie via Ängste besser im vermeintlich eigenen Interesse steuerbar zu machen.
In dem Buch sagt Passmann übrigens selbst, dass sie ein "Pick Me Girl" ist, erzählt von den eigenen Fehlern, benennt die (aus ihrer Sicht) Fehler anderer und wendet sich insgesamt auch gegen diese Feindbild-Dynamik.


Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Alles, was ich mir vornehme, ziehe ich durch im Leben. Meine einzige Tugend...
Finde ich super.
Ist aber nicht Deine einzige Tugend, Du verlogener gerechter Drecksack!

Bei mir nennt meine Mama das übrigens "stur".
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Geändert von Nani (23.12.2023 um 12:33 Uhr).
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Alt 05.01.2024, 20:34   #2639
Nani
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Heute mal wieder ein Roman von meinem Selfpublisher-Stapel. =)

Uhrwerk Silberstahl (Vinachia Burke)
Vor einigen Monaten bin ich bei der Buch Berlin über dieses Buch gestolpert. Die Autorin war sympathisch, das Design ansprechend und die Geschichte klang originell. Das reicht für gewöhnlich, denn man manchmal lohnt sich s ein Test und man stößt auf ein Goldstück.

Und, yay, ich hatte mal wieder Glück! Ein richtig starker und vor allem stabiler Roman in einem ungewöhnlichen Setting*. Dazu angereichert mit tollen, wiedererkennbaren, konsistent geschriebenen Charakteren. Nachdem er mir tatsächlich anfänglich etwas zu brutal losging, bin ich auch dank der Übersicht zu Beginn sehr gut reingekommen. Freue mich bereits auf die Fortsetzung, denn die Geschichte ist noch nicht auserzählt (endet aber auch mit keinem Cliffhanger) wofür ich in diesem Fall dankbar bin.

Zur Einordnung, ob das was für Euch ist: Das Buch ist keine Schwarte (normale Romanlänge), verliert sich weder in endlosen Landschaftsbeschreibungen noch in zu viel Geplänkel. Seinen Fokus legt es auf den Konflikt der menschlichen bzw. dämonischen** Charaktere. Primär also um Macht und Intrigen, beschrieben aus der Perspektive einiger Pechvögel, die in dieses Spiel verwickelt werden.

*Anders als die meisten Fantasy Romane spielt dieser nicht im Mittelalter, sondern in einer Version eines industriellen Zeitalters.
**Die Welt wird neben Menschen auch von Dämonen bewohnt, die zwar mächtig sind, aber größtenteils undercover leben. Die König der Stadt, in der die Geschichte spielt, ist ein unsterblicher Dämon, der sich als Gott verehren lässt. Jedoch weisen alle Charaktere menschliche Wesensarten auf.
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Alt 18.02.2024, 17:23   #2640
Der Zerquetscher
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Der Weg in die Unfreiheit (Snyder, Timothy)

Beunruhigend färbt der Yale-Professor den aus Moskau greifenden Kraken in den internationalen Finanzströmen mit Kontrastmittel und zeigt so auf, was seit ungefähr 2010 heimlich von Putin vorbereitet und seit ein paar Jahren in die Tat umgesetzt wird.

Ich bin Dynamit (Priedeaux, Sue)

Was ist dran am Mythos Nietzsche? So recht weiß man das nach der Lektüre immer noch nicht, die aber flüssig geschrieben und mit einer Fülle neuer Eindrücke daherkommt. Von manchen Kollegen der Zunft wurde Kritik an der Autorin laut, dass sie manch Strittiges im Leben des Philosophen zu sehr nach ihrer Facon auslegt, wozu ich nichts sagen kann. Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass sie über das deutsche Kaiserreich wohl nur rudimentäre Kenntnisse und sich in gesellschaftlichen oder militärischen Fragen ganz auf die zeitgenössische Meinung Nietzsches verlässt, der freilich wenig Einblick hatte und obendrein bald verrückt geworden ist. So ist ihr im Vorbeigehen getätigtes Urteil über das von Nietzsche so kritisch gesehene junge Kaiserreich derart substanzlos und voreingenommen, dass man versucht ist, ihre Kritiker sehr ernst zu nehmen.

Passagier 23 (Sebastian Fitzek)

Bildungslücken schließen in Sachen deutscher Thriller-Autoren. Ein dichter Thriller, der nicht viel wert auf Sprache legt und für meinen Geschmack mit ein oder zwei konstruierten Twists zu viel daherkommt. Es wird lange dauern, bis ich wieder einen Fitzek lese. Den Schirach sah ich vergangenes Jahr qualitativ einen langen Schritt weiter vorn.

Was macht die Zeit, wenn sie vergeht? (Kinnebrock, Werner)

Sehr kurzweilig und unorthodox geschriebener Abriss über das unbegreifliche Phänomen "Zeit". Das es, so wie wir denken, ja gar nicht gibt.

Andersonville (MacKinlay Kantor)

Kantor, der als GI bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald dabei war, gewann mit seinem dadurch inspirierten 1956 erschienen Buch über das schlimmste Gefangenenlager des Bürgerkriegs den Pulitzer-Preis. Und es ist tatsächlich unglaublich seiner Zeit voraus gewesen. Wohl gemerkt einer Zeit, in der das Unter-den-Tisch-Kehren der Kehrseite des Kriegs im Namen gegenseitiger Vergebung und nationaler Einheit noch gang und gäbe war. Wie im Weltkrieg, so sind auch hier nicht die Elite-Soldaten der ersten Reihe, sondern die uniformierten Frontdrückeberger der Einheiten im rückwärtigen Gebiet diejenigen, denen man mit erhobenen Händen nicht in die Hände fallen möchte. Eine bis zum Unwohlsein präzis gemalte grausame Welt, in der der Mensch ganz nach Hobbes zum Tier degeneriert. Und doch bewahren manche im Angesicht des Todes noch ihre Mitmenschlichkeit und retten die Reputation unserer Spezies.
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Alt 18.02.2024, 17:33   #2641
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
[Wohl gemerkt einer Zeit, in der das Unter-den-Tisch-Kehren der Kehrseite des Kriegs im Namen gegenseitiger Vergebung und nationaler Einheit noch gang und gäbe war.
Ist heute nicht viel anders. Es gibt immer noch US-Militärbasen die die Namen von CSA Generälen tragen. Eigentlich unfassbar dass man Landesverrätern so eine Ehre zukommen lässt. Man stelle sich mal vor Norwegen würde einer Basis den Namen Vidkun Quisling geben.
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Alt 18.02.2024, 17:41   #2642
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ist heute nicht viel anders. Es gibt immer noch US-Militärbasen die die Namen von CSA Generälen tragen. Eigentlich unfassbar dass man Landesverrätern so eine Ehre zukommen lässt. Man stelle sich mal vor Norwegen würde einer Basis den Namen Vidkun Quisling geben.
Das sehe ich aus der Ferne ähnlich, aber nicht ganz so. Weder Lee noch Jackson waren Verfechter der Sklaverei. Eher Abolitionisten. Sie kämpften nach ihren vielen Biographen tatsächlich für die Unabhängigkeit Virginias, nachdem Washington ihrer Sicht nach die Verfassung verletzte. Natürlich kämpften sie damit auch für das Fortbestehen der Sklaverei (die sie in ihrer Naivität als überholt und ohnehin baufällig erachteten). Aber sie waren keine bösen Menschen und im Falle Jacksons mit Sicherheit zu Recht gefeierte Generäle. Dass man deren Namen nicht ausradiert, verstehe ich irgendwo. Nicht alles darf und sollte allein politisch beurteilt werden. Sondern die Sicht der Zeit muss berücksichtigt werden. Tut man das nicht, hat man die respektive Zeit nicht verstanden. Überhaupt bin ich kein Ikonoklast. Und wenn, dann nur sehr mit Bedacht.
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Geändert von Der Zerquetscher (18.02.2024 um 17:43 Uhr).
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Alt 18.02.2024, 18:21   #2643
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Mit Lee und Jackson habe oder hätte ich kein Problem (und das sage ich als überzeugter Jayhawker). Leider befanden sich aber auch Basen darunter die nach Unterstützern der Slaverei und der Sezession benannt wurden. Weiteres Problem ist, dass diese Namen in den 1910er und 1940er vergeben wurden. Wirkt für mich auch wie ein Signal in der Zeit der Rassentrennung und der Bürgerrechtsbewegung.

Nach Lee wurde einen Basis in Virginia benannt (irgedwo verständlich), nach Jackson keine. Inzwischen sind wohl alle U.S. Army Basen umbenannt worden. Hat aber doch bis 2023 gedauert.

Geändert von Punisher 3:16 (18.02.2024 um 18:26 Uhr).
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Alt 18.02.2024, 18:53   #2644
Nani
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Patrick Rothfuss - Die Musik der Stille
Für Leser der Königsmörder-Chronik eine nette Ergänzung ist diese Vertiefung in den ungewöhnlichen Nebencharakter Auri. Ein Mädchen, das in den vergessenen Bauwerken unter der magischen Universität lebt.
Sprachlich ist das Buch wie üblich exzellent und sprachgewaltig, ohne aufdringlich zu sein.
Inhaltlich empfand ich es manchmal als beklemmend minimalistisch. Aus Sicht "normalen" Storytellings passiert wenig. Es geht nun einmal um eine zurückgezogen lebende junge Frau, die vermutlich schwer traumatisiert ist und sich eine Welt erschaffen hat, in der Gegenstände, Orte und Namen die Rollen von Bezugspersonen einnehmen. Ihr Leben schwankt zwischen einem Einblick in tiefere Weisheit und einem mulmigen Gefühl, dass sie Hilfe braucht.
Aber wie gesagt: Vorher den Namen des Windes lesen. Sollte man sowieso. Stärke Literatur.


Liu Cixin - Die Drei Sonnen
SciFi, den ich zu Weihnachten bekommen habe und der wohl gerade gut gehyped wird. Bin erst in der Mitte. Der Anfang während der Kulturrevolutionist stark. Das danach holt mich bislang noch nicht so recht ab. Durchaus originelle Thematik, da es die Existenz physikalischer Gesetze hinterfragt. Mal gucken, wie abgefahren es noch wird.
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Wer Glauben über Wissen stellt, wird gefickt.
Wer Wissen über Weisheit stellt, wird auch gefickt.
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Alt 05.03.2024, 13:35   #2645
Nani
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Zitat:
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Liu Cixin - Die Drei Sonnen
SciFi, den ich zu Weihnachten bekommen habe und der wohl gerade gut gehyped wird. Bin erst in der Mitte. Der Anfang während der Kulturrevolutionist stark. Das danach holt mich bislang noch nicht so recht ab. Durchaus originelle Thematik, da es die Existenz physikalischer Gesetze hinterfragt. Mal gucken, wie abgefahren es noch wird.
Inzwischen zu Ende gelesen. Nachdem mich der mittlere Teil nur phasenweise abgeholt hat, spitzt sich die Geschichte am Anfang des letzten Drittels endlich zu. Und dann gibt das Buch richtig Gas. Richtig geile Physik-Grundlagenforschung-SciFi. Die Grenzen zwischen "das ist ja eigentlich schon Fantasy" und "das könnte tatsächlich real sein, auch wenn die Menschheit das noch nicht erforscht hat" verschwimmen. Die Einbindung der abgefahrenen Wendung in den Plot funktioniert nahtlos. Das Buch endet - erwartungsgemäß - ohne Lösung, aber auch ohne imminentem Cliff-Hanger, was ich sehr sympathisch finde.

Aufgrund des Endes top Geschichte und definitiv eine Empfehlung. Sowohl für SciFi-Fans als auch für Fans von wissenschaftlich anspruchsvollerer Belletristik.
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Wer Glauben über Wissen stellt, wird gefickt.
Wer Wissen über Weisheit stellt, wird auch gefickt.

Geändert von Nani (05.03.2024 um 13:36 Uhr).
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