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Alt 21.05.2019, 00:05   #1101
Thomas Jay
ECW
 
Registriert seit: 07.02.2002
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Geil. Hammer. Als vor zwei Wochen die Folge mit dem Wort "Dracarys" endete, war ich mir schon ziemlich sicher, dass Daenerys mit Gewalt agieren und ihren Niedergang in der Gunst mehrerer Leute einleiten würde - was mehrere andere Fans wie ich schon länger in ihr gesehen haben, eine kalte, skrupellose, Verblendete. Sie ist der IS, Hitler, Anakin Skywalker. Sie zeigte dies immerzu zwischendurch seit Staffel 2. Viele leugneten dies, manche tuns noch immer. Im echten Leben lieben manche ja auch Diktatoren. Mancher Leute Meinungen kann ich einfach nicht respektieren, manche Fans bei Facebook sind so hohle Daenerys Fanboys/girls, die nicht kapieren, dass sie seit Jahren den Psychopathen in Daenerys geleugnet oder verkannt haben.

Zurück zur Serie: Ebenso logisch war, dass sie in der letzten Folge

Spoiler:
sterben musste. Um Tyrion fürchtete ich, dachte aber im Vorfeld schon, dass sein Tod für ein bittersüßes Ende nicht nötig ist. Dass Jon in den Norden zu Tormund und Geist geht, dachte ich mir im Vorfeld schon. Bei Arya dachte ich, sie geht in den Norden, möglicherweise allein oder gleich ins Exil. In meiner Vorstellung vermutete ich, dass sie Daenerys töten und deshalb fliehen müsste. Auch war in einer meiner Theorien zum Ende eine Vorform von Demokratie angedacht, denn der Kampf um den Thron muss / sollte ja enden.

Schönes Ende für alle, zwar traurig für Jon, aber immerhin passend. Und mit Tormund und Geist hat er Kameraden.

Sehr starkes Finale, hätte ich nicht zu hoffen gewagt, dass meine Erwartungen tendenziell erfüllt werden. Mit Bran kann ich leben. Ist schon was dran: Wer die Vergangenheit kennt, eignet sich dazu, in die Zukunft zu führen.

EDIT: PS: Ding dong, die Hexe ist tot
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Alles mögliche günstig, WrestleMania Blu-Rays, WWE, The Simpsons, King of Queens, Two and a half Men, Pokerset, Trivial Pursuit, Kniffel, Tischplatte, Lampen und ganz viele andere Waren in gutem bis neuwertigem Zustand, teils eingeschweißt:
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Alt 21.05.2019, 01:15   #1102
Milford Cubicle
Genickbruch
 
Registriert seit: 12.01.2003
Beiträge: 11.335
Game of Thrones S0806

Spoiler:
Okay, die Serie ist durch und letztlich denke ich, dass man eine Serie dieser Größenordnung nie wirklich zufriedenstellend beenden kann. Jeder Fan hat eigene Vorstellungen und Wünsche, die wohl nie zu 100% wirklich erfüllt werden können. So auch hier. Ich hätte mir gewünscht, dass man einige Sachen anders gelöst hätte. So gesehen bin ich aber nicht unzufrieden mit der Folge. Die Stimmung fand ich gut eingefangen, bedrückend, düster, der durchgehende Ascheregen. Greyworm präsentiert sich mittlerweile als komplettes Arschloch, Dany als realitätsferne Tyrannin. Irgendwie war es klar, dass sie sterben wird. Hier stört mich etwas das "Wie". Das Jon sie killt, okay. Aber irgendwie fand ich es etwas merkwürdig, dass halt niemand da war (z.B. Leibwache). Okay, die Stadt ist zerstört, aber das bedeutet ja nicht zwingend, dass keiner mehr lebt und Dany hat sich sicherlich keine Freunde damit gemacht. Nach ihrem Tod (der mich übrigens zu keinem Zeitpunkt irgendwie berührt hätte) dann die merkwürdige Szene mit Drogon. Irgendwie hätte es mir besser gefallen, wenn er da einfach Amok gelaufen wäre und alles niederbrennt, egal ob Freund oder Feind. Jon inklusive. Ist nicht passiert. Wie man es letztlich gehandled hat finde ich in Ordnung. Die Erfüllung war es für mich nicht.

Zeitsprung und ab da war es eigentlich nur noch reiner Fanservice. Tully wird nochmal lächerlich gemacht, Sams Status als trotteliger Dicke mit gutem Herz untermauert (warum war er am Ende aber sofort Maester?), Bran wird König (ja, Tyrions Ansprache mag zwar stimmen, aber ich denke gerade in dieser Staffel hat Bran halt einfach nichts gemacht. Gar nichts. Da hätte ich mir lieber jemanden wie Sansa oder Gendry gewünscht, auch wenn letzterer natürlich mehr Zeit gebraucht hätte in der Staffel, um wirklich legitim zu sein. In meinen Augen wäre er aber immer noch legitimer als Bran). Sansa boxt dann die Unabhängigkeit des Nordens durch, Tyrion wird Hand of the King, Jon Snow wieder ab zur Nights Watch, wo er sich ja eigentlich am wohlsten gefühlt hat. Ghost kriegt noch seine verdienten Streicheleinheiten, Arya darf ihren Abenteuerdrang ausleben. Ja, und das wars irgendwie. Jeder noch lebende Charakter von Relevanz bekommt also an sich ein zumindest nicht zu vernichtendes Ende. Das ist in Ordnung. Aber wie in den Folgen vorher fehlt mir auch hier einfach die Härte an den Hauptcharakteren, die Aktionen, die die Serie einfach früher ausgezeichnet haben, dass Sachen passieren, mit denen man so nicht gerechnet hätte. So bleibt für mich, ähnlich wie die letzten zwei Folgen, auch hier nur ein "Potential verschenkt". Aber wie gesagt, ich bin nicht unzufrieden und so ein Projekt abzuschließen, dass es jeder feiert, ist nunmal nicht möglich.
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Alt 21.05.2019, 11:43   #1103
Thomas Jay
ECW
 
Registriert seit: 07.02.2002
Beiträge: 6.472
Frage zu Tormund:

Spoiler:
Ist die Mauer das Zuhause der Wildlinge geworden vorübergehend, nachdem sie dort zusammen gekämpft hatten?


Frage zu Bran:

Spoiler:
Versteht Ihr ihn? Ist er also doch noch Bran "da drinnen"? Qualifizieren ihn sein Charakter oder Taten für das Amt?
Also, gibt es neben der Unfähigkeit, Nachwuchs zu zeugen und der Fähigkeit, die Vergangenheit zu sehen, noch was, das für ihn als König spricht?
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Alt 21.05.2019, 12:07   #1104
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.015
Zitat:
Zitat von Woodstock Beitrag anzeigen
Wie so häufig hier auf dem Forum, wird Kritik immer nur in schwarz weiß Mustern gesehen.
Makanter ist weiter oben der beste Beweis mit seiner Wortmeldung.

Lost - grandiose Serie, scheiß Finale.
Dexter - grandiose Serie, scheiß Finale.
GoT - grandiose Serie, scheiß Finale.

Warum Kritik gleich mit einem "dann schau es halt nicht" quittiert werden muss, verstehe wer will. Das ist einfach nur anti sein, wenig diskussionsfördernd und einfach nur provokant.
Ein wirkliches Außeinandersetzen mit dem Kern der Kritik findet da einfach nicht statt und das ist eigentlich das, was noch dümmer ist als das sogenannte "gejammere"
Ich finde die Serie geil und werde sie mir mit Sicherheit wieder anschauen. Das Finale, bzw die letzten drei Folgen waren in meinen Augen richtig großer Käse.
Dieses muss ich deutlich sagen dürfen, ohne das gleich so was inhaltvolles wie " dann schau es nicht" um die Ecke geschmissen wird.
Danke für deinen Beitrag.
Sprichst mir aus der Seele.

Alles abnicken und toll finden kann wer ausschließlich die Serie kennt und sich nie für den tieferen Kontext interessiert hat. Das ist vollkommen okay, aber für andere Fans, die eben mehr wissen und dementsprechend erwarten nunmal nicht möglich. Das hier ist ein Diskussionsforum und daher sollte neben absoluter Huldigung auch absolute Unzufriedenheit erlaubt sein, wenn man es denn zu belegen versucht.

Als Kenner der tieferen Thematik wüsste man beispielsweise, dass die Unsullied alle des Todes sind, weil auf der Insel Naath eine tödliche Krankheit, die von Schmetterlingen übertragen wird, alle Nicht-Einheimischen tötet.
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Alt 21.05.2019, 12:20   #1105
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.015
Zitat:
Zitat von Thomas Jay Beitrag anzeigen
Frage zu Tormund:

Spoiler:
Ist die Mauer das Zuhause der Wildlinge geworden vorübergehend, nachdem sie dort zusammen gekämpft hatten?


Frage zu Bran:

Spoiler:
Versteht Ihr ihn? Ist er also doch noch Bran "da drinnen"? Qualifizieren ihn sein Charakter oder Taten für das Amt?
Also, gibt es neben der Unfähigkeit, Nachwuchs zu zeugen und der Fähigkeit, die Vergangenheit zu sehen, noch was, das für ihn als König spricht?
Ja, Tormund und die Wildlinge haben sich dort ausgeruht und kurze Zeit gelebt. Es wurde am Ende aber angedeutet, dass Jon desertiert und "beyond the wall" ein neues Leben mit den Wildlingen beginnt, fernab von allen Machtspielchen und fragwürdigen Pflichten.

Zum Zweiten: Nein.
Einfach Nein. Die Showrunner haben wohl gemerkt, dass Bran die nutzloseste Figur der Serie ist. Er hat nichts dazu beigetragen, dass die Lange Nacht beendet oder Cersei besiegt wurde. Auch das Auflösen, dass Jon eigentlich Aegon Targaryen ist kommt ursprünglich von Samwell und hat letztlich nur dazu geführt dass Daenerys ohne jede Unterstützung und Liebe dem Wahnsinn verfallen ist. Bran hätte all das verhindern können, wo er doch eindeutig in die Zukunft sehen kann, wie er beim Treffen der großen Häuser andeutet. Bran hat kein Interesse an den Leben der Menschen oder der Welt. Er ist kein Stück Bran Stark und auch sonst keine Person. Er bewahrt das Wissen und wandelt durch die Zeit.
Das letzte Council Meeting unterschreibt genau das. Er hält sich aus allem raus und schaltet immer wieder in den 3ER-Mode, wovor ihn der alte Rabe gewarnt hatte. Es wäre nicht einmal gewiss, dass er die Menschen warnt, falls Drogon zurückkehrt, da ja alles so passiert, wie es passieren muss aus seiner Sicht.
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Alt 21.05.2019, 14:17   #1106
Thomas Jay
ECW
 
Registriert seit: 07.02.2002
Beiträge: 6.472
Spoiler:
Bran sieht normalerweise die Gegenwart und die Vergangenheit. Er schnappt zwischendurch mal zufällig was von der Zukunft auf, allerdings nicht viel und kontrollieren kann er das auch nicht.

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, im Grunde weiß der Zuschauer alles, warum Bran als gewählter König Sinn macht:

Als Kenner der Vergangenheit und Gegenwart ist er gut geeignet, diplomatisch auf Menschen einzuwirken, da er sie versteht und ihnen passend begegnen kann. Auf diese Weise kann er Frieden bewahren. Außerdem, ebenfalls aufgrund dieser Fähigkeit, da er Lebewesen, zu denen er eine Beziehung hat, beobachten kann - dieser König wäre sehr schwer zu hintergehen und so kann er z.B. prüfen, ob Drogon zurzeit eine Gefahr darstellt. Es gibt aber noch zwei weitere Dinge, wodurch er zu einem friedlichen Leben und den Königslanden beiträgt: Er vertraut seinen Leuten, anstatt sich selbst in den Vordergrund zu drängen und alles nach eigenem Gutdünken durchzuboxen. Und: Dass er keine Nachkommen zeugen kann erleichtert die Akzeptanz des neuen Systems des Wählens, im Gegensatz zur bisher gewohnten Regelung per Erbfolge. Er ist wieder durch Hitzköpfigkeit noch durch ergebene Treue in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt (anders als Jon und Daenerys). Und gegen ihn spricht nicht wirklich etwas, anders als bei Jon oder Tyrion z.b., die mehrere Leute gegen sich haben. Insgesamt macht er als gewählter König Sinn und ist, was ein typisches GOT Stilmittel ist, eine handfeste Überraschung.
Insofern eine vernünftige Entscheidung.

Wobei, falls du recht hast und da wirklich nichts mehr von ihm da drin ist, stellt sich, wie du schriebst, die Frage, inwiefern er überhaupt aktiv werden würde. Jedoch kann man sein Verhalten in der Besprechung als Andeutung sehen eventuell, dass er gar nicht am Regieren interessiert ist, vielleicht ist er nur der Form halber der König, während er in Wirklichkeit gemeinsam mit seinen Leuten regiert. Also eher eine Art Rat oder Senat statt klassisch Monarchie. Was insgesamt zum Ende der Serie passen würde und auch zu der eher progressiven Gestaltung der Charaktere (Tyrion, Arya, Brienne...).
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Geändert von Thomas Jay (21.05.2019 um 15:04 Uhr).
Thomas Jay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2019, 14:47   #1107
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 02.12.2003
Beiträge: 15.488
Sehe ich ganz genauso wie Thomas Jay. Dieses Ende hat mich positiv überrascht, gerade weil man es so nicht auf den Schirm hatte und es so tiefgehend Sinn ergibt.

Insgesamt bin ich mit dem Ende relativ zufrieden. Die ruhigere zweite Hälfte hat mich etwas für das logische Chaos der letzten Episoden entschädigt und waren für mich deutlich schöner als das klassische, sensationsgeile "Wir liefern noch einen mega Twist am Ende und lassen die Zukunft dann offen".

Auch machte das Finale Daenarys Verhalten im Nachhinein etwas logischer. Obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass diese Entwicklung in der Serie nicht gut aufgebaut wurde und der charakterlichen Entwicklung nicht entspricht.

Mein einziger großer Kritikpunkt an der finalen Episode ist derselbe wie in den vergangenen Staffeln: Man merkt einfach, dass die Produzenten ohne Buchverlage die einstige Subtilität, Tiefe und Intelligenz der Serie nicht hinbekommen. Selbst die für einen intelligenten Dialog prädestinierten Szenen wirkten etwas platt und hilflos, reichten nicht einmal an die unwichtigeren Szenen der ersten Staffeln heran.
Man hat es nicht geschafft Story, Dialoge und Charakterzeichnung auf dem Niveau der Romanvorlagen weiterzuspinnen. Was zugegebenermaßen natürlich auch eine enorme Herausforderung war.
Entsprechend waren die besten Szenen auch die bildlich inszenierten (Daenarys Auftritt mit Drogon fand ich gut), die Comedy (Small Council zwar nicht klug, aber charismatisch) und die von der Rahmenhandlung vorgegebenen.

Irgendwie bin ich froh, dass die Serie zu Ende ist. Und so sehr ich díe ersten Staffeln geliebt habe, sehne ich mich nicht unbedingt nach Pre- und Sequels, wenn diese auf einem überforderten Niveau bleiben.


Spoiler:
Edit zur Bran Kritik:
Ich empfinde die Reaktionen hier z.T. sogar als Bestätigung für dieses Ende. Am Ende geht es nicht um die üblichen Stories, die Grundlage für fast alle Fantheorien war:
- Was hat Bran geleistet?
- Was hat Bran für ein Charisma?
- Welchen Anspruch hat Bran auf den Thron?

Das ist ja alles der übliche Mist, der eben NICHT entscheidet wie gut ein König am Ende ist. Bran hat zwar keine Legitimationen für den Thron, aber er ist bei näherer Analyse ein viel besserer Kandidat als all die anderen. Ein allwissendes, ambitionsloses, teilnahmsloses Geschöpft auf dem Thron ist eine fast schon philosophisch perfekte Wahl.
Nebenbei schließt sich auch noch der Kreis zum "Rad", das Daenarys zerbrechen wollte, obwohl sie selbst Teil von diesem Rad war. Bran ist am meisten entfernt von diesem Rad.

Ich finde, mit diesem Ende hat Game Of Thrones noch einmal unbemerkt eine sehr intelligente Pointe gesetzt.


P.S.: Verkaufst Du eigentlich immer noch das ganze Zeug aus Deiner Signatur, Thomas?

Geändert von Nani (21.05.2019 um 15:36 Uhr).
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Alt 21.05.2019, 15:51   #1108
Thomas Jay
ECW
 
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Beiträge: 6.472
Das meiste zumindest, ich finde so selten die Zeit, das ins Internet zu stellen, über den einen oder anderen Abnehmer würde ich mich freuen.
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Geändert von Thomas Jay (21.05.2019 um 15:52 Uhr).
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Alt 21.05.2019, 17:38   #1109
Nani
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 15.488
Hatte mich vor allem gewundert, weil Dein Beitrag schon ein Dreivierteljahr halt ist.
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2019, 17:46   #1110
Thomas Jay
ECW
 
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Beiträge: 6.472
Es meldete sich schon lange keiner mehr.

Zu Drogon hatte glaube ich jemand geschrieben,
Spoiler:
dass er den Mord an Daenerys gesehen hätte. Dies sah ich in der Serie jedoch nicht, er kam erst herbei, nachdem sie tot war, konnte nicht gesehen haben, dass Jon es war. Dies macht auch logischer, dass er wütend ist, nur halt nicht unbedingt auf Jon.
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Alt 21.05.2019, 18:07   #1111
Gemischtes Hack
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 2.313
Die poetische Antwort wäre wohl, dass er wusste das sie der Iron Throne getötet hat, nicht Jon.
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Am 4ten Mai werden wir bei euch sein
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Gemischtes Hack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2019, 18:26   #1112
Thomas Jay
ECW
 
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Gefällt mir, sowas Ähnliches las ich in einer Meinung zu dem Punkt auch gerade. Und da die Serie z. B. passende Todesarten und extra sehr ähnlich gefilmte Sequenzen wählt (um sie quasi gegenüber zu stellen), könnte diese poetische Interpretation durchaus stimmen. Es war ja wirklich ihr ruchloses Streben nach Macht,

Spoiler:
das sie zu Fall brachte.


Oder er hat in-universe am nächstbesten Objekt in der nähe seine Wut ausgelassen und out-of-universe aus obigem Grund.


Zu einer Meinung zum Shot mit Drogon hinter Daenerys:
Ich fand die kurze Einstellung sehr gelungen. "Be a dragon" hieß es damals. Und viele haben dem entgegen gefiebert, inkl. Daenerys. Der Shot zeigte: Hier ist euer Drache - und es spielt keine Rolle, ob euch das gefällt.
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Geändert von Thomas Jay (21.05.2019 um 19:02 Uhr).
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Alt 21.05.2019, 19:08   #1113
Califax
Knöchelbruch
 
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Beiträge: 674
Der objektive Drogon hat eine Episode vorher hunderttausend unschuldige Zivilisten geröstet. Daß jetzt in Foren plötzlich die totale Weisheit in ihn reininterpretiert wird und er den Thron anstatt von Jon als Schuldigen betrachtet klingt zwar nett und philosophisch, ist aber auch nur der Versuch Dinge zu erklären bei denen sich die Showrunner wahrscheinlich einfach nichts gedacht haben.
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Alt 21.05.2019, 19:26   #1114
Johnny Bravo
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 25.07.2005
Beiträge: 4.893
Mein Vermutung wäre auch eher, dass Drogon nicht den letzten Targaryen abfackeln wollte, der Jon ja nun mal ist. Irgendeinen Sinn muss dass ja haben, dass das nach 6 Staffeln plötzlich eine riesige Sensation war.
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König der Dummen - Corona Edition
Filsener Dorfmeister '17 & '18
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Alt 21.05.2019, 19:42   #1115
Desperado
Genickbruch
 
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Beiträge: 11.581
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Dieses Ende hat mich positiv überrascht, gerade weil man es so nicht auf den Schirm hatte und es so tiefgehend Sinn ergibt.
Spoiler:
Also Bran war doch bei vielen WEttanbietern der Topfavorit auf den Königsthron oder?


Eine Frage: Was genau macht eigentlich die Nachtwache jetzt. An einer Mauer, wo es weiter nördlix nix mehr (gefährliches) gibt. Ist das jetzt einfach eine Bande von Dieben, Mördern, Vergewaltigern

Spoiler:
und Queenslayern,


die sich die Zeit vertreiben mit Netflix, YouTube und PornHub?
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--- www.pcwa-entertainment.de ---
--- Was wäre unser Planet ohne Pinguine? ---
Desperado ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2019, 22:42   #1116
Rengal
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Thomas Jay Beitrag anzeigen
Spoiler:
Bran sieht normalerweise die Gegenwart und die Vergangenheit. Er schnappt zwischendurch mal zufällig was von der Zukunft auf, allerdings nicht viel und kontrollieren kann er das auch nicht.

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, im Grunde weiß der Zuschauer alles, warum Bran als gewählter König Sinn macht:

Als Kenner der Vergangenheit und Gegenwart ist er gut geeignet, diplomatisch auf Menschen einzuwirken, da er sie versteht und ihnen passend begegnen kann. Auf diese Weise kann er Frieden bewahren. Außerdem, ebenfalls aufgrund dieser Fähigkeit, da er Lebewesen, zu denen er eine Beziehung hat, beobachten kann - dieser König wäre sehr schwer zu hintergehen und so kann er z.B. prüfen, ob Drogon zurzeit eine Gefahr darstellt. Es gibt aber noch zwei weitere Dinge, wodurch er zu einem friedlichen Leben und den Königslanden beiträgt: Er vertraut seinen Leuten, anstatt sich selbst in den Vordergrund zu drängen und alles nach eigenem Gutdünken durchzuboxen. Und: Dass er keine Nachkommen zeugen kann erleichtert die Akzeptanz des neuen Systems des Wählens, im Gegensatz zur bisher gewohnten Regelung per Erbfolge. Er ist wieder durch Hitzköpfigkeit noch durch ergebene Treue in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt (anders als Jon und Daenerys). Und gegen ihn spricht nicht wirklich etwas, anders als bei Jon oder Tyrion z.b., die mehrere Leute gegen sich haben. Insgesamt macht er als gewählter König Sinn und ist, was ein typisches GOT Stilmittel ist, eine handfeste Überraschung.
Insofern eine vernünftige Entscheidung.

Wobei, falls du recht hast und da wirklich nichts mehr von ihm da drin ist, stellt sich, wie du schriebst, die Frage, inwiefern er überhaupt aktiv werden würde. Jedoch kann man sein Verhalten in der Besprechung als Andeutung sehen eventuell, dass er gar nicht am Regieren interessiert ist, vielleicht ist er nur der Form halber der König, während er in Wirklichkeit gemeinsam mit seinen Leuten regiert. Also eher eine Art Rat oder Senat statt klassisch Monarchie. Was insgesamt zum Ende der Serie passen würde und auch zu der eher progressiven Gestaltung der Charaktere (Tyrion, Arya, Brienne...).
Finde deine Erklärung sehr ansprechend, habe aber trotzdem Kritik:

Ich finde die Show hat aber einen schlechten Job darin gemacht Bran als geschickten Diplomaten zu präsentieren. Er hat seine Fähigkeiten auch nicht dazu genutzt im Krieg gegen Cersei oder den Nachtkönig zu helfen. Truppenbewegungen mitzuteilen oder über die neuartigen Ballisten zu berichten.

Punkt ist dass Bran seine Fähigkeiten nicht genutzt hat. Einzige Ausnahme war Littlefinger, aber hier war er wie auch bei Jon Targaryen nur die letzte Bestätigung/Vergewisserung.

Die Serie zeigt nicht, dass er einngreifen würde. Ganz im Gegenteil: Er sieht in allem eine tiefere Ordnung. Jeder tut für das er geschaffen war. Theon, Jaime, Arya, Jon... Er hat den Tod vieler Unschuldiger in Kauf genommen.

Man könnte annehmen, dass Bran objektiv richtige Urteile fällt, wenn er muss. Auch dass er Betrug und Verrat enttarnen kann stimmt natürlich. Trotzdem bleibt fraglich, ob für jemanden wie Bran das menschliche Leben überhaupt das vorderste Gut ist. Es ist nicht klar, dass er sich für sein Volk einsetzt.

An dieser Stelle beginnt dein zweiter Punkt, den ich auch gut nachvollziehen kann. Der Rat besteht bislang aus sehr ehrenhaften und guten Menschen, die zum Wohl der Menschen handeln werden.

Beim dritten Punkt stelle ich mir die Frage wie lange dieses neue System funktionieren kann. Dürfen nur Eunuchen regieren? Wann stellt der nächste Nachwuchs Anspruch auf den Thron? Die Funktion des Königs hätte näher erläutert werden müssen oder so...

Ich finde das Resultat nicht gut ausgearbeitet. So wie alles in der letzten Staffel. Jetzt kann man sagen, dass das zu weit geht, aber um genau solche Dinge ging es schon in den ersten Staffel, von Joffrey der ein stehendes Heer statt Milizen für die Krone forderte (Berufssoldaten), über Tywin, der die Positionen im kleinen Rat so vergeben hat, damit er die stärksten Mächte auf seiner Seite hat, bis hin zu den Beweggründen der einzelnen Ratssmitglieder...


Aber nochmal zum Abschluss:
Danke für die Erklärung, gefällt mir auch wirklich gut, wurde aber von der Serie so nicht gezeigt.
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Rengal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2019, 08:46   #1117
Nani
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Beiträge: 15.488
@Despi: War er das? Ich habe eigentlich nur die üblichen Theorie gehört, wo meist Jon, Daenaerys oder Tyrion favorisiert wurden. Und Hodor natürlich.

Für mich kam es jedenfalls überraschend. Ich kann mich auch hier an keine entsprechende Vermutung erinnern.


Zitat:
Zitat von Califax Beitrag anzeigen
Der objektive Drogon hat eine Episode vorher hunderttausend unschuldige Zivilisten geröstet. Daß jetzt in Foren plötzlich die totale Weisheit in ihn reininterpretiert wird und er den Thron anstatt von Jon als Schuldigen betrachtet klingt zwar nett und philosophisch, ist aber auch nur der Versuch Dinge zu erklären bei denen sich die Showrunner wahrscheinlich einfach nichts gedacht haben.
Ein Drache ist ein Raubtier. Das Verbrennen von Menschen (Beute) macht ihm nix aus. Insbesondere wenn es sein Leittier/seine Mutti wünscht.

Das ändert nichts daran, dass er so klug gewesen sein kann die Schuld für ihren Tod beim Eisernen Thron zu suchen. Zumal Jon ja von den Drachen als Reiter akzeptiert wurde, d.h. gleichberechtigt. Bevor ich als Drache einen meiner Brüder töte, verbrenne ich lieber eine Million Beutetiere.

Geändert von Nani (22.05.2019 um 08:53 Uhr).
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2019, 11:59   #1118
Thomas Jay
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Bei Drogon klingt von den Theorien, die ich bisher las, am Wahrscheinlichsten, dass er Jon als zu ihm und Daenerys zugehörig sieht, im Gegensatz zu den Bewohnern von Königsmund. Er wurde ja von Daenerys und als Drachenreiter in diese kleine Targaryen Familie aufgenommen, zu der er sogar biologisch gehört.
Der Schmerz in Drogon musste wohl raus. Ob er den Thron mit Daenerys in Verbindung bringen kann, weiß ich nicht. Dass er Jon verschont, macht zumindest Sinn, die Zerstörung des Throns zumindest out-of-universe, ob auch in Drogons Verstand, kann ich nicht sagen.

Bei Bran stimmt es, dass sein Charakter recht vage gehalten wird. Ich habe etwas gegoogelt und wurde daran erinnert (hab ich wohl schon vergessen, werde die Serie später definitiv nochmal gucken), dass Bran im Kreise seiner Familie (Staffel 8?) und ggf. gegenüber Jaime (Staffel 8,durch seinen Blick) durchblicken ließ, dass noch ein bisschen von ihm in ihm steckt. Es ist verständlich, dass er sein größeres Wissen durch seine Bezeichnung als dreiäugiger Rabe betont. Die Frage, warum er nicht viel von seinem Wissen Gebrauch macht, ist absolut verständlich und ich fragte mich das auch. Er gab Arya den Dolch und lockte den Nachtkönig an, da hat er zugunsten der Lebenden eingegriffen. Vielleicht fällt bei erneutem Schauen mehr auf. Eine gewisse Schicksalsergebenheit scheint bei ihm auch zu sein, das stimmt. Allerdings können wir uns auch fragen: Wie genau lässt Bran sich in die Karten schauen? Ist er ähnlich Gandalf jemand, der möglichst nicht eingreifen, nur den Guten möglichst unauffällig helfen soll, sich selbst zu helfen? Dies scheint mir bei ihm zu passen und auch dazu, dass für Martin Tolkiens Herr der Ringe ein großes Vorbild ist.

So scheint mir Bran ein Teil von vielen in ihm, ähnlich einem Medium, zu sein, das diskret hilft, aber auch eine übergeordnete Ordnung im Blick hat, die wir nicht verstehen. So ist er als ein König, der wie ein Berater mit dem Rat zusammenarbeitet, passend.

Es stimmt aber auch, dass viel offen gelassen wird, dass der Zuschauer eigene Überlegungen anstellen muss. Dies kann man aber auch positiv sehen, bei einem Roman muss man seine Fantasie benutzen, wieso mich auch in ein paar Detailfragen in der Serie?

Das neue System ist nur angerissen, das stimmt. Man hätte bei manchen Dingen sich gerne ein bisschen mehr Zeit lassen können beim Erzählen bzw etwas detaillierter darstellen können.

Jemand hatte bei Facebook geschrieben, dass HBO Serien am Ende etwas schnell abhandelt. Ist das so? Liegt das daran, dass die Gehälter von Schauspielern von Staffel zu Staffel steigen? Oder an den fehlenden Details mangels Buchvorlage?

Was meint Ihr?
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Geändert von Thomas Jay (22.05.2019 um 12:19 Uhr).
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Alt 22.05.2019, 12:23   #1119
RainMaker
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Ein Drache ist ein Raubtier. Das Verbrennen von Menschen (Beute) macht ihm nix aus. Insbesondere wenn es sein Leittier/seine Mutti wünscht.
Im Universum sind Drachen in etwa so intelligent wie Hunde. Also im Endeffekt so intelligent wie der durchschnittliche Targaryen, der ihn reitet. Von sich aus haben Drachen auch kein Interesse an Menschen. Während dem originalen Dance of Dragons (also Aegons Invasion) gab es noch freie Drachen auf Westeros. 2 davon hatten Namen nach ihren Charakteristika: Sheepeater & Cannibal.

Kurz: Das Verbrennen des Throns braucht man nicht interpretieren probieren, dass war ein Gloryshot.

Geändert von RainMaker (22.05.2019 um 12:23 Uhr).
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Alt 22.05.2019, 13:02   #1120
elber316
Knöchelbruch
 
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Kurz: Das Verbrennen des Throns braucht man nicht interpretieren probieren, dass war ein Gloryshot.
Man könnte sicherlich eine sehr lange Liste mit Szenen aus der letzten Staffel machen und den Showrunnern mit einem dicken "Warum" vorlegen. Die Antwort wäre wohl meist ein Schulterzucken und ein "Weils halt krass aussieht".

Gehirn ausgeschaltet, versucht die letzten Folgen zu genießen, genoßen aber dann festgestellt das Game of Thrones ohne Gehirn doch keinen Spaß macht. Schade, aber so richtig entsetzt war ich jetzt nicht. Die meisten so groß angelegten Serien hatten ein uninspiriertes Ende. Das liegt leider wohl in der Natur der Sache.

Das Ende mit Bran auf dem Thron fand ich schon gut, aber da fehlten dann eben die so oft genannten 1 1/2 Staffeln. Eigentlich sitzt jetzt einer auf dem Thron dem alles egal ist und der die letzten Folgen nur vor sich hingeglotzt hat, da kann der verurteilte Verräter noch soviel den Erklärbären spielen.
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Alt 22.05.2019, 13:53   #1121
Thomas Jay
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Abgesehen von der Symbolik, könnte in-universe an dieser Meinung aus dem Internet etwas dran sein?

"I*think Drogon never liked Dany's conquest. When she becomes Queen of Mereen, he disappears.
When he comes back to save her from the fighting pits, he takes her away and refuses to bring her back.
I think he knew even then that's not what he wanted for her and that the Iron Throne is was got her killed."

Ein Drache ist bei Game of Thrones, ähnlich wie bei The Witcher, ein intelligentes Wesen:

"Dragons are intelligent. More intelligent than men according to some maesters. They have affection for their friends and fury for their enemies." - Tyrion S6.E2
__________________
Alles mögliche günstig, WrestleMania Blu-Rays, WWE, The Simpsons, King of Queens, Two and a half Men, Pokerset, Trivial Pursuit, Kniffel, Tischplatte, Lampen und ganz viele andere Waren in gutem bis neuwertigem Zustand, teils eingeschweißt:
https://www.genickbruch.com/vb/showthread.php?t=88435
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Alt 22.05.2019, 15:36   #1122
Flip McVicker
ECW
 
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Ich war nie der große Fan der Serie, habe mich daher aus Diskussionen rausgehalten und sie in erster Linie zur Unterhaltung angesehen, denn vom cinematographischen Aspekt her hat sie schon was hergemacht und der Level an Brutalität und derberem Humor (Ramsay Bolton ftw) ist schon meins gewesen. Die letzte Staffel habe ich mir daher auch noch gegönnt, und trotz aller Neutralität kann ich die Kritik schon sehr gut nachvollziehen, die auch das Finale abbekommt. Diese Interpretationsversuche, die hier jetzt getätigt werden, sind zwar an und für sich legitim, die Darstellung der Figuren selbst gibt das aber meines Erachtens weniger her. Es mag dann zwar nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sein, aber rein von der Inszenierung her - auch im Gesamtkontext der letzten Folgen - zweifel ich jedenfalls, dass die Macher für diese Aktionen (Drogons Wut) einen tieferen Sinn gesehen haben.
Abgesehen von der Bildgewalt sehe ich wirklich in allen Punkten einen Qualitätsabfall zum Ende der Serie hin, besonders auch was die Dialoge angeht. Und Folgen in Spielfilmlänge schön und gut, aber dafür hat man bei den Enden einiger tragenden Figuren keinen vernünftigen emotionalen Impact erschaffen können - mag auch wieder an meinem gemäßigterem Interesse an der ganzen Serie liegen, aber oftmals ertappte ich mich dann doch dabei, wie ich mit einem innerlichen Schulterzucken auf das Ableben bestimmter Figuren reagierte.
Ich attestiere der letzten Folge zwar einige interessante Ansätze was dem Thema Herrschaft und Herrschaftsformen angeht, aber zum Teil wirkte das auch etwas erzwungen und sehr plakativ für meinen Geschmack. Das Ende selbst war dann einfach unspektakulär... in gewisser Weise wünscht man sich zwar sicherlich zu sehen, was aus den Charakteren wird, aber für eine so bildgewaltige Serie war daran in der Hinsicht dann kaum etwas erinnerungswürdiges geblieben. Aber nunja, mal sehen was für Spin-Offs nun folgen.

Nebenbei bemerkt wäre ich wahrscheinlich auch nicht so lange dran geblieben, wenn es sich hierbei nicht um eine HBO-Serie gehandelt hätte. Mal abgesehen vom allgemein geringeren Interesse an der Thematik kann GoT aber dann durch die letzte(n) Staffel(n) für mich auch nicht mit anderen Klassikern des Senders mithalten.

Geändert von Flip McVicker (22.05.2019 um 15:36 Uhr).
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Alt 22.05.2019, 15:51   #1123
Nani
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 15.488
Zitat:
Zitat von elber316 Beitrag anzeigen
Man könnte sicherlich eine sehr lange Liste mit Szenen aus der letzten Staffel machen und den Showrunnern mit einem dicken "Warum" vorlegen. Die Antwort wäre wohl meist ein Schulterzucken und ein "Weils halt krass aussieht".
Und was ist das "krasse" am Verbrennen des Throns?

Wenn man in eine Szene offensichtlich sehr gut eine Message interpretieren kann, dann musst Du das schon inhaltlich widerlegen.

In diesem Fall ist die Reaktion von Drogon so seltsam, dass man sich Gedanken machen sollte.


Zitat:
Zitat von RainMaker Beitrag anzeigen
Im Universum sind Drachen in etwa so intelligent wie Hunde. Also im Endeffekt so intelligent wie der durchschnittliche Targaryen, der ihn reitet. Von sich aus haben Drachen auch kein Interesse an Menschen. Während dem originalen Dance of Dragons (also Aegons Invasion) gab es noch freie Drachen auf Westeros. 2 davon hatten Namen nach ihren Charakteristika: Sheepeater & Cannibal.

Kurz: Das Verbrennen des Throns braucht man nicht interpretieren probieren, dass war ein Gloryshot.
Ach quatsch. In der Serie wurde früh etabliert, dass Drachen durchaus intelligent sind. Ihre soziale Intelligenz flog auch immer mit.
Das schließt nicht aus, dass sie nur bestimmte Menschen als gleichwertig akzeptieren (Daenarys, Jon, mit Abstriche auch Toleranz für Daenarys' Freunde).
Es schließt auch nicht aus, dass sie trotz intelligenter Veranlagung eher Fresssäcke (Sheepeater) oder Arschlöcher (Cannibal) sein können.

In den letzten Jahren gab es bei Game Of Thrones wirklich SEHR wenige Ereignisse, die subtil, hintergründig und logisch waren. Bis Staffel 4 war das die Regel, dann plötzlich die Ausnahme.
Das Verbrennen des Eisernen Throns ist einer der wenigen Entwicklungen auf die das wieder zutrifft. Und je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr überzeugt mich diese Perspektive von z.B. Thomas:


Zitat:
Zitat von Thomas Jay Beitrag anzeigen
Abgesehen von der Symbolik, könnte in-universe an dieser Meinung aus dem Internet etwas dran sein?

"I*think Drogon never liked Dany's conquest. When she becomes Queen of Mereen, he disappears.
When he comes back to save her from the fighting pits, he takes her away and refuses to bring her back.
I think he knew even then that's not what he wanted for her and that the Iron Throne is was got her killed."

Ein Drache ist bei Game of Thrones, ähnlich wie bei The Witcher, ein intelligentes Wesen:

"Dragons are intelligent. More intelligent than men according to some maesters. They have affection for their friends and fury for their enemies." - Tyrion S6.E2
Interessanter Gedanke. Dass Drogon einen starken Freiheitsdrang hatte, ist ja bekannt. Aber ich habe gar nicht daran gedacht das in Verbindung zu setzen.

Die Szene gefällt mir immer besser. =)
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2019, 16:13   #1124
elber316
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 14.06.2007
Beiträge: 568
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Und was ist das "krasse" am Verbrennen des Throns?

Wenn man in eine Szene offensichtlich sehr gut eine Message interpretieren kann, dann musst Du das schon inhaltlich widerlegen.

In diesem Fall ist die Reaktion von Drogon so seltsam, dass man sich Gedanken machen sollte.
Das mit dem "Krass" war überspitzt dafür, daß ich den Showrunnern durchaus unterstelle vieles mehr für den visuellen Effekt oder den schnellen Impact als für die tiefenpsychologische Deutung gemacht zu haben, gerade in der letzten Staffel.

Gutes Beispiel ist da z.B. der Ritt in die Dunkelheit der Dothrakis in Folge 3. Das ist absolut unsinnig gewesen und wurde durch die plötzliche Wiedererstarkung der Kavallerie in Folge 5 ja auch wieder aufgehoben. Sah aber geil aus. Gibt in der letzten Staffel sehr viele Beispiele dafür.

Also würde ich persönlich auch die Thronschmelze nicht überinterpretieren. Schöner, starker Effekt, aber ob D&D da tiefen Sinn reinpacken wollten
elber316 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2019, 17:21   #1125
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 02.12.2003
Beiträge: 15.488
Nur weil die Serie stark abgebaut hat, würde ich nicht bei allem von Effektopportunismus ausgehen.

Zum einen kann ich mir gut vorstellen, dass diese Facette vom Ende von GRRM selbst kommt. Zum anderen hatten auch die Produzenten im Laufe der Serie hervorragende, inhaltsstarke eigene Ideen. Sie haben es halt bloß nicht geschafft ohne Vorlage aus dem nichts einen komplexen, würdigen Abschluss zu schaffen. Was aber nach der Vorlage vielleicht auch etwas zu viel für jeden ist. Martin sitzt ja auch schon seit Jahren vor Band 6. Kann mir gut vorstellen, dass er sich selbst inhaltlich verfranzt hat. Und Brillianz sprudelt halt auch nicht permanent aus der Feder...

Dass in den letzten Staffeln viel Unfug war, darüber brauchen wir nicht streiten. Habe ich ja selbst oft genug kritisiert. Gerade militärisch und zwischenmenschlich fand ich das gegen Ende ziemlich Gaga. =)
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