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Alt 21.10.2023, 14:06   #25051
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Hab den damals im Kino gesehen. Der Typ im Landkino ließ uns Dreizehnjährige rein. Ist da eigentlich mal eine vernünftige Blu-ray erschienen, die die Cut-Szenen auf etragbare Qualität gemastered hat?
Es gibt scheinbar eine uncut Blu Ray mittlerweile. Die Amazon Suche ergab, dass es für Sammler auch Mediabooks gibt.

Solche Bonbons im Kino zu sehen, davon konnte ich nur träumen. Ich habe die gemütlichen B-Movie-Klopper alle so ab 13, 14 Jahren im TV genossen. Für die große Leinwand war ich damals leider noch zu jung. Mein größter Erfolg diesbezüglich war, dass meine Freunde und ich damals mit 10 Jahren ins Kleine Arschloch reingekommen sind. O-Ton meines Vaters, nachdem wir den ein paar Jahre später mal gesehen haben: "Wenn ich gewusst hätte, was das für ein Film ist, hätte ich euch damals nicht da reingelasen!"
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese

Geändert von Goldberg070 (21.10.2023 um 14:07 Uhr).
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Alt 22.10.2023, 07:13   #25052
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Es gibt scheinbar eine uncut Blu Ray mittlerweile. Die Amazon Suche ergab, dass es für Sammler auch Mediabooks gibt.

Solche Bonbons im Kino zu sehen, davon konnte ich nur träumen. Ich habe die gemütlichen B-Movie-Klopper alle so ab 13, 14 Jahren im TV genossen. Für die große Leinwand war ich damals leider noch zu jung. Mein größter Erfolg diesbezüglich war, dass meine Freunde und ich damals mit 10 Jahren ins Kleine Arschloch reingekommen sind. O-Ton meines Vaters, nachdem wir den ein paar Jahre später mal gesehen haben: "Wenn ich gewusst hätte, was das für ein Film ist, hätte ich euch damals nicht da reingelasen!"
Ah. Da würd mich halt interessieren, wie die damals rausgeschnittenen (und für die DVD-Veröffentlichung wieder eingefügten) Szenen von der Qualität her sind. Vllt. find ich dazu was...

Gestern: Halloweenlanglauf 12

The Sadness (TWN, 2021)

Der härteste Asia-Horrorfilm der letzten Dekade. Uncompromising as can be. 9/10
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2023, 10:40   #25053
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Cash Truck

Dass ich Heist Filme mag habe ich hier ja schonmal erwähnt. Mit Cash Truck kommt ein weiterer dazu. Das Original kenne ich nicht, kann daher nicht beurteilen welcher der beiden besser ist.

Egal, Guy Ritchie hat hier wieder mal einen grossartigen Heist Film abgeliefert, der zwar insgesamt wenig Actionszenen zu bieten hat, es dafür dann dort aber ordentlich zur Sache gehen lässt. Hauptsächlich fliegen dabei Kugeln durch die Gegend, aber es muss ja nicht immer eine Mini Atombombe sein.

Statham fährt hier routiniert sein Programm und auch wenn er dabei irgendwie immer die gleiche Mimik draufhat sieht er wenigstens cool dabei aus.

Die Combo Ritchie/Statham habe ich inzwischen 3x gesehen und das waren immer äusserst unterhaltsame Filme, ich sollte mir auch den Rest noch zu Gemüte führen.

6/10
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Alt 22.10.2023, 16:45   #25054
Officer Snickers
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Killer of the Flower Moon

Ich komme gerade aus dem Kino und mal eine Frage an euch. Sollten Filme eine begrenzte Minuten Anzahl haben? Der Film selber hat eine Länge von 206 inklusive Webung saß ich also locker 3 1/2 Stunden im Kino was ein Brett ist. Aber man kennt es ja schon von Scorsese. Der Film selber handelt von den Osage-Morden. Ein Verbrechen an die Amerikanischen Ureinwohner aus Habsucht und Gier. Ein Film der einen zum Nachdenken bringt und für den man auch voll da sein muss. Ich tue mich generell immer schwer bei Bewertungen aber er hat mir sehr gut gefallen, nur für mich zu lang.
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Alt 22.10.2023, 20:44   #25055
Akira
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Officer Snickers Beitrag anzeigen
Killer of the Flower Moon

Ich komme gerade aus dem Kino und mal eine Frage an euch. Sollten Filme eine begrenzte Minuten Anzahl haben? Der Film selber hat eine Länge von 206 inklusive Webung saß ich also locker 3 1/2 Stunden im Kino was ein Brett ist. Aber man kennt es ja schon von Scorsese. Der Film selber handelt von den Osage-Morden. Ein Verbrechen an die Amerikanischen Ureinwohner aus Habsucht und Gier. Ein Film der einen zum Nachdenken bringt und für den man auch voll da sein muss. Ich tue mich generell immer schwer bei Bewertungen aber er hat mir sehr gut gefallen, nur für mich zu lang.
Habe ich heute auch gesehen und saß genauso lang im Kino logischerweise. Da kommt es mit der Laufzeit immer auf dem Film an: hier hatte man wirklich kaum Längen und ich fand ihn jetzt auch nicht langweilig. Es ist eine zugegeben im Grunde ziemlich lange Crime- Geschichte, die aber stets interessant war zu folgen.

Generell ist es mit den Laufzeiten so, dass ich diesen Film und andere (HdR, 7 Samurai und andere Epose) ganz gerne anschaue und auch nicht langatmig finde. Da finde ich moderne Filme aus Hollywood mit ca 2h Laufzeit deutlich anstrengender.
Das ist jetzt natürlich auch Tagesform-abhängig, weil man eben nicht jeden Tag Lust hat sich in einen 3h+ Film zu verlieren. Manchmal habe ich nicht einmal Lust auf den mittlerweile zur Norm gewordenen 2h Film und sehne mich nach den guten alten 90- Minüter zurück.
Gerade jetzt, wenn man morgens früh raus soll und jetzt noch einen Film angucken könnte (und man sich dann 2h in Serien verliert ).
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Alt 23.10.2023, 20:00   #25056
Goldberg070
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American Fighter / American Ninja

Klopper-Trash aus der 80er Jahre Cannon-Filmschmiede. Kurzum: der Film ist einfach richtig schlecht. Ein uncharismatischer Hauptdarsteller, verkörpert von Michael Dudikoff, holzt sich unbeholfen und dilettantisch durch eine komplett unglaubwürdige Story mit maximal mäßigen, größenteils ungelenken Kampfeinlagen.

Dass der Film mal indiziert war, ist gemessen am kaum vorhandenen Filmblut trotz zahlreicher Tode ziemlich lächerlich, da das Ganze einfach nur unfreiwillig komisch ist. Hier fehlt völlig der Impact und der Punch, als dass da irgendwas zurückbleibt, weswegen man sich an den Film erinnern möchte. On top gibt es noch eine völlige Grottensynchro mit dazu.

Müsst ihr wissen.

3/10
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Alt 23.10.2023, 20:44   #25057
MegultronF
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
American Fighter / American Ninja

Klopper-Trash aus der 80er Jahre Cannon-Filmschmiede. Kurzum: der Film ist einfach richtig schlecht. Ein uncharismatischer Hauptdarsteller, verkörpert von Michael Dudikoff, holzt sich unbeholfen und dilettantisch durch eine komplett unglaubwürdige Story mit maximal mäßigen, größenteils ungelenken Kampfeinlagen.

Dass der Film mal indiziert war, ist gemessen am kaum vorhandenen Filmblut trotz zahlreicher Tode ziemlich lächerlich, da das Ganze einfach nur unfreiwillig komisch ist. Hier fehlt völlig der Impact und der Punch, als dass da irgendwas zurückbleibt, weswegen man sich an den Film erinnern möchte. On top gibt es noch eine völlige Grottensynchro mit dazu.

Müsst ihr wissen.

3/10
Vernichtend Ich hab ihn lange nicht mehr gesehen, deshalb bin ich mal ganz vorsichtig jetzt, aber früher liefen die im TV rauf und runter, gehörten dazu, waren Kult, wie Bud Spencer/Terence Hill oder Luis de Fines Filme, also von meinem Gefühl her, will aber nicht bestreiten das die in 2023 nicht mehr schaubar und nicht so zeitlos sind wie bspw Predator. Aber lustig ist mal wieder das der Film bei mir zur Zeit ständig irgendwo present ist, ich denke es wird Zeit, auch auf die Gefahr hin gewaltig ernüchtert zu werden.
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"Die Theorie ist praktisch, denn praktisch ist theoretisch die Praxis verbunden mit Wünschen und Träumen, doch hingegen der Theorie,trotzt die Praxis recht häufig theoretisch der Praxis und man wünscht sich zu Träumen!“

Geändert von MegultronF (23.10.2023 um 20:45 Uhr).
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Alt 23.10.2023, 21:47   #25058
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Was hatten die damals eigentlich an dem Wort "Ninja" auszusetzen?

Da wurde ja nicht nur der American Ninja zum American Fighter, auch die Ninja Turtles mutierten zu Hero Turtles.
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Alt 23.10.2023, 22:09   #25059
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Bei den Turtles fand man dass Ninja nicht ins Kinderprogramm passe. Wahrscheinlich weil es mit Gewalt in Verbindung gebracht wird. Ob Fighter jetzt da gross anders ist?
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Alt 24.10.2023, 20:05   #25060
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von MegultronF Beitrag anzeigen
Vernichtend Ich hab ihn lange nicht mehr gesehen, deshalb bin ich mal ganz vorsichtig jetzt, aber früher liefen die im TV rauf und runter, gehörten dazu, waren Kult, wie Bud Spencer/Terence Hill oder Luis de Fines Filme, also von meinem Gefühl her, will aber nicht bestreiten das die in 2023 nicht mehr schaubar und nicht so zeitlos sind wie bspw Predator. Aber lustig ist mal wieder das der Film bei mir zur Zeit ständig irgendwo present ist, ich denke es wird Zeit, auch auf die Gefahr hin gewaltig ernüchtert zu werden.
Kommt immer auf den Film an. Double Team mit Jean-Claude Van Damme habe ich erst mit 7,5 Punkten bewertet. Auch so Filme wie Bloodsport oder Karate Tiger 3 - Der Kickboxer sind zwar Relikte ihrer Zeit, aber die kann ich mir auch heute noch gut geben. Aber American Fighter/Ninja war halt wirklich unterirdisch schlecht und hatte durchaus SchleFaZ-Niveau.
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Alt 24.10.2023, 20:21   #25061
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Der zweite oder dritte Teil vom American Ninja hatte aber immerhin ein ordentliche Kneipenschlägerei.
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Alt 24.10.2023, 20:59   #25062
MegultronF
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Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Der zweite oder dritte Teil vom American Ninja hatte aber immerhin ein ordentliche Kneipenschlägerei.
War auch ziemlich auf lustig gemacht, kann mich noch an die ganzen dummen Sprüche zwischendurch erinnern.
Bloodsport oder Karate Tiger sind dann aber doch nochmal ne andere Liga.
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Alt 27.10.2023, 14:03   #25063
Goldberg070
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The Creator

Regisseur Gareth Edwards (Rogue One: A Star Wars Story) zaubert hier wirklich einen beeindruckenden Film auf die Leinwand, der sich, gemessen an seinem gerade einmal 80 Mio $ Budget vor keiner AAA-Top-Blockbuster-Produktion verstecken muss - im Gegenteil - der sogar den Großteil des derzeitigen Mainstream-Bombastkinos schlichtweg pulverisiert.

Mit einem sympathischen, unverbrauchten, diversen (jedoch glaubhaftem) Cast gelingt es hier ein von zahlreichen Filmen (Edwards nannte Filme wie Apocalypse Now (1979), Baraka (1992), Blade Runner (1982), Akira (1988), Rain Man (1988), The Hit (1984), E.T. der Außerirdische (1982) und Paper Moon (1973) als Inspirationsquellen für den Film) inspiriertes, cineastisches Kleinod zu schaffen; einen Sci-Fi-Film mit ordentlich Action, fantastischen Effeken, großartigem Sounddesign und viel Herz und Emotion, ohne dabei jemals kitschig zu sein.

In einem beängstigend realistischen Zukunftsszenario geht es hier in erster Linie vom KI und die Beziehung der Menschen zu der solchen. Wie weit entwickelt sich KI, wie menschlich kann sie werden und kann man um einen KI gesteuerten Roboter genauso trauern, wie um einen echten Menschen? Können KI gesteuerte Roboter genauso fühlen, denken und handeln wie richtige Menschen? Der Film ist eine Mischung aus Star Wars, Avatar und I, Robot und zeigt uns Roboter in einer bislang nie dagewesenen Menschlichkeit, bleibt dabei jedoch bodenständig ohne mit allzu viel peusodophilosiphischem Gefasel zu langweilen.

The Creator ist DIE positive Filmüberraschung und jetzt schon Geheimfavorit auf den Film des Jahres. Ich kann hier eine uneingeschränkte Anschauempfehlung aussprechen!

9/10
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Geändert von Goldberg070 (27.10.2023 um 15:03 Uhr).
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Alt 28.10.2023, 16:55   #25064
Der Zerquetscher
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Spannend, Jochen! Muss ich auschecken!

Gestern Halloweenlanglauf 13:

Arac Attack [Eight Legged Freaks] (USA, 2002)

Das Monsterspinnenzeugs ist zwar durchgenudelt, aber cool. Fluss, Umweltgift, überforderter Dorfsheriff, Kidhero - alles altbekannt und gern gesehen. Der Quatsch ist, dass man hier versucht, dem ganzen einen Komödienanstrich zu verpassen. Die bei Asylum geklauten Spinnen trällern beim Krabbeln wie Spongebob vor sich hin. Außerdem fauchen und brüllen und quietschen die ganz komisch. Und seufzen enttäuscht, wenn ihnen die Beute entwischt. Die Creature-Apokalypse im Kuhkaff versucht also so ein bisschen auf Gremlins machen. Dabei sind die bemühten Gags gruseliger als die achtbeinigen Monster, die Dialoge hölzern und das Drehbuch eine mittlere Katastrophe. Klar, dass hier unnötigerweise kein Tropfen Blut fließt, weil man an das Taschengeld der Kids wollte. Außerdem werde ich im Leben nicht verstehen, was die alle mit der Scarlett Johansson haben. Nicht nur ihre Starallüren, alles an der passt für mich ganz gut zu den Spinnen. Was müssen die aber am Set damals hinter vorgehaltener Hand über den völlig hilflosen Kerl auf dem Regiestuhl getuschelt haben?! Ein armer Mensch, der danach nur noch "Return of the Living Dead" 4 und 5 und "Trouble ohne Paddel 2" verhunzen durfte und seit 2009 keine Aufträge mehr bekommen hat. Hatte den damals bei Erscheinen zweimal gesehen, aber nicht so völlig daneben in Erinnerung. 3/10
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2023, 22:03   #25065
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Winnie-the-Pooh: Blood and Honey

Ich habe nichts erwartet und wurde stellenweise doch angenehm überrascht. Was man hier aus 100'000 Dollar gemacht hat kann sich teilweise wirklich sehen lassen. Die Darsteller sind zwar nicht wirklich gut, allerdings habe ich in diesem Budgetbereich schon schlechtere Darsteller gesehen.

Die Masken von Pooh und Ferkel sind ganz offensichtlich Billigstware und dürften auch der Grund sein warum keiner der beiden spricht. Die Story ist gewöhnliche Slasherware und bietet nichts neues. Die Kills wurden cool inszeniert und sind offensichtlich Handarbeit. Allzu brutal sind sie zwar nicht, die rote Sauce fliesst aber trotzdem reichlich.

Comic relief gibt es nicht, an einigen Stellen musste ich aber trotzdem lachen.

Müsst ihr zwar nicht wissen, schaden kann es aber auch nicht.

5/10
Punisher 3:16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2023, 12:08   #25066
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
American Fighter / American Ninja

Klopper-Trash aus der 80er Jahre Cannon-Filmschmiede. Kurzum: der Film ist einfach richtig schlecht. Ein uncharismatischer Hauptdarsteller, verkörpert von Michael Dudikoff, holzt sich unbeholfen und dilettantisch durch eine komplett unglaubwürdige Story mit maximal mäßigen, größenteils ungelenken Kampfeinlagen.

Dass der Film mal indiziert war, ist gemessen am kaum vorhandenen Filmblut trotz zahlreicher Tode ziemlich lächerlich, da das Ganze einfach nur unfreiwillig komisch ist. Hier fehlt völlig der Impact und der Punch, als dass da irgendwas zurückbleibt, weswegen man sich an den Film erinnern möchte. On top gibt es noch eine völlige Grottensynchro mit dazu.

Müsst ihr wissen.

3/10
Eine sehr treffende Beschreibung für diesen Film.
Ich habe ja eine Schwäche für 1980er-Action-Trash, aber dieser hier, genau wie die ganze Reihe, ist einfach NUR schlecht, noch nicht einmal auf unterhaltsame Art schlecht.
__________________
Freiheit ist das einzige, was zählt.

Put the wokes to sleep.
PappHogan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2023, 15:09   #25067
Creed
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Zitat:
Zitat von Officer Snickers Beitrag anzeigen

Ich komme gerade aus dem Kino und mal eine Frage an euch. Sollten Filme eine begrenzte Minuten Anzahl haben?
Die Laufzeit ist für mich kein wirklich relevantes Kriterium, klar bei längeren Filme muss man vielleicht etwas "planen", aber ich schließe jetzt keinen Film aus nur weil er Laufzeit XY hat. Es gibt gute Filme die 3h dauern und es gibt gute Filme die in 90min vorbei sind. Die Hauptsache ist, das der Film sich nicht gestreckt oder gehetzt anfühlt.

Mein letzter Film war:

The Creator

Lange Zeit lebte die KI und die Menschen friedlich zusammen. Das ändert sich aber schlagartig, als eine Atombombe in LA explodiert und die KI dafür verantwortlich gemacht wird. Aufgrund diesen Ereignisses verbietet die USA die KI und erklärt ihr den Krieg. In Ostasien sieht man die KI bei weitem nicht so kritisch, weswegen sich die verbleibenden KI Roboter dorthin zurückziehen.
Sgt. Joshua Taylor schleust sich als Spion bei KI-Sympathisanten ein und verliebt sich in Maya, die angeblich die Tochter des KI-Entwicklers Nirmata ist. Bei einem Angriff der USA stirbt Maya und Joshua verliert ein Teil seines Verstandes. 5 Jahre später wird Joshua, der vom Militär eigentlich nix mehr wissen will, von einem General aufgesucht. Er soll eine Superwaffe der KI aufspüren. Als er erfährt das Maya anscheinend noch am leben ist und an der Waffe arbeitet, willigt er ein.

Was genau ist Leben? Dies fundamentale Frage, die sich wahrscheinlich alle schon mal gestellt haben, spricht dieser Film an. Dabei gelingt dem Film durchaus rührende Momente die nachdenklich machen. Dies liegt vor allem an den beiden Hauptdarstellern John David Washington und Madeleine Yuna Voyles die zusammen eine klasse Chemie haben. Der Film geht aber leider nicht wirklich in die Tiefe und verfällt in ein simples Schwarz/Weiß-Muster, auf der einen Seite die guten Roboter auf der anderen Seite die bösen Amerikaner. Dabei hätte der Film mit knapp 2h eigentlich genug Zeit auch ein paar andere Sichtweisen auszuarbeiten. Man kann auch in dem Film eine Kritik an der Außenpolitik des Westens, vor allem der Amerikaner sehen aber auch da wäre etwas mehr Differenzierung wünschenswert gewesen.
Am Ende hat man halt ein "Jagd nach dem Auserwählten" Geschichte, die gut und spannend erzählt ist, aber Potential für mehr gehabt hätte was man leider nicht genutzt hat.
Wo der Film aber völlig überzeugt ist bei der Optik. Wenn man bedenkt das der Film mit 80 Millionen vergleichsweise günstig war, ist es wahnsinnig beeindruckend was man da auf die Leinwand gezaubert hat. Der Film fühlt sich, trotz der ganzen Roboter, der fliegenden Kampfstation oder den futuristischen Gebäuden, immer noch sehr real an. Was sicherlich daran liegt das man viel vor Ort gedreht hat und nicht in irgendeinem Studio vor einem Green Screen. Da könnten sich einige große Produktionen ein Beispiel dran nehmen.

Alles in allem bekommt man mit "The Creator" einen optisch sehr beeindruckenden Film, der aber was die Geschichte angeht sein Potential leider nicht komplett ausschöpft.

8/10
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Glück und Pech sind nichts weiter als die richtige oder falsche Mischung aus einer Gelegenheit, der Vorbereitung darauf und des nötigen Selbstvertrauens.
Creed ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2023, 21:05   #25068
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Das Spiel des Killers – 5 ist die perfekte Zahl

Napoli in den 70ern. Peppino Lo Cicero war einst ein Mitglied der Camorra, hat sich aber von diesem Leben zurückgezogen. Nach dem Tod seines Sohnes Nino beschliesst er zurückzukehren. Er vermutet dass sein Tod das Resultat eines Verrats war und sinnt auf Rache. Zusammen mit vier weiteren Killern plant er seine Rache.

Wer jetzt einen actiongeladenen Mafiakracher erwartet wird enttäuscht werden. Natürlich gibt es Actionsequenzen, inagesamt ist es aber ein eher ruhiger Film mit einigen nachdenklichen Szenen. Hauptdarsteller Toni Servillo dürfte einigen aus Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra, Il Divo oder Der Nebelmann bekannt sein. In den beiden letztgenannten übernahm er wie hier die Hauptrolle. Er überzeugt hier wieder mal auf ganzer Linie, aber auch der restliche Cast weiss zu überzeugen.

Leider hat es der Film aber trotzdem nicht geschafft mit voll zu überzeugen. Es ist ein zweifellos guter Film, der micg aber trotzdem nicht gepackt hat.

6/10
Punisher 3:16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2023, 21:22   #25069
Der Zerquetscher
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14. Screamers (USA, 1995)

Tatsächlich noch nie gesehen und eben recht baff gewesen. Ich schätze solche Überraschungen sehr. Dabei stand die Uralt-DVD seit Jahren im Schrank bzw. seit dem Umzug im Keller. Netter B-Science-Fictioner aus der Mitte der Neunziger, der eine Geschichte der späten Siebziger erzählt und mit Effekten der späten Achtziger garniert. Klingt negativ, ist aber mit etwas Nostalgie positiv. 7/10

15. The Descent (GB, 2005)

Damals im Kino mitgenommen und begeistert gewesen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Treffsicheres Pacing, dichte Atmosphäre und eine Farbgebung zum Einrahmen. 9/10

16. Killer Klowns from Outer Space (USA, 1988)

Gefräßige Clowns aus den Tiefen des Kosmos landen in einer Kleinstadt und verarbeiten die Bewohner zu Zuckerwattewurst. Eine Story mindestens so geil wie sie sich hirnlappenentfernt anhört. Und noch besser, als meine Erinnerung meinte. 8/10
__________________
"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2023, 21:45   #25070
Humppathetic
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Zitat:
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14. Screamers (USA, 1995)

Tatsächlich noch nie gesehen und eben recht baff gewesen. Ich schätze solche Überraschungen sehr. Dabei stand die Uralt-DVD seit Jahren im Schrank bzw. seit dem Umzug im Keller. Netter B-Science-Fictioner aus der Mitte der Neunziger, der eine Geschichte der späten Siebziger erzählt und mit Effekten der späten Achtziger garniert. Klingt negativ, ist aber mit etwas Nostalgie positiv. 7/10

15. The Descent (GB, 2005)

Damals im Kino mitgenommen und begeistert gewesen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Treffsicheres Pacing, dichte Atmosphäre und eine Farbgebung zum Einrahmen. 9/10

16. Killer Klowns from Outer Space (USA, 1988)

Gefräßige Clowns aus den Tiefen des Kosmos landen in einer Kleinstadt und verarbeiten die Bewohner zu Zuckerwattewurst. Eine Story mindestens so geil wie sie sich hirnlappenentfernt anhört. Und noch besser, als meine Erinnerung meinte. 8/10
"Killer Klowns from Outer Space" ist einer dieser wenigen Filme, die eine völlig beknackte Prämisse haben und die auch noch qualitativ bestätigen können.
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Humppathetic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2023, 06:44   #25071
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
"Killer Klowns from Outer Space" ist einer dieser wenigen Filme, die eine völlig beknackte Prämisse haben und die auch noch qualitativ bestätigen können.
So isses, mein Freund. Und zwar exakt SO!

Edit: Vier Filme brauchen wir noch einschließlich morgen. Dann haben mein Eheweibchen und ich unser selbstgestecktes Ziel für den Halloween-Oktober erreicht.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe

Geändert von Der Zerquetscher (30.10.2023 um 06:48 Uhr).
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2023, 18:06   #25072
Goldberg070
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Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Spannend, Jochen! Muss ich auschecken!

Gestern Halloweenlanglauf 13:

Arac Attack [Eight Legged Freaks] (USA, 2002)

Das Monsterspinnenzeugs ist zwar durchgenudelt, aber cool. Fluss, Umweltgift, überforderter Dorfsheriff, Kidhero - alles altbekannt und gern gesehen. Der Quatsch ist, dass man hier versucht, dem ganzen einen Komödienanstrich zu verpassen. Die bei Asylum geklauten Spinnen trällern beim Krabbeln wie Spongebob vor sich hin. Außerdem fauchen und brüllen und quietschen die ganz komisch. Und seufzen enttäuscht, wenn ihnen die Beute entwischt. Die Creature-Apokalypse im Kuhkaff versucht also so ein bisschen auf Gremlins machen. Dabei sind die bemühten Gags gruseliger als die achtbeinigen Monster, die Dialoge hölzern und das Drehbuch eine mittlere Katastrophe. Klar, dass hier unnötigerweise kein Tropfen Blut fließt, weil man an das Taschengeld der Kids wollte. Außerdem werde ich im Leben nicht verstehen, was die alle mit der Scarlett Johansson haben. Nicht nur ihre Starallüren, alles an der passt für mich ganz gut zu den Spinnen. Was müssen die aber am Set damals hinter vorgehaltener Hand über den völlig hilflosen Kerl auf dem Regiestuhl getuschelt haben?! Ein armer Mensch, der danach nur noch "Return of the Living Dead" 4 und 5 und "Trouble ohne Paddel 2" verhunzen durfte und seit 2009 keine Aufträge mehr bekommen hat. Hatte den damals bei Erscheinen zweimal gesehen, aber nicht so völlig daneben in Erinnerung. 3/10
Vielleicht wäre da Arachnophobia die bessere Wahl gewesen. Mir wurde demletzt ein Video auf Youtube vorgeschlagen, in dem zwei Frauen sich den angeschaut haben. Die haben gekrischen wie kleine Mädchen.

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Zitat von Officer Snickers Beitrag anzeigen
Killer of the Flower Moon

Ich komme gerade aus dem Kino und mal eine Frage an euch. Sollten Filme eine begrenzte Minuten Anzahl haben? Der Film selber hat eine Länge von 206 inklusive Webung saß ich also locker 3 1/2 Stunden im Kino was ein Brett ist. Aber man kennt es ja schon von Scorsese. Der Film selber handelt von den Osage-Morden. Ein Verbrechen an die Amerikanischen Ureinwohner aus Habsucht und Gier. Ein Film der einen zum Nachdenken bringt und für den man auch voll da sein muss. Ich tue mich generell immer schwer bei Bewertungen aber er hat mir sehr gut gefallen, nur für mich zu lang.
Definitiv ein interessanter Film. Die enorme Länge schreckt mich dann aber ein bißchen ab. Mit Scorsese bin ich bisher noch nicht warm geworden.

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Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Cash Truck

Dass ich Heist Filme mag habe ich hier ja schonmal erwähnt. Mit Cash Truck kommt ein weiterer dazu. Das Original kenne ich nicht, kann daher nicht beurteilen welcher der beiden besser ist.

Egal, Guy Ritchie hat hier wieder mal einen grossartigen Heist Film abgeliefert, der zwar insgesamt wenig Actionszenen zu bieten hat, es dafür dann dort aber ordentlich zur Sache gehen lässt. Hauptsächlich fliegen dabei Kugeln durch die Gegend, aber es muss ja nicht immer eine Mini Atombombe sein.

Statham fährt hier routiniert sein Programm und auch wenn er dabei irgendwie immer die gleiche Mimik draufhat sieht er wenigstens cool dabei aus.

Die Combo Ritchie/Statham habe ich inzwischen 3x gesehen und das waren immer äusserst unterhaltsame Filme, ich sollte mir auch den Rest noch zu Gemüte führen.

6/10
Soldies, unterhaltsames Ding, aber für einen Guy Ritchie etwas uninspiriert.

Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Eine sehr treffende Beschreibung für diesen Film.
Ich habe ja eine Schwäche für 1980er-Action-Trash, aber dieser hier, genau wie die ganze Reihe, ist einfach NUR schlecht, noch nicht einmal auf unterhaltsame Art schlecht.
Dann spare ich mir glaube ich auch jegliche Fortsetzungen, wenn man da die gleiche "Qualität" erwarten kann. Es sei denn, ich habe mal wieder eine selbstzerstörerische Phase und will unbedingt leiden.

Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Die Laufzeit ist für mich kein wirklich relevantes Kriterium, klar bei längeren Filme muss man vielleicht etwas "planen", aber ich schließe jetzt keinen Film aus nur weil er Laufzeit XY hat. Es gibt gute Filme die 3h dauern und es gibt gute Filme die in 90min vorbei sind. Die Hauptsache ist, das der Film sich nicht gestreckt oder gehetzt anfühlt.

Mein letzter Film war:

The Creator

Lange Zeit lebte die KI und die Menschen friedlich zusammen. Das ändert sich aber schlagartig, als eine Atombombe in LA explodiert und die KI dafür verantwortlich gemacht wird. Aufgrund diesen Ereignisses verbietet die USA die KI und erklärt ihr den Krieg. In Ostasien sieht man die KI bei weitem nicht so kritisch, weswegen sich die verbleibenden KI Roboter dorthin zurückziehen.
Sgt. Joshua Taylor schleust sich als Spion bei KI-Sympathisanten ein und verliebt sich in Maya, die angeblich die Tochter des KI-Entwicklers Nirmata ist. Bei einem Angriff der USA stirbt Maya und Joshua verliert ein Teil seines Verstandes. 5 Jahre später wird Joshua, der vom Militär eigentlich nix mehr wissen will, von einem General aufgesucht. Er soll eine Superwaffe der KI aufspüren. Als er erfährt das Maya anscheinend noch am leben ist und an der Waffe arbeitet, willigt er ein.

Was genau ist Leben? Dies fundamentale Frage, die sich wahrscheinlich alle schon mal gestellt haben, spricht dieser Film an. Dabei gelingt dem Film durchaus rührende Momente die nachdenklich machen. Dies liegt vor allem an den beiden Hauptdarstellern John David Washington und Madeleine Yuna Voyles die zusammen eine klasse Chemie haben. Der Film geht aber leider nicht wirklich in die Tiefe und verfällt in ein simples Schwarz/Weiß-Muster, auf der einen Seite die guten Roboter auf der anderen Seite die bösen Amerikaner. Dabei hätte der Film mit knapp 2h eigentlich genug Zeit auch ein paar andere Sichtweisen auszuarbeiten. Man kann auch in dem Film eine Kritik an der Außenpolitik des Westens, vor allem der Amerikaner sehen aber auch da wäre etwas mehr Differenzierung wünschenswert gewesen.
Am Ende hat man halt ein "Jagd nach dem Auserwählten" Geschichte, die gut und spannend erzählt ist, aber Potential für mehr gehabt hätte was man leider nicht genutzt hat.
Wo der Film aber völlig überzeugt ist bei der Optik. Wenn man bedenkt das der Film mit 80 Millionen vergleichsweise günstig war, ist es wahnsinnig beeindruckend was man da auf die Leinwand gezaubert hat. Der Film fühlt sich, trotz der ganzen Roboter, der fliegenden Kampfstation oder den futuristischen Gebäuden, immer noch sehr real an. Was sicherlich daran liegt das man viel vor Ort gedreht hat und nicht in irgendeinem Studio vor einem Green Screen. Da könnten sich einige große Produktionen ein Beispiel dran nehmen.

Alles in allem bekommt man mit "The Creator" einen optisch sehr beeindruckenden Film, der aber was die Geschichte angeht sein Potential leider nicht komplett ausschöpft.

8/10
Etwas andere Herangehensweise bei deiner Kritik, aber kann man definitiv alles genauso unterschreiben. Schöner Film.



Missing in Action

Rambo auf Wish bestellt. Leidlich unterhaltsam, grausige Synchro, unzusammenhängend geschnitten. Komischer Film. Mein liebes Lexikon des internationalen Films schreibt: „Die Story ist gespickt mit rassistischen Durchhalteparolen und von eindeutiger politischer Parteinahme bestimmt, wobei dem Zuschauer suggeriert wird, dass der Zweck die Mittel heilige. Ein menschenverachtendes Machwerk.“

Nun ja, so schlimm fand ich den jetzt nicht. Die Dialoge waren größenteils cheesy und sonderlich brutal war der Film jetzt auch nicht. Wahrscheinlich war die 18er Version bei Freevee auch ein bißchen geschnitten, aber trotzdem. Heute ist man einfach deutlich härteren Kram gewohnt. Und Chuck Norris ist halt Chuck Norris, dem fehlt halt immer so ein bißchen die Ausstrahlung.

5/10
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 01.11.2023, 22:00   #25073
Tyrion Lannister
Genickbruch
 
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Beiträge: 11.668
Brady´s Ladies (2023)

Überraschenderweise kein Rohrkrepierer, was aber nur an Fonda,Field,Moreno und Tomlin liegt. Die Ladies machen echt Spass und lassen einen über manchen dummen Gag und vor allem Brady hinwegsehen, der eigentlich nur in der letzten Szene gefällt.

Soundtrack ist auch nicht schlecht und gibt noch ein paar nette Gastauftritte (u.a. Patton Oswalt). Alles in allem nix was man gesehen haben muss, aber doch ganz nett anzusehen.
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Born in The Länd
Tyrion Lannister ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2023, 22:28   #25074
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 06.01.2010
Beiträge: 2.022
The Losers (2010)

Ein paar Ärsche werden von einem noch größeren Arsch verarscht und wollen sich rächen.

Was mir zunächst einmal auffällt, sind die eigenartig glatten, wie einem Musikvideo entstiegenen Typen, komplett mit einer spindeldürren, tätowierten Heldin. Ästhetisch kann ich dem allen schon mal nichts abgewinnen. (0/2) Die Action ist trotz des gewaltigen Bodycounts nahezu blutlos. Dafür ist sie so weit OK, ohne etwas erwähnenswertes zu bieten. (1/2)

Von der Stimmung her weiß der Film nicht, was er will. Die Protagonisten haben eine diebische Freude daran, Leute umzubringen. Nur als sie in dem Lager, das sie sprengen sollen, Kinder entdecken, versuchen sie kurzzeitig, als gute Menschen rüberzukommen. Der Tod der Kinder steht dann im Kontrast zu den Versuchen, Humor einzubauen. Das versucht man mit dem überzeichneten Oberschurken und seinem tumben Handlanger, und deren Interaktion mit den Wissenschaftlern. Aber auch das klappt nicht. (0/2)

Spannung fehlt dem Film, weil niemand, egal ob Protagonist oder Antagonist, mich zum Mitfiebern bringt. Nebenfiguren haben keine längeren Auftritte. Und wer jetzt wen als nächstes betrügt oder wessen Geld wie geklaut wird ist so was von egal. (0/2) Was ist der Anspruch des Films? Irgendein comicartiges Actionspektakel mit überzeichneten Figuren. Für Leute, die die Protagonisten, die am Anfang im amerikanischen Regierungsauftrag töten, als die Guten akzeptieren können, funktioniert das vielleicht sogar. (1/2)

Insgesamt is das was zum Anschauen oder Abschalten, und gleich wieder vergessen.

2/10
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Buy Shimmer, it will keep you straight!
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Alt 04.11.2023, 09:40   #25075
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 20.06.2008
Beiträge: 2.057
Ich habe immer noch eine kleine Kiste mit DVD/Blue-rays aus meiner Zeit, als ich einen An- und Verkaufsladen betrieb.
Lange her.
Noch mal durchgesehen, was da so liegengebleiben ist:

Wild at Heart, 1990, Regie David Lynch.

Die Geschichte von Lula (Laura Dern) und Sailor (Nicolas Cage).
Die beiden sind ein Liebespaar, aber Lulas Mutter will das nicht und setzt einen Privatschnüffler Johnnie Farragut (Harry Dean Stanton) und einen Killer (J.E. Freeman) auf Sailor an.
Dann ist da ja noch der ebenso seltsame wie abstoßende Bobby Peru (Willem Dafoe), der Sailor zu einem ganz einfachen Banküberfall überreden will, um ihn anschließend killen zu können.
Und schließlich noch Perdito Durango (Isabella Rosselini) spielt auch eine Rolle...

Spoiler:
So geht der Überfall schief, Bobby Peru enthauptet sich aus Versehen mit seiner Schrotflinte selbst, Sailor wandert in den Knast, Lula hat die Schnauze voll von ihm, aber...die beiden finden wieder zusammen zu "Love me Tender", gesungen von Sailor.


Der Film kam mitten im größten David-Lynch-Hype heraus, er hatte einen Riesenerfolg mit "Twin Peaks" damals, eine Fernsehserie.
Wenn man die ganze Anlage der Story, die Inszenierung und vor allem, das Acting "überspitzt" nennen würde, das wäre die Untertreibung des Jahrhunderts!

Wirkt manchmal so, als hätte man Quentin Tarantino seine Tütchen weggenommen und durch Speed ersetzt.

F***ing weird shit! Grell, schrill,.. und ein unbekannter Youtube-User hat Recht, wenn er schreibt: "Willem Dafoe is the only guy, who can "outcage" Nicolas Cage."

Die Schrotflinten-Enthauptung hat auf mich dieselbe Wirkung, wie die "Woodchipper"-Szene in Fargo.
Brutal, aber saukomisch.

Trotzdem weiß ich nach wie vor nicht, was die nun um 1990 herum daran so toll fanden, Goldene Palme 1990 in Cannes, wirkt heutzutage etwas aus der Zeit gefallen, aber ok.
Lynch ist halt Lynch.
__________________
Freiheit ist das einzige, was zählt.

Put the wokes to sleep.
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