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Alt 09.04.2022, 18:21   #626
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.061
In Bezug zu Russland muss die deutsche Politik in Zukunft nur noch auf die Staaten in Osteuropa hören. Wenn alle osteuropäischen Staaten ihr "ok" geben, dann ist das ok. Alles andere macht keinen Sinn. Die selbstständige deutsche Ostpolitik in Europa endet an der russischen Grenze. Eine selbstständige deutsche Russlandpolitik wie vor dem 24.02.2022 gibt es nicht mehr und darf sich nicht mehr an der deutschen Meinung ausrichten. Das geht einfach nicht mehr. Zwischen Berlin und Moskau gibt es selbstständige Staaten, auch wenn es genug sturre Leute in Deutschland gibt, die das nicht begreifen wollen. Als wären manche Leute in Deutschland im letzten Jahrhundert hängengeblieben, wo das Deutsche Kaiserreich an das Russische Zarenreich grenzte oder die finnische - trotz sogenannter Blockfreiheit -, estnische, lettische, litauische Politik in Moskau entschieden wird.
Das gilt natürlich nicht nur für Deutschland, sondern für alle EU-Staaten und NATO-Staaten in Westeuropa. Wenn da welche in naher Zukunft wieder in ihren alten Trott zurückfallen wollen, werden die baltischen Staaten denen auf die Finger hauen. Und dann müssen die Westeuropäer zuhören.
Finnland wird allem Anschein nach bald in die NATO eintreten. Der Kreml fühlt sich dadurch schon wieder provoziert. Dann ist das eben so. Daran kann sich Finnland nicht mehr ausrichten. Finnland hat es lange genug getan.

Geändert von CM Punkomaniac (09.04.2022 um 18:53 Uhr).
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Alt 09.04.2022, 18:47   #627
Riddler
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 3.406
Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Andererseits haben die letzten Jahrzehnte, zuletzt in Afghanistan, gezeigt, dass man vorm Westen militärisch auch keine Angst haben muss. Vor dem Gegner militärisch keine Angst zu haben ist aber leider etwas, das Politiker zur "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" einlädt.
Nun ist Afghanistan dafür aber ein schlecht gewähltes Beispiel. Alleine die geographischen Begebenheiten des Landes laden geradezu dazu ein, gegen etwaige Invasoren einen zermürbenden Guerilla-Krieg zu führen.
Hinzu kommt, dass die Mudschahedin jahrzehntelange Erfahrung darin machen konnten/mussten und sowas gehört scheinbar nicht zur Standard-Ausbildung westlicher Streitkräfte. Hinzu kommt natürlich, dass die
Mudschahedin ja ihrerseits mit reichlich westlicher Waffentechnologie ausgestattet wurden.

Als Gegenbeispiel würde ich jetzt - unabhängig von der moralischen Bewertung - den zweiten Irak-Krieg nennen, wo die alliierten Streitkräfte durchaus sehr effizient vorgegangen sind. Also "keine Angst" wäre als Bewertung fatal mMn.

Die konventionelle Kriegsführung verliert im westlichen Militär zunehmend an Bedeutung, da jetzt mehr auf Hightech (in Form von Drohnen z.B), Cyberkrieg oder eben Sanktionen gesetzt wird. Das ist ja u.a. einer der Gründe, warum viele westliche Staaten vom russischen Einmarsch mehr oder weniger kalt erwischt worden sind und jetzt überall die Verteidigungsmaßnahmen erhöht werden.

Der allgemeine Fokus des Westens hat sich seit 9/11 auf die Anti-Terror-Bekämpfung gerichtet und jetzt wurde man wieder Jahrzehnte zurück geschleudert, wovon man jetzt vielleicht auch nicht unbedingt ausgehen konnte (oder wollte).

Geändert von Riddler (09.04.2022 um 18:50 Uhr).
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Alt 11.04.2022, 17:49   #628
Kratos82
unverletzt
 
Registriert seit: 10.04.2022
Beiträge: 1
Zitat:
Zitat von Face Beitrag anzeigen
Anfangs hieß es ja die Ukraine müsse entmilitarisiert werden, sich quasi völlig von jeglichen Bündnissen auf ewig ausschließen und quasi alle Gebiete abtreten. Jetzt dürfte es "nur mehr" um Neutralität gehen (aber mit eigenem Verteidigungsheer wie Österreich) und einen Ausschluss eines NATO Beitritts. Anerkennung der Krim, aber möglicherweise nur Sonderstatus der anderen beiden abtrünnigen Gebiete. Mal sehen was es dann wird und ob und welche Sanktionen der Westen dann wieder zurücknehmen würde.
Das wäre doch durchaus annehmbar. Klar, es zieht die Wehrfähigkeit aus den gelieferten Waffen und Munition aber die Ukraine kann sich durchaus zur Wehr setzen.

Putin dachte, er hätte leichtes Spiel mit einer Regierung die, Zitat: "aus Neonazis und Drogensüchtigen besteht", diese im Handstreich abzusetzen. Nur mit dem totalen Krieg hat er letztlich alle Trümpfe aus der Hand gegeben. Den Status Quo von 2014 hätte er doch beibehalten können. Ich meine, wir wissen und die Russen wissen es auch, dass in der Ostukraine Russen kämpfen und beratend tätig waren. Er hätte das auf dem Stand köcheln lassen können. Eine Chance auf NATO Beitritt der Ukraine war eh nicht drin in der aktuellen Situation. Und trotzdem dieses stillschweigende Wissen da war, dass da Russen im Donbass sind, hätte er alles abstreiten und trotzdem die Zügel in der Hand gehabt. Nun hat er den totalen Krieg entfacht und damit alle Zweifel ausgeräumt aber damit gleichzeitig diesen Status Quo versemmelt und die Ächtung fast aller Nachbarn (außer Ungarn oder China vielleicht) erfahren.

Geht ihm öffentlich am Arsch vorbei aber insgeheim weiß er, er hat die Initiative letztlich aus der Hand gegeben und auch wenn sie jetzt tönen, es ginge doch mehr um die umstrittenen Gebiete, ist das doch nur ne gesichtswahrende Schönfärberei, weil Kiew eben nicht im Vorbeigehen gefallen ist, genauso wenig Charkiw oder andere größere Städte.

Zuviel Nachrichten lese oder seh ich nicht, weil mich diese ganze Kriegshysterie und die Berichterstattung teils depri machen würden aber was ist mit Mariupol? Ist das nun gefallen oder wirds noch gehalten? Wie dem auch sei, die größeren Städte konnten die Russen nicht nehmen. Denen rennen ja auch allmählich die Leute davon. Naja wer kanns ihnen verübeln. Ich mein, das wäre so als würde ich als Österreicher auf Deutsche schießen müssen. Ich kenn die Leute nicht auf der anderen Seite.. aber ich vernehme, dass die die gleiche Sprache sprechen wie ich. Warum sollte ich als Slawe auf andere Slawenvölker schießen?

Darum sind doch die Putinschergen schon so verzweifelt, dass sie Syrer und Tschetschenen anwerben, weil die diese linguistische und ethnische Nähe eben nicht haben und entsprechend weniger bis keine Bedenken, Ukrainer abzumetzeln.

Haben die Sowjets ja im Afghanistan-Krieg auch gemacht.. zuerst haben sie nur beratend die lokalen Kräfte ausgebildet zum Kampf gegen die Rebellen. Bzw. noch die Völker an der Peripherie (Usbekistan, Turkmenistan usw.) aber ja, die hatten halt auch diese Hemmungen, weil das ja irgendwie ethnisch verwandte Kämpfer sind. Drum haben die Russen dann kehrtgemacht und mehr Russen gegen die Rebellen eingesetzt, weil diese weniger zögern, wenn sie nicht auf die "Landsleute" schießen müssen. Jetzt in der Ukraine gewissermaßen das gleiche. Die meisten einfachen russischen Soldaten fragen sich wohl eh, was sie da sollen. Die haben die Ukrainer nicht als Bedrohung gesehen. Womöglich hat der eine oder andere sogar entfernte Verwandte (durch Arbeitseinsätze zur Sowjetzeit nicht unüblich, dass die Volkschaften quer durchs Land geschickt wurden an ne Baustelle oder in eine Behörde usw. dadurch kamen halt auch welche aus Sibirien, die sich irgendwie in der wärmeren Ukraine wohler fühlten als im kalten Sibirien und da lieber dort blieben und Wurzeln schlugen). Jeder Ukrainer könnte womöglich auch ein Russe sein, vielleicht sogar ein Cousin, ein entfernter?

Wieder das alte Lied.. "Der Soldat ist eine tragische Figur, zu allen Zeiten und in allen Völkern! Denn er muß auf andere Soldaten auf Befehl schießen und sie im Notfall töten, ohne sie zu kennen oder sie gar zu hassen - auf Befehl von Leuten, die sich kennen und erbittert hassen - aber nicht aufeinander schießen." Erich Mende


Ähm zum Punkt der Rücknahme: naja also von jetzt auf gleich sollte das nicht passieren, wenn der Krieg zu ende ist. Die ganz kritischen könnte man ja zurückbauen aber für die mittelschweren müsste Russland aber gaanz den Ball für lange lange Zeit flach halten und es muss ne Bewährungsfrist her, dass die Russen guten Willen zeigen. Sobald nur irgendwie wieder imperiales Bestreben praktiziert wird in Richtung Ukraine oder andere Gebiete, sind die S. sofort wieder mit voller Härte zu reaktivieren.

Geändert von Kratos82 (11.04.2022 um 18:12 Uhr). Grund: Ergänzung
Kratos82 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2022, 19:20   #629
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 4.002
Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
In Bezug zu Russland muss die deutsche Politik in Zukunft nur noch auf die Staaten in Osteuropa hören. Wenn alle osteuropäischen Staaten ihr "ok" geben, dann ist das ok. Alles andere macht keinen Sinn. Die selbstständige deutsche Ostpolitik in Europa endet an der russischen Grenze. Eine selbstständige deutsche Russlandpolitik wie vor dem 24.02.2022 gibt es nicht mehr und darf sich nicht mehr an der deutschen Meinung ausrichten. Das geht einfach nicht mehr. Zwischen Berlin und Moskau gibt es selbstständige Staaten, auch wenn es genug sturre Leute in Deutschland gibt, die das nicht begreifen wollen. Als wären manche Leute in Deutschland im letzten Jahrhundert hängengeblieben, wo das Deutsche Kaiserreich an das Russische Zarenreich grenzte oder die finnische - trotz sogenannter Blockfreiheit -, estnische, lettische, litauische Politik in Moskau entschieden wird.
Das gilt natürlich nicht nur für Deutschland, sondern für alle EU-Staaten und NATO-Staaten in Westeuropa. Wenn da welche in naher Zukunft wieder in ihren alten Trott zurückfallen wollen, werden die baltischen Staaten denen auf die Finger hauen. Und dann müssen die Westeuropäer zuhören.
Finnland wird allem Anschein nach bald in die NATO eintreten. Der Kreml fühlt sich dadurch schon wieder provoziert. Dann ist das eben so. Daran kann sich Finnland nicht mehr ausrichten. Finnland hat es lange genug getan.
Zuhören, ja! Auf jemanden hören? Eher nicht. Natürlich wäre es sinnvoll, wenn Europa mit einer Stimme spricht, wenn alle gehört, aber konsensorientiert gemeinsam entschieden wird, aber das funktioniert imho nicht einseitig. Sicherlich gab es da z.B. in Deutschland eine Fehleinschätzung, was die Wirkung von Handel, Abnahme von Gas etc. angeht und die Einflussmöglichkeiten auf ein friedliches Miteinander, aber da sehe ich auch Finnland mit 94% russischem Gas, Lettland mit 93%, da kann man nun nicht Deutschland allein den schwarzen Peter zuschieben.

Europa bedeutet halt auch sich Mehrheitsentscheidungen anzupassen, die einem nicht so schmecken, in der Flüchtlingspolitik gilt das für Deutschland aber ebenso wie für die Visegrad-Staaten.

Ich glaube nicht, dass ich im letzten (oder vorletzten) Jahrhundert stehen geblieben bin. Ich bin sehr froh darüber, dass ehemalige Ostblockländer wie die Balten, aber auch die Ukrainer, Polen, Tschechen usw. grundsätzlich Gefallen an der Idee der EU finden, irgendwo auch an der NATO, schön wäre es halt gewesen, wenn man die NATO- und die EU-Osterweiterung bis Wladiwostock hätte fortsetzen können, mit angemessener, aber nicht übermäßiger Berücksichtigung von Moskau. Klar ist das aktuell utopisch, aber wenn man von Greueltaten im Krieg absieht, sind es halt russische Mütter, die genauso Angst um ihre Söhne haben, wie die ukrainischen Mütter. Es sind russische Arbeiter, die genauso von Wohlstand träumen, wie die ukrainischen - oder auch die deutschen.

Natürlich muss man auch alles zwischen Deutschland und Russland berücksichtigen, ja auch den Ländern zuhören, die Sorgen und Ängste Ernst nehmen, aber der Versuch, Russland mit wirtschaftlichen Verbindungen friedlich zu stimmen, war nicht von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Es ist doch vor allem auch mal wirtschaftlicher Irrsinn, den Russland da betreibt. Hätten 50.000 NATO-Soldaten im Baltikum da etwas dran geändert?
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2022, 21:40   #631
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.061
Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Heute Abend die offizielle Bestätigung von russischer Seite.

Ukraine-Krieg - Russland bestätigt Untergang der "Moskwa"
Zitat:
Der angeschlagene russische Raketenkreuzer "Moskwa" ist nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums gesunken. Noch ist unklar, ob der Verlust die Folge eines Feuers an Bord oder eines ukrainischen Angriffs ist.
Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte ist Geschichte.

Geändert von CM Punkomaniac (14.04.2022 um 21:41 Uhr).
CM Punkomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2022, 22:34   #632
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 14.908
Vermutlich haben sie das Schiff selbst versenkt. So wie die Piraten bei Asterix. Steht sicher irgendwo bei RT.
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2022, 22:57   #633
y2jforever
Genickbruch
 
Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 13.702
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Vermutlich haben sie das Schiff selbst versenkt. So wie die Piraten bei Asterix. Steht sicher irgendwo bei RT.
Um ein Zeichen gegen den von der Ukraine forcierten Krieg zu setzen?
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Alt 15.04.2022, 07:20   #635
Punisher 3:16
Genickbruch
 
Registriert seit: 10.10.2002
Beiträge: 15.209
Und so wird aus dem Lenkwaffenkreuzer Moskva das "Snake Island Memorial Reef" (Zitat Beau of the Fifth Column).
Punisher 3:16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2022, 07:50   #636
Cactus
Mitarbeiter
 
Registriert seit: 26.01.2005
Beiträge: 14.781
Der Kreuzer wurde planmäßig zum U-Boot upgegradet um spezielle Unterwasseroperationen durchführen zu können.

Geändert von Cactus (15.04.2022 um 07:51 Uhr).
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Alt 15.04.2022, 14:31   #637
Baptist Ziergiebel
Rippenprellung
 
Registriert seit: 15.10.2015
Beiträge: 125
Meine Favoritenaus dem Netz dazu bisher:

Lavrov: "Wir hatten nie ein Schiff mit dem Namen Moskva! Oder sehen Sie etwa eines?"

Das Feuer an Bord der Moskva ist "gelöscht".

Um den Sanktionen der NATO zuvorzukommen, wurde die Superyacht Moskva rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Baptist Ziergiebel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2022, 17:18   #638
y2jforever
Genickbruch
 
Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 13.702
Zitat:
Zitat von y2jforever Beitrag anzeigen
Um ein Zeichen gegen den von der Ukraine forcierten Krieg zu setzen?
Weit davon entfernt sind wir übrigens nicht mehr. Laut offizieller Russischer Seite ist das Schiff in Brand geraten und dann wegen eines Sturms (den es nicht mal gab) gesunken. Dafür fordern die russischen Medien jetzt Vergeltung weil das einer Kriegserklärung durch die Ukraine gleichkommt (gegen die man ja seit inzwischen 7 Wochen oder so einen Angriffskrieg führt).

Wir scheinen das ganze also völlig falsche verstanden zu haben. Russland ist die letzte Bastion gegen die Magier in Kiew die mit Ihren Gedanken Feuer entzünden und Stürme beschwören können
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Geändert von y2jforever (15.04.2022 um 17:19 Uhr).
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Alt 16.04.2022, 11:24   #639
Paddy Malone
ECW
 
Registriert seit: 03.03.2008
Beiträge: 5.342
Putin lässt auch seine eigenen Städte bomben, um weitere Raketen auf Kiew zu rechtfertigen.

Und dann siehst du Geschichten wie diese: https://twitter.com/OstapYarysh/stat...08736959643652

Ein Thread über eine Unterhaltung zwischen einer russischen Ehefrau und ihrem Soldaten-Ehemann, in der sie ihm die Erlaubnis gibt ukrainische Frauen zu vergewaltigen.
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Alt 17.04.2022, 09:50   #640
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.061
Gestern ist schon wieder ein russischer Soldat im Generalsrang als tot gemeldet worden. Generalmajor Vladimir Frolov, stellvertretender Kommandeur der 8. Armee.

Andrei Mordvichev, Kommandeur der 8. Armee.
Vladimir Frolov, stellvertretender Kommandeur der 8. Armee.
Andrei Kolesnikov, Kommandeur der 29. Armee.
Vitaly Gerasimov, Stabschef der 41. Armee.
Andrey Sukhovetsky, stellvertretender Kommandeur der 41. Armee.
Yakov Rezantsev, Kommandeur der 49. Armee.
Oleg Mityaev, Kommandeur der 150. Motorisierten Schützendivision.

Die starre Befehl-und-Gehorsam-Hierarchie ohne eigenständige Handelsbefugnisse von Offizieren und Unteroffizieren treibt die Generäle ins Schussfeld. So starr wie der Staat ist auch das angeblich modernisierte Militär. Unfassbar.

Edit:
https://twitter.com/MargoGontar/stat...73221855608834
Zitat:
Das russische Unternehmen Uralvogonzavod stellt die Produktion ein. Das Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, T-72-Panzer (wichtigster russischer Panzer) oder neuere T-90-Panzer und T-14-Panzer(Armata) zu montieren. Grund: Mangel an importierten Komponenten. Das bedeutet mehr gerettete ukrainische Leben und ist eine direkte Folge der westlichen Sanktionen, die fortgesetzt werden sollten.

Geändert von CM Punkomaniac (17.04.2022 um 11:34 Uhr).
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Alt 23.04.2022, 09:04   #641
Goldberg070
Moderator
 
Registriert seit: 15.09.2003
Beiträge: 15.436
Unterstützung für die Ukraine - Worüber Bundeskanzler Scholz gelogen hat
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021
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Alt 23.04.2022, 09:43   #642
Face
Genickbruch
 
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Bin zwar kein Deutscher, würde aber zu der Mehrheit gehören, die sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht. Diese heroischen Kämpfer gegen die Ork-Invasion gehören so gut wie möglich ausgestattet, dann können sie die Horden wieder zurück über die Grenze nach Mordor treiben. Jetzt ist IMO die entscheidende Phase, noch ein paar Wochen die russischen Truppen aufreiben, dann bricht auch die Ost-Offensive zusammen so wie der Marsch auf Kyiv.
__________________
"You cannot shake hands with a clenched fist." (Indira Gandhi)
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Alt 23.04.2022, 09:45   #643
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Wer ist dieser Adam Something, der hier ein paar Schlagzeilen in ein kurzes Youtube-Video packt?
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Buy Shimmer, it will keep you straight!
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Alt 23.04.2022, 11:34   #644
Borden
Cut
 
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Zitat:
Zitat von Face Beitrag anzeigen
Bin zwar kein Deutscher, würde aber zu der Mehrheit gehören, die sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht. Diese heroischen Kämpfer gegen die Ork-Invasion gehören so gut wie möglich ausgestattet, dann können sie die Horden wieder zurück über die Grenze nach Mordor treiben. Jetzt ist IMO die entscheidende Phase, noch ein paar Wochen die russischen Truppen aufreiben, dann bricht auch die Ost-Offensive zusammen so wie der Marsch auf Kyiv.
Und was garantiert dir, dass du nicht russische Atomraketen um die Ohren bekommst?
Borden ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 12:10   #645
Face
Genickbruch
 
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Beiträge: 30.519
Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Und was garantiert dir, dass du nicht russische Atomraketen um die Ohren bekommst?
Dass Russland dann NATO Atomraketen um die Ohren bekommt. Und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr und besser gewartete und präzisere (was bei so einer Waffe aber eher zweitrangig ist).

Ich bin zu 100% sicher, dass staatliche Akteure (inklusive Nordkorea) Atomwaffen ausschließlich für den Fall der Verteidigung der eigenen Landesgrenzen einsetzen. Alles andere endet in vollständiger Zerstörung und darauf hat niemand Lust (inklusive unbeteiligter Atommächte wie China, Pakistan, Indien usw. - die trifft der Fallout ja ebenfalls)

Wenn Putin wegen Waffenlieferungen Atombomben werfen wollen würde, hätte er schon lange die Gelegenheit gehabt. Tat er nicht, also wird er es nicht genau dann beginnen, wenn die Deutschen nun Haubitzen, Panzer oder Drohnen liefern. Solange keine fremden Truppen die russische Staatsgrenze überschreiten, passiert genau gar nichts.

Jedenfalls liefert die deutsche Regierung gerade kein gutes oder sympathisches Bild ab. Zuerst vom russischen Gas abhängig machen und trotz Krim-Annektion weiter dicke Geschäfte machen (inkl. NordStream 2), dann Sanktionen bremsen und Waffen will man auch nicht liefern. Das ganze dann auch noch mit sehr fragwürdigen Methoden unterlegt. So kann man auch Kredit verspielen als reichstes Land der EU, das sich vieles lockerer leisten könnte als andere, die derzeit aber weit mehr beisteuern. Stinkt mich bei unserer Regierung übrigens genauso an ... wir haben zwar keine Waffen die wir liefern könnten, aber beim Abdrehen von Gas und Öl sind wir genauso feig.
__________________
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Face ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 14:23   #646
Borden
Cut
 
Registriert seit: 09.09.2021
Beiträge: 82
Zitat:
Zitat von Face Beitrag anzeigen
Dass Russland dann NATO Atomraketen um die Ohren bekommt. Und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr und besser gewartete und präzisere (was bei so einer Waffe aber eher zweitrangig ist).

Ich bin zu 100% sicher, dass staatliche Akteure (inklusive Nordkorea) Atomwaffen ausschließlich für den Fall der Verteidigung der eigenen Landesgrenzen einsetzen. Alles andere endet in vollständiger Zerstörung und darauf hat niemand Lust (inklusive unbeteiligter Atommächte wie China, Pakistan, Indien usw. - die trifft der Fallout ja ebenfalls)

Wenn Putin wegen Waffenlieferungen Atombomben werfen wollen würde, hätte er schon lange die Gelegenheit gehabt. Tat er nicht, also wird er es nicht genau dann beginnen, wenn die Deutschen nun Haubitzen, Panzer oder Drohnen liefern. Solange keine fremden Truppen die russische Staatsgrenze überschreiten, passiert genau gar nichts.
Noch kann man ja nicht mal ansatzweise sagen, dass er am Verlieren ist. Im Gegenteil. Ohne die massive Unterstützung aus dem Ausland, wäre die Ukraine jetzt ganz anders dran. So wie ich es mitbekommen habe, gibt es ein Gesetz, wonach Atomwaffen dann zum Einsatz kommen können, wenn Russland existenziell gefährdet ist. Dabei wird scheinbar auch der Angriffskrieg gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg als so ein Beispiel angeführt. Die Frage ist halt nur, was fällt (vor allem für Putin) noch darunter?

Beim Putin früherer Tage würde ich dir beipflichten, seit seiner Rede im Februar halte ich ihn für unberechenbar. Er scheint besessen davon zu sein, die "Kleinrussen" (früherer Begriff für die heutigen Ukrainer) wieder ins russische Volk zu "reintegrieren", und dürfte es schon an sich als Anmaßung ansehen, wenn jemand dieses "edle" Ziel verhindern will. Mal ehrlich: Wenn jemand so etwas im Sinn hat, und es auch noch mehr oder weniger offen ausspricht, hat derjenige noch alle Latten am Zaun?

Zitat:
Zitat von Face Beitrag anzeigen
Stinkt mich bei unserer Regierung übrigens genauso an ... wir haben zwar keine Waffen die wir liefern könnten, aber beim Abdrehen von Gas und Öl sind wir genauso feig.
Die Konsequenzen könnten ziemlich heftig werden. Die Wirtschaft hat jetzt schon nicht unerhebliche Probleme (z. B. durch den Lockdown in China).

Geändert von Borden (23.04.2022 um 14:25 Uhr).
Borden ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 15:18   #647
y2jforever
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
So wie ich es mitbekommen habe, gibt es ein Gesetz, wonach Atomwaffen dann zum Einsatz kommen können, wenn Russland existenziell gefährdet ist. Dabei wird scheinbar auch der Angriffskrieg gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg als so ein Beispiel angeführt. Die Frage ist halt nur, was fällt (vor allem für Putin) noch darunter?
Anders herum ist halt die Frage wie man vorgehen soll falls andere Länder bei der Verteidigung für ihn darunter fällt. Wenn man ihn in der Ukraine machen lässt findet sich bestimmt ein ähnlich überzeugender Grund im Baltikum einzumarschieren.
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y2jforever ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 16:34   #648
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Und was garantiert dir, dass du nicht russische Atomraketen um die Ohren bekommst?
Niemand. Aber wenn Du Dir von Mördern wie Putin Angst machen lässt, garantiere ich Dir, dass Deine Freiheit früher oder später endet, weil Diktatoren erst dann zufrieden, wenn niemand sie mehr anfechtet.

Mal wieder volle Zustimmung zu dem was Face schreibt.
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 16:36   #649
Borden
Cut
 
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Zitat:
Zitat von y2jforever Beitrag anzeigen
Anders herum ist halt die Frage wie man vorgehen soll falls andere Länder bei der Verteidigung für ihn darunter fällt. Wenn man ihn in der Ukraine machen lässt findet sich bestimmt ein ähnlich überzeugender Grund im Baltikum einzumarschieren.
Von den baltischen Staaten wird er wohl die Finger lassen, weil sie in der NATO sind. Aber wissen kann man's nicht.
Borden ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 16:53   #650
Riddler
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
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Von den baltischen Staaten wird er wohl die Finger lassen, weil sie in der NATO sind. Aber wissen kann man's nicht.
Putin träumt von einem großrussischen Reich unter seiner Führung. Die NATO empfindet er zwar als Bedrohung, allerdings hier ausschließlich die USA. Europa ist für ihn nur ein Spielball und ausschließlich geeignet, seine Stärke zu demonstrieren.

Je nachdem, wie lange die Ukraine Widerstand leisten kann, wird sich zeigen, was er als Nächstes plant, oder der wachsende, innenpolitische Druck bricht ihm letztendlich das Genick.

Bis das so weit ist, gilt es erstmal, diejenigen, die Widerstand leisten, nach Kräften zu unterstützen.
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