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Alt 16.02.2012, 15:46   #4951
Señor Kabalo
ECW
 
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There will be blood

Sehr guter Film mit einem grandios aufgelegten Daniel Day Lewis. Mir persönlich hatte er zwischenzeitlich zu viele Längen und die musikalische Untermalung empfand ich manchmal auch als störend, aber was Charaktere und Storytelling angeht, kann man dem Film keinen Vorwurf machen.
Und auch wenn die Grundgeschichte mich jetzt nicht wirklich interessiert und der ganze Öl Wahn nicht mein Thema ist, fühlte ich mich gut unterhalten.
8/10

Mad Max

Ich war der Meinung, den Film schon einmal gesehen zu haben, aber als ich ihn gestern auf Kabel Eins sah, kam mir keine Szene mehr bekannt vor. War glaub ich auch der zweite oder dritte Teil, den ich mal gesehen habe. Egal. Mel Gibson merkt man schon an, dass es eine seiner ersten Rollen war, aber dafür schlägt er sich recht gut. Die Story ist abgedreht, die Punkerbande erschreckend, aber genau das sollen sie auch ausstrahlen.
Für das Budget haben die Leute einen schönen Film gedreht, aber die Schnitte haben mich dann doch teils arg gestört. Aber immer noch besser als bei Transformers oder so.
6/10
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Alt 16.02.2012, 16:17   #4952
Humppathetic
Genickbruch
 
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Gott oh Gott, was habe ich in letzter Zeit alles gesehen? Nun ja, ich versuch's mal mit einer Rekapitulation. Wenn ich was vergesse, merkt's ja eh keiner, oder gibt es ein last.fm auch für Filme? Selbst wenn, bin da ja nicht angemeldet. Äh, wo war ich? Ach, genau...

Der Soldat James Ryan

Meine Fresse. Ted Danson und Paul Giamatti? Das merkte ich heuer zum ersten Mal.
Zum Film: die Inszenierung ist natürlich grandios und lässt, technisch, keine Wünsche offen. Inhaltlich mag das zwar Hand und Fuß haben, eine differenziertere Darstellung der Amis und Deutschen wäre allerdings wünschenswert gewesen. Ansonsten hält sich der Film doch, abgesehen von der Rahmenhandlung, die sowieso nur in den kurzen Pro- und Epilogen vorkommt, erstaunlich stark zurück, was Hurrapatriotismus angeht. Allerdings, ich kenne mich mit dem Zweiten Weltkrieg nur rudimentär aus - ich weiß halt das, was mir in der Schule beigebracht wurde -, war es etwas verwunderlich, dass die Amis in ganz Frankreich keinen einzigen französischen Soldaten antreffen. Schön finde ich die stilprägende visuelle Machart, mir gefällt der trist-grau-dreckige Look nebst Dokustil. So mag ich meine Kriegsfilme.

Summa summarum:

7/10

Flags of our Fathers

Erster Teil des 2006 erschienenen Doppelwerkes über den Kampf um Iwo Jima. Der erste Teil ist dabei etwas verfranst, was die Erzählung angeht, und nimmt daher m. E. zu viel Drive aus dem Film - vor allem der Anfang wirkt, als habe Eastwood sich nicht entscheiden können, wie er den Film denn nun anfangen wolle.
Verwundert war ich über die FSK 12, da hier doch häufig Blut zu sehen ist, nebst Gedärm und abgeschossener Gliedmaßen. Geht gar nicht. Dass der Nachfolgefilm ab 16 eingestuft ist, entzieht sich meiner Logik, da der "Gore"anteil nur unmerklich höher ist, aber - und das ist Satire und bitte als solche zu verstehen - vielleicht sind anonymisierte, abgeknallte Amis einfach grausamer anzusehen als sterbende, gleich aussehende Japsen.

Dem Film gebe ich, wegen eben der "Verfranstheit"

6/10

Letters from Iwo Jima

Hier hat man die Inszenierung gestrafft, was dem Werk sehr gut tut. Auch hier gibt es einen Bezug zur Gegenwart (wie eben im ersten Film, was ich im ersten Resümee zu erwähnen vergaß), der aber weitaus produktiver für den Film ist, wie ich finde, und sich daher gut ins Gesamtbild einfügt. Zwar hatte ich durchaus Probleme, einzelne Japaner auseinanderzuhalten, aber nichtsdestotrotz war der Film sehr unterhaltsam. Die differenzierte Darstellung der beiden gegnerischen Seiten wusste zu gefallen, und Ken Watanabe ist sowieso ein Pfundskerl.

7/10

Thor

Ähm. Nein. Beim besten Willen. Nein. Der Film war zum Gähnen. Ein paar Lacher waren ok, vor allem "Hammer, Hammer!" - "Ja, du lebst noch, echt Hammer." , aber der Film war zu schwach, um wieder trashig gut zu sein. Der Film gab mir nichts. Einzig die originelle Optik der Götterwelt war ansprechend, wenngleich eigentlich zu selten richtig zu sehen.

Macht alles in allem

4/10

Green Lantern

Okay. Die ersten 45 Minuten waren herrlich. Das war so strunzdummes, peinliches, klischeehaftes Popcornkino, dass ich mich wirklich fragen musste: ist das als Satire gedacht? Aber nein, das war einfach die Art der Leute, einen solchen Film zu machen. Nach den 45 Minuten wird der Film allerdings strunzlangweilig, und der Showdown, obschon optisch imposant, bot nichts, aber auch gar nichts Originelles oder Episches. Einen Pluspunkt gibt's für die teils wirklich bescheuert aussehenden Aliens und Peter Sarsgaard in seiner reminiszenten Mischung aus Stephen Hawking und dem Vater von Nelson Muntz, wenn er Erdnüsse futtert.

4,5/10

Sonst noch was? Ach ja!

Wall Street

Das Original. Ich weiß gar nicht, ob ich das Remake / die Fortsetzung sehen möchte. Douglas quasi als Guter? Film generell nicht Klasse? Shia LaBeouf, Mr. Babyface? Aber widmen wir uns dem Original:
ich habe von dem ganzen Börsenkram wirklich 0 verstanden. Ich glaube, ich werde das auch mein ganzes Leben nicht verstehen. Aber der Film vermochte es trotzdem, mich zu unterhalten. Dazu gibt's Sean Young, Douglas, Sheen, Sheen und John C. McGinley! Der Antagonist, Douglas also, war herrlich fies und gleichzeitig sehr charismatisch, nur dem Film fehlte irgendwie so das besondere Etwas. Ich weiß nicht, was es war, aber es fehlte. Außerdem finde ich, hätten ihm noch ein paar Minuten mehr gut getan, da mir vor allem der "Showdown" doch etwas zu rasch daherkam, zu hektisch.

Nichtsdestoweniger gibt es von mir

7/10
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Alt 16.02.2012, 18:04   #4953
Der_Wrestling_Fan
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Zitat:
Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen
Gott oh Gott, was habe ich in letzter Zeit alles gesehen? Nun ja, ich versuch's mal mit einer Rekapitulation. Wenn ich was vergesse, merkt's ja eh keiner, oder gibt es ein last.fm auch für Filme? Selbst wenn, bin da ja nicht angemeldet. Äh, wo war ich? Ach, genau...

Der Soldat James Ryan

Meine Fresse. Ted Danson und Paul Giamatti? Das merkte ich heuer zum ersten Mal.
Zum Film: die Inszenierung ist natürlich grandios und lässt, technisch, keine Wünsche offen. Inhaltlich mag das zwar Hand und Fuß haben, eine differenziertere Darstellung der Amis und Deutschen wäre allerdings wünschenswert gewesen. Ansonsten hält sich der Film doch, abgesehen von der Rahmenhandlung, die sowieso nur in den kurzen Pro- und Epilogen vorkommt, erstaunlich stark zurück, was Hurrapatriotismus angeht. Allerdings, ich kenne mich mit dem Zweiten Weltkrieg nur rudimentär aus - ich weiß halt das, was mir in der Schule beigebracht wurde -, war es etwas verwunderlich, dass die Amis in ganz Frankreich keinen einzigen französischen Soldaten antreffen. Schön finde ich die stilprägende visuelle Machart, mir gefällt der trist-grau-dreckige Look nebst Dokustil. So mag ich meine Kriegsfilme.
[...]
7/10
Ich denke, dass ist kein Fehler. Die Reste der französichen Streitkräfte haben sich nach der Niederlage 1940 über den Ärmelkanal zurückgezogen und anschließend u. a. in Nordafrika gekämpft bzw. die Briten unterstützt. In der Normandie landeten sie erst am 1. August, währen der Film ja am 6. Juni und ein paar Tage danach spielt. In dieser Zeit dürfte es, sieht man mal von der Reistance ab, recht wenig französisches Militär in Frankreich gegeben haben. Zudem landeten die Franzosen am Utah Beach und nicht am Omaha Beach.

Geändert von Der_Wrestling_Fan (16.02.2012 um 18:06 Uhr).
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Alt 16.02.2012, 19:18   #4954
Der Zerquetscher
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Registriert seit: 21.05.2002
Beiträge: 10.660
Zitat:
Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen

Der Soldat James Ryan

Meine Fresse. Ted Danson und Paul Giamatti? Das merkte ich heuer zum ersten Mal.
Zum Film: die Inszenierung ist natürlich grandios und lässt, technisch, keine Wünsche offen. Inhaltlich mag das zwar Hand und Fuß haben, eine differenziertere Darstellung der Amis und Deutschen wäre allerdings wünschenswert gewesen. Ansonsten hält sich der Film doch, abgesehen von der Rahmenhandlung, die sowieso nur in den kurzen Pro- und Epilogen vorkommt, erstaunlich stark zurück, was Hurrapatriotismus angeht. Allerdings, ich kenne mich mit dem Zweiten Weltkrieg nur rudimentär aus - ich weiß halt das, was mir in der Schule beigebracht wurde -, war es etwas verwunderlich, dass die Amis in ganz Frankreich keinen einzigen französischen Soldaten antreffen. Schön finde ich die stilprägende visuelle Machart, mir gefällt der trist-grau-dreckige Look nebst Dokustil. So mag ich meine Kriegsfilme.

Summa summarum:

7/10
Du bist ein blitzgescheiter Kerl, Bunnlos. Soll also keine Besserwisserei oder Neunmalklugscheißen von mir sein.

Aber ich finde "Saving Private Ryan" ist ein furchtbares Machwerk und ein Musterbeispiel an einseitigem US-Militär-Abgefeiere. Er ist eben nur - und das unterscheidet ihn von Filmen wie "U-571" oder "Pearl Harbor" - wesentlich subtiler inszeniert. Man merkt dem Film, vor allem mit DEM Regisseur am Steuer, seine von der ersten bis zur letzten Minute mehr oder weniger latent vorhandene Propaganda eben nicht direkt an. Bei genauerer Betrachtung könnte man seine Helden nicht mehr abfeiern, als Spielberg das tut. Es fängt damit an, dass die US-Flagge eingangs in der leichten Brise weht,.. und ebenfalls den malerischen Schlussakkord bildet,.... symptomatisch!
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2012, 22:51   #4955
umimatsu
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Registriert seit: 22.05.2006
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Du bist ein blitzgescheiter Kerl, Bunnlos. Soll also keine Besserwisserei oder Neunmalklugscheißen von mir sein.

Aber ich finde "Saving Private Ryan" ist ein furchtbares Machwerk und ein Musterbeispiel an einseitigem US-Militär-Abgefeiere. Er ist eben nur - und das unterscheidet ihn von Filmen wie "U-571" oder "Pearl Harbor" - wesentlich subtiler inszeniert. Man merkt dem Film, vor allem mit DEM Regisseur am Steuer, seine von der ersten bis zur letzten Minute mehr oder weniger latent vorhandene Propaganda eben nicht direkt an. Bei genauerer Betrachtung könnte man seine Helden nicht mehr abfeiern, als Spielberg das tut. Es fängt damit an, dass die US-Flagge eingangs in der leichten Brise weht,.. und ebenfalls den malerischen Schlussakkord bildet,.... symptomatisch!
Nein, Saving Private Ryan ist kein einseitges US-Militär-Abgefeiere. Natürlich kommt der Film nicht ohne übertriebenes Pathos aus, die Charakterisierung der gegnerischen Soldaten ist trivial ( wenn überhaupt vorhanden ) und einseitig, aber das Ende ist alles Andere als ein typisches Wohlfühl-Happy End Marke Steven Spielberg, da die tragenden Charaktere bis auf Matt Damon, Ed Burns und den Schreibmaschinensoldaten draufgehen. Propagandafilme sehen anders aus, siehe die Grünen Teufel mit John Wayne. Und ganz ehrlich mein lieber Zerquetscher: Du stellst den Streifen nicht wirklich in eine Reihe mit Schund wie U-571 und Pearl Harbo? Wenn ja, muss ich an deinem Geisteszustand zweifeln. Aber wahrscheinlich ärgerst du dich nur darüber, dass die Kampfschweine der Waffen-SS von harmlosen Rangern und Fallschirmjägern fast abgefertigt werden.
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

One of the best movies of all time. Before films got full of CGI bullshit to make up for a crap storyline and bad acting. - YT-User Ryan Banks über Heat

Geändert von umimatsu (16.02.2012 um 22:55 Uhr).
umimatsu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2012, 22:59   #4956
mumu
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 20.08.2003
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
...
Aber ich finde "Saving Private Ryan" ist ein furchtbares Machwerk und ein Musterbeispiel an einseitigem US-Militär-Abgefeiere. Er ist eben nur - und das unterscheidet ihn von Filmen wie "U-571" oder "Pearl Harbor" - wesentlich subtiler inszeniert. Man merkt dem Film, vor allem mit DEM Regisseur am Steuer, seine von der ersten bis zur letzten Minute mehr oder weniger latent vorhandene Propaganda eben nicht direkt an. Bei genauerer Betrachtung könnte man seine Helden nicht mehr abfeiern, als Spielberg das tut. Es fängt damit an, dass die US-Flagge eingangs in der leichten Brise weht,.. und ebenfalls den malerischen Schlussakkord bildet,.... symptomatisch!
Danke, das sehe ich genauso.

Mir hat der Film nichts gegeben. Ich habe ja nichts gegen Blutorgien, wie man sie in der Anfangssequenz zu sehen bekommt. Bei mir hört es dann auf wenn man mir verkaufen will das man es sich leistet einen Trupp zusammen zu stellen um einen (!) Soldaten aus dem Kriegsgebiet zu holen. Bei aller Liebe, das war der zweite Weltkrieg. Jeder lebende Soldat war ein guter Soldat. Das heißt ich schicke nicht mehrere Soldaten los um einen einzigen zurück zu holen, wobei vorher schon klar ist das es ein Himmelfahrtskommando ist. Auch kann ich nicht glauben das der handelsübliche amerikanische Soldat des WWII mitten im Kriegsgebiet sich an so etwas wie Menschenrechte gehalten hat (genau wie jeder andere Soldat). Da wurde ein einzelner deutscher Soldat nicht verschont. Ist zwar ein charmanter und natürlich schön ins Gesamtbild passender Gedanke, aber die Realität wird wohl leider anders ausgesehen haben. Töten oder getötet werden, so schlimm es nun mal ist. Das ist mir alles viel zu sehr durch die amerikanische Brille dargestellt und geschönt, das es einem "echten" amerikanischen Soldaten aus dem WWII unangenehm sein müsste.
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Geändert von mumu (16.02.2012 um 23:01 Uhr).
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Alt 16.02.2012, 23:24   #4957
Der_Wrestling_Fan
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Beiträge: 8.534
Ich finde eher, das unimatsu Recht hat. Wenn der Feind in dem Film nicht aus Deutschland käme, würde sich vermutlich niemand daran stören, tut man ja bei anderen Filmen, wo z. B. Vietnamesen, Iraker etc. die Feinde sind auch nicht. Gut, DAS Meisterwerk ist "Savin Private Ryan" nun nicht, aber Bunnlos Kritik hat eigentlich auch meine Meinung nach gut wiedergeben. Das die Amerikaner bzw. die Welt nicht immer Rücksicht auf meine Deutsche Seele nehmen muss, habe ich dabei akzeptiert.

Geändert von Der_Wrestling_Fan (16.02.2012 um 23:37 Uhr).
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Alt 17.02.2012, 01:18   #4958
umimatsu
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Zitat:
Zitat von mumu Beitrag anzeigen
Danke, das sehe ich genauso.

Mir hat der Film nichts gegeben. Ich habe ja nichts gegen Blutorgien, wie man sie in der Anfangssequenz zu sehen bekommt. Bei mir hört es dann auf wenn man mir verkaufen will das man es sich leistet einen Trupp zusammen zu stellen um einen (!) Soldaten aus dem Kriegsgebiet zu holen. Bei aller Liebe, das war der zweite Weltkrieg. Jeder lebende Soldat war ein guter Soldat. Das heißt ich schicke nicht mehrere Soldaten los um einen einzigen zurück zu holen, wobei vorher schon klar ist das es ein Himmelfahrtskommando ist. Auch kann ich nicht glauben das der handelsübliche amerikanische Soldat des WWII mitten im Kriegsgebiet sich an so etwas wie Menschenrechte gehalten hat (genau wie jeder andere Soldat). Da wurde ein einzelner deutscher Soldat nicht verschont. Ist zwar ein charmanter und natürlich schön ins Gesamtbild passender Gedanke, aber die Realität wird wohl leider anders ausgesehen haben. Töten oder getötet werden, so schlimm es nun mal ist. Das ist mir alles viel zu sehr durch die amerikanische Brille dargestellt und geschönt, das es einem "echten" amerikanischen Soldaten aus dem WWII unangenehm sein müsste.
Es gibt eine Sole Survivor Policy, auf die der Film aufbaut. Sicher, es ist übertrieben, dass ein ganzer Trupp losgeschickt wird, um einen Menschen zu retten, allerdings hinterfragt der Trupp den Einsatz durchaus und behandelt Ryan nach dessen Auffinden von Oben herab.

Und so ganz ruhmreich werden die Amerikaner auch nicht dargestellt. Am Anfang werden deutsche Soldaten, die sich ergeben wollen, erschossen und der Deutsche, den man an der Funkstation gefangen nimmt, soll, wenn es nach dem Willen der Männer geht, ebenso erschossen werden.

Der Film hat durchaus seine Schwächen, aber so schlecht, wie er von vielen gemacht wird, ist er mit Sicherheit nicht. Allerdings empfinde ich es als Frechheit, dass Der Schmale Grat, der ungleich bessere Film der beiden, bei den Oscars 1999 leer ausging, während Der Soldat James Ryan 4 Goldjungen gewann.
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Alt 17.02.2012, 08:09   #4959
mumu
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Zitat:
Zitat von Der_Wrestling_Fan Beitrag anzeigen
Ich finde eher, das unimatsu Recht hat. Wenn der Feind in dem Film nicht aus Deutschland käme, würde sich vermutlich niemand daran stören, tut man ja bei anderen Filmen, wo z. B. Vietnamesen, Iraker etc. die Feinde sind auch nicht. Gut, DAS Meisterwerk ist "Savin Private Ryan" nun nicht, aber Bunnlos Kritik hat eigentlich auch meine Meinung nach gut wiedergeben. Das die Amerikaner bzw. die Welt nicht immer Rücksicht auf meine Deutsche Seele nehmen muss, habe ich dabei akzeptiert.
Das die Deutschen hier die Fieslinge sind ist mir egal, denn das ist wohl so ziemlich die einzige realitätsnahe Tatsache in diesem Film.
Mir geht es einfach um den Fakt das der Film einfach unrealistisch ist, und dennoch so verkauft wird als wäre man ganz nah an der Wahrheit wie es zwischen 39-45 aussah.

@unimatsu
Das es eine solche Policy gibt ist ja schön und gut, aber es ist einfach nicht glaubhaft das man diese auch nur ansatzweise im WWII befolgt hat. Wie gesagt, es war Krieg und es ging darum um jeden Preis zu überleben. In der Theorie mag das alles ganz richtig und logisch sein, allerdings sieht das auf dem Schlachtfeld oft anders aus. Man hört und sieht ja oft genug das in Kriegsgebieten wie dem Irak oder Afghanistan die Menschenrechte von Soldaten mit Füssen getreten werden.
Wie gesagt das ist alles schlimm und zu verurteilen, aber es ist die Realität (und das auch schon vor 60 Jahren).
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Alt 17.02.2012, 10:43   #4960
Arjen Robben
Moderator
 
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Natürlich hat man nicht Leute auf die Suche geschickt, aber dass Soldaten im Zuge dieser Regelung nach Hause geschickt wurden, ist ja belegt.

Wäre allerdings halt filmtechnisch eher mau und unspektakulär gewesen, wenn man es realitätsgemäß umgesetzt hätte. Der Film hat meines Wissens nach auch nie den Anspruch erhoben, nahe an der Realität angesiedelt zu sein. Welcher Kriegsfilm ist das auch schon? Selbst Platoon nicht..
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Alt 17.02.2012, 11:12   #4961
Duke Skywalker
Moderator
 
Registriert seit: 27.06.2002
Beiträge: 18.319
Bei "Der Soldat James Ryan" stört mich vor allem der starke Qualitätsabfall nach der starken Anfangssequenz, der Landung am Omaha Beach. Dieser Teil des Films ist nicht nur großartig gefilmt, er vermag auch durchaus auf den Magen zu schlagen und würde der Film nur aus diesem Teil bestehen, dann würde Spielbergs Werk das Prädikat Antikriegsfilm wirklich verdienen.
Alles was danach folgt ist aber eher ein Actionfilm. Mit Pathos, Helden, ein bisschen A-Team Bastelei und Szenen wie die unwahrscheinliche Tötung per Schuß durchs Zielfernrohr, die kein Mensch in einem ernstgemeinten Kriegsfilm braucht.
Es gewinnt mal wieder zu oft das Kind in Spielberg und statt das zu inszenieren, was er vielleicht ursprünglich wollte, drehte er einen aufwendigen Abenteuer-Action-Film vor Kriegshintergrund. Achja, die Rahmenhandlung - Ryans Besuch des Grabs von Tom Hanks ist mir auch ZU kitschig.
Die Hanks/Spielberg Produktion Band of our Brothers ist der eindeutig bessere Beitrag der Beiden zur Thematik.
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"I am hoping that I can be known as a great writer and actor some day, rather than a sex symbol."
Steven Seagal
Duke Skywalker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2012, 12:06   #4962
Der_Wrestling_Fan
ECW
 
Registriert seit: 30.04.2007
Beiträge: 8.534
"Band of Brothers" ist aber auch eine ca. 600 Minuten dauernde Serie und "Der Soldat James Ryan" ein 168 in sich abgeschlossener Film. Da ist es nicht verwunderlich, dass erstere mehr Zeit für ein differenziertes Bild und bessere Charakterentwicklung usw. hat.

Wobei es diesmal Arjen Robben ist, dem ich zustimmen muss. Da kann man sich sämtliche Kriegsfilme sparen und sich auch gleich "The War" von Ken Burns anschauen. ^^

Geändert von Der_Wrestling_Fan (17.02.2012 um 12:12 Uhr).
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Alt 17.02.2012, 12:47   #4963
Mein GOAT Walter
ECW
 
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http://www.imdb.com/title/tt0096310/


An hartem Realismus nicht zu überbieten..
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Alt 17.02.2012, 13:10   #4964
Novu
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 2.431
Ach, dieses leidige James Ryan-Spielberg-Amipathos-Thema... Für mich stellt sich lediglich die Frage, ob je von einem der Verantwortlichen gesagt wurde, dass dieser Film eine wahrheitsgetreue Nachbildung des Szenerie war. Wenn nicht ist es das was Spielberg sonst auch dreht: ein einfacher Spielfilm und dafür ist er ziemlich gut. Ist ja fast so als wenn ich Wolfenstein spielen würde und mich nachher darüber beschwere, dass die deutschen keine Monster mit okkulten Ritualen haben auferstehen lassen...
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DEAD END

Geändert von Novu (18.02.2012 um 17:49 Uhr).
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Alt 17.02.2012, 15:13   #4965
Humppathetic
Genickbruch
 
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Beiträge: 35.496
Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Bei "Der Soldat James Ryan" stört mich vor allem der starke Qualitätsabfall nach der starken Anfangssequenz, der Landung am Omaha Beach. Dieser Teil des Films ist nicht nur großartig gefilmt, er vermag auch durchaus auf den Magen zu schlagen und würde der Film nur aus diesem Teil bestehen, dann würde Spielbergs Werk das Prädikat Antikriegsfilm wirklich verdienen.
Alles was danach folgt ist aber eher ein Actionfilm. Mit Pathos, Helden, ein bisschen A-Team Bastelei und Szenen wie die unwahrscheinliche Tötung per Schuß durchs Zielfernrohr, die kein Mensch in einem ernstgemeinten Kriegsfilm braucht.
Es gewinnt mal wieder zu oft das Kind in Spielberg und statt das zu inszenieren, was er vielleicht ursprünglich wollte, drehte er einen aufwendigen Abenteuer-Action-Film vor Kriegshintergrund. Achja, die Rahmenhandlung - Ryans Besuch des Grabs von Tom Hanks ist mir auch ZU kitschig.
Die Hanks/Spielberg Produktion Band of our Brothers ist der eindeutig bessere Beitrag der Beiden zur Thematik.
Erst mal: meine Fresse, was habe ich da losgetreten? Finde ich aber cool, dass es eine solche, vor allem intellektuelle Diskussion mit Respekt voreinander gibt, dafür liebe ich das Forum hier. Und noch dazu zu einem Film, der bereits 14 Jahre auf dem Buckel hat.
Was du da aber schreibst mit dem "unwahrscheinlich Schuss durchs Zielfernrohr": ein solcher Schuss ist mindestens einmal belegt, und zwar bei Carlos Hathcock. Das war zwar in Vietnam, aber zeigt, dass solch ein Schuss, wenn beide Sniper aufeinander zielen, durchaus möglich, wenn auch schwierig ist. Untersuchungen haben m. W. sogar ergeben, dass beide Scharfschützen es gleichzeitig schaffen und sich damit im selben Moment auf diese Weise erschießen könnten.
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Alt 17.02.2012, 16:41   #4966
Duke Skywalker
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen
Was du da aber schreibst mit dem "unwahrscheinlich Schuss durchs Zielfernrohr": ein solcher Schuss ist mindestens einmal belegt, und zwar bei Carlos Hathcock. Das war zwar in Vietnam, aber zeigt, dass solch ein Schuss, wenn beide Sniper aufeinander zielen, durchaus möglich, wenn auch schwierig ist. Untersuchungen haben m. W. sogar ergeben, dass beide Scharfschützen es gleichzeitig schaffen und sich damit im selben Moment auf diese Weise erschießen könnten.
Ist mir bekannt. Ich habe auch die Mythbusters Folge gesehen.
Deswegen ja auch das Wort "unwahrscheinlich" und nicht "unmöglich".
Mich stört die Szene einfach, weil es so ein heroischer Hollywoodmoment ist.
Ich würde den Film weit weniger kritisch sehen, wenn ihm nicht der Ruf als ganz großer Antikriegsfilm voraus eilen würde. Das ist er IMO nämlich nicht, sondern wie Little Jimmy schon sagte ein guter Spielfilm.
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Alt 17.02.2012, 17:05   #4967
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Ist mir bekannt. Ich habe auch die Mythbusters Folge gesehen.
Deswegen ja auch das Wort "unwahrscheinlich" und nicht "unmöglich".
Mich stört die Szene einfach, weil es so ein heroischer Hollywoodmoment ist.
Ich würde den Film weit weniger kritisch sehen, wenn ihm nicht der Ruf als ganz großer Antikriegsfilm voraus eilen würde. Das ist er IMO nämlich nicht, sondern wie Little Jimmy schon sagte ein guter Spielfilm.
Mythbusters? Nie gesehen, da mich das nicht wirklich interessiert. Mir war schon klar, dass du mit Absicht unwahrscheinlich und eben nicht unmöglich geschrieben hast. Ich wollte es einfach mal hervorheben.
Im Übrigen finde ich diese Szene so gar nicht heroisch, da sie fast nebensächlich und sehr nüchtern inszeniert wurde. Etwas, das mich am ganzen Film Gefallen finden lässt. Bis auf Pro- und Epilog finde ich den Film relativ zurückgenommen, wenngleich Spielberg es sich nicht nehmen lässt, immer mal wieder kleinere, proamerikanische Heldenmomente einzustreuen. Deswegen gefallen mir Filme wie Platoon, Der schmale Grat und die beiden Eastwooddinger eben um einiges besser.
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Geändert von Humppathetic (17.02.2012 um 17:06 Uhr).
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Alt 17.02.2012, 17:36   #4968
Duke Skywalker
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Zitat:
Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen
Mythbusters? Nie gesehen, da mich das nicht wirklich interessiert.
Ich kann die Serie sehr empfehlen. Unterhaltsam und explosiv.
In der betreffenden Folge jedenfalls versuchen sie solch einen Schuss nachzustellen mit allen erdenkllichen mechanischen Hilfsmitteln und mit unterschiedlichen Gewehren und es wird sehr deutlich wie schwer solch ein Schuss eben ist.
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Alt 17.02.2012, 18:14   #4969
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Ich kann die Serie sehr empfehlen. Unterhaltsam und explosiv.
In der betreffenden Folge jedenfalls versuchen sie solch einen Schuss nachzustellen mit allen erdenkllichen mechanischen Hilfsmitteln und mit unterschiedlichen Gewehren und es wird sehr deutlich wie schwer solch ein Schuss eben ist.
Wobei ich nicht glaube, dass die Macher der Sendung firm sind, was Gewehre angeht? Oder haben die sich dann einen Könner dazugeholt, um das nachzustellen? Schwierig ist es wohl auf jeden Fall, gibt ja m. W. nur den einen belegten Fall aus Vietnam. Durch die Recherche dieser Sache sind mir übrigens die weitesten Weiten tödlicher Schüsse durch Scharfschützen ins Auge gestochen. Einer schaffte doch tatsächlich einen Schuss aus 2,5 km Entfernung. Respekt.
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Geändert von Humppathetic (17.02.2012 um 18:15 Uhr).
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Alt 17.02.2012, 18:59   #4970
Wölfpack
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Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen
Wobei ich nicht glaube, dass die Macher der Sendung firm sind, was Gewehre angeht? Oder haben die sich dann einen Könner dazugeholt, um das nachzustellen? Schwierig ist es wohl auf jeden Fall, gibt ja m. W. nur den einen belegten Fall aus Vietnam. Durch die Recherche dieser Sache sind mir übrigens die weitesten Weiten tödlicher Schüsse durch Scharfschützen ins Auge gestochen. Einer schaffte doch tatsächlich einen Schuss aus 2,5 km Entfernung. Respekt.
Wenn die Jungs iwas nicht können, rufen die meist iwelche Experten zur Rat und Tat.
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Forza BVB! Schwarz & Gelb Olé!

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Alt 18.02.2012, 10:07   #4971
Lestat
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Zitat von mumu Beitrag anzeigen
@unimatsu
Das es eine solche Policy gibt ist ja schön und gut, aber es ist einfach nicht glaubhaft das man diese auch nur ansatzweise im WWII befolgt hat. Wie gesagt, es war Krieg und es ging darum um jeden Preis zu überleben. In der Theorie mag das alles ganz richtig und logisch sein, allerdings sieht das auf dem Schlachtfeld oft anders aus. Man hört und sieht ja oft genug das in Kriegsgebieten wie dem Irak oder Afghanistan die Menschenrechte von Soldaten mit Füssen getreten werden.
Wie gesagt das ist alles schlimm und zu verurteilen, aber es ist die Realität (und das auch schon vor 60 Jahren).
Diese Sole Survivor Policy wurde tatsächlich im zweiten Weltkrieg angewendent und zwar an Frederick Niland. Er wurde von der Front abgezogen. Jedoch gab es keinen Trupp der ihn retten musste. Auf diesem Fall basiert Saving Private Ryan.

Den Film finde ich im übrigen immernoch gut, allerdings gibt es auch für mich bessere Anti-Kriegsfilme. Wobei ich die Szene mit der Landung am D-Day wirklich sehr eindrucksvoll finde... Und schwer anzusehen.
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Soy, soy lo que dejaron, soy las sobras de lo que te robaron
Un pueblo escondido en la cima, mi piel es de cuero por eso aguata cualquier clima
Soy una fábrica de humo, mano de obra campesina para tu consumo
Soy América Latina un pueblo sin piernas pero que camina

Geändert von Lestat (18.02.2012 um 10:08 Uhr).
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Alt 18.02.2012, 10:54   #4972
Mein GOAT Walter
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The Descendants


Der reiche Anwalt Matt King (George Clooney) lebt mit seiner Familie auf Hawaii, wo er mit seinem Klan ein immens wertvolles Stück Land besitzt. Als Treuhändler wird er von mehreren Seiten zum Verkauf des Grund und Bodens gedrängt. Während Matt mit der Entscheidung ringt, ob er das Familienerbe verkaufen soll, erleidet seine Frau einen Bootsunfall und fällt ins Koma. Gemeinsam mit seinen beiden Töchtern, der altklugen Scottie (Amara Miller) und der schwierigen Alex (Shailene Woodley), versucht Matt den Schock zu verarbeiten...


Mir hat er insgesamt sehr gut gefallen. Insbesondere die schauspielerische Leistung durch Clooney war großartig. Sehr realistischer Film, mit einigen Lachern, die der Tragik des Film das gewisse Maß an Komödie beschert.

9/10
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Alt 18.02.2012, 14:55   #4973
PappHogan
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Hallo. Die Anfangssequenz von "Saving Private Ryan" gehört mit zum radikalsten und konsequentesten seit Kubrick.
Die traurigste Szene war für mich die ,als die Mutter die Nachricht vom Tode ihrer drei Söhne bekommt.
Danach ist Spielberg halt Spielberg, etwas pathetisch aber noch gut erträglich.
Was ich unrealistisch fand, einen Rangers-Trupp mit derart schlechter Bewaffnung auf so eine Mission loszuschicken.
Interessant mal "Der längste Tag" von 1961 im Vergleich zu schauen, da war der Krieg noch Männerabenteuer.
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Alt 18.02.2012, 15:34   #4974
Dr. Pepper
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Zitat:
Zitat von Bunnløs Boksbukse Beitrag anzeigen
Durch die Recherche dieser Sache sind mir übrigens die weitesten Weiten tödlicher Schüsse durch Scharfschützen ins Auge gestochen. Einer schaffte doch tatsächlich einen Schuss aus 2,5 km Entfernung. Respekt.
Da ist die Frage ja nur, wann der Schuss zustande kam und unter welchen Bedingungen. technisch ist dies ja seit einiger Zeit möglich, auch wenn es natürlich eines immensen Könnens bedarf.

Saving Private Ryan ist in der Tat ein sehr spezieller Film, der mMn aber an einer gewissen Inkonsequenz leidet.

Pro- und Epilog sind schon ein Knackpunkt. Ich verstehe den Sinn dahinter, aber der Kitsch ist schon schwer zu ertragen...nicht so meins.

Die Erstürmung des Strandes ist legendär und wegweisend. Letztlich haben sich alle Filme, Serien und Videospiele, die das Thema behandeln, seit dem daran orientiert.

Danach wird der Film deutlich ruhiger und konzentriert sich vor allem auf die Personen, leidet aber dann doch darunter das Spielberg, wie schon angesprochen, dann doch den ein oder anderen Hurra-Amerika-Moment einstreut, was dem Film schon ein wenig schadet.

Hinzu kommt einfach, da schließe ich mich Little Jimmy an, dass er nicht so Anti-Krieg ist, wie er gerne gemacht wird. Er hat sicher diese Botschaft und man muss ihm zugute halten, das er sie stärker im Mainstream platziert hat als andere Filme, letztlich gibt es da aber deutlich bessere Vertreter.
FMJ und Apocalypse Now fallen mir da spontan ein, auch Letters from Iwo Jima ist brilliant.

SPR ist da nicht konsequent genug, was vermutlich auch am Fakt der Mainstream-Präsenz liegt - zwar trägt er das Motiv stärker in die Öffentlichkeit als andere Filme, dies bedeutet aber auch das er nicht so weit gehen kann, wie es vielleicht nötig wäre.

Hinzu kommt Tom Hanks, dem ich die Rolle nicht abkaufe - da hätte es deutlich bessere Leute gegeben als RomCom-Tom
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Alt 18.02.2012, 17:25   #4975
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Und so ganz ruhmreich werden die Amerikaner auch nicht dargestellt.
Werden sie nicht? Hmm,... schauen wir mal,...

Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Am Anfang werden deutsche Soldaten, die sich ergeben wollen, erschossen und der Deutsche, den man an der Funkstation gefangen nimmt, soll, wenn es nach dem Willen der Männer geht, ebenso erschossen werden.
Hört sich wirklich gemein an. Amerikaner erschießen deutsche Soldaten, die sich ergeben wollen.

Aber wirken diese Szenen wirklich entsprechend abstoßend auf den Zuschauer? Sagt man sich als Kinobesucher: "Mein Gott, diese Schweine knallen einfach kapitulierende Gegner ab!" Ich bin mir nicht so sicher. Denn, was sieht man in den 20 Minuten zuvor?

Arme Kerle, dicht gedrängt auf Landungsbooten, steuern auf die Küste zu. In Todeserwartung! Nach dem Fall der Frontladeklappe wird auf die Besatzung des Bootes - für den Zuschauer völlig unvermittelt - das Feuer eröffnet. Da fliegen Hirne, Gedärme und literweise Blut durch die Luft. Die Männer sind dem Feuer der Deutschen hilflos ausgesetzt. Blutjunge US-Soldaten flehen um ihr Leben und rufen, die Gedärme zurück in den Bauch schiebend, nach ihren Müttern. In diesem Dauerfeuer und erbarmungslosen Stahlregen kämpft man sich irgendwie langsam an den stets gesichtslosen Gegner heran, der sicher und feige in seinem Bunker sitzt. Feige deshalb, weil der sich nach der Erstürmung der Anhöhe sofort zuhauf ergibt. Dabei hat dieser schattenhafte Gegner zuvor absichtlich auf Verwundete (und unabsichtlich [?] auf Sanitäter) geschossen. Sobald die Amerikaner übrigens die Anhöhe genommen haben, bricht jeglicher deutsche Widerstand natürlich in sich zusammen, da man nur dann gegen den (amerikanischen) Gegner eine Chance hat, wenn man gut geschützt in seinem Bunker sitzt, während die US-Jungs ohne Deckung kämpfen müssen. Hat sich diese Situation aber geändert, haben die Gegner der US-Soldaten keine Chance mehr. Sie ergaben sich oder werden wie die Hühner erschossen.

Der hier angestellte Vegleich zum "Längsten Tag" ist übrigens interessant. Denn dieser Film war noch wesentlich fairer in seiner Darstellung der Deutschen. Vor allem auch deshalb, weil die Sicht der Deutschen an der Kanalküste ebenfalls eingefangen wurde. Bevor Spielbergs Landungsboot nämlich auf Grund lief, luden Tausende von Bombern ihre schwere Last über den Stellungen der Deutschen ab, die an manchen Abschnitten der Normandie danach nur noch Gekrümel waren. Anschließend nahm die Schiffsartillerie die Landungszonen unter Dauerfeuer größter Kaliber. Und wir sprechen hier von der größten Armada an Schlachtschiffen, die jemals in der Menschheitsgeschichte zusammengezogen war. Das Inferno am Strand kann man sich nicht vorstellen. Was ein deutscher Grenadier in diesem Feuer erleiden musste, interessiert Spielberg nicht (also zeigt er es auch nicht!). Warum auch? Er hatte zu keinem Zeitpunkt vor, einen ausgewogenen Film zu drehen, sondern sein Interesse galt einzig und allein dem Denkmalsetzen für die amerikanischen Soldaten, die damals an den Stränden der Normandie landeten, um Europa zu befreien. Nun, das ist sein gutes Recht. Er ist immerhin Amerikaner. Aber hier keine Einseitigkeit zu erkennen, ist für mich nicht plausibel. Sicher ist Private Ryan einseitig. Vollkommen sogar. Er ist reine Propaganda. Der Rest des Films ist übrigens noch viel durchschaubarer in seiner Filmsprache und seinem Wirkungspotential. Ich spreche jetzt absichtlich nur von der Eingangssequenz, weil die ja noch - natürlich nur auf den ersten Blick - recht unverfänglich wirkt.

Stell dir übrigens vor, ein US-Film würde zeigen - in anderem Kontext - die Szene einer Erschießung von US-Soldaten durch Deutsche. Könntest du dir vorstellen, dass man sich angesichts der dann gearteten Inszenierung als Kinobesucher dabei ertappen könnte zu sagen: "Nach dem, was die armen Jungs vorher erleiden mussten und bei diesem unerbittlichen Gegner, irgendwie verständlich, dass sie da keine Gefangenen machen"? Ich denke nicht.

Der Sieger schreibt die Geschichte. Und nur der. Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Ich sage nur, dass das so ist.
__________________
"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe

Geändert von Der Zerquetscher (18.02.2012 um 17:37 Uhr).
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