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Alt 10.07.2020, 18:27   #22051
Cockney
Genickbruch
 
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Das Buch habe ich gelesen, muss aber sagen, dass ich sonst nicht mit Strunk weiter vertraut bin. Der hat mal hier einen Buchpreis bekommen und dann war es überall angepriesen, da habe ich damals dann zugeschlagen. In der Vorlage ist ein größerer Bezug auf Honka selbst, der Charakter wird vielschichtiger dargestellt und hat mehr Hintergrund. Die biografische Tiefe fehlt im Film etwas und man versteht aus meiner Sicht manche Ereignisse nicht so richtig. Der Unfall, den er hat, entstellt ihn noch einmal mehr und das wird für mich nicht so eindeutig im bei Akin. Da wirkt es eher so, als wäre es ein Stilelement um einfach nur ein neues Kapitel einzuleiten.

Bei Strunk würde ich es nicht unbedingt die belletristische Skizzierung einer Biografie nennen wollen, es wird jedoch klarer, was die Faszination Akins ausmacht, die er in dem Zitat bennent, welches ViddyClassic hier eingestellt hat. Bei der Umsetzung bleibt das meiner Meinung nach auf der Strecke.
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Alt 10.07.2020, 22:31   #22052
General Nek.F.U.
ECW
 
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Midway- Für Die Freiheit

Hat mir trotz sehr guter Optik und gutem Sound überhaupt nicht gefallen, toll besetzt, ja,die Geschichte ist bekannt, abgehackt.

Der Goldene Handschuh

Typisch deutsch sag ich mal. Schockierend ist eigentlich nur die Tatsache dass es wirklich passiert ist.
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"Dank ihnen habe ich einen Puls von 130, das hat noch niemand geschafft, nicht mal meine Frau!"

Geändert von General Nek.F.U. (10.07.2020 um 22:37 Uhr).
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Alt 10.07.2020, 22:57   #22053
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von lone Beitrag anzeigen
(Abgesehen davon, dass "Was möchte der Autor/Regisseur sagen" wissenschaftlich ohnehin mindestens stark umstritten ist ).
Übrigens - zu Recht! - selbst dann, wenn der Regisseur selbst erklärt, was er (angeblich) will/wollte.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
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Alt 11.07.2020, 11:28   #22054
Goldberg070
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Kickboxer: Vengeance

B-Actioner für Zwischendurch, den es jetzt nicht zwingend gebraucht hätte, aber der einem die Chance bietet einen gealterten Van Damme in bemerkenswert guter Form bewundern zu können, auch wenn er hier nur eine Nebenrolle spielt. Für Wrestling-Fans interessant, da die Rolle des Bösewichts mit Batista besetzt wurde, der es durchaus ordentlich macht. Der Hauptdarsteller ist leider völlig langweilig und die Kampfszenen in Ordnung, aber nichts besonderes. Die 18er Freigabe finde ich zu hoch, ab 16 hätte ausgereicht, da wären mehr Härten möglich gewesen. Alles in Allem ein Film für nen gemütlichen Abend, aber mehr eben auch nicht. Die Fortsetzung wird noch gesichtet.

6/10
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021

Geändert von Goldberg070 (12.07.2020 um 11:53 Uhr).
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Alt 11.07.2020, 12:12   #22055
Cockney
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Übrigens - zu Recht! - selbst dann, wenn der Regisseur selbst erklärt, was er (angeblich) will/wollte.
Absolut! Es wäre auch fatal, sich zu sehr darauf zu berufen. Da könnte man kritische Aussagen von Filmen ganz einfach als falsch interpretiert erklären und müsste sich nicht mehr der Verantwortung stellen, die ein Film an Wirkmacht entwickeln kann. Eine Rezeption muss ohne Anleitung geschehen, um zu ergründen, was der Film mit einem macht.

Geändert von Cockney (11.07.2020 um 12:13 Uhr).
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Alt 11.07.2020, 13:39   #22056
General Nek.F.U.
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Kickboxer: Vengeance

B-Actioner für Zwischendurch, den es jetzt nicht zwingend gebraucht hätte, aber der einem die Chance bietet einen gealterten Van Damme in bemerkenswert guter Form bewundern zu können, auch wenn er hier nur eine Nebenrolle spielt. Für Wrestling-Fans interessant, da die Rolle des Bösewichts mit Batista besetzt wurde, der es durchaus ordentlich macht. Der hauptdarsteller ist leider völlig langweilig und die Kampfszenen in Ordnung, aber nichts besonderes. Die 18er Freigabe finde ich zu hoch, ab 16 hätte ausgereicht, da wären mehr Härsten möglich gewesen. Alles in Allem ein Film für nen gemütlichen Abend, aber mehr eben auch nicht. Die Fortsetzung wird noch gesichtet.

6/10
Find ich gut,der Film hat einfach auch nen Hauch Nostalgie, solche Filme gibt es halt kaum noch.Der Zweite lohnt sich ebenfalls, dort ist dann "Der Berg" Endboss.
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Alt 11.07.2020, 21:09   #22057
General Nek.F.U.
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Ghostland

Von dem Martyrs Macher, der wieder in die gleiche Kerbe schlägt, ziemlich extrem und hart aber dennoch nichts was hängen bleibt. In Ordnung. 5/10
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Alt 11.07.2020, 23:57   #22058
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von General Nek.F.U. Beitrag anzeigen
Find ich gut,der Film hat einfach auch nen Hauch Nostalgie, solche Filme gibt es halt kaum noch.Der Zweite lohnt sich ebenfalls, dort ist dann "Der Berg" Endboss.
Ich fand die Fortsetzung Kickboxer: Retaliation ein gutes Stück schwächer. Zu lang, zu unzusammenhängend, viel zu viele nicht zu Ende erzählten Baustellen und ein schon comichaft übertriebener Endkampf. Maximal 5 Punkte, aber auch nur, weil es ne recht illustere Truppe ist, die da am Start ist: Jean-Claude Van Damme, Christopher Lambert, Hafþór Júlíus Björnsson (Der Berg), Mike Tyson und Ronaldinho - was zum F...?

5/10
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Geändert von Goldberg070 (11.07.2020 um 23:58 Uhr).
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Alt 12.07.2020, 22:24   #22059
General Nek.F.U.
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Ein Schatz Zum Verlieben

Klasse Abenteuerfilm, ich mag den Mix aus Schatzsuche, Aktionen und Humor.

Arachnophobia

Immer noch unglaublich stark, 30 Jahre alt, und macht vielen Filmen mit einfachsten Mitteln auch heute noch etwas vor Keine Ahnung wie oft ich den schon gesehen habe.

@Goldberg,ja,sind beide Teile jetzt nicht die Überreißer.,aber machen Spaß.
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Geändert von General Nek.F.U. (13.07.2020 um 13:22 Uhr).
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Alt 13.07.2020, 12:41   #22060
Cockney
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.03.2003
Beiträge: 10.745
Parasite

Ein Film bei dem ich das Gefühl hatte, dass ich ihn dringend mal endlich sehen muss. Das Gefühl hat sich bei mir bestätigt, denn das Szenario ist wirklich frisch und souverän erzählt. Insgesamt ist die immer weiter zuspitzende Geschichte wirklich großartig facettenreich und die Bildsprache über Wasser und Treppen sowie das Thema Geruch sind fabelhaft gewählt um den Klassismus widerzuspiegeln. Mir war die Lage in Südkorea in der Form noch gar nicht so sehr bewusst, ich bin dadurch auf "Hell Joseon" als Begrifflichkeit gestoßen und muss mich da mal etwas mehr mit beschäftigen. Ein Meisterwerk.
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Alt 13.07.2020, 13:41   #22061
mumu
Höllen-Rentner
 
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The Old Guard

Charlize Theron führt eine unsterbliche Söldnertruppe an die in eine Falle gelockt wird und in die Fänge der Pharmaindustrie gerät.

Schöne Action, der Plot hat mir auch gefallen und hatte schöne Details und Ideen. Der Cast kann sich sehen lassen und zeigt eine gute Leistung. Natürlich fällt auf wie stark der Film durch den Zeitgeist geprägt ist. Die Söldner pflegen eine homosexuelle Beziehung (die zudem noch mit der Komponente der religiösen Heimat der Söldner spielt) und die "Neue" ist, wenig überraschend, weiblich und schwarz. Wenn man das aber zu so einem Film verpackt, kann ich gut damit leben. Es wirkt nicht aufgezwungen, oder konstruiert. Das man Unsterbliche hat die miteinander anbandeln ist auch im Kontext des Films und seinem Grundtenor nur konsequent und folgerichtig. Und warum sollte die Neue im Team nicht weiblich und schwarz sein? So muss man das imo machen.

Hat mir gefallen und ich will mehr davon.
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Geändert von mumu (13.07.2020 um 13:46 Uhr).
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Alt 14.07.2020, 21:16   #22062
General Nek.F.U.
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Gretel und Hänsel

Nette mystische Interpretation des bekannten Märchens, der mit einem sehr gutem Soundtrack ausgestattet ist, stark anfängt, im Mittelteil dann schwächelt und dann wieder stark endet. Alles in allem wieder mal lediglich "abgehackt" und keine Empfehlung wert.
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Alt 16.07.2020, 05:55   #22063
Humppathetic
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Rambo: Last Blood

Ich hoffe mal, dass das dann wirklich das letzte Blut war, denn der Film fühlte sich von vorne bis hinten blutleer an. Der sterile, absolut hässliche Look trifft in den ersten Minuten auf eine Wichsvorlage namens Rambo, der von allen Seiten gesagt bekommt, wie geil er ist und dass er sich nicht grämen soll, nicht jeden gerettet haben zu können. Wenn die platten Dialoge dann irgendwann durch Gewalt ausgetauscht werden, wird's richtig schlimm. Wackeligste Kamera, um das Alter von Stallone zu verstecken, und potthässliche CGI-Effekte. Wenigstens hatte man diesmal den Anstand, die Vergewaltigung der Damsel in Distress wirklich nur anzudeuten (anders als in John Rambo). Nee, das war quasi gar nichts.

3/10
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Alt 16.07.2020, 08:00   #22064
Maccaroonie
Schädelbasisbruch
 
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The Lords of Salem

Naja, was soll ich sagen^^
Wohl einer der verstörendsten Filme die ich je gesehen habe.
Schwankte alle 2 Minuten zwischen Faszination und "so ein Dreck, ich schalte aus".
Irgendwie fehlt mir die Story hier (vielleicht bin ich auch einfach zu blöd die Message zu begreifen, kann auch sein).
Trotz allem war er irgendwie fesselnd und durch den Sound auch faszinierend.

5/10
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Alt 16.07.2020, 08:01   #22065
Maccaroonie
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Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Rambo: Last Blood

Ich hoffe mal, dass das dann wirklich das letzte Blut war, denn der Film fühlte sich von vorne bis hinten blutleer an. Der sterile, absolut hässliche Look trifft in den ersten Minuten auf eine Wichsvorlage namens Rambo, der von allen Seiten gesagt bekommt, wie geil er ist und dass er sich nicht grämen soll, nicht jeden gerettet haben zu können. Wenn die platten Dialoge dann irgendwann durch Gewalt ausgetauscht werden, wird's richtig schlimm. Wackeligste Kamera, um das Alter von Stallone zu verstecken, und potthässliche CGI-Effekte. Wenigstens hatte man diesmal den Anstand, die Vergewaltigung der Damsel in Distress wirklich nur anzudeuten (anders als in John Rambo). Nee, das war quasi gar nichts.

3/10
Ich glaube die Rambo Filme haben seit vergangenen Sonntag wohl ein kleines Zwischenhoch. Bist schon der 4. von dem ich jetzt weiß, dass er sich Rambo nochmal angeschaut hat seit Sonntag
Maccaroonie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2020, 09:18   #22066
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Maccaroonie Beitrag anzeigen
Ich glaube die Rambo Filme haben seit vergangenen Sonntag wohl ein kleines Zwischenhoch. Bist schon der 4. von dem ich jetzt weiß, dass er sich Rambo nochmal angeschaut hat seit Sonntag
Und wie fanden die ihn?
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Alt 16.07.2020, 10:25   #22067
Maccaroonie
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Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Rambo: Last Blood

Ich hoffe mal, dass das dann wirklich das letzte Blut war, denn der Film fühlte sich von vorne bis hinten blutleer an. Der sterile, absolut hässliche Look trifft in den ersten Minuten auf eine Wichsvorlage namens Rambo, der von allen Seiten gesagt bekommt, wie geil er ist und dass er sich nicht grämen soll, nicht jeden gerettet haben zu können. Wenn die platten Dialoge dann irgendwann durch Gewalt ausgetauscht werden, wird's richtig schlimm. Wackeligste Kamera, um das Alter von Stallone zu verstecken, und potthässliche CGI-Effekte. Wenigstens hatte man diesmal den Anstand, die Vergewaltigung der Damsel in Distress wirklich nur anzudeuten (anders als in John Rambo). Nee, das war quasi gar nichts.

3/10
Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Und wie fanden die ihn?
Welchen Teil sie wirklich geschaut haben kann ich dir nicht sagen.
Sind nur darauf gekommen, als wir es von der Großfahndung in Oppenau im Schwarzwald hatten...
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Alt 16.07.2020, 16:02   #22068
Goldberg070
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Triple Threat

In diesem Asia-Actioner prügeln und ballern sich Iko Uwais, Tony Jaa, Michael Jai White und Scott Adkins um die Wette. Ein durchaus gefälliger B-Actioner mit ordentlichem Gewaltgrad und soliden Martial Arts Szenen. Aufgrund der Besetzung wäre sicher noch mehr drin gewesen, für einen kurzweiligen Filmabend passt das aber. Ist allerdings nur was für Genrefans.

7,5/10
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Alt 16.07.2020, 16:22   #22069
Blast
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Das wandelnde Schloss (2004)

Es ist tatsächlich eine der spannenderen Studio Ghibli-Produktionen. Nicht, dass die anderen Filme schlecht sind, aber das Pacing von z. B. Porco Rosso oder Chihiros Reise ins Zauberland ist um einiges gemächlicher. Bei diesem Film will man auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und nicht nur die schön gezeichneten Landschaften und flüssigen Bewegungen bestaunen.

Ich finde auch das Spektrum der Studio Ghibli-Filme sehr bemerkenswert, denn von brutaler Action wie bei Prinzessin Mononoke bis hin zu kindgerechter Unschuld wie bei Mein Nachbar Totoro hat man sehr viel abgedeckt. Gleichzeitig funktionieren die Figuren alle in ihrer Psychologie gut und als Zuschauer hat man nie das Gefühl, schonmal etwas gesehen zu haben.

Punktabzüge gibt es nur deshalb, weil manche Figuren in dem Film Dinge taten, die absolut keinen Sinn ergeben oder nur mit reiner Poetik oder Ästhetik erklärbar wirken.

8 von 10
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"Wenn du nur das willst, was du schaffen kannst, kannst du alles schaffen, was du willst!" - Konfuzius
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Alt 16.07.2020, 18:06   #22070
Humppathetic
Genickbruch
 
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Beiträge: 33.936
Schindlers Liste

Vor einer Woche geguckt, weil große Wissenslücke und weil empfohlen worden. Nun ja, empfohlen zum Einen, zum Anderen einfach, weil der Film ja doch nicht nur viele Preise gewann (u.a. sieben Oscars, drei Golden Globes, sieben BAFTAs), sondern auch sehr gut bis herausragend bewertet wird (Durchschnitt bei Moviepilot 7,9; bei OFDB 8,33; bei IMDB 8,9; bei Rotten Tomatoes 97% bei Publikum und Kritikern).

Tja, ich kann mich diesen Lobpreisungen nicht so richtig anschließen. Erstmal das Gute: Typisch für den damaligen Spielberg ist das Pacing des Films überragend. Die 180 Minuten fühlten sich eher wie 90 an. Schauspielerisch kann ich dem Film ebenfalls nichts vorwerfen.

Aber, ein kleines bis mittelschweres aber: Spielberg ist für mich nicht, im weitesten Sinne, "talentiert" genug, um dem Thema Holocaust gerecht zu werden. Ich empfinde den Holocaust als schwerwiegendes Thema, dem man mit Respekt und Feingefühl begegnen muss. Für manche scheitert der Film dabei schon an der Prämisse, und diese Kritik kann ich zumindest nachempfinden, wenngleich ich unsicher bin, ob ich ihr zustimme. Die Prämisse ist nämlich: Der Holocaust, der die Juden betraf, wird hier aus Sicht der Deutschen erzählt, sowohl der Täter, als auch der Opportunisten bzw. Helfer, und beides war Schindler natürlich, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten, hat er doch eine Evolution im Handeln und Denken vollzogen. Ich hatte zwischendurch einfach zu sehr das Gefühl, dass der Fokus auf dem von Liam Neeson dargestellten Schindler bzw. dem von Ralph Fiennes dargestellten Amon Goeth liegt. Die Juden verkommen dabei, vielleicht abgesehen von Itzhak Stern (Ben Kingsley), eher zu Randfiguren ihres eigenen doch ziemlich entscheidenden, monumentalen Leidens.
Dann wird das Leid der Juden punktuell gezeigt, aber für mich wurde es zu sehr zu Gunsten eines unterhaltsamen Films instrumentalisiert und "melodramatisiert", was ich in einer Szene sogar hochgradig geschmacklos fand. Der Holocaust ist das schlimmste Gräuel, das Menschen jemals Menschen angetan haben. Und mir hat diese Erkenntnis im Film gefehlt. Nicht, weil er (der Holocaust) beschönigt wurde, sondern weil er auf irgendwie unterhaltsame Weise vorgeführt wurde. Die Schüsse auf einen Juden durch Goeth. Er schießt daneben, er schießt daneben, und man hofft als Zuschauer, dass es dabei bleibt. Und dann liegt der Jude doch tot auf dem Boden. Ist das respektvolles Inszenieren? Ich hatte damit so meine Probleme.
Geschmacklos wurde es meines Erachtens dann mit der Szene, in der die jüdischen Frauen in die Dusche geschickt wurden. Man weiß, wie die Frauen selbst, als Zuschauer nicht: Kommt jetzt Wasser oder Gas? Das wurde mit Dramatik, nervenaufreibender Musik und entsetzten Gesichtern inszeniert, eher: bagatellisiert, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich sollte als Zuschauer in einer solchen Szene nicht gespannt vor dem Fernseher/Monitor sitzen und auf das Happy End warten. Das gehört in jeden anderen Film, aber nicht in einen über den Holocaust.
Und dann diese Emotionalisierung. Viel wird geweint, insbesondere am Ende. Das war mir einfach "too much".

Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht dagegen, den Holocaust, respektive jede Art von Gräueln, die vom Dritten Reich ausging, in einem Spielfilm zu inszenieren. "Komm und sieh" von 1985 hat das brillant gemacht. Aber der war insbesondere in der grässlichen Dorf-Szene nicht unterhaltsam. Er tat weh. Er war unangenehm. Verstörend. Das schaffte "Schindlers Liste" in meinen Augen einfach nicht.

Trotzdem gibt es von mir 6/10, denn handwerklich (Kamera, Schauspiel, Pacing) war das top. Es war für mich einfach nur eine völlig falsche Herangehensweise. Wahrscheinlich stehe ich mit der Meinung aber wohl auch ziemlich alleine da.
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Geändert von Humppathetic (16.07.2020 um 18:11 Uhr).
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Alt 16.07.2020, 20:31   #22071
namenlos53
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Blast Beitrag anzeigen
Das wandelnde Schloss (2004)

Es ist tatsächlich eine der spannenderen Studio Ghibli-Produktionen. Nicht, dass die anderen Filme schlecht sind, aber das Pacing von z. B. Porco Rosso oder Chihiros Reise ins Zauberland ist um einiges gemächlicher. Bei diesem Film will man auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und nicht nur die schön gezeichneten Landschaften und flüssigen Bewegungen bestaunen.

Ich finde auch das Spektrum der Studio Ghibli-Filme sehr bemerkenswert, denn von brutaler Action wie bei Prinzessin Mononoke bis hin zu kindgerechter Unschuld wie bei Mein Nachbar Totoro hat man sehr viel abgedeckt. Gleichzeitig funktionieren die Figuren alle in ihrer Psychologie gut und als Zuschauer hat man nie das Gefühl, schonmal etwas gesehen zu haben.

Punktabzüge gibt es nur deshalb, weil manche Figuren in dem Film Dinge taten, die absolut keinen Sinn ergeben oder nur mit reiner Poetik oder Ästhetik erklärbar wirken.

8 von 10
Guter Film, jedoch hat mir die Synchro gar nicht gefallen
namenlos53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2020, 21:23   #22072
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Spielberg ist für mich nicht, im weitesten Sinne, "talentiert" genug, um dem Thema Holocaust gerecht zu werden.
Wobei es wirklich schwer ist diesem Thema mit einem Spielfilm gerecht zu werden. Das kann IMO nur eine Doku und auch da gibt es nur wenige die dieses Kriterium erfüllen.
Punisher 3:16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2020, 23:53   #22073
Cockney
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Rocketman

Ganz kurz am Anfang dachte ich mir, es könnte mir vielleicht nicht ganz so gefallen, als der junge Elton John noch sang, das änderte sich jedoch nach ganz wenigen Szenen und danach fegte der Film alles weg. Großartige Kostüme, tolle Einbindung der Musik, die volle Achterbahn des Lebens eines Musikstars und eine hochinteressante Darstellung des menschlichen Netzwerks, dass er über die Jahre hatte. Als er Rocketman auf dem Weg ins Krankenhaus sang, war das für mich von der Umsetzung her die geniale Spitze dieses fantastischen Films. Einfach grandios.
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Alt 17.07.2020, 09:51   #22074
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Wobei es wirklich schwer ist diesem Thema mit einem Spielfilm gerecht zu werden. Das kann IMO nur eine Doku und auch da gibt es nur wenige die dieses Kriterium erfüllen.
Da fällt mir "Shoah" von 1985 ein. Soll die beste Dokumentation sein. Besteht aus Interviews mit Opfern und Tätern. Ist aber auch mal eben schlanke 540 Minuten (neun Stunden!) lang. Aber im selben Jahr kam ja auch der von mir im vorigen Post und schon oft erwähnte "Komm und sieh" heraus. Keine Doku, auch nicht explizit den Holocaust betreffend (sondern Kriegsverbrechen der namentlich nicht erwähnten SS-Division Dirlewanger), aber einer der besten Filme aller Zeiten. Dein Einwand ist zwar nachvollziehbar, aber auch kein argumentativer Fels in der Brandung. Vor allem scheint die Mehrheit des Publikums und der Kritiker diese Punkte gar nicht zu sehen, respektive anzuerkennen.
Im Übrigen muss ich ein Lob an Moviepilot aussprechen. Bevor ich den User melden konnte, wurde er da schon entfernt. Selbiger hatte nämlich latent rassistische Postings gesetzt zu u.a. "Schindlers Liste".
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Geändert von Humppathetic (17.07.2020 um 09:54 Uhr).
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Alt 17.07.2020, 23:37   #22075
Cockney
Genickbruch
 
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Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Der Film basiert auf Sven Regeners Romanvorlage und beschäftigt sich mit dem Techno der Anfang 90er. Karl kennen vielleicht einige durch den Herr Lehmann-Roman bzw. den dazugehörigen Film, diesmal hat er selbst die Hauptrolle. Nüchtern muss er einen Haufen von total eskalierenden DJs und Entourage hüten und von Booking zu Booking bringen. Sicherlich hätte man noch ein bisschen mehr rausholen können, mir gefällt die Umsetzung jedoch gut. Gerade wenn Karl morgens seine Klique einsacken muss und diese dann unter fehlender Müdigkeit leidet, wurde ich vortrefflich unterhalten.

Den Film gibt es noch bis zum 21. Juli in der Mediathek von arte. Ich kann empfehlen, ihn sich mal anzuschauen.
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