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Alt 29.04.2024, 21:46   #1
Axel Saalbach
Genickbruch
 
Registriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 21.020
Verfasst von EssZet:

Wir haben den April also hinter uns gelassen und wollen mal wieder schauen, was bei Ohio Valley Wrestling in den vergangenen Wochen geboten wurde. Leider habe ich den März ausfallen lassen müssen, weil mir einerseits Ostern dazwischen kam, es aber auch nicht viel zu berichten gab, da der Aufbau für MARCH MAYHEM (16.03.) größtenteils im Februar passierte. Mit DOUBLE CROSSED erwartet uns allerdings bereits diese Woche Donnerstag ein spannender Event, der durch den Umstand aufgewertet wird, dass er außerhalb der Davis Arena stattfindet.

Drei aktuell große Storylines liefen dabei in den Shows schön zusammen. Aus dem Double Jeopardy Match im März ging ja "Shotgun" Tony Gunn als neuer Träger des OVW Heavyweight Title hervor, was wiederum seinen Partner "Certified" Luke Kurtis unzufrieden zurückließ. Gunn gewährte ihm ein Titelmatch, welches der Herausforderer 2 Wochen später gewann und sich erstmals im Main Event zum Champion krönen konnte. Dabei zeigte er, dass er notfalls seine alten Heel-Taktiken nicht verlernt hat und zusätzlich mischte sich im Rücken des Ringrichters real1 ein. Mit einem Schlag beendete er einerseits die Titelregentschaft des Arkansas Rednecks und führte andererseits ihre Fehde fort, die in wenigen Tagen mit einem Arkansas Strap Match ihre nach 4 Monaten erste richtige Auseinandersetzung finden wird. Damit endet diese mit einem siegreichen Tony Gunn dann auch hoffentlich, denn selbst wenn der frühere Enzo Amore immer noch Wiedererkennungswert besitzt, mehr komische Promos brauche ich von ihm nicht.

Auf den Posten des ersten Herausforderers für Luke Kurtis konnte sich “Superior“ Tony Evans empfehlen. Sicher ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings dürfte es für ihn diesmal noch nicht reichen, trotz dass sich mit EC3 zuletzt noch ein wenig unparteiischer Gast-Ringrichter dem Match hinzufügte. Eine fast noch interessantere Story entwickelte sich nebenher, denn Evans besiegte Jack Vaughn dafür unter Mithilfe seines Bodyguards Jay Deniro, was zu einer Fehde der beiden Big Men führte. Der Veteran turnte dazu ohne großartige Änderung seines Charakters auf die Seite der Faces, was das Publikum gerne annimmt, und auch Deniro legte zur Prügelei seither häufiger den Anzug ab, was eine imposante Erscheinung preisgibt. Beide sind ohne Probleme in der Lage, die Midcard einer Show in einer Viertelstunde aufzuwerten, zumindest derzeit steht das Match aber noch nicht auf der Card von DOUBLE CROSSED.

Bei den Titelmatches macht Kal Herro weiter, der seinen OVW Media Title gegen Carson Drake verteidigt. Eine gute Ansetzung zweier solider Upper-Midcarder mit offenem Ausgang. Herro findet momentan eigentlich nur eine Daseinsberechtigung als Champion, wobei er den Titel unterhalb der Woche kaum aufs Spiel setzen muss. Eine fragwürdige Entscheidung, soll es sich dabei doch um eine Weiterentwicklung des alten TV-Titles handeln. Carson Drake hingegen ist großartig, solange er sein arrogantes Gimmick ausspielen kann. Natürlich erzeugt der Charakter aber die stärksten Reaktionen, wenn er von seinen Gegnern vorgeführt wird und diese peinlichen Momente werden den Fans auch geliefert, was den erfolgreichsten Mann im Sports Entertainment in der Anfangsphase seiner Karriere aber nicht immer stärkt.

Die OVW Tag Team Titles werden ein weiteres Mal zwischen den Champions, Adam Revolver & Beau Amir, sowie Tusk & Chains ausgefochten. Das Ganze leidet vor allem daran, dass Amir seit dem Titelgewinn nicht in den Shows aufgetaucht ist. Dabei war der 2,13 m Hüne nach dem ungeklärten Ausfall von Joe Mack ein aufsehenerregender Ersatz bei den The Overmen und bekam mit dem erfahrenen Revolver einen Partner, der die Schwächen seiner beeindruckenden Statur kaschieren kann. Aber da in den letzten Wochen lediglich die Herausforderer die Szene zerpflückten, bleibt das Match irgendwie nicht greifbar. Ein Titelwechsel wäre nicht verwunderlich, würde dem Ansehen des Top Stables aber schaden.

Vermutlich am 28. März verletzte sich Jota Peso am Knie und musste eine Woche später den OVW Rush Division Title für vakant erklären. Sehr schade, denn der frühere Manny Domingo hatte mit seinem Gimmick ein Momentum bei den Fans, dass er nach seiner Rückkehr womöglich nicht wiedererlangen wird. Kapital daraus schlägt Will Austin, der nun gegen den eigentlichen #1-Herausforderer, Star Rider, antritt und durch seine Präsenz auch die besseren Karten im Match hat.

Das bis dato letzte Match auf der Card ist ein 4-Way Tag Team Match der Damen. Eine so lauwarm köchelnde Ansetzung, denn eigentlich möchte man die Differenzen innerhalb des The Bad Girls Club ausspielen, wenn sich Leila Grey & Gema sowie Tiffany Nieves & Dream Girl Ellie in verschiedenen Ecken gegenüberstehen. Nur das Booking dahin gestaltet sich inkonsequent, weil sich die Bösen Mädchen in der einen Woche anzicken und Matches kosten, nur um in der nächsten Partnerlook zu tragen und ihren Gegnerinnen erfolgreich Fallen stellen. Gegnerinnen sind die Langzeitrivalen Freya the Slaya & Haley J und The The All-American Sweethearts, welches das Bild ein wenig willkürlich abrunden. Beim derzeitigen Verlauf sind die Siegerinnen fast egal, ein Face-Sieg als Feel-good Moment hätte keine Auswirkungen, da die einen schon zu lange mit dem Club fehden und die anderen als festes Team auftreten, für das es derzeit bei OVW nichts zu holen gibt. Es müsste letztlich auf die Paarung Leila Grey, als Halterin des OVW Women's Title, gegen Tiffany Nieves hinauslaufen, aber die wird gerade nach jedem Aufkochen wieder von der Platte genommen.

Dasselbe Problem haben im Moment die sogenannten Men in Black, eine Storyline, die mich nach heißem Beginn mittlerweile etwas verloren hat. Die maskierten Angreifer, deren Anzahl sich inzwischen von 3 auf 5 erhöht hat, sind zwar mittlerweile wahllos an Matchausgängen beteiligt, wobei sie es vermeiden, EC3 anzugehen, verschwinden dann aber wieder kommentarlos für mehrere Wochen und werden genauso wenig für ihre Aktionen zur Rechenschaft gezogen. Wahrscheinlich baut man eine größere Geschichte für das 2. Halbjahr auf, es ist aber zu befürchten, dass nach der langen Vorlaufzeit die Identität der Maskierten zur Enttäuschung gerät und man damit einen denkbar schlechter Start hinlegt.

Bliebe noch zu erwähnen, dass Shane Mercer weiterhin einer der Höhepunkte der Weeklies ist - sein Match gegen Luke Kurtis bei Rise TV #1288 war hervorragend - und sich The Fallen [3] allem Anschein nach aufgelöst haben. Reverend Ronnie verschwand stillschweigend aus dem Roster, Shawna Reed gab bei Rise TV #1283 eine kurze Rückkehr mit einem normalen Gimmick und der Detroit Devil zog sich so viele Kopfstöße zu, dass er auf einmal wieder wusste, wer er in Wirklichkeit ist. Oder auch nicht, denn unseren geschützten Quellen bei Genickbruch zufolge steckt er hinter der Maske von Super Z, dem nächsten Abkömmling der Hurricane-Familie. Dem Publikum gefällt’s und es sei dem sympathischen Zachary Dayton Pittman gegönnt, zukünftig nicht mehr vor Sabber grunzend in die Arena treten zu müssen.
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