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Alt 09.05.2022, 18:11   #23901
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Wer nicht? Es dürfte in den 70ern und 80ern keine schönere Frau auf der Leinwand gegeben haben.
Gehörte auf jeden Fall zu den Top Schönheiten aus der Zeit. Ich kenne sie zwar nur aus ganz wenigen Filmen, aber sie hat jeden Film, ob bekleidet oder nicht, aufgewertet.
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021
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Alt 09.05.2022, 18:22   #23902
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Oh ja, um midestens zwei Punkte.
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Alt 09.05.2022, 19:13   #23903
Goldberg070
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Der Bomber

Ein für Bud Spencer Verhältnisse in vielen Szenen ungewohnt ernster und nachdenklicher, der sein gewohntes Portfolio um einen in seiner Machart interessanten Film bereichert. Natürlich gibt es auch hier flotte Sprüche und Prügeleien, aber der Film zeigt, wie auch der erste "Plattfuß", dass Spencer auch ernstere Rollen zu meistern im Stande war, ohne das typische Wesen seiner Figur Bud Spencer dabei signifikant verändern zu müssen.

Spencer, der nie eine profressionelle Schauspielausbildung genossen hat, macht in seinen Solofilmen überraschenderweise eine deulich bessere Figur als sein kongenialer Filmparnter und Freund Terence Hill, der im Vergleich in seinen Solofilmen, abgesehen von "Nobody" oft irgendwie verloren wirkt.

Der Bomber ist in meinen Augen einer der bemerkenswertesten Spencer-Filme, oft unter dem Radar laufend, aber absolut sehenswert.

8/10
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Alt 10.05.2022, 08:16   #23904
Vince Black
ECW
 
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Übers Wochenende ein paar Filme geschaut, die meisten waren leider sehr mau.

Joker - Einfach überragender Film, genial in Szene gesetzt, das 70er Jahre Feeling perfekt umgesetzt, Joacim ist einfach genial, mit Abstand der beste Joker der hoffentlich einen zweiten Teil erhält. Todd Philips konnte bei dem Film sicherlich von seiner persönlichen Erfahrung mit G.G.Allin profitieren.


45 Jahre - Stink langweiliger Film über ein altes Ehepaar, bei dem der Mann die Meldung bekommt dass die Leiche seiner vor 47 Jahren im Eis abgestürzten Freundin geborgen wurde.


Lamb (2021) Island, in der Einöde gebärt ein Lamm einen Hybriden, halb Mensch halb Lamm. WTF Der Film war nicht so schlecht, wie er sich anhört, aber auch eine Offenbarung.


Baby - Ein absolut schräger Stummfilm. Kinderhandel mal auf eine etwas andere Art.
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Alt 12.05.2022, 16:43   #23905
Humppathetic
Genickbruch
 
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Beiträge: 33.074
Ich stand vor Kurzem bei 997 auf Moviepilot bewerteten Filmen. Also schaute ich zwei weitere, um bei 999 zu stehen und mir für den 1000. einen Klassiker aufzuheben. Ich schaute dann drei Filme. Warum? Ich schaute erst "Dick Tracy", den ich bewertete, und dann "There Will Be Blood", den ich dann ebenfalls bewerten wollte, als ich merkte, dass ich das längst getan hatte. Kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern (wurden dann witzigerweise abermals 7/10).
Also schaute ich noch einen dritten, und zwar "Choose Or Die", der mich auf Netflix anlächelte. Lirum, Larum.

Dick Tracy

Dick Tracy (Warren Beatty), ein Polizeiermittler im Chicago der 30er Jahre, kämpft gegen das organisierte Verbrechen in der Windy City. Bei einer Schießerei, bei der er einen namenlosen Jungen (im Englischen The Kid, gespielt von Charlie Korsmo, der auch den Jungen von Peter Pan in "Hook", also Robin Williams' Sohn, darstellt, später aber das Schauspiel aufgab und erst einen Abschluss in Physik am Massachusetts Institute of Technology erreichte, dann für die Raketenabwehr der US-Regierung arbeitete, dann nochmals studierte, zum Juris Doctor promovierte, Mitglied der konservativen Federalist Society wurde, von Barack Obama ins Kuratorium der Barry Goldwater Scholarship and Excellence in Education Foundation berufen wurde und mittlerweile als Juraprofessor an der Case Western Reserve University School of Law in Cleveland tätig ist) vor dem Tod bewahrt, erfährt er, dass der Gangsterboss „Big Boy“ Caprice (Al Pacino) plant, das gesamte organisierte Verbrechen Chicagos zu übernehmen, weswegen er die unterschiedlichen Gangsterbosse vereint oder beseitigt. Nebenher muss Tracy seine Verlobte Tess Trueheart (Glenne Headly) bei Laune halten, da er sie wegen der Arbeit zunehmend vernachlässigt, und verliebt sich zudem irgendwie so ein bisschen in die Sängerin Breathless Mahoney (Madonna), während Der Gesichtslose (The Blank im Englischen) dabei, Caprice zu helfen, wie es scheint.

So, wie sich die Inhaltsangabe liest, so fühlte sich der Film auch an. 103 Minuten lang hetzt Beatty von Szene zu Szene, von Dialog zu Dialog - und alle anderen Charaktere tun es ihm gleich. Es ist ja schön, zu sehen, wie Beatty nur die Farben des originalen Comics nutzt, und in Teilen sieht der Film auch wirklich gut aus (manches Mal aber auch sehr, sehr billig, weil offensichtliche Soundstages und Matte Paintings genutzt wurden). Selten war ein Film dadurch besser zu charakterisieren als mit "Style over substance". Durch die vielen, vielen, vielen, wirklich vielen kurzen Szenen mit ebenso kurzen Dialogen - häufig nur ein einziger Satz - taucht man als Zuschauer weder in die Geschichte ein, noch erfährt man wirklich was über die Charaktere, was über platte, einsilbige Beschreibungen hinausgeht. Und so sind einem die Charaktere, deren es unzählige gibt, dann auch wirklich egal. Sie tauchen auf, sagen was, gehen wieder - oder bleiben stehen, und der Film entscheidet sich für die nächste Szene. Die Geschichte dabei, so sehr Film Noir sie versucht zu sein, rauscht an einem vorbei wie die Landschaften, die man beim Herausschauen aus den Fenstern eines TGV sieht. Hübsch, manchmal irgendwie milchig-verschleiert, Nährstoffgehalt gen 0,00 tendierend, sofort wieder vergessen, es sei denn, man heißt Nick Rivers, lebt im Jahr 1984 und malt an Zügen vorbeirauschende Landschaften.
Die Überfülle an Charakeren (eher: schablonenhaften Figuren) wird dann folgerichtig auch vollgepropft mit Schauspielern, die zu gut sind für das, was sie zu tun haben, was meistens nichts ist. Unter den Darstellern finden sich neben den schon genannten Dustin Hoffman, Mandy Patinkin, Paul Sorvino, Kathy Bates, Dick van Dyke (Dick van Dyke in "Dick Tracy", is that enough dick for you?), James CAAAAAAAN und die aus dem Beatty-Film "Bonnie & Clyde" bekannten und nominierten bzw. prämierten Michael J. Pollard und Estelle Parsons.
Als wäre das alles nicht schon Enttäuschung genug, wurde die Musik von niemand Geringerem als Danny Elfman komponiert, und es wirkt, als sei er sich meiner ganzen Kritikpunkte bewusst gewesen, denn seine Musik klingt teilweise fast 1:1 wie aus "Batman" (1989), was auch den Film, der sich sowieso schon an dem Tim Burton-Werk orientiert, beeinflusst.
Positiv zu nennen aber ist Al Pacino. So kurz auch seine Szenen sind, hat er mit dem Lehren einer Tanzchoreographie in einem neu gekauften Casino das Highlight des Films auf seiner Seite, was er auch seinem exaltierten Schauspiel zu verdanken hat.

Puh ... der Film war so anstrengend und hektisch wie das Schreiben dieser Kritik.

4/10

Kritik enthält Spoiler, aber ehrlich gesagt ... bei dem Film ... wen kümmert's?

Choose Or Die

Kayla (Iola Evans, die weder im Englischen noch im Deutschen einen eigenen Wikipediaartikel besitzt), aus dem College geflogen (oder geflohen), arbeitet als Fensterputzerin in einem leerstehenden Gebäude einer Firma, deren Name mir schon wieder entfallen ist und deren Namen ich ganz sicher nicht noch recherchieren werde (glaubt mir - der Film ist's nicht wert), trifft sich nach der Arbeit, also um 2 Uhr morgens, noch mit ihrem (aus seiner Sicht gerne bumsfidelen, aber vor allem beim Programmieren helfenden) Kumpel Isaac (Asa Butterfield - ein Name wie aus "BoJack Horseman") in dessen typischer Gamer-/Programmiererwohnung und entdeckt in einem Haufen von Boxen ein altes (ca. 1984 programmiertes, aber wohl nie wirklich herausgekommenes) Videospiel namens "CURS>R" (Arbeits- und vor allem besserer Titel dieses Films). Sie nimmt das Spiel mit, ruft die darin vorzufindende Telefonnummer an und erfährt vom sogenannten Terror Director (Robert Englunds Stimme - und nur seine Stimme), dass es 125.000$ zu gewinnen gibt, wenn sie das Spiel als erste knackt. Da sie glaubt, einfaches Geld zu machen, und sie selbiges braucht, um vielleicht wieder im College anzufangen und ihre Mutter Thea (Angela Griffin) zu unterstützen, die nach dem Tod ihres Sohnes (und damit Kayls Bruders) Ricky (Kaylenn Aires Fonseca) drogenabhängig wurde, kurz vor dem Rausschmiss aus ihrer Wohnung steht und vom Nachbar / Pimp bzw. von der Existenz, die einfach existiert, weil der Drehbuchautor es so wollte, Lance (Ryan Gage) terrorisiert wird. Blöderweise kann das Spiel die Realität und Menschen in Kaylas näherer und weiterer Umgebung beeinflussen, und das auf tödliche (uuuuhhhh ...) Weise, denn jetzt heißt es:"Choose Or Die"!

Ganz ehrlich: Die Prämisse ist zwar völliger Unfug, aber durchaus faszinierend. Ein Spiel, das dich so richtig mitspielen lässt, und das mit allen den möglichen Konsequenzen. Kennt man so in der Art ja bereits aus "Tron", "Jumanji" und - dem Gedanken etwas diametral entgegenstehend - aus "WarGames".
Was "Choose Or Die" aber veranstaltet, ist hanebüchen, unlogisch, im Aufbau unsinnig, nervtötend und schlussendlich nicht nur enttäuschend, sondern wirklich grottenschlecht. Und da mich dieser Film so dermaßen aufgeregt hat, belasse ich es mal bei kürzeren* Punkten, die vor allem den Humbug dieses Machwerks betonen sollen.
Es fing schon mit den Credits an. "Netfllix presents". Ach, du gute, guteste, am gutesten Güte. Bis zu dem Zeitpunkt dachte ich, dieser Horrorfilm werde nur auf Netflix gezeigt, nicht, dass er von Netflix produziert wurde. Und Netflixproduktionen sind im Genre Horror leider Gottes (an den ich vorher schon nicht glaubte, dessen Existenz ich nach diesem Film aber definitiv angezweifelt hätte) grützigste Grütze.
Dann kommt das nächste kleine Schlagloch: Der Name Robert Englund taucht auf (im Zimmer von Isaac (oder Hal, auf den ich noch zu sprechen komme) hängt passenderweise auch ein "Nightmare On Elm Street"-Poster), und ich denke mir, "Cool, den magst du, der kann schauspielern, ergo rettet er den Film vielleicht ein bisschen". Tja. Wie anfangs geschrieben: Man sieht den Herrn nicht. Man hört ihn nur. Eine monumentale Schummelei der epischsten "Schande von Gijón"-Sorte. Ein Marketinggag wie der Name des Buches bzw. Films "Die unendliche Geschichte". Was bleibt mir als Zuschauer dann? Die mir unbekannte Iola Evans, die zufriedenstellend darstellt, und ein Plot, der sich immer mehr in seiner unausgereiften, wenn überhaupt zu Ende gedachten Idee verheddert. Dabei ist die erste Gruselszene mit Kaley sogar noch relativ ansprechend. Im Diner wird die Kellnerin vom Spiel gezwungen, Glas zu essen. Ansprechend, aber direkt zerstört durch den Manager des Cafés, der als eine Art Glitch-Barrikade versucht, Kaley am Eingreifen zu hindern. Da war der Grusel weg, und die Fremdscham stellte sich ein.
Im nächsten Level spielt Kaley dann eine Ratte in der Wohnung ihrer Mutter. In 2D sah diese Idee schon bekloppt aus (und dass Kaley mit der Ratte plötzlich die Antagonistin eines Levels spielt, wird auch nicht weiter erklärt), aber die Imagination, dass die Mutter vor dieser Ratte flieht, die Ghostbuster'sche Ausmaße haben muss ("Bite your head off, man!"), und schlussendlich aus dem Fenster mehrere Stockwerke hinunter auf den Asphalt kracht (also die Mutter, nicht die Ratte), hat mich durchgehend zum Lachen gebracht. Dass die Mutter - immerhin 45, 50 Jahre alt und vom Drogenkonsum gezeichnet - diesen großen Fall nicht nur überlebt, sondern das auch noch mit ein paar blauen Flecken und Kratzern ... welche gebrechliche, unsportliche, kettenrauchende (!) Frau mittleren Alters braucht eine Krankenversicherung in den USA, wenn sie Drug-Ridden Superwoman ist?
Der nächste Level ist das Schwimmbad, in dem Ricky ertrank. Durch eine rote Tür (okay, jetzt entsteht der Level also in einer Paralleldimension in der Wand - was für eine Evolution für ein Spiel aus den 80er Jahren, das niemand kennt, niemals verkauft wurde und nach unserem Wissen nur zweimal gespielt wurde) treffen die beiden - Isaac und Kayla - auf eben dieses Schwimmbad. Die taffe Kayla, die eben noch versuchte, die Kellnerin vor dem glasigen Tod so vieler Bundesligamannschaftsmutproben unter Kokstrainer Christoph Daum zu bewahren, die zwischendurch Lance mit einer abgebrochenen Flasche bedrohte, nachdem er ihre Mutter belästigt hatte, weil das seine von Gott gegebene Raison d'être ist, und die ihre Mutter dann noch vor dem aus Skull Island stammenden Rattenaffen bewahrte, wird beim Anblick des Schwimmbads und Rickys, der im Spiel herumläuft, als sei er einer dieser nervigen NPCs im Schwebebahnmodus, plötzlich ganz weich, traurig-puschig und will ihren Bruder, der vor [insert number of years here] starb und ganz sicher nicht die Figur in diesem Spiel ist, vor dem Ertrinken retten. Natürlich kommt Nebel auf, und schon vorher schaffen Isaac und Kayla es, sich aus den Augen zu verlieren - wenn Schwimmbadbetreiber doch nur von der Gefahr wüssten, Trockeneis in ihren Eventschmieden aufzubewahren? So viele verlorene Seelen, die vor, während und nach Corona eine Welle nach der anderen ertragen müssen ... ein zu Recht tabuisiertes Thema. Es sei denn, man heißt Karl Lauterbach, dann sind Wellen das einzige Thema.
Natürlich wird auch hier jedweder Grusel sofort im Keim erstickt, wenn Tricky Ricky zum menschlichen Flummi mutiert und folgerichtig von Kayla per humanem Erstickungstod vor einer Karriere bei Circus Roncalli gerettet wird.
Isaac und Kayla haben jetzt genug - ein Gefühl, das ich nur zu gut nachvollziehen kann - und wollen das Spiel auf die gute, alte Weise besiegen: Sie cheaten. Und apropos Cheats: Isaacs, nenne wir es mal großzügig, Motivation ist neben dem Flachlegen von Kayla die Erfindung der neuesten, genialsten Funktion in Videospielen: Wer in seinen Spielen cheaten will, um Leben zu erhalten, sich unerlaubt aufzuleveln oder sich den Skin von Adolf Hitler zu verpassen, der muss bezahlen. GENIAL! Entschuldigung, aber selbst ich als Casual Gamer (ist ein Casual Gamer, der weiß, was ein Casual Gamer ist, eigentlich noch ein Casual Gamer?) weiß, dass es das gibt, und zwar als Mods, DLCs und Patches. And guess what!? Einiges DLCs kosten Kohle, und das nicht zu wenig. Aber Spieler von Madden, FIFA und NBA zockt er damit vielleicht doch noch ab.
Ach, geht nicht. Das Cheaten wird vom Spiel bestraft, und das auf solch unglaublich und unfreiwillig witzige Weise, dass ich mir die Szene mehrfach angeguckt habe. Dass etwas, das ernst sein soll, so witzig sein kann, sieht man sonst in Filmen von Neil Breen und Tommy Wiseau oder in solchen Meisterwerken wie "Samurai Cop" (absolute Empfehlung nebenbei!). Sowas in einem von Netflix produzierten Horrorfilm zu sehen ...
Was also passiert? Das Spiel bestraft Isaac. Er kotzt ein Kassettenband. Und dann inhaliert er es. Und dann kotzt er es wieder aus. Und inhaliert es wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. In variierenden Geschwindigkeiten, weil Kayla mit der Zeiteinstellung herumspielen muss, nachdem es ihr ein nun wirklich wie Karl Lauterbach mit fettigen Haaren aussehender Gamedesigner / Amateur-Dr.-Frankenstein, dessen Set mich frappierend an den Offenen Kanal Berlin zu Zeiten des King Arschficks und des Glatzenhoppers erinnerte, aus dem Jahr 1984 heraus befiehlt. Und dann fällt er, also Isaac, nicht Dr. Frankenstein, hin, sagt noch was Bedeutsames, das ich aufgrund meines Lachens leider nicht hören konnte, und stirbt. Death By Kabelsalat. Und da willst du behaupten, dem Kino falle nichts Neues mehr ein!
Kayla wimmert übrigens kurz, und dann geht es in den Bosslevel, der uns zum amateurhaft schlechten Cold Open, das ich absichtlich noch nicht erwähnt habe, zurückführt. Da spielte Hal (Eddie Marsan, der wahlweise seinen Manager, seinen Agenten oder meinetwegen seine Kinder - wer auch immer ihm empfahl, in diesem Schmonz mitzuwirken - feuern sollte) das Spiel und sorgte dafür, dass sein Sohn Gabe (Pete Machale) dank eines Messertricks seiner Mutter Laura (Kate Fleetwood, die wahlweise ihren Manager, ihren Agenten oder jeden Menschen in England - wer auch immer ihr empfahl, in diesem Schmonz mitzuwirken - abmurksen sollte) nicht mehr unbedingt von einer "Native Tongue" reden kann.
Hal ist jetzt auch der Boss. Das Spiel hat das entschieden. Und genauso hat es entschieden, dass die Realität umgekehrt wird. Verletzt du Kayla, verletzt du in Wirklichkeit Hal - und vice versa. Das können beide allerdings und wenig überraschend bei der grundsätzlichen Intelligenz dieses Films nicht wirklich ausnutzen, bis Hal sich schlussendlich doch noch die eigene Kehle durchschneidet. Kayla fällt in den Pool dieses Anwesens, das doch nur in den Film geschrieben wurde, damit alle Beteiligten Urlaub auf dem Land in, ich behaupte einfach mal, Schweden machen konnten, und ertrinkt langsam, was heißt, dass Hal ertrinkt. Wer alles schon "Freitag der 13. - Teil 3" (das ist der, in dem sexgeile Teenager von Jason Voorhees dahingeschlachtet werden) gesehen hat, weiß dank Eishockey-Fan Shelly natürlich: Glücklicherweise tötet Ertrinken schneller als ein Schnitt durch die Kehle (und noch viel glücklichererweiserer hat Hal vergessen, wie man jemanden aus einem Pool rettet), und Kayla überlebt - auch dank Hilfe der von Hal halträtierten Mutter und dem Sohn mit der Gabe (oder er hieß Gabe ... ich komme da immer durcheinander). Dann bekommt sie einen Anruf (und mutmaßlich auch das Geld). Der Schleimer aus dem Offenen Kanal Berlin meldet sich zu Wort. Freudig teilt er ihr mit, dass er sich die Haare gewaschen hat und dass er überrascht ist, denn bisher hatte dieses Spiel niemand geschafft. Kayla erhält die ultimative Sadistenfrage bei "Wer wird Millionär?": Was als Nächstes? Kaylas altruistische Attitüde in bester Mutter Teresa-Manier schlägt durch, und es heißt: Mehr müssen sterben, aber nur die, die's verdient haben. Lance Drugstore zum Beispiel. Er stirbt durch eine Kopfnuss in ein paar Drogenspritzen - keine Ahnung, ob hier stumpf aus "Nightmare on Elm Street 3" gestohlen wurde. Bei dem Anspruch dieses Films glaube ich fast, Regisseur und Drehbuchautor kennen außer dem Poster in Isaacs Zimmer keinen der Filme und haben Robert Englund gecastet, weil sie seine Rolle in "Eine schreckliche nette Familie" so schrecklich nett fanden. Lance ist im Übrigen der einzige, der dran glauben muss (außer den anderen Toten und meinen Gehirnzellen); alle anderen erwarten den Zuschauer dann in dem sicherlich mehrere BAFTAs (Goldene Himbeeren), Oscars (Goldene Himbeeren) und Golden Globes (Goldene Himbeeren) gewinnenden Sequel.
Ach so, im Übrigen: Wie kann ein Spiel, das nie verkauft wurde und das keiner kennt, die scheiß verfickte Stimme von Robert Englund haben? Dachte der sich beim Angebot, "Videospiel, das Menschen tötet? POWERGLOOOOOVE!", oder war OKB-Frankenstein 1984 schon der derbste Youtube-Pooper?

Hier übrigens der Beweis, wie sehr Frankensteins Set nach OKB aussah: https://i.ibb.co/mGDf0rN/choose-or-die.jpg

2/10

Zwei Punkte dafür, dass der Film so dumm war, dass es partiell witzig war, und dafür, dass nach 80 Minuten schon Ende im Gelände war. Schrieb ich schon war? War.

*Ups ...
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How many zombies could Rob Zombie rob, if Rob Zombie would rob zombies?

Geändert von Humppathetic (13.05.2022 um 04:40 Uhr).
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Alt 13.05.2022, 15:07   #23906
Creed
Schädelbasisbruch
 
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Codename U.N.C.L.E.

Der CIA-Agent Napoleon Solo (Henry Cavill) verhilft der Kfz-Mechanikerin Gaby Teller (Alicia Vikander) zur Flucht über die Berliner Mauer. Gaby Teller ist für die CIA von Bedeutung da ihr Vater von einer Nazi Gruppierung gezwungen wird eine neuartige Atomwaffe zu entwickeln. Um das zu verhindern muss Solo mit dem KGB-Agenten Illya Kuryakin (Armie Hammer) zusammenarbeiten, da auch die Sowjets verhindern wollen das die Technologie von Teller in die falschen Hände gerät.

Die Story erfindet das Rad definitiv nicht neu. Es gibt einfach schon zahlreiche Filme in denen zwei Einzelgänger gezwungen werden zusammenzuarbeiten und Filme über Agenten während dem Kalten Krieg gibt es auch einige.
Trotzdem unterhält der Film, was vor allem an dem charismatischen Cast liegt. Cavil und Hammer haben eine klasse Chemie zusammen und sie schaffen es die, doch sehr klischeehaften Charaktere sympathisch rüberzubringen. Vikander ist eh klasse und spielt die Zivilistin die in einen Agentenkrimi hineingezogen wird sehr überzeugend.
Neben dem tollen Cast, kann auch der Soundtrack überzeugen.

Alles in allem bekommt man mit Codename U.N.C.L.E. einen generischen Agentenfilm den man sich, vor allem wegen dem tollen Cast, entspannt mal geben kann. Man verpasst aber auch nix wenn man den Film nicht gesehen hat.

6/10
__________________
Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!
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Alt 13.05.2022, 17:48   #23907
Hannoveraner
Gehirnerschütterung
 
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Texas - Helge Schneider

von 1993/1994: Helge Schneider spielt den Western-Ganoven "Doc Snyder", und in einer Neben-Rolle den "Kommissar 00/Null-Null-Schneider". Sehr improvisiert. Eine Persiflage auf den "Wilden Westen", gedreht im Sauerland, in Lennestadt/ Elspe, u. a. auf dem Gelände wo das Elspe-Festival und die Karl-May-Festspiele stattfinden, in der Nähe von Olpe bzw. Siegen. Nicht Jedermann's Humor. Aber für Helge Schneider Fans ein Muss. Absolut köstlich.

(Auch wenn es nur bedingt hierhin passt: Die CD von Helge Schneider von seiner Tournee 1998/1999 Helge and the Fire... kann ich hier empfehlen, besonders die Stücke: "Beim Arbeitsamt" und "Kaufhaus-Cafe". Das ist Helge einzigartig, wie er seine Gesprächspartner durch ewige wiederholte Fragen nervt, Helge wie er leibt und lebt. Der Rest der CD enthält seine eigenwillige experimentelle Musik zwischen Jazz und Rock, und einige sehr spezielle Cover-Versionen z. B. von Ebony and Ivory. Der Komiker aus Mülheim/Ruhr/Styrum ganz in seinem Element.)

Während dieser Tournee 1998/1999 Helge and the Fire... (in der Deutschen Version: Helge und die Feuer...) war ich auf einem Open Air Life-Konzert von Helge Schneider und seiner Band in Köln-Deutz im Rheinpark, war super!


Dann noch ein paar Film-Tipps für "intellektuell gehobenes Publikum":

"Voll Normaaal!"

Von 1993/1994. Mit Tom Gerhardt, Kölner Kult-Prolet aus Köln-Kalk. Wer auf Manta-Filme und Witze abfährt, kommt hier auch auf seine Kosten. Tommy, der etwas dümmlich daherkommt, und sein Kumpel Mario (Hilmi Sözer) legen sich mit Zuhältern und einem Geld-Betrüger an. Der Vater von Tommy, (ebenfalls von Tom Gerhardt gespielt), ist ein kleinbürgerlicher Dackel-Züchter, dessen Karriere unter anderem wegen Tommy's Eskapaden und wegen des besagten Finanz-Betrügers zu Grunde zu gehen droht. Tommy's Vater ist auch bekannt als Hausmeister Krause. Zum Film könnte man kommentieren, wie Tommy sagen würde: Boaahr ey! Besonders die Szene in der Videothek mit "Heinz" (Dritte Rolle, die von Tom Gerhardt dargestellt wurde), ist komisch. (Heinz:" Da rege ich mich immer auf!") Die Serie "Hausmeister Krause" ist übrigens eine Adaption des Films.



Beavis and Butthead

Den Comic-Film von 1996 und die Serie gibt es sowohl auf Deutsch als auch Original auf Amerikanisch. Einfach Kult.



Die Bademeister - Weiber, Saufen, Leben retten!

Film mit Bulli Herbig und Hilmi Sözer von 1998, RTL Produktion

Die beiden Proleten, Paul und Böller, aus Wanne-Eickel träumen davon, eines Tages Bademeister im Freibad im Proleten-Viertel Wanne-Eickel-Kann zu werden, doch ihre Eltern haben andere Pläne: Sie wollen ihre Söhne unter Tage sehen, im Bergwerk, genau wie die Väter und alle ihre Vorfahren es ebenso durchmachen mussten. Doch es kommt anders: Paul und Böller gewinnen einen Wettbewerb, der ihnen einen Bademeister-Posten auf der Schicki-Micki-Insel Sylt verschafft. Das Chaos und die Komplikationen sind vorprogrammiert. Für Fans des Proll-Humors, die auch Manta-Filme mögen, ist es evtl. amüsant.



Monty Python: Das Leben des Bryan

Verwechslungskomödie: aus den 1970ern; Versehentlich wird Bryan für den Messias Jesus Christus gehalten, der er jedoch nicht ist. (Bei aller Häme, auf religiöse Interessen wird also in gewisser Weise trotzdem Rücksicht genommen). Bryan gerät durch die Verwechslungsgefahr in Konflikt mit Römern, palestinensischen Terroristen und Wiederstandskämpfern, hat eine Liebes-Affäre, und wird ebenfalls gekreuzigt. Hier wird einiges auf die Schippe genommen, ohne jedoch zu weit zu gehen. Gewisse Grenzen und Tabus werden nicht überschritten. Kult-Song am Ende des Films: "Allways look on the bright side of Love". Teilweise urkomisch.

Geändert von Hannoveraner (14.05.2022 um 11:43 Uhr).
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Alt 13.05.2022, 21:14   #23908
Akira
Schädelbasisbruch
 
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Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Texas - Helge Schneider

von 1993/1994: Helge Schneider spielt den Western-Ganoven "Doc Snyder", und in einer Neben-Rolle den "Kommissar 00/Null-Null-Schneider". Sehr improvisiert. Eine Persiflage auf den "Wilden Westen", gedreht im Sauerland. Nicht Jedermann's Humor. Aber für Helge Schneider Fans ein Muss. Absolut köstlich.

(Auch wenn es nur bedingt hierhin passt: Die CD von Helge Schneider von seiner Tournee 1998/1999 Helge and the Fire... kann ich hier empfehlen, besonders die Stücke: "Beim Arbeitsamt" und "Kaufhaus-Cafe". Das ist Helge einzigartig, wie er seine Gesprächspartner durch ewige wiederholte Fragen nervt, Helge wie er leibt und lebt. Der Rest der CD enthält seine eigenwillige experimentelle Musik zwischen Jazz und Rock, und einige sehr spezielle Cover-Versionen z. B. von Ebony and Ivory. Der Komiker aus Mülheim/Ruhr ganz in seinem Element.)



Dann noch ein paar Film-Tipps für "intellektuell gehobenes Publikum":

"Voll Normaaal!"

Von 1993/1994. Mit Tom Gerhardt, Kölner Kult-Prolet aus Köln-Kalk. Wer auf Manta-Filme und Witze abfährt, kommt hier auch auf seine Kosten. Tommy, der etwas dümmlich daherkommt, und sein Kumpel Mario (Hilmi Sözer) legen sich mit Zuhältern und einem Geld-Betrüger an. Der Vater von Tommy, (ebenfalls von Tom Gerhardt gespielt), ist ein kleinbürgerlicher Dackel-Züchter, dessen Karriere unter anderem wegen Tommy's Eskapaden und wegen des besagten Finanz-Betrügers zu Grunde zu gehen droht. Tommy's Vater ist auch bekannt als Hausmeister Krause. Zum Film könnte man kommentieren, wie Tommy sagen würde: Boaahr ey! Besonders die Szene in der Videothek mit "Heinz" (Dritte Rolle, die von Tom Gerhardt dargestellt wurde), ist komisch. (Heinz:" Da rege ich mich immer auf!") Die Serie "Hausmeister Krause" ist übrigens eine Adaption des Films.



Beavis and Butthead

Den Comic-Film von 1996 und die Serie gibt es sowohl auf Deutsch als auch Original auf Amerikanisch. Einfach Kult.



Weiber, Saufen, Leben retten! Die Bademeister

Film mit Bulli Herbig und Hilmi Sözer von 1998, RTL Produktion

Die beiden Proleten, Paul und Böller, aus Wanne-Eickel träumen davon, eines Tages Bademeister im Freibad in Wanne-Eickel im Proleten-Viertel Wanne-Eickel-Kann zu werden, doch ihre Eltern haben andere Pläne: Sie wollen ihre Söhne unter Tage sehen, im Bergwerk, genau wie die Väter und alle ihre Vorfahren es ebenso durchmachen mussten. Doch es kommt anders: Paul und Böller gewinnen einen Wettbewerb, der ihnen einen Bademeister-Posten auf der Schicki-Micki-Insel Sylt verschafft. Das Chaos und die Komplikationen sind vorprogrammiert. Für Fans des Proll-Humors, die auch Manta-Filme mögen, ist es evtl. amüsant.



Monty Python: Das Leben des Bryan

Verwechslungskomödie: aus den 1970ern; Versehentlich wird Bryan für den Messias Jesus Christus gehalten, der er jedoch nicht ist. (Bei aller Häme, auf religiöse Interessen wird also in gewisser Weise trotzdem Rücksicht genommen). Bryan gerät durch die Verwechslungsgefahr in Konflikt mit Römern, palestinensischen Terroristen und Wiederstandskämpfern, hat eine Liebes-Affäre, und wird ebenfalls gekreuzigt. Hier wird einiges auf die Schippe genommen, ohne jedoch zu weit zu gehen. Gewisse Grenzen und Tabus werden nicht überschritten. Kult-Song am Ende des Films: "Allways look on the bright side of Love". Teilweise urkomisch.
Also ein Film hebt sich von den genannten doch deutlich hervor und ist alles andere als eine "Low-Comedy"...

Habe die Tage einige Antikriegsfilme gesehen:
Die Brücke, das Original und Im Westen nichts Neues (1930er Version).
Und ich stelle mir nur eine Frage: Wieso?!

Und heute dann etwas anderes: Is' was, Doc?
Eine Screwball- Revival, allerdings nicht ganz so gut wie die Vorbilder...Sehenswert ist er dennoch und es war der erste Film mit Barbra Streisand, den ich gesehen habe.
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Alt 14.05.2022, 04:13   #23909
Hannoveraner
Gehirnerschütterung
 
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Zitat:
Zitat von Akira Beitrag anzeigen
Also ein Film hebt sich von den genannten doch deutlich hervor und ist alles andere als eine "Low-Comedy"...

Habe die Tage einige Antikriegsfilme gesehen:
Die Brücke, das Original und Im Westen nichts Neues (1930er Version).
Und ich stelle mir nur eine Frage: Wieso?!

Und heute dann etwas anderes: Is' was, Doc?
Eine Screwball- Revival, allerdings nicht ganz so gut wie die Vorbilder...Sehenswert ist er dennoch und es war der erste Film mit Barbra Streisand, den ich gesehen habe.
@Akira, Monty Python; das Leben des Bryan, sowie Helge Schneider mit "Texas" sind schon intellektuell anspruchsvollere Filme, mit gewissem Niveau. Vor allem letzterer ist jedoch nur für absolute Helge-Fans, nicht Jedermann's Sache, weil eben bei Helge Schneider die Kunst und der Jazz im Vordergrund stehen, und die Gags nicht wie bei einer Sitcom am "Fließband" produziert wurden. Gedreht wurde übrigens in Elspe/Lennestadt, wo die Karl-May-Festspiele bzw. das Elspe-Festival stattfinden. In der Region Olpe/ Siegen. Voraussetzung ist ein spezielles Interesse am sehr individuellen eigenwilligen Künstler Helge Schneider, und seiner Crew, die aus Laien-Darstellern besteht, weil sie zum großen Teil aus seinem Bekannten-Kreis kamen, bzw. Anwohner in der Gegend, wo gedreht wurde. Die Heimat von Helge ist ja Mülheim (Ruhr)/Styrum. Aber das Improvisierte, Unprofessionelle ist von Helge Schneider bewusst gewollt, und von seinen Fans genauso gewollt und auch erwartet.

Zu Deiner Frage, Anti-Kriegsfilme, Wieso? Diese Kriegsfilme schaut man ja aus mehreren Motivationen heraus. Bildung, als Anti-Kriegsfilm, oder, im Gegenteil, wenn man dem Militär offen gegenüber ist, oder man sogar Interesse am Militär hat. Die Motive sind halt bei den Zuschauern sehr differenziert. Aber Deine Frage zielt wohl eher darauf ab, daß Du die genannten Filme als nicht gut gemacht siehst. Also war die Umsetzung der Filme nicht optimal, zumindest in Deinen Augen, wenn ich das jetzt richtig interpretiere. Ich kann dazu nicht wirklich was sagen, da es Ewigkeiten her ist, bestimmt 30 Jahre, daß ich die Filme gesehen habe.

Zu den Filmen, was ich drüber weiß, auch über die Hintergründe:
Im Westen nichts Neues: Dieser Spruch entstammt dem Ersten Weltkrieg. Deutsche und Franzosen zermürbten sich 4 Jahre in einem zähen Stellungskrieg, der keiner von beiden Seiten Vorteile im Krieg verschaffte. Für keine Kriegspartei ging etwas vorwärts, nichts änderte sich, bis auf einen Punkt: Sehr viele, Millionen Menschen starben.

Die Brücke, damit meinst Du den alten Film "Die Brücke von Arnheim"? Oder? (Arnhem liegt ja in Holland am Rhein, und Briten wie Amerikaner wollten im Zweiten Weltkrieg die Rheinbrücke in ihre Gewalt bringen, und von den Nazis befreien. Die Brücke hatte militärisch und strategisch eine wichtige Bedeutung, z. B. um die Panzer über den Rhein zu transportieren, für beide Seiten. Oder meintest Du die Brücke von Remagen? Auch hier, ähnliche, vergleichbare Ausgangslage. In Remagen am Rhein sprengten die Nazis die Brücke, oder versuchten dies, letztendlich hatten die Amerikaner jedoch Luftlande-Einheiten und Penton-Brücken. Den alten Film über die Brücke von Remagen gab es ebenfalls, den Film fand ich allerdings gut umgesetzt.

Ist was, Doc? Mit Barbara Streisand, ja der war lustig, kenne ich aus meiner Kindheit. Er zu ihr ( Barbra Streisand) während einer Verfolgungsjagd im Auto: " Wo haben Sie denn fahren gelernt? Wie lange fahren Sie denn schon?" Darauf meint sie (Barbara Streisand) ganz trocken:" Ist das erste Mal." Einfach köstlich. Der ganze Film ist sehenswert, dem kann ich zustimmen.

Weitere Filme:

Die Katze aus dem Weltraum, USA 1977/1978
Original: The Cat from Outer-Space

Eine kurze Szene aus dem Film: https://youtu.be/vE1fH9LjM_s

Eine Parodie auf die damaligen aufkommenden Filme mit der Thematik um Ausserirdische Besucher auf der Erde. Diese Katze, die aus einem Ufo gestiegen war, hat ein magisches Halsband, daß dem Kater Intelligenz verleiht, und dem Kater Jake ermöglicht, mit Menschen zu sprechen. Er sucht sich einen vertrauenswürdigen Soldaten als Menschlichen Freund aus, denn, die US-Army hat das Ufo beschlagnahmt. Jetzt müssen die beiden speziellen Freunde sich Zutritt zu dem Armee-Stützpunkt verschaffen, damit Kater Jake mit seinem Ufo zurück zu seinem Heimat-Planeten flüchten kann. Schmalspur-Film, nicht wirklich witzig, mehr Kindheitserinnerungen, weil meine Mutter den Film damals Anfang der Neunziger sehen wollte. Ich habe bei YouTube nochmal reingeschaut. Muss man nicht unbedingt gesehen haben. Wenn man aber wirklich nichts besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß, kann man sich davon berieseln lassen. Gibt aber bessere Filme aller Genres, die ich dem Film vorziehen würde.

Noch ein weiterer sehenswerter Film:
Kenny, im Original: "The Kid Brother", eine Amerikanisch/Japanische/Kanadische Koproduktion von 1986/1987, der preisgekrönt wurde.

Anfangs-Szene: https://youtu.be/OTBWALw6bwk

Der damalige Junge Kenny Easterday, (bereits verstorben), aus den USA ist ohne Beine aufgewachsen. Er wusste sich aber zu helfen, da er auf seinen Händen lief, oder sein Skateboard benutzte. Seine Eltern waren einfache Arbeiter. Seine älteren Geschwister, Bruder und Schwester, mussten sich zusätzlich für Kenny da sein, und Eifersüchte und gewöhnlich familientypische Alltags-Dinge wurden auch thematisiert, die sich teilweise von einer normalen Familie kaum unterschieden. Der Schulalltag von Kenny wurde gezeigt, auch das Kenny an Sportwettberwerben ähnlich der Bundesjugendspiele teilnehmen konnte, z. B. Staffellauf. Ein Reporter aus Frankreich oder Quebec besuchte Kenny und seine Familie, und wollte eine Reportage über Kenny und sein Leben, Alttag und Familie erstellen. Auch die erste Liebe war unter den Geschwistern ein Thema. Kenny riss aus, und trampte nach Pittsburgh, zur größeren Schwester. Hinterher gab's dann aber ein Happy End, die Familie war wieder vereint. Der Film ist sehr anschaulich, wie ein klassischer Film gestaltet, sehenswert. Basiert auf dem realen Leben von Kenny Easterday. Der Film war zu Anfang in den Kinos gezeigt worden. Gehört zu den Kult-Filmen der Achtziger.

Geändert von Hannoveraner (23.05.2022 um 07:53 Uhr).
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Alt 14.05.2022, 07:43   #23910
Humppathetic
Genickbruch
 
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Ich denke, Akira meint schon "Die Brücke" von 1959 und nicht den Film, den du meinst, denn das ist "Die Brücke von Arnheim" von 1977. Die beiden unterscheiden sich wohl auch extrem im Ton. Während "Die Brücke" als Antikriegsfilm gedeutet werden sollte, war "Die Brücke von Arnheim" schon eher dem Hurrapatriotismus zuzuordnen.

Was Helge Schneider angeht: Ich mag "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem" und liebe "00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter". Avantgardistisch, verquer, bewusst amateurhaft. Aber als intellektuell bezeichnete ich beide Filme nicht (so intelligent ich Schneider selbst finde). "Im Wendekreis der Eidechse" musste ich damals aber nach gut 20 Minuten ausmachen. Der Film war (bis dahin und meines Erachtens) ein absolutes Desaster. "Praxis Dr. Hasenbein" kenne ich nur partiell und empfand die von mir gesehenen Teile als gut, während Schneider selbst den Film so hasst (wegen der Eingriffe des Filmstudios), dass er seinen Audiokommentar auf der zugehörigen DVD nach ein paar Minuten abbricht (?). Wie passend, dass er letztes (?) Jahr ein Konzert wegen der Umstände ebenfalls abbrach (und von Leuten dafür auch noch gefeiert wird). Was nicht passt, wird passend gemacht. In dem Fall: abhauen.
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Alt 14.05.2022, 09:13   #23911
Hannoveraner
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@Humppathetic, Edit: korrigiert.

Was den Zweiten Weltkrieg betrifft, wer will es den Ami's verdenken, daß sie den Sieg über die Nazis gewissermaßen abfeiern. Der Sieg der US-Army nützt uns ja heute auch, wir sind heute Teil der freien, westlichen, demokratischen Welt.

Andererseits sind natürlich auf jeden Fall eben auch ANTI-Kriegsfilme äußerst wichtig für die Bildung der demokratischen Gesellschaft! Streng gesehen sind die ANTI-Kriegsfilme die bessere Alternative, um den Schrecken des Krieges zu verdeutlichen, das ist klar.

Von Helge Schneider's Filmen kenne ich hauptsächlich Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem und Praxis Doktor Hasenbein. Letzterer spielte in dem Kiez, wo Helge aufgewachsen war, Mülheim-Styrum, wenn mich nicht alles täuscht. Man erkennt deutlich Helge's Handschrift wieder, auch die Darsteller sind weitestgehend die selben Menschen, die bereits bei Texas mitwirkten. Andererseits hat der Film, wenn ich mich recht entsinne, auch eine durchgehende, logisch aufgebaute Story-Line, was so gar nicht zu Helge passen will.

Es gab letztens einen Film, in dem Helge Schneider Hitler parodieren sollte. Dieses Drehbuch hatte ein externer Regisseur erstellt, soweit ich gehört hatte, war da Helge Schneider's Kritik und Missfallen sehr groß, weil er es anders umgesetzt hätte, vielleicht auch gar nicht seine Thematik. Es ging vordergründig dadrum, daß ein Improvisationskünstler nichts mit vorgefertigten Drehbüchern aus der Feder eines anderen Regisseurs anfangen kann. Vielleicht hatte jener Regisseur die fixe Idee, Helge könnte in die Rolle passen, ohne sich aber in das Gesamtkunstwerk von Helge hinein versetzt zu haben. So in etwa der Tenor damals.

Ich kenne jedoch hauptsächlich die CD's von Helge Schneider, einige Stücke von diversen CD's: "Es gibt Reis Baby!", "Katzeklo, ja das macht die Katze froh", "Marihuana ist nicht gut, tu mal lieber die Möhrchen, zusammen mit den Schweine-Öhrchen", "Eierlikör" ("Trink nicht soviel Eierlikör, Du siehst ja schon fast aus wie ein Huhn!"), "Der Sensemann", "Klapperstrauß/Piercing tut weh", " Room to Room with the Devil/ Room to Room with the Schwieger-Mother", usw.

Die Geschichte mit dem Konzert in Brandenburg war ja ärgerlich für Helge selbst, wegen der Anreise, Aufwand, Verdienst-Ausfall, etc.

Bei uns in Hannover musste Helge Schneider auch mal einen Auftritt absagen/verschieben, hier aber unfreiwillig. Ursprünglich sollte Helge im ehemaligen Buchladen Schmorl und von Seefeld in der Innenstadt Hannover's nahe dem Kröpcke sein Programm vorstellen. Zur selben Zeit 2015 oder 2016 sollte zeitlich nahezu parallel das Testspiel Deutschland-Niederlande im Niedersachsen-Stadion stattfinden. Dieses Fußball-Spiel musste abgesagt werden, weil der damalige Bundes-Innenminister De Maiziere einen akuten Terror-Gefährdungs-Verdacht hatte, den De Maiziere damals im Fernsehen äußerte. Die Gefahren-Warnung aufgrund der Terror-Vermutung wurde kurzfristig nahezu auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt. In Hannover war letztendlich nichts passiert, Niemand zu Schaden gekommen. Das ganze war zeitlich noch vor dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, aber kurz nach dem Anschlag im Bataclan in Paris. Ob Helge Schneider seinen geplanten Auftritt in Hannover damals zu einem späteren Zeitpunkt nachholte, weiß ich gar nicht.

Geändert von Hannoveraner (14.05.2022 um 13:35 Uhr).
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Alt 14.05.2022, 09:40   #23912
Humppathetic
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Beiträge: 33.074
Ein Konzert abzusagen, ist allerdings natürlich was anderes, als ein Konzert abzubrechen.

"Die Brücke am Kwai" spielt übrigens nicht im Vietnamkrieg, sondern im Thailand des Jahres 1943. Da verwechselt du das Werk mit irgendeinem der unzählen Vietnamkriegsfilme, die seit den 70ern herauskamen.
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Alt 14.05.2022, 09:43   #23913
Punisher 3:16
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@Humppathetic, um die Verwirrung komplett zu machen, es gibt ja noch "Die Brücke am Quai", dieser Film spielte im Vietnam-Krieg.
Nein. Der spielt im Zweiten Weltkrieg, im Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar und damit tausende Kilometer von Vietnam entfernt.

Geändert von Punisher 3:16 (14.05.2022 um 09:47 Uhr).
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Alt 14.05.2022, 09:52   #23914
Hannoveraner
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@Punisher 3:16, @Humppathetic,
Hoppla, da habe ich mich vertan, bei so vielen Kriegsfilmen, die es zu allen erdenklichen Kriegen gibt... Und die ich teilweise mal vor Jahrzehnten gesehen habe, trotzdem sorry, habe es gelöscht.

Was Konzerte angeht, für die Fans kostet es einen Batzen Geld, plus Anreise, das ist schon etwas ärgerlich, egal um welchen Künstler es sich handelt. Konzert abbrechen sehe ich ähnlich, wenn der Künstler es aus einer Laune heraus macht, was bei Helge Schneider in Brandenburg der Fall war. Für alles andere, z. B. Absagen, gibt es Schadenersatz/ bzw. Kostenrückerstattung, oder Ersatz-Termine.

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Alt 14.05.2022, 18:00   #23915
Akira
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@Akira, Monty Python; das Leben des Bryan, sowie Helge Schneider mit "Texas" sind schon intellektuell anspruchsvollere Filme, mit gewissem Niveau. Vor allem letzterer ist jedoch nur für absolute Helge-Fans, nicht Jedermann's Sache, weil eben bei Helge Schneider die Kunst und der Jazz im Vordergrund stehen, und die Gags nicht wie bei einer Sitcom am "Fließband" produziert wurden. Gedreht wurde übrigens in Elspe/Lennestadt, wo die Karl-May-Festspiele bzw. das Elspe-Festival stattfinden. In der Region Olpe/ Siegen. Voraussetzung ist ein spezielles Interesse am sehr individuellen eigenwilligen Künstler Helge Schneider, und seiner Crew, die aus Laien-Darstellern besteht, weil sie zum großen Teil aus seinem Bekannten-Kreis kamen, bzw. Anwohner in der Gegend, wo gedreht wurde. Die Heimat von Helge ist ja Mülheim (Ruhr)/Styrum. Aber das Improvisierte, Unprofessionelle ist von Helge Schneider bewusst gewollt, und von seinen Fans genauso gewollt und auch erwartet.

Zu Deiner Frage, Anti-Kriegsfilme, Wieso? Diese Kriegsfilme schaut man ja aus mehreren Motivationen heraus. Bildung, als Anti-Kriegsfilm, oder, im Gegenteil, wenn man dem Militär offen gegenüber ist, oder man sogar Interesse am Militär hat. Die Motive sind halt bei den Zuschauern sehr differenziert. Aber Deine Frage zielt wohl eher darauf ab, daß Du die genannten Filme als nicht gut gemacht siehst. Also war die Umsetzung der Filme nicht optimal, zumindest in Deinen Augen, wenn ich das jetzt richtig interpretiere. Ich kann dazu nicht wirklich was sagen, da es Ewigkeiten her ist, bestimmt 30 Jahre, daß ich die Filme gesehen habe.

Zu den Filmen, was ich drüber weiß, auch über die Hintergründe:
Im Westen nichts Neues: Dieser Spruch entstammt dem Ersten Weltkrieg. Deutsche und Franzosen zermürbten sich 4 Jahre in einem zähen Stellungskrieg, der keiner von beiden Seiten Vorteile im Krieg verschaffte. Für keine Kriegspartei ging etwas vorwärts, nichts änderte sich, bis auf einen Punkt: Sehr viele, Millionen Menschen starben.

Die Brücke, damit meinst Du den alten Film "Die Brücke von Arnheim"? Oder? (Arnhem liegt ja in Holland am Rhein, und Briten wie Amerikaner wollten im Zweiten Weltkrieg die Rheinbrücke in ihre Gewalt bringen, und von den Nazis befreien. Die Brücke hatte militärisch und strategisch eine wichtige Bedeutung, z. B. um die Panzer über den Rhein zu transportieren, für beide Seiten. Oder meintest Du die Brücke von Remagen? Auch hier, ähnliche, vergleichbare Ausgangslage. In Remagen am Rhein sprengten die Nazis die Brücke, oder versuchten dies, letztendlich hatten die Amerikaner jedoch Luftlande-Einheiten und Penton-Brücken. Den alten Film über die Brücke von Remagen gab es ebenfalls, den Film fand ich allerdings gut umgesetzt.

Ist was, Doc? Mit Barbara Streisand, ja der war lustig, kenne ich aus meiner Kindheit. Er zu ihr ( Barbra Streisand) während einer Verfolgungsjagd im Auto: " Wo haben Sie denn fahren gelernt? Wie lange fahren Sie denn schon?" Darauf meint sie (Barbara Streisand) ganz trocken:" Ist das erste Mal." Einfach köstlich. Der ganze Film ist sehenswert, dem kann ich zustimmen.
Hm ich glaube ich habe es etwas zu unklar geschrieben.

1. Natürlich meinte ich in deiner Aufzählung "Das Leben des Brian". Das ist soviel cleverer, lustiger und durchdachter als all die anderen genannten "Comedys". Diesen "Proll"-"Humor" fand ich vielleicht mal als Teenager minimal lustig - jetzt gar nicht mehr.

2. Ja, ich meinte in der Tat "Die Brücke" von 1959 und keine andere (wobei "Die Brücke am Kwai" auch noch irgendwann ansteht).

3. Das "Wieso?" war nicht direkt an die Filme gerichtet. Diese sind gut und sehenswert mit einer wichtigen Message, nämlich: WIESO in aller Welt müssen sich Menschen so etwas antun?!
Die beiden Filme zeigen recht eindrucksvoll, was Krieg mit einen Menschen macht, wen er nicht getötet wird: ihn trotzdem für das Leben zeichnen. Ich hielt das jahrelang vielleicht für zu selbstverständlich und dachte, dass wir zumindest in Europa aus der Geschichte gelernt hätten... Tja war wohl nichts.

4. "Is' was, Doc?" wird vermutlich keine Top20 Comedy bei mir, aber es war ok.
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Akira ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2022, 18:43   #23916
Hannoveraner
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Zitat:
Zitat von Akira Beitrag anzeigen
Hm ich glaube ich habe es etwas zu unklar geschrieben.

2. Ja, ich meinte in der Tat "Die Brücke" von 1959 und keine andere (wobei "Die Brücke am Kwai" auch noch irgendwann ansteht).

3. Das "Wieso?" war nicht direkt an die Filme gerichtet. Diese sind gut und sehenswert mit einer wichtigen Message, nämlich: WIESO in aller Welt müssen sich Menschen so etwas antun?!
Die beiden Filme zeigen recht eindrucksvoll, was Krieg mit einen Menschen macht, wen er nicht getötet wird: ihn trotzdem für das Leben zeichnen. Ich hielt das jahrelang vielleicht für zu selbstverständlich und dachte, dass wir zumindest in Europa aus der Geschichte gelernt hätten... Tja war wohl nichts.
@Akira,
Keine Sorge, undeutlich warst Du nicht.

Das mit dem Film "Die Brücke" von 1959 ist mir auch inzwischen klar.

Das "Wieso" war jetzt keine Frage von mir an Dich, sondern mehr in dem Sinne, daß ich mir selbst den Konsum von (Anti-) Kriegsfilmen erklären wollte, denn allzu gerne konsumiere ich sie nicht. Es ist harter Tobak. Mir reichen schon gelegentlich die Dokumentationen auf Phoenix, Arte, N-TV, Welt, usw.

Daß Krieg gleichbedeutend ist mit Mord, Totschlag, Verstümmelung, Trauma usw. ist mir selbstverständlich klar. Dafür wurde die NATO und die EU gegründet, damit wir in friedlicher Ko-Existenz leben. Alles soweit einleuchtend. Die meisten Europäer haben sehr wohl aus der Geschichte gelernt. Die Ausnahme sind Putin und ein paar Querdenker/Rechte, die aber hier in Europa in der Minderheit sind. Frankreich hat zuletzt bewiesen, daß sie aus der Geschichte gelernt haben, in dem sie Macron wiederwaehlten, und Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland die AFD wieder rausgeschmissen. Menschen sind lernfähig, zumindest die Mehrheit. Kriegsfilme sind aber weiterhin notwendig, um die künftigen Generationen vorzuwarnen, was Krieg bedeutet. Demokratie, Wohlstand und Frieden sind nicht geschenkt, wir müssen uns dafür einsetzen.

Geändert von Hannoveraner (14.05.2022 um 18:50 Uhr).
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Alt 15.05.2022, 22:11   #23917
General Nek.F.U.
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Mord Am Nil

Solider Krimi, aber zwei Dinge die mich stören, erstens ist es keine Fortsetzung von Mord Im Orientexpress, wie sie teilweise betitelt wurde, zweitens, und das ist wesentlich schlimmer, der dämliche französische Dialekt des Ermittlers, so schlimm das ich persönlich einiges von dem gesprochenen nicht komplett verstanden habe.

Toy Story 4

Respekt, da hat man sich wieder mal richtig Gedanken gemacht und erneut einen sehr guten Film hingelegt, ich hatte keine Erwartungen, und Teil 3 finde ich immer noch etwas besser, aber dieser Teil braucht sich kein Stück verstecken.

Das Wunder Der 8. Straße


Tatsächlich nicht nur für die Kids, sondern auch für mich die Erstsichtung. Habe immer mal Bruchstücke gesehen, aber null Zusammenhänge, ist aber lohnenswert, alt aber ganz gut.

Dr. Strange In The Multiverse Of Madness

Eben aus dem Kino gekommen, abgesehen von dem grottigen Sound, in dem im norddeutschen Raum best ausgestattesten Kino, ist der neuste Marvel wieder sehr gut gelungen, kranker Scheiss, ich sag ja, alles ist nun möglich und das wird auch auf ganzer Linie genutzt.
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"Schweig still, Dirnenspross, deiner Mutter vermochte ich Beischlaf zu leisten"

Geändert von General Nek.F.U. (15.05.2022 um 22:25 Uhr).
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Alt 15.05.2022, 23:29   #23918
Creed
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Everything Everywhere All at Once

Für Evelyn (Michelle Yeoh), die als junge Frau von China in die USA ausgewandert ist, könnte es kaum schlechter laufen. Die Steuerbehörde droht ihren Waschsalon zu pfänden, ihr Vater ist zu besuch und soll nicht erfahren das seine Enkelin lesbisch ist, was auch der Grund ist warum sie mit ihrer Tochter stress hat und das ihr Ehemann schon die Scheidungspapiere in der Tasche hat weiß sie noch gar nicht.
Auf dem Weg zur Steuerbehörde erfährt sie dann aber das es ein Multiversum gibt das in Gefahr ist und sie helfen soll diese Gefahr abzuwehren. Anfangs ist sie mehr als skeptisch, muss aber schnell erkennen wie ernst die Lage ist.

Dan Kwan und Daniel Scheinert haben schon mit "Swiss Army Man" gezeigt das sie ebenso abgedrehte wie auch herzliche Filme drehen können. Mit "Everything Everywhere All at Once" ist ein ähnlich abgedrehter Film entstanden. Allein schon wie man die Reisen zwischen den Universen "startet" ist ziemlich bekloppt und deswegen immer wieder interessant. Besonders eine Aktion wird in Erinnerung bleiben. Die Universen selbst fühlen sich fast wie ein Film im Film an. Alle haben ihren eigenen Styl und Ton. Mal ist es ein Martial-Arts-Film, mal ein Drama, mal eher eine Comedy und mal sieht man auch nur 2 leblosen Objekten zu. Das interessante ist dabei, das man es immer aus der Sicht von Evelyn sieht, die so erfährt wie ihr Leben verlaufen wäre hätte sie sich an bestimmten Punkten anders entschieden. Dadurch kommt man selbst ein wenig ins Grübeln, weil so gut wie alle sich schon mal die Frage "was wäre gewesen wenn?" gestellt haben.
Das man am Ende aber nicht komplett deprimiert aus dem Kino kommt weil man seine Entscheidungen bereut liegt nicht zuletzt an dem grandiosen Cast. Evelyn ist jedem Universum eine etwas andere Person und auch im "Hauptuniversum" wandelts sie sich von der überforderten Ehefrau/Mutter hin zur Heldin die das Multiversum retten muss. Diese Rolle spielt Michelle Yeoh stehts überzeugend und lässt die Figur sehr liebenswert erscheinen der man einfach die Daumen drückt. Ke Huy Quan spielt den etwas tollpatschigen, aber stehts optimistischen Ehemann sehr gut und schafft es auch das die Figur nicht zu positiv rüberkommt. Stephanie Hsu als genervter Teenager, deren Rolle sich dann doch anders Entwickelte als man zunächst dachte, muss sich vor den anderen beiden auch nicht verstecken.
Die Konflikte der Familie werden in erster Linie gezeigt. Es wird nix zu Tode erklärt oder über dramatisiert. In jeder Familie wird es mal Streit geben und viele werden sich in der ein oder anderen Situation sicherlich wieder finden. Auch das Thema Multiversum wird nicht zu stark vertieft. Es wird gesagt das es welche gibt, das Reisen dazwischen möglich sind und was man dafür machen muss. Es gibt aber keine Erklärung mit irgendwelchen Begriffen die wissenschaftlich klingen sollen und die wahrscheinlich eh die meisten nicht raffen. Was eine nette Abwechslung ist.

Alles in allem bekommt man mit "Everything Everywhere All at Once" einen abgedrehten und kreativen Film, mit einem tollen Cast, der einen zum Nachdenken anregt und einem mit einem positiven Gefühl den Kinosaal verlassen lässt.

9,5/10
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Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!
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Alt 16.05.2022, 05:00   #23919
Der Zerquetscher
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Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Everything Everywhere All at Once

Für Evelyn (Michelle Yeoh), die als junge Frau von China in die USA ausgewandert ist, könnte es kaum schlechter laufen. Die Steuerbehörde droht ihren Waschsalon zu pfänden, ihr Vater ist zu besuch und soll nicht erfahren das seine Enkelin lesbisch ist, was auch der Grund ist warum sie mit ihrer Tochter stress hat und das ihr Ehemann schon die Scheidungspapiere in der Tasche hat weiß sie noch gar nicht.
Auf dem Weg zur Steuerbehörde erfährt sie dann aber das es ein Multiversum gibt das in Gefahr ist und sie helfen soll diese Gefahr abzuwehren. Anfangs ist sie mehr als skeptisch, muss aber schnell erkennen wie ernst die Lage ist.

Dan Kwan und Daniel Scheinert haben schon mit "Swiss Army Man" gezeigt das sie ebenso abgedrehte wie auch herzliche Filme drehen können. Mit "Everything Everywhere All at Once" ist ein ähnlich abgedrehter Film entstanden. Allein schon wie man die Reisen zwischen den Universen "startet" ist ziemlich bekloppt und deswegen immer wieder interessant. Besonders eine Aktion wird in Erinnerung bleiben. Die Universen selbst fühlen sich fast wie ein Film im Film an. Alle haben ihren eigenen Styl und Ton. Mal ist es ein Martial-Arts-Film, mal ein Drama, mal eher eine Comedy und mal sieht man auch nur 2 leblosen Objekten zu. Das interessante ist dabei, das man es immer aus der Sicht von Evelyn sieht, die so erfährt wie ihr Leben verlaufen wäre hätte sie sich an bestimmten Punkten anders entschieden. Dadurch kommt man selbst ein wenig ins Grübeln, weil so gut wie alle sich schon mal die Frage "was wäre gewesen wenn?" gestellt haben.
Das man am Ende aber nicht komplett deprimiert aus dem Kino kommt weil man seine Entscheidungen bereut liegt nicht zuletzt an dem grandiosen Cast. Evelyn ist jedem Universum eine etwas andere Person und auch im "Hauptuniversum" wandelts sie sich von der überforderten Ehefrau/Mutter hin zur Heldin die das Multiversum retten muss. Diese Rolle spielt Michelle Yeoh stehts überzeugend und lässt die Figur sehr liebenswert erscheinen der man einfach die Daumen drückt. Ke Huy Quan spielt den etwas tollpatschigen, aber stehts optimistischen Ehemann sehr gut und schafft es auch das die Figur nicht zu positiv rüberkommt. Stephanie Hsu als genervter Teenager, deren Rolle sich dann doch anders Entwickelte als man zunächst dachte, muss sich vor den anderen beiden auch nicht verstecken.
Die Konflikte der Familie werden in erster Linie gezeigt. Es wird nix zu Tode erklärt oder über dramatisiert. In jeder Familie wird es mal Streit geben und viele werden sich in der ein oder anderen Situation sicherlich wieder finden. Auch das Thema Multiversum wird nicht zu stark vertieft. Es wird gesagt das es welche gibt, das Reisen dazwischen möglich sind und was man dafür machen muss. Es gibt aber keine Erklärung mit irgendwelchen Begriffen die wissenschaftlich klingen sollen und die wahrscheinlich eh die meisten nicht raffen. Was eine nette Abwechslung ist.

Alles in allem bekommt man mit "Everything Everywhere All at Once" einen abgedrehten und kreativen Film, mit einem tollen Cast, der einen zum Nachdenken anregt und einem mit einem positiven Gefühl den Kinosaal verlassen lässt.

9,5/10
Klingt ziemlich abgedreht. Und verdammt interessant.
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2022, 05:37   #23920
Humppathetic
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Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Klingt ziemlich abgedreht. Und verdammt interessant.
Ja, der Twist in Creeds Zusammenfassung ist schon nicht von schlechten Eltern. "Frau verliert Salon, Tochter ist lesbisch, Mann will sich scheiden lassen, MULTIVERSE! GALAXIE MUSS GERETTET WERDEN!"
Kenne die anderen Filme des Regisseurs auch gar nicht (wobei ich zumindest die "Leiche" aus "Swiss Army Man" schon mal gesehen habe, da Radcliffe selbige mal zu einem Interview mitbrachte ... ), aber sind alle vorgemerkt.
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Geändert von Humppathetic (16.05.2022 um 05:39 Uhr).
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Alt 16.05.2022, 08:10   #23921
Hannoveraner
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@General Nek.F.U, Mord am Nil ist ein echter Klassiker, Toy Story ist mal ganz nett,

@Creed, Everything, Everywhere All at Once, ja da würde ich mal reinschauen, Gesellschafts-relevante Themen, z. B. daß die Enkelin Angst hat sich zu outen, und das mit dem Multiversum, alleine die Thematik Coming-out bräuchte schon einen Film, der sich nur mit dem Thema auseinander setzt. Allerdings gibt es solche Filme ja bereits. Und Multiversen, das spricht ja in diesem Fall fast alle Genres an, Drama, Martial Arts, Comedy, Helden, usw. Pro 7 hatte mal den Pilotfilm von einer geplanten Serie "Parallel's" gezeigt. Dort gab es neben unserem Universum, ein Parallel-Universum, wo der 3. Weltkrieg mit Atom-Bomben grade vorbei war, der Ende der 1990er dort begonnen hatte. Und das Chaos, eine Anarchie und ein Bürgerkrieg herrschten später dort. Ein weiteres Parallel-Universum, in dem die Technik schon viel weiter fortgeschritten war, als bei uns. Eine Gruppe musste ein spezielles Hochhaus immer zu einem bestimmten Zeitpunkt betreten, um durch die Universen zu springen. Verpassten sie den Zeitpunkt, wären sie für immer im jeweiligen Parallel-Universum gefangen, und hätten nie wieder in ihr eigenes Universum zurück gekonnt. Alle Parallel-Universen waren stets zeitgleich, also in unserer Zeit, nur mit alternativer Geschichte. In einem Parallel-Universum lebte der bereits an einem Unfall verstorbene Vater eines Jugendlichen noch. Zeitreisen in die Zukunft oder Vergangenheit gab es dort nicht. Eine Frau in der Gruppe spielte ein falsches Spiel, zusammen mit 2 weiteren Versionen von sich selbst, aus 2 weiteren Parallel-Welten. Die Serie wurde eingestampft, bevor sie produziert wurde. Wirklich schade.

"The 100", eine weitere Serie auf Pro 7, mit vorherigem Pilotfilm war auch gut gemacht. Einige Jugendliche mussten in der fernen Zukunft auf der verstrahlten Erde zurechtkommen, auch hier hatte es einen Atom-Krieg gegeben. Die Eltern und Erzieher der Jugendlichen lebten auf einem Raumschiff in der Erd-Umlaufbahn. Auf der Erde selbst lebten verstrahlte Menschen, die mutiert waren und die Zivilisation aufgeben mussten, vor langer Zeit. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Jugendlichen und den Menschen, die auf der Erde zurück gelassen wurden. Außerdem gab es eine Art Love-Story zwischen zwei der Jugendlichen, zwischen den rivalisierenden Cliquen, auf abstrakte Art und Weise vergleichbar mit Romeo und Julia, oder West Side Story, angepasst an diese spezielle Serie. Gute Serie, nur leider mit Längen, zieht sich zu sehr hin.

Agatha Christie:

Miss Marple: 16:50 Uhr ab Paddington

England in den 1960ern;
Die selbsternannte Hobby-Detektivin Miss Marple (Margarete Rutherford) war im Zug unterwegs, während auf einem Parallel-Gleis ein anderer Zug mit annähernd ähnlicher Geschwindigkeit vorbei fuhr. Dadurch konnte Miss Marple beobachten, wie in einem Abteil im Neben-Zug eine Frau von einem Mann erwürgt wurde. Miss Marple lag richtig in der Annahme, der Mann hätte die Leiche sofort aus dem Zug geworfen. An jenem Strecken-Abschnitt befand sich eine Villa eines reichen Großgrundbesitzers, der dort mit seiner Familie lebte. Miss Marple schloss daraus, daß der Mörder in dieser Familie zu finden sei. Sie heuerte als Bedienstete dort an, und ging heimlich ihrer Leidenschaft nach, dem Schnüffeln und ihrem detektivischen Spürsinn, Unterstützung von außen hatte sie in Form von Mister Stringer, einem älteren Herren und guten Bekannten, und von Inspektor Craddock, der allerdings gar nicht viel von Miss Marple's Alleingängen hielt. Gutgemachter Krimi mit Spannung, kann ich empfehlen. Paddington ist übrigens ein real existierender Londoner Bahnhof, daher der Name des Films.

Agatha Christie:

Miss Marple: Der Wachsblumenstrauß

"Murder at the Gallop"

England in den 1960ern, im Original (Buch) mit dem Belgischen Detektiv Hercule Poirot.

Miss Marple (Margarete Rutherford) und Mister Stringer sammeln für eine Spenden-Aktion und klingeln an den Haustüren. Als sie die Villa eines reichen Mannes betreten, stürzt dieser gerade die Treppe herunter und stirbt! Miss Marple und Mister Stringer wollen natürlich sofort wissen, ob es ein tragischer Unglücksfall war oder ein Mord. Ihre Neugier ist geweckt. Die Antwort auf diese Frage bringt Miss Marple bei einem kommenden Fall der Lösung näher. Um der Sache auf den Grund zu gehen, will Miss Marple nämlich einer Verwandten des Verstorbenen einen Besuch abstatten, unter einem Vorwand, denn die Anverwandte ist eine berühmte Kunstmalerin, Tante Cora Lansquenet. Doch auch die findet Miss Marple tot auf. Diesmal besteht wenigstens kein Zweifel, es war ein Mord! Die Haushälterin der Kunstmalerin, Mrs. Milchrest (Flora Robson), die anfangs skeptisch ist, und sogar Miss Marple verdächtigt, ihre Arbeitgeberin ermordet zu haben, lässt sich später doch noch auf ein klärendes Gespräch mit Miss Marple ein. Die Familie der beiden Toten lebt auf einem Reiterhof. Miss Marple erhält dort eine Stelle als Bedienstete, und geht auf die Suche. Derjenige, den Miss Marple zuerst als Mörder im Verdacht hatte, erweist sich im Nachhinein als Unschuldig. Ein detailreicher komplexer Fall wartet auf Miss Marple und den Inspektor Craddock, mit so mancher Wendung. Auch wenn man den Film bereits kennt, und weiß, wer die Toten ermordet hat, ist es trotzdem Nostalgie und Erinnerung. Ansonsten ist der Krimi durchaus spannend und sehenswert.

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Alt 16.05.2022, 17:11   #23922
Goldberg070
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Miss Marple: 16:50 Uhr ab Paddington

England in den 1960ern;
Die selbsternannte Hobby-Detektivin Miss Marple (Margarete Rutherford) war im Zug unterwegs, während auf einem Parallel-Gleis ein anderer Zug mit annähernd ähnlicher Geschwindigkeit vorbei fuhr. Dadurch konnte Miss Marple beobachten, wie in einem Abteil im Neben-Zug eine Frau von einem Mann erwürgt wurde. Miss Marple lag richtig in der Annahme, der Mann hätte die Leiche sofort aus dem Zug geworfen. An jenem Strecken-Abschnitt befand sich eine Villa eines reichen Großgrundbesitzers, der dort mit seiner Familie lebte. Miss Marple schloss daraus, daß der Mörder in dieser Familie zu finden sei. Sie heuerte als Bedienstete dort an, und ging heimlich ihrer Leidenschaft nach, dem Schnüffeln und ihrem detektivischen Spürsinn, Unterstützung von außen hatte sie in Form von Mister Stringer, einem älteren Herren und guten Bekannten, und von Inspektor Craddock, der allerdings gar nicht viel von Miss Marple's Alleingängen hielt. Gutgemachter Krimi mit Spannung, kann ich empfehlen. Paddington ist übrigens ein real existierender Londoner Bahnhof, daher der Name des Films.

Miss Marple: Der Wachsblumenstrauß

England in den 1960ern, im Original (Buch) mit dem Belgischen Detektiv Hercules Poirot.

Miss Marple (Margarete Rutherford) und Mister Stringer sammeln für eine Spenden-Aktion und klingeln an den Haustüren. Als sie die Villa eines reichen Mannes betreten, stürzt dieser gerade die Treppe herunter und stirbt! Miss Marple und Mister Stringer wollen natürlich sofort wissen, ob es ein tragischer Unglücksfall war oder ein Mord. Ihre Neugier ist geweckt. Die Antwort auf diese Frage bringt Miss Marple bei einem kommenden Fall der Lösung näher. Um der Sache auf den Grund zu gehen, will Miss Marple nämlich einer Verwandten des Verstorbenen einen Besuch abstatten, unter einem Vorwand, denn die Anverwandte ist eine berühmte Kunstmalerin, Tante Cora. Doch auch die findet Miss Marple tot auf. Diesmal besteht wenigstens kein Zweifel, es war ein Mord! Die Haushälterin der Kunstmalerin, Mrs. Gilchrist, die anfangs skeptisch ist, und sogar Miss Marple verdächtigt, ihre Arbeitgeberin ermordet zu haben, lässt sich später doch noch auf ein klärendes Gespräch mit Miss Marple ein. Die Familie der beiden Toten lebt auf einem Reiterhof. Miss Marple erhält dort eine Stelle als Bedienstete, und geht auf die Suche. Derjenige, den Miss Marple zuerst als Mörder im Verdacht hatte, erweist sich im Nachhinein als Unschuldig. Ein detailreicher komplexer Fall wartet auf Miss Marple und den Inspektor Craddock, mit so mancher Wendung. Auch wenn man den Film bereits kennt, und weiß, wer die Toten ermordet hat, ist es trotzdem Nostalgie und Erinnerung. Ansonsten ist der Krimi durchaus spannend und sehenswert.
Die Miss Marple Filme mit Margaret Rutherford sind einfach so herrlich zeitlos und charmant. Schaue ich immer wieder gerne. Insbesondere das schauspielerische Duell zwischen der schrullig-burschikosen Margaret Rutherford und dem versnobt-kauzigen Robert Morley im Wachsblumenstrauß ist absolut sehenswert.
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Alt 16.05.2022, 21:45   #23923
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Alarmstufe Rot (Under Siege), mittlerweile 30 Jahre alt (Kinder, wie die Zeit vergeht!)

Steven Seagal (Mensch, wie schlank der mal war!) metzelt die Verrückten Gary Busey und Tommy Lee Jones sowie unzählige gesichtslose, schwarzbemützte Typen. Er ist dabei komplett unverwundbar, unbesiegbar, kann mit jeder Waffe umgehen und alles zur Waffe machen. Das ist vor allem eines: tödlich langweilig, besonders wenn man das Ende des Filmes kennt. Und das kennt man, selbst wenn man es nicht kennt. (Was soll den bitte anderes passieren, als dass er die Mannschaft vorm Ertrinken und Honululu vor der atomaren Zerstörung bewahrt?)

Die Hintergrundgeschichte von Seagals Charakter Casey Ryback ist hier, dass er seine Truppe bei der Panama-invasion durch inkompetente Vorgesetzte verlor, deshalb durchdrehte und in die Küche abgeschoben wurde. Er gehörte also zu einer Mörderbande, die aus wirtschaftlichen Interessen ein Land überfiel und Tausende Menschen tötete. Damit steht er für mich moralisch nicht weit über den Schurken dieses Films. "Heel vs Heel" funktioniert aber eben selten, und wie gesagt, man weiß ja eh, wer gewinnt.

Ich habe den Film auch eher als Hintergrundgeräusch gesehen, während ich Jagged Alliance als Brettspiel zockte, und dafür passt er wieder ganz gut.
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Alt 17.05.2022, 00:46   #23924
Hannoveraner
Gehirnerschütterung
 
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Beiträge: 396
Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Die Miss Marple Filme mit Margaret Rutherford sind einfach so herrlich zeitlos und charmant. Schaue ich immer wieder gerne. Insbesondere das schauspielerische Duell zwischen der schrullig-burschikosen Margaret Rutherford und dem versnobt-kauzigen Robert Morley im Wachsblumenstrauß ist absolut sehenswert.
@Goldberg070,
Absolut köstlich, der Robert Morley spielte Hector Enderby, den Eigentümer dieses Reiterhofs/"Galopp Hotel". Zuerst mochte er die neugierige Miss Marple überhaupt nicht, zum Schluss machte er ihr sogar einen Heiratsantrag, auch so ein Running Gag in einigen Miss Marple Filmen, daß mehrere Männer um ihre Hand anhalten, die sie anfangs gar nicht ausstehen konnten. Der Wortwitz zwischen Robert Morley und Miss Marple ist schon einmalig, auch in der Deutschen Synchronisation.

George Crossfield (Robert Urquhart), einer der Erben, den Miss Marple eine gewisse Zeit im Verdacht hatte, der Mörder zu sein, wurde jedoch selbst ermordet. Damit erübrigte sich Miss Marple's falscher Verdacht, und die Spur führte sie etwas später zum/zur richtigen Mörder/In. Da gab es ja zum Schluss einen/eine Mörder/In mit "Verkleidung", mit der Absicht, Miss Marple zu Tode zu erschrecken, doch Miss Marple erkannte den Menschen, und damit den/die richtige (n) Mörder/In. Und danach folgte besagter Heiratsantrag von dem unschuldigen Hector Enderby (Robert Morley). P. S.: Ich wollte nicht spoilern, sondern nur gendern, darum beide Formen im Text.

Geändert von Hannoveraner (17.05.2022 um 01:45 Uhr).
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Alt 22.05.2022, 17:33   #23925
Goldberg070
Moderator
 
Registriert seit: 15.09.2003
Beiträge: 15.436
Sie nannten ihn Plattfuß / Buddy fängt nur große Fische

Der erste (und auch der zweite) Teil der vierteiligen Krimikomödienreihe mit Bud Spencer als schlagkräftigem Kommissar Rizzo ist im Vergleich zu den ulkigeren, späteren Teilen über weite Strecken doch für Spencer-Filme wie auch der Bomber eher ernst. Natürlich gibt es auch mal was zum Schmunzeln und die obligatorischen Prügelszenen, unter anderem mit gefrorenen Fischen auf einem Trawler dürfen nicht fehlen, aber insgesamt ist es ein doch eher ruhiges Werk ohne zu viel Blödelei und Sprüche, in dem Bud Spencer eine gewohnt souveräne Figur als eigentlich friedliebender, bisweilen phlegmatischer, aber gutherziger Charakter macht und den Film auf seinen breiten Schultern trägt. Ungewöhnlich für einen Spencer Film sind tatsächlich einige doch ernstere Szenen, in denen z.B. eine Prostituierte mit einer scharf geschliffenen Münze im Gesicht entstellt wird oder die Kamera einen mit einem Kopfschuss getöteten Mittelsmann zeigt. Ebenso ungewöhnlich und heute wohl nicht mehr zeigbar die Szene, in dem Bud seinen (minderjährigen) Stiefsohn beim Diebstahl wegen dessen Drogenkonsum erwischt und als dieser unverschämt wird, diesem einfach mal eine schallende Ohrfeige verpasst.

Dennoch bleibt er Film der Beginn eine kultigen Filmreihe, die besonders diejenigen anspricht, die Buddy zwar mögen, denen aber die Filme mit Terence Hill zusammen etwas zu albern sind. Hier gibt es bodenständigere, ruhigere und ordentlich inszenierte Unterhaltung mit schönen Impressionen aus dem Neapel der 70er.

7,5/10
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Geändert von Goldberg070 (22.05.2022 um 21:37 Uhr).
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