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Alt 06.02.2016, 18:17   #14251
Kliqer
Genickbruch
 
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@Zerquetscher: Schade, dass dir "Hateful Eight" nicht gefallen hat, ich hatte es aber auch bereits befürchtet. ;-)

Zu deiner Kritik möchte ich nicht viel sagen, außer, dass ich sie größtenteils schon nachvollziehen kann. Aufgreifen möchte ich aber vor allem die Einleitung:

Zitat:
"Ist Quentin Tarantino noch der innovative Reanimateur längst beerdigter Spartenkost? Sieht er sich noch im Stande, sozusagen Paradigmenwechsel im Filmgeschäft zu erzwingen, die für beinahe die gesamte Genrekonkurrenz bindend sind? Oder zitiert sich der Mann inzwischen hauptsächlich selbst?"
Ich würde alle diese Fragen mit: "Nein!" beantworten. Ich bemühe hier nochmal eine Formulierung aus meiner Kritik: "Wie dem auch sei, Quentin Tarantino bleibt ein Garant für gleichermaßen unterhaltsames, wie unkonventionelles Mainstreamkino und liefert ein erfrischendes Werk ab, das seine Handschrift trägt, ohne, dass er sich wiederholt, zu sehr selbst zitiert oder zu einer Parodie seiner selbst verkommt."

Tarantinos Kino ist nicht (mehr) subversiv oder innovativ. Aber ich erkenne auch keinen dahingehenden Anspruch (mehr). Er hat seinen Stil (gefunden) und bleibt sich treu, allerdings innerhalb eines Radius, der weit genug ist, dass er eben keine Parodie seiner selbst ist, sondern einfach einen prägnanten, filmischen Duktus präsentiert, der ihn seit jeher und nach wie vor auszeichnet. Leider wird Tarantino immernoch aus einem Blickwinkel betrachtet, als wäre er eine Art antithetischer Progressivist zu dem alteingesessen-konventionellen Hollywoodkino. Und das ist mMn der Fehler. Das Anspruchsdenken bzgl. Tarantino hat sich seit "Pulp Fiction" scheinbar kaum verändert und das ist, bedenkt man, dass der Film über 20 Jahre alt ist und sich in der Zwischenzeit so viel geändert hat, etwas unfair. Beurteilt man Tarantino nämlich als "ein Teil des Systems", können seine Filme gleich wieder viel mehr Spaß machen.

Achja: Mir haben "Kill Bill I & II" übrigens sehr viel besser gefallen als "Django Unchained" und etwas besser als "Inglorious Basterds".

Es ändert sich zwar stetig, aber aktuell sähe das Ranking so aus:
Kill Bill II 9,5/10
Kill Bill I 8,5/10
Inglorious Basterds 8,5/10
Pulp Fiction 8,5/10
Reservoir Dogs 8,5/10
Jackie Brown 8/10
The Hateful Eight 8/10
Django Unchained 7,5/10
Death Proof 5/10
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Alt 06.02.2016, 20:19   #14252
Cactus
Genickbruch
 
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The Big Short

Ist zwar auch schon wieder ein paar Tage her, seit ich den Film gesehen habe, aber ich meine mich noch erinnern zu können, dass er mir gefallen hat und ich ihn wärmstens weiterempfehlen kann. Teilweise großartige schauspielerische Leistungen (Bale, Carrell) und mal ein anderer Ansatz, die Hintergründe der Finanzkrise zu beleuchten. Kriegt von mir 8/10 Punkten.

The Hateful Eight

Gerade erst gesehen. Hier wurde ja schon viel darüber geschrieben, ich habe es nur überflogen. Mir wurde nicht zu viel geredet, und ich war auch nicht enttäuscht. Trotz der Länge hat er mich zu keiner Zeit gelangweilt. Gute Atmosphäre, spannende Story, genug Spaß und Abgedrehtheit. Auch hier würde ich spontan die 8/10 zücken.
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Alt 07.02.2016, 10:33   #14253
Der Zerquetscher
Moderator
 
Registriert seit: 21.05.2002
Beiträge: 10.667
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
@Zerquetscher: Schade, dass dir "Hateful Eight" nicht gefallen hat, ich hatte es aber auch bereits befürchtet. ;-)

Zu deiner Kritik möchte ich nicht viel sagen, außer, dass ich sie größtenteils schon nachvollziehen kann.
Freut mich.

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Aufgreifen möchte ich aber vor allem die Einleitung:

...

Ich würde alle diese Fragen mit: "Nein!" beantworten. Ich bemühe hier nochmal eine Formulierung aus meiner Kritik: "Wie dem auch sei, Quentin Tarantino bleibt ein Garant für gleichermaßen unterhaltsames, wie unkonventionelles Mainstreamkino und liefert ein erfrischendes Werk ab, das seine Handschrift trägt, ohne, dass er sich wiederholt, zu sehr selbst zitiert oder zu einer Parodie seiner selbst verkommt."

Tarantinos Kino ist nicht (mehr) subversiv oder innovativ. Aber ich erkenne auch keinen dahingehenden Anspruch (mehr). Er hat seinen Stil (gefunden) und bleibt sich treu, allerdings innerhalb eines Radius, der weit genug ist, dass er eben keine Parodie seiner selbst ist, sondern einfach einen prägnanten, filmischen Duktus präsentiert, der ihn seit jeher und nach wie vor auszeichnet. Leider wird Tarantino immernoch aus einem Blickwinkel betrachtet, als wäre er eine Art antithetischer Progressivist zu dem alteingesessen-konventionellen Hollywoodkino. Und das ist mMn der Fehler. Das Anspruchsdenken bzgl. Tarantino hat sich seit "Pulp Fiction" scheinbar kaum verändert und das ist, bedenkt man, dass der Film über 20 Jahre alt ist und sich in der Zwischenzeit so viel geändert hat, etwas unfair. Beurteilt man Tarantino nämlich als "ein Teil des Systems", können seine Filme gleich wieder viel mehr Spaß machen.
Eine interessante Sicht der Dinge. Das kann man so sehen. In der Tat ist Tarantino in Hollywood selbst kein subversiver Filmemacher. Das stimmt. Gemessen am gesamten Land hingegen meines Erachtens eben schon. Da haben seine Werke viel zu viele Ecken und Kanten, als dass ich da von Mainstream sprechen würde. Du hast aber recht, Hollywood liebt einen Regisseur, der den Staaten von Texas bis Virginia den Stinkefinger zeigt. Ob das insgesamt eine sinnvolle Sache ist, wage ich als jemand, der in allen diesen Staaten (bis auf Alabama) schon zum Teil mehrfach war, zu bezweifeln.

Zum Film. Deinen Ansatz kann ich mit den Basterds und mit Django Unchained in der Tat nachvollziehen. Die sprudeln nur so vor Ideen und hatten diese Idee mit dem Paralleluniversum, die einem halt gefallen muss. Bei den Hateful 8 allerdings vermisse ich die ersten 100 Filmminuten diese für den Regisseur typische bizarre Spielerei mit Worten. Die Christoph Waltz in den Mund gelegten Dialoge sind für mich im direkten Vergleich um Längen durchdachter, ulkiger und kurzweiliger.

Oder was soll die Sache mit der Tür, die irgendwie wenigen bei ofdb aufzufallen scheint? Was ist der Sinn dieser 4 Minuten Film, die insgesamt darauf verwendet werden? Nichts wird dadurch angeschoben. Nichts kommentiert. Und niemand unterhalten.

Und dann ist da natürlich und zuvorderst noch die Szene mit Samuel L. Jackson als Hercule Poirot. Der meines Erachtens qualitative Höhepunkt des Films und ein kleiner Stern. Es ist genau dieser Moment, der mir zeigt, was Tarantino im Kreuz hätte, wenn er sich auf das konzentrieren würde, auf was er sich konzentrieren sollte.

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Achja: Mir haben "Kill Bill I & II" übrigens sehr viel besser gefallen als "Django Unchained" und etwas besser als "Inglorious Basterds".

Es ändert sich zwar stetig, aber aktuell sähe das Ranking so aus:
Kill Bill II 9,5/10
Kill Bill I 8,5/10
Inglorious Basterds 8,5/10
Pulp Fiction 8,5/10
Reservoir Dogs 8,5/10
Jackie Brown 8/10
The Hateful Eight 8/10
Django Unchained 7,5/10
Death Proof 5/10
Interessant. Ich spiele jetzt mal Sherlock Zerquetscher. "Kill Bill" war Dein erster Tarantino, oder? Denn oft prägt ein solch unkonventionelles Erlebnis alle Zeit danach nachhaltig.

Bei mir ist das bei "Terminator" und Terminator 2" so.

Hätte ich Kill Bill vor "Pulp Fiction" gesehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich so reden würde wie ich hier rede.
__________________
"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2016, 10:49   #14254
Humppathetic
Genickbruch
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 35.525
Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Freut mich.



Eine interessante Sicht der Dinge. Das kann man so sehen. In der Tat ist Tarantino in Hollywood selbst kein subversiver Filmemacher. Das stimmt. Gemessen am gesamten Land hingegen meines Erachtens eben schon. Da haben seine Werke viel zu viele Ecken und Kanten, als dass ich da von Mainstream sprechen würde. Du hast aber recht, Hollywood liebt einen Regisseur, der den Staaten von Texas bis Virginia den Stinkefinger zeigt. Ob das insgesamt eine sinnvolle Sache ist, wage ich als jemand, der in allen diesen Staaten (bis auf Alabama) schon zum Teil mehrfach war, zu bezweifeln.

Zum Film. Deinen Ansatz kann ich mit den Basterds und mit Django Unchained in der Tat nachvollziehen. Die sprudeln nur so vor Ideen und hatten diese Idee mit dem Paralleluniversum, die einem halt gefallen muss. Bei den Hateful 8 allerdings vermisse ich die ersten 100 Filmminuten diese für den Regisseur typische bizarre Spielerei mit Worten. Die Christoph Waltz in den Mund gelegten Dialoge sind für mich im direkten Vergleich um Längen durchdachter, ulkiger und kurzweiliger.

Oder was soll die Sache mit der Tür, die irgendwie wenigen bei ofdb aufzufallen scheint? Was ist der Sinn dieser 4 Minuten Film, die insgesamt darauf verwendet werden? Nichts wird dadurch angeschoben. Nichts kommentiert. Und niemand unterhalten.

Und dann ist da natürlich und zuvorderst noch die Szene mit Samuel L. Jackson als Hercule Poirot. Der meines Erachtens qualitative Höhepunkt des Films und ein kleiner Stern. Es ist genau dieser Moment, der mir zeigt, was Tarantino im Kreuz hätte, wenn er sich auf das konzentrieren würde, auf was er sich konzentrieren sollte.



Interessant. Ich spiele jetzt mal Sherlock Zerquetscher. "Kill Bill" war Dein erster Tarantino, oder? Denn oft prägt ein solch unkonventionelles Erlebnis alle Zeit danach nachhaltig.

Bei mir ist das bei "Terminator" und Terminator 2" so.

Hätte ich Kill Bill vor "Pulp Fiction" gesehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich so reden würde wie ich hier rede.
Das erklärt also, warum du den großartigen Terminator dem "Meisterwerk'schen" Terminator 2 vorziehst.
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Humppathetic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2016, 10:57   #14255
Der Zerquetscher
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Ja Humppi, genau so ist es.
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Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2016, 13:17   #14256
Goldberg070
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American Muscle

Grottige Darsteller, grottiges Drehbuch, ein paar nette Härten, aber alles in allem ziemlicher Quark.

3/10
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 07.02.2016, 14:13   #14257
Kliqer
Genickbruch
 
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Beiträge: 29.870
Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Oder was soll die Sache mit der Tür, die irgendwie wenigen bei ofdb aufzufallen scheint? Was ist der Sinn dieser 4 Minuten Film, die insgesamt darauf verwendet werden? Nichts wird dadurch angeschoben. Nichts kommentiert. Und niemand unterhalten.
Haha, gute Frage. Ich habe erst drüber nachgedacht, ob ich mir eine tiefgründige Interpretation aus den Fingern saugen, die die Tür als Metapher für Zweideutigkeit, Rassenkriege und Polizeigewalt entlarvt, aber ich glaube tatsächlich, dass es einfach ein etwas überstrapazierter Gag ist, der sich am Ende eben gut aufgreifen lässt und die mehrfach gestellte Frage "Wieso ist die Tür überhaupt kaputt?" einigermaßen sinnvoll beantwortet. ;-)

Zitat:
Und dann ist da natürlich und zuvorderst noch die Szene mit Samuel L. Jackson als Hercule Poirot. Der meines Erachtens qualitative Höhepunkt des Films und ein kleiner Stern. Es ist genau dieser Moment, der mir zeigt, was Tarantino im Kreuz hätte, wenn er sich auf das konzentrieren würde, auf was er sich konzentrieren sollte.
Ich finde durchaus, dass man diesen poirotesken - so nenne ich es jetzt einfach mal - Teil des Films etwas prominenter hätte platzieren bzw. länger inszenieren können. Dafür hätte man gerne etwas aus der ersten Hälfte streichen können, wobei ich nach wie vor nicht den Eindruck hatte, dass sich der Film hier übermäßig zieht oder die Dialoge besonders belanglos wären. Ich habe das Aufeinandertreffen der Charaktere sehr genossen, hatte Spaß daran, ihr Verhalten zu beobachten, zu spekulieren, wie sie nun tatsächlich zueinander stehen. Und so weiter. Der Film hat mich, wie gesagt, keine Sekunde gelangweilt.

Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Interessant. Ich spiele jetzt mal Sherlock Zerquetscher. "Kill Bill" war Dein erster Tarantino, oder? Denn oft prägt ein solch unkonventionelles Erlebnis alle Zeit danach nachhaltig.

Bei mir ist das bei "Terminator" und Terminator 2" so.

Hätte ich Kill Bill vor "Pulp Fiction" gesehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich so reden würde wie ich hier rede.
Da liegst du nicht ganz richtig. Mein erster Tarantino war tatsächlich "Pulp Fiction". Ich habe ihn mit 13 Jahren gesehen und natürlich überhaupt nicht kapiert. Weder die Geschichte, noch das, was ihn angeblich so großartig macht. Mein nächster Tarantino war dann "Kill Bill I" und ich konnte mit dem Sujet selbst überhaupt nichts anfangen und war, wahrscheinlich, auch etwas überfordert. Danach kam "Death Proof", der mich eher gelangweilt hat. Erst in der Zweitsichtung, Jahre später, haben mir die Filme gefallen. Und dann kann es tatsächlich sein, dass "Kill Bill I" der erste Tarantino war, den ich, in einem adäquaten Alter und Geisteszustand gesehen habe. Aber das kann ich nicht mehr zu 100% sagen.

-----

Gestern gesehen:

Drecksau (Filth)

Rasanter Schlag ins Gesicht. James McAvoy - der absolut großartig agiert - als shizophren-amoralischer Polizist. Angefangen als überzeichnete Comic-Figur und, naja, ekelhafte Drecksau, hin zu einer ultimativ-tragischen Figur mit "Vergangenheit". Man schwankt zwischen Ekel und Mitgefühl, zwischen Tragik und Komik, der Film selbst vermittelt die gestörte Psyche des Protagonisten eindrucksvoll durch eine atemlose Inszenierung. Sex, Drogen, Gewalt dargestellt mit süffisant-zynischem Unterton führen nicht etwa zu einem unterhaltsam-spaßigem Feel Good-Movie, auch wenn es Anfangs tatsächlich so erwartet werden könnte, sondern zu einem verstörend-deprimierenden Film über die Abgründe eines einsamen Mannes.

Streckenweise etwas zu überdreht. Spaß macht er auch nicht. Aber gut ist er.

7,5/10
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Geändert von Kliqer (07.02.2016 um 14:13 Uhr).
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Alt 07.02.2016, 15:59   #14258
Excalibur
ECW
 
Registriert seit: 31.05.2004
Beiträge: 5.924
Creed (2015 – Ryan Coogler)

Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Ganz großer Sport! Danke für diesen Film.
Zitat:
Zitat von Sephirod Beitrag anzeigen
Überraschend gut, hab mit einem guten Film gerechnet aber nicht mit so etwas.
Ich fasse mich mal kurz: Ein würdiger Nachfolger der Rocky-Filme, der sich definitiv auf dem oberen Niveau des Franchises bewegt. Sylvester Stallone überzeugt in seiner Rolle als alte und eben nicht mehr fitte Boxlegende, welche widerwillig versucht aus Adonis Johnson, ebenfalls gut gespielt von Michael B. Jordan, ebenfalls einen Boxprofi zu machen. Während einige Szenen eher schwach daher kommen, überzeugt hingegen die gefühlvolle Ebene, wo Jordan mit Tessa Tompson einen überzeugenden wie bezaubernden Love Interest entgegen gesetzt bekommt. Das große Highlight des Films sind aber definitiv die etwas Arcarde-Lastigen, dafür aber großartig in Szene gesetzten Boxkämpfe. An dieser Stelle könnte man sich durchaus über die fehlende Oscar-Nominierung für das Make-Up echauffieren.
Alles in allem unterhaltsam, aber nicht perfekt.

3/4 --- 7/10


Top 10 (2016):
1. The Revenant (4/4 --- 8/10)
2. The Big Short (3/4 --- 8/10)
3. Creed (3/4 --- 7/10)
4. Legend (3/4 --- 7/10)
5-10. TBA
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Auf geht's!

Geändert von Excalibur (07.02.2016 um 16:00 Uhr).
Excalibur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2016, 23:03   #14259
Kliqer
Genickbruch
 
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Beiträge: 29.870
Goodfellas

Keine einzige überflüssige Szene, alles hat Hand und Fuß, unverkennbare Pionierarbeit - soll heißen, der Einfluss von Anderson bis Tarantino ist deutlich zu erkennen - erfrischend geradlinig erzählt, temporeich, ohne zu überfordern, mit perfekten Darstellern, einem herausragendem Timing, Brutalität, Humor, Skurrilität, Authentizität. Rundum gelungen.

Shutter Island

Nach der vierten Sichtung wird die Handlung immer klarer. So klar, dass ich mich fragen kann, wie man an überhaupt an der Aufrichtigkeit von Ben Kingsley zweifeln bzw. den letzten Satz von DiCaprio missverstehen kann. Alles in allem ein großartiger Film.
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Geändert von Kliqer (08.02.2016 um 01:04 Uhr).
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Alt 08.02.2016, 01:11   #14260
Novu
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Beiträge: 2.431
Rambo 2/3
So überflüssig wie Filme eben sein können. Lustigerweise fand ich sie aber auch nicht nennenswert schlechter als den ersten Teil. Natürlich durften hier dann die Quotenrollen nicht fehlen (love interest in 2 und das Kind in 3). Solide Action.
5/10


Die nackte Kanone
Was kann man dazu denn schon noch sagen...
8/10
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DEAD END
Novu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2016, 00:41   #14261
Kliqer
Genickbruch
 
Registriert seit: 23.12.2004
Beiträge: 29.870
Sisters

Diese Film hat drei qualitative Stufen.

Stufe 1: Zotig-vulgäre Ausbrüche, die mehr zum Fremdscham einladen als "Two and a half Men" in seinen schlimmsten Momenten.
Stufe 2: Akzeptable, aber schon tausendmal gesehene "Wir machen eine riesige Party"-Gags, die man aus "American Pie", "Bad Neighbours", "Party Animal", "Project X" & Co. schon zur Genüge kennt.
Stufe 3: Aufrichtig-sympathisches Zusammenspiel zwischen Tina Fey und Amy Poehler, das den Film selbst durch seine schwachen Momente - die nicht die Fremdscham-Zoten, sondern auch den teilweise unbehandelten Pathos mit einschließen - noch einigermaßen erträglich macht.

Zur Geschichte: Zwei ungleiche Schwestern feiern in dem Haus in dem sie aufgewachsen sind eine letzte Party mit alten Freunden und Bekannten, bevor dieses verkauft wird. Diese gerät außer Kontrolle.

Wie gesagt: Der Film hat seine Stärken und Schwächen. Die Schwächen sind vor allem inhaltlich-handwerklicher Natur. Soll heißen: Die Dialoge sind mitunter recht holprig, die Schlagfertigkeit von Feys Charakter wirkt überaus erzwungen, die Geschichte an sich wird nur halbherzig zu Ende erzählt, die ernsten Zwischentöne werden nicht zu Ende gedacht und trüben im Endeffekt nur den Spaß, und so weiter. Die Stärken beruhen fast ausnahmslos auf der Chemie zwischen Fey und Poehler. So wirkt der Film im Endeffekt auch eher so, als hätten beide einen Grund gesucht, wieder miteinander arbeiten zu können. Dass sie dabei Spaß hatten merkt man glücklicherweise und in einigen Momenten überträgt es sich sogar auf den Zuschauer. Die Komik ist leider maximal Standardkost, aber zum Glück spielt dabei ja nicht nur das "was wird gesagt" eine Rolle, sondern auch das "wer sagt es". Von daher ist der Film zwar alles andere als ein humoristischer Meilenstein und schafft es auch nicht ganz, dass ich mich zu dem Urteil "eine gute Komödie" hinreißen lasse, aber: Er ist okay. Meh.
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Alt 09.02.2016, 21:42   #14262
Echoes
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 23.06.2015
Beiträge: 978
Hier, ich wieder. Kino und so.

The Hateful Eight (Quentin Tarantino, mit Kurt Russell, Samuel Jackson & mehr)
Hmm. Ich war nie ein Tarantino-Fan, das hat mich mit dem Streifen wieder bestätigt. Ich will ihm sein Vermögen nicht absprechen, was Schnitt, Dialoge, Musikauswahl, Filmwissen, ... , ... etc. anbelangt. Auch dass viele seiner Filme (zumindest in Teilen) eine Ehrerweisung gegenüber früherer Werke und Sparten sind kann ich akzeptieren und verstehen. Aber wenn mir der Film nicht taugt, dann taugt er nicht.
The Hateful Eight wirkt für mich viel zu selbst verliebt, was seine Dialoge anbelangt. Absolut notwendig bei dem Drehbuch, da der lange Streifen nach seiner Handlungsarmut auch nicht mehr viel hergibt. Ich mag auch pointierte, ironische und ausgefallene Dialoge. Aber hier ist jeder Wortwechsel einfach immer wieder auf ein gezieltes Wortspiel ausgelegt oder eine Wiederholung. Das ist eingangs noch ganz unterhaltsam, auch wenn das zum Ende hin wieder aufgegriffen würde, aber bevor das seinen Charme entwickelt, wird es bereits nervig.
Die Charaktere gehen in Ordnung. Der Henker war für mich persönlich zu sehr ein "Christopher Waltz Plan B" - Könnte mir gut vorstellen, dass die Rolle so ursprünglich für Waltz angedacht war. Erinnerte mich leider zu sehr an ihn.
Was kann ich sonst über den Film sagen? Erste Hälfte zäh, zweite dann wesentlich besser, auch wenn ich diese stumpfe Brutalität von Tarantino nicht mag. Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass Gewaltdarstellung den Zuschauer einen dazu bewegen sollte, das abzulehnen, sich unwohl zu fühlen. Das können Streifen wie Prisoners zum Beispiel tadellos. Klar, Tarantino ist Tarantino, man weiß das. Gutheißen muss ich es dennoch nicht.
Zur Story selbst empfand ich es als sehr billig, dass ...
Spoiler:
... der Storytwist letztlich durch Channing Tatum und somit durch einen neuen Charakter hergeleitet wird. Solche Sachen finde ich immer konstruiert und zu einfach gelöst. Klar, letztlich sind sie alle die Umtriebigen gewesen, aber diese fatale Wendung wünsche ich mir bei der Hauptcharakter-Dichte doch bitte durch eine Figur, die man bis dato bereits aufgebaut hat. War mir zu einfach gelöst, auch wenn die Erklärung danach sehenswert war.


Am Ende bleibt mein Fazit: Sicherlich für Tarantino-Fans in Ordnung, für alle anderen etwas spezielles Spartenkino, bei dem man nichts verpasst.

Filmjahr 2016 - meine Favoritenliste:
  1. The Revenant
  2. Legend
  3. The Hateful Eight
__________________

Geändert von Echoes (09.02.2016 um 21:42 Uhr).
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Alt 11.02.2016, 17:32   #14263
Kliqer
Genickbruch
 
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Deadpool

Ohne Deadpool hätte der Film ganz witzig werden können.

Bei solchen Mega-Hype-Franchise-Streifen fühle ich mich ja immer genötigt, mich zu rechtfertigen, um nicht die unbändige Wut der Scharen an Fans auf mich zuziehen, wenn ich nicht ganz so begeistert bin, wie man es von mir erwartet, deswegen: Ich kannte Deadpool vorher kaum, also habe nie einen Comic gelesen. Klar, mir war die Figur an sich bekannt und auch der Humor vertraut, aber das war es auch schon, aber...ach, scheiß auf Rechtfertigung: Ich fand den Film doch sehr mittelmäßig. Deadpool hat ohne Ende genervt. Ich weiß, das ist sein Ding und es wird ja auch im Film mehrfach aufgegriffen, aber dieses permanente, gewollt witzige Klugscheißgeplapper, im Stile von Jan Leyk trifft Dr. Cox, war doch sau anstrengend. Generell wirkte die Komik stellenweise zu gezwungen. "Wir müssen jetzt einen Gag auf der Meta-Ebene machen!", "Wir müssen noch deutlicher zeigen, was für ein unkonventioneller 'Superheld' dieser Deadpool ist!". Und so weiter. Ich mag Ryan Reynolds und finde nicht, dass es seine Schuld ist, dass ich mit der Figur einfach nicht warm geworden bin. Es lag eher am Drehbuch.

Der Film hat sicher seine Momente - bspw. war Colossus sehr witzig, die Action ist, für die, die darauf stehen, sicher gelungen, er war erfreulich drastisch in mancherlei Hinsicht und relativ kurzweilig - aber war leider größtenteils einfach nicht lustig. Finde ich zumindest. Aber ich denke, er dürfte denen, die sich wirklich darauf freuen, auch gut gefallen. Ähnlich wie beim neuen "Star Wars", kein wirklich guter Film, aber ein schönes Geschenk für Fans.

Eventuell steigt der Film auch in meiner Gunst, wenn ich ihn mal im Original gesehen habe. So grauenhaft wie die Trailer vermuten ließen, war die Synchronisation zwar nicht, aber ich denke, das im Original der ein oder andere Spruch vielleicht besser zündet.
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Alt 11.02.2016, 17:36   #14264
Humppathetic
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Lustig. So geht's mir mit Iron Man. Der Charakter geht mir so dermaßen auf die Klötze.
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Alt 11.02.2016, 17:47   #14265
Kliqer
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Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Lustig. So geht's mir mit Iron Man. Der Charakter geht mir so dermaßen auf die Klötze.
Kann ich gut verstehen. Ich finde es auch immer recht anstrengend, wenn die Figuren sich selbst so unheimlich witzig/toll finden.
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Alt 11.02.2016, 18:33   #14266
Der Wrestling-Nerd
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 10.235
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Kann ich gut verstehen. Ich finde es auch immer recht anstrengend, wenn die Figuren sich selbst so unheimlich witzig/toll finden.
Ist doch schon Wahnsinn, wie sehr da Meinungen auseinander gehen.^^

Hier mal z.B. die Kritik eines Youtubers, der in ca. 95% der Fälle mit meiner Meinung zu einem Film übereinstimmt.^^ Der geht ja in ne komplett andere Richtung.
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Alt 11.02.2016, 19:29   #14267
umimatsu
ECW
 
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Beiträge: 9.966
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Deadpool
Ist dein Leben so unlustig, dass du wieder über einen Marvelfilm herziehen musst? Please get a life!

Zitat:
Ist Quentin Tarantino noch der innovative Reanimateur längst beerdigter Spartenkost? Sieht er sich noch im Stande, sozusagen Paradigmenwechsel im Filmgeschäft zu erzwingen, die für beinahe die gesamte Genrekonkurrenz bindend sind? Oder zitiert sich der Mann inzwischen hauptsächlich selbst? Eine Frage, die sich derzeit aufdrängt, wenn man den achten Film des kompromisslosen Regisseurs mit dem nicht ganz zufällig gewählten Namen „The Hateful 8" im Kino ansieht.
Ich sehe das wie Kliqer. Außerdem: Warum muss ausgerechnet Tarantino, der in seiner Karriere immer bewiesen hat, wie kreativ er ist, noch eine Schippe drauflegen?

Sherlock Jr.

Die Tage lief auf arte die Dokumentation Buster Keaton: Wie Hollywood ein Genie zerbrach. Auch wenn nicht alles 100% stimmt, was Regisseur Jean-Baptiste Péretié erzählt, ist dieser Film eine einzige, poetische Liebeserklärung an den wohl komischsten Schauspieler Hollywoods. Sherlock Jr. ist eine Perle, einer der lustigsten Filme, die ich kenne und unglaublich innovativ. Obgleich die Story trivial ist, sprüht der Film vor genialen Einfällen, irrwitzigen Stunts ( die Keaton bis auf einen alle selbst ausführte ), sowie einer durchdachten Film in Film-Geschichte und einigen bemerkenswerten Kamera- und Montagetricks. Großartig!

P.S.: Nicht geeignet für Menschen, die mit Stummfilmen wenig bis gar nichts anfangen können.
__________________
Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

One of the best movies of all time. Before films got full of CGI bullshit to make up for a crap storyline and bad acting. - YT-User Ryan Banks über Heat

Geändert von umimatsu (11.02.2016 um 19:55 Uhr).
umimatsu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2016, 19:52   #14268
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Der Wrestling-Nerd Beitrag anzeigen
Ist doch schon Wahnsinn, wie sehr da Meinungen auseinander gehen.^^

Hier mal z.B. die Kritik eines Youtubers, der in ca. 95% der Fälle mit meiner Meinung zu einem Film übereinstimmt.^^ Der geht ja in ne komplett andere Richtung.
Derselbe Typ hat Kartoffelsalat 3, in Worten: drei, Punkte gegeben!
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Alt 11.02.2016, 19:56   #14269
umimatsu
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Zitat:
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Derselbe Typ hat Kartoffelsalat 3, in Worten: drei, Punkte gegeben!
Was hat er denn dem Film abschließend gegeben? Nach der Aussage, Deadpool sei intelligentes Kino, musste ich leider ausmachen.
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

One of the best movies of all time. Before films got full of CGI bullshit to make up for a crap storyline and bad acting. - YT-User Ryan Banks über Heat

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Alt 11.02.2016, 20:03   #14270
Der Wrestling-Nerd
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Was hat er denn dem Film abschließend gegeben? Nach der Aussage, Deadpool sei intelligentes Kino, musste ich leider ausmachen.
Ne 10 im Helden-Genre, und ne 8,5 overall! Aber da war halt auch Kamera, generelle Produktion und so weiter drin und nicht nur rein die Handlung!
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Alt 11.02.2016, 20:15   #14271
umimatsu
ECW
 
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Ne 10 im Helden-Genre, und ne 8,5 overall! Aber da war halt auch Kamera, generelle Produktion und so weiter drin und nicht nur rein die Handlung!
Och, das macht nichts. Braindead ist für mich ein klarer 10er, obwohl der Streifen nicht vor Intelligenz strotzt. Im Bereich Funsplatter kenne ich fast nichts Unterhaltsameres, vielleicht noch Toxic Avenger. Vielleicht sollte ich diesbezüglich Nachhilfe beim Zerquetscher nehmen. Dessen Schrankwand platzt nur so vor skurrilen Trashperlen.
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

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Geändert von umimatsu (11.02.2016 um 20:47 Uhr).
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Alt 11.02.2016, 20:34   #14272
Kliqer
Genickbruch
 
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Zitat:
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Ist doch schon Wahnsinn, wie sehr da Meinungen auseinander gehen.^^

Hier mal z.B. die Kritik eines Youtubers, der in ca. 95% der Fälle mit meiner Meinung zu einem Film übereinstimmt.^^ Der geht ja in ne komplett andere Richtung.
Der Kerl scheint auch genau die Zielgruppe zu sein. Wer mit "YouTubern", "9gaggern" & Co. glücklich wird, der wird auch an "Deadpool" seine Freude haben. Mir gibt diese Sprücheklopfer-Komik nicht mehr so viel. Aber wer darauf steht und wer Deadpool generell cool findet, wird sicherlich Spaß an dem Film haben.
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I <3 woken Dreck
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Alt 11.02.2016, 21:38   #14273
Robobob
Cut
 
Registriert seit: 17.01.2016
Beiträge: 92
Die ganzen youtube-"Kritiker" bringen's noch fertig, dass ich den Spaß an der Seite verliere.
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Alt 12.02.2016, 09:37   #14274
Der Zerquetscher
Moderator
 
Registriert seit: 21.05.2002
Beiträge: 10.667
Schade, dass ich die kommenden Tage nicht die Zeit finde, für Deadpool ins Kino zu gehen. Der würde mich doch sehr interessieren. Aber morgen ist Konzert in München und heute mag ich einen guten Wein zusammen mit meiner Frau zu verkuscheltem Rock trinken. Man muss im Leben eben manchmal Prioritäten setzen.

Zuletzt:

Dragon Blade (China, 2015)

Die angeblich teuerste chinesische Produktion bis dato führt eine römische Legion, angeführt von John Cusack als Centurio (den Historikern unter uns stellen sich jetzt die Haare auf), die Seidenstraße entlang (die Haare stehen im Lot) bis nach China (die Haare fallen aus). Man flieht im Jahre 46 v. Chr. vor einem bösen Konsul (der ewig weinerliche Adrien Brody), der seinen kleinen Bruder, der von Cusack beschützt wird, töten möchte und deshalb mit 100.000 römischen Legionären (in Fantasieuniformen) seinen Landsleuten bis nach China hinterherstapft. Es geht wohl um die Thronfolge des Konsuls (der Historiker ist inzwischen tot). China wird vom sichtlich gealterten Jackie Chan repräsentiert, der dadurch als Polizeioberwachtmeister für Frieden in der Seidenstraße sorgt, dass er sich weigert zu kämpfen. Und alle 36 (!) Völker der Nachbarschaft finden das so gut, dass sein Pazifismus jedenfalls bis zur Ankunft des Konsuls Wellen schlägt und über ganz Asien schwappt. Die Pompeji ähnliche römische Ruinenstadt, die (die guten) römischen Soldaten und ihre chinesischen Freunde errichteten, wird dabei von zwei (im Stile Spielbergs Private Ryan vorgestellten) Studenten eingangs entdeckt, die ihren beispiellosen historischen Fund aber am Ende doch verschweigen, weil sie die märchenhafte Geschichte (die auf modernem Chinesisch praktischerweise auf dem Forum der Stadt in den Boden gelassen wurde,) lieber als romantischen Mythos weiterleben sehen wollen, als ihre Karriereleitern innerhalb eines Tages bis ans Ende zu klettern. Die ganze Sache beruht dabei angeblich auf wahren Tatsachen (die Leiche des Historikers wird geschändet). Da krebsen die Parther, angeführt von einer Frau, bei China rum, die Inder gibt es offenbar nicht, dafür aber den Christengott. Mir persönlich haben noch die Indianer gefehlt. 2/10

Naked Lunch (USA, 1991)

Ich hatte mir schon seit Jahren vorgenommen, diesen Film innerhalb meiner Möglichkeiten auf ein Podest zu stellen, aber aufgrund der (für mich) nicht ganz leichten Aufgabe stets davon Abstand genommen. Doch besitzt die Verfilmung David Cronenbergs von William S. Borroughs' Wahnsinn in Romanform für mich ein derartiges Suchtpotential, dass ich mich vorgestern endlich doch aufraffen konnte. Komisch allerdings, einen Film zu kommentieren, den man zwar schon zwölf Mal, aber absichtlich (!) noch nie (!!) im Leben nüchtern gesehen hat. Grotesk, wirr, knallig, homosexuell, Party, süchtig. Mehr Arthouse Kino geht nicht. 10/10
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe

Geändert von Der Zerquetscher (12.02.2016 um 10:53 Uhr).
Der Zerquetscher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2016, 10:14   #14275
Robobob
Cut
 
Registriert seit: 17.01.2016
Beiträge: 92
Ich finde es schade, dass Borroughs nicht hetero (oder zumindest bi) war. Ich glaube dann wäre der Film für mich noch interessanter gewesen.

Geändert von Robobob (12.02.2016 um 10:15 Uhr).
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