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Alt 30.06.2015, 18:17   #12751
Kliqer
Genickbruch
 
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So siehts aus. Außerdem muss man sich alternativ Festgefahrenheit und Starrsinn vorwerfen lassen, wenn man sich nur mit Filmen innerhalb seiner "geschmacklichen Wohlfühlzone" zu beschäftigen. Andererseits kann ich mich auch noch an eine Diskussion über den ersten Avengers-Film erinnern, im Rahmen derer ich schrieb, davon auszugehen, dass mir der Film wohl nicht gefallen wird. Da wurde mir auch vorgeworfen, ich solle ihn doch erstmal sehen bevor ich drüber urteile. Wie mans macht...
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Alt 30.06.2015, 18:29   #12752
Humppathetic
Genickbruch
 
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Eben. Wir können im Übrigen gerne darüber diskutieren, ob ich den Film vllt. zu negativ sehe oder ob ihr zu nachsichtig seid. Aber dass dann dieses unsägliche Argumentum ad hominem zum Vorschein tritt, nach dem ich mir den Film nur angeguckt habe, weil ich ihn danach zerreißen will, finde ich schon beinahe unverschämt.
Ich liebe den ersten Jurassic Park. Ich mag den zweiten. Ich hasse den dritten. Wenn man nur danach ginge, hatte ich eine 66%ige Chance, dass mir der Film gefallen könnte.
Und nochmals: ich habe keine Vorurteile. Ich gehe in einen Film und lasse ihn auf mich wirken. Natürlich siebe ich auch vorher aus. Sämtliche Teenieklamotten, Tanzfilme und Haudrauf-Komödien der Marke Scary Movie gucke ich mir gar nicht erst an. Früher war das anders, denn damals konnte man noch hoffen, dass ein Film "so schlecht ist, dass er wieder gut ist". Heutzutage sind schlechte Filme einfach nur schlecht und langweilig. Damit vertue ich meine Zeit nicht mehr.
Ich hatte also weder das, noch hatte ich sonstwie irgendwelche Erwartungen. Manche schrieben, er sei gut, manche, er sei schlecht. Ich wollte mir ein Bild machen. Das war dann leider negativ. Und so habe ich das auch formuliert. Vllt. kann man über Nitpicking streiten in Bezug auf die Musik, meinetwegen. Aber eigentlich habe ich doch ganz klar artikuliert, was mir am Film nicht gefiel. Wo ist da also das Problem?

Ehrlich gesagt, bin ich mittlerweile auch echt genervt davon, dass man einigen und meines Erachtens insbesondere mir vorwirft, sie versuchten nur, Blockbuster zu zerreißen (was ist da mit meiner Meinung zu Edge of Tomorrow oder eben Abraham Lincoln - Vampirjäger?) oder anderen ihren Gefallen an hirnlosen (keine Wertung!) Filmen madig zu machen. Da schwindet wirklich die Lust, eigene Kritiken zu schreiben, zum Einen weil man sofort um die Ohren geschlagen bekommt, man versuche künstlich einen auf Advocatus Diaboli zu machen, zum Anderen weil man hin und wieder richtig Mühe in die Kritiken steckt (im Gegensatz zu den Filmemachern und ihren Filmen) und dann das Gefühl bekommt, es wird nicht wertgeschätzt. Wobei ich klarstellen möchte: Letzteres ist mir eher unwichtig.
So kann es natürlich passieren, dass hier ein gewisser Mainstream Einzug erhält, unliebsame Meinungen wegkomplimentiert werden und so, beabsichtigt oder wohl eher unbeabsichtigt, eine Einheitsmeinung installiert wird.

Vielleicht übertreibe ich mit dem letzten Satz, aber ich bin gerade etwas aufgebracht, wenn ich ehrlich bin. Also nicht xauer, aber doch etwas erregt. Und ja, ich weiß, dass auch meine Kritiken sich teilweise derber Worte bedienen und ich dadurch Kritik provoziere; da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen.
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Alt 30.06.2015, 18:39   #12753
Duke Skywalker
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
oder anderen ihren Gefallen an hirnlosen (keine Wertung!) Filmen madig zu machen.
Doch das ist eine Wertung. Eine ziemlich harsche sogar.

Zitat:
Ich mag den zweiten.
Was ich Angesichts der genannten Kritikpunkte an Teil 4 wiederum sehr seltsam finde.
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Steven Seagal
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Alt 30.06.2015, 18:44   #12754
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Doch das ist eine Wertung. Eine ziemlich harsche sogar.



Was ich Angesichts der genannten Kritikpunkte an Teil 4 wiederum sehr seltsam finde.
Nein, ich meinte das nicht als Wertung. Wertend wäre es, wenn ich damit gemeint hätte, dass die Zuschauer kein Hirn haben und die Filme nur deswegen genießen können. Was ich damit meinte, waren die typischen No-Brainer, die auch äußerst unterhaltsam sein können. Commando ist doch das Paradebeispiel eines solchen Films. Acht Punkte gab's dafür von mir.
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Alt 30.06.2015, 18:45   #12755
umimatsu
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Doch das ist eine Wertung. Eine ziemlich harsche sogar.
Hirnlos muss ja nicht per se schlecht sein. Siehe Undisputed, Marked for Death oder Commando.
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

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Alt 30.06.2015, 19:12   #12756
Duke Skywalker
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Hirnlos muss ja nicht per se schlecht sein. Siehe Undisputed, Marked for Death oder Commando.
Filme die wir gut finden. Kliqer würde die noch schlimmer zerreißen als jeden Marvel Film.
Aber auf die elendige Geschmacksdiskussion will ich nicht hinaus. Mich würde einfach mal interessieren, warum du diesen Werken ein Nichts an Handlung verzeihst und z.B. Seagals "Schauspiel" erträgst, während du bei Captain America in die Ecke kotzt? Was macht den Unterschied? Die Action? Die Gewalt? Nostalgische Verklärung?

Anderes Beispiel: Du prangerst folgendes an:
Zitat:
Selten erwischt man mal einen Blockbuster, der wirklich gut ist und der dann, wie im Falle von Interstellar, von Pseudophysikern ( die im gleichen Atemzug F&F 7 5 sterne auf Amazon vergeben ) ob seiner wissenschaftlichen Ungereimtheiten zerrissen wird
Du hingegen rollst (vermutlich) mit den Augen wenn in F&F ein Auto 10 Meter zu weit springt.
Warum darf Nolan zum Erreichen seines Ziels mit den Gesetzen der Physik spielen, James Wan hingegen nicht?
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Steven Seagal
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Alt 30.06.2015, 19:21   #12757
Goldberg070
Moderator
 
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Ich bin da ehrlich und ich hab auch wirklich nichts gegen irgend jemanden hier, jedem sein Geschmack, aber mir geht dieses Blockbuster-Bashing einfach nur noch auf den Sack. Da wird jeder halbwegs erfolgreiche Film aufs Übelste verrissen, was das doch für ein Schund ist, als ob man zwanghaft alles Schlechte oder im Übermaß zu kritisierende rausfiltert, so nach dem Motto: Der Film war erfolgreich und bekam größenteils gute Kritiken, ich muss jetzt jedem zeigen, was für eine Scheiße der Film ist" - und so kommt das für mich in letzter Zeit oft rüber und das stört mich.

Ich finde auch nicht jeden Blockbuster gut, definitiv nicht, aber z.B. den Marvel-Filmen filmische Qualität abzusprechen finde ich einfach quatsch. Wenn man damit nichts anfangen kann, weil einen solche Filme nicht interessieren oder einem nichts geben (wie bei mir z.B. V - wie Vendetta oder Watchmen) ist das eine Sache, aber die Filme sind alle handwerklich auf sehr hohem Niveau. Da muss man auch nicht daherkommen und meinen die Filme beleidigen die Ingelligenz des durchschnittlichen Menschen, da dieses Argument bei No-Brain-Actionern zutreffen mag, aber bei anderen Filmen ist es einfach nur Käse.

Aber ich will jetzt hier auch nicht die große Diskussion lostreten, das ist ein rein persönliches Empfinden meinerseites und ich habe kund getan, dass es mich halt eben stört, weil ich das von mir oben formulierte persönliche Empfinden habe.
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 30.06.2015, 20:08   #12758
umimatsu
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Beiträge: 9.966
Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Aber auf die elendige Geschmacksdiskussion will ich nicht hinaus. Mich würde einfach mal interessieren, warum du diesen Werken ein Nichts an Handlung verzeihst und z.B. Seagals "Schauspiel" erträgst, während du bei Captain America in die Ecke kotzt? Was macht den Unterschied? Die Action? Die Gewalt? Nostalgische Verklärung?
Bei Captain America kotze ich in die Ecke, weil Marvel keinerlei Risiko eingangen ist, einen Film mit Ecken und Kanten zu bringen. Reines Zielgruppenkino. Bei Investitionen im Hundertmillionenbereich sicherlich verständlich, aber eben auch langweilig und generisch. Damit wir uns nicht missverstehen, viele, korrigiere, fast alle Actionfilme der 80er / frühen 90er sind dumm. Strunzdumm. Nur scherte man sich damals einen Dreck um Dinge wie Gewalt, Explicit language oder political correctness. Man ließ Steven Genicke und Knochen brechen, Sly und Arnie Horden von Russen, Terroristen oder Vietcongs abschlachten, dabei häufig einen lustigen Spruch auf den Lippen, kein Respekt vor niemanden. Und heute? Bloß niemand verärgern. Alle Zielgruppen mitnehmen. Es allen recht machen wollen. Gähn.
Captain America ist eine der interessantesten Figuren des Marvel-Universums. Ein talentierter Regisseur und ein williges Studio hätten aus dem Stoff einen starken Blockbuster mit kritischen Kommentaren zur aktuellen Lage nicht nur der Freiheitsrechte in Amerika und der westlichen Peripherie auf die Leinwand bringen können, stattdessen kredenzt man, zumindestens im 2. Teil, die x-te Verschwörungsgeschichte. Doppelgähn.

Zitat:
Du hingegen rollst (vermutlich) mit den Augen wenn in F&F ein Auto 10 Meter zu weit springt.
Warum darf Nolan zum Erreichen seines Ziels mit den Gesetzen der Physik spielen, James Wan hingegen nicht?
Ich habe nie behauptet, James Wan dürfe nicht mit der Physik spielen. Man sollte nur nicht Interstellar wegen wissenschaftlicher Ungereimtheiten kritisieren und gleichzeitig bei F&F 7 über den Mangel an physikalischen Sachverstand hinwegsehen.
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Geändert von umimatsu (30.06.2015 um 20:09 Uhr).
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Alt 30.06.2015, 20:16   #12759
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Ich habe nie behauptet, James Wan dürfe nicht mit der Physik spielen. Man sollte nur nicht Interstellar wegen wissenschaftlicher Ungereimtheiten kritisieren und gleichzeitig bei F&F 7 über den Mangel an physikalischen Sachverstand hinwegsehen.
Da bin ich anderer Meinung. Interstellar hat einen ganz anderen Anspruch als Film als FF7. Interstellar will viel mehr intelligent, anspruchsvoll und intelektuell sein, als FF7. FF7 will einfach nur Spaß machen und hat keinen Meter den Anspruch ein Film für Intelektuelle zu sein. Deswegen ist Kritik an fehlendem Realismus bei FF7 inhaltlich zwar richtig, aber unnötig. Bei Interstellar ist mir das zwar auch egal, aber ich kann eher nachvollziehen, wenn Leute das dann kritisieren.
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Alt 30.06.2015, 20:25   #12760
Humppathetic
Genickbruch
 
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Die alten Filme waren natürlich saudämlich, aber wie umi schon meinte: sie gingen Risiken ein, schissen auf gewisse Konventionen und konnten durch andere Momente brillieren - bspw. den Gewaltfaktor (den man heute sowieso vergeblich sucht), gute bis sehr gute Oneliner, spaßige, kurzweilige Unterhaltung, die richtige Länge (dann ist der Film halt nur 85 Minuten lang, who cares?), sympathische Charaktere, Handwerklichkeit und Idenfikationspotential, among others.
Ich will hier jetzt nicht auf den "Marvel ist Kacke"-Zug aufspringen (ich fand ja Captain America bspw. recht brauchbar, genauso Guardians of the Galaxy), aber sowas fehlt einem da einfach. Und dazu kommt dann der Faktor, dass man bei solchen Großproduktionen kein Risiko eingehen will. Also beschert man das, was 99% der Leute erwarten, und lässt keinerlei Individualität zu. Wie viele Marvelfilme gibt es seit dem Hype um Comicverfilmungen? Seitdem sich herausgestellt hat, dass sie (die Filme) Kühe, die man bis zum Erbrechen melken kann, sind, unterscheiden sie sich voneinander nicht im Geringsten. Und selbst die eigentlich angepeilte Klientel scheint ja langsam zu viel zu bekommen, oder wird Avengers 2 etwa so gehypt wie der erste?
Und das finde ich bspw. schade. Lasst doch die verschiedenen Regisseure den Filmen ihre eigene Note verpassen.

Edit: aber so langsam kommen wir vom Thema ab. Ich fand Jurassic World mistig. Punkt.
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Geändert von Humppathetic (30.06.2015 um 20:26 Uhr).
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Alt 30.06.2015, 20:43   #12761
Duke Skywalker
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Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
gute bis sehr gute Oneliner, spaßige, kurzweilige Unterhaltung, die richtige Länge (dann ist der Film halt nur 85 Minuten lang, who cares?), sympathische Charaktere, Handwerklichkeit und Idenfikationspotential, among others.
Aber das ist doch im Grunde die völlig gleiche Erfolgsformel des heutigen Unterhaltungskinos. Abgesehen vielleicht mal von der dummen Angewohnheit jeden Film in die Länge zu ziehen.
Aber hier werden jetzt auch IMO die falschen Filme verglichen. Commando ist kein Blockbuster. Indy Jones, Star Wars, E.T., Independence Day, Batman & Robin
Das sind für mich Blockbuster.

EDIT: Mich würde im übrigen immer noch sehr interessieren was dir an JP 2 gerade im Vergleich mit Teil 4 gefällt.
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Steven Seagal

Geändert von Duke Skywalker (30.06.2015 um 20:45 Uhr).
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Alt 30.06.2015, 20:45   #12762
RainMaker
Genickbruch
 
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Beiträge: 32.149
Ted 2

Nicht schlechter als der erste Teil, ich hatte meinen Spaß daran. Vorallem an zwei Spezialauftritten, die einfach regieren.
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Alt 30.06.2015, 20:57   #12763
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Aber das ist doch im Grunde die völlig gleiche Erfolgsformel des heutigen Unterhaltungskinos. Abgesehen vielleicht mal von der dummen Angewohnheit jeden Film in die Länge zu ziehen.
Aber hier werden jetzt auch IMO die falschen Filme verglichen. Commando ist kein Blockbuster. Indy Jones, Star Wars, E.T., Independence Day, Batman & Robin
Das sind für mich Blockbuster.

EDIT: Mich würde im übrigen immer noch sehr interessieren was dir an JP 2 gerade im Vergleich mit Teil 4 gefällt.
Diese Erfolgsformel wird aber zumindest meines Erachtens nicht mehr richtig angewandt. Selten blitzt da mal ein Film heraus, der wirklich brilliert. Wie gesagt, Edge of Tomorrow ist da so ein Fall.

Was ich an Jurassic Park 2 damals so gut fand, kann ich dir sogar gar nicht mehr so richtig sagen. Ist zu lange her, dass ich den gesehen habe. Eventuell würde ich ihn heute nicht mehr so gut einschätzen. Denn es gibt ja leider auch da äußerst dumme Szenen (das Turnen des Mädchens bspw.).
Star Wars aber ist so ein Film, den man gut mit den neueren Werken vergleichen kann. Mit Handwerklichkeit meinte ich dabei nicht nur die tolle Umsetzung in Form von Kameraarbeit, Score usw., sondern eben auch das Zurückgreifen auf Bauten, Szenerien etc., die man eben nicht am PC herstellte (damals ja auch noch ein Ding der Unmöglichkeit).
Die Geschichte aber fesselte, es gab eine Menge toller Charaktere, die in meinen Augen auch tiefsinniger waren und sich auch schön entwickelten, und insgesamt wurde man halt total in alles hineingezogen. Das fehlt mir bei den Marvelfilmen. Da schaue ich hin und denke:"Ah, hübsch, da ist also das Geld hingeflossen. Die CGI sieht nett aus." Aber da müsste ich jetzt jeden Marvelfilm, den ich kenne, einzeln auseinandernehmen.
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Alt 30.06.2015, 22:32   #12764
NarrZiss
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Aber das ist doch im Grunde die völlig gleiche Erfolgsformel des heutigen Unterhaltungskinos. Abgesehen vielleicht mal von der dummen Angewohnheit jeden Film in die Länge zu ziehen.
Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Diese Erfolgsformel wird aber zumindest meines Erachtens nicht mehr richtig angewandt. Selten blitzt da mal ein Film heraus, der wirklich brilliert. Wie gesagt, Edge of Tomorrow ist da so ein Fall.
Wobei das auch wieder Geschmackssache ist. Aus meiner Sicht war Edge of Tomorrow maximal ein solider 0815 Film mit einfallslosen dummen One-Linern und miesen unsympathischen Charakteren, allen voran Tom Cruise als Cage.

JP hatte für mich bei den Charakteren ein ähnliches Problem. Der Pseudo-Coole Chris Pratt ging gerade noch, zumal er aus meiner Sicht ein natürliches Charisma hat, während jegliche andere Figuren grauenvoll waren.

Vom ganzen Marvel Mist fand ich Captain America 2 noch mit am Akzeptabelsten.

Geändert von NarrZiss (30.06.2015 um 22:33 Uhr).
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Alt 30.06.2015, 22:44   #12765
Kliqer
Genickbruch
 
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Ich finde solche Diskussionen übrigens super. Ich weiß gar nicht, warum bei Geschmacksfragen immer gleich apologetisch formuliert wird, dass man darüber ja eigentlich nicht diskutieren soll/will/darf. Über Fragen des Geschmacks sollte genauso produktiv gestritten werden dürfen, wie über Fragen des Gewissens. Also: Immer nur her mit solchen Diskussionen!

Zitat:
Zitat von Duke Skywalker Beitrag anzeigen
Filme die wir gut finden. Kliqer würde die noch schlimmer zerreißen als jeden Marvel Film.
Jo, "Commando" fand ich arg uninteressant. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, Marvel-Filme großartig zerrissen zu haben. Sie sind halt einfach nichts, was mich irgendwie hinter dem Ofen hervorlockt. Sie laufen alle nach Schema F ab, bestehen zu 45% aus Action, die mich in ihrer völlige Subtanzlosigkeit kalt lässt, und 45% Komik, die ich nicht komisch finde, weil gewollt-coole One-Liner und Slapstick nur sehr selten mein Humorzentrum treffen. Na gut, das klingt jetzt schon etwas nach Verriss, aber: Ich verurteile niemanden, der Spaß an diesen Filmen hat. Das sagt rein gar nichts über die Person aus, höchstens über ihren Anspruch an Filme. Und nur weil jemand einen anderen Anspruch an etwas hat, heißt es nicht, dass er ein größerer/kleinerer Cineast, Kritiker, Filmfan oder sonst etwas ist.

Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ich bin da ehrlich und ich hab auch wirklich nichts gegen irgend jemanden hier, jedem sein Geschmack, aber mir geht dieses Blockbuster-Bashing einfach nur noch auf den Sack. Da wird jeder halbwegs erfolgreiche Film aufs Übelste verrissen, was das doch für ein Schund ist, als ob man zwanghaft alles Schlechte oder im Übermaß zu kritisierende rausfiltert, so nach dem Motto: Der Film war erfolgreich und bekam größenteils gute Kritiken, ich muss jetzt jedem zeigen, was für eine Scheiße der Film ist" - und so kommt das für mich in letzter Zeit oft rüber und das stört mich.
Gleichzeitig triffst du aber eine noch höhere Zahl an Menschen, die diese Blockbuster eben gedankenverloren abfeiern und jede Kritik, die daran aufkommt als "geplantes Blockbuster-Bashing" bezeichnen. Das fällt die wahrscheinlich nicht auf, weil du eher auf der Seite dieser Leute stehst und, Murphys Law entsprechend, die Gegenseite einfach intensiver wahrnimmst, obwohl sie eigentlich gar nicht in der Überzahl ist.
Dabei sollte man mMn einfach generell aufhören, hinter jeder zweiten Kritik irgendeine Agenda zu sehen. Mir persönlich ist doch scheißegal, wer einen Film gut findet oder wieviele ihn mögen. "Victoria" wird bspw. allerorts abgefeiert und mit Preisen überhäuft. Macht den Film aber in meinen Augen weder schlechter, noch besser.

Dass es häufiger die gleichen Leute sind, die Blockbuster kritisieren kommt aber natürlich auch nicht von ungefähr. Blockbuster sind deswegen Blockbuster, weil sie versuchen möglichst viele Menschen anzusprechen. D.h. es wird auf bekannte Muster und Strukturen zurückgegriffen, auf Handlungsstränge die nicht überfordern, nicht provozieren, sondern schnell und von möglichst vielen Menschen nachvollzogen und verstanden werden können. Figuren, die weniger Tiefe, dafür viel Breite haben, damit sich eben möglichst viele Menschen damit identifizieren können. Da geht es nicht darum, künstlerisch wertvolle Werke zu kreieren, den Rezipienten zu fordern, die Grenzen des Mediums auszuloten oder irgendwelche Tabus zu brechen. Es geht um Unterhaltung, es geht um konventionelle Ausarbeitungen, um eine gewisse Gemütlichkeit. Deswegen sind Blockbuster Blockbuster. Und deswegen sind diejenigen, die von einem Blockbuster gelangweilt sind, auch oft von dem anderen Blockbuster gelangweilt. Das muss nicht immer so sein, da es durchaus Regisseure gibt, die auch auf vielbefahrenen Straßen mit schönen Autos unterwegs sind, Schauspieler, die auf der Sympathieebene viel bewirken können und Settings, die man von Haus aus einfach interessant findet, aber auch dafür gibt es keine Garantie. Auch hier macht es natürlich diejenigen, die Spaß an den Blockbustern haben nicht schlechter oder dümmer, sondern in ihrem Filmgeschmack zeigt sich einfach nur eine andere Erwartungshaltung an das, was für sie gute Filmunterhaltung ist. Fertig. Dennoch darf und sollte man mMn über die, individuell erkannten, Qualitäten eines Films diskutieren dürfen, erklären, warum man ihn gut oder kacke fand und die eigene Meinung argumentativ belegen, sowie sich mit der des Gegenübers kritisch auseinandersetzen. Man sollte es nur nicht immer als persönlichen Angriff, bösartige Agenda oder ähnliches sehen, sondern als einfachen Austausch über etwas, dass wir alle lieben, denn sonst würden wir keine Filme schauen und schon gar nicht darüber schreiben.
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Alt 01.07.2015, 09:39   #12766
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Ich dachte das mit den physikalischen Gesetzen un Nolan bezog sich auf Inception.
Aber Interstellar ist ein recht guter SciFi-Film in der psychologischen Tradition von z.B. 2001.
die ganzen Marvel-Filme, die ich bisher gesehen habe, sind eben jene 0815 Comic-Action Dinger, etwas teurer vielleicht als andere, aber austauschbar, ob nun Thor, der Hulk, Captain America, oder sonstwer oder alle zusammen im Vordergrund stehen, ist egal.
Die Filme wurden gedreht um Geld zu verdienen und das haben sie.
Die Austauschbarkeit geht ja weit über das Marvel-Universum hinaus, gerade bei den "Avengers" dachte man im letzten Drittel, eben jene Avengers hätten sich in die Transformers Filme verirrt.
Die besten Comicverfilmungen sind für mich immer noch die trashigen "Superman"-Filme der 1980er und die Batman-Adaptionen von Nolan.

"Commando" war kein Blockbuster, ich glaube in D nur auf Video ein Erfolg, aber es lässt sich an dem Film der typische Plot eines 1980er Jahre Actionfilms exemplifizieren.
Ein Mann nietet bösen Diktator sammt Schergen um und steckt sich nachher die Siegeszigarre an.
Macht unterwegs dumme Sprüche und muss ganz nebenbei sein Töchterchen retten.
Alyssa Milano, die nachher bei "charmed" aber mal richtig zuckersüß und supersexy war.
Sorry, aber "Let off some Steam!" ist für mich immer noch einer der besten Arnie-Oneliner.
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Alt 01.07.2015, 11:21   #12767
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Gestern Abend mal wieder aus meiner DVD-Kiste, die noch aus meinem Laden (2004 - 2006) stammte:

Telefon, 1977, Regie: Donald Siegel.

Der Altstalinist Dalchimski (Donald Pleasence) ist mit der Entspannungspolitik unzufrieden, aber leider auch im Besitz eines Buches, indem einige Sowjetagenten in den USA, sog. Schläfer, verzeichnet sind, die entsprechend konditioniert, per Telefon auf eine Strophe eines alten Gedichtes von Robert Frost hin in Aktion treten.
Die Militärs wollen in liqudieren lassen, kommen zu spät, Er flieht in die USA und aktiviert einige der Schläfer.
Die CIA wundert sich, warum Anschläge auf zweitrangige und teils ausrangierte Ziel verübt werden.
Die KGB schickt Grigori Borzov (Charles Bronson) los um Dalchimski zu stoppen.
Der aktiviert immer mehr Schläfer bis es Borzov und der Doppelagentin Barbara (Lee Remick) gelingt ihn zu stoppen.
Jedoch hat jetzt Borzov die Telefonnummern der restlichen Schläfer.

"The woods are loveley, dark an deep,
but i have promises to keep,
and miles to go, bevore i sleep."

Einer meiner persönlichen Kultfilme.
Die Handlung ist sowas von Gaga, das man sie einfach nicht ernstnehmen kann, dazu passt der bescheuerte Showdown in einer texanischen Kneipe, der Bösewicht wird erst erwürgt und dann noch von einer Schlange gebissen.
Das ganze ist spannend inszeniert, vor allem Pleasence hat sichtlich Spaß am Blödsinn, Bronson ist Bronson, aber bedonders gefällt mir immer wieder Tyne Daly als Dr. Dorothy Putterman.
So ein weiblicher Nerd, könnte durchaus ein Vorbild für die Figur der Amy Farrah-Fowler gewesen sein.
"It was exactly this attitude, that lead to the downfall of the hetite Empire!"
faucht sie ihre Vorgesetzten an, als sie die Sache nicht ernstnehmen wollen.

"Don't bother us, or the Telefones will be ringing again!"

8 Kultpunkte, realistisch 5 von 10
PappHogan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2015, 12:01   #12768
Duke Skywalker
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Zitat:
Man sollte es nur nicht immer als persönlichen Angriff, bösartige Agenda oder ähnliches sehen, sondern als einfachen Austausch über etwas, dass wir alle lieben, denn sonst würden wir keine Filme schauen und schon gar nicht darüber schreiben.
Der Ton macht halt immer die Musik. Sein Fazit zu JW lautet im Grunde Asylum Niveau. Harter Tobak, Humpa.
Story und Charaktere sind typisch Blockbuster (du hast das sehr schön ausgeführt, Kliqer) etwas generisch, aber stupide? Dumm war es als der Dino-Forscher(!) in JP III die Dino Eier stahl. Aber das 2 Jungs in diesem Alter (ohne das Wissen, dass ein fieser Dino unterwegs ist) das Abenteuer suchen, ist IMO absolut nachvollziehbar. Wer hat nicht als Kind solchen Mist gebaut?
Dazu gab es IMO interessante neue Plotelemente, wie die Erschaffung einer neuen Art, das Interesse des Militärs und allgemein die Darstellung des Parks mit so Unglaublichkeiten wie Dinoreiten und Streichelzoo. Meist du das mit Entmystifizierung der Dinos, Humpa? Ich dachte auch im ersten Moment WTF? Dann aber, ja das würden wir wahrscheinlich mit Dinos anstellen, wenn welche da wären.
Auch bei Humor und Score bin ich anderer Meinung, was den unpassenden Einsatz betrifft. Die Auflockerungen waren IMO gut gesetzt, der Score nicht auf John Williams Niveau, aber solide und als die Jungs in den Park fahren und das Main Theme ertönt hatte ich eine dicke, fette Gänsehaut und kleine Nostalgietrännchen in den Augen.
Von da an hatte der Film mich.

Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Was ich an Jurassic Park 2 damals so gut fand, kann ich dir sogar gar nicht mehr so richtig sagen. Ist zu lange her, dass ich den gesehen habe. Eventuell würde ich ihn heute nicht mehr so gut einschätzen. Denn es gibt ja leider auch da äußerst dumme Szenen (das Turnen des Mädchens bspw.)
Vorweg. Ich mag JP 2 auch. Ich habe den Film damals im Kino gesehen (den ersten durfte ich leider Altersbedingt erst auf Video gucken) und war von den Dinos auf großer Leinwand geflasht. Ich konnte auch lange nicht verstehen, warum der Film so verrissen wird und z.B. für einen Razzie als schlechteste Fortsetzung nominiert wurde. Dann habe ich den Film noch mal gesehen...
Die ganze Geschichte ist schon arg konstruiert. Von der Idee, die Dinos in eine Großstadt zu holen, über die Einbeziehung von Dr. Malcolm (er hat im Prinzip die falsche Freundin ) und seiner Tochter (schleicht sich an Bord).
Was sich schließlich im Dschungel abspielt ist Horrorfilm 1x1. Der Eine entfernt sich zu weit von der Gruppe, der Andere wiederum hat plötzlich mehr Angst vor einer Schlange als vor dem T-Rex und rennt blind in sein verderben und am Ende läuft die versammelte Mannschaft allen ernstes ins hohe, Raptoren verseuchte Gras. Das Schlimme: das Gras verdeckt dabei den Blick auf die Metzelei, wodurch die Dummheit nicht mal Spaß macht.
Als schließlich der Horror im Dschungel vorbei ist (und wir endlich den Grund erfahren, warum der Turnhintergrund der Tochter so prominent erwähnt wird), folgt ein riesiger Bruch in Handlung und Atmosphäre als der Rex per Boot nach San Diego kommt, wo Malcolm und Freundin schon auf ihn warten. Ab da wird es richtig "spaßig".
Ach ja: wenn du an Produktplatzierungen Spaß hast: Mercedes war schon damals ein prominenter Unterstützer. Dazu gibt es mindesten eine Szene, die es 100% nur im Film gab um das entsprechende Spielzeugauto zu verkaufen.
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Dennoch schaue ich den Film immer noch gerne. Ist ein flotter Spaß. Hochwertig produzierter Trash. Auch der immer noch im Kopf rumschwirrende, kindlich verklärte Ersteindruck hilft.
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"I am hoping that I can be known as a great writer and actor some day, rather than a sex symbol."
Steven Seagal
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Alt 01.07.2015, 13:20   #12769
Warren
Cut
 
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Beiträge: 65
Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Eben. Wir können im Übrigen gerne darüber diskutieren, ob ich den Film vllt. zu negativ sehe oder ob ihr zu nachsichtig seid. Aber dass dann dieses unsägliche Argumentum ad hominem zum Vorschein tritt, nach dem ich mir den Film nur angeguckt habe, weil ich ihn danach zerreißen will, finde ich schon beinahe unverschämt.
Ich liebe den ersten Jurassic Park. Ich mag den zweiten. Ich hasse den dritten. Wenn man nur danach ginge, hatte ich eine 66%ige Chance, dass mir der Film gefallen könnte.
Und nochmals: ich habe keine Vorurteile. Ich gehe in einen Film und lasse ihn auf mich wirken. Natürlich siebe ich auch vorher aus. Sämtliche Teenieklamotten, Tanzfilme und Haudrauf-Komödien der Marke Scary Movie gucke ich mir gar nicht erst an. Früher war das anders, denn damals konnte man noch hoffen, dass ein Film "so schlecht ist, dass er wieder gut ist". Heutzutage sind schlechte Filme einfach nur schlecht und langweilig. Damit vertue ich meine Zeit nicht mehr.
Ich hatte also weder das, noch hatte ich sonstwie irgendwelche Erwartungen. Manche schrieben, er sei gut, manche, er sei schlecht. Ich wollte mir ein Bild machen. Das war dann leider negativ. Und so habe ich das auch formuliert. Vllt. kann man über Nitpicking streiten in Bezug auf die Musik, meinetwegen. Aber eigentlich habe ich doch ganz klar artikuliert, was mir am Film nicht gefiel. Wo ist da also das Problem?

Ehrlich gesagt, bin ich mittlerweile auch echt genervt davon, dass man einigen und meines Erachtens insbesondere mir vorwirft, sie versuchten nur, Blockbuster zu zerreißen (was ist da mit meiner Meinung zu Edge of Tomorrow oder eben Abraham Lincoln - Vampirjäger?) oder anderen ihren Gefallen an hirnlosen (keine Wertung!) Filmen madig zu machen. Da schwindet wirklich die Lust, eigene Kritiken zu schreiben, zum Einen weil man sofort um die Ohren geschlagen bekommt, man versuche künstlichen einen auf Advocatus Diaboli zu machen, zum Anderen weil man hin und wieder richtig Mühe in die Kritiken steckt (im Gegensatz zu den Filmemachern und ihren Filmen) und dann das Gefühl bekommt, es wird nicht wertgeschätzt. Wobei ich klarstellen möchte: Letzteres ist mir eher unwichtig.
So kann es natürlich passieren, dass hier ein gewisser Mainstream Einzug erhält, unliebsame Meinungen wegkomplimentiert werden und so, beabsichtigt oder wohl eher unbeabsichtigt, eine Einheitsmeinung installiert wird.

Vielleicht übertreibe ich mit dem letzten Satz, aber ich bin gerade etwas aufgebracht, wenn ich ehrlich bin. Also nicht xauer, aber doch etwas erregt. Und ja, ich weiß, dass auch meine Kritiken sich teilweise derber Worte bedienen und ich dadurch Kritik provoziere; da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen.
Deine Kritiken sind 1A! Ich (und sicherlich viele andere) lieben es förmlich sie zu lesen. Von daher lasse dich bitte nicht demotivieren.

Ich muss heute schon "mit der Lupe suchen", um noch einen Film zu finden, der die Qualität hat dass ich sagen kann, es hat sich gelohnt ihn zu sehen.
Für mich ist z. B. Winter's Bone so ein Fall. Interessantes Thema, gutes Schauspiel (m. E. die beste Rolle von Jennifer Lawrence so far), beklemmende und authentisch wirkende Atmosphäre. Ich finde ihn wirklich gut (8/10). Aber lest mal die Kommentare unter dem Trailer. Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Geändert von Warren (01.07.2015 um 13:25 Uhr).
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Alt 01.07.2015, 15:09   #12770
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 2.057
Ich lese seine Kritiken auch gerne.
Was mich damals schon beim ersten JP sehr störte, war diese Dinomanie.
Als ob das Kuscheltierchen gewesen wären.
Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, gäbs wohl keine Menschen.
Der erste war auch nur ein aufgeblasener, zugegeben mit modernsten Mitteln inszenierter Katastrophen/Tierhorrorfilm.
Mit den üblichen Mätzchen: Ein skrupelloser Angestellter löst das ganze aus, der Tycoon, der auch dann noch glaubt, das nichts schiefgehen kann, als der T-Rex die ersten Fruchtzwerge verspeist.
Der Choasforscher, der schon vorher alles wusste, war da nicht noch was mit dem getrennt lebenden Forscherpaar, das narürlich ob der Gefahren wieder zusammenfindet?
Im Grunde genommen, wie "Erdbeben" oder "Flammendes Inferno" mit besseren Effekten.
Und Dinosaurieren.
Ich denke JW funktioniert ähnlich, wobei bei JP hja wenigstensnoch Schauspieler dabei waren wie Jeff Goldblum, richard Attenburrouh und Sam Neill.
Die heutigen Namen sagen mir alle nichts mehr.
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Alt 01.07.2015, 16:53   #12771
Mein GOAT Walter
ECW
 
Registriert seit: 15.04.2010
Beiträge: 6.100
Kann mich mal bitte wer spoilern bei Jurassic World und mir sagen, ob die Szene mit dem riesen Kothaufen auch drin vorkommt? Für mich der Grund ins Kino zu gehen!
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Mein GOAT Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2015, 16:54   #12772
Humppathetic
Genickbruch
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 35.525
Zitat:
Zitat von Mein GOAT Walter Beitrag anzeigen
Kann mich mal bitte wer spoilern bei Jurassic World und mir sagen, ob die Szene mit dem riesen Kothaufen auch drin vorkommt? Für mich der Grund ins Kino zu gehen!
Spoiler:
Wäre mir nicht begegnet. Gibt's aber bei Jurassic Park.
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What he didn't was, know was or was know was that I was dyslexic.
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Alt 01.07.2015, 16:55   #12773
Mein GOAT Walter
ECW
 
Registriert seit: 15.04.2010
Beiträge: 6.100
Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Spoiler:
Wäre mir nicht begegnet. Gibt's aber bei Jurassic Park.
Danke für die Blitzantwort!
__________________
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Mein GOAT Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2015, 18:30   #12774
Fox Black
Disqualifiziert
 
Registriert seit: 18.05.2008
Beiträge: 17.617
Dafur
Neben "Assault on Wall Street" IMO Bolls bisher bestes Werk mit Bildern, die man so leicht nicht vergisst. Vor allem das gepfählte Baby ist schon heftig. Hier will Boll noch eine Botschaft vermitteln, während mir in den Rampage-Filmen die Massaker-Szenen einfach zu sehr selbstzweckhaft waren. Allerdings sollte man sich den AK des Filmes diesmal nicht antun, denn da verfliegen wieder die meisten Sympathien für Boll. Ich glaub dem Uwe sogar auch, dass er mit dem Film gute Absichten hatte und mal nicht nur provozieren wollte. Nur lässt er gegen Ende wieder den üblichen Miesepeter raushängen, weil er für "Dafur" ja keine Preise bekommen hat und eh alle nur Veronica Ferres-Kumpels wären. Im Grunde also die selbe beleidigte Leberwurst wie immer. Der Film ist wie gesagt für Boll-Maßstäbe recht gut gemacht, nur wird's dann etwas unglaubwürdig, wenn zwei Reporter und ein Soldat der Gerichtigkeit genüge tun und die Schlächter bekämpfen wollen. Beim Massaker selber hält Uwe natürlich drauf - so kennen wir das von ihm. Aber hier ist es auch nötig, um die entsprechenden reaktionen zu wecken. Dabei lässt Uwe im AK auch irgendwie den Psycho in ihm vorblitzen, wenn er erklärt, dass bei der Vergewaltigungs-Szene, eine, die das wirklich durchgemacht hatte, eben diese Vergewaltigung nochmal spielen sollte, und er als Regisseur dabei völlig emotional abgehärtet und eiskalt gewesen war. Also da muss man doch schon sagen, dass der Typ irgendwo den Knall nicht mehr gehört hat - aber er wollte es wohl so authentisch wie möglich. Total gestört der Typ!
AK-Bewertung: 5/10 (Erkenntnis: Boll ist ein Geisteskranker)
Film-Bewertung: 7/10


PS.: Bin ich der einzige, der sich gewünscht hat, dass Kristanna Loken zum T-X mutiert und die Terrormiliz auseinander pflückt? Ok, wäre selbst für Boll-Niveau 'ne Nummer zu strange, aber wünschen kann man's sich ja.

Geändert von Fox Black (01.07.2015 um 18:31 Uhr).
Fox Black ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2015, 19:03   #12775
Woodstock
Genickbruch
 
Registriert seit: 19.12.2001
Beiträge: 16.342
John Wick

Nachdem Reeves nach Matrix irgendwie nicht wirklich mehr was vernünftiges auf die Beine gestellt hat, kann man hier durchaus von einem gelungenen Comeback reden.
Geradliniger Rachethriller mit einer gehörigen Portion Action und Blei.

Ich fand ihn sehr gut umgesetzt, auch wenn die ein oder andere Kampfszene ein bisschen zu "clean" wirkte.

7,5/10 Punkten

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Everly

Ein Film den Mann sich in der Videothek holt und dann erst einmal feststellen muss, dass die Tonspur nur auf Deutsch und Niederländisch existiert. Egal, denn im Film wird sowieso die meiste Zeit dazu noch Japanisch und Spanisch ( mit Untertiteln) gesprochen.
Selma Hayek spielt hier die Hauptrolle, in einem Film, der einfach mal direkt losgeht.
Man hört nur Szenen einer Vergewaltigung.. sieht wie sie im Bad fast durchdreht, sich selbst die Waffe an den Kopf setzt und dann zurückschlägt.
Der Film geht durchaus an die Nieren, da es ein überzeugend durchgezogener Tour de Force Film ist.
Die Wellen der Bösewichte erinnert ein bisschen an diverse Egoshooter, aber auch das stört nicht.
Watanabe spielt den Bösewicht wie immer überzeugend ( Asiaten können sowas anscheinend ) und der Film ist spannend bis zur letzten Minute.

Ebenfalls ein grandioses Comeback von Selma.

7/10 Punkten
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Benni : Also echt, ey!

"I have a disease, I'm allergic to stupid shit. Now some of y'all might have that same disease. It starts when you're a child. I remember as a child being allergic to stupid shit." - Katt Williams
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