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Alt 22.04.2022, 10:10   #176
y2jforever
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Die Diskussion uns Tempo-Limit erübrigt sich bei Autonomen Autos. Diese sind darauf ausgelegt, eher in mäßiger Geschwindigkeit zu fahren, vernetzt mit anderen Autonomen fahren sie im Konvoi ...
Nope. Der Unterschied ist, dass autonome bzw vernetzte Autos eine angemessene Geschwindigkeit fahren werden (so lange sie vernünftig programmiert sind). Sie werden also nicht mit 180 über die Autobahn brettern wenn das die Strecke bzw der Verkehr nicht her gibt. Im Unterschied zu den Augen des Menschen sind Sensoren aber in der Lage Informationen über große Strecken wahrzunehmen, gerade wenn Fahrzeuge aktiv kommunizieren. Gerade auf Autobahnen wo idR halt nur Autos verkehren kann man z.B. durch Funk auf Entfernung schon sehr genau feststellen wo sich andere Autos befinden und wie die Strecke aussieht und das entsprechend planen und auch die anderen Autos in die Planung mit einbeziehen. Im Unterschied zum Menschen kann man, wenn alle Autos miteinander kommunizieren, z.B. einen Notarzt mit quasi Maximalgeschwindigkeit fahren lassen weil Spuren zuverlässig freigemacht werden können oder ähnliches.

Auch Konvoi fahren muss nicht unbedingt langsam geschehen. Bei einem Konvoi von 100 Autos sind die Verzögerungen immernoch so minimal, dass es auf den Bremsweg des ersten Fahrzeugs ankommt. So lange dies noch bremsen kann bekommt man die Autos danach auch zum stehen. Auf einer dicht befahrenen Autobahn kann man vernetzte Autos mit weniger Abstand und größerer Geschwindigkeit fahren lassen als Menschen. Davon abgesehen, dass es weniger Staus gibt weil es quasi keine Unfälle gibt und auch unnötiges Bremsen entfällt.

Ich bin wie Face optimistisch, dass ich das alles noch erleben werde. Gerade was das Alter angeht halte ich das für eine tolle Sache. Ich bemerke das aktuell (leider) bei meinem Vater, dem Autofahren immer schwerer fällt obwohl er körperlich noch soweit zurecht ist. Individuelle Mobilität im Alter ist dann halt doch ein ziemliches Stück Lebensqualität.
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y2jforever ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2022, 10:26   #177
Hannoveraner
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 02.02.2022
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@y2jforever, mit dem Notarzt, da sagst Du was wahres. Letztens erst wieder an einer Hauptstraße gesehen, daß ein Rettungswagen kam, und es hat ewig gedauert, bis die Rettungsgasse freigemacht wurde, trotz Sirene und Martinshorn. Bis der RTW dann endlich durchkam. Dann mehrere Minuten später, und 300 Meter weiter, stand der selbe Rettungswagen schon wieder "im Stau", weil seine Vordermänner es dort weiter hinten auch nicht gebacken bekommen haben, die verdammte Rettungsgasse freizugeben. Mensch, das lernt man doch in der Fahrschule! Ich war etwas fassungslos, und bin erleichtert, daß ich nicht der Patient in diesem Rettungswagen hinten drin war. Wer weiß, bei Herzinfarkten und Schlaganfällen geht es um Sekunden! Das Blockieren der Rettungsgasse, wenn auch durch Inkompetenz, würde bei rein Autonomen Autos nicht passieren, vorausgesetzt, es gäbe nur noch ausschließlich Autonome PKW's.

Geändert von Hannoveraner (22.04.2022 um 10:38 Uhr).
Hannoveraner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2022, 21:17   #178
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
@Rantanplan, spritsparend fahren ist sicher ein Punkt, der für Autonomes Fahren spricht, damit kann es maximal optimiert werden. Wobei manche Menschen spritsparendes Fahren auch einigermaßen beherrschen.
Klar können das manche Menschen, viele müssen es ja auch - oder sind so wie ich einfach zu geizig um schnell zu fahren. Manchen ist das einfach ganz egal, weil sie es sich leisten können/wollen, andere fahren einen Dienst- oder Firmenwagen und denen ist das dann natürlich völlig egal. Habe die Woche ganz zufällig auf dem Weg zur Arbeit einen Probennehmer von uns "verfolgt", der den Sprinter mit zuhause hatte und dann plötzlich an einer Kreuzung vor mir hielt. Das war alles andere als spritsparend, wie der gefahren ist - aber ist ja nicht sein Geld. Mir persönlich ist das in dem Fall ja auch egal, aber ich bin mir sicher, dass der Kollege da keine Ausnahme ist.

Bis aber bei den Firmen ein Umdenken stattfindet, wird bestimmt auch viel Zeit vergehen. Zudem sind viele typische Dienstwagenfahrer ja irgendwo auch teuer genug, dass man die rasen lässt, fliegen lässt, was auch immer, weil der Arbeitgeber froh ist, wenn diese Leute 10 Minuten weniger im Auto unproduktiv sind. Das wird man, da hast du recht, erst durch emissionsfreies Fahren/Fliegen aus der CO2-Bilanz kriegen. Aber autonomes Fahren ermöglicht halt irgendwo auch genau diesen Arbeitnehmern eben die Arbeit während der Fahrt. Vielleicht könnten Firmen mit teuren Außendienstlern also die ersten sein, die auf autonomes Fahren setzen.

Zitat:
Die Diskussion uns Tempo-Limit erübrigt sich bei Autonomen Autos. Diese sind darauf ausgelegt, eher in mäßiger Geschwindigkeit zu fahren, vernetzt mit anderen Autonomen fahren sie im Konvoi, oder suchen die optimale Route heraus, die ein Mensch vielleicht gar nicht kennt. Menschen sind ja oft sehr eigenwillig, wenn es darum geht, welche Route nehme ich, wie schnell fährt man, wann und weshalb Überholen, usw. Menschen liegen da auch nicht immer richtig. Neuwagen sollten ab einem fixen Zeitpunkt in der Zukunft aber Klima-neutral sein, je länger man Verbrenner herstellt, desto länger sind sie auf unseren Straßen unterwegs.
Vielleicht hast du die Rechnung auch ohne unsere Wirtschaft gemacht. Ich bin mir relativ sicher, dass es beim Thema autonomes Fahren auch Premium-Abos geben wird, mit denen man auf der Überholspur fährt. Das machen "unsere" Autobauer ja auch heute schon. Serienausstattung ist schön und gut, aber alles was extra ist, bedeutet einen Mehraufwand. Oftmals ist es günstiger, die "Features" standardmäßig einzubauen - dann baut man nicht 10 verschiedene Fahrzeuge, sondern immer direkt das Premium-Modell - um die Features mit Abos, Premium, Zusatz, was auch immer freischalten zu lassen.

Ich arbeite in einem chemischen Labor, selbst da machen wir das teilweise auch so. Bestimmte Parameter werden standardmäßig von Kunden angefragt, manchmal werden weitere benötigt. Bei vielen Parametern lassen wir die "Extras" standardmäßig mitlaufen, weil es kostengünstiger ist, als "mal so, mal so". Wenn der Kunde die Zusätze braucht, bekommt er sie gegen einen Aufpreis (der bei uns einfach mit Haftungsgründen zu tun hat).
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2022, 21:30   #179
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 4.028
Zitat:
Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
@y2jforever, mit dem Notarzt, da sagst Du was wahres. Letztens erst wieder an einer Hauptstraße gesehen, daß ein Rettungswagen kam, und es hat ewig gedauert, bis die Rettungsgasse freigemacht wurde, trotz Sirene und Martinshorn. Bis der RTW dann endlich durchkam. Dann mehrere Minuten später, und 300 Meter weiter, stand der selbe Rettungswagen schon wieder "im Stau", weil seine Vordermänner es dort weiter hinten auch nicht gebacken bekommen haben, die verdammte Rettungsgasse freizugeben. Mensch, das lernt man doch in der Fahrschule! Ich war etwas fassungslos, und bin erleichtert, daß ich nicht der Patient in diesem Rettungswagen hinten drin war. Wer weiß, bei Herzinfarkten und Schlaganfällen geht es um Sekunden! Das Blockieren der Rettungsgasse, wenn auch durch Inkompetenz, würde bei rein Autonomen Autos nicht passieren, vorausgesetzt, es gäbe nur noch ausschließlich Autonome PKW's.
Hatte diese Woche aber auch so ein Erlebnis - auf der Autobahn ist alles relativ klar, aber bei den vollgestopften Hauptverkehrswegen in der Innenstadt ist gar kein Platz für Rettungsgassen. Es gibt da faktisch keine Auswegflächen, erst recht nicht bei den Großbaustellen. Jeder hat sich halt irgendwie bemüht, aber es hat doch ein paar Minuten gedauert, bis der Rettungswagen durchkam. Da sind halt auch mal die Baustellenplaner in den Kommunen bzw. Verkehrsbetrieben gefragt. Und man muss es für die Baufirmen teuer machen, wenn diese nicht fristgemäß liefern. In Aachen steht uns ab Mai eine neue Großbaustelle bevor, die eigentlich schon im Herbst hätte eingerichtet werden sollen. Zu dem Zeitpunkt, als die Baustelle 1.000 m vorher hätte erledigt worden sein müssen. Stand jetzt ist die andere Baustelle noch nicht abgehakt, eine Ampelanlage kurz davor ist ebenfalls seit 1,2 Wochen defekt, der Verkehrskollaps ist vorprogrammiert.

Das hat die Stadt Aachen allerdings auch nicht davon abgehalten, eine Kirmes in diesem Bereich zu genehmigen, die am 02.05. ihren Abschluss finden soll. Und du willst nicht wissen, was da jetzt schon durch Parkplatzsuchende an CO2 in die Luft geblasen wird. Auf die kreative Idee, ein Kirmes-Ticket für Bus und Bahn zu subventionieren, ist scheinbar auch noch keiner gekommen, und diese Kirmes findet seit 1927 statt, seit keine Ahnung wann 2x jährlich.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2022, 05:29   #180
Hannoveraner
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 02.02.2022
Beiträge: 502
@Rantanplan, mit Tempo-Limit meinte ich in erster Linie Raser, und Geschwindigkeits-Uebertretungen, schlicht, zu schnell fahren. Das fällt beim Autonomen, Selbstfahrenden Auto weg.

Mit dem Premium-Abo, da greifst Du etwas wichtiges auf. Ich habe bei YouTube mal ein interessantes Video gesehen, unsere Welt, oder Deutschland 2050, bzw. in der Zukunft, da ging es um technische Visionen, wie sich Wissenschaftler, Ingenieure, Technik-Experten usw. unsere Zukunft optimistisch vorstellen. Hat jetzt nichts mit Hellseherei oder Nostradamus oder Verschwörung zu tun. War seriös.

In diesem Video wurde erörtert, daß Gutverdiener sich eine "Goldcard", (nannte man es da), leisten können, womit ihr Autonomes Auto schneller unterwegs ist, als diejenigen der einfachen Arbeiter, die weniger zahlen (können oder wollen).

Heute gibt's dieses Prinzip in Zügen, man kann wählen, ob man im ICE oder Thalys, TGV erste Klasse fährt, die Züge fahren 250 km/h schnell, auf extra Hochgeschwindigkeits-Trassen, und halten nur in Großstädten. Oder man setzt sich in einen Bummelzug, RE oder RB, der an jedem Dorf hält. Entsprechend ist der Fahrpreis unterschiedlich.

Diese seriösen Videos bei YouTube über die Zukunft sind ganz interessant, unter anderem wurde ein Motorrad und Rollstühle vorgestellt, die Treppen rauf und runter fahren können! Es sollen dafür Wires, spezielle Räder entwickelt werden, die sich aus der normalen Reifen-Form aufsplitten lassen, in mehrere Einzelteile, die, jedes einzelne für sich als Viertelkreis oder Halbkreis rollen, keine Ahnung, mit welchen Worten ich das anschaulich erklären soll. Gerafft habe ich das Konzept aber schon einigermaßen. ich weiß jetzt aber nicht mehr die exakte Bezeichnung dieser Tires/Räder.

Auch eine andere Form von Selbstfahrenden Autos wurden dort vorgestellt, allerdings nicht in dem Sinne, wie sie hier diskutiert wurden. Bei YouTube waren es viel mehr Module, entfernte Ähnlichkeit mit einem Eisenbahn-Waggon oder Mini-Bus, (nur sehr viel kleiner und kürzer, für eine Familie war Platz, also etwa 6 Personen). Diese Module starteten einzeln in den kleinen Seitenstraßen. Auf der Hauptstraße bzw. Autobahn vereinten sie sich zu einem Konvoi, allerdings nicht ausschließlich per Internet, sondern auch physisch, in dem sie zu einer Art Zug zusammen gekoppelt wurden, (während der Fahrt), um gemeinsam eine größere Strecke durch die Stadt bzw. durch das Land zu fahren. Während der gemeinsamen Fahrt war es möglich und teilweise notwendig, das Modul zu wechseln, in dem man wie in einem Zug durch die Waggons läuft. Welches Modul welches Ziel ansteuert, wurde vorher online organisiert. Kurz vor den jeweiligen Zielorten trennten sich diese Module rechtzeitig wieder, (wurden während der Fahrt auseinander entkoppelt), um dann jeweils die kleinen Seitenstraßen an den jeweiligen Zielorten anzusteuern. Ein ähnliches Prinzip gibt es heute bereits bei Fern-Zügen mit Kurswagen. Beispiel: Ein Zug von Norddeutschland nach Süddeutschland. Einzelne Kurswagen starten jeweils in Westerland auf Sylt, in Dagebüll, in Flensburg oder Kiel, und in Lübeck-Travemuende oder Puttgarden/Fehmarn. Alle Kurswagen vereinen sich in Hamburg, wo sie zusammen gekoppelt werden. Gemeinsam fährt der komplette Zug nach München-Hauptbahnhof, wo dann die Kurswagen wieder abgekoppelt werden. Dann fahren Kurswagen getrennt voneinander weiter nach Garmisch-Parthenkirchen und Mittenwald, über Rosenheim nach Freilassing und Berchtesgarden, und nach Oberstdorf. So ähnlich funktionierte es auch mit diesen speziellen Autonomen Modulen dort bei YouTube.

Ein weiteres Konzept war der 3D-Bus, z. B. für China und Istanbul. Dieser Bus soll auf mehreren einige Meter hohen "Stelzen" fahren, dabei 2 Fahrspuren überspannen, so lang sein wie eine Strassenbahn. Während dessen fahren die schnelleren PKW's einfach drunter durch, vor allem an Haltestellen. Dies setzt eine gewisse Disziplin und Aufmerksamkeit der Autofahrer voraus, vor allem beim Abbiegen und bei Kreisverkehren, spricht jedoch dafür, das in der fernen Zukunft Autonome Autos fahren, die solch eine spezielle Situation auf den betreffenden Straßen berücksichtigen und meistern.

Einige Experten wollten hyper-schnelle Flugzeuge entwickeln, welche selbst den längsten, weitesten Flug auf der Welt auf unter 4 Stunden reduzieren. Diese Flugzeuge sollten aussen mit Kacheln verkleidet werden, ähnlich wie bei Raumfähren, um die Reibungs-Hitze zu absorbieren, da sie sehr hoch fliegen würden. In wie fern und ob diese Flugzeuge das Klima zumindest entlasten, ist mir nicht mehr geläufig. Ich meine, es ging um Kerosin-Einsparungen/Aussparungen gegenüber gewöhnlichen Fern-Strecken-Flügen.

Zu den Baustellen bzw. Engpässen auf Straßen: Ein großes Schützenfest/Kirmes haben wir in Hannover ebenfalls, noch dazu ganz in der Nähe vom Maschsee, einem hiesigen Anziehungspunkt, Naherholungsgebiet, Touristen-Magnet, usw. da wir auch ein Maschsee-Fest haben, wo einiges los ist. Noch dazu ist ganz in der Nähe vom Schützenplatz das Fußball-Stadion von 96, (Niedersachsen-Stadion/HDI-Arena) in Hannover-Linden, wo auch große Konzerte stattfinden. Alles auf engem Raum. Hier in Hannover ist ein Verkehrsleit-System im Einsatz, und wenn der Schützenplatz grade ungenutzt und frei ist, wird dieser zu einem gigantischen Parkplatz umgeformt.

Wie bei Großveranstaltungen üblich, stehen mehrere Krankenwagen auf Abruf vor Ort bereit.

In Aachen kenne ich mich nur sehr begrenzt aus. Ich kenne den Aachener Hauptbahnhof, den Bahnhofs-Vorplatz, den Bahnhof Aachen-Rothe Erde gibt's doch auch. Ich kenne ein wenig die Innenstadt um den Dom, die Fußgänger-Zone mit der Einkaufspassage, und Karl der Große, auf französisch Charlemagne, und der Karlspreis, ist mir natürlich auch ein Begriff, genau wie Aachener Printen, Euer Fußball-Verein Alemannia Aachen und das Oecher Platt. Ich bin mal mit dem Linienbus von Aachen/ZOB nach Eupen (Belgien) gefahren. Die Städte Verviers, Lüttich (Liege) in Belgien, und Heerlen und Maastricht in Holland hatte ich mir auch mal angesehen, alles in der Nähe vom Drei-Länder-Eck. Die große Tankstelle in Aachen-Brand oder Aachen-Süd/AC-Lichtenbusch kenne ich auch, von Fahrten nach Paris. Von Aachen nach Vaals (NL) fährt ja ebenso ein Linienbus, in Vaals war ich jedoch noch nie. Monschau (Eifel) liegt doch auch in der Nähe von Aachen. Wie jetzt allerdings die PKW'S in Aachen zur Kirmes geleitet werden, da kann ich nichts zu beitragen.

Geändert von Hannoveraner (23.04.2022 um 12:31 Uhr).
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Alt 12.06.2022, 19:20   #181
Riddler
Schädelbasisbruch
 
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Ich packe es mal hier rein, weil es am besten passt. Wirtschaftsminister Habeck plant Veränderungen des Kartellrechts.

Hintergrund ist hierbei der Tankrabatt, welcher nicht zu 100% beim Endverbraucher ankommt.
Die Pläne sehen vor, die Gewinne der Mineralölkonzerne direkt abschöpfen zu können, sofern ein Missbrauch der Marktposition nachweisbar ist. Dies soll dann sogar bis hin zu einer Zerschlagung der Konzerne möglich sein.

Die rechtlichen Aspekte hierfür müssen sicherlich noch eingehend geprüft werden, dennoch empfinde ich dieses Vorgehen von Habeck als längst überfällig und mutig.

Was unterm Strich rauskommt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich noch nicht abschätzen, aber es ist definitiv ein wichtiges Zeichen in die richtige Richtung.
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Alt 12.06.2022, 19:42   #182
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Wobei das mit der FDP nicht zu machen ist und auf die Stimmen der CDU/CSU und AFD braucht er auch nicht zu hoffen auch wenn beide Parteien gerade schreiben das was gemacht werden muss
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Alt 13.06.2022, 20:34   #183
rantanplan
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Ist halt irgendwo auch eine Form des Präventionsparadoxons. Gerade bei einem stark volatilen Produkt wie Diesel oder Benzin kann man halt auch nicht einfach hingehen und sagen: "Der Rabatt kommt nicht an". Aber: Wo wäre der Preis ohne Rabatt? Natürlich verdienen sich die Konzerne gerade dumm und dämlich, aber das würden sie auch, wenn sie einen festen prozentualen Aufschlag auf den Raffineriepreis nehmen würden. Der Staat verdient ja in aller Regel genauso gut.

Die eigentliche Absurdität - man gibt einen "Rabatt" auf Steuern, wird ja überhaupt nicht kritisch hinterfragt. Genauso wie die "Diesel-Subvention" ja auch keine Subvention war/ist, sondern lediglich ein geringerer Steueraufschlag.

Jedenfalls muss man einfach mal anerkennen, dass die Energiepolitik ziemlich daneben läuft. Der "Rabatt" kommt nicht an, das 9-Euro-Ticket wurde für alle eingeführt, obwohl Abo-Nutzer usw. doch gar keine höheren Mobilitätskosten hatten und damit es richtig absurd wird, ist die Bahn an Pfingsten völlig überlastet, Punks fahren nach Sylt usw. Die Pendler nutzen das 9-Euro-Ticket scheinbar eher nicht dazu, eine günstigere Alternative zum Auto zu haben, aber vielleicht ist das der Nebeneffekt, der in der Berichterstattung eher nicht so präsent ist.

Wäre halt zu wünschen, dass man im Herbst keinen "Rabatt" auf Steuern für Strom und Gas einführt, sondern etwas mehr nachdenkt. Die 300-Euro Energiepauschale für Arbeitnehmer finde ich dabei gar nicht mal so schlecht, die wird versteuert, Geringverdiener haben effektiv mehr davon, sowas kommt an. Hätte man das Geld für den ganzen anderen Blödsinn gespart und 600 Euro draus gemacht, wäre vielleicht auch mehr angekommen.
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Alt 13.06.2022, 21:12   #184
k-town1900
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Die 300€ Pauschale wurde doch auch wieder nur mit der Gießkanne verteilt. Ein Single mit zb 3500€ Netto braucht die Kohle sicherlich nicht.
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Alt 15.06.2022, 19:42   #185
rantanplan
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Die 300€ Pauschale wurde doch auch wieder nur mit der Gießkanne verteilt. Ein Single mit zb 3500€ Netto braucht die Kohle sicherlich nicht.
Das finde ich wiederum nicht verkehrt. Dieser Single zahlt halt auch Spitzensteuersatz...und versteuert die 300€ auch mit Spitzensteuersatz.

Was das angeht, würde ich - bei ausreichender Machbarkeit - eigentlich sogar einen Schritt weiter gehen und jedem Bürger einen pauschalen Verbrauch schenken. Strom, Heizkosten, Sprit.

Die Pendlerpauschale bringt mir erst einmal nichts, weil ich ca. 8-9km zur Arbeit fahre, komme zwar durch andere Dinge mitunter über die Werbungskostenpauschale, aber effektiv rechnet sich die Pauschale erst ab 15km. Warum nicht den Arbeitsweg aus der Werbungskostenpauschale rausnehmen? Ist sehr einfach für die Finanzämter machbar und überprüfbar.

Alternativ: Die Spritkosten für z.B. 20 km werden komplett erstattet, sonst nichts. Warum muss der Staat es subventionieren, wenn jemand 50 km zur Arbeit fährt? In Aller Regel profitiert der Arbeitnehmer bei dieser Distanz ja auch ganz massiv von geringeren Mieten im Umland. Manche wohnen im Zentrum, zu deutlich höheren Mieten, fahren klimaschonend mit der U-Bahn zur Arbeit und können dann 5km absetzen. Irgendwo auch daneben.

Daneben Strom und Heizkosten festlegen, pro Person. Ich brauche wenig Strom, bin vielleicht "minimalistisch", das sind so 750 KWh im Jahr. Warum schenkt der Staat den Bürgern nicht z.B. 500 KWh im Jahr und alles was darüber hinaus geht, wird entsprechend teurer? Bei Heizkosten kann man es genauso machen, das dürfte über die Energieversorger nicht wirklich aufwändig sein.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2022, 06:40   #186
EnemyWithin
Knöchelbruch
 
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Hier mal was ganz "Nettes" aus dem Nachbarland: Unsere Umweltministerin Gewessler (Grüne) hat als Alternative für den Gasgebrauch aus Russland vorgeschlagen, Kohle zu verbrennen.

Zwar nur als Notfallplan, aber wer weiß was unserer Regierung da noch einfällt
EnemyWithin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2022, 07:42   #187
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von EnemyWithin Beitrag anzeigen
Hier mal was ganz "Nettes" aus dem Nachbarland: Unsere Umweltministerin Gewessler (Grüne) hat als Alternative für den Gasgebrauch aus Russland vorgeschlagen, Kohle zu verbrennen.

Zwar nur als Notfallplan, aber wer weiß was unserer Regierung da noch einfällt
Dass da bisher noch niemand drauf gekommen ist.

Kurzfristig bleibt jetzt halt nichts anderes übrig als auf andere Rohstoffe zu shiften.
Das haben wir uns alles schön selbst eingebrockt. Wenn wir vor 20 Jahren konsequent die Energiewende zur Erhalt unserer Lebensgrundlagen vorangetrieben hätten, wären wir jetzt nicht so abhängig von Erdgas.
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Die Öko-Krise ist kein Glauben, sondern eine Tatsache.

Angststörung + Irreführung = Extremismus
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2022, 18:12   #188
Iceman.at
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Dass da bisher noch niemand drauf gekommen ist.

Kurzfristig bleibt jetzt halt nichts anderes übrig als auf andere Rohstoffe zu shiften.
Das haben wir uns alles schön selbst eingebrockt. Wenn wir vor 20 Jahren konsequent die Energiewende zur Erhalt unserer Lebensgrundlagen vorangetrieben hätten, wären wir jetzt nicht so abhängig von Erdgas.
Ich werde dir jetzt meine ganz ehrliche, leider realistische und wohl auch ein wenig fatalistische Einschätzung der Situation geben: We are fucked.

Denn jahrzehntelange Klientelpolitik für von Lobbyisten unterstützte Firmen (Atomkraft, Kohle- und Autoindustrie als Beispiel), krankhafte Sucht nach Gewinnvermehrung für wenige um jeden Preis und Indoktrinierung der Bevölkerung durch Werbung (Beispiel: Gehts der Wirtschaft gut gehts uns allen gut, Geiz ist geil und teilweise öffentliche Bewerbung von Pyramidenspielen) haber dazu geführt, dass man mit dem flehen oder auch mit dem Demonstrieren für eine lebenswerte Zukunft für die nächste Generationen bei denen die die Entscheidungen trefffen nur noch auf taube Ohren stößt.
Gutes Beispiel Kohleabbau: Man hat es geschafft den in Deutschland den Leuten einzureden die Windräder würden die Landschaft verschandeln, während man selber ganze Hügel und Dörfer in einen Krater in der Landschaft verwandelt. Man hat es geschafft für eine Handvoll Kohlekumpels die Braunkohle am Laufen zu halten und gleichzeitig die Solarindurstrie mit 100.000 Arbeitsplätzen zerstört, damit man jetzt draufkommt, man bekommt Solarpanele nur noch aus China, weils ja billiger ist.
Atomkraftbetreiber haben es geschafft von der Regierung im Jahr 2030 Milliardenprämien für die Abschaltung von Kraftwerken zu erhalten, die sie sonst im Jahr 2024 von selber abgeschaltet hätten, weils nicht mehr rentabel gewesen wäre.
Die Autoindustrie verhindert seit Jahren jeden Fortschritt im Ausbau des öffentlichen Verkehrs, ein Tempolimit und vertuscht den Dieselskandal ins Nirvana nur um ungestraft weiter zu wursteln.
Vom Niedriglohnsektor und Leiharbeit der eingeführt wurde um aus den Leuten auch noch das letzte rauszupressen, und dann noch das Narrativ zu bedienen, wer nicht arbeitet, auch wenn man weniger verdient als man zum Leben benötigt, sei ein faules Schwein, will ich gar nicht anfangen.
Dazu kommt sehr gezieltes Marketing und Werbung von Interessensverbänden, die den Menschen einredet es wäre ja schlimm wenn man jetzt den Lebensstandard ein wenig niedriger drehen würde um Umweltzielen zu helfen, denn dann würde man ja vielleicht weniger verkaufen und das geht ja gar nicht. Lieber mit gloriosen Gewinnen und Wachstum in den Untergang als einmal ein paar Jahre auf gleichem Niveau oder ein wenig drunter zu bleiben und Umwelt und Gesellschaft zu schonen.
Dass die Regierung aus irgendwelchen Gründen dann auch noch seit 40 Jahren die Wissenschaft ignoriert, weil die Wirtschaft die Taschen der Politiker mit Geld füllt um alles so zu bekommen wie sie es wollen, ist dann der letzte Stein der mich leider davon überzeugt hat, wohl lieber keine Kinder in diese Welt zu setzen, weil ich nicht mal weiß, ob es bis zu meinem Tod noch eine Lebenswerte Welt bleiben wird.

Und bevor jetzt irgendwer mit dem Argument kommt, dass Deutschland und Österreich nicht allein alles machen können, das ist mir bewusst, aber wenn wir selber nicht mal bei uns damit anfangen können, wie will man dann anderen Ländern irgendwie sagen ihr müsst Umweltfreundlicher sein, nachdem man seinen eigenen Wohlstand seit Jahrzehnten auch auf dem Rücken der ärmeren Ländern aufgebaut hat?

Ich habe jetzt noch einige Punkte ausgelassen, die mich an einer Lebenswerten Zukunft einfach zweifeln lassen (Privatisierungen in Lebenswichtigen Bereichen wie Pflege, Bildungsnotstand weil man eigentlich null für die Kinder übrig hat weil sie kein Geld bringen, Skandale die an Politikern und Würdenträgern der Kirche die einfach ins Nirvana ignoriert werden, weiteres Aufklaffen der Schere zwischen Arm und Reich durch Entscheidungen der Politik usw.) aber vielleicht reicht das als Aussage schon mal aus um meinen Standpunkt zu verstehen: We are fucked!
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Wenn ein Nichtschwimmer ersauft ist das nicht tragisch, sondern konsequent. Gerhard Polt
Ich esse aus religiösen Gründen keine Leber. Welcher Konfession gehören sie an? Ich bin Alkoholiker.
Wer die Bild Zeitung liest um sich zu informieren, trinkt auch Schnaps wenn er Durst hat. Claus von Wagner
Iceman.at ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2022, 19:30   #189
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
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Ich teile Deine Einschätzung leider zu 100%. Darum halte ich mich in diesem Thread auch zurück, obwohl ich das Thema für wichtiger halte als jede andere Krise.

Ich habe einfach keine Lust mehr. Seit Jahrzehnten liegt das Wissen darüber, was Du sagst, für alle offen vor. Trotzdem ist die Mehrheit immer noch davon überzeugt, dass man lieber mit Vollgas in die Apokalypse steuert als auf nur ein Stück Konsumsucht zu verzichten. - Denn wir leben im Zeitalter von Sucht und Selbstüberschätzung.

Es ist beklemmend, dass das sogar für dieses Forum gilt, wo überproportional viele intelligente Menschen aktiv sind. Und das in einer Zeit, wo die Öko-Krise bereits Folgen zeigt. Genauso wie der quasi unregulierte Kapitalismus uns inzwischen an vielen Fronten komplettes Marktversagen präsentiert, woraufhin wir reflexartig mit noch mehr unreguliertem Kapitalismus reagieren.

Der Anti-Intellektualismus richtet uns und die Erde zugrunde.

Das geht so weit, dass ich während der Pandemie immer wieder ambivalenter Meinung war, was das Beste für uns alle wäre.
Subjektiv habe ich gehofft, dass die Pandemie so wenig Menschenleben wie möglich kostet.
Objektiv bin ich mir darüber im Klaren, dass ein echter Global Killer das Beste wäre, was der Menschheit langfristig passieren könnte.
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Die Öko-Krise ist kein Glauben, sondern eine Tatsache.

Angststörung + Irreführung = Extremismus

Geändert von Nani (21.06.2022 um 19:38 Uhr).
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2022, 20:30   #190
Face
Genickbruch
 
Registriert seit: 29.03.2001
Beiträge: 30.529
Pssst, nenn es bloß nicht auch noch den "Great Reset", sonst triggerst du noch ein paar Leute

Es ist ein schwieriges Thema. Wie viel Verzicht ist angebracht, was darf man sich trotzdem noch gönnen? Wie viel Verzicht ist möglich, ohne dass wir uns im internationalen Wettbewerb völlig gegen die Wand fahren? Ich bin da eigentlich bei dir, ohne katastrophalen externen Auslöser sehe ich kaum Chancen dass sich etwas groß ändert.

Aber anders als Iceman stecke ich den Kopf nicht in den Sand und denke dass wir deshalb nicht auf Fortpflanzung verzichten sollten. Klar werden wir den Kindern nicht die beste Welt hinterlassen, aber jede Generation hatte ihre Herausforderungen und trotzdem wurden immer Kinder in die Welt gesetzt. Ob in Zeiten von Sklaverei, Industrialisierung, Weltkriegen, es besteht immer die Hoffnung dass es besser wird. Auch wenn davor so manche dunkle Zeit steht.
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"You cannot shake hands with a clenched fist." (Indira Gandhi)
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Alt 21.06.2022, 20:50   #191
y2jforever
Genickbruch
 
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Immerhin können wir wenn es nach dem Präsidenten des BDI geht bald 42 Stunden die Woche am Weltuntergang arbeiten

Ansonsten kann ich mich eurer Einschätzung nur anschliessen. Was mich halt zusätzlich frustriert ist, dass man als Einzelperson halt nur begrenzt was machen kann. Ich bin ja persönlich bereit bis zu einem gewissen Grad Zeit, Geld und Bequemlichkeit dafür zu investieren. Durchaus auch mehr als ich aktuell tue wenn man das Gefühl hätte, dass dies nicht von allen Seiten torpediert werden würde. Nicht Auto fahren wäre z.B. leichter, wenn der ÖPNV im fu**ing größten Ballungsraum Europas angemessen ausgebaut wäre. Immerhin nimmt die Menge an vernünftig schmeckenden veganen Alternativen zu aber das hilft halt nur bedingt, wenn nen pflanzlicher Hamburger Bratling deutlich mehr kostet als der aus Tier. Schön wenn ich persönlich auf sowas nicht achten muss aber das gilt halt leider nicht für die Mehrheit der Menschen. Und da haben wir die, die in der Innenstadt einen SUV fahren als Menschenrecht ansehen noch garnicht geredet.

Bleibt das zynisch hoffen, dass das ganz dicke Ende erst in 50 oder so Jahren kommt wenn ich es nicht mehr erlebe. Also nicht das Waldbrände in Brandenburg und 40 Grad im Juni irgendwie Hoffnung bereiten das das klappt.
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Alt 21.06.2022, 20:59   #192
Iceman.at
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Pssst, nenn es bloß nicht auch noch den "Great Reset", sonst triggerst du noch ein paar Leute

Es ist ein schwieriges Thema. Wie viel Verzicht ist angebracht, was darf man sich trotzdem noch gönnen? Wie viel Verzicht ist möglich, ohne dass wir uns im internationalen Wettbewerb völlig gegen die Wand fahren? Ich bin da eigentlich bei dir, ohne katastrophalen externen Auslöser sehe ich kaum Chancen dass sich etwas groß ändert.

Aber anders als Iceman stecke ich den Kopf nicht in den Sand und denke dass wir deshalb nicht auf Fortpflanzung verzichten sollten. Klar werden wir den Kindern nicht die beste Welt hinterlassen, aber jede Generation hatte ihre Herausforderungen und trotzdem wurden immer Kinder in die Welt gesetzt. Ob in Zeiten von Sklaverei, Industrialisierung, Weltkriegen, es besteht immer die Hoffnung dass es besser wird. Auch wenn davor so manche dunkle Zeit steht.
Da sind wir halt schon wieder da wo das Problem liegt, dir ist wichtiger, dass die Wirtschaft im internationalen Wettbewerb, eine komplett von Menschen ausgedachtes System, funktioniert anstatt auf was verzichten zu müssen. Dem Klima ist es egal ob das BIP, der DAX oder Bitcoin steigt oder fällt, wenn das Eis an den Polen geschmolzen ist und die Wetterphänomene weiter immer extremer werden, ist das einfach egal.
Und ich stecke nicht den Kopf in den Sand, wäre es etwas wie eine Wirtschaftskrise oder ein Krieg, das ist von Menschen gemacht und kann jederzeit im Grunde beendet werden wäre ich immer sehr optimistisch, die Vernichtung der Lebensgrundlage die wir betreiben ist nicht reversibel und endgültig, da kann ich so positiv oder optimistisch denken wie ich will, wenn ich nichts mehr zu essen habe weil die Ernten verdorren, weggespült werden oder von massiven Hagel vernichtet werden, werde ich verhungern.
So mache ich mir mit meinen Möglichkeiten noch ein schönes Leben, tue weiter alles um meinen Teil beizutragen, damit es nicht schlimmer wird, angefangen von Flugreisen vermeiden, keine Südfrüchte zu essen, Reis aus Österreich zu kaufen auch wenn er das 3-4 fache des billigen aus Asien kostet und auf jede Autofahrt verzichten so gut es geht, aber ich denke einfach, dass ich nicht guten Gewissens neues Leben in diese verkorkste Welt setzen möchte.
Und das ist ja auch nur eine persönliche Entscheidung für mich und meine Freundin, es werden um mich herum genug Kinder geboren damit die Menschheit nicht ausstirbt.
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Wenn ein Nichtschwimmer ersauft ist das nicht tragisch, sondern konsequent. Gerhard Polt
Ich esse aus religiösen Gründen keine Leber. Welcher Konfession gehören sie an? Ich bin Alkoholiker.
Wer die Bild Zeitung liest um sich zu informieren, trinkt auch Schnaps wenn er Durst hat. Claus von Wagner

Geändert von Iceman.at (21.06.2022 um 21:00 Uhr).
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Alt 21.06.2022, 21:50   #193
Face
Genickbruch
 
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Mir ist wichtiger dass wir keinen völligen Systemzusammenbruch produzieren, weil das in Bürgerkrieg oder bitterer Armut für uns alle endet. In einem globalen System kann nicht ein Einzelner radikal alles ändern. Ich bin voll dafür, viele Schritte zu setzen, auch solche die uns selbst etwas schmerzen (ob nun niedrigeres Tempolimit, höhere Preise für Fleisch oder weit gereiste Nahrungsmittel, sündteure Flugreisen, uvm.), aber wo willst du denn die Grenzen setzen?

Du verzichtest offenbar bereits auf Einiges und das ist lobenswert, aber du hast ja auch für dich da eine gewisse Auswahl getroffen. Konsequent dürftest du keine Streaming mehr sehen oder hören (verursacht hohen Stromverbrauch für Server und deren Kühlung), zu keinen Konzerten gehen (was da an Material herumgekarrt wird und an Energie verbraten), keinen Sport mehr gucken bei dem wöchentlich Teams plus TV-Ausrüstung quer durch Amerika fliegen und Kampfjets sinnlos über die Stadien donnern und und und.

Das perfekte Leben wäre eines als Selbstversorger im Wald, aber das ist nicht realistisch. Also stellt sich die von mir gestellte Frage - wie viel Verzicht soll es sein? Sowohl für den Einzelnen, als auch als Gesellschaft. Was ist ok und was nicht? Und wie kommen wir dort hin? Die Leute müssen auch abgeholt werden, damit Veränderungen mitgetragen werden. Man kann nicht z.B. einfach Fleisch verbieten, auch wenn das evtl. sinnvoll wäre.

Und zu einem gewissen Grad sollten wir gerade Interesse daran haben, Kinder in die Welt zu setzen, denn wenn ich dir Welt niemandem hinterlassen muss, habe ich eigentlich keinen Anreiz sie besser zu hinterlassen als ich sie vorgefunden habe. Nur die Aussicht dass es den Kindern einmal besser (zumindest aber nicht schlechter) gehen soll, dürfte viele Leute dazu bewegen können etwas für eine lebenswertere Zukunft zu tun. Und gerade diese Kinder, Jugendlichen (siehe Fridays for Future) können ihre Elterngeneration am Ehesten erreichen und davon überzeugen sich (und die Welt) zu ändern.
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Alt 21.06.2022, 21:53   #194
Riddler
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Da fällt mir gerade dieser Witz ein:

Unterhalten sich zwei Planeten. Fragt der eine: "Wie geht's dir denn so?" Antwortet der andere: "Nicht so toll. Ich habe gerade ganz schlimm Homo Sapiens." Darauf der andere wieder: "Mach dir nichts draus. Das geht schnell vorbei."

Ich möchte damit eure Ansichten keineswegs ins Lächerliche ziehen, bitte nicht falsch verstehen. Vieles von dem, was ihr aufführt, deckt sich mit meinen Ansichten.
Ich bin nur einfach kein Freund von Fatalismus. Die Lösung wird eine einzelne Person natürlich niemals erreichen können, aber es gibt dennoch Entwicklungen (politische und gesellschaftliche), die in die richtige Richtung gehen.
Man darf diese bei all den negativen Dingen nicht außer Acht lassen.
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Alt 22.06.2022, 05:34   #195
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Zuerst Mal wir Menschen halten uns wieder Mal als größere Spezies als wir sind. Wir kleine Menschlein können den Planeten überhaupt nicht zerstören selbst wenn wir uns Atombomben auf den Kopf werfen. Die Erde schüttelt sich dann ganz kurz und weiter geht's mit dem Leben.

Es gäbe aber auch hunderte von Möglichkeiten Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen die keinem weh tun und auch kaum bis gar kein Geld kosten die auch noch ohne viel Aufwand schnell umzusetzen sind.
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Alt 22.06.2022, 07:45   #196
Hannoveraner
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@ K-Town 1900, die USA verfügen über soviele Atom-Bomben, daß theoretisch ein mehrfacher Overkill möglich wäre. Das hieße das Aussterben der Menschheit und jeglichen Lebens auf der Erde. Für mehrere zig-Tausende Jahre, wenn nicht sogar Millionen von Jahren wäre die Welt dann unbewohnbar. Das würde ich Zerstörung der Erde nennen.

Tatsächlich sind wir Menschen nach Experten wie Harald Lesch oder Stephen Hawkings nicht mal eine Zivilisation des Typs 1, die in der Lage wäre, den ganzen Planeten nach ihren Vorstellungen unter Kontrolle zu halten. Das würde bedeuten, Vulkanismus und Erdbeben zu steuern und/ oder im Griff zu haben. Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt, bzw. ist es möglich, daß wir uns nie zu diesem Status hin entwickeln.

Verglichen mit vielen anderen Lebewesen auf der Erde sind wir aber schon intelligent. Wir haben eine komplexe Sprache und eine Schrift, und wir stellen Werkzeuge her und bedienen diese. Das sind Merkmale der Intelligenz. Affen, Hunde, und Pferde z. B. haben so eine Art Vorstufe der Intelligenz, Affen benutzen primitive Werkzeuge wie Stock und Stein, Hunde und Pferde können etwas komplexere Befehle ausführen. Als nicht intelligent gelten Würmer oder Einzeller, nur zum Vergleich mit dem Menschen.

Zum umweltfreundlichen Leben und Verhalten:

Mit entsprechenden Gesetzen kann man Änderungen herbeiführen, auch gegen den Willen der Mehrheitsgesellschaft.

Einige Beispiele: Wiedervereinigung Deutschlands, Abschaffung der D-Mark und des Österreichischen Schillings und Einführung des Euro, Dosen-Pfand, Nichtraucher-Schutz und umfangreiche Rauchverbote, Maskenpflicht seit Corona, bei all diesen Projekten gab es Gegner*Innen, trotzdem hat die Gesellschaft es angenommen, kaum protestiert, und sich letztlich damit abgefunden und dran gewöhnt. Weshalb sollte das bei Umwelt-Auflagen anders sein?

In zehn oder zwanzig Jahren wird das Verbot von Verbrennern Thema sein. Kein Benzin oder Diesel mehr, nur noch Elektro-Autos oder Wasserstoff-Antriebe, wir werden es noch erleben. Auch dann wird es Leute geben, die dagegen sind, aber letztendlich wird es wahrscheinlich durchgesetzt und man wird sich dran gewöhnen, der typische Tankstellen-Geruch und Abgase werden dann nur noch historische Erinnerung sein, wie heute schon die alten gelben Telefonzellen, die Politiker*Innen müssen es nur umsetzen.

Geändert von Hannoveraner (23.06.2022 um 00:28 Uhr).
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Alt 22.06.2022, 08:36   #197
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Selbst wenn das komplette Atomarsenal abgeschossen wird, sämtliche Atomkraftwerke explodieren wird irgendwas überleben auf das sich neues Leben aufbaut. Die Erde hat noch ca 3 Milliarden Jahre Zeit bevor sie von der roten Sonne verschlungen wird, das Atomzeug strahlt 2-3 Millionen Jahre, also noch genug Zeit um neues Leben aufzubauen.
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Alt 22.06.2022, 20:07   #198
rantanplan
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Zitat von Hannoveraner Beitrag anzeigen
Zum umweltfreundlichen Leben und Verhalten:

Mit entsprechenden Gesetzen kann man Änderungen herbeiführen, auch gegen den Willen der Mehrheitsgesellschaft.

Einige Beispiele: Wiedervereinigung Deutschlands, Abschaffung der D-Mark und des Österreichischen Schillings und Einführung des Euro, Dosen-Pfand, Nichtraucher-Schutz und umfangreiche Rauchverbote, Maskenpflicht seit Corona, bei all diesen Projekten gab es Gegner, trotzdem hat die Gesellschaft es angenommen, kaum protestiert, und sich letztlich damit abgefunden und dran gewöhnt. Weshalb sollte das bei Umwelt-Auflagen anders sein?

In zehn oder zwanzig Jahren wird das Verbot von Verbrennern Thema sein. Kein Benzin oder Diesel mehr, nur noch Elektro-Autos oder Wasserstoff-Antriebe, wir werden es noch erleben. Auch dann wird es Leute geben, die dagegen sind, aber letztendlich wird es wahrscheinlich durchgesetzt und man wird sich dran gewöhnen, der typische Tankstellen-Geruch und Abgase werden dann nur noch historische Erinnerung sein, wie heute schon die alten gelben Telefonzellen, die Politiker müssen es nur umsetzen.
Du brauchst aber in all diesen Fällen Typen (m/w/d) die "Eier" haben. Die angesprochenen Themen sind ja irgendwo eines skurriler als das nächste. Die Euro-Einführung hatte ja unweigerlich ihre Vorteile für das Individuum, aber angenommen? Als Zahlungsmittel ja, als Grundlage für Theorien, dass "wir" für die Südländer zahlen aber auch. Der Nichtraucher-Schutz? Ich war 2020 noch in Trier in einem Restaurant mit Raucherbereich. Klar ist das Ländersache, aber manche hatten Eier, manche nicht. Man kann ja mal schauen, ob sich das Kneipensterben in RLP von dem in NRW unterscheidet. Dosen-Pfand? Ja klar, wir bezahlen es halt, wenn ich zu faul bin meine leeren Flaschen mitzunehmen, stelle ich sie neben einen Mülleimer. Böse formuliert sorge ich dafür aber auch für ein verstecktes Sozialsystem. Wenn die Pfandsammler mit Hartz IV und dem Pfand auskommen, kann sich der Staat ja noch ein Stück weiter zurückziehen. Über die Wiedervereinigung habe ich als "Wessi" eine ganz gute Meinung, aber "Ossis" vielleicht nicht?

Und das sind alles Themen, die von Politiker*innen mit "Eiern" umgesetzt wurden. Ich sehe derzeit neben der Quartalskultur in der Wirtschaft halt auch die Kultur in der Politik, alles auf die nächsten Wahlen auszurichten. 16 Jahre eigentlich mit Merkel. Ob Scholz "Eier" hat oder nicht - weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich. Wenn man sich die derzeitigen Umfrageergebnisse anschaut, hat er offenbar kein Problem damit, Entscheidungen zu treffen, die ihn Wählerstimmen kosten.
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Alt 22.06.2022, 20:28   #199
k-town1900
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Wobei der Euro auch nur kam weil Kohl unbedingt die Wiedervereinigung wollte und die Franzosen unbedingt den Euro. Ohne Euro hätten sowie einer Wiedervereinigung nicht zugestimmt.
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Alt 22.06.2022, 23:40   #200
Hannoveraner
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@Rantanplan, K-Town1900, ich hatte mir Beispiele herausgegriffen, bei welchen ich damals miterlebt hatte, daß sie nicht uneingeschränkt befürwortet wurden. Diese Themen sind zwar auf den ersten Blick off topic im global warming thread, jedoch wollte ich Vergleiche heranführen, da diese Themen eben genau wie die Umweltpolitik kontrovers diskutiert wurden bzw. werden. Wie bei der Klimapolitik handelt es sich bei meinen Beispielen um Veränderungen im System, die von der Politik durchgesetzt wurden. Die anderen genannten gesellschaftsrelevanten Beispiele: Die Euro-Einführung war nötig für das vereinte Europa, und Erleichterung beim Reisen, etc. Wo Du (Rantanplan) grade Trier erwähntest, in dieser Region gibt es 5 Länder in unmittelbarer Nähe, und dementsprechend früher auch 5 Währungen. Heute nur noch 1 Währung, mit allen damit verbundenen Vorteilen. Der Euro wurde allerdings auch vom Einzelhandel "benutzt", um Lebensmittel etc. zu verteuern, so dass besonders Geringverdiener in Schwierigkeiten kamen, bzw. wesentlich weniger im Verhältnis zum Leben hatten. Und das ist Schröders Mitverantwortung. Den Nichtraucher-Schutz bzw. die Kneipen-Situation kenne ich nur in Niedersachsen und HH. Wenn der/die Kneipen-Wirt*In warme Mahlzeiten anbietet, gilt Rauchverbot, oder, er oder sie muss in seinen/ ihren Räumlichkeiten eine "Box" unterbringen, einen baulich abgetrennten Bereich, wo geraucht werden darf, wie in Schweden, oder Japan, das nenne ich mal skurril. Und ja, Kneipen-Sterben ist hier im Norden ein Thema, zum Beispiel auf Sankt Pauli. Dosen und Flaschen einfach entsorgen, wer' s sich leisten kann. Da man heute flexibel das meiste überall zurück geben kann, funktioniert das System eigentlich inzwischen, und ist besser für die Umwelt. Daß Pfandflaschen gesammelt werden, ist eine Möglichkeit für Arme und Obdachlose, ein paar Euro extra zu erhalten, die streiten sich sogar darum, wer in welchem Revier Dosen aus dem Mülleimer sammeln darf oder nicht. Auch eine Folge der zunehmenden Verarmung, Schröder sei Dank. Der Staat hat das Dosen-Pfand aber nicht deshalb eingeführt, damit Sozialhilfeempfänger sich darüber "versorgen" um dem Staat "Geld zu sparen", sondern des Umweltschutzes wegen, daher das Recycling-System.

Die Wiedervereinigung habe ich miterlebt, und entsprechend die Kommentare von Ossis wie Wessis gehört. Auf beiden Seiten von Begeisterung bis Katastrophe alles vertreten. Es gab leider einige Wessis, die dagegen waren, hauptsächlich wegen der Steuern und Kosten, aber leider auch wegen der westlichen Vorurteile gegenüber den Ossis. Hier in Hannover habe ich einiges mitgekriegt, war ja fast ehemaliges Zonenrandgebiet hier, jedenfalls deutlich näher am Osten, als beispielsweise Trier oder Kaiserslautern. Viele Wessis wie Ossis empfanden die Wiedervereinigung als ein Reizthema damals. Natürlich war es mit Kosten und Steuergeldern verbunden. Vor allem für die Ossis hatte sich einiges verändert. Je nachdem, wie gut oder weniger gut sich die Ossis in dem für sie neuen System BRD und EU neu orientieren konnten, dementsprechend war auch die Meinung der Ossis dazu. K-Town1900, ich kann sowohl Helmut Kohl als auch Frankreich nachvollziehen, der 2. Weltkrieg war damals auch noch präsenter. Die Vorstellung eines annähernd doppelt so großen Deutschlands gruselte viele Franzosen und Französinnen. Die gemeinsame Währung ECU damals bzw. Euro geht einher mit einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, sprich Kontrolle. Die Deutschen könnten gar nicht mehr für einen Dritten Weltkrieg aufrüsten, was die große Sorge vieler Franzosen damals war. Was Helmut Kohl und das wiedervereinte Deutschland angeht; wenn man die Chance hat, die Diktatur der DDR zu überwinden und den Ossis die Möglichkeit geben kann, ihre Freiheit zurück zu erlangen, dann nimmt man das natürlich wahr. Es war auch nur ein schmales Zeitfenster, in dem es umsetzbar war. Und Rantanplan, der Olaf Scholz steht für seine Sache ein. Er war nicht eingeknickt gegenüber Putin, da hat sich Schröder ja ein wenig anders verhalten. Scholz ist aber erst zu kurz an der Macht, als daß man ihn abschließend beurteilen kann. Demnach, wenn er nicht wiedergewählt wird, hat Scholz ja etwas "richtig" gemacht. Nein, ernsthaft, beurteilen kann man Scholz nach 4 Jahren oder wenigstens nach einem etwas längeren Zeitraum. Auch in Sachen Umwelt und Klima.

Geändert von Hannoveraner (23.06.2022 um 02:05 Uhr).
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