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Alt 26.06.2012, 16:32   #1
Delta Romeo
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Beiträge: 8.407
Niemand hielt den TNAW World Heavyweight Title länger als Bobby Roode. Er gewann ihn im letzten Oktober von seinem ehemaligen Tag Team Partner James Storm und er konnte das Gold seitdem gegen jeden Herausforderer verteidigen. Mit diesem Run ging eine einschneidende Veränderung in seinem Charakter einher. Diese war Thema in einem Interview Roodes mit der Baltimore Sun. Was er zu sagen hatte, könnte ihr hier nachlesen:

Als ich dich seiner Zeit independent antreten sah, dachte ich, der wird eines Tages World Champion werden. Nun bist du der am längsten amtierende TNAW World Heavyweight Champion. Glaubst du, das kam zum richtigen Zeitpunkt in deiner Karriere?
Ich glaube, das Timing stimmt. Es gab einen Zeitpunkt, als 2006 das Team Canada [2] getrennt wurde, da war ich schon einmal alleine unterwegs und viele meinten damals schon, dass ich eine Chance bekommen sollte. Im Rückblick denke ich aber, dass es das Beste war, zu warten. Ohne den Erfolg von Beer Money Inc. wäre ich wohl nicht dort, wo ich jetzt bin. Ich glaube also, dass alles was passiert ist, einen Grund hatte und jetzt bin ich zufrieden mit dem Punkt, an dem ich stehe.

Wenn wir über die Veränderungen an deinem Charakter und dessen Richtung reden, fragt sich, wie viel Einfluss hattest du selbst bei diesem Prozess?
Ich war schon ein wenig involviert, aber letztlich war es nicht meine Idee. Ich war aber sehr zufrieden damit. Mir gefällt die Rolle und ich sehe mich gern so im Fernsehen. So habe ich sie mir auch zu eigen gemacht. Der „It Faktor“ und die „Selfish Generation“ waren komplett meine Ideen. Das wurde nicht für mich geschrieben oder sonst wie erdacht. Das kam mir einfach von der Zunge und es fühlte sich an, als gehöre es zum Charakter und zu der Person, die ich darstelle. Das brachte mich, glaube ich, auf ein neues Level und jede Woche fühle ich mit wohler.

Lass uns etwas zurück schauen. Wie bist du 2004 bei TNAW gelandet?
Eines Nachmittags bekam ich einen Anruf von Scott D'Amore, der damals bei der Promotion war, und er fragte mich, ob ich Interesse hätte, für drei Wochen nach Nashville zu kommen und am X-Cup, ein spezielles Turnier der X-Division, für Team Canada teilzunehmen. Neben mir waren da noch Petey Williams, Eric Young und Johnny Devine. Nach den drei Wochen hatte ich einen Vertrag und blieb dort. Alle vom Team Canada erhielten einen Kontrakt. Wir waren einfach sehr schnell over und Jeff Jarrett muss einfach etwas in der Gruppe gesehen haben. Ich denke, er hat auch etwas in mir gesehen und es wurde ein toller Run. Eigentlich wollte ich damals nur die drei Wochen dort hinfahren und mich dann wieder anderen Dingen widmen. Ich arbeitete in einem Sportgeschäft, verkaufte Schlittschuhe und am Wochenende trat ich independent an. Und heute bin ich, wo ich bin.

Empfandest du es nach dem Split als schwierig, vom Team Canada weg zu kommen?
Zunächst war es das, aber ich versuchte mein Bestes, den Geruch davon los zu werden. Es weiß aber jeder, dass ich Kanadier bin und darauf bin ich auch sehr stolz. Das werde ich nie leugnen. Die Tage im Team Canada waren großartig. Sie haben mich dahin gebracht, wo ich heute bin und ich hatte eine großartige Zeit mit den ganzen Leuten. Als das dann aufhörte, machten sie die Geschichte mit dem heißesten Free Agent. Sie brachten Bobby Heenan, Carl Parker und Sensational Sherri und diese ganzen Manager stritten sich um mich, wollten, dass ich bei ihnen unterschreibe. Das hat viel Spaß gemacht. Ich denke also, auch die Promotion versuchte, dass ich Team Canada los wurde. Letztlich landete ich bei Traci Brooks, die meine Managerin wurde. Ich begann eine Robe zu tragen und versuchte, dass sie Leute mich nicht mehr mit Team Canada in Verbindung brachten. Noch heute wissen die Fans, dass ich Kanadier bin. Sie lassen mich kanadische Flaggen oder T-Shirts vom Team Canada unterschreiben und fragen mich nach dieser Zeit. Ich bin aber auch stolz auf damals.

Jetzt wo du Champion bist, gibt es da bestimmte Erwartungen an dich?
Es gibt gibt da jede Menge Verantwortung. Neben den Matches bei den Show ist es das Reisen. In den letzten sieben Monaten war ich praktisch ununterbrochen bei Medienterminen. Ich war in Europa, um unsere nächste Tour im Januar zu bewerben, ich war in L.A., wo ich Auftritte auf dem roten Teppich für Spike TV und MTV absolvierte und etliche anderer cooler Sachen standen an. Ich wusste von vornherein, dass das auf mich zukommen würde. Diese Rolle hatte Kurt Angle einige Jahre inne. Er nahm mich an die Seite und erklärte mir, was mich erwarten würde. Es war eine stressige Zeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht. Dazu konnte ich sehr viel lernen.

Es scheint eine Gruppe von Fans zu geben, die sich vor einer Weile von TNA abwandten und nun das Produkt wieder für sich entdecken. Merkst du das auch?
Absolut. Ich denke, unser Produkt wird besser. Das Talent war schon immer da. Da kann uns meiner Meinung nach keiner das Wasser reichen. Aber wie in einer Maschine muss ein Rad ins andere greifen, um erfolgreich zu sein. Das haben wir jetzt erreicht und nach dem tollen PPV Slammiversary haben wir das Momentum auf unserer Seite. Jedes Match von Anfang bis Ende war großartig und auch unsere TV-Show wird immer besser. Da gibt es einige Dinge, die man normaler Weise nicht in einer Wrestling-Show sieht, einige Reality-Sachen, faszinierende Stories und großartige Matches. Der Fokus liegt dort, wo er liegen sollte, auf dem World Title. Dafür sorgt auch in diesem Jahr die Bound for Glory Series, wo zwölf Männer darum kämpfen, bei Bound for Glory ein Titelmatch zu erhalten. Wir machen also viele tolle Sachen. Dazu kommt, dass wir jeden Donnerstag live senden und dabei alles passieren kann. Bei all den sozialen Medien heute konnten die Leute online alles lesen und haben dann ausgeschaltet oder erst später eingeschaltet. Bei dem Live-Programm müssen die Fans einschalten und wir bekommen auch neue Zuschauer.

Was dachtest du, als du hörtest, dass ihr live und auch eine Stunde früher sendet?
Es ist großartig. Eine früherer Sendeplatz hilft immer dabei, neue und jüngere Fans zu gewinnen. Es bringt dem Unternehmen und dem Wrestling mehr Aufmerksamkeit. Es ist also eine tolle Veränderung. Die Leute gewöhnen sich aber erst langsam an die neue Startzeit, weil wir so lange um 21 Uhr anliefen. Langfristig wird es uns aber helfen. Was das Live-Fernsehen betrifft, glaube ich, dass Wrestling genau das sein sollte, nämlich live. Als Wrestler muss man voll dabei sein, es gibt keine zweite Chance, keine Wiederholungen. Es sorgt für den extra Kick, der dafür sorgt, dass du noch besser wirst und absolut bereit bist. Aus Sicht der Fans ist wichtig, dass es immer das Element der Überraschung gibt.

Man sieht jetzt einige Segmente bei Impact, die man normaler Weise nicht erwarten würde. Wie gehst du mit dieser neuen Art der Präsentation um?
Ich sehen es so: Im Wrestling hat man eigentlich schon alles getan. Was alt ist, kann man wohl wieder neu machen, aber man kann auch mal wirklich neue Dinge versuchen. Das versuchen wir. Das Business wurde weitgehend enttarnt und jeder weiß, dass es eine Darbietung ist, um es mal so zu sagen. Ich denke also, dass es realer wirkt, wenn die Leute etwas hinter die Kulissen schauen können. Dazu ist das Reality-TV in den letzten Jahre das dominante Format gewesen. Dieses Element in eine Wrestling-Show einzubinden, wird mehr Menschen unterhalten und möglicherweise auch für mehr Zuschauer sorgen. Warum also nicht?[/b]

Wer sind die Leute, mit denen du in der Zukunft arbeiten möchtest?
Mir fällt da Samoa Joe ein. Er ist jemand, der schon an der Spitze stand. Ich denke, er hat noch einiges zu bieten und er wird nicht genug genutzt. Wir könnten etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen, glaube ich. Austin Aries ist der, der den TNAW X-Division Title am längsten hält. Er hat sich überall auf der Welt bewiesen, bevor er zu TNA kam und wird überall respektiert. Ihn sollte man im Auge behalten und ich blicke dem Match entgegen. Aber wie schon gesagt, unser Roster ist durchweg so gut, wie es nur sein kann. Gunner hat meiner Meinung nach eine riesige Zukunft als Top-Mann vor sich. An Talent fehlt es also sicher nicht.

Es gibt einige tolle Erinnerung mit dir bei TNA. Welche fällt dir spontan ein?
Natürlich der Gewinn des World Titles. Das Antreten gegen meinen früheren Partner um genau diesen Titel. Der ganze Wandel in meinem Charakter. Das hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Es gibt so viele toller Erinnerungen. Zu den besten gehören die Veranstaltungen in England. Ich hatte die Chance, jeden Abend in einem Six Men Tag Team Match zu stehen, Kurt Angle und Bully Ray auf meiner Seite gegen James Storm, Hulk Hogan und Sting. Es war ziemlich surreal, vier Nächte infolge gegen Sting und Hulk Hogan im Ring zu stehen.

Du bist nicht unbedingt jemand, der die sozialen Medien liebt.
Um ehrlich zu sein, ich hasse das. Ich bin nur bei Twitter, weil Dixie Carter es unbedingt wollte. Ich poste da ab und an mal etwas. Üblicher Weise werbe ich einfach für die Shows. Ich bin nicht bei Facebook. Das war ich noch nie und das werde ich nie sein. Wenn sich also jemand dort für mich ausgibt: Ich bin es nicht. Ich bin einfach kein Fan davon und dem Internet im Allgemeinen.
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"Was einer ohne Erklärung nicht versteht, versteht er auch nicht, wenn man es ihm erklärt." – Haruki Murakami: 1Q84
Ignition #77 „TitleMADness” | ECW #148 "Ragnarok im Jégcsarnok“ | Der Locker Room von CJ Perry und Rusev wird von einem Schatten verdunkelt, welchen der massive Knödel Earthquake in den Raum wirft.
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Alt 26.06.2012, 18:10   #2
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 1.114
Sehr symphatisch. Tritt als Heel aber natürlich voll aus seiner Rolle heraus^^
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If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.
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Stichworte
bobby roode, interview, team canada, tna, world heavyweight title
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