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Alt 24.08.2022, 14:57   #51
Great Mustachio
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Ich finde, im Vergleich mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe ist die Kernenergie das geringere Übel. Natürlich gibt es ein Sicherheitsrisiko, aber wenn man den Klimawandel ernstnimmt, muss man es inkaufnehmen. (Durch den Klimawandel werden riesige Gebiete unbewohnbar werden, dagegen ist Tschernobyl gar nichts.)
Schau dir mal die Halbwertszeiten von den Nebenprodukten bei der Erzeugung der Kernenergie an, und dann sag mir noch mal, das wäre eine Alternative. Manche Reststoffe in den Brennstäben strahlen im Bereich von Zehntausenden bis Hunderttausenden von Jahren. Das sind Zeit Intervalle, die man sich gar nicht richtig vorstellen kann. Die strahlen länger als es den "modernen Menschen" gibt. Wie kann man uns bitte garantieren, dass man hier eine auch für die zukünftigen Generationen sichere Lagermöglichkeit hat. Ich garantiere dir, in 100 Jahren weiß man schon nicht mehr, wo man denn die ganzen Fässer abgestellt hat. Hier von einer vernünftigen Alternative zu reden, ist einfach viel zu kurzfristig gedacht.

Allerhöchstens als Überbrückung für 5 Jahre, wenn bis dahin a) 100% auf fossile Brennstoffe verzichtet wird und b) regenerative Energie BUNDESWEIT (nicht nur im Norden und Mitteldeutschland, auch die Bayern können mal langsam anfangen) im Rekordtempo ausgebaut werden.
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Alt 24.08.2022, 16:21   #52
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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@Duke, dir ist aber schon klar das die Kernenergie auch eine fossile Energie ist?
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Alt 24.08.2022, 16:38   #53
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Müsste das Uran nicht früher einmal gelebt haben, um fossil zu sein?
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Alt 24.08.2022, 16:38   #54
y2jforever
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
@Duke, dir ist aber schon klar das die Kernenergie auch eine fossile Energie ist?
Das hängt von der Definition ab. Es gibt Leute die zwischen "fossil" und "erneuerbar" unterscheiden, dann gehört Kernenergie zu den fossilen.

Nach der verbreiteteren und mMn sinnvollere Definition wird "Fossile Energie aus Brennstoffen gewonnen, die in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Dazu gehören Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl.". Dazu gibt es dann noch Kernenergie, Energie aus Biomasse (neuzeitliche organische Abfälle wie Holz z.B.) und halt erneuerbare.

Davon sind fossile Energie, Kernenergie und Biomasse problematisch. Sowohl was Klima als auch was die Gesundheit angeht.
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Geändert von y2jforever (24.08.2022 um 16:39 Uhr).
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Alt 24.08.2022, 18:59   #55
Caldorus
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.03.2003
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Was sind eigentlich unsere derzeitigen Alternativen? Am Ende kaufen wir doch den Strom aus Atomkraftwerken aus unseren Nachbarländern um Defizite auszugleichen.

Damit wir Länder wie die Ukraine und Taiwan unterstützen können, müssen wir ja selber Handlungsfähig und stark bleiben. Der Standort Europa ist eh schon extrem teuer und bei noch mehr Auflagen oder Engpässen gehts auch irgendwann um Arbeitsplätze. Wir brauchen uns auch irgendwann nicht mehr um morgen sorgen, weil das dann andere entscheiden (Russland und China). Auch der Amerikaner hat ja den Grundgedanken das er zuerst nur seine Interessen vertritt und dann der Rest der Welt kommt.

Falls die Preise und Lebenserhaltungskosten weiter steigen, wird sich die Stimmung vermutlich eh noch ändern.
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Alt 24.08.2022, 20:37   #56
S C H
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 4.737
Zitat:
Zitat von Caldorus Beitrag anzeigen
Was sind eigentlich unsere derzeitigen Alternativen? Am Ende kaufen wir doch den Strom aus Atomkraftwerken aus unseren Nachbarländern um Defizite auszugleichen.
Also derzeit kaufen unsere auf Atomstrom setzenden Nachbarländer unsere Windenergie.
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Alt 24.08.2022, 20:53   #57
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 20.06.2008
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Also im Moment laufen in Frankreich nur die Kernkraftwerke an den Küsten mit annähernd Volllast.

Ich halte die Kernenergie für eine Art "Brückentechnologie" mit all Ihren Nachteilen und Gefahren.
Jetzt rächt sich der Verzicht darauf, das Alles nur wegen eines Unfalles 2011 in Japan, der sich so bei uns mit 100%er Sicherheit nicht ereignen kann, nämlich der Überflutung eines Notstrom-Generatoren-Gebäudes in Folge des durch das Erdbeben verursachten Tsunamis.

Es zeigt sich auch, das wir in Deutschland ausser Panikmache nicht mehr viel zu können scheinen.
Egal wo, immer ist Weltuntergang angesagt, der Gesundheitsclown, der demente Bundeskanzler, wen auch immer man sieht und hört, immer der gleiche Sermon.
Gasknappheit? ich würde es eher Gaswucher nennen.
Und bei Uniper sollten die manager wie weiland Bart Simpson mal 50 mal die Worte UNTERNEHMERISCHES RISIKO and die Tafel schreiben müssen.
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Live sometimes sucks!
But Death is no alternative.

How can i ever stand out being fake in aworld full of fakeness.
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Alt 24.08.2022, 21:23   #58
Caldorus
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 2.053
Zitat:
Zitat von S C H Beitrag anzeigen
Also derzeit kaufen unsere auf Atomstrom setzenden Nachbarländer unsere Windenergie.
Das ist natürlich interessant, wusste ich nicht. Bin ich auf falsche Infos reingefallen.
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Alt 24.08.2022, 22:09   #59
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Also im Moment laufen in Frankreich nur die Kernkraftwerke an den Küsten mit annähernd Volllast.

Ich halte die Kernenergie für eine Art "Brückentechnologie" mit all Ihren Nachteilen und Gefahren.
Jetzt rächt sich der Verzicht darauf, das Alles nur wegen eines Unfalles 2011 in Japan, der sich so bei uns mit 100%er Sicherheit nicht ereignen kann, nämlich der Überflutung eines Notstrom-Generatoren-Gebäudes in Folge des durch das Erdbeben verursachten Tsunamis.

Es zeigt sich auch, das wir in Deutschland ausser Panikmache nicht mehr viel zu können scheinen.
Egal wo, immer ist Weltuntergang angesagt, der Gesundheitsclown, der demente Bundeskanzler, wen auch immer man sieht und hört, immer der gleiche Sermon.
Gasknappheit? ich würde es eher Gaswucher nennen.
Und bei Uniper sollten die manager wie weiland Bart Simpson mal 50 mal die Worte UNTERNEHMERISCHES RISIKO and die Tafel schreiben müssen.
Also nimmst du den Atommüll in deinen Keller und sagst deinen Ururururururururenkeln Hey wir bräuchten die Atomenergie ich könnte ja nicht wissen das der Müll so gefährlich ist? In Japan hätten sie garantiert auch gedacht uns kann Tschernobyl nicht passieren.

1962 dachten bestimmt auch die meisten Leute in Hamburg wir wohnen ja nicht direkt an der Nordsee unsere Deiche werden halten

Ich verstehe seit 30 Jahren und mehr immer noch nicht wie jemand den teuersten Strom als Alternative sehen kann. Vielleicht kannst du mir ja eine gute Erklärung geben damit ich es auch verstehe?
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Alt 24.08.2022, 22:39   #60
Caldorus
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.03.2003
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Also nimmst du den Atommüll in deinen Keller und sagst deinen Ururururururururenkeln Hey wir bräuchten die Atomenergie ich könnte ja nicht wissen das der Müll so gefährlich ist? In Japan hätten sie garantiert auch gedacht uns kann Tschernobyl nicht passieren.
Das ist sehr Populistisch von Dir ausgedrückt. Da er das auch nie so gesagt hat:
Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
...
Ich halte die Kernenergie für eine Art "Brückentechnologie" mit all Ihren Nachteilen und Gefahren.
..
Wir haben den Bedarf X an Energie, wir können auf einen Teil verzichten aber eben nur bis zu einer bestimmten Grenze. Die Gefahren der Atomenergie sind bekannt, waren es auch Japan( ich halte Japan nicht für ein dummes Volk), es fehlen leider passende Alternativen.
Sonne, Wind und Wasser reichen bisher nicht aus. Kohle ist auch nur eine schlechte Alternative.

Du willst also Deinen Ururururururururenkeln lieber sagen: " Wir haben auf Atomenergie verzichtet, der Russe leider nicht, darum darfst du im Gulak 16h arbeiten und nie freies Leben kennenlernen". Das wäre eine ähnliche populistische Aussage zu Deiner Meinung und auch nicht ok.

Wie willst du unseren Strom- und Gasbedarf decken, wenn möglich bitte in den nächsten 2 bis 3 Jahren? Derjenige der dieses Problem löst, wird seinen Platz in der Geschichte einnehmen.
Haben wir dafür die rechtlichen, menschlichen und finanziellen Ressourcen --> ist es also realistisch zu machen?
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Geändert von Caldorus (24.08.2022 um 22:47 Uhr).
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Alt 24.08.2022, 23:00   #61
y2jforever
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Caldorus Beitrag anzeigen
Wir haben den Bedarf X an Energie, wir können auf einen Teil verzichten aber eben nur bis zu einer bestimmten Grenze. Die Gefahren der Atomenergie sind bekannt, waren es auch Japan( ich halte Japan nicht für ein dummes Volk), es fehlen leider passende Alternativen.
Sonne, Wind und Wasser reichen bisher nicht aus. Kohle ist auch nur eine schlechte Alternative.
Der Grund warum Sonne, Wind und Wasser bisher nicht reichen ist, dass man das über Jahre, eher Jahrzehnte, auf allen Ebenen so gut es irgendwie geht blockiert hat. Den entsprechenden Lobby Verbänden und insbesondere RWE hat man stattdessen (insbesondere von Seiten der CDU/CSU) nach dem Mund geredet und Geld und Arbeitsplätze verbrannt. Man schützt z.B. die 20.000 Arbeitsplätze in der Braunkohle mit Subventionen. Gleichzeitig wurden bei den erneuerbaren Energien 117.000 Arbeitsplätze vernichtet. Man war dort mit Weltmarktführer und ist inzwischen komplett abgehängt.

Jetzt kann man sicher nicht von heute auf morgen die fossilen Energien abschalten und alles mit erneuerbaren machen. Das ist ein Prozess der Zeit kostet. Diese durch Kernenergie zu ersetzen allerdings auch. Der Unterschied ist nur: das eine hat Zukunft, keine negativen Folgen für die Umwelt und ist finanziell rentabel, das andere ist Kernenergie. Und da haben wir nur von der Lagerung der alten Brennstäbe geredet, nicht von der Gefahr eines Störfalls.

Und wenn man sich halt unter Merkel nicht 16 Jahre mit Händen und Füssen gegen erneuerbare Energien gewehrt hätte, könnte man heute vermutlich einen Großteil der Energie durch erneuerbare decken und das Putin keine Lust mehr hat Gas zu liefern wäre quasi egal.
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Geändert von y2jforever (24.08.2022 um 23:01 Uhr).
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Alt 24.08.2022, 23:51   #62
Riddler
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 4.449
Mir fehlt bei der Energiedebatte derzeit generell ein wichtiger Faktor: die Erforschung/Verbesserung neuer bzw. bereits bestehender Systeme.
Denn auch die erneuerbaren Systeme Sonne, Wasser, Wind sind bei weitem auch nicht problemlos. In puncto CO2-Ausstoß sind sie natürlich alternativlos, aber man sollte da auch die Bemühungen intensivieren, diese Schwachstellen zu beseitigen.

Recycling und neue Energieformen sind die entsprechenden Themen der Zukunft.
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Alt 25.08.2022, 01:17   #63
Goldberg070
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2003
Beiträge: 15.794
Zitat:
Zitat von y2jforever Beitrag anzeigen
Der Grund warum Sonne, Wind und Wasser bisher nicht reichen ist, dass man das über Jahre, eher Jahrzehnte, auf allen Ebenen so gut es irgendwie geht blockiert hat. Den entsprechenden Lobby Verbänden und insbesondere RWE hat man stattdessen (insbesondere von Seiten der CDU/CSU) nach dem Mund geredet und Geld und Arbeitsplätze verbrannt. Man schützt z.B. die 20.000 Arbeitsplätze in der Braunkohle mit Subventionen. Gleichzeitig wurden bei den erneuerbaren Energien 117.000 Arbeitsplätze vernichtet. Man war dort mit Weltmarktführer und ist inzwischen komplett abgehängt.

Jetzt kann man sicher nicht von heute auf morgen die fossilen Energien abschalten und alles mit erneuerbaren machen. Das ist ein Prozess der Zeit kostet. Diese durch Kernenergie zu ersetzen allerdings auch. Der Unterschied ist nur: das eine hat Zukunft, keine negativen Folgen für die Umwelt und ist finanziell rentabel, das andere ist Kernenergie. Und da haben wir nur von der Lagerung der alten Brennstäbe geredet, nicht von der Gefahr eines Störfalls.

Und wenn man sich halt unter Merkel nicht 16 Jahre mit Händen und Füssen gegen erneuerbare Energien gewehrt hätte, könnte man heute vermutlich einen Großteil der Energie durch erneuerbare decken und das Putin keine Lust mehr hat Gas zu liefern wäre quasi egal.
Zum Thema mit den erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne gibt es auch noch das Problem mit der sogenannten Grundlastfähigkeit, was ich z.B. gar nicht wusste. Hat Vince Ebert vor etwas mehr als einem Monat geschrieben und möchte ich hier an der Stelle einmal zitieren. Natürlich kann ich das nicht überprüfen, aber da der Mann studierter Physiker ist, hat er zumindest deutlich mehr Plan von der Materie als ich.

Zitat:
Zitat von Vince Ebert, 10.07.2022:
In einer Industrienation muss Strom hundertprozentig verlässlich produziert werden. Um nicht einen überregionalen Blackout zu riskieren, ist es nötig, zu jeder Minute, rund um die Uhr, an allen Tagen im Jahr genügend Strom zu haben.
Im Fachjargon nennt man das Grundlastfähigkeit. Grundlastfähige Kern- und Kohlekraftwerke produzieren den Strom dann, wenn er benötigt wird. Sie liefern Energie unabhängig von der Tageszeit, vom Wetter oder von den romantischen Vorstellungen über Energieversorgung. Wind- und Sonnenenergie dagegen sind nicht grundlastfähig.

Dazu ein konkretes Beispiel: Am 16. November 2021 lieferten deutsche Wind- und Solaranlagen 0,036 Terawattstunden Strom. Das entspricht gerade mal 3,2 Prozent des täglichen Stromverbrauches. Nimmt man die Stromerzeugung durch „grüne“ Wasserkraft und Biomasse noch mit dazu, kam man an diesem Tag auf 13,2 Prozent.
Das ist der Grund, weshalb ein Land, das seine Stromversorgung aus nicht steuerbaren wetter- und tageszeitabhängigen Quellen beziehen möchte, immer ein fast hundertprozentiges Backup aus konventionellen Kraftwerken benötigt. Da können wir noch so viele Solar- und Windanlagen bauen, das Backup-Problem bleibt.

Das wusste auch die aktuelle Regierung und setzte voll auf Gaskraftwerke als grundlastfähiges Backup. Doch spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine offenbart der Backup-Plan seine größte Schwäche: die Abhängigkeit vom einen oder anderen Despoten an den weltweiten Gashähnen. Hinzu kommt, dass wir in Deutschland gar nicht genügend Gaskraftwerke besitzen, um die beschlossene Abschaltung der Kern- und Kohlekraftwerke zu kompensieren.
Im Jahr 2017 hingen noch rund 90 Gigawatt grundlastfähige Kraftwerksleistung am Netz. Inzwischen hat sich durch den sukzessiven Atomausstieg diese Kapazität auf 70 Gigawatt reduziert. Bereits jetzt können wir in Spitzenzeiten keine Grundversorgung mehr mit Energie garantieren.

Die Wahrheit ist schmerzhaft aber simpel: Wenn man Kernkraftwerke abschaltet, muss man im Gegenzug an dunklen, windarmen Tagen Kohlekraftwerke unter Volllast weiterlaufen lassen. Wenn man beides nicht möchte, braucht man Gaskraftwerke, die wir in dem Umfang nicht haben, und die in Kürze auch nicht gebaut werden können.
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021

Geändert von Goldberg070 (25.08.2022 um 01:18 Uhr).
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Alt 25.08.2022, 07:07   #64
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Das wir einen Backup brauchen sollte eigentlich jedem normal denkenden Menschen klar sein außer man heißt Baerbock mit Nachnamen (ich weiß der war böse). Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster das ich sage wir brauchen für mindestens 1 Woche ein Backup. Deswegen sollte auch ein großer Teil der Investitionen für erneuerbare Energie in Speichermedien fließen. Bevor nicht genügend Strom für schlechte Zeiten gespeichert werden kann brauchen wir gar nicht über CO2 Neutralität zu reden.
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Alt 25.08.2022, 09:06   #65
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Zum Thema mit den erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne gibt es auch noch das Problem mit der sogenannten Grundlastfähigkeit, was ich z.B. gar nicht wusste. Hat Vince Ebert vor etwas mehr als einem Monat geschrieben und möchte ich hier an der Stelle einmal zitieren. Natürlich kann ich das nicht überprüfen, aber da der Mann studierter Physiker ist, hat er zumindest deutlich mehr Plan von der Materie als ich.
Danke, Goldi.

So sehr ich längst überzeugt für erneuerbare Energien bin, habe ich große Bedenken bezüglich irgendwelcher idealistischen Tagträumereien, die ein unheiliges Erwachen diesbezüglich zeitigen könnten, dass eine überwiegende Mehrheit der Deutschen die Maßnahmen gegen Russland nicht mehr mitträgt, weil man in den eigenen vier Wänden friert oder der Gefrierschrank auftaut. Und dann hat die Regierung ein Problem. Dann würde der Winter, wie es die rechten Deppen schon freudig erwarten, heiß. Habeck ist ein kluger Mann. Der weiß, was los ist. Aber die grüne Basis ist im Schnitt eben nicht so klug wie er. Und die grüne Jugend sowieso nicht. Ich halte es für möglich, dass viele von denen sehenden Auges ins Unglück rennen würden. Obwohl sie es gut meinen und langfristig gesehen Recht haben. Aber Ideal und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe. Und wer da stur bleibt und irgendwas verwechselt, der richtet potentiell riesigen Schaden an. Und das darf nicht passieren. Nichts käme Putin gelegener. Und nichts würde diese Regierung so sehr destabilisieren.
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Alt 25.08.2022, 14:14   #66
Great Mustachio
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Aber die grüne Basis ist im Schnitt eben nicht so klug wie er. Und die grüne Jugend sowieso nicht.
Steile These, wirklich. Frage mich wie man sowas allen Ernstes abtippen kann. Liegt das am Überlegenheitskomplex den Lehrkräfte innewohnt und deren eigener Überbewertung ihrer Intelligenz geboren aus institutioneller Machtposition gegenüber Kindern und Jugendlichen? Gerade der Grünen Jugend erzählst du doch sicher gerne, wie die Welt wirklich läuft, oder nicht? Scheiß Hippies, am I right? Habe ich den Spiegel hoch genug gehalten, oder muss ich noch ein Stück, eure Hochnäsigkeit?

Anderen Gruppen von Leuten Intelligenz abzusprechen, obwohl Sie vor 30-40 Jahren schon vorausgesagt haben, welche Probleme wir heutzutage bekämpfen müssen, wo Leute wie du (und ich auch zum Teil) noch müde über Klimawandel gelächelt haben, ist nen Unding. Es wird Zeit das die "konservative Mitte" einsieht, das sie komplett falsch lag und das "pragmatische Schritte" mindestens 20 Jahre zu spät sind. Es ist keine Zeit für einen langsamen, sicheren Energiewechsel mehr. Es ist keine Zeit für Backups der Backups, damit wir 24/7 soviel Energie haben wie wir wollen. Es ist Zeit radikal zu handeln. Sage ich als Nicht-Grüner, auf Basis des selbst erlebten und dem was die Wissenschaftler und gerade auch jungen Grünen der letzten 30 Jahre predigen.

Ich wünsche mir Politiker, die das richtige Tun, unabhängig davon was das für Ihre Karriere für Folgen hat (siehe Waffengesetze Australien). Ist das Zuviel verlangt?
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Alt 25.08.2022, 16:50   #67
Der Zerquetscher
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Great Mustachio, du bist jetzt ernsthaft aufgebracht, weil da jemand der Meinung (!) ist, die Basis einer bestimmten Partei bzw. ihre Jugend sei im Schnitt nicht so klug oder fähig wie ein Spitzenpolitiker derselben bestimmten Partei, den man für ziemlich klug hält? Dann ist deine Zündschnur aber ziemlich kurz, findest du nicht?

Es ist in einer Demokratie als politisch interessierter Mensch stinknormal und keine Erwähnung wert, der Meinung zu sein, ein Spitzenpolitiker einer Partei sei klüger oder fähiger als der Rest der Partei. Hättest du das über die Union oder die SPD gesagt, wäre ich da nicht mal gedanklich drüber gestolpert. Also. Entspann dich bitte!

Was meine Meinung zum Thema angeht. Sollte, und die Betonung liegt auf der Möglichkeitsform, der kommende Winter einen Blackout bringen (was ich nicht hoffe und auch zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht wirklich glaube), dann ist es wahrscheinlich in der breiten Bevölkerung erstmal vorbei mit Sinn für den Umweltschutz. So sind die Menschen. Und du kennst die Menschen. Deine Mitbürger. Wenn also dein Vertrauen in deine Mitbürger nicht gerade ein übermäßig ausgeprägtes ist, dann MUSS man die Reaktion der Bevölkerung auf die Politik der Regierung einkalkulieren. Was sein MÜSSTE und schön WÄRE. Alles toll. Nur nutzt das wenig, wenn der Rückhalt der Bevölkerung bröckeln würde. Wenn die Wirtschaft vor den Augen der Welt Schaden nimmt. Massenentlassungen Wirklichkeit werden. Wenn Putin Punkte sammelt. Ein Mann übrigens, der sich in der Summe einen Dreck für Umweltschutz interessiert. Wie auch Indien oder China. Und selbst wenn die "konservative Mitte" Deutschlands, die sich, da hast du Recht, überwiegend geirrt hat, was die Entwicklung des Klimas angeht, vor 15 Jahren eines Besseren besonnen hätte, dann hätte auch ein Ändern der deutschen (!) Politik vor 15 Jahren praktisch keine Auswirkungen gehabt auf das, was derzeit mit der Welt passiert. Angesichts dessen, was andere Länder in die Luft pumpen. Die Situation wäre moralisch vorteilhafter, von den Messwerten her aber praktisch dieselbe. Und so gern ich den Kretschmann in BW mag, dem Volk zu erzählen, man müsse nicht jeden Tag duschen und statt dessen lieber mal einen Waschlappen nehmen, ist so an der Realität vorbei, dass es nur nach hinten losgehen kann. Nicht nur, weil es sich albern anhört, es hält sich auch kein Mensch dran, der sich duschen WILL. Eine solche Ansage ich gut gemeint, aber blauäugig und albern. Wie viel Prozent der Bevölkerung lassen sich wohl von Kretschmann erzählen, wie oft sie sich duschen sollen? 10%? 8%? 5%? Wenn du mich frägst, ich glaube, so gut wie niemand. Und das meinte ich mit "Ideal und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe". Und wie mit der Sache mit der grünen Jugend sehe ICH das so. Es steht dir frei, das anders zu sehen.
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Alt 25.08.2022, 21:21   #68
PappHogan
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Das wir einen Backup brauchen sollte eigentlich jedem normal denkenden Menschen klar sein außer man heißt Baerbock mit Nachnamen (ich weiß der war böse). Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster das ich sage wir brauchen für mindestens 1 Woche ein Backup. Deswegen sollte auch ein großer Teil der Investitionen für erneuerbare Energie in Speichermedien fließen. Bevor nicht genügend Strom für schlechte Zeiten gespeichert werden kann brauchen wir gar nicht über CO2 Neutralität zu reden.
Das ist richtig, man braucht genügend Reserven für die Grundlast, Kernkraftwerke sind ja klassische Grundlastkraftwerke.
Ich war nie ein großer Fan der Kernenergie auf Fissionsbasis.
aber heute muss man einfach mal pragmatisch sein.
Die Regierung, die sich unsere Elfenbeinturm-Bewohner im Homeoffice gewählt haben, ist eine klassische Schön-Wetter-Regierung, wenn es wie jetzt richtig stürmt und hagelt im übertragenen Sinne, dann......."Denk' ich an Deutschland in der Nacht..."
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Alt 25.08.2022, 21:50   #69
rantanplan
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Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Und bei Uniper sollten die manager wie weiland Bart Simpson mal 50 mal die Worte UNTERNEHMERISCHES RISIKO and die Tafel schreiben müssen.
Das kann man meiner Meinung nach nicht als unternehmerisches Risiko bezeichnen, was da passiert. Das Risiko besagt ja, dass man pleite gehen kann und dann Pech gehabt hat. Das funktioniert bei nicht existentiellen Gütern für Wirtschaft und Verbraucher, aber nicht bei Gas. Es ist ja schlichtweg keiner da, der einspringen könnte und Gas liefern kann. Eine ganze Reihe von Firmen will ja ebenfalls an der Umlage partizipieren. Was hätten die Manager denn in den letzten Jahren konkret tun können, um das Risiko zu streuen? Teilweise haben sie das ja, deshalb bekommen wir überhaupt Gas aus anderen Ländern. Die Sanktionen, egal was man davon hält, hat die Politik verhängt. Das kaum noch Gas fließt, ist Putins Reaktion darauf. Wenn Uniper zu den bestehenden Konditionen nicht mehr an die Stadtwerke usw. liefern kann, Pleite geht, okay, aber dann springt halt jemand anders ein, die Verträge sind damit aber hinfällig. Falls jemand anderes einspringen kann, gibt es für die Stadtwerke und Co auch neue Verträge zu deutlich höheren Kosten - müssen dann die Manager dort 50 mal UNTERNEHMERISCHES RISIKO an die Tafel schreiben? Am Ende der Kette stehen die Endverbraucher vor ihren Tafeln in der kalten Wohnung und schreiben UNTERNEHMERISCHES RISIKO, hätten ja schließlich auch in Alternativen investieren können. Im Endeffekt profitieren ja vor allem die Endverbraucher von den langfristigen Verträgen im Bereich Strom, Gas usw. Die Alternative wäre gewesen, es so zu machen wie die Tankstellen und einfach tagaktuell Preise zu liefern. Aber willst du wirklich nur Dienstag und Donnerstag heizen, weil dann die Preise erfahrungsgemäß günstiger sind?


Zitat:
Zitat von Great Mustachio Beitrag anzeigen
Schau dir mal die Halbwertszeiten von den Nebenprodukten bei der Erzeugung der Kernenergie an, und dann sag mir noch mal, das wäre eine Alternative. Manche Reststoffe in den Brennstäben strahlen im Bereich von Zehntausenden bis Hunderttausenden von Jahren. Das sind Zeit Intervalle, die man sich gar nicht richtig vorstellen kann. Die strahlen länger als es den "modernen Menschen" gibt. Wie kann man uns bitte garantieren, dass man hier eine auch für die zukünftigen Generationen sichere Lagermöglichkeit hat. Ich garantiere dir, in 100 Jahren weiß man schon nicht mehr, wo man denn die ganzen Fässer abgestellt hat. Hier von einer vernünftigen Alternative zu reden, ist einfach viel zu kurzfristig gedacht.

Allerhöchstens als Überbrückung für 5 Jahre, wenn bis dahin a) 100% auf fossile Brennstoffe verzichtet wird und b) regenerative Energie BUNDESWEIT (nicht nur im Norden und Mitteldeutschland, auch die Bayern können mal langsam anfangen) im Rekordtempo ausgebaut werden.
Ich bin bei dir, dass man für künftige Generationen den Atommüll nicht unbedingt verzehnfachen muss, aber bei z. B. 5 Jahren sind es halt wirklich Peanuts, die da noch produziert werden im Vergleich zu dem, was man ohnehin schon hat.

Umgekehrt lässt sich vielleicht sagen, dass die Menschen in 100 Jahren schon gar nicht mehr wissen, warum wir ein Endlagerproblem hatten, weil es womöglich unendlich viele Möglichkeiten gibt, das Zeug aufzubereiten, zu nutzen oder endzulagern. Natürlich ist es ein Unding Dinge zwischenzulagern, bis man selbst nicht mehr lebt und andere sich darum kümmern müssen, aber der technologische Fortschritt ist ja irgendwo auf unserer Seite.

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Was meine Meinung zum Thema angeht. Sollte, und die Betonung liegt auf der Möglichkeitsform, der kommende Winter einen Blackout bringen (was ich nicht hoffe und auch zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht wirklich glaube), dann ist es wahrscheinlich in der breiten Bevölkerung erstmal vorbei mit Sinn für den Umweltschutz. So sind die Menschen. Und du kennst die Menschen. Deine Mitbürger. Wenn also dein Vertrauen in deine Mitbürger nicht gerade ein übermäßig ausgeprägtes ist, dann MUSS man die Reaktion der Bevölkerung auf die Politik der Regierung einkalkulieren. Was sein MÜSSTE und schön WÄRE. Alles toll. Nur nutzt das wenig, wenn der Rückhalt der Bevölkerung bröckeln würde. Wenn die Wirtschaft vor den Augen der Welt Schaden nimmt. Massenentlassungen Wirklichkeit werden. Wenn Putin Punkte sammelt. Ein Mann übrigens, der sich in der Summe einen Dreck für Umweltschutz interessiert. Wie auch Indien oder China. Und selbst wenn die "konservative Mitte" Deutschlands, die sich, da hast du Recht, überwiegend geirrt hat, was die Entwicklung des Klimas angeht, vor 15 Jahren eines Besseren besonnen hätte, dann hätte auch ein Ändern der deutschen (!) Politik vor 15 Jahren praktisch keine Auswirkungen gehabt auf das, was derzeit mit der Welt passiert. Angesichts dessen, was andere Länder in die Luft pumpen. Die Situation wäre moralisch vorteilhafter, von den Messwerten her aber praktisch dieselbe. Und so gern ich den Kretschmann in BW mag, dem Volk zu erzählen, man müsse nicht jeden Tag duschen und statt dessen lieber mal einen Waschlappen nehmen, ist so an der Realität vorbei, dass es nur nach hinten losgehen kann. Nicht nur, weil es sich albern anhört, es hält sich auch kein Mensch dran, der sich duschen WILL. Eine solche Ansage ich gut gemeint, aber blauäugig und albern. Wie viel Prozent der Bevölkerung lassen sich wohl von Kretschmann erzählen, wie oft sie sich duschen sollen? 10%? 8%? 5%? Wenn du mich frägst, ich glaube, so gut wie niemand. Und das meinte ich mit "Ideal und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe". Und wie mit der Sache mit der grünen Jugend sehe ICH das so. Es steht dir frei, das anders zu sehen.
Zwei Einwände an der Stelle:
1. Wir haben es trotz Lockdowns usw. durch 2 Jahre geschafft, ohne dass es Massenentlassungen gab. Mit viel Geld, sicherlich, aber wenn es im Winter Betriebsschließungen gibt, kann man das vermutlich mit Kurzarbeit auch wieder überbrücken. (Schulden sind allerdings, siehe oben, auch ein Punkt, den man an künftige Generationen weitergibt). Die Gefahr, dass die Leute auf die Straße gehen, besteht daher glaube ich wirklich eher, wenn man nicht darauf achtet, dass die Menschen ihre Energierechnungen bezahlen können und/oder zuhause frieren.
2. Ich denke schon, dass eine andere Politik in den letzten Jahren viel hätte ändern können. Klar, wenn Deutschland morgen CO2-neutral würde, wird das keine großartigen Auswirkungen auf das Klima haben, aber Deutschland ist als Industriestandort, als Exportnation halt nicht unbedingt klein. Andere Länder, auch die Riesen wie USA, China schauen auf uns. Im Bereich Forschung und Entwicklung hätte man sich hier also durchaus eine Vorreiterrolle erarbeiten können, um die letztlich günstigste Form der Energiegewinnung, die Erneuerbaren, zu pushen. Und insbesondere ein Land wie Deutschland ist aufgrund der nicht so beständigen Sonneneinstrahlung und des teils wenigen Windes prädestiniert dafür, Speichertechnologien zu entwickeln, weil sie hier unbedingt gebraucht wird. Und da hat man halt doch irgendwo jetzt 15 Jahre verschlafen.
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Alt 26.08.2022, 06:46   #70
Der Zerquetscher
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2. Ich denke schon, dass eine andere Politik in den letzten Jahren viel hätte ändern können. Klar, wenn Deutschland morgen CO2-neutral würde, wird das keine großartigen Auswirkungen auf das Klima haben, aber Deutschland ist als Industriestandort, als Exportnation halt nicht unbedingt klein. Andere Länder, auch die Riesen wie USA, China schauen auf uns. Im Bereich Forschung und Entwicklung hätte man sich hier also durchaus eine Vorreiterrolle erarbeiten können, um die letztlich günstigste Form der Energiegewinnung, die Erneuerbaren, zu pushen. Und insbesondere ein Land wie Deutschland ist aufgrund der nicht so beständigen Sonneneinstrahlung und des teils wenigen Windes prädestiniert dafür, Speichertechnologien zu entwickeln, weil sie hier unbedingt gebraucht wird. Und da hat man halt doch irgendwo jetzt 15 Jahre verschlafen.
Mag sein, dass Deutschland, was erneuerbare Energien angeht, nicht genug die Vorreiterrolle eingenommen und sogar manches verschlafen hat. Auch weil zum Beispiel von Seiten der Autoindustrie lange zu wenig Interesse an rascher Forschung in der Richtung bestand. Das Problem sind halt nicht wenige Leute vom Fach, die etwa sagen, dass E-Autos keinesfalls die Zukunft sein können, so wie sie heute konstruiert sind. Selbst wenn sie ähnlich und geupgradet konstruiert wären. Zugegeben, andere wiederum schwören aufs E-Auto. Auch technisch. Dann ist da die Sache mit der Grundlast, die selbst optimistische Fachleute in einem Land wie Deutschland nicht mit viel Fantasie allein durch Wind, Wasser und Fotovoltaik gesichert sehen. Einer der größten Fehler, den Deutschland außenpolitisch unter Merkel gemacht hat, war es, sich auf dem Energiesektor so sehr an Russland anzulehnen. Und das obwohl russisches Gas nicht billiger war als anderes. Nein, bestimmte Drahtzieher in Deutschland SUCHTEN die Nähe zu Russland. Aus Prinzip. Nicht weil es ökonomisch Sinn machte, sondern aus politischem Willen heraus. Und wenn das schon der bizarre Fall ist, dann wundert es mich nicht, dass man auch sonst womöglich nicht nach den naheliegendsten oder einfachsten Lösungen gesucht hat, sondern manch einer seine Agenda hatte. Seine Interessensgruppen, die er bedienen musste. Ja, ist traurig. Und ja, in Russland ist das alles hundert Mal schlimmer. Aber Scholz' Amnesien in Sachen Cum Ex sind durchaus symptomatisch auch für die Politik in Deutschland. Dieses Idealistische, dem so viele so viele Jahre das Wort redeten, hat mit der Wirklichkeit in der großen Politik nichts zu tun. Und das wird auch nie anders sein. Wenigstens so ehrlich dürfen wir sein. Auch wenn es deprimierend ist.
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Alt 26.08.2022, 10:38   #71
Goldberg070
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2. Ich denke schon, dass eine andere Politik in den letzten Jahren viel hätte ändern können. Klar, wenn Deutschland morgen CO2-neutral würde, wird das keine großartigen Auswirkungen auf das Klima haben, aber Deutschland ist als Industriestandort, als Exportnation halt nicht unbedingt klein. Andere Länder, auch die Riesen wie USA, China schauen auf uns. Im Bereich Forschung und Entwicklung hätte man sich hier also durchaus eine Vorreiterrolle erarbeiten können, um die letztlich günstigste Form der Energiegewinnung, die Erneuerbaren, zu pushen. Und insbesondere ein Land wie Deutschland ist aufgrund der nicht so beständigen Sonneneinstrahlung und des teils wenigen Windes prädestiniert dafür, Speichertechnologien zu entwickeln, weil sie hier unbedingt gebraucht wird. Und da hat man halt doch irgendwo jetzt 15 Jahre verschlafen.
Hierzu eine kurze Anmerkung: Ich glaube der Effekt, dass andere auf uns schauen wird enorm überschätzt. Vorreiterrolle schön und gut, aber hat das wirklich Auswirkungen? Deutschland hat mit seinem Ausstieg aus der Atomkraft, wenn man so will, eine geradezu beispiellose Vorreiterrolle eingenommen. Ergebnis: Deutschland steht mit diesem Schritt bis heute alleine da und kein anderes Land ist uns gefolgt. Noch vor 2 Monaten gab es zu dem Thema im Deutschlandfunk einen Pressespiegel, in dem Zeitungsartikel aus verschiedenen Ländern dazu vorgestellt wurden. Fazit: Allgemeines Unverständnis. Insbesondere z.B. aus Frankreich.


Viele sind der Meinung, dass Deutschland als große Industrienation eine Vorbildfunktion hat, was moderne Energie- und Klimapolitik angeht.
Dazu drei Fakten:
Kein Land der Welt hat bezogen auf die Wirtschaftskraft mehr installierte Photovoltaik und Windkraft als Deutschland.
Kein Land der Welt hat den Ausstieg aus der Kernenergie so radikal vorangetrieben wie Deutschland.
Kein Land der Welt hat einen höheren Strompreis als Deutschland und droht darüberhinaus im Winter in einen massiven Energiemangel zu rutschen.
Glaubt jemand allen Ernstes daran, dass sich irgend ein Land der Welt eine solche Energiepolitik zum Vorbild nehmen wird? (Quelle: Vince Ebert, Physiker und Kaberettist - klar, vielleicht nicht die beste Quelle, aber immerhin ist es eine)
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Alt 26.08.2022, 11:18   #72
Duke Skywalker
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Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Insbesondere z.B. aus Frankreich.
Wo diesen Sommer ein weiterer große Schwachpunkt der Kernenergie (neben des Risikos und der Abfälle) klar wurde. Wasser. Kraftwerke standen still, weil dass Kühlwasser nicht abgeleitet werden konnte. Es war zu warm.

Allgemein könnte der Wasserverbrauch und allgemein die Wasserversorgung der Kernkraftwerke bei zunehmender Dürre mehr und mehr Thema werden.
Dazu kommen hohe Instandsetzungskosten. Atomstrom ist keineswegs günstig.
__________________
"I am hoping that I can be known as a great writer and actor some day, rather than a sex symbol."
Steven Seagal

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Alt 26.08.2022, 13:09   #73
Iceman.at
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Great Mustachio, du bist jetzt ernsthaft aufgebracht, weil da jemand der Meinung (!) ist, die Basis einer bestimmten Partei bzw. ihre Jugend sei im Schnitt nicht so klug oder fähig wie ein Spitzenpolitiker derselben bestimmten Partei, den man für ziemlich klug hält? Dann ist deine Zündschnur aber ziemlich kurz, findest du nicht?

Es ist in einer Demokratie als politisch interessierter Mensch stinknormal und keine Erwähnung wert, der Meinung zu sein, ein Spitzenpolitiker einer Partei sei klüger oder fähiger als der Rest der Partei. Hättest du das über die Union oder die SPD gesagt, wäre ich da nicht mal gedanklich drüber gestolpert. Also. Entspann dich bitte!

Was meine Meinung zum Thema angeht. Sollte, und die Betonung liegt auf der Möglichkeitsform, der kommende Winter einen Blackout bringen (was ich nicht hoffe und auch zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht wirklich glaube), dann ist es wahrscheinlich in der breiten Bevölkerung erstmal vorbei mit Sinn für den Umweltschutz. So sind die Menschen. Und du kennst die Menschen. Deine Mitbürger. Wenn also dein Vertrauen in deine Mitbürger nicht gerade ein übermäßig ausgeprägtes ist, dann MUSS man die Reaktion der Bevölkerung auf die Politik der Regierung einkalkulieren. Was sein MÜSSTE und schön WÄRE. Alles toll. Nur nutzt das wenig, wenn der Rückhalt der Bevölkerung bröckeln würde. Wenn die Wirtschaft vor den Augen der Welt Schaden nimmt. Massenentlassungen Wirklichkeit werden. Wenn Putin Punkte sammelt. Ein Mann übrigens, der sich in der Summe einen Dreck für Umweltschutz interessiert. Wie auch Indien oder China. Und selbst wenn die "konservative Mitte" Deutschlands, die sich, da hast du Recht, überwiegend geirrt hat, was die Entwicklung des Klimas angeht, vor 15 Jahren eines Besseren besonnen hätte, dann hätte auch ein Ändern der deutschen (!) Politik vor 15 Jahren praktisch keine Auswirkungen gehabt auf das, was derzeit mit der Welt passiert. Angesichts dessen, was andere Länder in die Luft pumpen. Die Situation wäre moralisch vorteilhafter, von den Messwerten her aber praktisch dieselbe. Und so gern ich den Kretschmann in BW mag, dem Volk zu erzählen, man müsse nicht jeden Tag duschen und statt dessen lieber mal einen Waschlappen nehmen, ist so an der Realität vorbei, dass es nur nach hinten losgehen kann. Nicht nur, weil es sich albern anhört, es hält sich auch kein Mensch dran, der sich duschen WILL. Eine solche Ansage ich gut gemeint, aber blauäugig und albern. Wie viel Prozent der Bevölkerung lassen sich wohl von Kretschmann erzählen, wie oft sie sich duschen sollen? 10%? 8%? 5%? Wenn du mich frägst, ich glaube, so gut wie niemand. Und das meinte ich mit "Ideal und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe". Und wie mit der Sache mit der grünen Jugend sehe ICH das so. Es steht dir frei, das anders zu sehen.
Wenn die Parteibasis und Jugend nicht so klug und fähig sind wir die Spitzenpolitiker wirft das einen ganz schön schweren Schatten auf Unionswahler, immerhin waren da Spitzenpolitiker wie Scheuer, Seehofer, Amthor, Van der Leyen, Klöckner und viele mehr die sich allein in den letzten 10 Jahren nicht gerade als Intelligenzbestien hervorgetan haben. Dieses die Spitzenpolitiker müssen besser sein als die Basis weil die ja da oben stehen ist sowieso absoluter Mist, die Ämter bekommen nie die am besten qualifizierten, sondern die am besten vernetzten Leute mit dem dicksten Parteibuch, wie könnte es auch sonst sein, dass ein und die selbe Person verschieden Ministerien führt, keiner ist wirklich Experte in zwei verschiedenen Gebieten.

Und die ganze Energiedebatte die man jetzt hat wegen Umstieg sei zu schnell und so weiter hat man aus genau einem Grund: die Politik war dem Lobby Euro sehr viel höriger als den Fachmeinungen aus der Wissenschaft, und das seit fast 40 Jahren.
Die gleichen unkenrufe bezüglich der Wirtschaft gab es übrigens auch als man wegen des Säuren Regens die Filter einbauen musste, da würde auch Panik gemacht wer sich das leisten können soll und eine Wirtschaftskrise herbeibeschworen, und was ist passiert? Nix außer dass man nicht mehr die Umwelt zerstört hat.
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Wenn ein Nichtschwimmer ersauft ist das nicht tragisch, sondern konsequent. Gerhard Polt
Ich esse aus religiösen Gründen keine Leber. Welcher Konfession gehören sie an? Ich bin Alkoholiker.
Wer die Bild Zeitung liest um sich zu informieren, trinkt auch Schnaps wenn er Durst hat. Claus von Wagner
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Alt 26.08.2022, 14:05   #74
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Hätte man weiter an den erneuerbaren geforscht und nicht die Forschungsgelder auf nahezu Null runter gefahren waren wir halt auch schon viel weiter auf dem Gebiet. Wenn dann am Ende der Strom sogar billiger ist und ganz wichtig die Versorgung stabil gewährleistet werden kann, dann wären viele andere Länder auch nachgezogen eben weil Geld zu sparen ist und so der Kundschaft mehr Geld aus der Tasche gezogen werden kann. Wir waren weltweit führend bis Photovoltaik, dann wurden die Forschungsgelder gestrichen weil komplett auf Wind gesetzt wurde. China hat die Firmen dann für ein Appel und ein Ei übernommen mit samt der Technologie und investiert jetzt Milliarden in die Projekte. Das machen die doch auch nicht der Umwelt zuliebe sondern weil sie ihre Investitionen am Ende 10, 20, 100fach wieder zurück haben wollen.

Die höchsten Energiepreise weltweit haben wir da führt kein Weg daran vorbei, was ich bei den Listen aber immer vermisse ist das sie nicht in Bezug zum durchschnittlichen Einkommen gesetzt werden. Dann werden wir immer noch im oberen Drittel mitspielen aber ganz so schlimm wie es dargestellt wird ist es dann trotzdem nicht.

Sind wir doch auch ehrlich zu uns selbst, den meisten von uns machen entweder die Erhöhungen nicht viel aus oder es ist noch genug Einsparpotential da. Gerade in meiner bubble sind diejenigen die am lautesten schreien diejenigen die eigentlich kein Problem mit den Preissteigerungen haben. Da kann halt im Monat statt 1000€ nur 800€ gespart werden, da reicht es anstatt 8 Städtereisen und 2 Urlaube im Jahr eine Städtereise im Jahr zu sparen, ein Wochenende mal nicht in die Altstadt zu gehen und 200€ auf den Kopf zu hauen, anstatt im Monat für 200€ Lotto zu spielen und noch mal für 200€ irgendwelche Sportwetten zu machen nur die Hälfte verzocken, usw.

Natürlich gibt es auch genug die kein Einsparpotential mehr haben aber auch nur denen sollte geholfen werden. Bleiben wir doch einfach bei der Energiepauschale. Man hätte einfach sagen können bis zu einem gewissen Lohn/Gehalt gibt es die volle Summe dann Abstufungen bis zu 0€. Dafür hätte man den Rentnern auch was zahlen können und den Geringverdienern anstatt 300€ meinetwegen 400€.
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Alt 26.08.2022, 16:19   #75
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Wo diesen Sommer ein weiterer große Schwachpunkt der Kernenergie (neben des Risikos und der Abfälle) klar wurde. Wasser. Kraftwerke standen still, weil dass Kühlwasser nicht abgeleitet werden konnte. Es war zu warm.

Allgemein könnte der Wasserverbrauch und allgemein die Wasserversorgung der Kernkraftwerke bei zunehmender Dürre mehr und mehr Thema werden.
Dazu kommen hohe Instandsetzungskosten. Atomstrom ist keineswegs günstig.
Warum können eigentlich Brennstäbe, die immer noch strahlen, nicht immer noch Energie liefern?
Und warum muss man heißes Kühlwasser in Flüsse entsorgen, anstatt die Wärme zu nutzen, etwa mit einer Art Stirlingmotor, der aus dem Temperaturunterschied weitere Energie zieht?
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