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Alt 09.07.2022, 18:53   #1
Goldberg070
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2003
Beiträge: 15.794
Der Krieg in der Ukraine und die Spätfolgen von Corona haben weltweit - oder zumindest deutschland- und europaweit ein Erdbeben ausgelöst, wie es seit dem 2. Weltkrieg wohl nicht mehr vorkam. Explodierende Preise bei Lebensmitteln, Energie und allem möglichen, werden die Bürger des Landes, und somit auch uns Boarduser heftig treffen, da die Spitze offenbar noch lange nicht erreicht ist. Kanzler Scholz stimmt gar auf jahrelange Energieknappheit ein.

Hier soll es um das Thema losgelöst vom Krieg gehen, so dass alles, was jetzt nur indirekt mit dem Ukrainekrieg zu tun, hier seinen Platz zum besprechen und sich darüber austauschen finden kann.
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021
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Alt 09.07.2022, 21:05   #2
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 02.12.2003
Beiträge: 15.338
Und dank unserer Passivität der letzten Jahrzehnte in Zusammenhang mit der Öko-Krise steht uns noch Schlimmeres bevor.

Darum sollten wir echt aufpassen, dass wie uns nicht von unserer Angst vereinnahmen lassen. Denn das führt nur zu noch schlechteren Umständen.

Keine Angst vor materiellen Rückschlägen, vor russischen Bomben und vor unheimlichen Drohgespinsten, die Extremisten aus ihren Hüten zaubern. Nur dann bleibt der Verstand scharf genug, um aus den Möglichkeiten die beste und lebenswerteste Zukunft gestalten, die wir können.
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Die Öko-Krise ist kein Glauben, sondern eine Tatsache.

Angststörung + Irreführung = Extremismus
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Alt 09.07.2022, 21:24   #3
Riddler
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 4.449
Generell muss man sich weiterhin sachlich mit Worst-Case-Szenarien auseinander setzen, meiner bescheidenen Meinung nach.
Auch muss unsere Regierung hellwach bleiben und sehr gut aufpassen, dass die Lage jetzt nicht von gierigen Unternehmern ausgenutzt wird.
Ich nenne als Beispiel hier mal den Vorstoß von Habeck im Zusammenhang mit der Energiepauschale gegenüber den Mineralölkonzernen.
Denn überraschenderweise sind die Benzinpreise seitdem wieder gesunken.

Nun mag man natürlich spekulieren, ob da ein direkter Zusammenhang besteht, aber irgendwie möchte ich das gerne glauben .

Im Prinzip wird es sich in den nächsten Monaten zeigen, wohin die Reise für uns alle gehen wird. Die Coronasituation wird den Druck nochmal deutlich erhöhen, im schlimmsten Fall.
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Alt 09.07.2022, 21:28   #4
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 4.095
Immerhin werden wir uns nun auch den Belangen von Palau annehmen, wenigstens besucht nach 120 Jahren eine deutsche Außenministerin wieder diesen Inselstaat.

Es ist halt auch ein Zeichen für politisches Versagen. Wir hatten die Technik für Solarenergie, für Windenergie, nun ist China Weltmarktführer. Ohne die vergeudeten Merkel-Jahre würde uns das sicherlich nicht so hart treffen.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2022, 09:15   #5
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 20.06.2008
Beiträge: 1.935
Nun, das ist das Resultat jahrzehntelanger Sparpolitik.
Die schwarze Null im Finanzministerium hatte daran eine Hauptverantwortung.
Es ging nur darum das Lieblingsprojekt Kohls und Mitterands zu schützen.
Hätte man nämlich hier in Deutschland die Niedrigzinspolitik genutzt, um viel Geld in die Infrastruktur zu stecken und die nötigen Maßnahmen zu finanzieren, dann würden wir warscheinlich nicht mehr mit Euros bezahlen.
Es ging darum, gegenüber den südeuropäischen Staaten ein Gegengewicht zu schaffen, um den Euro zu stablilisieren.

Jetzt, da die Zinsen steigen (müssen), wird es schwieriger werden.
Die EZB ist nun gefangen zwischen Scilla und Charybdis, erhöht sie die Zinsen, treibt sie Italien, Griechenland und andere in die Staatspleite und sprengt den Euro.
Tut sie das nicht, heizt sie die Inflation weiter an...siehe Türkei.

Die Infrastruktur ist marode, sowohl auf der Straße (A45, Salzachtalbrücke in Wiesbaden usw. usf.)
Als auch auf der Schiene.
Die Steigenden Energiepreise bieten auch eine Chance, neue Möglichkeiten, Energie zu sparen, weg von der "Verbrennungsenergie", hin zu erneuerbaren Enregien.

Da kommt ein speziell deutsches Problem in Gestalt einer widerlichen Spezies zum Vorschein: Dem gemeinen Querulantenrentner.

Er ist gegen Alles, was irgenwie neu ist, sich unter 2000m seiner Behausung nähert, hat viel Zeit um andere Leute mit Bürgerinitiativen gegen alles und Jeden aufzuhetzen....
Blockieren, verhindern, verächtlich machen sind sein Lebensinhalt.

Ich versprach mir von der Coronapandemie einer signifikante Ausdünnung dieser Spezies, aber ich wurde enttäuscht, gehört doch diese Spezies zu den "vulnerablen Gruppen", die es zu schützen gilt.

Hier ist der Gesetzgeber gefragt, Abhilfe zu schaffen nach der Maßgabe:
"Die Bedürfnisse der vielen wiegen schwerer, als die Bedürfnisse der wenigen oder denen eines Einzelnen."
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Live sometimes sucks!
But Death is no alternative.

How can i ever stand out being fake in aworld full of fakeness.
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Alt 10.07.2022, 09:34   #6
Hannoveraner
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 02.02.2022
Beiträge: 662
Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Da kommt ein speziell deutsches Problem in Gestalt einer widerlichen Spezies zum Vorschein: Dem gemeinen Querulantenrentner.

Er ist gegen Alles, was irgenwie neu ist, sich unter 2000m seiner Behausung nähert, hat viel Zeit um andere Leute mit Bürgerinitiativen gegen alles und Jeden aufzuhetzen....
Blockieren, verhindern, verächtlich machen sind sein Lebensinhalt.

Hier ist der Gesetzgeber gefragt, Abhilfe zu schaffen nach der Maßgabe:
"Die Bedürfnisse der vielen wiegen schwerer, als die Bedürfnisse der wenigen oder denen eines Einzelnen."
@PappHogan, genau da liegt der springende Punkt! Die Rentner in Deutschland SIND die VIELEN.

Allgemein in die Runde: Mal ein ganz praktisches Beispiel aus dem Alltag; mir graust es vor der kommenden Nebenkosten-Abrechnung, Gas, Warm-/Wasser, Heizung etc., die erwartungsgemäß irgendwann im September eintrudeln dürfte! Wie hoch wird sie diesmal wohl werden? In den letzten 2, 3 Jahren sind die Nebenkosten schon sprunghaft angestiegen, obwohl ich mich als sparsam bezeichnen darf. In den Jahren davor hatte ich nämlich zumeist eine Kostenrückerstattung erhalten, weil ich eben so sparsam war. Nur in den letzten 2, 3 Jahren wie gesagt, war ich meistens leicht schockiert. Was da wohl jetzt auf mich zukommt...

Geändert von Hannoveraner (10.07.2022 um 09:47 Uhr).
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Alt 11.07.2022, 18:56   #7
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 06.01.2010
Beiträge: 1.736
Ich glaube, das Wirtschaftssystem in dem, was man gewöhnlich die westlichen Länder nennt, braucht ganz allgemein eine Kehrtwende. Es lief meines Erachtens schon auf den Kollaps zu, bevor der Ukraine-Krieg ausbrach, Corona in die Welt kam oder der Klimawandel zu einem Thema wurde, auf das man endlich, wenn auch ziemlich halbherzig, reagiert.

Seit es Fernhandel gibt, muss eine Region für Güter, die sie importiert, solche liefern, die sie hat. Mit der industriellen Revolution, vor allem mit Dampfschiff und Eisenbahn, und heutzutage vor allem mit den riesigen Containerschiffen, nahm das gewaltig zu. Damit werden auch Dinge, die man selbst herstellen könnte, importiert, wenn sie anderswo günstiger zu bekommen sind. Für Rohstoffe oder Nahrungsmittel liefern Industrieregionen Fertigprodukte. Und in den letzten Jahrzehnten lassen Länder mit hohem Lohnniveau Produkte, in denen viel Handarbeit steckt, in sogenannten Billiglohnländern produzieren. Im Gegenzug exportieren sie hochwertige, technisch aufwendige Produkte dorthin.

Inzwischen entwickeln wie uns aber immer mehr zur postindustriellen "Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft", und auch die hochtechnischen Industrien wandern in Länder wie China ab. "Exportweltmeister" Deutschland ist da immer noch ganz gut aufgestellt, aber auch hier geht der Trend in diese Richtung. Was bleibt dann aber noch, um langfristig zu rechtfertigen, dass Menschen in anderen Teilen der Welt für uns etwas anbauen, fördern, herstellen? Welche Dienstleistungen und Informationen liefert die Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft im Gegenzug?

Sind es nicht, euphemistisch ausgedrückt, vor allem Finanzdienstleistungen? Da andere Länder bei uns verschuldet sind und da viele Rohstoffquellen und Produktionsstätten im Besitz westlicher Aktionäre sind, kommt ein beachtlicher Teil des Geldes ohne wirkliche Gegenleistung zu uns zurück. Das fördert das wirtschaftliche Ungleichgewicht, das überhaupt dazu führt, dass Arbeitskräfte im globalen Süden um Größenordnungen weniger kosten.

Inzwischen verlieren wir aber diesen historischen, auf dem Kolonialismus basierenden Vorteil an China oder auch an anonyme internationale Investoren, die die Gewinne nicht mehr bei uns versteuern. Damit geraten wir in eine Abwärtsspirale, die letztlich dazu führen wird, dass wir viel unverdienten materiellen Wohlstand verlieren werden.

Wir werden wieder selbst arbeiten müssen. Oder gibt es irgendeine Rechtfertigung dafür, dass der Mensch, der meine Hose genäht hat, schlechter lebt als ich?
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Alt 11.07.2022, 22:36   #8
Ostfriese83
blaues Auge
 
Registriert seit: 14.05.2018
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Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen

Ich versprach mir von der Coronapandemie einer signifikante Ausdünnung dieser Spezies, aber ich wurde enttäuscht, gehört doch diese Spezies zu den "vulnerablen Gruppen", die es zu schützen gilt.
Nur einmal nachgefragt, damit ich es richtig verstehe.

Du hast dir also von der Pandemie erhofft, dass möglichst viele Menschen über 60 bzw. im Rentenalter sterben?
Ostfriese83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2022, 23:41   #9
sun
Cut
 
Registriert seit: 28.03.2022
Beiträge: 57
Zitat:
Zitat von Ostfriese83 Beitrag anzeigen
Nur einmal nachgefragt, damit ich es richtig verstehe.

Du hast dir also von der Pandemie erhofft, dass möglichst viele Menschen über 60 bzw. im Rentenalter sterben?
Stellst du die Frage als moralischer Sicht oder aus ökonomischer Sicht?
sun ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2022, 23:51   #10
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
Beiträge: 3.575
Es liegt wahrscheinlich (eigentlich ganz sicher) daran das wir keine Geldsorgen haben, eigentlich mehr Geld haben als wir brauchen, wir wohnen in einem Häuserblock der bis in die späten 1980er Jahre noch mit Holzofen geheizt wurde bis dann eine Gasheizung eingebaut wurde. Also wenn das Gas knapp wird dann kaufen wir uns einfach Holzöfen und bauen die ein, die Anschlüsse zum Kamin haben nur eine Blindkappe. Kochen und Warmwasser geht über Strom. Sollten wir weder Briketts noch Holz bekommen um die Öfen zu heizen, dann werden halt Heizlüfter angeschlossen.

Ich muss gerade wieder feststellen das mein Vater Recht hatte mit einem seiner Standartsprüche::

"Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt!"
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Alt 12.07.2022, 07:50   #11
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 02.12.2003
Beiträge: 15.338
Zitat:
Zitat von sun Beitrag anzeigen
Stellst du die Frage als moralischer Sicht oder aus ökonomischer Sicht?
Die Frage ist schon berechtigt.

Ich finde es schon okay, intellektuell so was zu diskutieren. Aber wenn der eigene politische Kurs voraussetzt, dass Menschen sterben, ist das schon sehr gefährlich. In solchen Situationen denke ich oft an Immanuel Kant:

Handle so, als ob Du durch Deine Maxime jederzeit ein gesetzgebendes Glied im allgemeinen Reich der Zwecke wärest.
Was man auch frei übersetzen kann mit: Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Der Grund dafür, wieso wir - dank Öko-Krise und Überbevölkerung - inzwischen an einem Punkt sind, wo ein globaler Killer uns tatsächlich sogar den Arsch retten würde, ist meines Erachtens übrigens, dass wir die ökonomische Sicht viel zu lange (und bereitwillig) von der moralischen Betrachtungen abgekoppelt haben. Der Betriebswirtschaftslehre ist Moral nämlich “egal“. Für die Volkswirtschaftslehre ist sie im nächsten Grade relevant. - Nur leider hertscht in der Politik v.a. das BW-Denken.
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Alt 12.07.2022, 11:32   #12
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 20.06.2008
Beiträge: 1.935
Nun ja, ich will doch niemanden über die Klinge springen lassen.
Ich suche auch niemanden, der, um Richard Burton in einer seiner größten Rollen zu zitieren "Gott die Drecksarbeit abnimmt".
Das unsere Gesellschaft überaltert ist, sollte hinlänglich bekannt sein.

Ein Beispiel aus Bonn:

Eine Bahnlinie soll dreigleisig ausgebaut werden, die Bauarbeiten sind im Gange.
Ziel ist die Verlängerung der S-Bahn vom Flughafen Köln-Bonn über Troisdorf hinaus bis nach Bonn Beuel.
Dazu soll ein Bahnübergang in Vilich durch eine Unterführung ersetzt werden, diese soll im Zuge einer ehemaligen Stichstraße erfolgen.
Wer schon mal vor dieser Schranke gestanden hat, weiß was ich meine, mein Bruder lebt ganz in der Nähe, daher ist mir das Ganze wohlbekannt.
Was stand im Generalanzeiger?

Ein QR beschwerte sich darüber, dass es eine Durchgangsstraße würde, und er wäre schlecht zu Fuß und wenn er dann rückwärts mit seinem Wohnwagen ausparken müsse, dann...erlich, Leute da habe ich echt keine Lust mehr weiter zu lesen und dann geht mir halt schon mal das Messer in der Tasche auf oder die imaginäre .45er lädt sich durch.
Dann suche ich halt nach einem Nutzen der Corona-Pandemie.
Könnt ihr die Moralkeule herausholen, könnts auch lassen ,denn bei mir nützt es nichts mehr.
Ich bin jetzt 58 Jahre alt, also nicht mehr ganz weit davon entfernt, aber sollte ich jemals so werden wie die...

Einfache Regel:
Die Bedürfnisse der Vielen wiegen schwerer, als die Bedürfnisse der wenigen oder der eines einzelnen.
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PappHogan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2022, 12:48   #13
Ostfriese83
blaues Auge
 
Registriert seit: 14.05.2018
Beiträge: 43
Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen

Ein QR beschwerte sich darüber, dass es eine Durchgangsstraße würde, und er wäre schlecht zu Fuß und wenn er dann rückwärts mit seinem Wohnwagen ausparken müsse, dann...
Wird bzw. wurde es denn nun aufgrund seiner Beschwerde keine Durchgangsstraße?
Ostfriese83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2022, 14:44   #14
Creed
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 04.06.2009
Beiträge: 3.226
Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Nun ja, ich will doch niemanden über die Klinge springen lassen.
Ich suche auch niemanden, der, um Richard Burton in einer seiner größten Rollen zu zitieren "Gott die Drecksarbeit abnimmt".
Das unsere Gesellschaft überaltert ist, sollte hinlänglich bekannt sein.

Ein Beispiel aus Bonn:

Eine Bahnlinie soll dreigleisig ausgebaut werden, die Bauarbeiten sind im Gange.
Ziel ist die Verlängerung der S-Bahn vom Flughafen Köln-Bonn über Troisdorf hinaus bis nach Bonn Beuel.
Dazu soll ein Bahnübergang in Vilich durch eine Unterführung ersetzt werden, diese soll im Zuge einer ehemaligen Stichstraße erfolgen.
Wer schon mal vor dieser Schranke gestanden hat, weiß was ich meine, mein Bruder lebt ganz in der Nähe, daher ist mir das Ganze wohlbekannt.
Was stand im Generalanzeiger?

Ein QR beschwerte sich darüber, dass es eine Durchgangsstraße würde, und er wäre schlecht zu Fuß und wenn er dann rückwärts mit seinem Wohnwagen ausparken müsse, dann...erlich, Leute da habe ich echt keine Lust mehr weiter zu lesen und dann geht mir halt schon mal das Messer in der Tasche auf oder die imaginäre .45er lädt sich durch.
Dann suche ich halt nach einem Nutzen der Corona-Pandemie.
Könnt ihr die Moralkeule herausholen, könnts auch lassen ,denn bei mir nützt es nichts mehr.
Ich bin jetzt 58 Jahre alt, also nicht mehr ganz weit davon entfernt, aber sollte ich jemals so werden wie die...

Einfache Regel:
Die Bedürfnisse der Vielen wiegen schwerer, als die Bedürfnisse der wenigen oder der eines einzelnen.
In Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt 29,3% der Bevölkerung 60 oder älter. Das ist nicht gerade ein kleiner Teil. Was willst du machen, sie alle entmündigen?
Die Begründung von dem Rentner aus deinem Beispiel finde ich zwar auch dämlich, trotzdem finde ich es legitim wenn er seine Sorgen und Bedenken sagt. Da finde ich, ist sind eher diejenigen gefragt, die deiner Meinung nach die Mehrheit verkörpern. Oft ist es leider so das die Mehrheit schweigt und eine Minderheit laut ist.
__________________
Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!
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Alt 12.07.2022, 14:55   #15
Great Mustachio
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 29.09.2006
Beiträge: 4.460
Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
In Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt 29,3% der Bevölkerung 60 oder älter. Das ist nicht gerade ein kleiner Teil. Was willst du machen, sie alle entmündigen?
Die Begründung von dem Rentner aus deinem Beispiel finde ich zwar auch dämlich, trotzdem finde ich es legitim wenn er seine Sorgen und Bedenken sagt. Da finde ich, ist sind eher diejenigen gefragt, die deiner Meinung nach die Mehrheit verkörpern. Oft ist es leider so das die Mehrheit schweigt und eine Minderheit laut ist.
Verbleibende Lebenszeit in die Bewertung mit einbeziehen? Gerade im Bereich Energie und Klimawandel vielleicht mal ein Plan, das wir da keine Rücksicht auf die Ü60 nehmen weil deren Aussicht durch nen Windrad auf dem Berg gegenüber gestört wird. In 5 Jahren kann der nicht mal mehr so weit gucken!
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Great Mustachio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2022, 15:42   #16
S C H
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 08.07.2004
Beiträge: 4.737
Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
In Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt 29,3% der Bevölkerung 60 oder älter. Das ist nicht gerade ein kleiner Teil. Was willst du machen, sie alle entmündigen?
U18 jährige sind doch auch entmündigt und müssen noch wesentlich länger auf diesem Planeten verweilen.
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Friedensnobelpreisträger 2012, Skispringen: Vierschanzentournee: Sieger, Olympia: 2. und Skiflug-WM: 3.
S C H ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2022, 16:17   #17
Creed
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 04.06.2009
Beiträge: 3.226
Zitat:
Zitat von Great Mustachio Beitrag anzeigen
Verbleibende Lebenszeit in die Bewertung mit einbeziehen? Gerade im Bereich Energie und Klimawandel vielleicht mal ein Plan, das wir da keine Rücksicht auf die Ü60 nehmen weil deren Aussicht durch nen Windrad auf dem Berg gegenüber gestört wird. In 5 Jahren kann der nicht mal mehr so weit gucken!
Und wo willst du dann die Grenze ziehen? Eine 65 Jährige Person hat statistisch gesehen noch 17,9 Jahre (Männer) bzw. 21,1 Jahre (Frauen) vor sich. Warum sollten diese Personen also nicht mehr mitreden dürfen.
Verstehe mich nicht falsch, gerade beim Windkraftausbau fasse ich mir innerlich immer wieder an den Kopf wenn ich die Argumente der Gegner höre. Als Stadtkind muss ich beim Thema Aussicht immer schmunzeln. Lieber schaue ich auf ein paar Windräder als auf die Fassade vom Nachbarhaus. Trotzdem würde ich es eher begrüßen wenn man das Wahlalter absenkt (auf z. B. 16) oder Familien mit Kindern pro Kind eine Stimme mehr zuspricht bis das Kind das Wahlalter erreicht, bevor man einen nicht geraden kleinen Teil der Bevölkerung von den Diskussionen ausschließt.
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Geändert von Creed (12.07.2022 um 17:35 Uhr).
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Alt 12.07.2022, 16:27   #18
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
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Zuerst sollte man mal festhalten das sich die letzten 40-50 Jahren schon einiges in Sachen Umweltschutz getan hat. In meiner Kindheit wäre niemand auf die Idee gekommen in Rhein, Neckar, Mosel, Nähe,... Schwimmen zu gehen. Da wurde der Ölwechsel noch auf der Straße gemacht und der morgendliche Sonntagsausflug im Sommer ging zum nächsten Bach/Teich um dort das Auto zu waschen.

Klar ist auch das zu wenig getan wurde und immer noch getan wird. Da muß man aber auch die anderen Staaten, gerade die Schwellenländer, mit einbeziehen und auch die großen Konzerne die dort produzieren lassen gerade wegen den kaum vorhandenen Umweltauflagen.

Es gäbe auch hunderte von Möglichkeiten Umweltschutz zu betreiben ohne daß es den Verbraucher groß was kosten würde. Da müsste man sich allerdings an die Firmen, Vermieter, Städte/Gemeinden, usw selbst Ran trauen. Man könnte das ganze auch zum Großteil finanzieren indem man endlich die ganzen Steuerschlupflöcher schließt.
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Alt 13.07.2022, 09:29   #19
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Bei uns im Stadtrat machen sie sich gerade Gedanken wie die Stadt Energie sparen könnte. Es sind ein paar gute Vorschläge dabei wie zb das Warmfreibad nicht mehr zu beheizen, Denkmäler und Gebäude nachts nicht mehr zu beleuchten allerdings auch ein paar Rohrkrepierer wie die Schulen auf 17° C runter zu kühlen. Auf den sozialen Medien wird aber mal wieder alles komplett verissen. 90% der Vorschläge tun wirklich niemand weh und es gäbe auch noch genug andere Sachen die niemand weh tun würden aber hey, da tun viele so als würde man ihnen ihr Erstgeborenen Sohn wegnehmen.
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Alt 13.07.2022, 13:59   #20
Duke of Bridgewater
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Es sind ein paar gute Vorschläge dabei wie zb das Warmfreibad nicht mehr zu beheizen, Denkmäler und Gebäude nachts nicht mehr zu beleuchten
Ich denke, man sollte generell damit aufhören, alles ständig zu beleuchten. Lichtverschmutzung ist ein Umweltproblem, dem leider viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
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Alt 13.07.2022, 18:47   #21
k-town1900
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Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Ich denke, man sollte generell damit aufhören, alles ständig zu beleuchten. Lichtverschmutzung ist ein Umweltproblem, dem leider viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Stimmt an die Lichtverschmutzung habe ich noch gar nicht gedacht. Ein Grund mehr Denkmäler, Gebäude nachts nicht mehr zu beleuchten.
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Alt 13.07.2022, 21:00   #22
rantanplan
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Bei uns im Stadtrat machen sie sich gerade Gedanken wie die Stadt Energie sparen könnte. Es sind ein paar gute Vorschläge dabei wie zb das Warmfreibad nicht mehr zu beheizen, Denkmäler und Gebäude nachts nicht mehr zu beleuchten allerdings auch ein paar Rohrkrepierer wie die Schulen auf 17° C runter zu kühlen. Auf den sozialen Medien wird aber mal wieder alles komplett verissen. 90% der Vorschläge tun wirklich niemand weh und es gäbe auch noch genug andere Sachen die niemand weh tun würden aber hey, da tun viele so als würde man ihnen ihr Erstgeborenen Sohn wegnehmen.
Es beleuchtet halt recht gut den Status quo in Deutschland. Und weil ein paar wenige (viele sind es vermutlich nur in der Wahrnehmung, da die schweigende Mehrheit ja nicht jeden Facebook-Post der Lokalmedien auseinandernimmt, sondern eben schweigend zustimmt) so viel Lärm machen, den Politikern Angst um die Wiederwahl machen, sehr ausführliche, langwierige Klagemöglichkeiten haben bzw. generell den langsamen Bürokratieapparat erstmal nur in Bewegung setzen müssen, damit über Jahre nichts passiert, passiert am Ende des Tages wenig bis gar nichts.

Im Zusammenhang mit Waffenlieferungen an die Ukraine war im April zu lesen, dass Deutschland für Freigaben 18 Zwischenschritte brauche, Estland dagegen 2. Und ich bin mir relativ sicher, dass da noch nicht die potentiellen Klagewege inkl. einstweiliger Verfügung, Juristerei usw. dabei waren. Und es ist halt einfach so, dass wir in Deutschland nun sehr lange ein kontinuierliches staatliches System haben, wo ganz einfach extrem viel geregelt wurde, aber selten mal etwas vereinfacht wurde.

Und irgendwo führt das aus meiner Sicht dazu, dass wir immer mehr diese "Entweder-Oder"-Entscheidungen haben. Entweder geht es den geordneten Weg und dauert Monate, eher Jahre, oder man haut Entscheidungen raus, über die eigentlich keiner einen Überblick hat. Die Hilfen für Selbstständige, Corona-Testzentren, die FFP2-Masken-Beschaffung sind da ebenso Beispiele wie das 9-Euro-Ticket, die Energiekostenpauschale oder der Spritrabatt.

Es gibt 5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, dazu 1,7 Milliionen Beamte und Richter, da kriegt man es nicht hin, Dinge - auch kurzfristig - mal vernünftig zu durchdenken, Prozesse zu vereinfachen, Hilfen zielgerecht aber doch auch kosteneffizient zu gestalten?

Die 300 Euro für Arbeitnehmer, die brutto im September gezahlt werden, sind ein Tropfen auf den heißen Stein - und auch völlig unpassend. Ist es für Stromkonzerne völlig unzumutbar zu sagen: "Die ersten 1.000 kw/h pro Anschluss gehen aufs Haus (bzw. werden an den Staat weiterberechnet)"? Das sind Unternehmen die Tausende, eher Hunderttausende Kunden betreuen, softwaremäßig sollte das keine Probleme aufwerfen.

Beim 9-Euro-Ticket muten wir den Verkehrsbetrieben zu, die Abos umzustellen auf den geringeren Betrag, vermutlich den Universitäten, dass die zu viel gezahlten Semesterbeiträge für die Tickets erstattet werden, den Personalabteilungen die Verrechnung von zu viel gezahlten Aufwendungen für Jobtickets, was volkswirtschaftlich wahrscheinlich auch unsinnige Kosten sind. Entweder überlässt man es gleich den Personalabteilungen und macht das Ticket NUR für Arbeitnehmer (fänd ich jetzt auch nicht ungerechtfertigt) und lässt die die 9 Euro als geldwerten Vorteil versteuern, dafür bekommt man das Ticket, oder man spart sich den ganzen Quatsch gleich und macht den ÖPNV free for all für drei Monate. Die freigewordenen Personalkapazitäten hätte man bei dem Chaos an den Bahnhöfen ja auch einfach für die Fahrgastinformation nutzen können.

Und bei den großen, längerfristigen Themen, sollte man einfach auch mal konsequent genug sein und 100 oder 1.000 Leute damit beschäftigen, Verwaltungsvorschriften zu vereinfachen, einfache Förderprogramme zu entwickeln usw., damit wir uns in den Städten überall Solarpanels auf die Dächer klatschen, Windräder auf Hochhäuser packen usw. Vielleicht hat man kluge Ideen, wie man die gesunkenen Energiekosten direkt an die Mieter weitergibt, aber wenn nicht, kann man das Flächennutzungsrecht von Dächern auch einfach den Eigentümern wegnehmen und denen mitteilen, wann jemand die Photovoltaikanlage aufbaut - beim Tagebau hatte man da auch keine Hemmschwellen. Manchmal haben Autokratien halt auch ihre Vorzüge.

Beim Thema Elektromobilität ist das auch so eine Sache - hatte gerade erst gestern eine spannende Diskussion bei uns in der Firma. Der Plan war, dem Geschäftsführer und dem neuen Standortleiter Parkplätze mit Ladestation zur Verfügung zu stellen. Schön und gut, aber da reden wir von den oberen Gehaltsklassen im Betrieb, Firmenwagen, Elektroauto, natürlich auch steuerlich für die absolut lukrativ. Ich selbst, und viele meiner Kollegen, verdienen a) nicht ganz so viel und haben dadurch b) auch kein Eigenheim, entsprechend c) auch keine Ladesäule zu Hause. Nun will ich ja gar nicht unbedingt einen Firmenwagen haben, aber die Möglichkeit ein E-Auto bei der Arbeit zu laden, wäre ja irgendwo auch schon eine Option, sich überhaupt ein E-Auto zu kaufen, wenn man halt sonst bestenfalls mal beim Supermarkt für ne halbe Stunde laden kann. Wäre halt auch eine schöne Idee, wenn die Firma es schon nicht von sich aus macht, wenigstens in Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl x Parkplätze mit Ladestation bereitzustellen - die Zahl kann man ja bis 2035 auch noch entsprechend erhöhen. Klar, das sind teilweise firmenpolitische Sachen, aber die Mehrheit der Arbeitnehmer wird man halt auch nur durch Zwang des E-Auto-Kaufs bewegen oder durch Optionen, wie sie die Dinger dann auch laden können. Wenn der Staat also E-Mobilität will, dann doch bitte nicht nur durch Subvention von Dienstwagen. Für das Geld kann man die Wall-Boxen auch zu 100% subventionieren, dann stört es die Unternehmen meist nicht einmal, wenn sie diese bereitstellen müssen.

Zusammengefasst: Wir machen uns in Deutschland die Dinge glaube ich einfach oft viel zu kompliziert, weil jede Eventualität berücksichtigt werden muss. Es würde ja schon reichen, wenn wir mal ins Ausland schauen, in andere Länder, andere Städte. Viele Dinge, die wir megakomplex neu entwickeln, funktionieren irgendwo schon. Und wir sehen bei den anderen halt auch, wie man es nicht machen sollte.
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Alt 13.07.2022, 21:56   #23
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Ich muss ehrlich sagen ich hab den Bericht im TV nur am Rande mitbekommen. Ist es aber nicht so das ein Vermieter sein durch Photovoltaik produzierten Strom nicht an seine Vermieter verkaufen darf, er darf nur seinen eigenen Strombedarf in seine Leitungen speißen? So weit ich weiß ging es konkret um einen Vermieter der ein Haus besitzt mit X Mietwohnungen in dem er auch selbst wohnt. Er hat eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach mit einem Umspannding so damit er den erzeugten Strom selbst nutzen kann und den überflüssigen Strom verkauft er an die örtlichen Stromwerke. Für den "uberflussigen' Strom bekommt er ein paar Cent. Jetzt wollte er den überflüssigen Strom für ein paar Cent mehr als er von den Stromwerke bekommt seinen Mietern direkt verkaufen weil sowieso jede Wohnung an dem Umwandeldings angeschossen ist. Den (möglichen) Rest vom Strom, oder wenn seine Mieter mehr brauchen als produziert wird, wird ins öffentliche Stromnetz gespeist bzw, die Mieter müssen dann den vollen Preis vom Stromanbieter zahlen.

Das darf er aber nicht. Er ist gezwungen seinen Strom erst an den Anbieter zu verkaufen und seine Mieter müssen "den selben" Strom vom Anbieter wieder teuer einkaufen. Eine Gesetzesänderung wäre wohl auch von den Grünen abgelehnt worden. Jetzt hat er wohl einen Verein(?) gegründet der diesen Missstand bekämpft.

PS in Dänemark oder war es Holland ginge genau das was er auch für Deutschland verlangt.
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Alt 15.07.2022, 20:55   #24
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Ich muss ehrlich sagen ich hab den Bericht im TV nur am Rande mitbekommen. Ist es aber nicht so das ein Vermieter sein durch Photovoltaik produzierten Strom nicht an seine Vermieter verkaufen darf, er darf nur seinen eigenen Strombedarf in seine Leitungen speißen? So weit ich weiß ging es konkret um einen Vermieter der ein Haus besitzt mit X Mietwohnungen in dem er auch selbst wohnt. Er hat eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach mit einem Umspannding so damit er den erzeugten Strom selbst nutzen kann und den überflüssigen Strom verkauft er an die örtlichen Stromwerke. Für den "uberflussigen' Strom bekommt er ein paar Cent. Jetzt wollte er den überflüssigen Strom für ein paar Cent mehr als er von den Stromwerke bekommt seinen Mietern direkt verkaufen weil sowieso jede Wohnung an dem Umwandeldings angeschossen ist. Den (möglichen) Rest vom Strom, oder wenn seine Mieter mehr brauchen als produziert wird, wird ins öffentliche Stromnetz gespeist bzw, die Mieter müssen dann den vollen Preis vom Stromanbieter zahlen.

Das darf er aber nicht. Er ist gezwungen seinen Strom erst an den Anbieter zu verkaufen und seine Mieter müssen "den selben" Strom vom Anbieter wieder teuer einkaufen. Eine Gesetzesänderung wäre wohl auch von den Grünen abgelehnt worden. Jetzt hat er wohl einen Verein(?) gegründet der diesen Missstand bekämpft.

PS in Dänemark oder war es Holland ginge genau das was er auch für Deutschland verlangt.
Aus genau dem Grund ist mir eine Partei wie Volt sehr sympathisch. Ich kenne deren Inhalte gar nicht mal so sehr, aber auf den ersten Blick auf den Wahlplakaten fordern die ja genau das ein. Wenn ein Nachbarland eine gute Idee hat, kann man die doch einfach "klauen", statt sich neuen Irrsinn auszudenken.

Bei der EU habe ich irgendwo die Wahrnehmung, dass es kein Wettbewerb um das beste Konzept gibt, was dann alle machen sollen, sondern dass da genauso ein Apparat ist, der jede Eventualität von jedem Bergdorf in Griechenland oder jedem Fischerdorf in Ostfriesland berücksichtigt. Keine Ahnung, ob es ratsam ist, wenn die Länder einen Wettbewerb der Ideen starten und die EU am Ende den besten Plan für alle einführt, oder ob es teilweise national sein sollte - so oder so kann man sich bei anderen Ländern viel abschauen - und oft genug machen die das ja auch bei uns. Die Niederlande und Dänemark - im konkreten Fall - sind uns ja nun auch in keinster Weise verschieden, lieber gut kopieren als schlecht neu erfinden. Wahrscheinlich reicht auch ein Bruchteil unseres Apparates aus, um bei einem Problem die beste Lösung unserer Nachbarländer zu finden, statt eine eigene Lösung zu finden.

Am Ende des Tages muss ein effizienterer Staat ja auch nicht weniger Staat bedeuten - ein effizienter Staat kann im Gegenteil sogar bestimmte Dienstleistungen für die Bürger viel besser erfüllen. Egal ob das nun der Weggang von der "Verwaltung" der Arbeitslosen ist, hinzu ganz gezielter Förderung im Einzelfall, oder der Weggang von ausdauernden Steuerprüfungen. Wenn ich mit einem einfacheren Steuersystem für 90% der Leute massiv Ressourcen freischaufeln kann, kann ich in der nun freien Zeit Massen an Finanzbeamten für die Prüfung der restlichen 10% ausbilden.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2022, 11:30   #25
Thomas Jay
ECW
 
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Bei uns im Stadtrat machen sie sich gerade Gedanken wie die Stadt Energie sparen könnte. Es sind ein paar gute Vorschläge dabei wie zb das Warmfreibad nicht mehr zu beheizen, Denkmäler und Gebäude nachts nicht mehr zu beleuchten allerdings auch ein paar Rohrkrepierer wie die Schulen auf 17° C runter zu kühlen. Auf den sozialen Medien wird aber mal wieder alles komplett verissen. 90% der Vorschläge tun wirklich niemand weh und es gäbe auch noch genug andere Sachen die niemand weh tun würden aber hey, da tun viele so als würde man ihnen ihr Erstgeborenen Sohn wegnehmen.
Das ist doch total subjektiv. 17° sind viel besser zum konzentrieren, warme Temperaturen können Konzentration stark negativ beeinflussen. Wenn einem zu warm ist, sitzt man nicht nackt mit Ventilator in der Schule, wenn einem aber kalt ist, kann man sich einfach was anziehen.
Für viele Leute mit Schmerzen ist ein Warmwasser Bad eine wertvolle Sache, das weißt du dann, wenn Du von Schmerzen betroffen bist wie es sehr viele Menschen sind.
__________________
Alles mögliche günstig, WWE, Simpsons, King of Queens, Pokerset, Trivial Pursuit, Kniffel, Tischplatte, Ultraschallgerät, Lampen und ganz viele andere Waren in gutem bis neuwertigem Zustand, teils eingeschweißt:
https://www.genickbruch.com/vb/showthread.php?t=88435
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