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Alt 01.08.2019, 21:45   #1
Kiez Richards
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Wrestlinglegende und WWE Hall of Famer Harley Race erlag heute im Alter von 76 Jahren einem Krebsleiden. Die NWA veröffentlichte via Twitter bereits eine Stellungnahme. Auch WWE gab eine offizielle Pressemitteilung raus. Das Team von Genickbruch wünscht den Hinterbliebenden viel Kraft.

Harley Race begann schon als Teenager zu trainieren, als er auf der Farm der Zbyszko-Brüder in Missouri arbeitete. Stanislaus Zbyszko war in den Zwanzigern zweimal World Heavyweight Champion gewesen. Sein Bruder Wladek (Walter) hatte es zwar nicht soweit gebracht, war aber auch ein angesehener Wrestler. Nach einem Arbeitstag nahmen die Brüder Race mit in die Scheune und machten ein paar Übungen mit ihm. Sobald die Schmerzen weg waren, stand die nächste Trainingseinheit an. Ungefähr mit 15 Jahren entschied Harley sich dafür, Professioneller Wrestler zu werden. Er bekam einen Nebenjob bei dem Promoter Gust Karras von St. Joseph Wrestling und durfte der Liga dabei helfen, die Wrestler vom Flughafen abzuholen und sie wieder hinzubringen. Einige der erfahrenen Wrestler, die er dabei kennenlernte (u.a. Buddy Austin und Ray Gordon) halfen ihm bei seinem Training.

Als es mit seiner Karriere richtig losging, dauerte es nicht lange bis zu Harleys erstem Titelgewinn: Unter dem Namen gewann er gemeinsam mit seinem Tag Team Partner John Long in Tennessee den Southern Tag Team Title. Kurz darauf verletzte sich Race und kehrte zur Erholung nach Hause zurück. Dort riet ihm sein Vater, dass er beim Wrestling auf jeden Fall seinen eigenen Namen berühmt machen solle und nicht den eines anderen. Harley nahm den Rat an und trat seitdem nur noch unter seinem eigenen Namen Harley Race an.

Anfang der Sechziger verbrachte Race viel Zeit in der Gegend um Amarillo. Damals begann eine der längsten Rivalitäten aller Zeiten zwischen ihm und der Funk Familie (Dory Funk, Dory Funk Jr. und Terry Funk). Harleys Matches mit Terry waren teilweise sehr brutal und gewannen die Aufmerksamkeit der Fans.

Als Iron Mike DiBiase (Stiefvater von Ted DiBiase) in Amarillo einen Herzinfarkt erlitt und starb, war es Harley, der am Ring Wiederbelebungsversuche unternahm. Er war es auch, der später zu DiBiase nach Hause fuhr und seine Familie informierte. Ironischer weise war es auch 30 Jahre später Harley, der die Hart Familie anrufen musste, um ihnen zu erzählen, was mit Owen Hart passiert war.

Ende der Sechziger zog es Race nach Minneapolis, wo er für Verne Gagne’s American Wrestling Association arbeitete. Fast fünf Jahre lang terrorisierten Race und sein Tag Team Partner Larry Hennig (Vater von Curt Hennig) die AWA. Race und Hennig bestritten dabei ein paar absolute Klassiker gegen The Crusher und Dick the Bruiser. Race schnupperte auch zum ersten Mal World Championship Gold in der AWA, denn er gewann die AWA World Tag Team Titles gleich viermal mit Hennig und einmal mit Chris Markoff. Hennig war der Tag Team Partner, mit dem Harley in seiner ganzen Karriere am längsten zusammenkämpfte und die beiden sind bis heute gute Freunde.

Als er die AWA wieder verließ, trat Race bei verschiedenen Ligen in verschiedenen NWA Territorien an. Er erneuerte seine blutige Fehde mit Terry Funk in Amarillo und kämpfte viel in seiner Heimat. Dort vor allem als Tag Team zusammen mit Roger Kirby. Die beiden gewannen 1972 die NWA North American Tag Team Titles (Central-States-Version). Die Fans in Japan gaben Race den Spitznamen "Handsome". Für eine kurze Zeit Anfang der Siebziger bekam Race dann den Spitznamen "Mad Dog" Harley Race, nachdem er den Kommentator Bill Kersten von Kansas City Television attackiert hatte. Große Erfolge fuhr Race nicht ein und zu der Zeit war er als regionaler Star angesehen, der zwar Erfahrung hatte, der aber für die großen Ligen noch nicht bereit war.

Dies alles änderte sich im Mai 1973, als Race in der Memorial Hall in Kansas City Dory Funk Jr. besiegte und sich so den NWA World Heavyweight Title sicherte. Harleys Sieg kam für die meisten Fans total überraschend. Gerade noch in einem Karrieretief, katapultierte dieser Sieg Race an die Weltspitze. Harley bezeichnet das Match bis heute als das beste seiner Karriere. Obwohl Race den Titel schon zwei Monate später in Houston an Jack Brisco abgeben musste, hatte er sich weltweit als Main Eventer etabliert und galt fortan als Bedrohung für jeden Titelträger.

Verärgert über seine Niederlage gegen Brisco, nahm sich Race vor, sich den Titel zurückzuholen, egal wie lange es dauert und wie hart er dafür arbeiten muss. Wie nicht anders zu erwarten, half die Kombination aus Arbeitseifer und Siegeswille Races weiterer Karriere ungemein. Zuerst gewann Race ganze acht Mal den NWA Central States Heavyweight Title und sieben Mal den NWA Missouri Heavyweight Title und sorgte so dafür, dass sein Name unter den Top-Herausforderern auf den NWA World Heavyweight Title blieb. Daneben gewann er auch noch einige regionale Titel wie z.B. den NWA United States Heavyweight Title (Mid-Atlantic-Version), den NWA Georgia Heavyweight Title und den Stampede North American Heavyweight Title. 1975 wechselte Race nach Florida und schaffte es dort, Dusty Rhodes den NWA Southern Heavyweight Title (Post-1993-Version) abzunehmen und zusammen mit Roger Kirby und danach mir Bob Roop zweimal die NWA Florida Tag Team Titles zu gewinnen.

Harley Race ließ sich nicht unterkriegen und wusste, dass er - wenn er sich lange genug im Feld der Herausforderer bewährt - irgendwann einen Titleshot bekommen muss und dass er den Champion dann auch mit seinem Können, seiner Gewieftheit und seinem Siegeswillen besiegen kann. Februar 1977 war es endlich so weit. Race bekam seinen World Titleshot gegen Terry Funk. Funk hatte gerade mit einer Beinverletzung zu kämpfen, die Race zu seinen Gunsten ausnutzte und wegen der er letztendlich auch den Sieg errang. In dem Match benutzte Race den selten eingesetzten Indian Deathlock, um Funk zur Aufgabe zu zwingen. Dieser Sieg in Toronto war der Anfang einer vier Jahre dauernden Titelregentschaft von Race. Zwar konnten Tommy Rich, Dusty Rhodes und Giant Baba (zweimal) Race den Titel alle zwischen 1977 und 1981 mal abjagen, er holte ihn sich aber jedesmal innerhalb weniger Tage wieder zurück.

Während dieser Zeit schlief de Rivalität zwischen den Funk Brüdern und Race etwas ein. Sie wurden durch Leute wie Dusty Rhodes, die Von Erichs und Ric Flair ersetzt. In St. Louis hatte Race eine große Fehde mit Dick the Bruiser. Egal ob es um den NWA oder den Missouri State Gürtel ging: die Fans durften sich sicher sein, dass ihnen sehr gute und knallharte Matches zwischen den beiden geboten wurden. Race verteidigte seinen Titel auch gegen die Champions anderer Promotions wie de WWWF Champions Bob Backlund und Billy Graham und AWA Champion Nick Bockwinkel. Klare Ergebnisse gab es in keinem dieser Kämpfe. Normalerweise holte jeder der Gegner einen der ersten beiden Pinfalls und statt eines dritten Pinfalls gab es eine Disqualifikation oder das Zeitlimit wurde überschritten, so dass es ein Unentschieden gab.

Race machte sich auch international einen guten Namen. Anfang der Sechziger Jahre war Race schon durch Japan getourt und war dort noch von damals schon recht bekannt. Als NWA World Champion trat Race regelmäßig in Japan an und verteidigte seinen Titel gegen die ganzen japanischen Topstars. Außerdem tourte er durch Länder wie Australien und Neuseeland und behauptet bis heute, nur in der UDSSR und in China nicht gewrestlet zu haben.

Als Race den NWA Title 1981 an Dusty Rhodes verlor, hatte er den World Title genauso wie Lou Thesz sechs Mal gehalten. Im Juni 1983 besiegte er Ric Flair in St. Louis und holte sich den Titel zum siebten Mal, was bis dahin ein Rekord war. Races Sieg führte zu einem historischen Rematch gegen Ric Flair bei der ersten NWA Starrcade. Race engagierte Bob Orton Jr. und Dick Slater als Kopfgeldjäger und gab ihnen den Auftrag, Flair vor dem Match bei Starrcade auszuschalten. Der Plan ging aufzugehen, denn Flair verletzte sich und gab seinen Rücktritt vom Wrestling bekannt. Dann stellte sich jedoch heraus, dass es auch nur ein Trick Flairs war, der somit den Spieß umdrehte. Bei Starrcade trafen die beiden in einem Käfigmatch aufeinander. Flair nahm Race den Titel ab und übernahm endgültig dessen Rolle als Topstar in der NWA.

Diese Niederlage war jedoch noch nicht das Ende aller Titelträume von Harley Race. Am 21.03.1984 konnte er Ric Flair noch einmal in Neuseeland bezwingen und wurde so zum achtfachen World Champion. In der japanischen Presse wurde dieser Titelwechsel ausführlich behandelt, in den USA wurde er dagegen völlig ignoriert. Über zehn Jahre lang wurde Race in den Statistiken als siebenfacher Champion geführt, bis die NWA Races Sieg Mitte der Neunziger endlich für zum offiziellen Titelwechsel erklärte. Race legte sich allerdings schon zwei Tage später in Singapur wieder für Flair hin. Im Februar 1985 hieß es bei den NWA/AWA Star Wars noch einmal Flair vs. Race, dieses Mal behielt aber Flair die Oberhand.

Schon Jahre zuvor hatte Race sich ein zweites Standbein im Wrestling Business aufgebaut, als er neben Bob Geigel und Pat O'Connor Miteigentümer des Kansas City Territoriums wurde. Später kaufte er sich mit Geigel, O'Connor und Sam Muchnick in die St. Louis Promotion ein. Nachdem Muchnick in den Ruhestand ging, holten die drei Verbliebenen Verne Gagne ins St. Louis-Boot. Race beschrieb St. Louis als das Kronjuwel der NWA. So war es auch kein Wunder, als Vince McMahon sich aufmachte, mit der WWF die Wrestlingwelt zu erobern, dass die ersten "Kriegshandlungen" in St. Louis vorgenommen wurden. Als es soweit war, war Race inzwischen so alt, dass er sich lieber als Promoter und nicht mehr soviel als Wrestler betätigen wollte. Doch das fiel ihm schwerer als erwartet. Die St. Louis Liga machte Verlust, Harley selbst verlor über eine halbe Mio. Dollar. Die Promotion wurde an Jim Crockett verkauft. Race konnte also seine Zeit im Ring nicht wie geplant zurückfahren, denn plötzlich musste er wieder wrestlen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Race pendelte in den folgenden Jahren zwischen Japan, der AWA und verschiedenen NWA- und Independent Promotions. Mitte 1985 konnte er sogar nochmal mit dem Mid-America Heavyweight Title einen Titel gewinnen. Dann einigte er sich mit der Vince McMahon und feierte als "King" Harley Race sein WWF Debüt. Gemanagt wurde er von seinem guten Freund Bobby Heenan. Kurz nach seinem Debüt konnte Race am 29. August 1986 das Sam Muchnick Tournament gewinnen. Obwohl er nie den WWF Title bekam (damals war Hulkamania gerade auf ihrem Höhepunkt), wurde Race doch sehr gut bezahlt und erntete auch so noch genug Ruhm. Zum Beispiel gewann er das King of the Ring Turnier 1986 und bezwang vor der Rekord-Zuschauerzahl bei WrestleMania III den Junkyard Dog. Er nahm am ersten Royal Rumble im Jahre 1988 teil, kämpfte beim Royal Rumble 1989 gegen Haku und war bei den beiden ersten Survivor Series PPVs dabei. Leider zog sich Race mit der Zeit schwere innere Verletzungen zu und deshalb musste er die WWF verlassen. Wie seine Zukunft aussehen würde, war sehr unsicher.

Harley erholte sich von seinen Verletzungen und kehrte Jahre später in der WCW auf den Bildschirm zurück. Dieses Mal jedoch nicht mehr als Wrestler, sondern als Manager. Dabei war er sehr erfolgreich und er führte seinen ersten Schützling Lex Luger auch gleich zum WCW World Heavyweight Title. Später managte er Vader und konnte auch ihm zu einer Titelregentschaft helfen. Race war backstage bei den jungen WCW Wrestlern sehr beliebt und freundete sich mit Leuten wie Mick Foley und Steve Austin an. Wieder einmal zwang eine Verletzung Race in den Ruhestand. Race hatte einen schweren Autounfall, nach dem ihm eine künstliche Hüfte eingesetzt werden musste. Diese und andere Verletzungen hinderten Race sogar am Managen.

Nach schmerzhaften Jahren startete Race zusammen mit seiner Frau BJ seine eigene Wrestling Promotion. World League Wrestling und Race's Wrestling Academy wurden 1999 gegründet und Race veranstaltet Matches in vielen der Städte, in denen er schon früher mit Geigel und O’Connor Shows veranstaltet hat.

Zum Schluß nochmal eine Übersicht über alle Titel, die Race im Laufe seiner Karriere erringen konnte:

- AWA World Tag Team Titles mit Larry Hennig (30.01.65 - 24.07.65)
- AWA World Tag Team Titles mit Larry Hennig (07.08.65 - 28.05.66)
- AWA World Tag Team Titles mit Larry Hennig (06.01.67 - 15.03.67)
- AWA World Tag Team Titles mit Larry Hennig (??.??.67 - ??.10.67)
- AWA World Tag Team Titles mit Chris Markoff (??.10.67 - 10.11.67)
- IWA World Tag Team Titles mit Larry Hennig (19.06.66 - 01.07.66)
- NWA Central States Heavyweight Title (??.??.71 - ??.??.71)
- NWA Central States Heavyweight Title (19.06.71 - ??.??.71)
- NWA Central States Heavyweight Title (07.07.72 - 24.11.72)
- NWA Missouri Heavyweight Title (16.09.72 - 19.01.73)
- NWA North American Tag Team Titles mit Roger Kirby (02.11.72 - 01.02.73)
- NWA Missouri Heavyweight Title (16.03.73 - 24.05.74)
- NWA World Heavyweight Title (24.03.73 - 20.07.73)
- NWA Central States Heavyweight Title (22.09.73 - 11.10.73)
- Stampede Wrestling North American Heavyweight Title (??.??.74 - ??.??.74)
- NWA Central States Heavyweight Title (11.07.74 - 01.08.74)
- NWA Georgia Heavyweight Title (13.09.74 - ??.10.74)
- NWA United States Heavyweight Title (28.05.75 - 03.07.75)
- NWA Southern Heavyweight Title (Florida-Version) (??.??.75 - ??.??.75)
- NWA Florida Tag Team Title mit Roger Kirby (16.04.75 - ??.??.75)
- NWA Missouri Heavyweight Title (21.05.75 - 23.04.76)
- NWA Florida Tag Team Title mit Bob Roop (14.06.75 - ??.??.75)
- NWA Central States Heavyweight Title (08.07.76 - 05.09.76)
- NWA World Heavyweight Title (06.02.77 - 21.08.79)
- NWA World Heavyweight Title (26.08.79 - 31.10.79)
- NWA World Heavyweight Title (07.11.79 - 04.09.80)
- NWA World Heavyweight Title (09.09.80 - 27.04.81)
- NWA World Heavyweight Title (01.05.81 - 21.06.81)
- WWA World Heavyweight Title (24.04.82 - 19.07.82)
- SWR International Title (01.08.82 - 24.10.82)
- NWA Missouri Heavyweight Title (17.09.82 - 23.01.83)
- AJPW/PWF Heavyweight Title (26.10.82 - 11.02.83)
- NWA Missouri Heavyweight Title (13.05.83 - 10.06.83)
- NWA Central States Heavyweight Title (02.06.83 - 10.06.83)
- NWA World Heavyweight Title (10.06.83 - 24.11.83)
- NWA Missouri Heavyweight Title (06.01.84 - 16.11.84)
- NWA World Heavyweight Title (21.03.84 - 23.03.84)
- NWA Central States Heavyweight Title (25.10.84 - 10.01.85)
- NWA Missouri Heavyweight Title (02.08.85 - 19.02.86)
- NWA Mid-America Heavyweight Title (07.10.85 - ??.11.85)
- WWC Caribbean Heavyweight Title (06.01.90 - ??.??.90)

Race ist außerdem Mitglied in der World Championship Wrestling Hall of Fame, Stampede Wrestling Hall of Fame, RSPW Hall of Fame, The Great Hisa's Puroresu Hall of Fame, The Ring Chronicle Pro Wrestling Hall of Fame, AOL Grandstand Wrestling Hall of Fame und Professional Wrestling Hall of Fame und war 1979 und 1983 Pro Wrestling Illustrated (PWI) Wrestler of the Year.

Diese Zusammenfassung stammt aus der Genickbruch Hall of Fame.

Geändert von Kiez Richards (01.08.2019 um 22:05 Uhr).
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Alt 01.08.2019, 21:50   #2
Sirius
Genickbruch
 
Registriert seit: 04.12.2002
Beiträge: 26.792
Good Bye King.
__________________
Der VAR ist nur das Endergebnis des teilweise lächerlichen Gehabes der überbezahlten Stollen-Diven und ihrer Seitenliniendomteure.
Sirius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2019, 22:10   #3
Maltcory Moghee Srn
Gehirnerschütterung
 
Registriert seit: 27.06.2015
Beiträge: 292
Die nächste Legende geht. RIP King Harley Race!
__________________
C.M. - D.A. - M.B. - M.M.
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Alt 01.08.2019, 22:52   #4
Punisher 3:16
Genickbruch
 
Registriert seit: 11.10.2002
Beiträge: 13.092
Wieder eine Legende weniger. 76 ist auch kein wirklich hohes Alter. Scheiss Krebs.

R.I.P.
__________________
Sweety 21.3.97 - 9.1.18 R.I.P.

Was einmal weg ist, kommt nie wieder.
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Alt 01.08.2019, 23:06   #5
Zed
Gehirnerschütterung
 
Registriert seit: 04.05.2015
Beiträge: 454
Dusty, Roddy, Harley, Da geht die alte NWA Garde hin.
Ruhe in Frieden Harley
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Alt 02.08.2019, 00:59   #6
Fräulein Söckchen
Moderator
 
Registriert seit: 31.03.2001
Beiträge: 13.558
Wieder einer weniger. Ruhe in Frieden!
__________________
Oh Menschenkind, bedenk es wohl, dein größter Feind heißt Alkohol.
Doch in der Bibel steht geschrieben: Du sollst auch deine Feinde lieben!
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Alt 02.08.2019, 01:56   #7
Axel Saalbach
Genickbruch
 
Registriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 17.899
[NB] Zusammengefasste Resonanzmeldungen von unserem Newsboard

Wie wir vorhin berichtet haben, ist Harley Race im Alter von 76 Jahren an seinem Krebsleiden gestorben. WWE hat sofort eine umfangreiche Fotoserie über die Karriere von Race veröffentlicht, und inzwischen haben sich auch schon viele prominente Stimmen aus der Wrestlingwelt zum Tod des legendären Wrestlers geäußert. Hier wollen wir einen kleinen Überblick über die ersten von ihnen geben:

Triple H schrieb, alles, was man über Harley Race sagen könne, könnte man unter einem Wort zusammenfassen: Respekt. Race sei für ihn persönlich einer der wichtigsten Menschen im Business und in seinem Leben gewesen, so Triple H.

In die gleiche Kerbe schlug Jim Ross: Er schrieb, dass er keinen einzigen Wrestler mehr respektiert hätte als Harley Race. Im Ring sei dieser unerreicht gewesen, und sowohl physisch als auch mental sei er der Stärkste gewesen, dem er je begegnet sei.

Cody Rhodes bestätigte Ross' Worte und schrieb, dass sehr viele Legenden des Wrestlingbusiness immer der Ansicht gewesen seien, Race sei der Härteste unter ihnen gewesen. Obendrein erinnerte Cody daran, dass er einst als Kind im Backstagebereich auf Race getroffen war, als dieser gerade der Manager von Vader bei World Championship Wrestling gewesen war. Damals nutzte Race gleich die Gelegenheit aus, um hinter den Kulissen seine Rolle weiterzuspielen und dem kleinen Rhodes Angst zu machen.

Vince McMahon erklärte, Harley Race sei ein Vierteljahrhundert lang der König des professionellen Wrestlings gewesen und schob ein "Lang lebe der König!" hinterher. Auch wenn man Race weniger mit McMahons Liga assoziiert als mit seinen Erfolgen in den Territorien der National Wresting Alliance, war Race ab 1986 Teil der damaligen World Wrestling Federation. Dort wurde er auf Anhieb (durch einen Finalsieg gegen Pedro Morales) zum zweiten "King of the Ring". Seit 2004 ist er Mitglied in der Hall of Fame der größten Wrestlingliga der Welt.

Natalya erwähnte, dass die ganzte Hart-Familie Harley Race gemocht hatte, und dass insbesondere ihr Großvater Stu Hart ihn bewundert hätte. Glücklicherweise hatte sie die Gelegenheit gefunden, dies Race rechtzeitig auch persönlich mitzuteilen. (Harley Race war unter anderem einer der Trainer von Bret Hart, und Hart schrieb auch ein Vorwort für Harleys Autobiografie "King of the Ring").

William Regal konnte noch datumsgenau sagen, wann er zum ersten Mal in seinem Leben auf Race getroffen war: Es war der 25. Januar 1993 gewesen. Von da an wurde Race für ihn zu einem guten Freund und Mentor. Regal ergänzte, Race sei einer der "wahren Großen" gewesen, und er sei für die Zeit, die er mit ihm zusammen verbringen konnte, dankbar.

Hurricane Helms veröffentlichte ein Foto, das er einst mit Race aufgenommen hatte und fügte an, jeder, der das Wrestlinggeschäft erlernt hätte, hätte sich an irgendeiner Stelle mal an Dingen orientiert, die von Race stammten.

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Je später der Abend, desto größer die Kreise, die die Nachricht vom Tode von Harley Race zieht: Mit jeder Stunde haben sich mehr Wegbegleiter der Wrestlinglegende zu dessen Krebstod geäußert, und auch immer mehr Medien haben über Race berichtet. Die erste deutschsprachige (allgemeine) Newsplattform, die sich ausführlich dem Tod von Race gewidmet hat, ist T-Online. In einem langen Artikel wird dort erfreulich detailliert und engagiert recherchiert über das Leben des Verstorbenen berichtet, angefangen von seiner Teenager-Zeit über seine großen Erfolge einschließlich jener, die er in Japan erzielte, und auch auf das private Schicksal von Race wird dort geblickt.

Nur wenige noch lebende Wrestler werden so intensiv mit Race in Verbindung gebracht wie Ric Flair. Der Nature Boy lieferte sich mit Race allein mehr als siebzig Schlachten um den NWA World Heavyweight Title - und dabei dürfte unsere Datenbank in der Hinsicht noch nicht einmal vollzählig sein. Flair äußerte sich via Twitter zum Tod seines langjährigen Wegbegleiters. Er erklärte, er habe nicht nur einen großartigen persönlichen Freund verloren, sondern auch den Mann, der seiner Meinung nach als einziger Wrestler überhaupt das Prädikat eines "Weltmeisters" verdient hatte. Ohne Harley Race hätte es niemals einen Ric Flair gegeben, und er habe in jedem Kampf den höchsten Einsatz bringen müssen, um sich dem Standard im Ring zu nähern, den Harley Race dort vor ihm etabliert hatte.

Chris Jericho drückte seine Trauer via Instagram aus und hatte bei der Gelegenheit - wie schon vor Kurzem in seinen Anmerkungen zum Tode Paco Alonsos - auch eine persönliche Nebenstory parat: Im Jahre 1966 ist es offenbar zwischen Harley Race und Jerichos Vater, dem ehemaligen kanadischen NHL-Eishockeyspieler Ted Irvine, beinahe zu einer Kneipenschlägerei gekommen. Trotz dieses Zwischenfalls hätte Race ihn jedoch immer mit großem Respekt behandelt, was dazu passte, dass Race eben nicht nur im Ring einer der besten und härtesten Männer gewesen war, sondern auch ein perfekter Gentleman außerhalb des Ringes.

(... offenbar abgesehen davon, dass er sich beinahe in eine Kneipenschlägerei verwickeln hat lassen.)

Bei Instagram äußerte sich inzwischen auch ein anderer kanadischer Wrestlingstar, nämlich Bret Hart. Hart erzählte, dass er häufig Parallelen zwischen professionellen Wrestlern und den legendären Revolvermännern aus dem Wilden Westen feststellt. Wenn man diese denn ziehen darf, dann wäre Harley Race in seinen Augen jemand wie James Butler "Wild Bill" Hickok gewesen, nämlich "der einzig Wahre" (Gesetzeshüter Hickock erschoss sieben Männer in sechs Schussgefechten). Race sei eine Legende gewesen, ein Wegbereiter, und obendrein so hart, wie ein Mann nur sein kann. Bret bezeichnete Race als großen Einflussfaktor als auf sein Leben und bezeichnete es als eine Ehre, 1980 in Montana ein Match gegen ihn bestritten zu haben. Hart ergänzte, Race sei in seinen besten wie auch in seinen schlimmsten Zeiten für ihn dagewesen, ebenso für seine Brüder, seinen Vater und für den Rest seiner Familie. Und a propos Hart-Familie: Brets Neffe Davey Boy Smith Jr. erwähnte in einem Tweet ebenfalls, dass Race mit seiner ganzen Familie eng befreundet war. Er selbst mochte Harleys Arbeit im Ring und seine Professionalität, außerdem zählte ein Match zwischen Race und Jumbo Tsuruta zu seinen persönlichen Allzeit-Favoriten.

Steve Austin bezeichnete Race bei Twitter als den Mann, der für alle Bereiche des Wrestlinggeschäfts über Jahre die Standards gesetzt hätte. Race hätte nichts gefürchtet, alle hätten ihn verehrt, alle hätten ihn respektiert. Persönlich sei er ihm für alle Ratschläge, die er ihm gegeben hat, dankbar. Lex Luger bezeichnete Race als einen "Mann von einem Mann" und - wie es auch Hart getan hat - als den "einzig Wahren". Es sei eine Ehre gewesen, ihn zu kennen, weswegen er ihm für alle gemeinsamen Erinnerungen und die zusammen verbrachte Zeit dankbar sei.

Einige weitere Wortmeldungen aus dem Wrestlingbusiness: Stephanie McMahon bezeichnete Race in einem Tweet einerseits als den härtesten "Son of a Bitch" auf dem Erdenrund, gleichzeitig aber auch als jemanden mit einer weichen Seite, der sich beispielsweise die Zeit nahm, um für Stephanies neugeborene Tochter ein Paar Ohrringe auszusuchen. Jeff Jarrett bezeichnete Race als einen "Champion unter Champions" und erwähnte, dass drei Generationen von Jarretts gemeinsam mit ihm gearbeitet hatten, gemeinsam mit ihm Shows veranstaltet hatten, und drei Generationen von Jarretts hätten ihn auch als Freund bezeichnet. Außerdem erwähnte Jarrett, dass Race einst der erste World Champion gewesen sei, den er jemals getroffen hatte. Vaders Sohn Jesse Allen White berichtete, sein Vater hätte ihm immer gesagt, dass er zwar von vielen Männern Dinge gelernt hätte, aber nur zwei Wrestler würde er als "Mentoren" einstufen, und einer der beiden sei Harley Race gewesen.

Abyss bezeichnete Race als eine "wahre Legende", der für das Wrestlingbusiness als Ganzes als ein Wegbereiter gedient hätte. Er selbst habe 2006 einmal für Harley Race gearbeitet, und er sei dabei von ihm wie ein Familienmitglied behandelt worden. Auch Taz stufte Race als einen "Pionier" in Sachen Belastbarkeit, Fähigkeiten, Talent, Kredibilität und körperlicher Leistungsfähigkeit ein - und damit als "kompletten Champion, Legende und Ikone".
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"Der GB-Mitarbeiter Axel Saalbach wurde vor einer Woche im Radio gefragt, warum er die Menschen nicht mag. Er lacht immer noch."

Autorenseite: www.axel-saalbach.de • "Das Haus Komarow": PrintausgabeE-Book-Version

Geändert von Axel Saalbach (02.08.2019 um 02:02 Uhr).
Axel Saalbach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2019, 04:58   #8
Kain
Genickbruch
 
Registriert seit: 30.03.2001
Beiträge: 17.041
https://twitter.com/deesnider/status...22512460767232


RIP, Harley!
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We pledge allegiance to the leader of the mighty Cult of Cornette and to the Pro-Wrestling for which he stands.
No blowup dolls, dick spots or dance routines. With blood, sell-outs and shoot angles for all.
Thank you. Fuck you. Bye.
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Alt 02.08.2019, 14:28   #9
PrinceDevitt
ECW
 
Registriert seit: 09.03.2017
Beiträge: 6.406
Ein ganz großer ist gegangen. Schade. R.I.P. Harley Race.
__________________
The Face that runs the Place... Vol.2
Unterstützt eure lokalen Tierschutzhäuser und Tierheime sowie Organisationen die eine wichtige Arbeit leisten, wie:
PrinceDevitt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2019, 16:53   #10
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 1.737
Hey, danke für die liebevolle ausführliche Zusammenfassung. Kannte ihn selbst nicht, scheint aber ja zu den wichtigen Persönlichkeiten zu zählen.

Ruhe in Frieden
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If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.
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