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Alt 29.08.2022, 12:05   #24201
Goldberg070
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Ghost Rider

Der Comic-Trash mit Nicolas Cage hat mir deutlich besser gefallen, als das Desaster, was ich erwartet hatte. Trashig auf jeden Fall, aber auch seine Weise auch super unterhaltsam. Und auch wenn die Effekte nicht die Besten sind - hallo? Wie cool ist denn der Charakter Shost Rider bitte? Ein Typ mit Totenschädel auf einem einem brennenden Motorrad ist wohl mal der Hammer!

7,5/10
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021

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Alt 29.08.2022, 12:21   #24202
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 1.937
Ich habe gestern Abend mich ein bischen berieseln lassen wollen.
Ich war zuvor bei einer Feier meiner Schwägerin in Bonn.
Und mit dem Zug gefahren, jeder weiß, was das heutzutage heißt.
Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag...

Also sah ich mir "Terminator-Dark Fate" an, bzw. versuchte es, denn auch das ist nicht leicht.

Ich erinnere mich noch an erste Bilder und die Ankündigung fand ich gut:
Die alte Gang wieder zusammen..das könnte was werden...
Und dann Soetwas, andere Herangehensweise hin und her, aber....

1. Ein T-101 kommt um die Ecke und tötet John Conner mal eben so im Vorbeigehen.
DEN John Conner, der ja einst die Resistance zum Sieg gegen Skynet führen wird/soll.
2. Der T-101 muss untertauchen, da er keinen Befehle mehr bekommt, eine software-mäßig implementierte Selbstzerstörung nach erfolgreicher Beendigung des Auftrages? Ach ja, dann wäre der Film ja zu Ende gewesen.
Stattdessen macht man ihn zur Witzfigur.
Einzig gelungener Gag:
Spoiler:
...mit 74%er Warscheinlichkeit wird die Menschheit in Barbarei verfallen....und wir sind in Texas."

2. Farblose Supersoldatin zum Schutz der farblosen Hauptdarstellerin.
3. Sarah Conner, die weltweit gesuchte Terminator-Killerin lässt sich die Karre klauen und spielt kaum eine Rolle.
usw. usf.

Am schlimmsten für mich ist die nicht vorhandene Terminator-Athmo.
Diese aschfahlen Nachtaufnahmen, stattdessen quietschbunter Mist.
Die Nachtszenen in diesem Film sehen nach CGI aus, ähnlich wie man früher entsprechend belichtete Tagaufnahmen als Nachtaufnahmen verkaufen wollte.
Wenn es im Franchise um irgendetwas geht, dann um diese apokalyptische Atmosphäre der totalen Bedrohung, alles oder Nichts!
Das funktioierte beim ersten wie beim zweiten Film grandios und sog einen regelrecht ein, auch zum Schluss beim dritten Film funktionierte das noch recht ordentlich.
Aber hier überhaupt nicht, ein generischer Action Film moderner Prägung und das ist das schlimmste, was man über einen Terminator-Film schreiben kann.
Thema verfehlt!
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Live sometimes sucks!
But Death is no alternative.

How can i ever stand out being fake in aworld full of fakeness.

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Alt 29.08.2022, 12:42   #24203
Riddler
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ghost Rider

Der Comic-Trash mit Nicolas Cage hat mir deutlich besser gefallen, als das Desaster, was ich erwartet hatte. Trashig auf jeden Fall, aber auch seine Weise auch super unterhaltsam. Und auch wenn die Effekte nicht die Besten sind - hallo? Wie cool ist denn der Charakter Shost Rider bitte? Ein Typ mit Totenschädel auf einem einem brennenden Motorrad ist so wohl mal der Hammer!

7,5/10
Aber tu dir den Gefallen und schau dir den zweiten Teil nicht an.
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Alt 29.08.2022, 13:13   #24204
PappHogan
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ghost Rider

Der Comic-Trash mit Nicolas Cage hat mir deutlich besser gefallen, als das Desaster, was ich erwartet hatte. Trashig auf jeden Fall, aber auch seine Weise auch super unterhaltsam. Und auch wenn die Effekte nicht die Besten sind - hallo? Wie cool ist denn der Charakter Shost Rider bitte? Ein Typ mit Totenschädel auf einem einem brennenden Motorrad ist so wohl mal der Hammer!

7,5/10
Ich weiß noch, wie ich den Film zum ersten Mal gesehen hatte.
Trash zwar, aber sehr sehr unterhaltsam.
Am besten gefiel mir Sam Elliot als Caretaker, der echte "Ghost Rider in the Sky".

Der Riddler hat aber sowas von Recht: Bitte Bitte nie den zweiten Teil ansehen!!
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Alt 29.08.2022, 13:26   #24205
General Nek.F.U.
ECW
 
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Ich finde oder fand den auch immer ziemlich cool, die Geschichte inklusive Umsetzung ist mehr als in Ordnung, die Effekte sind das Einzige was man dem Film vorwerfen kann.Kann mich an den Zweiten nicht erinnern, hab ihn aber gesehen, sagt schon alles, zumindest gut oder schlecht merke ich mir eigentlich.

Hab gestern, lieber Hogan, nebenbei beim puzzlen die Glotze laufen lassen, da lief dann jener Terminatorfilm, der den Namen fast nicht verdient hat, will auch gar nicht weiter drauf eingehen, hab ja eh nur gehört, aber wenn dann der erste Satz der eigentlich Kultfigur Sarah Connor ein peinliches "Ich komme wieder" ist, dann würde ich am liebsten in den TV springen...
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"Was guckst du da? Eine Serie Namens fick dich!"

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Alt 03.09.2022, 09:05   #24206
Creed
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 04.06.2009
Beiträge: 3.236
The Sadness

In Taiwan kursiert das Alvin-Virus. Die Wissenschaftler warnen zwar davor, aber die Bevölkerung nimmt das Virus nicht wirklich ernst, ist ja eh nur eine leichte Erkältung. Allerdings mutiert das Virus, was zu folge hat das die Infizierten sämtliche Hemmungen verlieren und nur noch von ihren niedersten Trieben gesteuert werden. Das hat zu Folge das die Infizierten anfangen die restliche Bevölkerung abzuschlachten und zu vergewaltigen. In mitten diesem Chaos versuchen Jim und Kat sich wieder zu finden.

Der Film ja hat jetzt schon einen gewissen Ruf und wird das Publikum sicherlich spalten. Unifilm schreibt z. B. über den Film "Für Genrefans ein herausragender Film, insgesamt jedoch derart BRUTAL - also so richtig GNADENLOS BRUTAL - sodass man bis in die Abgründe der menschlichen Seele blicken kann. Nichts für den Hörsaal, vielleicht noch nicht mal was für diese Welt." Ich wollte den Film davor schon sehen, nach dieser Bewertung musste ich ihn sehen.
Bei Splatterfilmen finde ich es immer wichtig das sie nicht zu ernst sind, dann können die Filme nämlich sehr unangenehm werden, zu lächerlich sollten sie aber auch nicht sein sonst nimmt man das Geschehen nicht mehr ernst. "The Sadness" hat hier einen ganz guten Mittelweg gefunden. Er hat durchaus Szenen dies so absurd übertrieben sind das es schon wieder lustig ist, trotzdem nimmt sich der Film im großen und ganzen ernst genug das es nie lächerlich wird.
Die beiden Hauptcharaktere, vor allem die weibliche Figur, sind durchaus sympathisch und man fiebert mit ihnen mit. Trotzdem ist der Film weitestgehend vorhersehbar, was die Spannung doch etwas killt.
Was den Film, neben der Gewalt, von vergleichbaren Filmen unterscheidet sind die Infizierten. Anders als in vergleichbaren Filmen, sind es hier keine hirnlosen Zombies sondern Menschen die durch die Infektion sämtliche Hemmungen verlieren. Dadurch arbeiten sie zusammen, nutzen Waffen und agieren auch noch verhältnismäßig intelligent. War auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung, auch wenn der Film das Potential dieser Idee nicht ganz ausschöpft.

Alles in allem bekommt man mit "The Sadness" vielleicht keinen herausragenden Film, aber einen durchaus unterhaltsamen Splatterfilm, der einiges an Kunstblut verspritz und ein paar coole Ideen hat, unterm Strich aber leider doch etwas vorhersehbar ist.

7/10
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Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!
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Alt 03.09.2022, 09:52   #24207
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
The Sadness

In Taiwan kursiert das Alvin-Virus. Die Wissenschaftler warnen zwar davor, aber die Bevölkerung nimmt das Virus nicht wirklich ernst, ist ja eh nur eine leichte Erkältung. Allerdings mutiert das Virus, was zu folge hat das die Infizierten sämtliche Hemmungen verlieren und nur noch von ihren niedersten Trieben gesteuert werden. Das hat zu Folge das die Infizierten anfangen die restliche Bevölkerung abzuschlachten und zu vergewaltigen. In mitten diesem Chaos versuchen Jim und Kat sich wieder zu finden.

Der Film ja hat jetzt schon einen gewissen Ruf und wird das Publikum sicherlich spalten. Unifilm schreibt z. B. über den Film "Für Genrefans ein herausragender Film, insgesamt jedoch derart BRUTAL - also so richtig GNADENLOS BRUTAL - sodass man bis in die Abgründe der menschlichen Seele blicken kann. Nichts für den Hörsaal, vielleicht noch nicht mal was für diese Welt." Ich wollte den Film davor schon sehen, nach dieser Bewertung musste ich ihn sehen.
Bei Splatterfilmen finde ich es immer wichtig das sie nicht zu ernst sind, dann können die Filme nämlich sehr unangenehm werden, zu lächerlich sollten sie aber auch nicht sein sonst nimmt man das Geschehen nicht mehr ernst. "The Sadness" hat hier einen ganz guten Mittelweg gefunden. Er hat durchaus Szenen dies so absurd übertrieben sind das es schon wieder lustig ist, trotzdem nimmt sich der Film im großen und ganzen ernst genug das es nie lächerlich wird.
Die beiden Hauptcharaktere, vor allem die weibliche Figur, sind durchaus sympathisch und man fiebert mit ihnen mit. Trotzdem ist der Film weitestgehend vorhersehbar, was die Spannung doch etwas killt.
Was den Film, neben der Gewalt, von vergleichbaren Filmen unterscheidet sind die Infizierten. Anders als in vergleichbaren Filmen, sind es hier keine hirnlosen Zombies sondern Menschen die durch die Infektion sämtliche Hemmungen verlieren. Dadurch arbeiten sie zusammen, nutzen Waffen und agieren auch noch verhältnismäßig intelligent. War auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung, auch wenn der Film das Potential dieser Idee nicht ganz ausschöpft.

Alles in allem bekommt man mit "The Sadness" vielleicht keinen herausragenden Film, aber einen durchaus unterhaltsamen Splatterfilm, der einiges an Kunstblut verspritz und ein paar coole Ideen hat, unterm Strich aber leider doch etwas vorhersehbar ist.

7/10
Trifft es voll, Creed. Perfekte Beschreibung des Films.

Allerdings vergebe ich zwei Pünktchen mehr, weil es sowas einfach viel zu selten zu sehen gibt und unsere Filmparty an dem Abend entsprechend unwiederholbar war.
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
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Alt 03.09.2022, 10:53   #24208
Goldberg070
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The Mechanic

Wenn, das Lexikon des internationalen Films schreibt, der Film sei ein „Gewaltverherrlichender Actionfilm voller dümmlicher Männlichkeitsposen, Klischees und homophob-rassistischer Ressentiments“, dann kann man in der Regel von guter Unterhaltung ausgehen.

Mit einem charismatischen Hauptdarsteller gesegnet, kann der harte, kompromisslose Reißer auch nach über 10 Jahren noch überzeugen. Story, Pacing, Action, alles aus einem Guss. Macht einfach Spaß der Film.

8/10
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021
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Alt 03.09.2022, 21:34   #24209
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Asia Wochen, Day 40: Claypot Curry Killer

Mrs. Wu ist Inhaberin eines gut gehenden Restaurants. Dieses betreibt sie zusammen mit ihren Töchtern Xi Xi, Xi Yu und Xi Mei. Spezialität des Restaurants ist ihr Claypot Curry. Eines Tages vergeht sich der nutzlose Familienvater an seiner ältesten Tochter, Xi Xi. Dabei wird er von Mrs. Chew erwischt. Den Versuch, seine Frau zu töten bezahlt er mit dem Leben. Doch wohin mit der Leiche?

Wer jetzt eine Splattergranate erwartet liegt hier falsch. Ja, es wird getötet und es fliesst Blut, die Zerteilungen werden aber meist nur angedeutet, oder passieren off screen. Nur in einzelnen Szenen werden Körperteile im Bild abgetrennt. Diese Effekte sind ganz okay und in zwei Szenen ist das Endresultat auch zum Schreien komisch. Allerdings auch beabsichtigt.

Insgesamt ist der Film ruhig erzählt und enstricht nicht dem, was man anhand der Story von so einem Film erwartet, aber irgendwie hebt ihn das auch von der breiten Masse ab.

5.5/10
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Alt 05.09.2022, 18:24   #24210
Goldberg070
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Mechanic 2: Resurrection

Es bleibt dabei: Der zweite ist nicht so gut wie der erste, aber er hat Jessica Alba () und Tommy Lee Jones (). Das macht auch die Fortsetzung zu einem unterhaltsamen, aber letztlich qualitativ etwas schwächeren Film im Vergleich zum fetzigen Erstling.

6,5/10
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Alt 05.09.2022, 19:16   #24211
Vince Black
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Registriert seit: 30.03.2001
Beiträge: 8.266
Die Chefin (2022) Netflix / Thriller


Ergeizeige Mitarbeiterin in der Modebranche wird schwanher und "verkauft" das ungeborene Kind an deren Chefin. In ihrem abgeschiedenen Haus, kontrolliert die Chefin bald so ziemlich alles. Langweilig in Szene gesetzt, die Figuren waren teils unlogisch, unsympatisch und die Handlung war amateurhaft. Die 90 Minuten meines Lebens bekomme ich nie mehr zurück.
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Alt 06.09.2022, 20:36   #24212
Humppathetic
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Puh. Das "All Out"-Review ist so lang geworden, dass ich mich mit den Filmkritiken etwas zurückhalten werde.

Billy Elliot – I Will Dance

Der elfjährige Billy Elliot lebt 1984/1985 im County Durham inmitten der Streiks der Bergarbeiter. Wie sein Vater vor ihm, der ebenfalls ein streikender Bergarbeiter ist, ist er Boxer, wenngleich kein sonderlich guter. Durch Zufall entdeckt er "eines Tages" (=ca. fünf Minuten nach Filmanfang) das Ballett für sich. Eine Entscheidung, die in einer, wie man heute sagen würde, toxisch maskulinen Umgebung wie dem Arbeiterviertel, in dem er aufwächst, zunächst auf wenig Gegenliebe stößt.

Der englische Film war mir immer ein Begriff und schwebte immer mal wieder in meinem Kopf herum. Klar, er kam 2000 heraus; das war wohl die Zeit, in der ich anfing, Dinge um mich herum - Musik, Filme etc. - mehr und mehr wahrzunehmen. Zudem hörte ich nichts Schlechtes von dem Werk, und es war für drei Oscars nominiert. Zugegeben: Mich beeindruckten Oscarnominierungen damals wohl weitaus mehr als heute.
Und dieser Film ist ein guter Beleg dafür, warum mich die Oscars wenig interessieren, denn selbiger ist so dermaßen kitschig geraten, dass es doch einigermaßen wehtut. Zudem wird eigentlich so gut wie jedes Klischee und jedes "Muss" für ein Oscar-Drama abgehakt wie auf einer Strichliste. Ob das in der Psychologie des Films überhaupt einen Sinn ergibt, spielt dabei weniger eine Rolle.
Missverstandener Junge, der in der Schule nicht aufpasst/mitkommt? Check.
Strenger Vater, dem auch mal die Hand ausrutscht? Check.
Alles grau in grau? Check.
Demenzkranke Oma, die in ihren kurzen, wachen Momenten dem Hauptcharakter aber zuspricht? Check.
Bester Kumpel, der sein eigenes Problemchen hat, was natürlich mit dem Protagonisten zu tun hat? Check.
Strenge, aber fürsorgliche und verständnisvolle Lehrerin? Check.

Die Liste könnte ich noch ewig weiterführen. Das alles wäre auch gar nicht so das Problem, wenn der Film einfach überzeugender gedreht worden wäre. Aber weder Dialoge noch Charakterisierungen oder sonst irgendwas waren wirklich nachhaltig. Zudem kann man die Darstellung des Freundes von Billy, freundlich gesagt, als durchaus holprig bezeichnen.

Ganz schlecht war der Film aber auch wieder nicht. Das Pacing stimmte, und der Soundtrack überzeugte. Zudem ist das Setting mit Nordengland durchaus hübsch anzusehen. Das mag aber eine persönliche Präferenz sein. Schauspielerisch gibt es ebenfalls nicht wirklich was zu meckern.

5/10

Okay, es wird spät. Morgen schreibe ich was zu den weiteren Filmen, so aber erst mal die Wertungen.

Der mit dem Wolf tanzt (die 239 Minuten lange Langfassung)

8/10

Tombstone

3/10

Censor

6,5/10

V/H/S

5/10

V/H/S 2

3/10

V/H/S Viral

1/10
()

Orphan: First Kill

5/10

X

4/10
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Cuiusvis Hominis Est Errare, Nullius Nisi Insipientis In Errore Perseverare.
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Alt 12.09.2022, 11:45   #24213
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Trifft es voll, Creed. Perfekte Beschreibung des Films.

Allerdings vergebe ich zwei Pünktchen mehr, weil es sowas einfach viel zu selten zu sehen gibt und unsere Filmparty an dem Abend entsprechend unwiederholbar war.
Wollte nur mal erwähnen, dass ich auch eine Kritik zu dem Film geschrieben habe. Falls du sie lesen möchtest.

The Tomorrow War

James Daniel Forester (Chris Pratt), Ex-Militär und jetziger Biologie-Lehrer, lebt mit seiner Frau Emmy (Betty Gilpin, bekannt aus "The Hunt") und seiner Tochter Muri (Ryan Kiera Armstrong, u. a. "Firestarter") in, wahrscheinlich, Maryland (da er sich auf einen Job im Army Research Laboratory, das sich in Adelphi, Maryland befindet, beworben hat und es keine Andeutung gibt, die Familie müsse nach einer Zusage umziehen) und will eigentlich mehr aus seinem Leben machen, weswegen er sich (erfolglos) beim erwähnten ARL beworben hat. Er schluckt seine Enttäuschung darüber runter, um für seine Familie, insbesondere die Tochter, da sein zu können. Als sie zusammen auf einer Party das Finale der Fußballweltmeisterschaft in Katar schauen (Brasilien gegen ein offensichtlich ausgedachtes Team, das von den Trikots her wie Argentinien aussieht - to whom it may concern), tauchen auf dem Spielfeld plötzlich Soldaten auf, und diese erzählen von einem Krieg gegen Aliens, der 2048, also in 25 Jahren (der Film spielt 2023), beginnt und der so gut wie veloren ist, weswegen jetzt Menschen aller Welt zum Dienst an der Waffe zwangsrekrutiert werden. Und obwohl dezidiert von Menschen aller Welt geredet wird, sind die brasilianischen Fußballspieler ironischerweise die einzigen nicht-Amerikaner, die man im ganzen Film zu sehen bekommt - abgesehen von den Aliens natürlich. Die sind entweder als Außerirdische zu betrachten oder, wenn man gemein sein will, als Russen, denn da tauchten sie als erstes auf. Wie dem auch sei; Dan wird ebenfalls rekrutiert und muss ab ins Jahr 2051, wo er auf seine erwachsene Tochter (Yvonne Strahovski, bekannt aus unter anderem dem grottenschlechten "The Predator" von 2018), die mittlerweile wissenschaftliche Mitarbeiterin im Militär ist, trifft und den Aliens, die die Menschheit auf mittlerweile mickrige 500.000 Personen dezimiert haben, zusammen den Garaus machen will.

Auf Youtube schrieb jemand eine einzige Zeile zu dem Film, und ich finde, sie passt wie der sprichwörtliche Arsch auf den genauso sprichwörtlichen Eimer:

Zitat:
Zitat von Youtuber
I believe the script was a creative writing project in the classroom where each student writes a paragraph and pushes it down the table for the next student to add to the paper.
Ich bin jemand, der seinen "Disbelief" sehr massiv "suspenden" kann, aber "The Tomorrow War" hat meine Geduld und Toleranz aufs Äußerste gereizt.

Aber erst mal zum Rest: Der Film hat ein gutes Pacing und erzählt eine halbwegs interessante Geschichte, wobei sich hier sehr stark an "Aliens", "The Thing", "Starship Troopers" und "Edge of Tomorrow" angelehnt wurde - oder bedient, wenn man es sarkastisch ausdrücken möchte. Beinahe axiomatisch, aber ich möchte es trotzdem erwähnen: Natürlich erreicht der Film von Chris McKay nicht im Ansatz die Klasse der drei genannten Filme. Heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass er schlecht ist, was man durchaus als positiv erkennen darf, denn Chris Pratt, so sympathisch ich ihn in Interviews finde, hat mit der "Jurassic World"-Trilogie ja schon mal so richtig ins Klo gegriffen, was das Niveau anging.
Der für Blockbuster ebenfalls typische Humor ist nicht weiter der Rede wert. Einzig zwei Zitate von Dans Vater Slade (J. K. Simmons) fand ich annähernd witzig, und gerade der Sidekick war das typische Klischee einer humorvollen Person in einem Sci-Fi-Actionfilm, sprich "Ich sabbele einfach irgendwelchen Quatsch, und die schiere Menge des Gesagten wird den Zuschauer schon davon überzeugen, dass das gerade Gesagte witzig war - ach, außerdem bin ich natürlich ein hochintelligenter Mensch, der später noch bei der Lösung des Problems helfen wird". Auch ansonsten werden einige Klischee nicht ausgelassen (u.a.: die Lösung des Problems entsteht aus einer Zufälligkeit; das Kind ist intelligent und wissenschaftlich interessiert; es gibt den verschwiegenen No-Nonsense-Typen, der noch seine Redemption Arc erhält; der familiäre Zwist zwischen Protagonist und Vater bzw. Protagonist und Tochter wird kurz mal etabliert und dann natürlich auf simpelste Weise ins Positive verkehrt; und es gibt wirklich zweimal das "lass(t) mich zurück und rette(t) dich/euch selbst!"-Heldentum).
Aber: Das alles hat überraschenderweise nicht so gestört, dass es sich negativ auf mein Schauerlebnis ausgewirkt hätte. Und nebenbei wird, wenn auch nur kurz, sowas wie eine Metaebene angedeutet, in der die Aliens mit ihrer Gier auf Fleisch eine Analogie zum Menschen und seinem Verhalten darstellen. Das kann ich nicht von jedem Blockbuster der letzten Jahre behaupten.

Aber zurück zum Zitat am Anfang:

Ich distanziere mich im Normalfall davon, Filme aufgrund irgendwelcher bestehenden oder vermeintlichen Logiklöcher zu kritisieren. Meistens haben sie keinen Einfluss auf die Qualität des Films. Wenn bspw. in "Jurassic Park" aus dem Gehege, in dem eben noch der T-Rex herumstapfte, plötzlich eine Schlucht wird, ist das unlogische bzw. non-existente Kontinuität, aber sie sorgt auch für eine spannende Szene, in der die Protagonisten darum kämpfen, nicht getötet zu werden. Da wäge ich als Zuschauer ab und hake das als Suspension of Disbelief ab. Zu viele sogenannte Kritiker konzentrieren sich rein auf diesen Mikrokosmos, was mir einfach zeigt, dass selbige nicht in der Lage dazu sind, Filme anhand inhärent filmischer Parameter zu sezieren (bspw. historischer Kontext, Kamerarbeit, Psychologie der Figuren und der Szenen), sondern aufgrund eigener Unzulänglichkeiten den einfachen Weg nehmen und selbigem frönen: Ich spreche natürlich vom sogenannten Nitpicking. Etwas, das z. B. "CinemaSins" inklusive der kritikunfähigen Fanboys- und girls zu einer eigenen Königsdisziplin erhoben hat.
Und wenn ich nur aufgrund sich vermeintlich widersprechender Logik kritisieren wollte, wäre ich Mathematiker geworden.
"The Tomorrow War" ist allerdings ein Beispiel dafür, wie fehlende Logik durchaus auffällig werden und für ein undurchdachtes Drehbuch sprechen kann. Wenn sowohl die Prämisse als auch die Entscheidungen sämtlicher Charaktere bzw. der Verlauf der Geschichte sich so sehr beißen, dass sie - und ja, ich deute hier die Ikonographie dieses Symbols bewusst um (bevor mir das jemand vorwerfen will ) - zum Ouroboros verkommen, dann wird's ein bisschen ärgerlich. Das unterscheidet sich allerdings vom Nitpicking insofern, als ich das undurchdachte Drehbuch nicht als einziges Moment zur Kritikführung heranziehe und ich b) die Widersprüchlichkeit im Ganzen betrachte und nicht als einzelne Momente für sich. Ich packe das mal in den Spoiler:

Spoiler:
Das Toxin wird drei Jahre lang nicht entdeckt bzw. zu 100% entwickelt, und dann innerhalb weniger Tage. Dan ist als Protagonist eigentlich unnötig. Alles, was er tut, hätte jeder andere tun können. Ja, er hat die Bindung zur Tochter (und später zum Vater), aber das ist nur wichtig für mich als Zuschauer, innerhalb der Geschichte fehlte mir hier einfach der Grund. Warum die Leute in der Zukunft denken, das Toxin helfe in der Vergangenheit nicht, erschließt sich mir kein bisschen - man hätte es in Massen produzieren können. Warum man Leute aus dem Jahr 2023 ins Jahr 2051 verfrachtet, statt dass man ihnen vom Krieg in der Zukunft erzählt und sie 28 Jahre lang ausbildet bzw. auf den Krieg vorbereitet, mit genügend produzierten Waffen austattet und vor allem das Toxin als allgemein verwendete Waffe im Militär etabliert, ergibt für mich ebenfalls keinen Sinn. Ja, die, die in die Zukunft geholt werden, sind die, die ansonsten bereits vor dem Jahr 2051 verstorben wären, aber was ist mit dem Rest der Menschheit? Stattdessen schickt man unvorbereitete Zivilisten in die Zukunft, als könnten die mehr ausrichten als die Menschen in der Zukunft, die die Bedrohung seit drei Jahren kennen. Dass die Aliens eine sehr inkonsistente Panzerung zu haben scheinen, lasse ich mal beiseite. Die Protagonisten direkt sterben zu lassen, hätte den Film natürlich eklatant verkürzt. Da greift für mich dann Suspension of Disbelief. Dass sich am Ende aber zeigt, dass die Viecher nicht durchs Toxin sterben (müssen) sondern durch schlichte Granaten, führt die ganze Prämisse natürlich ad absurdum.


Wie gesagt, am Ende schlägt sich sowas nicht allzu sehr, wenn überhaupt, in meiner Bewertung nieder, aber man hätte die Story einfach reifen lassen und vielleicht nochmal überarbeiten sollen.

5/10
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Alt 12.09.2022, 12:29   #24214
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Beiträge: 15.696
Everything Everywhere All at Once

Interssante, kurzweilig erzählte Story die sowohl optisch als auch darstellerisch absolut überzeugt. Der Humor passt zu den jeweiligen Szenen und wirkt nicht aufgesetzt. Ein Highlight sind die Kampfszenen, die grossartig inszeniert wurden. Die Darsteller überzeugen allesamt, werden aber natürlich alle von Michelle Yeoh in den Schatten gestellt, die hier wieder eine Top Performance abliefert. Was für ein Glück dass man am Ende Michelle die Hauptrolle gab und nicht Jackie Chan.

Kleines Highlight (zumindest für mich): Neben Englisch wird in dem Film auch noch Kantonesisch und Mandarin gesprochen.

9.75/10
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Alt 12.09.2022, 20:58   #24215
RainMaker
Genickbruch
 
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Thor: Love and Thunder

Was zum Fick hab ich da gerade gesehen? Das war doch ne Thor-Parodie Sowas schwaches ...

Ich vergebe Gurke auf einer Skala von Burger. Ekelhaft. Das MCU starb mit Iron Man.

Geändert von RainMaker (12.09.2022 um 20:59 Uhr).
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Alt 12.09.2022, 22:05   #24216
Kain
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Noch schlimmer als der letzte?
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We pledge allegiance to the leader of the mighty Cult of Cornette and to the Pro-Wrestling for which he stands.
No blowup dolls, dick spots or dance routines. With blood, sell-outs and shoot angles for all.
Thank you. Fuck you. Bye.
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Alt 13.09.2022, 10:27   #24217
RainMaker
Genickbruch
 
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Zitat:
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Noch schlimmer als der letzte?
Ragnarök fand ich sogar ganz ok und kurzweilig. Love and Thunder reiht sich nahtlos an 2 an, dass echte Grütze war.
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Alt 13.09.2022, 13:22   #24218
General Nek.F.U.
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Ich habe die erste Stunde gesehen und war dann einfach müde,bis dahin würde ich sagen ist's der schlechteste aus dem gesamten MCU! Dämlicher Humor, ich meine so richtig dämlich , außerdem soviele Ansätze die mir überhaupt nicht gefallen, selbst die GOTG können den Film nicht retten,sagt alles.ich hoffe das er zumindest die gesamte Phase noch irgendwie weiter bringt.Bin froh das ich es nicht ins Kino geschafft habe.Vorteil, schlechter kann's nicht mehr werden.
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Alt 14.09.2022, 18:27   #24219
Humppathetic
Genickbruch
 
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Der wunderbare Mr. Rogers

Recht typisches Drama aus den USA, das zwar nicht nervte oder anderweitig wehtat, aber mir doch immer wieder zu schwülstig wurde. Und Fred Rogers kommt im Film irgendwie doch etwas simplifizierend rüber. Hanks hat seine Rolle allerdings gut ausgefüllt. Wie man es von ihm erwartet. Und er passte für den Charakter natürlich perfekt. Für nicht wenige Amerikaner dürfte er fast sowas wie der Nachfolger von Fred Rogers sein. Immer herzlich, immer freundlich.

5,5/10

Clerks

Dante Hicks (Brian O'Halloran) hat eigentlich frei und will ein Hockeymatch bestreiten, als er morgens einen Anruf vom Chef bekommt, er müsse die Morgenschicht im Grocery Store (keine Ahnung, wie man das am besten übersetzt; Lebensmittelladen ist das ja nicht - sieht er aus wie die typischer Verkaufsfläche in einer Tankstelle) übernehmen, da der Kollege ausgefallen ist sei. Der Chef komme mittags, und dann sei das Hockeyspiel auch nicht in Gefahr. Aber der Chef fährt in Wirklichkeit nach Vermont und wird daher ganz sicher nicht übernehmen - der Laden befindet sich schließlich in New Jersey, das mal eben 600 km von Vermont entfernt ist. Also verbringt Dante seinen Tag ungewollt auf der Arbeit und vertreibt sich die Zeit mit Gesprächen mit seinem Freund Randal (Jeff Anderson), der nebenan in der Videothek arbeitet, während er sein Liebesleben wieder herrichten und sich mit einem Haufen Kunden, die zwischen nervtötend und absolut abgefuckt mäandern, herumschlagen muss.

Auftakt des sogenannten View Askewniverse. Hat bei Moviepilot eine ziemlich bemerkenswerte Durchschnittswertung von 7,5/10.
Ein in schwarzweiß gedrehter Low-Budget-Film von Kevin Smith (der Film kostete bis zur Post-Production gerade mal 27.575$ , danach immer noch lächerliche 230.000$), der durch seine Dialoglastigkeit sofort ein wenig an Quentin Tarantino erinnern mag, wobei ich einen Vergleich mit Jim Jarmuschs Werken für angebrachter hielte - so man einen Regisseur überhaupt mit dem anderen vergleichen möchte.
Der Film spaziert so ein wenig vor sich hin. Manche Szenen sind durchaus ein Grinsen wert, und generell lobe ich mir Menschen wie Smith, die am Mainstream vorbeidrehen oder -drehten, aber so ganz abgeholt hat er mich nicht. Dafür wirkten die Dialoge für mich ein ums andere Mal zu forciert intellektuell - gut, vielleicht war Smith nicht an einer reinen Ablichtung der Realität interessiert, sondern wollte das Geschehen bewusst überstilisieren, aber mich riss das manchmal doch aus der Erfahrung. Zumindest hat der Film einen gewissen Flow und unwiderlegbaren Charme und ist für einen Erstling mit so geringem Budget, wenn man von einer Szene am Anfang absieht, sehr professionell geworden. Chapeau.

5/10

High Fidelity

Rob Gordon (John Cusack) ist Besitzer des Plattenladens Championship Vinyls, den er mit seinen beiden Mitarbeitern, dem freundlichen, aber zurückhaltenden Dick (Todd Louiso) und dem gegenüber den Kunden unfreundlichen Großmaul und selbst gegenüber Dick und Rob intoleranten Barry (Jack Black), mehr schlecht als recht betreibt. Laufkundschaft gibt es in der Gegend der Stadt wenig, und fast sämtliche Kunden werden von Barry wegen ihres Musikgeschmacks aus dem Laden "hinauskomplimentiert" (=beleidigt), und da Rob recht teilnahmslos durchs Leben wandert, ziellos und ohne Gedanken an die Zukunft, unternimmt er natürlich auch nichts gegen Barrys Verhalten. Zudem hat ihn soeben seine Freundin Laura (Iben Hjejle) nach vierjähriger Beziehung eben wegen seiner Sorg- und Planlosigkeit verlassen und ist zum ehemaligen Nachbarn Ian Raymond (Tim Robbins) gezogen. Da Barry, Dick und Rob sich gerne mal die Zeit mit Top 5-Listen vertreiben, macht Rob eine selbige zu seinen fünf positiv wie negativ nachhaltigsten Ex-Freundinnen und versucht zu verstehen, warum keine seiner Beziehungen gehalten hat.

Zuerst muss ich zwei Dinge zugeben: 1. hatte ich fälschlicherweise angenommen, "High Fidelity" sei ein Indieflick, weswegen mich das bis in die kleinste Rolle ausgefüllte Staraufgebot einigermaßen überrascht hat - neben den bereits genannten Mimen finden sich im Film auch noch Lisa Bonet, Catherine Zeta-Jones, Sara Gilbert, Joan Cusack und sogar Bruce fuckin' Springsteen ein. 2. hatte ich diesen Film, wie man sich jetzt denken kann, noch nie gesehen. Ich hatte es immer vor, dann rutschte der Film aus meiner Wahrnehmung, und vielleicht war ich ob des Kultstatus / Hypes auch immer ein bisschen vorsichtig. Ich höre ja nun (Extreme) Metal, und wenn ich mir da so die Hypes der letzten Jahre vergegenwärtige, fällt bei mir doch vieles durch, ob Sabaton, Ghost oder Fleshgod Apocalypse. Eventuell bin ich unbewusst so skeptisch ob der Bezeichnungen Hype, Kult und - ganz besonders schlimm - "Instant Classic" geworden, dass ich manche Filme einfach zur Seite schiebe, ohne bewusst zu wissen, warum - und damit tue ich einigen natürlich Unrecht.

Das ist hier der Fall. Der Film war ab Sekunde 1 bis fast zum Ende ganz große Klasse. Der Protagonist, mit dem man sich ja eigentlich identifizieren will, ist ein ziemlich versnobtes, dauerbeobachtendes Arschloch, das, weil es sein Leben, so wie es ist, für perfekt hält, das sich selbst als nahezu fehlerloses Wesen ansieht und das deswegen für nichts, was in seinem Leben passiert oder was es selbst aktiv befeuert, auch nur einen Hauch von Verantwortung übernimmt. Auch, was seine Beziehungen respektive die Enden selbiger angeht, sieht er seinerseits keine Fehler, weswegen er nach der frischen Trennung auch einige Exen aufsucht und sie damit überrumpelt, was sie eigentlich bewog, die Trennung einzuläuten. Nicht etwa, um aus seiner Vergangenheit zu lernen, sondern um bestätigt zu kriegen, was er sowieso schon nicht nur vermutet sondern weiß: Schuld hatten die anderen. Er ist dabei so narzisstisch (und in einigen Momenten auch geradezu misogyn), dass er die Realität seiner Vergangenheit im Kopf sogar umgeschrieben hat, denn eine Beziehung endete bspw. auf sein Geheiß. Und wenn man als Zuschauer dann bei einer der Exen, der es seit der Trennung psychisch so schlecht geht, dass sie Pillen nehmen muss und trotzdem oft nicht schlafen kann, einen Funken Hoffnung hegt, da Rob sich aus der Situation herauszieht und stolz verkündet, den mentalen Zustand der Dame für schnellen Sex nicht auszunutzen, weil das nicht fair sei, dann wird einem doch ziemlich schnell klar: Hier gab es keine plötzliche Sinneswandlung. Rob verließ die Szenerie, weil ihm das Gejammer der Frau auf den Keks ging und er sich - und das mag unbewusst stattfinden - vielleicht doch mit seiner eigenen verkommenen Attitüde beschäftigen müsste.
Rob ist also sehr, sehr lange (eigentlich bis fast vor Ende) ein ziemlich schwieriger Charakter, aber das macht das Schauen so viel interessanter. Als Zuschauer irgendwie doch einen Weg zu finden, mit Rob zu sympathisieren - vielleicht aufgrund seiner Lebenssituation, der frischen Trennung oder des Bewusstseins, dass Rob so ist, weil er sich der eigenen Realität nicht stellen möchte.

Aber nicht nur Rob ist ein wunderbar geschriebener Charakter: Das sind eigentlich alle. So witzig die Dialoge manchmal sind, so skurril manche Begebenheiten und Hintergründe, so sehr machen einem die Charaktere das Erlebnis ihrer Realität zum Vergnügen. Bodenständig, nachvollziehbar, "echt" geschriebene Figuren. Man möchte fast sagen: Sowas gibt's heute nicht mehr. Besonders hervorheben möchte ich die Figur des Ian Raymond, und das liegt vor allem am phänomenalen Schauspiel von Tim Robbins. Er ist nur in wenigen Szenen zu sehen, aber Robbins macht aus jeder der wenigen On-Screen-Sekunden das Beste. Seine Mimik, die Körpersprache und sogar die Art, wie er überhastet den Plattenladen verlässt, sind so brillant geschauspielert, so witzig, dass ich jedes Mal mindestens grinsen, wenn nicht lachen musste. Das schafft nicht jeder Schauspieler.

Was man mit "High Fidelity" also kriegt, ist eine manchmal skurrile, manchmal beeindruckende Studie schräger Charaktere in einem Plattenladen, die - das gilt auch für Barry und Dick - gewissermaßen gezwungen werden, ihren Elfenbeinturm aus Snobismus und Ignoranz (Rob), aus Intoleranz und Aggression (Barry) und aus Inaktivität und Stille (Dick) zu verlassen, um sich endlich mal doch weiterzuentwickeln.
Wenig überraschend wird das Ganze mit einem tollen Soundtrack abgerundet. Der einzige wirklich ausschlaggebende Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass das Ende, wenngleich inhaltlich stimmig, mir doch etwas "too much" geraten ist. Das hatte in manchen Momenten etwas Parodistisches, was so wohl eher nicht gemeint war.

8/10

Ghost Dog - Der Weg des Samurai

Das Review zu "High Fidelity" hat mich ausgelaugt. Hier vorerst nur: Slow Motion-Thriller mit teils forciert wirkender Philosophie oben drauf, großartig geschauspielert, viele schöne Momente. Hier und da aber auch etwas schräg inszeniert. Mehr dazu vielleicht morgen.

7/10
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Alt 14.09.2022, 19:12   #24220
Punisher 3:16
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Der wunderbare Mr. Rogers

Recht typisches Drama aus den USA, das zwar nicht nervte oder anderweitig wehtat, aber mir doch immer wieder zu schwülstig wurde. Und Fred Rogers kommt im Film irgendwie doch etwas simplifizierend rüber. Hanks hat seine Rolle allerdings gut ausgefüllt. Wie man es von ihm erwartet. Und er passte für den Charakter natürlich perfekt. Für nicht wenige Amerikaner dürfte er fast sowas wie der Nachfolger von Fred Rogers sein. Immer herzlich, immer freundlich.

5,5/10
Du wagst es diesem Film weniger als acht Punkte zu geben? Möge dich der Geist von Fred Rogers heimsuchen! Wobei... der wäre wahrscheinlich freundlich zu dir und würde sagen dass er dich so mag wie du bist.
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Alt 14.09.2022, 19:18   #24221
Humppathetic
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Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Du wagst es diesem Film weniger als acht Punkte zu geben? Möge dich der Geist von Fred Rogers heimsuchen! Wobei... der wäre wahrscheinlich freundlich zu dir und würde sagen dass er dich so mag wie du bist.
Und dann schickt er hintenrum Schläger zu meiner Wohnung, weil er Kontakte zur Jenseitsmafia hat.
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Alt 14.09.2022, 19:48   #24222
Punisher 3:16
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Und dann schickt er hintenrum Schläger zu meiner Wohnung, weil er Kontakte zur Jenseitsmafia hat.
Das würde er nie tun.

Spoiler:
Ich schon. Wer darf es sein? Triaden? Yakuza? Vietnamesenmafia?
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Alt 14.09.2022, 20:05   #24223
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Das würde er nie tun.

Spoiler:
Ich schon. Wer darf es sein? Triaden? Yakuza? Vietnamesenmafia?
Alle drei zusammen



Nee, aber worauf ich hinauswollte, war, dass das Klischee besagt, dass jemand, der so nett wie Fred Rogers war und von dem niemand auch nur ein einziges schlechtes Wort sprach, doch Leichen im Keller haben müsse. Aber manchmal sind Menschen einfach nur nett. Ist so selten, dass man es kaum glauben mag. Macht den Film für mich halt nicht besser.
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Alt 14.09.2022, 20:26   #24224
Punisher 3:16
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Ich habe seine Show zwar nie gesehen, kenne aber zahlreiche Ausschnitte davon, habe Interviews und Reden von ihm gehört und basierend auf all dem wird ihm der Film definitiv gerecht. Allein was er für Francois Clemmons, einem homosexuellen Schwarzen, getan hat geht weit über das hinaus was man damals erwartet hätte.
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Alt 16.09.2022, 16:36   #24225
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ich habe seine Show zwar nie gesehen, kenne aber zahlreiche Ausschnitte davon, habe Interviews und Reden von ihm gehört und basierend auf all dem wird ihm der Film definitiv gerecht. Allein was er für Francois Clemmons, einem homosexuellen Schwarzen, getan hat geht weit über das hinaus was man damals erwartet hätte.
Ja, das ist definitiv lobens- und bemerkenswert. Selbst heute werden Menschen, die sich für Minderheiten einsetzen, vom Mob zerfleischt - zugegebenermaßen wird dies Idiotie durch die asozialen Medien natürlich amplifziert -, daher will ich gar nicht wissen, wie die Reaktionen damals ausfielen.

The Fast & The Furious

Ich hatte lange schon vor, mir die ganze Reihe mal anzuschauen, und da fängt man natürlich am besten mit dem ersten der Filme an, obwohl ich selbigen schon vor Ewigkeiten mal gesehen und bewertet hatte, und diese Wertung hat sich witzigerweise nicht verändert.

Inhalt ist wohl den meisten bekannt. Brian O'Conner (der mittlerweile schon seit neun Jahren tote Paul Walker - tempus fugit ) infiltriert als Undercover-Cop eine sich im Straßenrennenmilieu herumtreibende Gang, die im Verdacht steht, Überfälle auf Trucks durchzuführen. Problem dabei: Zu Leader Dominic "Dom" Toretto (Vin Diesel) entwickelt sich soetwas wie eine Freundschaft, und zudem verliebt sich O'Conner in dessen Schwester Mia (Jordana Brewster).

Regisseur Rob Cohen (der unter anderem das Musikvideo zu Rammsteins 'Feuer Frei!' gedreht hat) und Drehbuchautor David Ayer ("Training Day", "Street Kings", "Suicide Squad" (ohne "The")) haben hier einen solch testosterongeschwängerten Film geschaffen, dass selbiger so unfreiwillig komisch wird, dass man als reflektierter Zuschauer eigentlich nur seine helle Freude an ihm haben kann. Der ganze Film ist in allem, was er tut und zeigt, so absurd übertrieben, dass man nicht mit vollem Ernst an ihn oder an eine Kritik des Werks herangehen kann. Diese "Polizist infiltriert Gang und bekommt Zweifel"-Geschichte, deren Gerüst doch sehr an "Gefährliche Brandung" erinnert, fühlt sich beinahe schon an wie Schwarzeneggers "Das Phantom-Kommando" - nur ohne das Blut, die ins Bullseye treffenden One-Liner und natürlich den Kult. Und ja, ich weiß, "Das Phantom-Kommando" wurde von Mark L. Lester gedreht, nicht von Schwarzenegger, aber Lester ist mittlerweile in Asylum-ähnlichem Rotz angekommen, während Schwarzenegger immer noch 'ne coole Sau ist.
Wie auch immer. Der Film sollte, wie gesagt, nicht ernstgenommen werden. Gerade am Anfang ist jeder Charakter mit Tough Guy-Attitüde und, was man heutzutage wohl sagte, toxischer Männlichkeit ausgestattet - sogar Leticia Ortiz, deren Schauspielerin, Michelle Rodriguez, immer so aussieht, als hättest du gerade die dümmste Bemerkung seit "I know words, I have the best words" fallen lassen. Egal, wer zu wem was sagt, die Antwort besteht immer aus einem beleidigenden Spruch oder Androhung von körperlicher Gewalt. Was einen als 14-jährigen Edgelord halt mordsmäßig beeindruckt. Andere Charaktere sind genauso wandelnde Klischees, siehe den schmächtigen Nerd, der sich aber super mit den technischen Einzelheiten von Autos auskennt, weswegen er Teil der Gang sein darf und ihren Respekt erntet - Leistungsgesellschaft par exellence. Und selbst beliebig auftauchende Charaktere sind, natürlich und trotzdem mit Faszination wahrgenommen, antiöstrogene Leitbullen; siehe den Ferrarifahrer, der sich ohne weitere Fragen auf ein spontanes Rennen mit ihm völlig unbekannten Menschen einlässt - gleichermaßen aus Angst, als Pussy gebrandmarkt zu sein, und aus Imponiergehabe gegenüber seiner Begleiterin. Das Rennen gewinnen natürlich unsere Helden - MANerica, fuck yeah!
Kontinuität sucht man in dem Film genauso umsonst. Autos sind im einen Moment schrottreif und werden im nächsten Moment problemlos herumkutschiert.
Das einzige (abgesehen vom guten "O'Conner ist ein Cop"-Twist und, wenn man drauf steht, dem Soundtrack), was der Film wirklich und ganz ohne Ironie für sich beanspruchen kann, sind die exzellenten Stunts. Was heute selbst in simpelsten Konstellationen mit CGI geregelt wird (in "John Wick" z. B.), wird hier mit echten Autos auf echten Straßen umgesetzt, und das muss man lobend erwähnen.
Ansonsten ist der Film eigentlich nicht wirklich gut. Er ist in Teilen sogar hochnotpeinlich. aber er ist es absolut ungeniert und mit einem solchen Elan und Eifer, dass ich nicht anders konnte, als ihm wohlwollend zu begegnen und ihn positiv zu rezensieren. Er ist ein bisschen wie ein Kandidat bei "Wer wird Millionär?", der sofort bei der ersten Frage so sehr seine Dummheit zur Schau stellt, dass er direkt rausfliegt, nicht verzagt, nochmal als Kandidat Platz nehmen darf, wieder und in genau derselben Idiotie versagt, sich wieder bewirbt und nochmals scheitert - und das noch weitere fünf Mal. Er ist witzig, weil er scheitert, er tut einem manchmal schon fast körperlich weh, weil die Ausmaße der Unwissenheit unendlich zu sein scheinen, und er verlangt einem Respekt dafür ab, die Energie für weitere Versuche aufzubringen und völlig ignorant ob der Reaktionen der Zuschauer zu sein. So ist dieser Film. Dumm, aber genau deswegen so unterhaltsam (das geht dann sogar so weit, dass offensichtlich niemand, der mit der Produktion dieses Werks zu tun hatte, seine Stimme er- und hervorhob, dass man vielleicht nochmal in sich gehen sollte, bevor man das Viertelmeilenrennen in der Wüste ernsthaft "Race Wars" nennt). Und das schaffen - auf natürliche Weise - nicht viele Filme, und sowas künstlich replizieren zu wollen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

6/10

PS: Tipp für ein Trinkspiel: Diesen oder den zweiten Film sehen und jedes Mal, wenn ein Charakter "komm, wir gehen eine Runde spazieren" oder "ich will dir was zeigen" sagt, einen trinken.
PPS: Teil 2 wurde auch schon gesichtet, gefiel mir aber nicht sonderlich.
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Geändert von Humppathetic (16.09.2022 um 21:24 Uhr).
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