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Alt 31.05.2022, 19:20   #826
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Wie gesagt, Kapitalismus incentiviert besser zur Produktion als jedes andere System. Aber die Verteilung ist weder sozial, leidminimierend noch gesamtnutzenoptimal.

Darum halte ich den Kapitalismus als Basis auch für sinnvoll. Allerdings führt er ohne Eingriffe auf mehreren Ebenen zu Marktversagen. Außerdem sollte das volkswirtschaftliche Ziel immer sein den allgemeinen Nutzen zu maximieren, d.h. das Glück vieler Menschen. Nicht die Produktion zu maximieren, den Konsum oder den Wohlstand einer Minderheit.
Auch wenn wir da natürlich ein Stück weit von der Ukraine wegkommen: Ich teile deine volkswirtschaftliche Zielsetzung, bin mir aber unschlüssig, ob Volkswirtschaften in einer globalisierten Welt überhaupt Sinn ergeben. Setzt man die durchschnittliche Arbeitszeit in Deutschland für einen Liter Benzin, einen Fernseher oder ein Kilo Fleisch in eine Relation zu den 60ern, wird das ziemlich gut aussehen, selbst wenn man einen Mindestlöhner betrachtet (wobei ich letzteres jetzt einfach nur annehme). Über 3 Stunden für 500g Bohnenkaffee 1960 im Vergleich zu 12 Minuten 2009 sind eine Hausnummer, obwohl ich meinen Kaffee immer noch gerne in Holland kaufe.

Aber das allein hilft ja nicht. Auch mal überspitzt verglichen: In der Steinzeit haben die Menschen 3-5 Stunden am Tag gearbeitet, allerdings ohne freie Samstage und Sonntage. Das wäre heute eher Teilzeit. Bauern in England im Mittelalter: 8 Stunden am Tag - aber auch nur 150 Tage im Jahr.

Natürlich bekam man kein Iphone, auch die medizinische Versorgung war unterirdisch, entsprechend die Lebenserwartung, heute "füttern" wir Rentner, Kinder, die eine Schulbildung genießen, Beamtenapparate, statt nur einen überschaubaren Adel der im Luxus schwelgt, aber viele Dinge des alltäglichen Bedarfs bekommen wir auch nur deshalb so günstig (in Relation zu unserer Arbeitszeit dafür), weil anderswo weiterhin Menschen zu Arbeitsbedingungen schuften, die wir aus den schlimmsten Zeiten der Industrialisierung kennen.

Soziale, leidminimierende, gesamtnutzenoptimale Verteilung muss also eher aus globalwirtschaftlicher, weniger aus volkswirtschaftlicher Produktion betrachtet werden. Das wird uns in Europa vermutlich gar nicht so weh tun, wie wir befürchten, wenn wir die Endlichkeit der Ressourcen einmal ausklammern. Wenn wir die Einbeziehen, ja dann kann es schmerzhaft werden.

Natürlich ist das auch eine sehr idealpolitische Betrachtung von mir, man wird China oder Katar nicht in den nächsten 10 Jahren dazu bringen, Menschenrechte, oder wenigstens Arbeiterreche anzuerkennen, wir müssen uns also vermutlich erst einmal auf unsere Volkswirtschaft beschränken, aber das ist halt irgendwo schade, weil man in der Globalwirtschaft womöglich eine sozial-ökologische Marktwirtschaft ein ganzes Stück besser und nachhaltiger umsetzen könnte.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2022, 21:18   #827
Nani
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 15.140
Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Auch wenn wir da natürlich ein Stück weit von der Ukraine wegkommen: Ich teile deine volkswirtschaftliche Zielsetzung, bin mir aber unschlüssig, ob Volkswirtschaften in einer globalisierten Welt überhaupt Sinn ergeben.
Wie meinst Du das? Meinst Du staatliche Volkswirtschaften, die untereinander konkurrieren?

Im Kontext meiner Aussage spielt es keine Rolle, ob wir von einer deutschen VW, einer europäischen oder einen globalen Gesamt-Wirtschaft reden.
Freier Warenverkehr, Wohlstands-Lokalisierung via Unsichtbarer Hand des Marktes, kapitalistischer Leistungsdruck und Minimierung von Markthürden steigern die Produktivität erheblich. Das sind zunächst erst einmal positive Dinge, auch wenn klassisch linke Ideologie bereits die Ansätze oft für verwerflich hält.

Trotzdem führt kompletter Wirtschaftsliberalismus bei allen vier Aspekten mittelfristig zu Marktversagen. Was wir ja schon lange erleben. Damit meine ich nicht nur moralisches Marktversagen, wie zum Beispiel, dass wir Menschlein aus dem Westen unser moralisches Überlegenheitsgefühl tatsächlich auf einer Unterdrückung und Quasi-Versklavung armer Menschen aufgebaut haben.

Auch wirtschaftlich und gesellschaftlich wurde viel kaputt gemacht. Wenn Du zum Beispiel die Entwicklung der "Warenkörbe" ansprichst...


Zitat:
Setzt man die durchschnittliche Arbeitszeit in Deutschland für einen Liter Benzin, einen Fernseher oder ein Kilo Fleisch in eine Relation zu den 60ern, wird das ziemlich gut aussehen, selbst wenn man einen Mindestlöhner betrachtet (wobei ich letzteres jetzt einfach nur annehme). Über 3 Stunden für 500g Bohnenkaffee 1960 im Vergleich zu 12 Minuten 2009 sind eine Hausnummer, obwohl ich meinen Kaffee immer noch gerne in Holland kaufe.
Es gab hier aber auch einfach eine Verschiebung von Wohlstandsgütern. Zum Beispiel ist Essen, Technik und Luxus inzwischen extrem günstig. Dafür sind Eigenheime bzw. Häuser inzwischen für den Mittelstand kaum noch bezahlbar. Ich sehe es so, dass wir seit einigen Jahrzehnten zunehmend unwichtigen Scheiß, der uns nicht glücklich macht, billig hinterher geworfen bekommen, während einige wirklich wichtigen Güter teuer geworden sind: Wohnen, Altern, medizinische Versorgung (auch wenn wir da noch vergleichsweise gut dastehen). Kein gesunder Trend.

Ganz zu schweigen vom Wertverlust in unserer Nahrung. Durch nährstoffarme Böden, kostenoptimierte Produktion und chemische Mittel befinden wir uns derzeit in einer Spirale der gesundheitlichen Massenvergiftung. Natürlich gibt es da Gegenbewegungen - gerade beim gesundheitsbewussten Essen -, die der freie Markt angeschoben hat. Aber für den Grad der körperlichen Vergiftung ist die Entwicklung da noch lächerlich gering und noch dazu ökonomisch elitär.
Das wird der freie Markt nicht von selbst regeln. Zumindest nicht in einer humanistischen und der Vernunft entsprechenden Weise.

...Rest kommentiere ich später bzw. bei Gelegenheit...
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Die Öko-Krise ist kein Glauben, sondern eine Tatsache.

Angststörung + Irreführung = Extremismus
Nani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2022, 21:07   #828
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 4.053
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Wie meinst Du das? Meinst Du staatliche Volkswirtschaften, die untereinander konkurrieren?

Im Kontext meiner Aussage spielt es keine Rolle, ob wir von einer deutschen VW, einer europäischen oder einen globalen Gesamt-Wirtschaft reden.
Freier Warenverkehr, Wohlstands-Lokalisierung via Unsichtbarer Hand des Marktes, kapitalistischer Leistungsdruck und Minimierung von Markthürden steigern die Produktivität erheblich. Das sind zunächst erst einmal positive Dinge, auch wenn klassisch linke Ideologie bereits die Ansätze oft für verwerflich hält.

Trotzdem führt kompletter Wirtschaftsliberalismus bei allen vier Aspekten mittelfristig zu Marktversagen. Was wir ja schon lange erleben. Damit meine ich nicht nur moralisches Marktversagen, wie zum Beispiel, dass wir Menschlein aus dem Westen unser moralisches Überlegenheitsgefühl tatsächlich auf einer Unterdrückung und Quasi-Versklavung armer Menschen aufgebaut haben.

Auch wirtschaftlich und gesellschaftlich wurde viel kaputt gemacht. Wenn Du zum Beispiel die Entwicklung der "Warenkörbe" ansprichst...
Ich meine es eigentlich genau so! Bei Volkswirtschaft denkt man halt gerne an Nationen, der Wohlstand kommt zu Nationen. Wenn man global denkt, wäre die Zielsetzung eben, dass es allen Erdbewohnern mittelfristig besser geht. Das ist durch die genannten Punkte sicherlich erreichbar, jedoch muss die Steuerung eben auch global gemacht werden, um das Marktversagen zu vermeiden.


Zitat:
Es gab hier aber auch einfach eine Verschiebung von Wohlstandsgütern. Zum Beispiel ist Essen, Technik und Luxus inzwischen extrem günstig. Dafür sind Eigenheime bzw. Häuser inzwischen für den Mittelstand kaum noch bezahlbar. Ich sehe es so, dass wir seit einigen Jahrzehnten zunehmend unwichtigen Scheiß, der uns nicht glücklich macht, billig hinterher geworfen bekommen, während einige wirklich wichtigen Güter teuer geworden sind: Wohnen, Altern, medizinische Versorgung (auch wenn wir da noch vergleichsweise gut dastehen). Kein gesunder Trend.

Ganz zu schweigen vom Wertverlust in unserer Nahrung. Durch nährstoffarme Böden, kostenoptimierte Produktion und chemische Mittel befinden wir uns derzeit in einer Spirale der gesundheitlichen Massenvergiftung. Natürlich gibt es da Gegenbewegungen - gerade beim gesundheitsbewussten Essen -, die der freie Markt angeschoben hat. Aber für den Grad der körperlichen Vergiftung ist die Entwicklung da noch lächerlich gering und noch dazu ökonomisch elitär.
Das wird der freie Markt nicht von selbst regeln. Zumindest nicht in einer humanistischen und der Vernunft entsprechenden Weise.

...Rest kommentiere ich später bzw. bei Gelegenheit...
Die Verschiebung ist da, da bin ich bei dir. Ich würde die "wirklich wichtigen" Güter aber nicht über einen Kamm scheren. Altern und medizinische Versorgung, das sind Punkte, die extrem teuer geworden sind, aber auch zu einer massiv gesteigerten Lebenserwartung führen.

Dass Eigentum für die Mittelschicht unerschwinglich geworden ist, halte ich allerdings für fragwürdig. Natürlich macht man das nicht nebenbei, da sind massive Einschränkungen notwendig, waren sie aber früher auch. Wenn wir mal die Ballungszentren wie Berlin, München (!), Hamburg usw. ausklammern, findet man in aller Regel großstadtnah auch Immobilien für 250,000 Euro mit einer Fläche von 100+ m². Das sind mal grob gesagt 900 € pro Monat Tilgung/Zinsen. Zieht man die bisherige Miete ab, bleiben da vielleicht 300 € im Monat, die die Mittelschicht aufbringen muss. Wenn ein China-Handy reicht und 3 Jahre statt 2 im Dienst ist, habe ich im Vergleich zu nem I-Phone bei 2 Personen schon die ersten 85 Euro eingespart - monatlich. Statt neuem SUV ein gebrauchter Kleinwagen, da geht es weiter. Wenn man dann noch auf einen Urlaub verzichtet, könnte das tatsächlich sogar ein Gewinn-Geschäft werden.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2022, 18:53   #829
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Aber das allein hilft ja nicht. Auch mal überspitzt verglichen: In der Steinzeit haben die Menschen 3-5 Stunden am Tag gearbeitet, allerdings ohne freie Samstage und Sonntage. Das wäre heute eher Teilzeit. Bauern in England im Mittelalter: 8 Stunden am Tag - aber auch nur 150 Tage im Jahr.

Natürlich bekam man kein Iphone, auch die medizinische Versorgung war unterirdisch, entsprechend die Lebenserwartung, heute "füttern" wir Rentner, Kinder, die eine Schulbildung genießen, Beamtenapparate, statt nur einen überschaubaren Adel der im Luxus schwelgt, aber viele Dinge des alltäglichen Bedarfs bekommen wir auch nur deshalb so günstig (in Relation zu unserer Arbeitszeit dafür), weil anderswo weiterhin Menschen zu Arbeitsbedingungen schuften, die wir aus den schlimmsten Zeiten der Industrialisierung kennen.
Die Frage ist halt, wie viel von dem Anteil unseres Wohlstands, der uns tatsächlicher glücklicher macht, wirklich schlechte Arbeitsbedingungen in Billig-Lohn-Ländern erfordert. Der größte Unterschied zwischen früherer Lebensqualität und der heutigen ist ja technologisch bedingt.

9 Milliarden Menschen sind trotzdem zu viel für den Planeten. Aber nicht, weil ihre Ernährung schlechte Arbeitsbedingungen erfordert, sondern weil es eben ökologisch viel zu viel ist.
Auch die Überbevölkerung ist ein Beispiel für das Marktversagen, so makaber das klingt.


Zitat:
Soziale, leidminimierende, gesamtnutzenoptimale Verteilung muss also eher aus globalwirtschaftlicher, weniger aus volkswirtschaftlicher Produktion betrachtet werden. Das wird uns in Europa vermutlich gar nicht so weh tun, wie wir befürchten, wenn wir die Endlichkeit der Ressourcen einmal ausklammern. Wenn wir die Einbeziehen, ja dann kann es schmerzhaft werden.
Da gehe ich mit. Wobei ich Volkswirtschaft hier wie gesagt wirtschaftswissenschaftlich meine.
Das kann auch auf eine globale VW bezogen sein bzw. fände ich das sogar wünschenswert. Grundsätzlich sehe ich alle unsere gesellschaftlichen Probleme aus der spieltheoretischen Sicht, nämlich als vielschichtiges Gefangenen-Dilemma, das uns vor zahllose Schwierigkeiten stellt, weil zu viele Agenten inzentiviert werden gegen die Interessen der menschlichen Spezies zu handeln.
Öko- und Ressourcen-Krise ist das dramatischste Problem. Faschistische und religionsfanatische Diktaturen (hier sind wir endlich wieder beim Thema ) ein weiteres. Die Verteilung von Wohlstand das klassische. Je mehr Staaten wir haben, desto mehr künstliche Agenten befinden sich im Spiel und desto mehr ineffizienter Quatsch findet statt.


Zitat:
Natürlich ist das auch eine sehr idealpolitische Betrachtung von mir, man wird China oder Katar nicht in den nächsten 10 Jahren dazu bringen, Menschenrechte, oder wenigstens Arbeiterreche anzuerkennen, wir müssen uns also vermutlich erst einmal auf unsere Volkswirtschaft beschränken, aber das ist halt irgendwo schade, weil man in der Globalwirtschaft womöglich eine sozial-ökologische Marktwirtschaft ein ganzes Stück besser und nachhaltiger umsetzen könnte.
Pragmatisch betrachtet wäre es mE nur möglich, wenn eine große Volkswirtschaft es schafft, sowohl wirtschaftlich lukrativ, wissenschaftlich fortschrittlich als auch moralisch stabil nach außen eine solche Strahlkraft aufzubauen, dass das System (und die Gemeinschaft) von den Nachbarn angenommen wird. Also so ähnlich wie die EU das tut

Allerdings muss dieses System dazu noch nach außen und innen wehrhaft sein. Vor allem nach innen ist das weder Deutschland noch die EU. Nicht nur wird hier schon lange vor zersetzenden Staatsfeinden (AfD, Querdenker, u. a.) gekuscht, sie agieren sogar ungestraft innerhalb der staatstragenden Behörden.

Andererseits ist der Westen aber eh weit davon entfernt "moralisch stabil" zu sein. Im Mikrokosmos perfektionieren wir zwar theoretische Moralkonzepte. Makroskopisch ist das aber schnell vergessen, wenn es mal um mehr geht als 50 Pfennig.
Wenn wir uns bspw. mit der Ukraine (zurecht) solidarisieren und Russland anprangern, wirkt das für Opfer der amerikanischen Global-Interessen wie blanker Hohn. Da kann man zwar rechtfertigen, dass Putin in allen Aspekten objektiv schlimmer ist. Aber solange der Westen in anderen Ländern gezielt Unrecht unterstützt, ist jede moralische Begründung bestenfalls löchrig.


Zitat:
Die Verschiebung ist da, da bin ich bei dir. Ich würde die "wirklich wichtigen" Güter aber nicht über einen Kamm scheren. Altern und medizinische Versorgung, das sind Punkte, die extrem teuer geworden sind, aber auch zu einer massiv gesteigerten Lebenserwartung führen.
Genau. Sie sind nicht nur Konsum, sondern bedeuten echten Nutzen.
Außerdem sind sie aus Sicht von Ressourcen und Personalbedarf nicht einmal wahnsinnig teuer. Logisch ist es aus meiner Sicht, sowas durch regulierende Eingriffe in den Markt zu vergünstigen (wie z. B. auch Bildung, Kunst, sportliche Aktivität, gesunde Nahrung), während auf der anderen Seite Konsum mit geringem Nutzen oder sogar Anti-Nutzen (CO2-Belastung, Zucker und andere Suchtmittel, Fast Food-Scheiße) zu verteuern.


Zitat:
Dass Eigentum für die Mittelschicht unerschwinglich geworden ist, halte ich allerdings für fragwürdig. Natürlich macht man das nicht nebenbei, da sind massive Einschränkungen notwendig, waren sie aber früher auch. Wenn wir mal die Ballungszentren wie Berlin, München (!), Hamburg usw. ausklammern, findet man in aller Regel großstadtnah auch Immobilien für 250,000 Euro mit einer Fläche von 100+ m². Das sind mal grob gesagt 900 € pro Monat Tilgung/Zinsen. Zieht man die bisherige Miete ab, bleiben da vielleicht 300 € im Monat, die die Mittelschicht aufbringen muss. Wenn ein China-Handy reicht und 3 Jahre statt 2 im Dienst ist, habe ich im Vergleich zu nem I-Phone bei 2 Personen schon die ersten 85 Euro eingespart - monatlich. Statt neuem SUV ein gebrauchter Kleinwagen, da geht es weiter. Wenn man dann noch auf einen Urlaub verzichtet, könnte das tatsächlich sogar ein Gewinn-Geschäft werden.
In der Preisregion sehe ich eigentlich nur weit außerhalb der Ballungsräume (also nicht mal im Speckgürtel) noch Eigentumsmöglichkeiten. Wenn dann (passend zur Diskussion über Individualverkehr im anderen Thread ) dazu noch lange Fahrtwege kommen, ist das vielleicht für die Mittelschicht realisierbar. Aber zum einen gibt es noch viele hart arbeitende Leute, die sich als Unterschicht nicht mal das leisten können. Und zum anderen sehe ich selbst aus Sicht der Mittelschicht diese Miss-Balance aus billigem schädlichen Konsum und immer teurerem nutzenbringendem Konsum höchst kritisch.
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Angststörung + Irreführung = Extremismus
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Alt 03.06.2022, 13:12   #830
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.223
100 Tage des großangelegten russischen Angriffskrieges zur Vernichtung der Ukraine bzw. 3+97 Tage der geplanten 3-Tage-Spezialoperation zur Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine.

Russland hat im russisch-ukrainischen Krieg Stand heute unabhängig und durch Sichtung verifiziert 750 Kampfpanzer verloren. Das ist die unterste Mindestanzahl und Fakt. Die ukrainische Seite behauptet, dass es 1.367 Kampfpanzer sind.

https://twitter.com/francis_scarr/st...47061990981636
Zitat:
Der russische Senator Frants Klintsevich sagt, die Aussicht, dass Washington HIMARS in die Ukraine schickt, bedeute, dass es an der Zeit sei, die amerikanischen Basen in Europa zu zerstören, indem man Moskaus hochpräzise Langstreckenwaffen einsetzt.
https://twitter.com/francis_scarr/st...70693140230144
Zitat:
Olga Skabejewa vom russischen Staatsfernsehen sagt erneut, dass ihr Land jetzt die gesamte Nato entmilitarisieren müsse.
Das wird ein Spaß.
https://www.nato.int/cps/en/natolive...ectedLocale=de
Zitat:
Der Nordatlantikvertrag
...
Artikel 5

Die Parteien vereinbaren, daß ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, daß im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.
Vor jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenmaßnahmen ist unverzüglich dem Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.
...

Geändert von CM Punkomaniac (03.06.2022 um 13:17 Uhr).
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Alt 03.06.2022, 18:05   #831
RainMaker
Genickbruch
 
Registriert seit: 06.02.2007
Beiträge: 31.184
Zitat:
Olga Skabejewa vom russischen Staatsfernsehen sagt erneut, dass ihr Land jetzt die gesamte Nato entmilitarisieren müsse.
Sollen bitte über die Beringstraße anfangen.
RainMaker ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2022, 20:45   #832
Punisher 3:16
Genickbruch
 
Registriert seit: 10.10.2002
Beiträge: 15.489
Ne ne, als erstes kommt ein leicht zu besiegender Aufbaugegner dran. Sowas wie Luxemburg, Lettland oder Deutschland.
Punisher 3:16 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2022, 20:47   #833
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 4.053
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Die Frage ist halt, wie viel von dem Anteil unseres Wohlstands, der uns tatsächlicher glücklicher macht, wirklich schlechte Arbeitsbedingungen in Billig-Lohn-Ländern erfordert. Der größte Unterschied zwischen früherer Lebensqualität und der heutigen ist ja technologisch bedingt.
Vermutlich wird da gar nicht so viel übrig bleiben. Wenn wir mal vom Krieg und der Nachkriegsjahre absehen, glaube ich, dass man in der BRD über viele Jahrzehnte ein Leben führen konnte, mit dem man nicht unglücklicher war, als heute. Klar, medizinische Errungenschaften, Heilmittel gegen schwere Krankheiten, das bringt im Idealfall mehr an Lebenszeit und das ist kaum aufzuwiegen - solange man diese Lebenszeit dann auch nutzen kann. Gewiss haben auch Waschmaschinen, Spülmaschinen und solche Sachen ihre Berechtigung, weil auch sie für freie Zeit sorgen. Ob aber Saisonmode, Klamotten die man nach ein paar Monaten wegwerfen kann usw. dafür sorgen, dass man glücklicher ist, als die Menschen früher, finde ich fragwürdig. Wenn man einem Auto vor allem den Nutzen abgewinnt, einen schnell von A nach B zu bringen, wird mein Opa mit seinem VW Käfer in der Hinsicht gewiss auch nicht unglücklicher gewesen sein, als Autofahrer heute. Die Sicherheitsaspekte (Verhinderung von Verkehrstoten, Schwerverletzten usw.) würde ich da nicht ausklammern, einen Gewinn an Lebensqualität würde ich einem Navi in der Regel aber absprechen. Praktisch ja, aber ich glaube mein Vater hat seinerzeit durchaus sowas wie "Glück" dabei empfunden, mit ARAL-Straßenkarten die Route an die Nordsee zu planen.

Zitat:
9 Milliarden Menschen sind trotzdem zu viel für den Planeten. Aber nicht, weil ihre Ernährung schlechte Arbeitsbedingungen erfordert, sondern weil es eben ökologisch viel zu viel ist.
Auch die Überbevölkerung ist ein Beispiel für das Marktversagen, so makaber das klingt.
Das müsstest du mir erläutern. Eine Überbevölkerung haben wir denke ich aus zwei Gründen - fehlende Verhütung (Ursache eher die Kirche) und fehlende staatliche (oder private) Altersvorsorge, aber da würde ich nicht sofort den Markt als "Versager" sehen, sondern eher "Staat und Kirche". Aber ich lass mich da gerne eines besseren belehren.


Zitat:
Da gehe ich mit. Wobei ich Volkswirtschaft hier wie gesagt wirtschaftswissenschaftlich meine.
Das kann auch auf eine globale VW bezogen sein bzw. fände ich das sogar wünschenswert. Grundsätzlich sehe ich alle unsere gesellschaftlichen Probleme aus der spieltheoretischen Sicht, nämlich als vielschichtiges Gefangenen-Dilemma, das uns vor zahllose Schwierigkeiten stellt, weil zu viele Agenten inzentiviert werden gegen die Interessen der menschlichen Spezies zu handeln.
Öko- und Ressourcen-Krise ist das dramatischste Problem. Faschistische und religionsfanatische Diktaturen (hier sind wir endlich wieder beim Thema ) ein weiteres. Die Verteilung von Wohlstand das klassische. Je mehr Staaten wir haben, desto mehr künstliche Agenten befinden sich im Spiel und desto mehr ineffizienter Quatsch findet statt.
Wenn die kommunistischen bzw. sozialistischen Staaten sich nicht alle als so verdammt ineffizient gezeigt hätten, wäre das ja eigentlich schon ein ganz günstiger Ansatz. Klar haben die auch nicht die Nationalstaaten überwunden, aber im Endeffekt wäre ein internationalistischer Ansatz ja schon das Mittel der Wahl. Ich bin mir nicht sicher, wie man das beides zusammen bringen kann. Der Kapitalismus hat ja zweifellos auch den Vorteil, dass er Fortschritt liefern kann, dass er denjenigen belohnt, der Leistung zeigt, Ideen hat, aber er belohnt halt auch das Benachteiligen anderer.


Zitat:
Pragmatisch betrachtet wäre es mE nur möglich, wenn eine große Volkswirtschaft es schafft, sowohl wirtschaftlich lukrativ, wissenschaftlich fortschrittlich als auch moralisch stabil nach außen eine solche Strahlkraft aufzubauen, dass das System (und die Gemeinschaft) von den Nachbarn angenommen wird. Also so ähnlich wie die EU das tut

Allerdings muss dieses System dazu noch nach außen und innen wehrhaft sein. Vor allem nach innen ist das weder Deutschland noch die EU. Nicht nur wird hier schon lange vor zersetzenden Staatsfeinden (AfD, Querdenker, u. a.) gekuscht, sie agieren sogar ungestraft innerhalb der staatstragenden Behörden.
Sehe ich auch so. Allerdings ist auch die EU - oder wenigstens Teile von ihr - komplett ineffizient. Gemeinsame Standards sind schön und gut, aber eine überbordende Bürokratie ist eben auch und gerade ineffizient. Vielleicht gar nicht so sehr die EU im speziellen, aber mitunter die Mitgliedsstaaten. Und die Demokratie als Staatsform, wenigstens mit Nationalstaaten, lädt ja faktisch dazu ein, Eigeninteressen zu bedienen um wieder gewählt zu werden. In den USA läuft es nicht besser, das kann also auch irgendwo nicht das Ziel sein, man braucht zusätzlich zur Wirtschaftsform also irgendwo auch noch eine passende Staatsform.

Natürlich hat die EU ihre Strahlkraft, ich finde auch viele Standards sehr sinnvoll, die die EU als Global Player anderen auferlegt, aber dadurch macht sie sich auch angreifbar.


Zitat:
Andererseits ist der Westen aber eh weit davon entfernt "moralisch stabil" zu sein. Im Mikrokosmos perfektionieren wir zwar theoretische Moralkonzepte. Makroskopisch ist das aber schnell vergessen, wenn es mal um mehr geht als 50 Pfennig.
Wenn wir uns bspw. mit der Ukraine (zurecht) solidarisieren und Russland anprangern, wirkt das für Opfer der amerikanischen Global-Interessen wie blanker Hohn. Da kann man zwar rechtfertigen, dass Putin in allen Aspekten objektiv schlimmer ist. Aber solange der Westen in anderen Ländern gezielt Unrecht unterstützt, ist jede moralische Begründung bestenfalls löchrig.
Absolute Zustimmung. Die EU ist halt irgendwo nur für Länder interessant, die eine realistische Beitrittsoption haben und für Menschen, die eine realistische oder mitunter auch unrealistische Bleibeperspektive haben. Wobei die EU sich halt auch einfach mal klar machen muss, dass sie sich immer wieder von den USA, den Russen oder auch China auseinander dividieren lässt. Dabei haben weder die USA noch die Russen ein besonderes Interesse am Wohlergehen von z.B. Ungarn.


Zitat:
Genau. Sie sind nicht nur Konsum, sondern bedeuten echten Nutzen.
Außerdem sind sie aus Sicht von Ressourcen und Personalbedarf nicht einmal wahnsinnig teuer. Logisch ist es aus meiner Sicht, sowas durch regulierende Eingriffe in den Markt zu vergünstigen (wie z. B. auch Bildung, Kunst, sportliche Aktivität, gesunde Nahrung), während auf der anderen Seite Konsum mit geringem Nutzen oder sogar Anti-Nutzen (CO2-Belastung, Zucker und andere Suchtmittel, Fast Food-Scheiße) zu verteuern.
Ja richtig, steuern durch Steuern, aber auch steuern durch Bildung. Gerade im Bereich der Lebensmittel passiert da meiner Meinung nach viel zu wenig. Und ich finde es generell schwierig, dass Allgemeinbildung im Grunde genommen nur zur Schulzeit stattfindet. Über die Inhalte dort kann man natürlich auch streiten, aber die Menschen sind nach dem Schulabschluss dann halt doch bis zum Lebensende auf sich gestellt. Bildungsurlaub ist zwar eine coole Sache, aber zum einen in den Unternehmen nicht gerne gesehen, zum anderen von den Arbeitnehmern die sowas nutzen auch eher selektiv. Es ist wie beim Führerschein, wir entscheiden einmalig, ob jemand alles verstanden hat, und lassen es dann über 50, 60, 70 Jahre laufen. Warum eigentlich? Lebenslanges Lernen ist doch bisher nur ein Begriff für die Anforderungen der Wirtschaft an den Arbeitnehmer.

Zitat:
In der Preisregion sehe ich eigentlich nur weit außerhalb der Ballungsräume (also nicht mal im Speckgürtel) noch Eigentumsmöglichkeiten. Wenn dann (passend zur Diskussion über Individualverkehr im anderen Thread ) dazu noch lange Fahrtwege kommen, ist das vielleicht für die Mittelschicht realisierbar. Aber zum einen gibt es noch viele hart arbeitende Leute, die sich als Unterschicht nicht mal das leisten können. Und zum anderen sehe ich selbst aus Sicht der Mittelschicht diese Miss-Balance aus billigem schädlichen Konsum und immer teurerem nutzenbringendem Konsum höchst kritisch.
Ergänzend zum letzten Absatz glaube ich halt auch, dass einem guten Teil der Menschen (auch in der Mittelschicht) einfach ein Mindestmaß an wirtschaftlicher Bildung fehlt. In der Unterschicht sowieso, da sind die Handlungsspielräume aber auch begrenzt. Man muss ja nicht gleich das Geld für einen Merz'schen Aktiensparplan haben, ich glaube viele haben einfach kein Verständnis dafür, dass die 5 oder 10 Euro für ne Energiesparlampe sich relativ schnell rentieren - oder das Gespräch mit der Bank, ob man aus den 1.000 Dispo vielleicht mal einen regulären Kredit macht. Daneben müssen wir meine ich auch mal da raus kommen, dass Leistungsempfänger selbst wissen müssen, was ihnen zusteht. Dass ein Amt nicht bei allen prüfen kann, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht, ist klar. Eine Pflegekasse hat auch nur bedingt Interesse daran, allen Versicherten zu erklären, was sie für Ansprüche haben. Nur irgendwie müsste man die Leute halt aufklären, insbesondere die, die nach einem langen Arbeitstag eben nicht mehr Spiegel Online oder die Tageszeitung lesen, oder keine Lust mehr haben sich selbst zu informieren.

Natürlich wird da keine Eigentumswohnung draus, aber es sind Dinge, mit denen diese Menschen besser durchs Leben kommen könnten. Und was Eigentum angeht - warum nicht Mietkauf? Da müsste der Staat halt eben auch wieder mehr als Immobilienverwalter auftreten. Bei den meisten reicht die lebenslange Miete nämlich locker zum Erwerb von Eigentum. Im Endeffekt hilft es der Staatsfinanzierung ja sogar, weil er bei allen, die es sich im Alter nicht leisten können, ja doch die Mieten an den privaten Investor überweist.
rantanplan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 11:01   #834
Borden
Disqualifiziert
 
Registriert seit: 09.09.2021
Beiträge: 92
Man sollte den Kreml-Fürsten nicht unnötig provozieren. Wir wollen doch nicht, dass uns wegen unüberlegtem Hurra-Wir-geben-dem-Ivan-Saures die Atombomben um die Ohren fliegen.
Borden ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 11:39   #835
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.223
Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Man sollte den Kreml-Fürsten nicht unnötig provozieren. Wir wollen doch nicht, dass uns wegen unüberlegtem Hurra-Wir-geben-dem-Ivan-Saures die Atombomben um die Ohren fliegen.
Der Kreml kann gegen seine schwere Psychose selbstheilende Maßnahmen einleiten. Wahnhaftes Hurra und Kriegsgeheul gibt es im russischen Staatsfernsehen. Auf Saures ist der Westen nicht aus.

Geändert von CM Punkomaniac (04.06.2022 um 11:57 Uhr).
CM Punkomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 17:03   #836
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Beiträge: 15.489
Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Man sollte den Kreml-Fürsten nicht unnötig provozieren. Wir wollen doch nicht, dass uns wegen unüberlegtem Hurra-Wir-geben-dem-Ivan-Saures die Atombomben um die Ohren fliegen.
Wen interessieren die Gefühle eines faschistischen Tyrannen? Soll er den Knopf ruhig drücken, kurz darauf werden Moskau und St. Petersburg einer Mondlandschaft gleichen.
Punisher 3:16 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 17:31   #837
Riddler
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 4.082
Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Wen interessieren die Gefühle eines faschistischen Tyrannen? Soll er den Knopf ruhig drücken, kurz darauf werden Moskau und St. Petersburg einer Mondlandschaft gleichen.
Das wäre eine sehr "optimistische" Prognose. Das dürfte dann auf einige Städte/Länder zutreffen.

Aber generell zum Thema "Putin nicht reizen": Angst ist ein schlechter Ratgeber.
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Alt 04.06.2022, 18:57   #838
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 31.223
Im Krieg ist auf ukrainischer Seite ein Deutscher gefallen.

https://twitter.com/KyivIndependent/...19774565314560
Zitat:
Vier ausländische Kämpfer in der Ukraine getötet.

Die Internationale Legion der Verteidigung der Ukraine schrieb am 4. Juni auf Facebook, dass die ausländischen Soldaten aus den Niederlanden, Australien, Deutschland und Frankreich stammen.

Ihre Namen sind Ronald Vogelaar, Michael O'Neill, Björn Benjamin Clavis und Wilfried Blériot.
Von den internationalen Kämpfern sollen viele aktuell in der Ostukraine an der Seite der ukrainischen Soldaten und Territorialverteidigungskräften kämpfen. Sehr schwer umkämpft soll die Stadt Sjewjerodonezk sein. Die russische Seite soll mit Artillerie, Flugzeugen, Mörsern und Panzern absolut zerstörerisch in die Stadt feuern. Vor ein paar Tagen hielt Russland 80% der Stadt. Heute die Meldung, dass ukrainische Truppen zurückgeschlagen haben und die Stadt 50% ukrainisch und 50% russisch kontrolliert ist. Es soll auf beiden Seiten furchtbare Verluste geben - hunderte Gefallene pro Tag.

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Alt 04.06.2022, 19:54   #839
Riddler
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"Internationale Legion der Verteidigung"...klingt das nur für mich nach einer Ansammlung rechter Zeitgenossen?
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Alt 04.06.2022, 20:10   #840
CM Punkomaniac
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Das ist ein bunter Haufen aus internationalen Freiwilligen. Sicher wird es dort auch ein paar Rechtsextreme geben. In dieser Legion kämpfen neben Freiwilligen aus NATO-Staaten sowie aus Russland und Belarus auch 'Paradiesvögel' - Japaner, Afghanen, Iraker, Kurden, Nordafrikaner, Syrer, Schwarzafrikaner.

Oder hier: Sandra Andersen Eira, eine Frau vom Volk der Sami, kämpft aufseiten der Ukraine gegen Russland.

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Alt 05.06.2022, 14:35   #841
CM Punkomaniac
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Es wird keinen Atomkrieg geben, auch wenn es sich manche in Deutschland anscheinend insgeheim herbeisehnen, um recht zu behalten. Oder sie gehen unbewusst der russischen Propaganda auf den Leim. Oder etwas anderes. Wer weiß.

Russland hat eine Militärdoktrin, die NATO hat eine Militärdoktrin, beide wissen vom genauen Wortlaut der Militärdoktrin des jeweils anderen. Konventionell und atomar.

https://twitter.com/michaelh992/stat...69049920458752
Zitat:
"Die Lieferung amerikanischer MLRS an die Ukraine ändert im Grunde nichts: Kiew hatte schon vorher Raketen dieser Reichweite, und sie gleichen lediglich die Verluste aus", so Putin. (via TASS)

Es ist schon komisch, dass Russland seine Drohungen immer dann zurücknimmt, wenn der Westen zeigt, dass er sich nicht abschrecken lässt.

Putin: "Wenn Sie Waffensystem X liefern, erwartet Sie ein Atomkrieg, passen Sie lieber auf."
[Der Westen liefert Waffensystem X an die Ukraine.]
Putin: "Es ist alles gut."
Pro-russische Trolle: "Das war eine Finte."
I will use Nuclear Weapons.


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Alt 05.06.2022, 20:08   #842
Borden
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Das Thema ist dann doch etwas zu Ernst für die übliche Twitter-Besserwisserei.
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Alt 05.06.2022, 20:13   #843
CM Punkomaniac
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Man muss es nicht immer komplexer und komplizierter herbeireden, als es ist, damit man sich selbst in (gewollte) Handlungsunfähigkeit und Untätigkeit begibt. In der russischen Elite gibt es Mütter und Väter, Söhne und Töchter. Putin ist Vater mehrerer Kinder. Die russische Elite opfert andere Russen auf dem Schlachtfeld, aber nicht ihre Kinder und Enkelkinder in Atombunkern, die man nach einer gewissen Zeit verlassen muss und in die verstrahlte Außenwelt geht.

Russland hat eine klare und deutliche Militärdoktrin - konventionell und atomar. Die NATO hat eine klare und deutliche Militärdoktrin - konventionell und atomar. Beide wissen von der jeweils anderen Militärdoktrin. Davon wird nicht einfach aus dem Stehgreif abgewichen - von beiden Seiten nicht. Drohungen und Warnungen von Russland und NATO sind im Endeffekt nur ein Schauspiel für uns als Öffentlichkeit, damit wir darüber reden und darauf reagieren.

Geändert von CM Punkomaniac (05.06.2022 um 20:51 Uhr).
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Alt 05.06.2022, 20:38   #844
Riddler
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Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Das Thema ist dann doch etwas zu Ernst für die übliche Twitter-Besserwisserei.
Das hat ja überhaupt nichts mit Besserwisserei zu tun. Es geht doch vielmehr darum, sich nicht in der Angstpsychose eines hypothetischen Atomkriegs zu verlieren.
Putin ist kein unberechenbarer Psychopath, der mal eben aus Lust und Laune aufs Knöpfchen drückt. Der Mann weiß ganz genau, was er tut.

Und dieses Totschlagargument, dass man ihn besser nicht reizen sollte, wird mir mittlerweile zu überschwänglich und kalkuliert eingesetzt. Man will damit nur Ängste schüren und Panik verbreiten, damit die allgemeine Stimmung in die Richtung kippt, die Ukraine doch einfach ihrem Schicksal zu überlassen.

Das ist alles bloß Egoismus und die Verdrehung von Moralvorstellungen mit dem Ziel, sich wieder nur noch um sich selbst kümmern zu können.

Ich will dir dahingehend jetzt gar nichts unterstellen. Versteh mich bitte nicht falsch. Ich begegne diesem Argument nur immer wieder und im Regelfall kann man das im Gespräch immer sehr schnell entkräften und kommt dann auch recht schnell dahinter, aus welcher politischen Ecke das her rührt bzw. einfach übernommen wurde, ohne selbst nachzudenken.
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Alt 05.06.2022, 21:49   #845
Borden
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Ich habe ja nicht gesagt, dass man die Ukrainer einfach fallen lassen soll. Aber wir sollten uns bei aller Solidarität nicht unnötiger Gefahr aussetzen. Putin ist gewiss kein Psychopath, aber seit seiner Ansage vor der Invasion, halte ich ihn sehr wohl für einen radikalen Nationalisten. Wer weiß, ab wann er Russland in "existenzieller Gefahr" sieht. Für ihn scheint ja praktisch die Ukraine rechtmäßig russisch zu sein.
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Alt 05.06.2022, 22:30   #846
Face
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Die Drohgebärden sind außerdem gar nicht so sehr für uns gedacht, sondern dienen dazu in seiner Heimat den starken Mann zu spielen und die Russen trotz aller Entbehrungen aufgrund der Sanktionen und der Kleptokratie der letzten Jahrzehnte bei Stange zu halten.
__________________
"You cannot shake hands with a clenched fist." (Indira Gandhi)
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Alt 05.06.2022, 22:45   #847
Riddler
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Zitat:
Zitat von Borden Beitrag anzeigen
Ich habe ja nicht gesagt, dass man die Ukrainer einfach fallen lassen soll. Aber wir sollten uns bei aller Solidarität nicht unnötiger Gefahr aussetzen. Putin ist gewiss kein Psychopath, aber seit seiner Ansage vor der Invasion, halte ich ihn sehr wohl für einen radikalen Nationalisten. Wer weiß, ab wann er Russland in "existenzieller Gefahr" sieht. Für ihn scheint ja praktisch die Ukraine rechtmäßig russisch zu sein.
Habe ich dir wie gesagt auch nicht unterstellt.

Die Gefahr, von der du sprichst, besteht latent die ganze Zeit. Wenn der Westen jetzt den Schwanz einziehen würde, ist doch keineswegs davon auszugehen, dass er nicht weitermachen würde.

Der Irak behauptete nach dem Einmarsch in Kuwait auch, dass das rechtmäßig irakisches Territorium sei und wurde genauso verdammt, wie die Situation in der Ukraine jetzt.

Totalitären Diktatoren muss man die Stirn bieten und das wird derzeit in durchaus besonnener Weise umgesetzt. Die nukleare Bedrohung ist hierbei vernachlässigenswert, da es hier eine Beidseitigkeit gibt, die von vorneherein einen Patt-Zustand ergibt.

Putin ist ein Feind jeglichen freien Denkens und in keinster Weise mehr an Gesprächen interessiert. Europa ist ihm weitestgehend egal. USA und China sind für ihn die Einzigen, mit denen er es sich nicht verscherzen will und wird.

Wenn es einem wirklich um Frieden geht, soll man aber bitte nicht aus Effekthascherei gleich mit Atomkrieg argumentieren, nur weil es einem in Wahrheit um etwas ganz anderes geht.
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Alt 06.06.2022, 00:20   #848
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Das ist für mich weiterhin unglaublich, wie reibungslos das bis jetzt funktioniert.

Lawrow muss Serbien-Reise wegen geschlossenem Luftraum absagen
Zitat:
Der russische Außenminister Sergej Lawrow kann nach Angaben aus Moskau wegen einer fehlenden Fluggenehmigung an diesem Montag nicht zu einem geplanten zweitägigen Besuch nach Serbien reisen. Ein ranghoher Ministeriumsmitarbeiter bestätigte der russischen Agentur Interfax zufolge einen entsprechenden serbischen Medienbericht vom Sonntag.
Demnach hätten Bulgarien, Nordmazedonien und Montenegro keine Genehmigung für den Überflug der russischen Regierungsmaschine erteilt. Lawrow steht wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf einer westlichen Sanktionsliste. Zudem ist der europäische Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt.
...
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Alt 06.06.2022, 09:18   #849
Ragtimer
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen

Andrei Simonov, Chef der elektronischen Kampfführungstruppen der 2. Armee.
Andrei Mordvichev, Kommandeur der 8. Armee.
Vladimir Frolov, stellvertretender Kommandeur der 8. Armee.
Andrei Kolesnikov, Kommandeur der 29. Armee.
Vitaly Gerassimov, Stabschef der 41. Armee.
Andrey Sukhovetsky, stellvertretender Kommandeur der 41. Armee.
Yakov Rezantsev, Kommandeur der 49. Armee.
Oleg Mityaev, Kommandeur der 150. Motorisierten Schützendivision.

Das ist unglaublich, wenn das stimmen sollte. Bis jetzt acht Soldaten im Generalsrang, hunderte Soldaten im Offiziersrang, von fünfzehn- bis zwanzigtausend einfachen Soldaten ganz zu schweigen. 67 Kriegstage.

Wenn man Generalmajor Magomed Tushayev, Befehlshaber der tschetschenischen Einheiten der russischen Nationalgarde, dazu nimmt, wären es sogar neun Soldaten im Generalsrang. Andererseits hat das verrückte tschetschenische Oberhaupt Ramzan Kadyrov - warum auch immer - den Rang eines Generalleutnants.
Die Ukraine soll einen weiteren russischen Invasoren erledigt haben. Der Kommandeur des 1. Armeekorps der separatistischen "Donezker Volksrepublik", Generalmajor Roman Kutusow. Die USA haben in zehn Jahren Irakkrieg knapp über 4000 Soldaten verloren.

Mir ist unter anderem der AfD-Witzbold Gunnar Linnemann in Erinnerung geblieben, der als russischer Wahlbeobachter in Georgien und der Ostukraine war und kurz vor dem Krieg eine russische Kriegsabsicht verneinte, der Ukraine aber einen "Einmarsch in der Ostukraine unterstellte". Er kann ja jetzt wieder in die Ostukraine reisen, Putin braucht Kanonenf##', pardon, Personal. Russland kann es mit unbewaffneten Anglern und Fahrradfahrern aufnehmen, Wohnblocks bombardieren, gegen bewaffnete Ukrainer reicht es trotz Überzahl und Lufthoheit zu einen Stellungskrieg.

In Deutschland scheint es eine Partei und manch andere Politiker zu geben, die über Flächenbombardents, Angriffe auf Krankenhäuser und Schulen, Vergewaltigungen und Folter von unbewaffneten Zivilisten, Anglern und Fahrradfahrern großzügig hinwegblicken und das mit einigen Floskeln kaschieren.
__________________
„Es gibt kein Fegefeuer für Kriegsverbrecher. Sie fahren direkt in die Hölle, Botschafter.“ Der UN-Botschafter der Ukraine zu seinem russischen Amtskollegen am Ende der Sitzung des UN-Sicherheitsrates.

Geändert von Ragtimer (06.06.2022 um 09:21 Uhr).
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Alt 13.06.2022, 08:32   #850
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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https://www.tagesschau.de/newsticker...icht-verlieren
Zitat:
Der frühere russische Ministerpräsident und heutige Exil-Oppositionelle Michail Kasjanow hat vor verheerenden Folgen für den Frieden in Europa gewarnt, sollte die von Russland angegriffene Ukraine den Krieg verlieren. "Wenn die Ukraine fällt, sind die baltischen Staaten als nächstes dran", warnte Kasjanow in einem Video-Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. An den Westen appellierte er, keine Zugeständnisse an Kreml-Chef Wladimir Putin zu machen.

Die Einschätzung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, wonach Putin nicht "gedemütigt" werden dürfe, lehne er "kategorisch" ab, betonte Kasjanow. Auch Forderungen an die Ukraine, zugunsten einer Friedenslösung mit Moskau Gebiete an Russland abzutreten, sehe er äußerst kritisch. "Was hat Putin getan, um das zu verdienen?", fragte Kasjanow. "Ich halte das für falsch und hoffe, dass der Westen nicht diesen Weg beschreiten wird."
https://twitter.com/olliecarroll/sta...03862687858690
Zitat:
Für Frankreich und Deutschland ist die Ukraine ein Hindernis auf dem Weg zu einem komfortablen Leben, sagt Verteidigungsminister Rezikov in seinem ersten Interview nach dem Kriegsbeginn.

Hält er seine Emotionen während der Gespräche im Zaum? "Ich kann hinterher ein paar ziemlich markige Sprüche loslassen."
https://twitter.com/ElBeardsley/stat...78821522677760
Zitat:
Wenn die Russen doch nur in Massen auf die Straße gehen würden, um gegen den Krieg in der Ukraine zu protestieren. Aber nein, das ist nur die Wiedereröffnung von McDonald's unter einem anderen Namen.

P.S. Ich will diejenigen, die protestieren, nicht verurteilen. Sie sind mutige Menschen und jede Stimme zählt.
Deutsche, französische und russische Prioritäten, während der Staat Ukraine, die ukrainische Bevölkerung, die ukrainische Existenz am Rand der Auslöschung und Vernichtung steht.

https://www.tagesspiegel.de/politik/.../28414152.html
Zitat:
Für westliche Ohren mag der Vergleich kurios klingen: Russlands Machthaber Wladimir Putin hat sich bei einem Treffen mit Jungunternehmern am Donnerstag mit Peter dem Großen verglichen. Der russische Zar habe - genau wie Putin jetzt - eine Rückholaktion russischer Erde betrieben.

Der russische Zar habe im Großen Nordischen Krieg (1700 bis 1721) das Gebiet um die heutige Millionenstadt St. Petersburg nicht von den Schweden erobert, sondern zurückgewonnen. Das Gleiche gelte für die heutige estnische Stadt Narwa, die der Zar bereits in den ersten Kriegsjahren besetzen ließ und später dem Russischen Reich einverleibte. Narwa mit seinen rund 60.000 Einwohner ist heute eine wichtige Industriestadt und das Zentrum der russischsprachigen Minderheit Estlands.
[...]
https://twitter.com/markmackinnon/st...95855851130882
Zitat:
Vor dem Krieg entwickelte sich Mariupol zu einer der kulturellen Hauptstädte der Ukraine - mit trendigen Bars, unabhängigen Medien und einer stolzen 'LGBTQ+'-Gemeinde.

Manche glauben, dass die russischen Truppen mehr an der Zerstörung der Stadt interessiert waren als an ihrer Einnahme.
Es dürfte ersichtlich sein, warum zum Beispiel die an Russland grenzenden Staaten Estland, Lettland und Litauen die Dinge anders sehen als die verwöhnten Menschen in Deutschland und Frankreich.

Edit:
https://twitter.com/HannaLiubakova/s...97401978114049
Zitat:
In Sankt Petersburg: "Du bist nicht Peter I., du bist Adolf II."

Geändert von CM Punkomaniac (13.06.2022 um 16:08 Uhr).
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