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Alt 28.04.2022, 09:17   #701
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 15.126
Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Hierzu passend Jimmy Dore: Trump Ruined Lying!
Nach vier Minuten aufgehört zu gucken, da nicht besonders reflektiert, sondern oberflächlich emotional und arrogant.


Zitat:
Zitat von Iceman.at Beitrag anzeigen
Das ist eine komische Schlussfolgerung, im Gegenteil, eine kritische und investigative Presse ist ein wichtiger Teil einer gesunden Demokratie um mögliche Gefährdungen für die Demokratie aufzudecken und kundzutun.
Warum glaubst du ist in jeder Diktatur der erste Schritt die Eliminierung der freien Presse und die Installation eines Propagandaapparats?
Schlussfolgerungen sagen manchmal mehr über denjenigen aus, der kommentiert, als über das, was er kommentiert.
__________________
Die Öko-Krise ist kein Glauben, sondern eine Tatsache.

Angststörung + Irreführung = Extremismus

Geändert von Nani (28.04.2022 um 09:17 Uhr).
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Alt 29.04.2022, 15:06   #702
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 31.211
Ukrainian attacks bring war home to Russia, fraying civilian nerves (Englischsprachiges Original der Washington Post)
Zitat:
Der Kreml hat sich bemüht, die Diskussion über die russischen Kriegsverluste in der Ukraine zu minimieren. Doch die offensichtlichen ukrainischen Angriffe auf russischem Boden in der vergangenen Woche machen deutlich, wie der Konflikt über die Grenze geschwappt ist. Die Bewohner der grenznahen Regionen sind verunsichert und die Bemühungen von Präsident Vladimir Putin, seine Bürger von den von ihm begonnenen Kämpfen abzuschirmen, drohen ins Wanken zu geraten.
[...]
Die Angriffe, die von der ukrainischen Führung weder bestätigt noch dementiert wurden, die aber von einem hochrangigen Berater am Mittwoch augenzwinkernd als "Karma" bezeichnet wurden, deuten darauf hin, dass Kiew im Zuge des Krieges zunehmend in der Lage ist, auf russisches Gebiet vorzudringen.
[...]
Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar scheint es mindestens 11 Einschläge gegeben zu haben, die meisten davon seit Ende letzter Woche.
[...]
In den letzten Tagen haben die Bewohner der am stärksten gefährdeten Gebiete Videos von offensichtlichen Explosionen und russischen Flugabwehrraketen in den nächtlichen Himmel gepostet. "Ich glaube, es kommt hierher", sagt ein besorgter Zeuge zusammen mit einem Schimpfwort in einem Video, das starke Flammen und eine dicke Rauchwolke zeigt, die am frühen Mittwoch über der Stadt Belgorod aufsteigt.
[...]
Da weite Teile des russischen Grenzgebiets das Gefühl haben, verwundbar zu sein, blieb den lokalen Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Situation ihrer Einwohner zur Kenntnis zu nehmen und zu versuchen, sie zu schützen.
[...]


Den Thread-Titel kann man bald in russisch-ukrainischen Krieg ändern, wenn die Ukraine immer mehr dazu fähig ist, russische militärische und strategische Ziele auf der anderen Seite der Grenze anzugreifen.

Edit: Von heute:

2 russische Regionen behaupten, von ukrainischem Gebiet aus beschossen worden zu sein.
Zitat:
Zwei russische Regionen an der Grenze zur Ukraine, Kursk und Brjansk, behaupten, ihr Gebiet sei beschossen worden. Es wurden keine Opfer gemeldet.
Gouverneur: Ukraine befreit Dorf nördlich von [der Stadt] Charkiw.
Zitat:
Der Gouverneur der Region Charkiw erklärte, das Militär habe das Dorf Ruska Lozowa befreit. Nach Angaben der Streitkräfte war diese Siedlung von strategischer Bedeutung, da sie als Basis für Artillerieangriffe auf [die Stadt] Charkiw genutzt wurde.
Die ukrainische Region Charkiw liegt genau gegenüber der russischen Region Belgorod. Und das von ukrainischen Kräften zurückeroberte Dorf Ruska Lozowa ist cirka 20 Kilometer von der offiziellen ukrainisch-russischen Grenze entfernt.

Geändert von CM Punkomaniac (29.04.2022 um 15:52 Uhr).
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Alt 30.04.2022, 19:53   #703
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 4.050
Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Kann man daraus schlussfolgern, dass die Medien der Demokratie einen Gefallen tun, wenn sie unsere Politiker lieber nicht beim Lügen erwischen?

Hierzu passend Jimmy Dore: Trump Ruined Lying!
Würde ich umgekehrt sehen. Wenn jemand lügt und ein anderer ihn erwischt, ist in einer Demokratie nicht derjenige der böse, der das aufdeckt, sondern der Lügner. Und das führt im Prinzip dazu, dass Ehrlichkeit zu den Tugenden eines guten Politikers gehört. Die Medien haben ja trotzdem alles richtig gemacht, wenn sie den Lügner erwischen, der Schuldige bleibt der Lügner.

Es gibt halt noch relativ viel dazwischen, was heute schwieriger als früher ist. Es gibt nicht nur die Medien, sondern auch die sozialen Medien. Journalisten erscheinen mir als relativ planbar, was skandalös ist und was nicht, hat mit deren politischer Agenda zu tun, aber auch mit der Tragweite einer Lüge oder eines Skandals. Soziale Medien sind Stand heute eher weniger planbar - auch wenn sich insbesondere Werbeagenturen daran versuchen, auch wenn Trolle versuchen, für Shitstorms nach ihrem Wunsch zu sorgen. Allein die klassischen Medien würden vermutlich auch nicht für die Masse an weichgespülten Teflon-Menschen in der Öffentlichkeit sorgen, das sind eher die Sozialen Medien.

Aber letzten Endes sorgen auch die Sozialen Medien dafür, dass ein Politiker Dinge tut, die er vertreten kann, die für ihn schlüssig sind, die er jederzeit rechtfertigen kann. Schade, wenn es trotzdem Kollateralschäden gibt, weil jemand nicht "woke" genug ist, oder den falschen Leuten auf die Füße tritt, die für einen Shitstorm sorgen (was die auch nicht planen können), aber das ist ein ganz anderes Thema. Demokratie und Soziale Medien, das bedeutet, dass der Stammtisch mediale Öffentlichkeit bekommt, exponentiell wächst, dafür muss man sich Lösungen überlegen.

Dennoch bleibt es ein Irrglaube, dass die vielfältigen klassischen Medien einen Politiker schonen oder nicht schonen könnten, dass sie die Demokratie schädigen oder sonstwas.
rantanplan ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2022, 20:32   #704
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 15.126
Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Dennoch bleibt es ein Irrglaube, dass die vielfältigen klassischen Medien einen Politiker schonen oder nicht schonen könnten, dass sie die Demokratie schädigen oder sonstwas.
Den Absatz habe ich nicht verstanden.
In einer Demokratie wird jedes Lager sowohl geschont als auch nicht geschont, was grundsätzlich ja fair ist und die Demokratie von der Diktatur unterscheidet.
Ob eine Äußerung demokratieschädigend ist, kommt mE wiederum auf den Einzelfall an. Ein bewusstes nachhaltiges Verbreiten von objektiven Unwahrheiten ist durchaus oft schädigend.
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Alt 30.04.2022, 20:49   #705
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 4.050
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Den Absatz habe ich nicht verstanden.
In einer Demokratie wird jedes Lager sowohl geschont als auch nicht geschont, was grundsätzlich ja fair ist und die Demokratie von der Diktatur unterscheidet.
Ob eine Äußerung demokratieschädigend ist, kommt mE wiederum auf den Einzelfall an. Ein bewusstes nachhaltiges Verbreiten von objektiven Unwahrheiten ist durchaus oft schädigend.
In der Diskussion klang es so, als würden die Medien bewusst ein Verhalten anprangern oder es nicht tun (oder wären die Badboys, weil sie es tun). Ich sehe es eher so, dass wenn ein Lager zum Beispiel bewusst durch Medium X geschont wird, es bei uns ein Medium Y geben wird, welches sich draufstürzt und das Verhalten anprangert. Wenn also Medium X bestimmten Politikern den Gefallen tut, zum Beispiel weil es auf Interviewzeit hofft und nicht oder beschönigend berichtet, wird Medium Y diesen Gefallen nicht tun.

Also so wie du es beschreibst, jedes Lager wird geschont oder nicht geschont, da stimme ich dir zu! Das macht halt die Vielfalt der Medien aus, die alles andere als gleichgeschaltet sind. Im Gegenteil, sie kämpfen miteinander um Reichweite, Umsätze usw.
rantanplan ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2022, 02:33   #706
Iceman.at
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 22.11.2008
Beiträge: 18.573
Diesen Artikel fand ich sehr interessant und beleuchtet die wirtschaftlichen Hintergründe des russischen Angriffs, die Rolle Indiens war mir so auch noch nicht bewusst.
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Wenn ein Nichtschwimmer ersauft ist das nicht tragisch, sondern konsequent. Gerhard Polt
Ich esse aus religiösen Gründen keine Leber. Welcher Konfession gehören sie an? Ich bin Alkoholiker.
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Alt 01.05.2022, 02:59   #707
Riddler
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 27.06.2005
Beiträge: 4.063
Zitat:
Zitat von Iceman.at Beitrag anzeigen
Diesen Artikel fand ich sehr interessant und beleuchtet die wirtschaftlichen Hintergründe des russischen Angriffs, die Rolle Indiens war mir so auch noch nicht bewusst.
Sehr lesenswert und beleuchtet Hintergründe, die bislang leider vernachlässigt wurden. Danke für den Link
Riddler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2022, 13:42   #708
Nani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 15.126
Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
In der Diskussion klang es so, als würden die Medien bewusst ein Verhalten anprangern oder es nicht tun (oder wären die Badboys, weil sie es tun). Ich sehe es eher so, dass wenn ein Lager zum Beispiel bewusst durch Medium X geschont wird, es bei uns ein Medium Y geben wird, welches sich draufstürzt und das Verhalten anprangert. Wenn also Medium X bestimmten Politikern den Gefallen tut, zum Beispiel weil es auf Interviewzeit hofft und nicht oder beschönigend berichtet, wird Medium Y diesen Gefallen nicht tun.

Also so wie du es beschreibst, jedes Lager wird geschont oder nicht geschont, da stimme ich dir zu! Das macht halt die Vielfalt der Medien aus, die alles andere als gleichgeschaltet sind. Im Gegenteil, sie kämpfen miteinander um Reichweite, Umsätze usw.
Okay, ich hatte die letzten Worte im Kontext nicht verstanden. Sehe ich jedenfalls auch so und wird viel zu selten honoriert.

Wenigstens verteilt diese sich auf viele Schultern (und Gehirne), der Meinungsführer muss zumindest vorgeben im Interesse der Mehrheit zu agieren und die ständige Rivalität sorgt für mehr Sicherheit vor der individueller Willkür als es jede Diktatur je konnte. - Ob die Demokratie am Ende immer zur vernünftigsten Entscheidung kommt, ist natürlich eine andere Frage.


Zitat:
Zitat von Iceman.at Beitrag anzeigen
Diesen Artikel fand ich sehr interessant und beleuchtet die wirtschaftlichen Hintergründe des russischen Angriffs, die Rolle Indiens war mir so auch noch nicht bewusst.
Spannender Artikel. Die wirtschaftlichen Rivalitäten kannte ich bislang auch nicht. Zeigt auch ziemlich gut auf, dass es Putin nicht nur um ein größeres Reicht geht, sondern hinter dem Krieg machtpolitisches Kalkül steht. Vielleicht nimmt das den Atomschlag-Warnern ein wenig Angst und verdeutlicht, wie wichtig es ist die russische Invasion aufzuhalten. Nur wenn der Krieg Russland am Ende mehr kostet als er eingebracht hat, wird es nicht so bald den nächsten geben.
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Alt 01.05.2022, 17:48   #709
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Tote bei Angriff auf russischen Kommandoposten

Zitat:
Bei einem ukrainischen Angriff auf das Quartier des russischen Armeestabs in der Stadt Isjum sind nach Angaben aus Kiew mehrere Menschen getötet worden. Darunter seien ranghohe Offiziere, berichtete ein Berater des ukrainischen Innenministers Anton Heraschtschenko im Nachrichtenkanal Telegram. Die 50.000-Einwohner-Stadt Isjum liegt im Osten der Ukraine, etwa 100 Kilometer südöstlich von Charkiw.
Nach ukrainischen Angaben hält sich dort auch der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow auf, um die Offensive im Donbass zu befehligen. Der Angriff soll bereits am Samstag erfolgt sein. Aus Russland gab es dafür keine Bestätigung - auch nicht für den Aufenthalt Gerassimows in der Gegend.
https://twitter.com/christogrozev/st...65814781186049
Zitat:
Hm. Das Gerücht, dass General Gerassimow (diesmal DER Gerassimow) bei dem gestrigen ukrainischen Beschuss von russischen Kommandopositionen bei Isjum verwundet wurde, wurde nun vom ehemaligen Innenminister Avakov bestätigt. Eine unabhängige Überprüfung steht allerdings noch aus.
https://twitter.com/CITeam_en/status...44417715527680
Zitat:
Flugzeuge des russischen Verteidigungsministeriums und der russischen Nationalgarde (RF-85042 und RF-85136) wurden gestern in der russischen Region Belgorod nahe der ukrainischen Grenze gesichtet. Heute gesellte sich die RA-85426 des Verteidigungsministeriums zu ihnen. Kurz darauf trafen zwei Mi-8-Transporthubschrauber ein, die von Ka-52-Kampfhubschraubern begleitet wurden. Unseren Quellen zufolge wurden sie von einem nicht identifizierten russischen Generaloberst begrüßt.
Angeblich brachte einer der Hubschrauber den russischen Generalstabschef Waleri Gerassimow, der kurz darauf mit einem Flugzeug nach Moskau abreiste. Dies könnte eine indirekte Bestätigung der hartnäckigen Gerüchte sein, dass Gerasimow im besetzten Isjum, an der Hauptangriffslinie Russlands im Donbas, anwesend war, und der ukrainischen Behauptungen, dass in dem Gebiet ein Befehlsstand zerstört wurde.
Berichten zufolge war Gerassimow in Sicherheit und wohlauf.
Aber es ist angeblich trotzdem ein weiterer Soldat im Generalsrang getötet worden. Generalmajor Andrei Simonov, Chef der Truppen für elektronische Kampfführung der russischen 2. Armee. In der ukrainischen Region Charkiw muss es gerade durch den ukrainischen Gegenschlag furchtbare Kämpfe geben.

Andrei Simonov, Chef der elektronischen Kampfführungstruppen der 2. Armee.
Andrei Mordvichev, Kommandeur der 8. Armee.
Vladimir Frolov, stellvertretender Kommandeur der 8. Armee.
Andrei Kolesnikov, Kommandeur der 29. Armee.
Vitaly Gerassimov, Stabschef der 41. Armee.
Andrey Sukhovetsky, stellvertretender Kommandeur der 41. Armee.
Yakov Rezantsev, Kommandeur der 49. Armee.
Oleg Mityaev, Kommandeur der 150. Motorisierten Schützendivision.

Das ist unglaublich, wenn das stimmen sollte. Bis jetzt acht Soldaten im Generalsrang, hunderte Soldaten im Offiziersrang, von fünfzehn- bis zwanzigtausend einfachen Soldaten ganz zu schweigen. 67 Kriegstage.

Wenn man Generalmajor Magomed Tushayev, Befehlshaber der tschetschenischen Einheiten der russischen Nationalgarde, dazu nimmt, wären es sogar neun Soldaten im Generalsrang. Andererseits hat das verrückte tschetschenische Oberhaupt Ramzan Kadyrov - warum auch immer - den Rang eines Generalleutnants.

Geändert von CM Punkomaniac (01.05.2022 um 18:18 Uhr).
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Alt 02.05.2022, 21:04   #711
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 31.211
Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Deine Postings sind Gold wert, Punko. Die genieße ich sehr.


Es ist jetzt von unabhängigen Experten durch Sichtung und Abgleichung verifiziert, dass die russischen Streitkräfte seit dem 24.02. mindestens 600 Kampfpanzer verloren haben. Teils von den Ukrainern zerstört, teils zurückgelassen und von den Ukrainern in ihre Streitkräfte eingegliedert.

Mindestens 600 Kampfpanzer verloren. Und die Ukraine kämpft weiter. Außerdem beliefern die NATO-Staaten die Ukraine immer weiter mit militärischem Material. Die russischen Streitkräfte werden weiteres Material verlieren ohne Ersatz. Und zu alledem kommt noch, dass keine NATO-Streitkräfte im Einsatz sind, keine NATO-Soldaten sterben, kein NATO-Material im Besitz der NATO zerstört wird. Zu allem Überfluss werden bald Schweden und, viel schlimmer, Finnland mit seiner 1.300-Kilometer-Grenze der NATO beitreten. Glückwunsch, Meisterstratege Putin.

Edit:
https://twitter.com/PhillipsPOBrien/...90196896796672
Zitat:
How anyone could have considered this Russian armed forces the second strongest in the world beggars belief. They wouldn't make the top 10.

Geändert von CM Punkomaniac (02.05.2022 um 22:45 Uhr).
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Alt 02.05.2022, 21:18   #712
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Beiträge: 15.472
Ob das mit der Entnazifizierung bis zum 9.5. klappt? Hat Vladi eigentlich noch genügend Material für seine Parade, oder muss er die ukrainischen Bauern um Rückgabe der abgeschleppten Panzer bitten?

Geändert von Punisher 3:16 (02.05.2022 um 22:00 Uhr).
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Alt 02.05.2022, 21:54   #713
Goldberg070
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Beiträge: 15.653
Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ob das mit der Entnazifizierung bis zum 9.5. klappt? Hat Vladi eigentlich noch genügend Matetial für seine Parade, oder muss er die ukrainischen Bauern um Rückgabe der abgeschleppten Panzer bitten?
Von dem was ich gelesen habe, klauen die Russen zumindest schonmal Traktoren und Mähdrescher aus der Ukraine...
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"Wenn du so dumm bist, und AfD wählst... todeslost sein Urgroßvater!" ~Rezo 2021
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Alt 02.05.2022, 22:18   #714
Frank Drebin
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 2.102
Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ob das mit der Entnazifizierung bis zum 9.5. klappt? Hat Vladi eigentlich noch genügend Material für seine Parade, oder muss er die ukrainischen Bauern um Rückgabe der abgeschleppten Panzer bitten?
Ich vermute stark, dass er dort alles an atomwaffenfähigem Material auffahren wird, was rollt oder sich zur Not ziehen lässt. So richtig abschreckend sind seine Drohungen diesbezüglich für niemanden mehr (bis auf Alice Schwarzer und Co. sowie die mittlerweile in der realitätsferne angekommene Linkspartei) und hier greift vielleicht seine "Logik" Show don't tell.
__________________

#freelina
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Alt 02.05.2022, 22:56   #715
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
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Davon, dass die russischen Streitkräfte auf ihren militärischen Sattelschleppern auf dem Rückweg Traktoren und Mähdrescher der ukrainischen Bauern stehlen, habe ich auch schon gelesen und Videos gesehen.
Aber - und das ist kein Witz, denn das las ich ebenfalls:
Die Ukraine als Staat gehörte was Wirtschaftskraft und Pro-Kopf-Einkommen angeht schon vor dem Krieg zwar zu den schwächsten und ärmsten europäischen Staaten. Als moderner Staat mit seinen riesigen landwirtschaftlichen Flächen verfügen die Bauern trotzdem über technisch fortschrittliche Traktoren und Mähdrescher. Das sind ja schließlich keine Hinterwäldler! Viele bestohlene Bauern haben via GPS die Elektronik an ihren Traktoren und Mähdreschern deaktiviert. Diebstahlschutz. Viele der Landwirtschaftsfahrzeuge sind unbrauchbar.

Geändert von CM Punkomaniac (02.05.2022 um 23:11 Uhr).
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Alt 03.05.2022, 08:49   #716
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Frank Drebin Beitrag anzeigen
Ich vermute stark, dass er dort alles an atomwaffenfähigem Material auffahren wird, was rollt oder sich zur Not ziehen lässt. So richtig abschreckend sind seine Drohungen diesbezüglich für niemanden mehr (bis auf Alice Schwarzer und Co. sowie die mittlerweile in der realitätsferne angekommene Linkspartei) und hier greift vielleicht seine "Logik" Show don't tell.
Vergiss nicht die AfD, die sich gerade als Bruderpartei des "Einigen Russlands" wiedererfindet. (Was man honorieren muss. So rasch aufeinanderfolgend in komplett verschiedene Richtungen hat sich in der deutschen Geschichte noch keine Partei stets neu erfunden.)

Bei den LINKEN bin ich gespannt, ob die Partei die Gelegenheit nutzt ihr ideologisches Erbe noch einmal zu überdenken. Nicht nur sollte Putin als rechter Faschist eigentlich das personifizierte Feindbild eines jeden anständigen LINKEN sein. Auch der linke "kommunistische" Absolutismus ist eine überfällige Gretchenfrage, zur der es in der Partei mE noch keine einheitliche Bewertung gibt. Wohl gemerkt, keine Ablehnung von Russland, sondern dem volksfeindlichen Faschismus in Russland. - Und obwohl ich sonst Uneinheitlichkeit in Parteien erfrischend finde, sollte es zumindest ein grundsätzliches moralisches Gerüst geben, wie eben das Bekenntnis zur offenen, demokratischen Gesellschaft. (Und sei es auch nur ein pragmatisches á la "wir haben noch kein besseres System gefunden".)

Was das Gemurre vieler Deutscher über die Lieferungen schwerer Waffen angeht, so kann ich das emotional sogar verstehen. Prinzipielle Pazifisten respektiere ich zum Beispiel sehr. Aber wie schon in der Pandemie, wo die vernünftigen Maßnahmenkritiker von ihren verblendeten Krawallmachern übertönt wurden, kommt die Kritik auch hier wieder aus den falschen Kehlen. Ich finde, jeder der gegen die Unterstützung der Ukraine ist, sollte sich die Frage stellen:
Bin ich auch dagegen, dass die USA schwere Waffen an die Ukraine geliefert?

Wenn nein: Hat es sich jemals positiv ausgezahlt, große Entscheidungen auf Grundlage von Furcht zu treffen?

Wenn ja: Nehmen wir mal an, die Ukraine hätte keine militärische Hilfe bekommen. Infolgedessen stünden die Russen inzwischen in Kiew, es gäbe in der ganzen Ukraine Kämpfe, enorme zivile Opfer und noch viel mehr Flüchtlinge als derzeit (v. a. auch viel mehr männliche Flüchtlinge, vor denen die AfD bekanntlich große Angst hat). Selenskyi befände sich inzwischen mitsamt seiner Familie wahlweise im Exil oder in einem anonymen Erdloch. Russland wäre für die Invasion belohnt worden. Das russische Militär wäre berauscht und gestärkt. Putin wäre ein Held und hätte nun so viel Bestätigung sich der Heimholung anderer slawischer Völker ins "Reich" zuzuwenden, wie es überhaupt möglich wäre. Außer den Russen hätten auch die vielen anderen Diktatoren der Welt mit angesehen, wie leicht sich eine Demokratie abschaffen lässt. -- Wäre solch eine Welt besser als die aktuelle? Wären meine Freiheit und mein Leben in so einer neuen Welt sicherer oder viel mehr gefährdeter als vorher?
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Alt 03.05.2022, 11:06   #717
Riddler
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Vergiss nicht die AfD, die sich gerade als Bruderpartei des "Einigen Russlands" wiedererfindet. (Was man honorieren muss. So rasch aufeinanderfolgend in komplett verschiedene Richtungen hat sich in der deutschen Geschichte noch keine Partei stets neu erfunden.)

Bei den LINKEN bin ich gespannt, ob die Partei die Gelegenheit nutzt ihr ideologisches Erbe noch einmal zu überdenken. Nicht nur sollte Putin als rechter Faschist eigentlich das personifizierte Feindbild eines jeden anständigen LINKEN sein. Auch der linke "kommunistische" Absolutismus ist eine überfällige Gretchenfrage, zur der es in der Partei mE noch keine einheitliche Bewertung gibt. Wohl gemerkt, keine Ablehnung von Russland, sondern dem volksfeindlichen Faschismus in Russland. - Und obwohl ich sonst Uneinheitlichkeit in Parteien erfrischend finde, sollte es zumindest ein grundsätzliches moralisches Gerüst geben, wie eben das Bekenntnis zur offenen, demokratischen Gesellschaft. (Und sei es auch nur ein pragmatisches á la "wir haben noch kein besseres System gefunden".)

Was das Gemurre vieler Deutscher über die Lieferungen schwerer Waffen angeht, so kann ich das emotional sogar verstehen. Prinzipielle Pazifisten respektiere ich zum Beispiel sehr. Aber wie schon in der Pandemie, wo die vernünftigen Maßnahmenkritiker von ihren verblendeten Krawallmachern übertönt wurden, kommt die Kritik auch hier wieder aus den falschen Kehlen. Ich finde, jeder der gegen die Unterstützung der Ukraine ist, sollte sich die Frage stellen:
Bin ich auch dagegen, dass die USA schwere Waffen an die Ukraine geliefert?

Wenn nein: Hat es sich jemals positiv ausgezahlt, große Entscheidungen auf Grundlage von Furcht zu treffen?

Wenn ja: Nehmen wir mal an, die Ukraine hätte keine militärische Hilfe bekommen. Infolgedessen stünden die Russen inzwischen in Kiew, es gäbe in der ganzen Ukraine Kämpfe, enorme zivile Opfer und noch viel mehr Flüchtlinge als derzeit (v. a. auch viel mehr männliche Flüchtlinge, vor denen die AfD bekanntlich große Angst hat). Selenskyi befände sich inzwischen mitsamt seiner Familie wahlweise im Exil oder in einem anonymen Erdloch. Russland wäre für die Invasion belohnt worden. Das russische Militär wäre berauscht und gestärkt. Putin wäre ein Held und hätte nun so viel Bestätigung sich der Heimholung anderer slawischer Völker ins "Reich" zuzuwenden, wie es überhaupt möglich wäre. Außer den Russen hätten auch die vielen anderen Diktatoren der Welt mit angesehen, wie leicht sich eine Demokratie abschaffen lässt. -- Wäre solch eine Welt besser als die aktuelle? Wären meine Freiheit und mein Leben in so einer neuen Welt sicherer oder viel mehr gefährdeter als vorher?
Vollste Zustimmung von mir.

In dieser Pseudo-Debatte über schwere Waffen gerät der Fokus zur Zeit leider wieder auf andere, egoistische Motive und das große Ganze wird nicht mehr betrachtet.

Stattdessen werden - mehr oder weniger vorsätzlich - Ängste geschürt und die zu Beginn viel gepriesene Solidarität der Parteien scheint wieder dem üblichen Fraktionszwang gewichen zu sein.
Bedauerlicherweise liegt die Schuld dafür z.T. an den Regierungsverantwortlichen, die leider wieder nicht besonders transparent agieren.
Wenn jetzt z.B. Frau Baerbock öffentlich äußert, dass Berlin einem Boykott von russischem Öl jetzt zustimmt, während sie gleichzeitig angibt, dass der Anteil russischen Öls seit Kriegsbeginn ohnehin auf 10-15% reduziert wurde und man nun über andere Bezugsquellen verfügt, zeigt mir das, dass unsere Regierung durchaus besonnen und vergleichsweise schnell reagiert.
Und dann kommt unsere Bundesinnenministerin Nancy Faeser um die Ecke und rät der Bevölkerung öffentlich (!), sich einen Notfallvorrat anzuschaffen (insert Facepalm-Smiley here).
Das hat dann nichts mehr mit Besonnenheit oder Geschlossenheit zu tun.

Stattdessen muss sich ja z.B. jeder Depp über Gerhard Schröder und die Frage, ob und wie man den sanktioniert, äußern.
Riddler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2022, 13:13   #718
Sirius
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So langsam wird es jetzt richtig absurd. Russland wirft jetzt Israel vor, das "Neonazi-Regime" in Kiew aktiv zu unterstützen.
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Sirius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2022, 13:37   #719
Frank Drebin
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Vergiss nicht die AfD, die sich gerade als Bruderpartei des "Einigen Russlands" wiedererfindet. (Was man honorieren muss. So rasch aufeinanderfolgend in komplett verschiedene Richtungen hat sich in der deutschen Geschichte noch keine Partei stets neu erfunden.) [...]
Keine Sorge, ich habe die Schaumschläger nicht vergessen. Nur versuche ich sie so weit es geht zu ignorieren und mit Nicht-Erwähnung zu behandeln.
__________________

#freelina
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Alt 03.05.2022, 18:50   #720
Nani
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Zitat:
Zitat von Frank Drebin Beitrag anzeigen
Keine Sorge, ich habe die Schaumschläger nicht vergessen. Nur versuche ich sie so weit es geht zu ignorieren und mit Nicht-Erwähnung zu behandeln.
Fair enough. Unerwiderte Vernunft ist tatsächlich verschwendet.
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Angststörung + Irreführung = Extremismus
Nani ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2022, 20:02   #721
rantanplan
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Zitat:
Zitat von Riddler Beitrag anzeigen
Und dann kommt unsere Bundesinnenministerin Nancy Faeser um die Ecke und rät der Bevölkerung öffentlich (!), sich einen Notfallvorrat anzuschaffen (insert Facepalm-Smiley here).
Das hat dann nichts mehr mit Besonnenheit oder Geschlossenheit zu tun.

Stattdessen muss sich ja z.B. jeder Depp über Gerhard Schröder und die Frage, ob und wie man den sanktioniert, äußern.
Wobei die Empfehlung, sich einen Notvorrat zuzulegen, ja seit vielen Jahren gilt. Die Innenministerin spricht also nur das aus, was eigentlich bekannt ist, aber immer ignoriert wird.

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-V...aten_node.html

Die Infos da sind nicht neu, sie werden alle paar Jahre mal aktualisiert, dann sind sie kurz in den Medien und dann wieder nicht. Effektiv macht das scheinbar kaum einer, Prepper natürlich, aber ansonsten - so zumindest in meinem Umfeld - hört man eher bei Feuerwehrleuten oder anderen Menschen, die irgendwo mit Katastrophenschutz usw. zu tun haben, dass sie diese Vorgaben ernst nehmen.

Und tatsächlich schreiben die Medien ja davon, dass Weizenmehl oder Sonnenblumenöl knapp werden könnte und 1,2 Tage später ist im Supermarkt nichts davon zu kriegen. Da scheinen die Medien einflussreicher zu sein, als Nancy Faeser.

Ein Notfallvorrat ist immer angeraten, nur legt den kaum einer an - auch ich nicht. Aber ganz unabhängig vom Krieg in der Ukraine kann aus irgendwelchen Gründen auch mal eine Stadt für 2,3 Tage keinen Strom haben. Ich bezweifle, dass man dann noch im Supermarkt einkaufen kann.

Die Bevölkerung verlässt sich eigentlich komplett auf die Rundumversorgung durch die Supermärkte, und die sind so durchautomatisiert, dass sie auf kurzfristig erhöhte Verkaufsmengen gar nicht reagieren können. Es gibt ja keine Knappheit bei Mehl, Öl oder Klopapier, es wird einfach nur kurzfristig mehr gekauft und wenn dann Nachschub kommt, sehen sich irgendwo alle genötigt, einzukaufen, obwohl gerade kein Bedarf da ist.

Natürlich tut Faeser da auch keinem einen Gefallen mit, wenn sie jetzt auch für eine erhöhte Nachfrage sorgt, aber effektiv erinnert sie nur an Empfehlungen, die es seit Jahrzehnten gibt.
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Alt 03.05.2022, 20:10   #722
y2jforever
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Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Wobei die Empfehlung, sich einen Notvorrat zuzulegen, ja seit vielen Jahren gilt. Die Innenministerin spricht also nur das aus, was eigentlich bekannt ist, aber immer ignoriert wird.
Wobei ich viele Menschen kenne, die dies im Zuge der Pandemie getan haben. Also jetzt nicht unbedingt hamstern sondern das man halt 7 Tage Quarantäne übersteht ohne in der Weltgeschichte rumtelefonieren zu müssen. Dabei aber normal schon von fliessend Wasser und Elektrizität ausgehend.
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Alt 03.05.2022, 21:58   #723
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Weil heute die Ministerpräsidentinnen von Finnland und Schweden in Deutschland waren und sich erkundigten, wie Deutschland zu einer NATO-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden steht: Bald sieht die NATO so aus. Und Russland wird sich weiter eingeengt fühlen, weil es Europa nicht beherrschen kann.

Kaliningrad wird spannend, wenn Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark die Ostsee dicht machen können und die Baltische Flotte feststeckt. Meisterstratege Putin.

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Alt 03.05.2022, 22:13   #724
Riddler
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Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Wobei die Empfehlung, sich einen Notvorrat zuzulegen, ja seit vielen Jahren gilt. Die Innenministerin spricht also nur das aus, was eigentlich bekannt ist, aber immer ignoriert wird.

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-V...aten_node.html

Die Infos da sind nicht neu, sie werden alle paar Jahre mal aktualisiert, dann sind sie kurz in den Medien und dann wieder nicht. Effektiv macht das scheinbar kaum einer, Prepper natürlich, aber ansonsten - so zumindest in meinem Umfeld - hört man eher bei Feuerwehrleuten oder anderen Menschen, die irgendwo mit Katastrophenschutz usw. zu tun haben, dass sie diese Vorgaben ernst nehmen.

Und tatsächlich schreiben die Medien ja davon, dass Weizenmehl oder Sonnenblumenöl knapp werden könnte und 1,2 Tage später ist im Supermarkt nichts davon zu kriegen. Da scheinen die Medien einflussreicher zu sein, als Nancy Faeser.

Ein Notfallvorrat ist immer angeraten, nur legt den kaum einer an - auch ich nicht. Aber ganz unabhängig vom Krieg in der Ukraine kann aus irgendwelchen Gründen auch mal eine Stadt für 2,3 Tage keinen Strom haben. Ich bezweifle, dass man dann noch im Supermarkt einkaufen kann.

Die Bevölkerung verlässt sich eigentlich komplett auf die Rundumversorgung durch die Supermärkte, und die sind so durchautomatisiert, dass sie auf kurzfristig erhöhte Verkaufsmengen gar nicht reagieren können. Es gibt ja keine Knappheit bei Mehl, Öl oder Klopapier, es wird einfach nur kurzfristig mehr gekauft und wenn dann Nachschub kommt, sehen sich irgendwo alle genötigt, einzukaufen, obwohl gerade kein Bedarf da ist.

Natürlich tut Faeser da auch keinem einen Gefallen mit, wenn sie jetzt auch für eine erhöhte Nachfrage sorgt, aber effektiv erinnert sie nur an Empfehlungen, die es seit Jahrzehnten gibt.
Es geht mir eher um den Zeitpunkt und die Formulierungen, welche sie verwendet hatte.

Zitat:
"Denken Sie zum Beispiel an Cyberattacken auf kritische Infrastruktur", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". "Wenn tatsächlich mal länger der Strom ausfällt oder das tägliche Leben auf andere Art und Weise eingeschränkt wird, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben."
Link

Es ist vollkommen unerheblich, dass es diese Empfehlung schon sehr lange gibt. Diese "Erinnerung" jetzt zu erneuern und dabei den Krieg in der Ukraine im selben Atemzug zu nennen, schürt letztendlich nur unnötig Ängste.

Die Leute lesen dann nur noch "Notvorrat" und "Schutzräume" und schon rennen alle los. Frau Faeser sollte eigentlich besser wissen, wie sich solche Aussagen auf unsere Affekt-Gesellschaft auswirken.
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Alt 04.05.2022, 19:58   #725
CM Punkomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 31.211
Kreml gibt Begriff "Entnazifizierung" auf - Russen verstehen ihn nicht
Zitat:
Der Kreml hat kurz nach Beginn des Krieges Telefonumfragen durchgeführt, um herauszufinden, wie die Russen die Propaganda wahrnehmen. Sie fanden heraus, dass die Russen meist nicht verstehen, was "Entnazifizierung" bedeutet, zitiert das Medienunternehmen 'Proekt' vier Quellen im Kreml.

"Es war ein echtes Chaos, wir haben nach Worten gesucht, aber uns ist nichts Passendes eingefallen", so eine Quelle. Die Umfragen deuten darauf hin, dass die Russen nur von dem "bevorstehenden Sieg" hören wollen.

"Deshalb haben sie beschlossen, dieses Wort in der Fernsehpropaganda nicht mehr zu verwenden. Ganz abschaffen können sie es aber nicht, denn das war eines der Ziele, von denen Präsident Putin sprach", sagt 'Proekt'.

Vladimir Putin verwendete das Wort "Entnazifizierung" zum ersten Mal am 24. Februar, dem Tag, an dem er die Invasion in der Ukraine begann. Dmitri Kisseljow, Putins oberster TV-Lakai, erklärte in einer siebenminütigen Live-Sendung die Bedeutung des Begriffs. Im April verwendete er dieses Wort jedoch kaum noch.
Im Endeffekt also ein Sieg mit der Begründung: Weil die Ukraine schon immer Kleinrussland war, weil Großrussen, Kleinrussen und Belarussen das sogenannte 'dreieinige russische Volk' bildeten, und deshalb müssen im aller schlimmsten Fall 40 Millionen Kleinrussen vertrieben und/oder vernichtet werden, weil ist eben so. Die angestaubte Geschichte will das eben so.

Edit:
https://twitter.com/Gerashchenko_en/...02979619311618
Zitat:
"Die Gegner des Buchstabens Z müssen verstehen, dass sie nicht verschont werden. Hier ist alles ernst: Konzentrationslager, Umerziehung, Sterilisation!" erklärt Schachnasarow im staatlichen Fernsehen.
https://twitter.com/michaeldweiss/st...75686146904067
Zitat:
Die Stalinisten haben eine Menge Energie darauf verwendet, westliche Sympathisanten davon zu überzeugen, dass Dinge wie die folgenden in der Sowjetunion nicht stattfanden. Diese Idioten sagen einfach ganz offen, was sie planen.

Geändert von CM Punkomaniac (04.05.2022 um 21:32 Uhr).
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