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Alt 05.05.2020, 22:46   #21801
Der Zerquetscher
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Zitat von Macho Man Randy Savage Beitrag anzeigen
... ein 72 Jähriger alleine keine ganze Armee platt macht.
Chuck Norris?
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"Nachtbesucher" - erschienen im Audioparadies-Verlag, gelesen von Hajo Mans: Hörprobe
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Alt 05.05.2020, 23:59   #21802
umimatsu
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Terminator: Dark Fate

Wohl kaum ein anderes Franchise ist in den letzten beiden Jahrzehnten so sehr an die ( Lein- ) Wand gefahren worden, wie die Reihe um den zeitreisenden Killerroboter. Einem guten ersten Teil folgte ein Maßstäbe setzendes Actionmeisterwerk. Auf dem Höhepunkt hatte James Cameron schließlich genug ( oder nichts mehr zu erzählen ) und so durften sich andere Regisseure an dem Stoff versuchen. Nach drei misslungenen Fortsetzungen nun also der Neustart. Mit Cameron als Produzenten und Tim Miller ( Deadpool ) als Regisseur. Der Trailer war unterirdisch, ließ nichts Gutes erwarten. Überrascht war ich dann doch, dass man John Connor gleich am Anfang terminierte. Hoffnung keimte auf, Dark Fate würde anders werden. Das altbekannte Storynarrativ ist so ausgelutscht, frische Figuren und andere Handlungsverläufe tun dringend Not. Blöderweise dann doch das Übliche, nur mit weiblichen Charakteren: Die Anführerin des Resistance wird von einem neumodischen Terminator gejagt und von einer mit Implantanten optimierten Soldatin beschützt. Als Fanservice neben Schwarzenegger ist nun auch wieder Sarah Connor, gespielt von Linda Hamilton, an Bord. Wieso in drei Teufels Namen? Warum sind Drehbuchautoren und Produzenten nicht kreativer, bauen beispielsweise auf den vierten Teil auf und erzählen eine Geschichte, die in der Zukunft spielt? Ich würde gerne sehen, wie John den Widerstand organisiert. Oder wie die Resistance Skynet besiegt. Stattdessen ( schlechter ) Fanservice mit einer verbitterten, nervenden Mutter, die den ganzen Film herumflucht und so gut wie gar nichts zur Handlung beiträgt, sowie einem T-800, der zur Tarnung als Innenraumausstatter (!) arbeitet und nicht nur dadurch, sondern auch durch billige Witzchen komplett zur Witzfigur verkommt. Seine Wandlung vom Saulus zum Paulus ist zudem unglaubwürdig. Nicht weil es nicht möglich wäre, sondern weil er, ohne dass es im Film hinreichend erklärt wird, urplötzlich ein moralisches Gewissen entwickelt hat. Anstatt dieses interessante Thema weiter aufzugreifen, wie in T2, müssen ein paar Dialogzeilen reichen. Ist halt einfach so. Und als wenn Handlung und Charakterzeichnungen nicht schon schlimm genug wären ( Über die Heldin und den farblosen Gegenspieler hülle ich lieber den Mantel des Schweigens. ) funktioniert die Action nicht. Auch hier, wie in so vielen Blockbustern, Comickonfektionsware von der Stange: das übliche PG13-Getrete und Geschlage. Das überrascht dann doch bei einem R-Rating ( Welches der Film vermutlich nur weges des inflationären Gebrauchs des Wortes "Fuck" erhalten hat. ). Nicht falsch verstehen: Es muss nicht so ausarten wie in Rambo 5 oder John Wick. Aber ein wenig Härte hätte dem Film, aber vor allem dem gegnerischen Terminator gut getan. Alles in allem ist Dark Fate eine absolute Enttäuschung. R.I.P.

Rambo 5


Kaum Handlung, die zur Alternativlosigkeit erklärte Selbstjustiz, widerliche Gewaltszenen und ein latenter rassistischer Unterton mexikanischen Männern gegenüber. Reicht in summa, um den Film scheiße zu finden.

P.S.: Was sagt es eigentlich über die Gesellschaft und das Filmbusiness aus, wenn Rambo 3 mit der Begründung, die Gewaltdarstellung sei im Vergleich zu modernen Sehgewohnheiten nichts Besonderes mehr, vom Index genommen wird?
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

One of the best movies of all time. Before films got full of CGI bullshit to make up for a crap storyline and bad acting. - YT-User Ryan Banks über Heat

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Alt 06.05.2020, 12:52   #21803
Kinderschreck
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Rocketman (2019)

Elton Johns Geschichte ist ziemlich generisch und nur mäßig interessant, aber er hat eine phänomenale Bühnenpräsenz und einen natürlichen, tief verwurzelten Hang zur Überschwänglichkeit, der weit über die Wahl der Kleidung hinausgeht, wobei die Nachbildungen seiner Klamotten wirklich sehr schön sind. Der Film spielt den Glamour herunter und klammert sich an die abgedroschene Geschichte eines gefallenen und wiederauferstandenen Künstlers, reduziert Kunstfertigkeit und Stil auf ein bloßes Accessoire. Zeitverschwendung.
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Alt 06.05.2020, 13:25   #21804
EnemyWithin
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Für die Filmfans unter euch: brauche etwas neues Stoff aus dem asiatischen Raum, kenne da einfach viel zu wenig. Bitte um eure Ideen dazu.

Bisher gesehen und gut - genial befunden:

Oldboy
Parasyte
Battle Royal
The Gangster The Cop The Devil
Red Cliff
The Raid
Ong-Bak

Infernal Affairs gerade bestellt.

Bitte das Kino der letzten 20 Jahre berücksichtigen und nicht unbedingt ältere Schinken, da kenne ich einiges mehr. Möchte eher "Neueres".
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Alt 06.05.2020, 13:34   #21805
Creed
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Zitat:
Zitat von EnemyWithin Beitrag anzeigen
Für die Filmfans unter euch: brauche etwas neues Stoff aus dem asiatischen Raum, kenne da einfach viel zu wenig. Bitte um eure Ideen dazu.

Bisher gesehen und gut - genial befunden:

Oldboy
Parasyte
Battle Royal
The Gangster The Cop The Devil
Red Cliff
The Raid
Ong-Bak

Infernal Affairs gerade bestellt.

Bitte das Kino der letzten 20 Jahre berücksichtigen und nicht unbedingt ältere Schinken, da kenne ich einiges mehr. Möchte eher "Neueres".
Spontan fallen mir da folgende Filme ein:

JSA - Joint Security Area
I Saw the Devil (bei dem musst du aber aufpassen der ist in Deutschland nur geschnitten erschienen)
Train to Busan
The Raid 2
Sympathy for Mr. Vengeance
Lady Vengeance
Die Ip Man Reihe (zumindest 1 und 2 kann ich empfehlen, die letzen beiden muss ich noch nachholen)
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Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!

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Alt 06.05.2020, 14:51   #21806
FearOfTheDark
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Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
I Saw the Devil (bei dem musst du aber aufpassen der ist in Deutschland nur geschnitten erschienen)
The Raid 2
Sympathy for Mr. Vengeance
Lady Vengeance
Kann ich alle empfehlen! I Saw The Devil hab ich uncut aus Österreich auf Bluray
Dazu hab ich letztens noch auf Netflix "The Night Comes For Us" gesehen. Ist sogar in Deutschland uncut und wahrscheinlich der brutalste Film auf Netflix. Fand ich ganz geil.
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Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun. (Tyler Durden, Fight Club)
Wenn ich herausgefunden habe, wie man "30" in römischen Zahlen schreibt, mach ich drei Kreuze.
FearOfTheDark gibt's auf YouTube und Instagram
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Alt 06.05.2020, 15:30   #21807
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Der Plan

Von der Grundidee nicht schlecht da hätte man was daraus machen können. Was machen die aber daraus? Eine Liebesschnulze
Naja zumindest meiner Frau hat er gefallen

3/10

The Killer inside me

Das war was für mich! Realitätsnahe Gewalt ohne groß CGI Blut, düster und dreckig.

8/10
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Made in K-town W. Germany

Deutscher von Geburt
Pfälzer aus Überzeugung
Lautrer von Gottes gnaden
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Alt 06.05.2020, 15:42   #21808
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von EnemyWithin Beitrag anzeigen
Für die Filmfans unter euch: brauche etwas neues Stoff aus dem asiatischen Raum, kenne da einfach viel zu wenig. Bitte um eure Ideen dazu.

Bisher gesehen und gut - genial befunden:

Oldboy
Parasyte
Battle Royal
The Gangster The Cop The Devil
Red Cliff
The Raid
Ong-Bak

Infernal Affairs gerade bestellt.

Bitte das Kino der letzten 20 Jahre berücksichtigen und nicht unbedingt ältere Schinken, da kenne ich einiges mehr. Möchte eher "Neueres".
The Raid 2.

Darüber hinaus soll Fires on the Plain von 2014 geradezu Weltklasse sein, aber finde den mal.
Hana-Bi noch und Kikujiros Sommer.

Ich gehe davon aus, dass du die Heroic-Bloodshed-Filme kennst?
__________________
Cuiusvis Hominis Est Errare, Nullius Nisi Insipientis In Errore Perseverare.

Geändert von Humppathetic (06.05.2020 um 15:43 Uhr).
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Alt 06.05.2020, 15:46   #21809
Punisher 3:16
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Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Spontan fallen mir da folgende Filme ein:

JSA - Joint Security Area
I Saw the Devil (bei dem musst du aber aufpassen der ist in Deutschland nur geschnitten erschienen)
Train to Busan
The Raid 2
Sympathy for Mr. Vengeance
Lady Vengeance
Die Ip Man Reihe (zumindest 1 und 2 kann ich empfehlen, die letzen beiden muss ich noch nachholen)
Vielleicht findest du hier ein paar Tipps: https://www.genickbruch.com/vb/showthread.php?t=81145
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Alt 06.05.2020, 16:56   #21810
PappHogan
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Terminator: Dark Fate

Wohl kaum ein anderes Franchise ist in den letzten beiden Jahrzehnten so sehr an die ( Lein- ) Wand gefahren worden, wie die Reihe um den zeitreisenden Killerroboter. Einem guten ersten Teil folgte ein Maßstäbe setzendes Actionmeisterwerk. Auf dem Höhepunkt hatte James Cameron schließlich genug ( oder nichts mehr zu erzählen ) und so durften sich andere Regisseure an dem Stoff versuchen. Nach drei misslungenen Fortsetzungen nun also der Neustart. Mit Cameron als Produzenten und Tim Miller ( Deadpool ) als Regisseur. Der Trailer war unterirdisch, ließ nichts Gutes erwarten. Überrascht war ich dann doch, dass man John Connor gleich am Anfang terminierte. Hoffnung keimte auf, Dark Fate würde anders werden. Das altbekannte Storynarrativ ist so ausgelutscht, frische Figuren und andere Handlungsverläufe tun dringend Not. Blöderweise dann doch das Übliche, nur mit weiblichen Charakteren: Die Anführerin des Resistance wird von einem neumodischen Terminator gejagt und von einer mit Implantanten optimierten Soldatin beschützt. Als Fanservice neben Schwarzenegger ist nun auch wieder Sarah Connor, gespielt von Linda Hamilton, an Bord. Wieso in drei Teufels Namen? Warum sind Drehbuchautoren und Produzenten nicht kreativer, bauen beispielsweise auf den vierten Teil auf und erzählen eine Geschichte, die in der Zukunft spielt? Ich würde gerne sehen, wie John den Widerstand organisiert. Oder wie die Resistance Skynet besiegt. Stattdessen ( schlechter ) Fanservice mit einer verbitterten, nervenden Mutter, die den ganzen Film herumflucht und so gut wie gar nichts zur Handlung beiträgt, sowie einem T-800, der zur Tarnung als Innenraumausstatter (!) arbeitet und nicht nur dadurch, sondern auch durch billige Witzchen komplett zur Witzfigur verkommt. Seine Wandlung vom Saulus zum Paulus ist zudem unglaubwürdig. Nicht weil es nicht möglich wäre, sondern weil er, ohne dass es im Film hinreichend erklärt wird, urplötzlich ein moralisches Gewissen entwickelt hat. Anstatt dieses interessante Thema weiter aufzugreifen, wie in T2, müssen ein paar Dialogzeilen reichen. Ist halt einfach so. Und als wenn Handlung und Charakterzeichnungen nicht schon schlimm genug wären ( Über die Heldin und den farblosen Gegenspieler hülle ich lieber den Mantel des Schweigens. ) funktioniert die Action nicht. Auch hier, wie in so vielen Blockbustern, Comickonfektionsware von der Stange: das übliche PG13-Getrete und Geschlage. Das überrascht dann doch bei einem R-Rating ( Welches der Film vermutlich nur weges des inflationären Gebrauchs des Wortes "Fuck" erhalten hat. ). Nicht falsch verstehen: Es muss nicht so ausarten wie in Rambo 5 oder John Wick. Aber ein wenig Härte hätte dem Film, aber vor allem dem gegnerischen Terminator gut getan. Alles in allem ist Dark Fate eine absolute Enttäuschung. R.I.P.

Rambo 5


Kaum Handlung, die zur Alternativlosigkeit erklärte Selbstjustiz, widerliche Gewaltszenen und ein latenter rassistischer Unterton mexikanischen Männern gegenüber. Reicht in summa, um den Film scheiße zu finden.

P.S.: Was sagt es eigentlich über die Gesellschaft und das Filmbusiness aus, wenn Rambo 3 mit der Begründung, die Gewaltdarstellung sei im Vergleich zu modernen Sehgewohnheiten nichts Besonderes mehr, vom Index genommen wird?
Ich erinner mich noch, wie die ersten Gerüchte zu "Dark Fate" aufkamen.
endlich die alte Mannschaft zusammen, kann eigentlich nur gut werden, die enttäuschung kam mit den ersten Trailern und dem LGBT-Terminator.

Auch ich hätte mir einen amtlichen, epischen Endpunkt in der form des Endkampfes der Menschen gegen die Maschinen gewünscht.
aber Pustekuchen.

Na ja Rambo 5, erst gewinnt unser Held nachträglich den Vietnam-Krieg, dann vertreibt er die Russen aus Afghanistan, stürtz die Militärdiktatur in Myanmar und zum (hoffentlichen) Schluß vernichtet er die Mexikanischen Drogen- und Menschenhändler.
Der latent rassistische Unterton Lateinamerikanern gegenüber zieht sich ja durch viele Filme, ob "Das Kartell", "Man on Fire" und viele andere auch.
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Live sometimes sucks!
But Death is no alternative.

How can i ever stand out being fake in aworld full of fakeness.
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Alt 06.05.2020, 17:24   #21811
Humppathetic
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Terminator: Dark Fate

Wohl kaum ein anderes Franchise ist in den letzten beiden Jahrzehnten so sehr an die ( Lein- ) Wand gefahren worden, wie die Reihe um den zeitreisenden Killerroboter. Einem guten ersten Teil folgte ein Maßstäbe setzendes Actionmeisterwerk. Auf dem Höhepunkt hatte James Cameron schließlich genug ( oder nichts mehr zu erzählen ) und so durften sich andere Regisseure an dem Stoff versuchen. Nach drei misslungenen Fortsetzungen nun also der Neustart. Mit Cameron als Produzenten und Tim Miller ( Deadpool ) als Regisseur. Der Trailer war unterirdisch, ließ nichts Gutes erwarten. Überrascht war ich dann doch, dass man John Connor gleich am Anfang terminierte. Hoffnung keimte auf, Dark Fate würde anders werden. Das altbekannte Storynarrativ ist so ausgelutscht, frische Figuren und andere Handlungsverläufe tun dringend Not. Blöderweise dann doch das Übliche, nur mit weiblichen Charakteren: Die Anführerin des Resistance wird von einem neumodischen Terminator gejagt und von einer mit Implantanten optimierten Soldatin beschützt. Als Fanservice neben Schwarzenegger ist nun auch wieder Sarah Connor, gespielt von Linda Hamilton, an Bord. Wieso in drei Teufels Namen? Warum sind Drehbuchautoren und Produzenten nicht kreativer, bauen beispielsweise auf den vierten Teil auf und erzählen eine Geschichte, die in der Zukunft spielt? Ich würde gerne sehen, wie John den Widerstand organisiert. Oder wie die Resistance Skynet besiegt. Stattdessen ( schlechter ) Fanservice mit einer verbitterten, nervenden Mutter, die den ganzen Film herumflucht und so gut wie gar nichts zur Handlung beiträgt, sowie einem T-800, der zur Tarnung als Innenraumausstatter (!) arbeitet und nicht nur dadurch, sondern auch durch billige Witzchen komplett zur Witzfigur verkommt. Seine Wandlung vom Saulus zum Paulus ist zudem unglaubwürdig. Nicht weil es nicht möglich wäre, sondern weil er, ohne dass es im Film hinreichend erklärt wird, urplötzlich ein moralisches Gewissen entwickelt hat. Anstatt dieses interessante Thema weiter aufzugreifen, wie in T2, müssen ein paar Dialogzeilen reichen. Ist halt einfach so. Und als wenn Handlung und Charakterzeichnungen nicht schon schlimm genug wären ( Über die Heldin und den farblosen Gegenspieler hülle ich lieber den Mantel des Schweigens. ) funktioniert die Action nicht. Auch hier, wie in so vielen Blockbustern, Comickonfektionsware von der Stange: das übliche PG13-Getrete und Geschlage. Das überrascht dann doch bei einem R-Rating ( Welches der Film vermutlich nur weges des inflationären Gebrauchs des Wortes "Fuck" erhalten hat. ). Nicht falsch verstehen: Es muss nicht so ausarten wie in Rambo 5 oder John Wick. Aber ein wenig Härte hätte dem Film, aber vor allem dem gegnerischen Terminator gut getan. Alles in allem ist Dark Fate eine absolute Enttäuschung. R.I.P.
Hm... ich muss ihn wohl nochmal gucken. Ich bin der einzige, dem der Film gefallen hat. So langsam habe ich meine Zweifel, dass ich an dem Tag mit meinem Hirn anwesend war.


Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Rambo 5

Kaum Handlung, die zur Alternativlosigkeit erklärte Selbstjustiz, widerliche Gewaltszenen und ein latenter rassistischer Unterton mexikanischen Männern gegenüber. Reicht in summa, um den Film scheiße zu finden.

P.S.: Was sagt es eigentlich über die Gesellschaft und das Filmbusiness aus, wenn Rambo 3 mit der Begründung, die Gewaltdarstellung sei im Vergleich zu modernen Sehgewohnheiten nichts Besonderes mehr, vom Index genommen wird?
Der Film ist ja durchgehend verrissen worden, außer von Wolfgang Schmitt Jr.. Deswegen dachte ich, der Film sei gut, denn seine Meinung deckt sich relativ häufig mit meiner. Mein Bruder allerdings meinte, der Film sei völliger Mist. Deine Kritik deckt sich mit seiner. Erwarte daher nichts. Witzig übrigens: Mein Bruder saß im Kino für Rambo, und hinter ihm saß besagter Wolfgang.

Nebenbei: Willkommen zurück! Vielleicht meldest du dich auch mal wieder auf Facebook?
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Alt 06.05.2020, 18:21   #21812
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Macho Man Randy Savage Beitrag anzeigen
Weil Rambo uralt mittlerweile aussieht, nur das was auf der Ranch gespielt hat gut war. Der Rest des Films der in Mexiko gespielt hat total schlecht war.

Mit dem Ende von Teil 4 einen würdigen Abschluss hatte. Der nun nicht mehr diese Serie abrundet, ein 72 Jähriger alleine keine ganze Armee platt macht.
Er war allerdings auch schon 2008 62 Jahre alt, dementsprechend war er da bereits zu alt, trotzdem wurde der Film, zumindest hier auf dem Forum, recht positiv besprochen.
Das Altersargument finde ich sowieso eher unschlüssig. Ab Teil 2 wurde in dieser Serie der Realismus über Bord geworfen. Auch ein 40-Jähriger kann keine ganze Armee plattmachen, aber als Zuschauer nimmt man das hin ("Suspension of Disbelief"). Das Problem jetzt scheint eher zu sein, dass die Qualität des Films einfach miserabel ist. Ich kann es nicht beurteilen, da ich ihn bisher nicht gesehen habe. Ich fand allerdings Teil 4 schon mittelmäßig. Zwar war er herrlich brutal, fiel aber durch unterirdische Spezialeffekte auf und, weitaus schlimmer, eine völlig deplatzierte Vergewaltigungsszene (oder waren es mehrere?). Dieses Thema, also Vergewaltigung, ist eines, das man mit Samthandschuhen anfassen muss, um ihm gerecht zu werden. In "John Rambo" war die Vergewaltigung allerdings billiges Mittel zum Zweck, was ich in höchstem Maße widerlich fand.
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Geändert von Humppathetic (06.05.2020 um 19:13 Uhr).
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Alt 06.05.2020, 19:02   #21813
Goldberg070
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In John Rambo kommt meines Wissens nach auch in der Uncut-Version keine Vergewaltigungsszene vor.
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Alt 06.05.2020, 19:12   #21814
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
In John Rambo kommt meines Wissens nach auch in der Uncut-Version keine Vergewaltigungsszene vor.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Dorf die Frauen vergewaltigt werden. Es wird nicht explizit gezeigt, aber es wird mindestens angedeutet.

Habe es mir gerade nochmal angeguckt. In der Nacht werden die Frauen misshandelt und eine wird vorher in einen Raum gebracht, wo man durch einen Schlitz sieht, dass sie nackt ist, sprich eine Vergewaltigung wird angedeutet. Und das fand und finde ich in einem solchen Film deplatziert.
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Alt 06.05.2020, 19:16   #21815
umimatsu
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Zitat:
Zitat von PappHogan Beitrag anzeigen
Auch ich hätte mir einen amtlichen, epischen Endpunkt in der form des Endkampfes der Menschen gegen die Maschinen gewünscht.
aber Pustekuchen.
Da sind wir schon zu zweit. Terminator hatte diese düsteren Zukunftsszenen. Sowas würde ich gerne in voller Länge sehen wollen. Teil 4 ging in die Richtung, verkackte das Setting leider vollständig.

Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Hm... ich muss ihn wohl nochmal gucken. Ich bin der einzige, dem der Film gefallen hat. So langsam habe ich meine Zweifel, dass ich an dem Tag mit meinem Hirn anwesend war.
Sagen wir's mal so: Dark Fate ist auf jeden Fall besser als Genesys.

Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Der Film ist ja durchgehend verrissen worden, außer von Wolfgang Schmitt Jr.. Deswegen dachte ich, der Film sei gut, denn seine Meinung deckt sich relativ häufig mit meiner. Mein Bruder allerdings meinte, der Film sei völliger Mist. Deine Kritik deckt sich mit seiner. Erwarte daher nichts. Witzig übrigens: Mein Bruder saß im Kino für Rambo, und hinter ihm saß besagter Wolfgang.
Ich stimme mit Wolfgang auch häufig überein - außer bei Rambo 5. Der war alles Andere als "zärtlich".

Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Nebenbei: Willkommen zurück! Vielleicht meldest du dich auch mal wieder auf Facebook?
Mein Facebook-Account liegt vorerst brach. Selbstverordnete Social Media-Pause. Zu viel empfohlener rechter Scheiß, zu viele Hasskommentare von Arbeitskollegen und Bekannten.

Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
In John Rambo kommt meines Wissens nach auch in der Uncut-Version keine Vergewaltigungsszene vor.
Doch. Die Frauen, die vor den zugedröhnten Soldaten auftreten, werden am Ende von der Bühne gezogen und missbraucht - auch wenn dies nicht explizit gezeigt wird.

Edit: Und dann ist da noch die Szene, wo der Junge vom burmesischen Colonel zum Sex gezwungen bzw. missbraucht wird.
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Geändert von umimatsu (06.05.2020 um 19:30 Uhr).
umimatsu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2020, 19:24   #21816
Goldberg070
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Ok, es wird angedeutet, aber nicht gezeigt. Ich meinte in meiner Aussage eine Szene, die explizit eine Vergewaltigung zeigt, und das kommt im Film nicht vor.
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Alt 06.05.2020, 19:56   #21817
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von umimatsu Beitrag anzeigen
Mein Facebook-Account liegt vorerst brach. Selbstverordnete Social Media-Pause. Zu viel empfohlener rechter Scheiß, zu viele Hasskommentare von Arbeitskollegen und Bekannten.
Ich habe glücklicherweise weder Kollegen, die rechtsradikal sind oder Rechtsradikales posten (außer einem, der ein wenig zu leichtem Rechtspopulismus neigt, noch anderweitige Freunde, die dasselbe tun, aber die, die das taten, flogen bei mir aus der Kontaktliste.
Die letzte Person, die ich gelöscht habe, war allerdings eine Frau, die mit mir politisch auf einer Wellenlänge liegt, aber zu ideologisch verblendetem Pseudo-Feminismus neigt, der mich nur noch genervt hat.

Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Ok, es wird angedeutet, aber nicht gezeigt. Ich meinte in meiner Aussage eine Szene, die explizit eine Vergewaltigung zeigt, und das kommt im Film nicht vor.
Mir reicht allerdings bereits, dass es angedeutet wird. Ich brauche in einem stumpfen Actionfilm keine solchen Szenen, um zu erkennen, dass die Bösen böse sind. Das kann man auch anders bewerkstelligen.
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Geändert von Humppathetic (06.05.2020 um 20:31 Uhr).
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Alt 06.05.2020, 20:00   #21818
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von Pohjattomat Purkkihousut Beitrag anzeigen
Mir reicht allerdings bereits, dass es angedeutet wird. Ich brauche in einem stumpfen Actionfilm keine solchen Szenen, um zu erkennen, dass die Bösen böse sind. Das kann man auch anders bewerkstelligen.
Die Meinung wiederum kann ich vollkommen nachvollziehen.
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Alt 06.05.2020, 20:29   #21819
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Die Meinung wiederum kann ich vollkommen nachvollziehen.
Ich bin im Übrigen, um das nochmal klarzustellen, nicht grundsätzlich gegen Szenen von Vergewaltigungen in Filmen. Man kann sowas gut hinbekommen. Im letzten Verhoeven-Film (Elle) gab es ja eine Vergewaltigung am Anfang des Films, und die Kritiker waren voll des Lobes. Auch sowas kann also klappen.
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Alt 06.05.2020, 20:31   #21820
Creed
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Der Hauptgrund warum ich Rambo 5 bis jetzt noch nicht gesehen habe ist einfach der, das ich den Film unnötig finde. Teil 4 hatte für die Reihe das perfekte Happy End und das wird durch Teil 5 kaputt gemacht.
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Alt 06.05.2020, 20:37   #21821
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Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Der Hauptgrund warum ich Rambo 5 bis jetzt noch nicht gesehen habe ist einfach der, das ich den Film unnötig finde. Teil 4 hatte für die Reihe das perfekte Happy End und das wird durch Teil 5 kaputt gemacht.
Kaputt gemacht ist etwas übertrieben, aber ist ist halt auch kein richtiger Rambo, einfach nur Rambo der nochmal zeigt was er kann, deswegen fand ich den Film mit seiner Härte nicht schlecht, aber auch nicht super.
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Alt 06.05.2020, 21:11   #21822
Kinderschreck
Schädelbasisbruch
 
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"Rambo: Last Blood" ist tatsächlich eher weniger gelungen, wenn auch nicht ganz ohne Meriten. Quasi das Mashup aus "Home Alone" und "Friday the 13th", von dem man vorher nicht wusste, dass man es brauchen würde. Im Grunde aber unnötig und natürlich kein Vergleich zum pechschwarzen Wutklumpen namens "John Rambo", diesem unfassbaren Monstrum von Film.
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Alt 07.05.2020, 17:57   #21823
Humppathetic
Genickbruch
 
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American Sniper

Die Geschichte von Chris Kyle, der in die Geschichte einging als bester Scharfschütze in der Geschichte der amerikanischen Armee, als er in vier Einsätzen im Irak ca. 160 Feinde tötete. Eastwood ist der Regisseur, Bradley Cooper spielt Kyle.

Es fällt mir einigermaßen schwer, den Film zu bewerten. Eastwood, der sich in seinen späten Jahren relativ liberal zeigte, was sich auch in seinen Filmen niederschlug, hat die letzten Jahre wieder eine Kurve hingelegt und neigt doch eher zu den Republikanern, teilweise sogar recht drastisch. Dieser Film ist ein gutes Beispiel dafür. Dass Kyle die Iraker als Wilde bezeichnet, wird unkritisch aufs Tableau gebracht. Dass es im ganzen Film keinen einzigen charakterlich korrekten Iraker gibt, stößt ebenfalls sauer auf.
Dass Kyles Hass auf Iraker und seine Wollust beim Töten selbiger, sogar von Kindern, nicht weiter thematisiert wird, ist ebenfalls mehr als merkwürdig. Im Film schreckt Kyle sogar, zu Recht, davon ab, ein Kind zu töten. Den überlegenen Sniper namens Mustafa hat man erfunden (dieses Duell erinnerte mich übrigens an, wie sollte es anders sein, "Duel - Enemy At The Gates"). Dass im Film geschichtsrevisionistisch behauptet wird, der Irakkrieg sei eine Folge der Terroranschläge des 11. Septembers, ist eine Lüge, die schon lange vorher falsifiziert wurde.
Dass Kyle fälschlich behauptet hat, er habe Jesse Ventura verprügelt, wird ebenfalls ausgespart. Auch, dass er auch noch stolz darauf war, angeblich einen damals bereits ca. 57-Jährigen verprügelt zu haben, weil er damit ja die USA verteidigt habe, wird dementsprechend ebenfalls nicht erwähnt. Auch seine Teilnahme an den Häuser"einbrüchen" stimmt so nicht. Er war nur ein Sniper.

Auf der anderen Seite kann man argumentieren, dass es Eastwood um den Menschen Kyle bzw. den Menschen Kyle im Krieg ging und um dessen Entwöhnung von der Zivilisation inklusive innerer Konflikte und PTBS. Das hat er meines Erachtens relativ gut hinbekommen.
Und zudem muss man einfach sagen, dass man rein filmisch - also völlig losgelöst von der Realität - ein sehr gutes Werk vorgesetzt bekommt, wie man es von Eastwood gewohnt ist und beinahe erwartet. Pacing, Kamera, Schauspiel, Spannung - alles befindet sich auf hohem Niveau.

Ich habe mir daher erlaubt, den etwas feigen Weg zu nehmen und den Film nur als Film zu bewerten, und das gibt dann

7/10.

Nachtrag: Im Übrigen hat sich Bill Maher in der kontroversen Diskussion um den Film mal wieder als der Idiot dargestellt, der er ist. Behauptet erstens, American Sniper habe viel mehr Kohle als bspw. The Hurt Locker eingespielt, weil The Hurt Locker mehr zum Nachdenken anrege als der actionlastige American Sniper. Zahlreiche Filme wie Good Morning, Vietnam, Die Brücke am Kwai etc. beweisen das Gegenteil. Dass er den Film dann auch noch als Verkörperung des amerikanischen Faschismus sieht, zeigt einfach, dass er nur schwarz und weiß sieht und eine vernünftige Diskussion gar nicht führen kann. Und das sage ich als dezidiert Linker oder auf Amerikanisch Liberal. Selbst als Atheist fand ich seine religionskritische Dokumentation stumpf ohne Ende.
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Geändert von Humppathetic (07.05.2020 um 17:59 Uhr).
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Alt 07.05.2020, 18:53   #21824
umimatsu
ECW
 
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Filmisch sicherlich stark. Nur denke ich, dass Chris Kyle die falsche Person ist, der man ein Denkmal setzen sollte. Seine Autobiografie gehört mit zu dem Widerlichsten, was ich jemals lesen durfte.
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Alt 07.05.2020, 19:02   #21825
Humppathetic
Genickbruch
 
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Filmisch sicherlich stark. Nur denke ich, dass Chris Kyle die falsche Person ist, der man ein Denkmal setzen sollte. Seine Autobiografie gehört mit zu dem Widerlichsten, was ich jemals lesen durfte.
Nicht gelesen, aber es wird in meinem Review ja klar, dass ich auch den Film teils arg problematisch finde. Nur mochte ich für den filmisch sehr guten Film keine niedrige Punktzahl vergeben, da er das dahingehend nicht verdient hat.
Generell stellt sich die Frage, ob Soldaten überhaupt zelebriert werden sollten. Manche mögen ihr eigenes Leben hinter das von anderen gestellt haben, haben vielleicht trotz höchster Gefahren Menschen gerettet. Aber am Ende bleiben sie doch, um es ganz populistisch mit, ich glaube, Nanis Worten zu sagen, gesellschaftlich akzeptierte Mörder.
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