Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 10.03.2023, 08:31   #15801
Iceman.at
Höllen-Rentner
 
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Wenn ich sowas schon lese.
Bei uns kommen die Leute ja inzwischen drauf, dass man nicht immer den Bückling für die Wirtschaft machen darf, hoffentlich kommt das auch noch bei unseren Politikern an.
Aber dass man sich mehr oder weniger von Apple und deren Zulieferern Gesetze aufdiktieren lässt und das natürlich zu Lasten von Arbeitern und im speziellen von Frauen ist schon brutal frech.
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Wenn ein Nichtschwimmer ersauft ist das nicht tragisch, sondern konsequent. Gerhard Polt
Ich esse aus religiösen Gründen keine Leber. Welcher Konfession gehören sie an? Ich bin Alkoholiker.
Wer die Bild Zeitung liest um sich zu informieren, trinkt auch Schnaps wenn er Durst hat. Claus von Wagner
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Alt 10.03.2023, 11:04   #15802
RainMaker
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Iceman.at Beitrag anzeigen
..., hoffentlich kommt das auch noch bei unseren Politikern an.
Am Mittwoch war eine Diskussion und ÖVP steht zu "Teilzeit muss unattraktiver werden."
RainMaker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2023, 11:27   #15803
Iceman.at
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von RainMaker Beitrag anzeigen
Am Mittwoch war eine Diskussion und ÖVP steht zu "Teilzeit muss unattraktiver werden."
Finde ich immer wieder faszinierend wie die Arbeitgeberseite, und das sind ÖVP, Neos und die FPÖ nun mal, immer wieder was von 40 Stunden Woche und mehr arbeiten faselt um das zu erhalten was die vorhergehenden Generationen aufgebaut haben, um komplett zu ignorieren, dass die Produktivität der Menschen um ein zigfaches gestiegen ist durch Maschinen und Digitalisierung.
Es geht ihnen immer nur um Gewinne der Firmen (Parteispender) und nie um das was die Menschen bekommen, da können sie sich mit egal welchen Floskeln und rhetorischen Mitteln versuchen was anderes hinzustellen.
Auch ein Problem sind dann solche Medien wie die Krone/Bild/Welt usw. die das Narrativ immer weiterverteilen um zu zeigen alle sind so faul und deswegen gehts bergab mit der Wirtschaft und davor müsst ihr Angst haben, anstatt mal zu sagen, wenn alle Firmen und Konzerne ihre fairen Steuern zahlen würden, müsste man nicht die Arbeit der Mensche so besteuern dass nix übrigbleibt am Monatsende.
Solange ich als Arbeiter 30% Steuern zahle auf das was ich Leiste, und der Firmenboss und die Aktionäre auf ihre Kapitalerträge, die auch ich erwirtschaftet habe mit meiner Arbeit 25% zahlen, ist irgendwas ganz schief.
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Alt 10.03.2023, 12:45   #15804
Goldberg070
Moderator
 
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Beiträge: 17.105
Vor allen Dingen gab es erst vor Kurzem eine größere Untersuchung in England mit zig Firmen, die testweise über einen längeren Zeitraum eine 4 Tage Woche mit dadurch reduzierter wöchentlicher Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich eingeführt haben. Wenn ich alles richtig in Erinnerung habe, ist die Produktivität gestiegen und die Krankheitstage der Beschäftigten ist um ein Drittel gesunken.

Auch in skandinavischen Ländern geht ja viel in die Richtung, auch mit 6 Stunden Arbeitstagen zum Beispiel. Und Deutschland natürlich wieder so "AbEr dIe WiRtScHaFt " "Wir müssen länger arbeiten, 42 Stunden Woche muss kommen", "Rente mit 70" und der ganze Müll, den immer wieder die gleichen Sesselfurzer von sich geben. Es macht nur noch aggressiv.

Man kann über Thilo Sarazin denken, was man will und er hat echt viel Blödsinn geschrieben in seinem Buch, aber mit einem hatte er Recht: Deutschland schafft sich ab.
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
Goldberg070 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2023, 13:07   #15805
Iceman.at
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 22.11.2008
Beiträge: 19.151
Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen
Vor allen Dingen gab es erst vor Kurzem eine größere Untersuchung in England mit zig Firmen, die testweise über einen längeren Zeitraum eine 4 Tage Woche mit dadurch reduzierter wöchentlicher Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich eingeführt haben. Wenn ich alles richtig in Erinnerung habe, ist die Produktivität gestiegen und die Krankheitstage der Beschäftigten ist um ein Drittel gesunken.

Auch in skandinavischen Ländern geht ja viel in die Richtung, auch mit 6 Stunden Arbeitstagen zum Beispiel. Und Deutschland natürlich wieder so "AbEr dIe WiRtScHaFt " "Wir müssen länger arbeiten, 42 Stunden Woche muss kommen", "Rente mit 70" und der ganze Müll, den immer wieder die gleichen Sesselfurzer von sich geben. Es macht nur noch aggressiv.

Man kann über Thilo Sarazin denken, was man will und er hat echt viel Blödsinn geschrieben in seinem Buch, aber mit einem hatte er Recht: Deutschland schafft sich ab.
Du hast mir den ersten zwei Absätzen recht, dass sich da nichts ändert ist allerdings eben an den von mir angesprochenen Medien aufzuhängen, da immer wieder Narrative wie die faulen Ausländer, die faulen Jugend und der fleißige deutsche bedient und in die Köpfe der Leute eingehämmert werden, und das so erfolgreich, dass das immer noch die Hauptgesprächspunkte im Moment sind warum es den Leuten schlechter geht, anstatt darüber zu reden dass sich Deutschland in ein Billiglohnland verwandelt hat.

Mit dem dritten Absatz hast du aber nicht Recht denn der Rückgang des Wohlstands ist nicht das was Sarazin gemeint hat mit Deutschland schafft sich ab, sondern das waren einfach ausländerfeindliche Parolen und es ging ihm um das vermeintliche aussterben der deutschen Kultur und Rasse.

Zitat:
Sarrazin beschreibt in seinem am 30. August 2010 erschienenen Buch Deutschland schafft sich ab die Folgen, die sich seiner Ansicht nach für Deutschland aus der Kombination von Geburtenrückgang, wachsender Unterschicht und Zuwanderung aus überwiegend islamisch geprägten Ländern ergeben würden.
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Alt 10.03.2023, 13:35   #15806
OrtensLaw
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 07.04.2009
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@Goldberg & Iceman

Ihr trefft den Nagel auf den Kopf. Es hat sich alles weiterentwickelt, was früher noch händisch erledigt werden musste. Und trotzdem schreien "die da oben" nach höherer Wochenarbeitszeit und späterem Renteneintritt. Jeder weiß doch das nach spätestens 6 Std. täglich eh die Leistungsfähigkeit/Konzentration rapide sinkt. Das man dann noch vollen Lohnausgleich bei weniger Std. pro Woche fordert, gleicht ja für viele deutsche Arbeitgeber an Blasphemie.

Ich finde es auch deprimierend, zumindest soweit die Theorie, bis 67 arbeiten zu müssen und dann kommen die mit 70 oder mehr um die Ecke. Hatte dazu auch mal bei Lanz reingeschaut. Da waren Monika Schnitzer und Precht zu Gast. Sie meinte die alten Leute wollen regelrecht zurück in den Arbeitsmarkt, man bräuchte doch Fachkräfte bla, bla, bla. Precht erwiderte wie das dann aussehen soll, ob sich 75 Jährige dann von 68 Jährigen pflegen lassen sollen. Egal wie man zu ihm steht, hat er hier vollkommen recht. Wiederum gehen natürlich auch Leute freiwillig länger, weil sie nicht wissen, was sie zu Hause anstellen sollen oder eben auch weil die Rente nicht reicht. Das ist alles so verdammt bitter.

Ich hätte jedenfalls nichts gegen Teilzeit und wüsste problemlos etwas mit meiner Freizeit anzufangen. 50 Jahre lang mit einer 40 Std. Woche in einer klassischen Produktion oder einem Büro zu versauern halte ich eh für überbewertet. Nur um dann kurz vor der 70 schon halb gebrechlich und mit einer mickrigen Rente vor sich hin zu vegetieren. Ziemlich ernüchternd, wenn man mal länger drüber nachdenkt. Einen Ausweg aus dieser Misere habe ich aber auch noch nicht gefunden...
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Geändert von OrtensLaw (10.03.2023 um 13:56 Uhr).
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Alt 10.03.2023, 18:37   #15807
Landnani
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 17.347
Zitat:
Zitat von RainMaker Beitrag anzeigen
Am Mittwoch war eine Diskussion und ÖVP steht zu "Teilzeit muss unattraktiver werden."
Wieviel muss die ÖVP eigentlich noch tun, um unattraktiver zu werden?
Gesundheit, Familienfreundlichkeit und auch die besagten Studien zur Leistungsfähigkeit empfehlen das Gegenteil. Aber da für Wirtschaft Arbeitszeitverlängerung und späterer Renteneintritt bequemer ist, wird aus dem lobbyfinanzierten Lager genau das vorangetrieben.
Man könnte natürlich auch Zuwanderung nutzen, um das lang vorhergesehene Problem zu kompensieren, aber das ist mit latentem Rassismus halt schlecht vereinbar.
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Alt 10.03.2023, 19:56   #15808
Gelöschter User 25181
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Registriert seit: 28.12.2022
Beiträge: 162
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Man könnte natürlich auch Zuwanderung nutzen, um das lang vorhergesehene Problem zu kompensieren, aber das ist mit latentem Rassismus halt schlecht vereinbar.
Du meinst, noch mehr Ingenieure, Professoren und sonstige Fachkräfte aus Afrika und dem Nahen Osten sind die Lösung? Die nimmt man doch dann den jeweiligen Ländern weg.
Gelöschter User 25181 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2023, 20:44   #15809
Landnani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 17.347
Zitat:
Zitat von Mitochonder Beitrag anzeigen
Du meinst, noch mehr Ingenieure, Professoren und sonstige Fachkräfte aus Afrika und dem Nahen Osten sind die Lösung?
Vereinfacht ausgedrückt. Immerhin bauen Ausländer ja bereits fleißig als Lieferanten für unsere schönen Autos.


Zitat:
Die nimmt man doch dann den jeweiligen Ländern weg.
Stimmt. Hätte negative und auch positive Folgen für das abgebende Land.
In dem Punkt funktioniert Globalisierung sehr gut.
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Alt 12.03.2023, 21:05   #15810
Zheng Yi
Genickbruch
 
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Radfahrer in der Stadt sind einfach die Pest. Ich wurde eben beinahe von einem dieser evolutionären Prunkstücke über den Haufen gefahren. Wieso?

1. Bei Rot über den Zebrastreifen (auf dem er eh nichts zu suchen hatte, da reiner Fussgängerüberweg [der Radweg befindet sich deutlich markiert auf der Strasse])
2. Dunkel gekleidet
3. Kein Licht

Ganz ehrlich, wie unfassbar dumm muss man sein? Wenn er sich überfahren lassen will kann er das gerne tun, aber ich kann gut darauf verzicheten und dann auch noch die Argumentation dieser Vollspaten "aBeR iCh SeHe DoCh GeNug!!!1!1!!!1!" Ja, aber man sieht dich nicht du saudummes Ars******! Das gleiche mit Autofahrern die mit nur einem funktionierenden Scheinwerfer rumfahren. Solche Spinner sollte man aus dem Strassenverkehr entfernen. Geht zu Fuss, nutzt die Öffis, oder noch besser: Bleibt Zuhause, macht Homeoffice, aber hört auf unbescholtene Mitbürger zu gefährden. Und kommt ja nicht auf die Idee E-Roller zu nutzen. Die übersteigen eure geistigen Kapazitäten deutlich.
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Alt 12.03.2023, 21:17   #15811
k-town1900
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Schlimmer finde ich die auf dem Bürgersteig die fahren oft auf noch wie die Bekloppte. Früher hab ich da öfter den Ellenbogen ausgefahren oder einen kleinen Fußtritt verpasst wenn sie an mir vorbei sind. Mittlerweile bin ich aber zu Alt für sowas die haben teilweise einen schönen Abgang gemacht ich kann da von Glück reden das mehr als Schürfwunden nie passiert ist. Vorgestern ließ ich eine absteigen die war zwar normal unterwegs hat aber halt trotzdem nichts auf dem Bürgersteig zu suchen. Sie rief schon von hinten mach Platz ich will durch. Ich hab halt kein Platz gemacht dann musste sie absteigen und rief immer noch das sie durch will. Als ich sie einige Meter hinter mir her gehen ließ und dann zur Seite ging fragte sie mich wutentbrannt wie ich nur so Taub sein könnte. Ich antwortete ihr nur mit der Frage was sie denn in ihrem Alter auf dem Bürgersteig zu suchen hätte. Da war sie noch mehr angepisst und ist abgedampft. Ich fand es witzig.
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Alt 12.03.2023, 21:18   #15812
Landnani
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Das ist schon heftig. Ich bin zwar auch schon mal nachts ohne Licht gefahren, wenn das Ding kaputt war. Aber dann fährst Du doch erst recht vorsichtig und korrekt.

Aber wieso sollte Spackentum auch Fahrradfahrer exkludieren?!
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Alt 13.03.2023, 07:05   #15813
Zheng Yi
Genickbruch
 
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Ich glaube bei dem Typen herrschte im Oberstübchen Durchzug. Leerer Gesichtsausdruck, Mund offen, ich war überrascht dass ihm der Sabber nicht aus dem Mund lief.

Also in der Stadt betrifft das die Mehrzahl der Radfahrer. Praktisch jeder fährt bei Rot über die Kreuzung und wenn dann einer Hupt weil er besagten Zweiradler als Verzierung auf der Kühlerhaube gehabt hätte werden die auch noch frech.
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Alt 13.03.2023, 07:31   #15814
Iceman.at
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ich glaube bei dem Typen herrschte im Oberstübchen Durchzug. Leerer Gesichtsausdruck, Mund offen, ich war überrascht dass ihm der Sabber nicht aus dem Mund lief.

Also in der Stadt betrifft das die Mehrzahl der Radfahrer. Praktisch jeder fährt bei Rot über die Kreuzung und wenn dann einer Hupt weil er besagten Zweiradler als Verzierung auf der Kühlerhaube gehabt hätte werden die auch noch frech.
Ist am Land auch oft nicht anders. Auf meiner Strecke zur Arbeit fahren sehr viele Rennradfahrer auf der Bundesstraße, Tempolimit ist entweder 70 oder 100 km/h anstatt auf dem asphaltierten Radweg zu fahren der 20m neben der Bundesstraße parallel verläuft.
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Alt 13.03.2023, 08:15   #15815
Blast
Schädelbasisbruch
 
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Oh ja, wir haben bei uns auch eine große Straße den Berg hoch, 2 Meter Streifen extra für Radfahrer, auf beiden Seiten. Trotzdem gibt es immer wieder Pisser, die auf dem Bürgersteig fahren. Ich erschrecke mich jedes Mal, wenn die von hinten an mir vorbeifahren. Ich warte auf den Tag, wo ich einmal zufälligerweise meine Arme ausstrecke oder spontan zur Seite gehen, dass die meinen Arm ins Gesicht kriegen oder in mich hineinfahren. Ich kann es manchmal verstehen, dass man von Hauptstraßen eingeschüchtert ist, trotzdem ist auf dem Bürgersteig fahren meiner Meinung nach ein Riesenunding, vor allem bei mir in der Stadt, wo es etliche Fahrradwege gibt und es grundsätzlich sehr viele Möglichkeiten gibt, sich als Radfahrer zu entfalten.
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"Wenn du nur das willst, was du schaffen kannst, kannst du alles schaffen, was du willst!" - Konfuzius

Geändert von Blast (13.03.2023 um 08:15 Uhr).
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Alt 13.03.2023, 12:53   #15816
Guy Incognito
Knöchelbruch
 
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Also in der Stadt betrifft das die Mehrzahl der Radfahrer. Praktisch jeder fährt bei Rot über die Kreuzung und wenn dann einer Hupt weil er besagten Zweiradler als Verzierung auf der Kühlerhaube gehabt hätte werden die auch noch frech.

Mit solchen Vermutungen wäre ich vorsichtig, das täuscht häufig. Ich hatte vor Jahren im Winter auch mal das Gefühl, dass mindestens die Hälfte ohne Licht unterwegs ist und hab dann bei meinen Fahrten(mit dem Rad) auf Arbeit und zurück mal aus Spaß mitgezählt. Ergebnis war meist das von 100 Radfahrern 20 +-10 keine korrekte Beleuchtung hatten (also meist 10 komplett ohne und die anderen 10 nur vorn oder hinten)

Insgesamt gibt es natürlich überall Idioten wie sollte es auch anders sein, aber einige Sachen muss man sicher auch im Verhältnis sehen. Mit 20-30km/h über den Bürgersteig ist natürlich ein Unding aber in Schrittgeschwindigkeit für 20-30 Meter bis zur Haustür kann man mal machen. Gibt bei uns auch Radwege die gerne mal in falscher Richtung befahren werden, das ist an sich nicht cool aber wenn das Ding 5 Meter breit ist und der, der falschrum fährt für den anderen Platz macht und aufpasst ist das auch ok.

Was im Straßenverkehr sowieso zu selten vorkommt und gleichzeitig allen Beteiligten sehr gut tun würde wäre weniger Stress, mehr Rücksicht, Höflichkeit und hier und da ne nette Geste. Ich hab schon oft gemerkt, dass es einen unglaublich positiv beeinflussen kann, wenn man zum Beispiel gestresst und genervt von Arbeit kommt und man die Vorfahrt gelassen bekommt oder man einfach mit nem Lächeln bedacht wird oder was auch immer.
Guy Incognito ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2023, 14:04   #15817
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 4.228
Zitat:
Zitat von Iceman.at Beitrag anzeigen
Ist am Land auch oft nicht anders. Auf meiner Strecke zur Arbeit fahren sehr viele Rennradfahrer auf der Bundesstraße, Tempolimit ist entweder 70 oder 100 km/h anstatt auf dem asphaltierten Radweg zu fahren der 20m neben der Bundesstraße parallel verläuft.
Da kommt meist die Ausrede die Radwege Überland waren zu schlecht befestigt, meist durch verschmutzt durch Traktoren oder es würden Wurzeln durch den Asphalt wachsen da könnte man dann nicht so schnell fahren wie man will weil man sonst etwas übersehen und stürzen könnte.

In der Stadt kommt die Ausrede die Radwege wären zu eng, außerdem ständig unterbrochen deswegen fahren sie auf dem Bürgersteig auch weil die Autofahrer zu knapp überholen und es so unmöglich wäre auf der Straße zu fahren.

Zitat:
Zitat von Guy Incognito Beitrag anzeigen
Mit solchen Vermutungen wäre ich vorsichtig, das täuscht häufig. Ich hatte vor Jahren im Winter auch mal das Gefühl, dass mindestens die Hälfte ohne Licht unterwegs ist und hab dann bei meinen Fahrten(mit dem Rad) auf Arbeit und zurück mal aus Spaß mitgezählt. Ergebnis war meist das von 100 Radfahrern 20 +-10 keine korrekte Beleuchtung hatten (also meist 10 komplett ohne und die anderen 10 nur vorn oder hinten)

Insgesamt gibt es natürlich überall Idioten wie sollte es auch anders sein, aber einige Sachen muss man sicher auch im Verhältnis sehen. Mit 20-30km/h über den Bürgersteig ist natürlich ein Unding aber in Schrittgeschwindigkeit für 20-30 Meter bis zur Haustür kann man mal machen. Gibt bei uns auch Radwege die gerne mal in falscher Richtung befahren werden, das ist an sich nicht cool aber wenn das Ding 5 Meter breit ist und der, der falschrum fährt für den anderen Platz macht und aufpasst ist das auch ok.

Was im Straßenverkehr sowieso zu selten vorkommt und gleichzeitig allen Beteiligten sehr gut tun würde wäre weniger Stress, mehr Rücksicht, Höflichkeit und hier und da ne nette Geste. Ich hab schon oft gemerkt, dass es einen unglaublich positiv beeinflussen kann, wenn man zum Beispiel gestresst und genervt von Arbeit kommt und man die Vorfahrt gelassen bekommt oder man einfach mit nem Lächeln bedacht wird oder was auch immer.
Wenn ich an einer roten Ampel stehe wo eine Seitenstraße auf die Hauptstraße einmündet meist die Einmündung so frei das noch 1-2 Autos aus der Einmündung rausfahren können und sich vor mich stellen können. Gerade wenn die Einmündung links von mir ist kommt es oft vor das 3 Autos rausfahren, die natürlich nicht vor mich passen und dann den kompletten Verkehr lahmlegen weil der letzte quer auf der Gegenspur steht.

So hatte ich aber auch schon Fahrradfahrer fast auf der Haube. Die sehen das ich die Einmündung frei lasse, fahren links an der Autoschlange vorbei um dann nach rechts abzubiegen. Wenn in dem Moment der Verkehr weiter läuft und ich anfahren will hat mir schon öfter fast einer oder mehrere auf der Haube gesessen. Das ohne Licht fahren ist zwar nicht normal, wenn ich aber von deiner Zählung ausgehe, dann sind das 20% die nicht richtig beleuchtet sind und das ist eine ganze Menge. Wenn es dann noch eine Seitenstraße ist die nicht richtig beleuchtet ist, es auch noch regnet sind die kaum zu sehen. Oft sind sie auch noch komplett dunkel angezogen. Bei solch einem Wetter kann es ja schon schwierig sein einen Radfahrer mit korrekter Beleuchtung zu sehen bei den kleinen Lichtern die sie haben.

Bei meiner Arbeit fährt auch immer so ein spezielles Exemplar vorbei. Nicht beleuchtet, auf der Straße statt Radweg, schwarz angezogen, fährt auch so die Landstraße zwischen zwei Käffern aber eine ffp 2 Maske auf.

Was auch auf gefühlt 99% der Radfahrer zutrifft ist das sie sich nie einer Schuld bewusst sind. Immer sind es die Autofahrer oder Fußgänger die Schuld sind und gefälligst aufpassen sollen.
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Alt 13.03.2023, 17:20   #15818
Guy Incognito
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Wenn ich an einer roten Ampel stehe wo eine Seitenstraße auf die Hauptstraße einmündet meist die Einmündung so frei das noch 1-2 Autos aus der Einmündung rausfahren können und sich vor mich stellen können. Gerade wenn die Einmündung links von mir ist kommt es oft vor das 3 Autos rausfahren, die natürlich nicht vor mich passen und dann den kompletten Verkehr lahmlegen weil der letzte quer auf der Gegenspur steht.
Hatte ich letztens ne ähnliche Situation kam aus der Nebenstraße wollte über die Hauptstraße fahren. Die Nebenstraße ist stark befahren und viele Autos biegen nach rechts auf die Hauptsraße ab. Ich fahr dann immer etwas mittiger um zu zeigen, dass ich nicht abbiegen will in dem Moment werd ich von nem Auto links überholt höchstens 30cm Abstand und dann direkt vor mir rechts abgebogen

Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Das ohne Licht fahren ist zwar nicht normal, wenn ich aber von deiner Zählung ausgehe, dann sind das 20% die nicht richtig beleuchtet sind und das ist eine ganze Menge. Wenn es dann noch eine Seitenstraße ist die nicht richtig beleuchtet ist, es auch noch regnet sind die kaum zu sehen. Oft sind sie auch noch komplett dunkel angezogen. Bei solch einem Wetter kann es ja schon schwierig sein einen Radfahrer mit korrekter Beleuchtung zu sehen bei den kleinen Lichtern die sie haben.
Dafür, dass immer so getan wird, als würden mindestens 50% aller Radfahrer ohne Lichtfahren, finde ich 10% ohne Licht bzw. 20% ohne korrekte Beleuchtung doch n erheblichen Unterschied. Und ja die Leute ohne Licht finde ich auch nervig und unverschämt. Allerdings ist mir in den letzten 3 Monaten auch schon 3 oder vier mal das Kabel fürs Rücklicht (bzw. einaml davon für die komplette Beleuchtung gerissen) und musste dann mal für n Tag ohne Licht fahren. Aber wie Nani schon sagte ohne Licht sollte man dann eben vorsichtiger fahren und nicht wie manche mit 40 km/h möglichst eng an anderen vorbei rasen.


Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Was auch auf gefühlt 99% der Radfahrer zutrifft ist das sie sich nie einer Schuld bewusst sind. Immer sind es die Autofahrer oder Fußgänger die Schuld sind und gefälligst aufpassen sollen.
Das ist wohl ein Gefühl das jeder Verkehrsteilnehmer von den jeweils anderen hat, es bleiben eben immer die negativen in Erinnerung.
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Alt 13.03.2023, 19:41   #15819
Zheng Yi
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Zitat:
Zitat von Guy Incognito Beitrag anzeigen
Mit solchen Vermutungen wäre ich vorsichtig, das täuscht häufig. Ich hatte vor Jahren im Winter auch mal das Gefühl, dass mindestens die Hälfte ohne Licht unterwegs ist und hab dann bei meinen Fahrten(mit dem Rad) auf Arbeit und zurück mal aus Spaß mitgezählt. Ergebnis war meist das von 100 Radfahrern 20 +-10 keine korrekte Beleuchtung hatten (also meist 10 komplett ohne und die anderen 10 nur vorn oder hinten)
Heutige Zählung: 50 Radfahrer, 40(!) ohne oder mit teilweiser Beleuchtung, 10 mit. Natürlich alle dunkel gekleidet, nicht einer trug Reflektoren. Ich hätte weiterzählen können, aber dann wäre der Unterschied nur noch deutlicher ausgefallen. Also ja, die deutliche Mehrheit ist ohne Beleuchtung unterwegs.

Ich könnte das jeden Tag machen, das Resultat würde ähnlich ausfallen.
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Geändert von Zheng Yi (13.03.2023 um 19:44 Uhr).
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Alt 13.03.2023, 22:00   #15820
Guy Incognito
Knöchelbruch
 
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Heutige Zählung: 50 Radfahrer, 40(!) ohne oder mit teilweiser Beleuchtung, 10 mit. Natürlich alle dunkel gekleidet, nicht einer trug Reflektoren. Ich hätte weiterzählen können, aber dann wäre der Unterschied nur noch deutlicher ausgefallen. Also ja, die deutliche Mehrheit ist ohne Beleuchtung unterwegs.

Ich könnte das jeden Tag machen, das Resultat würde ähnlich ausfallen.
Hm ...ok war halt meine Erfahrung damals und mir ist natürlich auch klar, dass 100 Leute nicht repräsentativ auch nicht wenn man über längere Zeit zählt, wenn es imer die selbe Strecke ist. Trotzdem wollte ich es erwähnen, da man sich bei sowas doch oft verschätzt und denkt dass mindestens die Hälfte ohne Licht unterwegs ist und dann ists bei genauer betrachtung doch weniger. Gibt sicherlich auch von Stadt zu Stadt unterschiede, vielleicht ist es in den letzten 5 Jahren uach schlimmer geworden, denke ich aber eher nicht.

Letztlich bleibe ich dabei Idioten gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern und da ist dann eben das Problem, dass idiotische Fahrradfahrer zum Großteil sich selbst gefährend bei Autofahrern sieht das anders aus.
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Alt 13.03.2023, 22:10   #15821
Landnani
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40 von 50 ohne Licht finde ich aber auch krass. Das kenne ich ab den Abendstunden eigentlich nur als Ausnahme. Wobei ich in den letzten Jahren seltener zu der Zeit unterwegs bin und kaum mehr drauf achte. In meiner Fahrrad- und ÖPNV-Pendelzeit waren Licht aber normal und Deppen eine Ausnahme, die einem weniger als Ausnahme vorkommen als einem lieb ist. (Und der gefühlte Deppenquotient ist beim Autofahren auch nicht unbedingt besser.)

Wo bist Du denn unterwegs, Punny?
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Alt 13.03.2023, 22:41   #15822
Zheng Yi
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Das war jetzt in der Innenstadt von Zürich, also einer durchaus verkehrsriechen Gegend. Wie gesagt, mich überrascht das null, die Radfahrer in Zürich sind legendär dämlich. Ganz egal ob Mann, Frau oder Divers, ob alt oder jung, auf dem Drahtesel sitzt höchstwahrscheinlich ein Depp.
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Alt 13.03.2023, 22:55   #15823
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Als in Holland noch Nummernschilder an den Fahrrädern Vorschrift war hab ich damals schon gesagt das gehört hier auch eingeführt. Da hast wenigstens eine kleine Chance solche Deppen so anzuzeigen das sie auch gefunden werden. Bei den Radfahrern läuft halt alles Anonym ab da denken sich viele was soll mir schon passieren. In manchen Städten werden wenigstens Fahrradkontrollen durchgeführt und es gibt Polizisten bzw Ordnungsamt auf Fahrrädern. Bei uns wird beides nicht gemacht im Gegenteil, weil die Verstöße mit Fahrrädern durch die Fußgängerzone zu fahren überhand genommen haben wurde kurzerhand die Fußgängerzone für Fahrräder frei gegeben. Dementsprechend fahren da viele auch wie die Sau. Auf dem Gelände der FH gab es auch viele Unfälle mit Radfahrer das Gelände wurde dann für Radfahrer gesperrt aber da hält sich keine Sau dran und kontrolliert wird auch nichts. Mit der Situation an der FH wird aber die Stadt nichts damit zu tun haben denke ich zumindest.
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Alt 16.03.2023, 19:01   #15824
Der Landknecht
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Zwei guten Bekannten würde ich gerade am liebsten in die Fresse schlagen. Der eine ließ sich krank schreiben wegen burn Out. Der ist allerdings nur faul. Ich hatte einen burn Out ich weiß wie sich das anfühlt. Ich war 6 Monate in der Psychiatrie und ich hatte zu der Zeit garantiert keine Lust in die Kneipe zu gehen, dort Dart zu spielen, mit anderen Leuten zu scherzen, laut Musik mit zu singen. Das einzige was ich in der Phase in der Kneipe gemacht hab war mich abzuschießen um meine Gefühle zu betäuben. Solche Leute wie der sind mit ein Grund das psychische Erkrankungen heute von vielen nicht akzeptiert werden.
Sicherlich gut möglich, dass dein Bekannter nur vorgibt, am Burnout-Syndrom zu leiden; ich kenne ihn ja nicht.
Aber generell mal eine Bemerkung dazu: Psychische Erkrankungen wie Burnout und auch Depressionen äußern sich bei jedem anders. Du schreibst ja selbst, dass du selbst in deiner Hochphase noch in die Kneipe bist, um dich abzuschießen. Von "in die Kneipe gehen und sich abschießen" zu "in die Kneipe gehen, sich abschießen, darten und mit Leuten lachen" ist es so weit dann nicht mehr.

Habe dazu mehr im Spoiler geschrieben, aber das ist teils starker Tobak, daher bitte nur lesen, wenn man mit heftigeren Themen umzugehen weiß. Das ist als Warnung an alle gemeint, nicht nur k-town1900.
Spoiler:
Es gibt sogar - wir nehmen einfach mal an, dass das kein Fake ist, um Mitleidslikes abzustauben - Fotos von Menschen, die sich lachend zeigen und die mit "wenige Stunden später suizidierte sich diese Person" untertitelt sind.
Ich kann da auch von mir berichten. In meiner schlimmsten Phase, also in der, in der ich eine schwere Depression hatte, kam ich zwar kaum aus der Wohnung heraus, wenn man von Einkäufen absieht, aber freitags abends war ich geradezu Stammgast in der lokalen Kneipe, lachte mit meinen Mitsäufern, spielte Darts, wirkte grundsätzlich fröhlich - nur um wenige Stunden später, wenn ich alleine zu Hause war, über Möglichkeiten meines Suizids nachzudenken. Ich kenne Frauen, die vergewaltigt wurden, und denen es deswegen massiv schlecht ging, die ich aber trotzdem immer wieder lachen sah. Einer der Gründe dafür ist, dass man sich damit einfach vor der Außenwelt schützt.


Du wirst also zumindest grundsätzlich einsehen, dass sowas vorkommen kann. Aber natürlich ist es möglich, dass dein Bekannter einfach nur faul ist. Wobei ich mich da frage: Bekommt man von einem Hausarzt ein Attest wegen Burnouts? Und falls man einen Psychiater braucht: Wie schnell lässt der sich fälschlicherweise davon überzeugen, dass man ein Burnout hat?
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Alt 16.03.2023, 19:50   #15825
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Ich hab in meiner Hochphase einfach nur noch irgendwie funktioniert.

Mein Bekannter erzählt nur etwas von burn Out hat aber auch kein Problem damit einen Krankenschein zu bekommen durch diverse Wehwehchen. Wenn tatsächlich burn Out diagnostiziert worden wäre dann hätte er nicht nur 1 Woche einen Krankenschein bekommen. Er hat wohl auch einen neuen Chef bekommen und der will doch tatsächlich das er was arbeitet für sein Geld und nicht nur in seinem Büro sitzt und Fernseh schaut. So ist der O-Ton seiner Arbeitskollegen die auch in der Firma arbeiten.
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