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Alt 29.12.2020, 23:17   #1
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Beiträge: 3.868
Auf ins neue Jahr, auf in viele Wahlen.

05.01.2021: Georgia wählt die beiden Senarsvertreter und entscheidet damit quasi im Alleingang über den Erfolg des President elected Joe Biden.

10.01.2021: Kasachstan und Kirgistan wählen den Präsidenten bzw. das Parlament.

14.03.2021: Hessen wählt Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen,
Gemeindevertretungen, Ortsbeiräte
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wählen Landtage.

In beiden Ländern gibt es spannende Rennen, in BaWü möchte die grün-schwarze Landesregierung wiedergewählt werden, die CDU erhofft sich vor den Grünen zu landen und die Koalition unter eigener Regie fortsetzen zu können, die Grünen können alternativ eine Ampel anführen.
In Rheinland-Pfalz will eine Ampel wiedergewählt werden, Malu Dreyer könnte hier jedoch von einer schwarz-grünen Koalition entmachtet werden.

25.04.2021 Thüringen wählt vorraussichtlich einen neuen Landtag. Nach dem Intermezzo eines FDP-Ministerpräsidenten ist Bodo Ramelow wieder im Amt. Reichen könnte es knapp für RRG, vielleicht geht das Spiel aber in eine neue Runde und die "Verhältnisse" bleiben wie im letzten Jahr.

06.06.2021 Sachsen-Anhalt: Die Kenia-Koalition stellt sich zur Wahl. Wenn alle mitmachen, wird das wieder reichen, aufgrund der relativen Stärke von Linken und AfD ist hier keine Überraschung zu erwarten.

12.09.2021 Niedersachen wählt kommunal, Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte, Regionsversammlung (Hannover)

26.09.2021 Berlin wählt einen neuen Landtag. Wie immer in der Hauptstadt kann jeder sich irgendwo Hoffnungen machen - braucht aber zumindest zwei Koalitionspartner.
In Mecklenburg-Vorpommern will Manuela Schwesig wiedergewählt werden und muss vor der CDU landen, dann reicht es für eine Fortsetzung der Regierung.

Irgendwo in Deutschland ist an dem Wochenende auch Bundestagswahl, die ewige Kanzlerin, die eiserne Kanzlerin, die von den Stones besungene Angie tritt nicht mehr an. Um die Nachfolge balgen sich zunächst Laschet, Merz und Röttgen, der #1-Contender wird es anschließend noch in einem Champion vs. Champion-Duell mit Markus Söder zu tun bekommen. Der irgendwann gekrönte Undisputed Union-Kanzlerkandidat wird dann auf Olaf Scholz treffen, der mindestens The Rock und Steve Austin in der gleichen Nacht besiegte. Noch sieht es gut aus für die Union, noch hat man aber den Kanzlerinnenbonus.

Nebenbei führen auch die Schweizer alle paar Monate ein paar Volksentscheide durch, Libyen, Tschad, Island und Benin wählen auch, ebenso Norwegen und die Isle of Man, welche Steuerhinterzieher man als erstes verhaftet. Nicht? Ja dann nicht.

Willkommen im Superwahljahr 2021!

Wie immer dürft, könnt und sollt ihr hier natürlich eure Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse kommentieren.

Geändert von rantanplan (29.12.2020 um 23:21 Uhr).
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Alt 06.01.2021, 18:16   #2
Thomas Jay
ECW
 
Registriert seit: 07.02.2002
Beiträge: 6.216
Ein paar Eindrücke zur Bundestagswahl:

Scholz wirkt auf mich oft emotionslos und er wollte die Olympischen Spiele nach Hamburg holen. Und zwar
-ohne ein durchdachtes Finanzkonzept
-in eine oft total überlaufene Innenstadt
-in eine Stadt die eh ewig für ihre zig Baustellen braucht und sich bei den Kosten astronomisch vertut (hallo Elbphilharmonie, ging schnell und günstig nicht wahr? *Sarkasmus aus*)
-und in eine Stadt mit ABARTIG hohen Mieten, die durch Olympia noch weiter gestiegen wären.

Dieser Mann macht also nicht etwas das gut für UNS BÜRGER ist, sondern wenn dann für ein paar Wirtschaftsunternehmen auf Kosten der Bürger.

Den wähle ich nicht.


Von Merz habe ich diverse faktisch falsche und gefährliche Aussagen und Ansichten gehört. Der Typ muss unbedingt verhindert werden.


Die anderen werde ich mir ansehen, am Ende aber vielleicht wieder die Partei wählen die am ehesten meine Werte vertritt.

Um die Welt friedlich voran zu bringen muss man nicht links, rechts oder konservativ sein, sondern fortschrittlich. Keine Angst vor Gewohnheiten und Tabus, sondern mit freiem Kopf auf gemeinsame Ursachen, Bedürfnisse und Werte schauen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern klarem Kopf und Gespür dafür, Menschen einen guten Weg nahezubringen. Es sollte daher eine Partei sein (IMO), die Fluchtursachen bekämpft, Beamte in die Rentenkasse einzahlen lässt (Altersarmut anyone?), eine gute und gesunde Behandlung von Tier und Pflanzen fördert für mehr gutes Essen zu bezahlbaren Preisen, ideologiekritische Bildung zu Ethik und Moral (frei von Religion, aber auch über diese aufklären, vor allem ihre moralischen Fallstricke und menschengemachte Herkunft und Mythen) ab der Grundschule fördert, in dem Zuge jede Form von Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Homophobie, Sexismus...) thematisiert sowie Organisationen wie NPD, AfD, Zentrarat der Muslime und dem der Ex-Muslime, außerdem was unser Umgang und Konsum mit Tier, Pflanze, Wasser, unserer Wahrnehmung und unseren Körpern sowie denen unserer Kinder macht. Diese Bildung sollte ab Grundschule in einem
Ethik-Pflichtfach (statt Religion) bis zum Abitur vermittelt werden und dazu Hausaufgaben, Tests, Arbeiten und Klausuren Pflicht sein. In dem Zuge wäre auch ein Einbauen von pädagogischen Themen sinnvoll, um sich selbst, seine Eltern und sein Umfeld besser verstehen zu können. Menschen sind enorm gesteuert durch ihr Unterbewusstsein das wiederum geprägt ist von Erfahrungen der Kindheit. Zudem sollten Intelligenz, Bildung und Medien Pflichtthemen im Unterricht sein und wie es kommt, dass viele nicht merken, wie sie in Schubladendenken und Vorurteile tagtäglich verfallen, vollkommen gleich welcher politischen oder weltanschaulichen Couleur sie sind. Und wie das zu Verurteilung, Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt führt und was das für Folgen hat. Viele Kinder schaden auf Jahrzehnte anderen Menschen, prägen sie mit durch ihre Gewalt. Während andere Kinder und Lehrer nicht helfen. Und dann wundert man sich über Hass und versucht durch Verurteilung und Ausgrenzung ihm ein Pflaster zu verpassen. Aber die Probleme in der Welt liegen tief. Verständnis durch Bildung braucht es, dann kann miteinander zu einem besseren Leben beitragen. Und es braucht mehr Geld für Mitarbeiter im Gesundheitswesen und mehr Geld um dort mehr Stellen bereitzustellen, mehr Krankenhaus Personal, mehr Ärzte, Praxen. Da geschehen immer wieder katastrophale Fehler aufgrund von Überlastung. Ein verunreinigter Tropf durch ein übermüdetes Krankenhaus Mitglied und ein lieber Mensch kann sterben.

So eine nützliche Politik ist viel zu fortschrittlich für die großen Parteien. Eine GUTE große Partei mit WEITBLICK habe ich noch nie gesehen.
__________________
Hey Corona, Du hast es gut, Deutsche haben keinen Mut,
larifari luschen wir rum, beim nächsten Lockdown gucken wir dumm.
Bring‘ evtl. Impfgegner um (*Scherz*), dann sind prozentual mehr immun.

Geändert von Thomas Jay (07.01.2021 um 09:01 Uhr).
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Alt 06.01.2021, 18:48   #3
Deadman39
Gehirnerschütterung
 
Registriert seit: 17.01.2020
Beiträge: 266
Merz ist für mich ebenfalls unwählbar. Sei es wegen bedenklicher Aussagen, der BlackRock Vergangenheit oder der Tatsache, dass einer wie er zum Leben seiner meisten Bürger - zumindest mit weniger als 100.000 Euro Jahreseinkommen überhaupt keinen Bezug hat. Ein Kanzler für Superreiche und Großkonzerne, nein danke.

Aber bei der Auswahl ist es allgemein schwer, überhaupt eine Entscheidung zu treffen.
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Alt 13.01.2021, 20:38   #4
Creed
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 04.06.2009
Beiträge: 2.944
Da "Die Partei" bei vielen Wahlen mit dabei ist, poste ich es mal hier.

Nico Semsrott verlässt »Die Partei« nach Sonneborn-Eklat

Die Rechtfertigung von Sonneborn finde ich auch etwas missglückt. Leuten durch die Blume zu sagen "ihr seit zu blöd" ist jetzt nicht gerade die feine Art, da hätte ich von Sonneborn doch etwas mehr erwartet. Eigentlich ist er recht redegewannt. Den Witz an sich finde ich eigentlich ganz witzig. Klar bedient er sich Vorurteilen, aber das Sonneborn nicht die Chinesen angreifen oder diskreditieren wollte, dürfte eigentlich klar sein. Am besten wäre es wahrscheinlich gewesen wenn er einfach gar nix dazu gesagt hätte.
Das Semsrott aussteigt, finde ich zwar schade, aber wenn er nicht mehr dahinter steht finde ich es gut das er auch Konsequenzen zieht. Das er aber sein Mandat nicht aufgibt, hat schon einen Beigeschmack. Marco Bülow oder Frauke Petry haben ihre Plätze immerhin noch direkt geholt, das sie dann auch nach einem Parteiaustritt drin bleiben kann ich noch verstehen. Semsrott hat seinen aber über die Liste erhalten, da hätte ich es konsequenter gefunden wenn er auch sein Mandat niedergelegt hätte.
__________________
Wie heißt es denn so schön? Mario steht für Multikulti, ein Italienischer Klempner, von Japaner erfunden, springt wie ein schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude!

Geändert von Creed (13.01.2021 um 20:56 Uhr).
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Alt 18.01.2021, 10:20   #5
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 1.409
Ich habe da mal eine Frage zum CDU-Parteitag und der Abstimmung.
Vielleicht hat ja jemand die Veranstaltung ausführlich verfolgt und es wurde dort erklärt:

Es heißt ja, das Ergebnis der Online-Abstimmung müsse durch die Briefwahl bestätigt werden, weil sie allein nicht rechtssicher sei. Aber was ist, wenn beim Vorsitzenden oder irgendeinem anderen Posten das Ergebnis nicht bestätigt wird?

Mir fallen da zwei Varianten ein:
1. Die Briefwahl ist die eigentliche, rechtlich verbindliche Wahl. Damit war die Onlinewahl nur eine unverbindliche Vorabstimmung, eine Art Hochrechnung.

2. Die Onlineabstimmung ist die eigentliche, verbindliche Wahl. Die Delegierten sollen mit der Briefwahl nur dokumentieren, wie sie gestimmt haben. Wenn sie ihre Wahl noch einmal ändern, ist das Wahlfälschung, ganz so als würde jemand seinen Stimmzettel aus der Urne fischen und korrigieren.

Die erste Variante wäre ziemlich peinlich, die zweite zusätzlich strafrechtlich relevant.


Weiß jemand, wie das Verfahren ist?

Es wäre ja auch für andere Parteien wichtig, denn es gibt ja noch zahlreiche Parteitage, und wenn es bei den Kandidatenlisten Unklarheiten gibt, wird schnell die ganze Wahl angefochten.
__________________
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Alt 18.01.2021, 11:52   #6
Nani
Höllen-Rentner
 
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Beiträge: 14.271
Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Da "Die Partei" bei vielen Wahlen mit dabei ist, poste ich es mal hier.

Nico Semsrott verlässt »Die Partei« nach Sonneborn-Eklat
Geben beide kein gutes Bild ab.
Die Kritik an Sonneborn finde ich berechtigt. Das auf diese Weise mit einem Austritt zu beantworten, ist hingegen unseriös. Wer einmal "Ja" zur Verantwortung gesagt hat, von dem erwarte ich vor einem Auftritt mehr Kampf bzw. eine Kritik an seinem Chef. Dieses Einknicken leistet nur der Kritik der politischen Vorschub, dass Die Partei & co. keine Verantwortung tragen können.
Dass er dann noch weiter auf dem Fresstrog seines Mandats sitzen bleibt, ist dann mE noch unmoralischer als schlechte Witzchen vom Chef.


Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Es heißt ja, das Ergebnis der Online-Abstimmung müsse durch die Briefwahl bestätigt werden, weil sie allein nicht rechtssicher sei. Aber was ist, wenn beim Vorsitzenden oder irgendeinem anderen Posten das Ergebnis nicht bestätigt wird?

Mir fallen da zwei Varianten ein:
1. Die Briefwahl ist die eigentliche, rechtlich verbindliche Wahl. Damit war die Onlinewahl nur eine unverbindliche Vorabstimmung, eine Art Hochrechnung.

2. Die Onlineabstimmung ist die eigentliche, verbindliche Wahl. Die Delegierten sollen mit der Briefwahl nur dokumentieren, wie sie gestimmt haben. Wenn sie ihre Wahl noch einmal ändern, ist das Wahlfälschung, ganz so als würde jemand seinen Stimmzettel aus der Urne fischen und korrigieren.

Die erste Variante wäre ziemlich peinlich, die zweite zusätzlich strafrechtlich relevant.
Die Frage habe ich mir auch gestellt, als ich zum ersten Mal von dem Modus gehört habe.

2. sehe ich persönlich nicht als Wahlfälschung, sondern nur als Fehler/Bärendienst an der Partei. Man kann nicht ausschließen, dass zwischen den Abstimmungen Zeit vergeht. Und dann hat ein Wähler durchaus das Recht sich umzuentscheiden. Zum Beispiel, wenn ihm Laschets Ansprache bei der Amtsübernahme nicht gefällt.

Ich drücke der CDU mal die Daumen, dass sie nicht in diese Schwierigkeiten geraden. Den Modus finde ich aber aus den o.g. Gründen ziemlich bizarr und unglücklich. Wenn sie schon modern online abstimmen lassen, dann muss das auch verbindlich zählen.
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Alt 18.01.2021, 23:02   #7
Creed
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 04.06.2009
Beiträge: 2.944
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Geben beide kein gutes Bild ab.
Die Kritik an Sonneborn finde ich berechtigt. Das auf diese Weise mit einem Austritt zu beantworten, ist hingegen unseriös. Wer einmal "Ja" zur Verantwortung gesagt hat, von dem erwarte ich vor einem Auftritt mehr Kampf bzw. eine Kritik an seinem Chef. Dieses Einknicken leistet nur der Kritik der politischen Vorschub, dass Die Partei & co. keine Verantwortung tragen können.
Dass er dann noch weiter auf dem Fresstrog seines Mandats sitzen bleibt, ist dann mE noch unmoralischer als schlechte Witzchen vom Chef.
Man weiß ja nicht was intern alles gelaufen ist. In seinem Statement hat Semsrott zumindest gesagt das er Sonneborn schon öfters darauf angesprochen hat. Wenn er wirklich nicht mehr hinter der Partei steht, finde ich es prinzipiell richtig auszutreten, bevor man nur noch halbherzig mitarbeitet. Allerdings hätte er dann auch von seinem Mandat zurücktreten und Platz für jemand anderes machen müssen. Schließlich hat die Partei den Platz geholt, nicht er.

Zitat:
ch habe da mal eine Frage zum CDU-Parteitag und der Abstimmung.
Vielleicht hat ja jemand die Veranstaltung ausführlich verfolgt und es wurde dort erklärt:

Es heißt ja, das Ergebnis der Online-Abstimmung müsse durch die Briefwahl bestätigt werden, weil sie allein nicht rechtssicher sei. Aber was ist, wenn beim Vorsitzenden oder irgendeinem anderen Posten das Ergebnis nicht bestätigt wird?

Mir fallen da zwei Varianten ein:
1. Die Briefwahl ist die eigentliche, rechtlich verbindliche Wahl. Damit war die Onlinewahl nur eine unverbindliche Vorabstimmung, eine Art Hochrechnung.

2. Die Onlineabstimmung ist die eigentliche, verbindliche Wahl. Die Delegierten sollen mit der Briefwahl nur dokumentieren, wie sie gestimmt haben. Wenn sie ihre Wahl noch einmal ändern, ist das Wahlfälschung, ganz so als würde jemand seinen Stimmzettel aus der Urne fischen und korrigieren.

Die erste Variante wäre ziemlich peinlich, die zweite zusätzlich strafrechtlich relevant.


Weiß jemand, wie das Verfahren ist?

Es wäre ja auch für andere Parteien wichtig, denn es gibt ja noch zahlreiche Parteitage, und wenn es bei den Kandidatenlisten Unklarheiten gibt, wird schnell die ganze Wahl angefochten.
Ein rein digitale Abstimmung ist aktuell rechtlich nicht möglich unter anderem da man eine Onlinewahl nicht öffentlich auszählen kann. (Quelle) Die CDU spricht sich aber dafür aus, dies in Zukunft zu ermöglichen, selbst wenn man das Grundgesetzt ändern muss. (Quelle)
Wenn ich es richtig verstanden habe steht auf dem Briefwahlzettel, nicht alle Kandidaten, sondern nur noch der Sieger den man bestätigen soll. Da am Wochenende nicht nur der Vorsitzende Gewählt wurde sondern auch andere Posten besetzt wurden, müssen auch diese per Briefwahl bestätigt werden. (Quelle)
Was aber passiert wenn Laschet, oder jemand anders, durch die Briefwahl fällt, habe ich nirgends gefunden. Da es aber ein absolutes Debakel für die Partei wäre, bezweifle ich das es passieren wird.

Auch wenn ich weiß Gott kein Fan der CDU bin und hoffe das sie nach der Wahl im September in der Opposition landet (ein wenig träumen darf man ja noch), drücke ich ihr doch die Daumen das die Wahl glatt über die Bühne geht.
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Geändert von Creed (18.01.2021 um 23:08 Uhr).
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Alt 18.01.2021, 23:13   #8
Nani
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Beiträge: 14.271
Bzgl. Semsrott: Den Chef "ein paar mal ansprechen" reicht mir da nicht. Wenn Du so ein Amt übernimmst und so schnell Leine ziehst, hast Du das Amt nie verdient gehabt.

Bzgl. CDU-Wahl: Interessante Info. Danke! =)
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Alt 19.01.2021, 07:15   #9
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Geben beide kein gutes Bild ab.
Die Kritik an Sonneborn finde ich berechtigt. Das auf diese Weise mit einem Austritt zu beantworten, ist hingegen unseriös. Wer einmal "Ja" zur Verantwortung gesagt hat, von dem erwarte ich vor einem Auftritt mehr Kampf bzw. eine Kritik an seinem Chef. Dieses Einknicken leistet nur der Kritik der politischen Vorschub, dass Die Partei & co. keine Verantwortung tragen können.
Dass er dann noch weiter auf dem Fresstrog seines Mandats sitzen bleibt, ist dann mE noch unmoralischer als schlechte Witzchen vom Chef.
Du gießt meine Gedanken dazu in Worte. Ich hatte das Statement von Semsrott schon vor Tagen gelesen und mir exakt das gedacht, was Du hier schreibst. Politiker sind Politikertypen. Wer sich da was vormacht, ist naiv. Dass das aber natürlich auch für die Moralisierer unter denen gilt, fällt jetzt vielleicht dem einen oder anderen auf. Drück einem gewöhnlichen Sozialisten Reichtum in die Hand und er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vom einen auf den nächsten Tag kein Sozialist mehr. Das war in der Geschichte schon tausendfach so und wird immer so sein. Was ich außerdem an der Partei, deren Slogans ich, zugegeben, teils zum Brüllen komisch finde, schon immer wohlfeil fand, ist diese Kritik ohne konkrete Verbesserungsvorschläge. Politisches Kabarett beschränkt sich allzu oft nur auf die Kritik. Darauf andere vorzuführen. Aber wie man es, abgeklopft an den realen Möglichkeiten, besser machen könnte - diese Antwort bleibt es meist schuldig. Und für die Partei galt und gilt genau das schon immer, meiner Meinung nach. So witzig die auch sind. Und so recht die manchmal (!) haben.
__________________
Die Entschleierung der Wahrheit ist ohne die Divergenz der Meinungen nicht denkbar.

Alexander von Humboldt

Geändert von Der Zerquetscher (19.01.2021 um 08:57 Uhr).
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Alt 22.01.2021, 21:57   #10
rantanplan
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Du gießt meine Gedanken dazu in Worte. Ich hatte das Statement von Semsrott schon vor Tagen gelesen und mir exakt das gedacht, was Du hier schreibst. Politiker sind Politikertypen. Wer sich da was vormacht, ist naiv. Dass das aber natürlich auch für die Moralisierer unter denen gilt, fällt jetzt vielleicht dem einen oder anderen auf. Drück einem gewöhnlichen Sozialisten Reichtum in die Hand und er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vom einen auf den nächsten Tag kein Sozialist mehr. Das war in der Geschichte schon tausendfach so und wird immer so sein. Was ich außerdem an der Partei, deren Slogans ich, zugegeben, teils zum Brüllen komisch finde, schon immer wohlfeil fand, ist diese Kritik ohne konkrete Verbesserungsvorschläge. Politisches Kabarett beschränkt sich allzu oft nur auf die Kritik. Darauf andere vorzuführen. Aber wie man es, abgeklopft an den realen Möglichkeiten, besser machen könnte - diese Antwort bleibt es meist schuldig. Und für die Partei galt und gilt genau das schon immer, meiner Meinung nach. So witzig die auch sind. Und so recht die manchmal (!) haben.
Wenn politisches Kabarett oder eine Satirepartei konstruktive Verbesserungsvorschläge oder Alternativen aufzeigen würden, dann unterscheidet sie was genau von einer "normalen" Oppositionspartei? Klar, die Tatsache, dass die Kritik humorvoll verpackt ist, aber das kann eine "normale" Opposition ja auch, die Grünen versuchen sich da immer wieder auch mal dran.

Ich würde es allerdings als Fehler ansehen, wenn Kabarettisten oder eine institutionalisierte Politik-Satire wie die PARTEI sich mit Vorschlägen hervortun würden. Es ist meine ich so schon schwierig, dass Kabarett eher links angesiedelt zu sein scheint (wie ja so ziemlich alle Bereiche der Kunst), aber wie passt das zusammen, wenn man idealerweise rundum alles parodiert, überspitzt usw. und andererseits feststellt, dass man Gemeinsamkeiten mit Parteien hat, weil man deren Ziele teilt?
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Alt 22.01.2021, 22:22   #11
Creed
Schädelbasisbruch
 
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Mittlerweile sind die Briefwahlstimmen ausgezählt und Laschet ist mit 83,35% als neuer Vorsitzender bestätigt worden.
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Alt 23.01.2021, 08:15   #12
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Wenn politisches Kabarett oder eine Satirepartei konstruktive Verbesserungsvorschläge oder Alternativen aufzeigen würden, dann unterscheidet sie was genau von einer "normalen" Oppositionspartei? Klar, die Tatsache, dass die Kritik humorvoll verpackt ist, aber das kann eine "normale" Opposition ja auch, die Grünen versuchen sich da immer wieder auch mal dran.

Ich würde es allerdings als Fehler ansehen, wenn Kabarettisten oder eine institutionalisierte Politik-Satire wie die PARTEI sich mit Vorschlägen hervortun würden. Es ist meine ich so schon schwierig, dass Kabarett eher links angesiedelt zu sein scheint (wie ja so ziemlich alle Bereiche der Kunst), aber wie passt das zusammen, wenn man idealerweise rundum alles parodiert, überspitzt usw. und andererseits feststellt, dass man Gemeinsamkeiten mit Parteien hat, weil man deren Ziele teilt?
Ich weiß ja, rantanplan, ich weiß das alles. Nur erstens parodiert dieses "linke Kabarett" meines Erachtens nicht "alles rundum", sondern zuvorderst den politischen Gegner. Und wenn es "die eigenen Reihen kritisiert", dann höchstens für eine Annäherung an den politischen Gegner. Allerdings gibt es auch einen Dieter Nuhr. Man hat also eine Auswahl. Nur. Das gibt mir persönlich einfach alles nichts. Nimm nur derzeit die Beschaffung von Impfstoff. Hier könnte man sich auf den ersten Blick herrlich über den Spahn lustig machen und darüber, dass er geknackt hat. Darüber, dass Israel schon große Teile seiner Bevölkerung geimpft hat. Und dann sieht man sich mal die komplexe Wirklichkeit an. Stichwort EU. Stichwort Meistbietender. Und das Ganze ist auf einmal gar nicht mehr so lustig. Versteh mich nicht falsch - über einen AfD Politiker, der Corona leugnet und es dann kriegt, kann ich lachen. Bin ein böser Mensch. Manche Sachen sind pure Ironie. Aber generell ist mir Kabarett zu simplifizierend. Zu sehr an der Realität vorbei. Zu neunmalklug. Das mag einen nicht stören. Ist für mich okay und cool. Allein, mein Ding ist es nicht. Und ich wähle sowas auch nicht.
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Alexander von Humboldt
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Alt 23.01.2021, 15:23   #13
Nani
Höllen-Rentner
 
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Du gießt meine Gedanken dazu in Worte. Ich hatte das Statement von Semsrott schon vor Tagen gelesen und mir exakt das gedacht, was Du hier schreibst. Politiker sind Politikertypen. Wer sich da was vormacht, ist naiv. Dass das aber natürlich auch für die Moralisierer unter denen gilt, fällt jetzt vielleicht dem einen oder anderen auf. Drück einem gewöhnlichen Sozialisten Reichtum in die Hand und er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vom einen auf den nächsten Tag kein Sozialist mehr. Das war in der Geschichte schon tausendfach so und wird immer so sein. Was ich außerdem an der Partei, deren Slogans ich, zugegeben, teils zum Brüllen komisch finde, schon immer wohlfeil fand, ist diese Kritik ohne konkrete Verbesserungsvorschläge. Politisches Kabarett beschränkt sich allzu oft nur auf die Kritik. Darauf andere vorzuführen. Aber wie man es, abgeklopft an den realen Möglichkeiten, besser machen könnte - diese Antwort bleibt es meist schuldig. Und für die Partei galt und gilt genau das schon immer, meiner Meinung nach. So witzig die auch sind. Und so recht die manchmal (!) haben.
Linkes politisches Kabarett attackiert zwar sicher häufiger den politischen Gegner, aber durchaus auch das eigene Lager. Zumindest Grüne und SPD werden gern auch von Linken aufs Korn genommen. Die LINKE kommt mir persönlich tatsächlich zu häufig ungeschoren davon.

Deine generelle Kabarett-Kritik teile ich jedoch. Ich finde es zwar nicht grundsätzlich falsch, wenn sich Kabarett auf Kritisieren und Parodieren beschränkt. Aber oft entwickelt sich daraus eine unschöne Dynamik. Weil es sich bewährt hat, macht man sich inzwischen reflexartig über alles lustig und dabei vernünftige Dinge gleichberechtigt lächerlich mit den wirklich parodie-würdigen Themen.

Das fällt mir gerade bei der Heute Show oft auf. Mal abgesehen von den Schnitten alberner Versprecher (ist zwar manchmal lustig, aber kein Kabarett), werden oft Entscheidungen durch den Wolf gedreht, bei denen man Politikern keinen Vorwurf machen kann.
Nicht nur bei der Heute Show ist da viel Nitpicking, Hindsight und Empörung über marginale Dinge dabei. Vielleicht erwarte ich da auch zu viel. Aber da in letzter Zeit oft gerade die verantwortungsbewussten Politiker die weiße Fahne hissen, während der Typus idealismusfreier Teflon-Politiker sich dauerhaft festsetzt, stellt sich mir schon die Frage, wie man gesellschaftlich ein gutes Politiker-Bild fördern kann. Und bissige Parodie in Dauerschleife sind dafür sicher nicht förderlich.

Was Die Partei angeht, bin ich da immer etwas zweigespalten. Das Abstimmverhalten war in der Vergangenheit mE positiv und es kommen gute Impulse. Aber der Ansatz Verantwortung abzulehnen passt nicht in mein Bild konstruktiver, nachhaltiger Politik.
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Alt 29.01.2021, 23:28   #14
rantanplan
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Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Ich weiß ja, rantanplan, ich weiß das alles. Nur erstens parodiert dieses "linke Kabarett" meines Erachtens nicht "alles rundum", sondern zuvorderst den politischen Gegner. Und wenn es "die eigenen Reihen kritisiert", dann höchstens für eine Annäherung an den politischen Gegner. Allerdings gibt es auch einen Dieter Nuhr. Man hat also eine Auswahl. Nur. Das gibt mir persönlich einfach alles nichts. Nimm nur derzeit die Beschaffung von Impfstoff. Hier könnte man sich auf den ersten Blick herrlich über den Spahn lustig machen und darüber, dass er geknackt hat. Darüber, dass Israel schon große Teile seiner Bevölkerung geimpft hat. Und dann sieht man sich mal die komplexe Wirklichkeit an. Stichwort EU. Stichwort Meistbietender. Und das Ganze ist auf einmal gar nicht mehr so lustig. Versteh mich nicht falsch - über einen AfD Politiker, der Corona leugnet und es dann kriegt, kann ich lachen. Bin ein böser Mensch. Manche Sachen sind pure Ironie. Aber generell ist mir Kabarett zu simplifizierend. Zu sehr an der Realität vorbei. Zu neunmalklug. Das mag einen nicht stören. Ist für mich okay und cool. Allein, mein Ding ist es nicht. Und ich wähle sowas auch nicht.
Man muss halt auch mal Lachen können Aber ist die Wirklichkeit so komplex? Die EU ist zu komplex, im Falle von Israel behaupte ich einfach mal, dass die alles gesichert haben, was sie kriegen konnten. Da laufen Automatismen, so ein Virus ist da nicht einfach nur da, das könnte auch massenhaft von Feinden Israels ins Land gebracht werden um die Juden auszurotten. (Traue ich dem Iran übrigens ehrlich zu...) Natürlich ist die ganze Regierung in der Corona-Pandemie eine einzige Parodie, aber womöglich funktioniert Satire auch nur, wenn sie auf die nicht ganz so offensichtlichen Dinge hinweist. Klar, auf den zweiten Blick hat unsere derzeitige Regierung sehr viel richtig gemacht und macht es immer noch. Ob einem das was gibt oder nicht, ist vielleicht eine ganz menschliche Frage. In meinem Umfeld erlebe ich fast jedes Gespräch über Corona als Galgenhumor, was will Satire da noch überspitzen? Die neue Sichtweise, das Spiegelbild, brauche ich nicht, ich hab das alles längst. Schlechte Zeiten für Satiriker.
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Alt 30.01.2021, 07:01   #15
Der Zerquetscher
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Zitat von rantanplan Beitrag anzeigen
Man muss halt auch mal Lachen können
Ich weiß. Das wäre sogar Kritik, die ich mir gefallen lasse. Und glaub mir, ich bin jemand, der sich ausschütten kann vor Lachen. Es gibt ja diese Leute,.. dieser Melancholiker-Typ, der höchstens mal schmunzelt. Der bin ich nicht.

Den Loriot fand ich immer zum Lachen, wenn er sich über Politiker lustig gemacht hat. Er tat das aber halt nicht sich moralisch überhöhend, sondern paritätisch gegen alle und eben immer anständig. Mit Stil. Naja, vielleicht kenne ich ja nur noch nicht den Kabarettisten, der mir zusagt. Ich müsste halt mal auf die Suche gehen. Kommt...
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Alexander von Humboldt
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Alt 10.02.2021, 20:50   #16
Tyrion Lannister
Genickbruch
 
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Wahl-O-Mat für BaWü und die Palz sind online

Bei mir werdens iwie immer die Freien Wähler

CDU ist diesmal eh für mich unwählbar, ich kann mit der Dame absolut nix anfangen um es mal gaanz höflich zu formulieren
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Born in The Länd

Geändert von Tyrion Lannister (10.02.2021 um 20:51 Uhr).
Tyrion Lannister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2021, 21:49   #17
Erwin
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
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Wahl-O-Mat für BaWü und die Palz sind online

Bei mir werdens iwie immer die Freien Wähler

CDU ist diesmal eh für mich unwählbar, ich kann mit der Dame absolut nix anfangen um es mal gaanz höflich zu formulieren
Bei mir waren CDU und die Linken fast gleichauf - heißt dann wohl, dass ich wieder Grün wähle.
Erwin ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2021, 09:07   #18
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Interessant, wie unterschiedlich die Länder bzw. Parteien sind.

In Rheinland-Pfalz gewinnt bei mir die FDP (gleichauf mit der CDU) mit 68,4%. Dafür liegt sie in Baden-Württemberg mit 39,5% auf dem letzten Platz. Die CDU hat hier 55,3%.

In RP macht die Linke den Letzten (46,1%), in BW ist sie auch nicht viel besser (47,4%). Die SPD kommt in beiden Ländern nur knapp über die 50%, da ist sogar die DKP besser.

Die Grünen schaffen nur 50% (RP) bzw. 55% (BW) und liegen in beiden Ländern ca. 6% hinter der ÖDP.

Piraten und Die Partei bleiben überall mit 46-49% unten. Die AfD bringt es auf 55,3% (RP) bzw. 43,4% (BW).

Sieger in BW sind Menschliche Welt (68,4%) und Eine für Alle (64,5%). Von beiden habe ich noch nie gehört.


Wählen würde ich, wohnte ich in einem der beiden Länder, wahrscheinlich die ÖDP.
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Alt 11.02.2021, 12:22   #19
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Bei mir sind es die Freien Wähler 58%, dicht gefolgt von den Piraten 54%, dann kommt ein Block von etwa 10 Parteien die alle zwischen 46% und 50% liegen, weit abgeschlagen Die Grünen mit 38% und die CDU mit 40%.
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Alt 11.02.2021, 12:44   #20
Humppathetic
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Da klickst du die einzelnen Parteien an, nur um zu sehen, dass unten "alle Parteien gleichzeitig anklicken" steht. Geil positioniert.
In Rheinland-Pfalz ist die von mir gewählte Linke nur auf Platz 5 gelandet. Die PARTEI auf Platz 1. Das überrascht mich doch sehr. Allerdings habe ich auch keinen Einblick in die rheinland-pfälzische Politik, daher kann es sein, dass ich Dinge anders bewertet habe, als ich es eigentlich täte. Und natürlich ist ein Wahl-O-Mat immer schwierig, wenn man einer einzelnen Aussage, ohne Kontext und ohne die eigene Entscheidung näher beleuchten zu können, zustimmen oder sie ablehnen soll.
Mich würde ja mal interessieren, wie das Ergebnis ausfiele, wenn man völlig wahllos irgendwas drückt oder bewusst widersprüchlich wählt.
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Alt 11.02.2021, 13:46   #21
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Es war beim Wahl-O-Mat halt schon immer so das man einen Satz vorgeworfen bekommt und sich für ja, nein, vielleicht entscheiden musste ohne inhaltliche Tiefe. Ich bin zb dafür daß jedes Kind die Möglichkeit hat in der Schule Mittag zu essen aber es sollte nicht für jedes Kind kostenlos sein, ich bin dafür daß erneuerbare Energien gefördert werden allerdings allen voran Solarenergie und nicht Windenergie...
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Alt 11.02.2021, 16:28   #22
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Im Parlmament müssen die Politiker am Ende allerdings auch mit Ja, Nein oder Enthaltung stimmen, ohne inhaltliche Tiefe. Wenn also jemand den Gesetzentwurf einbringt, dass alle Kinder kostenloses Essen bekommen sollen, kann der Abgeordnete nicht für "nur arme Kinder" stimmen.
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Alt 11.02.2021, 16:31   #23
Humppathetic
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Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Im Parlmament müssen die Politiker am Ende allerdings auch mit Ja, Nein oder Enthaltung stimmen, ohne inhaltliche Tiefe. Wenn also jemand den Gesetzentwurf einbringt, dass alle Kinder kostenloses Essen bekommen sollen, kann der Abgeordnete nicht für "nur arme Kinder" stimmen.
Er kann aber vorher Änderungen vorschlagen. Mal abgesehen davon, dass der Vergleich halt hinkt. Jeder weiß, in welcher Partei jemand ist, warum er wie abstimmt. Ein Wahl-O-Mat kennt dich nicht und verortet dich unter Umständen falsch ein. Daher ist das Ding natürlich höchstens ein Stichwortgeber, niemals ein Ersatz für politische Bildung.
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Alt 11.02.2021, 17:18   #24
Duke of Bridgewater
Schädelbasisbruch
 
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Der Wahl-O-Mat ist anders aufgebaut als etwa der Politische Kompass, der mich der geeigneten Partei zuordnen will, nicht umgekehrt. Die Fragen sind auch speziell auf die gerade anstehende Wahl ausgerichtet, nicht so allgemein wie bei I side with. (Dort liegen bei mir alle im Bundestag vertretenen Parteien zwischen 83 und 90%, mit Ausnahme der AfD, die es nur auf 45% bringt.)

Mehr als ein Stichwortgeber ist der Wahl-O-Mat allerdings nicht, denn er stellt nur fest, wessen Pläne mit meiner Meinung übereinstimmen. Wem ich es zutraue, die Pläne auch umzusetzen, muss ich schon selbst einschätzen.
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Alt 12.02.2021, 22:05   #25
rantanplan
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Ich weiß. Das wäre sogar Kritik, die ich mir gefallen lasse. Und glaub mir, ich bin jemand, der sich ausschütten kann vor Lachen. Es gibt ja diese Leute,.. dieser Melancholiker-Typ, der höchstens mal schmunzelt. Der bin ich nicht.

Den Loriot fand ich immer zum Lachen, wenn er sich über Politiker lustig gemacht hat. Er tat das aber halt nicht sich moralisch überhöhend, sondern paritätisch gegen alle und eben immer anständig. Mit Stil. Naja, vielleicht kenne ich ja nur noch nicht den Kabarettisten, der mir zusagt. Ich müsste halt mal auf die Suche gehen. Kommt...
Loriot ist ein spannendes Beispiel, aber aus der Bonner Republik. Die sehe ich mehr und mehr als Wohlfühlparadies für alle, aber politisch kann man ganz bestimmt sagen, dass man die Leute, die sich damals nicht zu fein waren, im Fernsehen zu rauchen und zu saufen, gewiss einfacher auf die Schippe nehmen konnte, als die aalglatten PR-Fuzzis, die sich heutzutage Politiker nennen. Vielleicht bieten die Rechten dann irgendwo auch genau deshalb soviel Angriffsfläche, weil deren Geschwätz so unzensiert, stammtisch-like ist, worüber die Mainstream-Politiker mit ihren PR-Beratern nur noch den Kopf schütteln. Wobei das Fähnlein im Wind (aka Merkel) ja immer noch ein beliebtes Motiv für Satire ist.

Zitat:
Zitat von Duke of Bridgewater Beitrag anzeigen
Der Wahl-O-Mat ist anders aufgebaut als etwa der Politische Kompass, der mich der geeigneten Partei zuordnen will, nicht umgekehrt. Die Fragen sind auch speziell auf die gerade anstehende Wahl ausgerichtet, nicht so allgemein wie bei I side with. (Dort liegen bei mir alle im Bundestag vertretenen Parteien zwischen 83 und 90%, mit Ausnahme der AfD, die es nur auf 45% bringt.)

Mehr als ein Stichwortgeber ist der Wahl-O-Mat allerdings nicht, denn er stellt nur fest, wessen Pläne mit meiner Meinung übereinstimmen. Wem ich es zutraue, die Pläne auch umzusetzen, muss ich schon selbst einschätzen.
Für die meisten Wähler reicht es aber vermutlich, da nur wenige taktisch wählen. Und wer kann ehrlich von sich behaupten, Wahlprogramme zu lesen? Immerhin besteht bei dem, der den Wahl-O-Mat zur Entscheidungsfindung nutzt, immerhin die Chance, dass er etwas anderes wählt. Schlimmer sind die, die eine Partei wählen, weil es zur Schicht, zur Familie oder zur Tradition gehört. Egal ob es der Arbeiter aus dem Pott ist oder der Landwirt aus Bayern.
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