Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 13.06.2018, 13:17   #76
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 4.219
Zitat:
Zitat von Kain Beitrag anzeigen
Ich halte es übrigens für ein Gerücht, dass von der Rechten bessere/glaubwürdigere Artikel oder Quellen kommen. Ich kenne eher, dass Du widerlegen und mit Quellen belegen kannst so viel Du willst und es nichts nützt, weil das eh alles gelogen ist. Zu schweigen ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.




https://blog.ankerherz.de/blog/kapit...t-afd-gauland/
Und da liegt der Hund begraben. Du kannst den meisten nicht mit Argumenten kommen dazu sind die Zweizeiler der AFD zu gut platziert. Das hab ich aber vor der Wahl schon gesagt (hier glaube ich auch geschrieben) der Unterschied zwischen AFD und NPD ist das die NPD kaum richtige Politiker und Leute in der Partei haben die wissen wie das Spiel gespielt wird die AFD allerdings schon.

Beispiel:

Die 4 jährige die von einem Nigerianer vergewaltigt wurde der Freund der Familie war. AFD verbreitet erst die Meldung 4 jährige von Flüchtling vergewaltigt. Der Aufschrei auf FB riesengroß. Dann kommt die Meldung das er Freund der Familie war. Da laß man dann Kommentare wie selbst Schuld wenn man sich mit solch einem Gesocks befreundet. Da hat es wenigstens Mal die richtigen getroffen. Als dann noch rauskam das die Familie selbst aus Nigeria stammt war es vielen egal bzw so weit wurde von vielen überhaupt nicht gelesen. Also die AFD Haut eine Meldung raus die in ihr Weltbild passt, erweitert die pö a pö es bleibt aber bei den Leuten nur hängen Nigerianer vergewaltigt 4 jährige schon wieder einer von Merkels Freunden.
Genauso macht man aber populistische Politik. Das hatte die NPD noch nie drauf. In den Landtagen und im Bundestag hört man auch das da keine Laien am Werk sind sondern Leute die ihr populistisches Handwerk verstehen.

Wenn man deren überzeugten Wählern mit ellenlangen Diskussionen kommt erreicht man nichts denn die kennen immer ein zwei Sätze mit dem sie ohne Beweise oder Argumentationen zerlegen. Wenn du denen erzählst das es ihnen sollte die AFD an der Macht sein noch schlechter geht weil noch mehr Sozialleistungen gekürzt werden dann bekommst nur zu hören das stimmt nicht wenn die Kanacken erstmal weg sind ist mehr Geld da und es wird alles gut. Wenn du ihnen erzählst das die Weidel eine Bankenlobbyistin ist und in der Schweiz wohnt um Steuern zu sparen dann auch noch mit einer Ausländerin verheiratet ist wird das Gewissenslicht überhört oder irgendwie anders weggebügelt.

Beispiel aus meiner Familie:

Lkw Fahrer, arbeitet in Holland weil er da für weniger Arbeit über 1000€ mehr in der Tasche hat als in Deutschland plus einmal mehr Rente, mit einer Serbin verheiratet aber seit der letzten Wahl überzeugter AFD Wähler, vorher Nichtwähler oder ab und an Mal SPD. Dem kannst auch nicht mit Argumenten kommen was ihm nicht passt wird überhört das andere mit ein, zwei Sätze weggewischt. Gerade bei ihm und seinen Leben gibt es Angriffsfläche ohne Ende. Da hat er allerdings mit Weidel und Konsorten vieles gemeinsam.

Vor lauter geschreibe mein Resümee vergessen. MMn kann man einer Partei wie der AFD die schon so viele Wähler überzeugt hat nur stoppen indem man sich auf ihr Niveau begibt es dann nur besser macht.
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Geändert von k-town1900 (13.06.2018 um 13:27 Uhr).
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Alt 13.06.2018, 17:11   #77
Kliqer
Genickbruch
 
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Vielleicht passend zum Thema: "Polizisten haben bei einem Ausflug nach Augsburg einen Asylbewerber beleidigt und angegriffen. Einem der Beamten droht jetzt das Gefängnis. So lief der Prozess ab."
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Alt 14.06.2018, 15:12   #78
OrtensLaw
Knöchelbruch
 
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Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Und da liegt der Hund begraben. Du kannst den meisten nicht mit Argumenten kommen dazu sind die Zweizeiler der AFD zu gut platziert. Das hab ich aber vor der Wahl schon gesagt (hier glaube ich auch geschrieben) der Unterschied zwischen AFD und NPD ist das die NPD kaum richtige Politiker und Leute in der Partei haben die wissen wie das Spiel gespielt wird die AFD allerdings schon...
Du hast das Ganze sehr gut auf den Punkt gebracht und dich dabei sogar noch recht diplomatisch formuliert. Was nützt es dem Gegenüber den eigenen Standpunkt zu erklären oder der Versuch einer vernünftigen Diskussion, wenn Person XY weder Interesse daran hat oder sich die Mühe macht etwas zu hinterfragen. Auf diesem Gebiet sind leider die große Mehrheit ziemlich stur und resistent. Leider fehlt oftmals auch der entsprechende Intellekt.
Und so schön die Vorstellung auch sein mag, das man jemanden zum Umdenken anregen könnte, indem man ihm/ihr seinen Standpunkt klar macht bzw. plausibel erklärt, das eben die AFD nur für sinnlose Hetze steht, die Rechnung geht nur selten auf. Ich habe mir auf Arbeit auch schonmal den Mund verbrannt, weil mir diese ewigen Stammtischparolen gegen den Strich gehen. Die Resonanz darauf war aber eher dürftig und enttäuschend. Würde ich dann noch weiter gehen und versuchen zumindest eine Hand voll derer zu "bekehren", würde der Schuß eher nach hinten losgehen. Und die Nerven, Zeit und Mühen wäre es nicht wert.
Man soll mich hier nicht missverstehen, ich stehe zu meiner Meinung und plappere auch nichts nach, nur um meine Ruhe zu haben. Aber so hart es auch klingen mag, um jeden Preis für seine Meinung einzustehen, sollte man jeh nach Situation und möglicher Konsequenz durchaus abwägen.
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Alt 14.06.2018, 20:53   #79
DocKeule
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Ich kann das Gefühl verstehen, aber Widerspruch ist wichtig und sei es nur, um dem Eindruck entgegenzuwirken, die schweigende Mehrheit wäre auf deren Seite.

Und vielleicht kann man hier und da doch noch Zweifel sähen, wenn die Person merkt, dass ein Detail nicht stimmt und andere Behauptungen hinterfragt oder verhindern, dass jemand noch weiter in den braunen Sumpf abrutscht.
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Alt 14.06.2018, 21:07   #80
makanter
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Vielleicht sollten bestimmte Institutionen oder allgemein Personen, die öffentlich linke Werte vertreten, sich nicht auf die selbe Ebene wie die Gegenseite bewegen und selbst mit Falschinformationen um sich werfen. Das ist dann nämlich Wasser auf die Mühlen der AfD.
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Alt 14.06.2018, 21:20   #81
DocKeule
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Wie zum Beispiel?

Ich bezweifele nicht, dass es auf der anderen Seite nicht auch Übertreibung bis zu absoluten Falschaussagen gibt, aber ich wäre überrascht, wenn es in einem ähnlichen Umfang passiert, qualitativ wie quantitativ.
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Alt 14.06.2018, 21:23   #82
makanter
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von DocKeule Beitrag anzeigen
Wie zum Beispiel?

Ich bezweifele nicht, dass es auf der anderen Seite nicht auch Übertreibung bis zu absoluten Falschaussagen gibt, aber ich wäre überrascht, wenn es in einem ähnlichen Umfang passiert, qualitativ wie quantitativ.
Richtig, nicht in dem Umfang, von daher war das jetzt von mir auch nur auf die betroffenen Personengruppen bezogen.
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Geändert von makanter (14.06.2018 um 21:23 Uhr).
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Alt 14.06.2018, 21:35   #83
DocKeule
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Ja, aber wer sind denn jetzt diese Institutionen und Personen und was waren ihre schwerwiegenden Falschbehauptungen?
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Alt 15.06.2018, 07:27   #84
Kliqer
Genickbruch
 
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Funk, Reconquista Internet, Jan Böhmermann? Wäre zumindest sehr überraschend, falls mal etwas anderes Ziel von makanters Kritik wäre. ;-)
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Alt 15.06.2018, 11:26   #85
Blast
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 1.997
Morgen! Sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber die letzten Tage waren mal voll stressig, man kennt das ja

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Gut, ich merke, „auf den ersten Blick überzeugend“ ist zweifellos Ansichtssache. ;-)
Yes, das ist es. Ich hab in dem Kontext auch nochmal bei den konservativen Vertretern in meinem Umfeld rumgefragt, und die meinten, dass die sich weniger auf die Presse stützen, was ihre Meinung im Hinblick auf Flüchtlinge angeht, sondern auf größere Publikationen. Als Schlüsselwerke nannten sie einmal das hier zum Islam und bei den aktuelleren Publikationen das hier zum Thema political correctness und das hier zum Konservatismus im Allgemeinen.
Auf die Frage, warum man die muslimischen Flüchtlinge nicht akzeptieren sollte, oder generell den Islam abzulehnen habe, kam nur die schnippische Antwort, dass ein Blick in so ziemlich alle Geschichtsbücher als Antwort ausreiche. Und in den Qu'ran selbst.


Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Das bringt mich aber zur Frage: wenn politisch-gebildete, aufrichtig interessierte Menschen solche Artikel lesen, überzeugt sie das dann wirklich? Sind sie nicht darin geschult etwaige Phrasen zu entlarven und die Falschbehauptungen als eben das, was sie sind, wahrzunehmen? Und lesen politisch nicht wirklich interessierte Menschen, die sich zwar der AfD Nahe fühlen, deren Parolen verbreiten und auf den ersten Blick zwar engagiert sein mögen, aber nicht aufgrund einer intrinsischen Leidenschaft für Politik, sondern womöglich angetrieben von Unverständnis, Angst, Wut, Hass und Zorn, sich wirklich derartige Texte durch? Anders gefragt: Sind diese Art von Texten wirklich „besser“, überzeugender, einflussreicher als „linke Gegenreden“? Oder bestätigen sie höchstens die, die sowieso schon überzeugt sind?
Hat meiner Meinung nach zwei Gründe:
1. Menschen verfallen gerne mal dem Confirmation Bias (Bestätigungsfehler). Der Begriff ist jetzt gerade durch die vorherrschende Diskurs-Kultur in Deutschland und vor allem Amerika groß geworden. Das heißt im Klartext, dass JEDER Mensch dazu neigt, logische Verknüpfungen geradlinig zu erstellen, aber mal nicht den Blick zur Seite oder weiter nach hinten zu wagen. Das ist auch der stumpfe Grund, weshalb es wissenschaftliche Gruppen gibt, weil eine Person in der Regel nicht den gesamtenÜberblick über ein komplexes Thema behalten kann und manchmal auch so fixiert auf ihre Forschung ist, dass widersprechende Umstände ausgeblendet werden. Deswegen, nur weil jetzt jemand die oder die politische Agenda vertritt, heißt das nicht automatisch, dass die Person dumm ist und über nichts nachdenkt oder nachdenken will. In den von mir eben angesprochenen Kreisen sind sehr intelligente und belesene Menschen, die allesamt einen Informations-Pool besitzen. Leider fehlt auch da oftmals ein Gesamtzusammenhang. Und dieser Gesamtzusammenhang ist erstmal politisch ungefärbt, und spielt je nach Gegenstand dem einen oder den anderen in die Karten.

2. Gibt es Fragestellungen, die sich nur ideologisch beantworten lassen. Die Ur-Frage ist ja, ist der Mensch von Natur aus gut oder böse? Es gibt genügend gute Antworten und Argumente für Variante 1, aber auch viele für die zweite Variante. Eine andere wäre z. B. soll man Abtreibungen verbieten oder nicht? Antwort A: "Ja, weil es ist in dem Körper der Frau und die Mutter sollte selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Leben gestaltet. Außerdem ist kein Leben bis zur zwölften Woche erkennbar." ist ein valides Argument. Antwort B: "Es ist vielleicht ihr Körper, aber in ihrem Körper ist ein eigenständiger Körper und Organismus. Und den einfach auszulöschen wäre Mord. Auch wenn es nur ein sich bildender Zellhaufen ist." wäre auch so ein valides Argument der Gegenseite.
Das hier ist natürlich alles sehr grob skizziert und wird dem Gegenstand nicht gerecht, aber was ich damit sagen will ist, für viele Umstände lassen sich erstmal keine objektiven und "guten" Meinungen festlegen. Was definiert sich als "gut"? Was als "böse"? Das ist immer schon davon abhängig gewesen, in welcher Kultur und in welcher Zeit man sich bewegt.

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Vielleicht liegt es an meiner „Filterblase“, aber ich sehe doch sehr viel häufiger clevere, lesenswerte Artikel der Gegenseite. Die aber, wenn ich dich richtig verstehe, auch nichts bringen. ;-)
Tun sie leider nicht Klingt jetzt plakativ, aber Hautpschuld tragen wohl die modernen Medien, die es ermöglichen, sich eine eigene Echo-Kammer aus ideologischem Nonsens zu erschaffen. Und viele fallen einfach mal darauf rein. Eigentlich müsste man in allen Schulen ein neues Fach mit dem Titel "Informationsverwertung" oder so einführen, wo schon im Kindesalter vermittelt wird, welche Informationen man wie gebrauchen sollte. Und das eine Kolumne, eine Glosse und irgendein Blogpost von Person XY keine valide wissenschaftliche Quelle sind. Da liegt der Hund eigentlich begraben. Und damit würde man meiner Meinung nach langfristig verhindern, dass sich große Reichsbürger-Gruppen bilden usw.




Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Mhm, ich würde doch lieber thematisch in Deutschland bleiben. Und die direkten Auswirkungen auf Rassismus in Deutschland bzw. den „Erfolg“ der AfD darauf zurückzuführen, zweifle ich doch auch etwas an.
Kann sein, dass das von mir auch weit hergeholt ist. Die Leute, mit denen ich so darüber spreche, führten halt gerne besagte Leute als Referenz an. Von wegen "Ja hier schau mal, mit der Aussage Petersons wird klar, dass Religion und Heimat doch wichtig sind für die Menschheit" etc. Und auch aus meiner eigens festgestellten Korrelation heraus, dass viele amerikanische Ideen gerne mal herüberschwappen.


Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Was ich allerdings anders sehe, ist, wie bereits erwähnt, die Frage der „moralischen Schuld“. Selbst wenn die Gegenseite Dinge falsch gemacht hat, die die AfD richtig gemacht hat, ist es mMn immer noch nicht richtig, die „Naziwerdung“ bzw. „-duldung“ einer Einzelperson damit zu legitimieren. Und darauf läuft es eben zwangsläufig hinaus, wenn man – überspitzt – sagt: „Die Linke sind doch Schuld daran, dass es Nazis gibt.“ Das ist unreflektiertes, moralisch fragwürdiges und ungerechtfertigt-rehabilitierendes Victim Blaming und eine Verharmlosung des Problems.
Das habe ich auch nie so gesagt, ich glaube der Zerquetscher auch nicht, dass man aufgrund der Fehler von Linken sagen muss und darf, dass sie selber daran Schuld sind, wenn Rechte zur Macht kommen. Das sehe ich persönlich mehr als einen Teilaspekt der Sache an, vielleicht 20%-30%. Das man eben durch diese schlechte Rhetorik und die Missrepräsentation der eigenen Agenda die Werdung und das Aufblühen einer rechten Doktrin nochmal zusätzlich begünstigt. Und da muss man auch schauen, dass man da der AfD den Wind aus den Segeln nimmt, indem man sich - im Gegensatz zu denen - auch von den eigenen Radikalen distanziert.

Zitat:
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Wobei ich auch nicht mehr zustimmen kann, ist, bei der Aussage, es befinden sich noch gemäßigte Kräfte in der Partei. Diese Aussage ist inzwischen nicht mehr akzeptabel. Jeder, der sich inzwischen noch in dieser Partei befindet ist per se keine gemäßigte Kraft mehr. Denn wer duldet, dass auf die Meldung, hunderte Flüchtlinge, worunter sich auch Kinder und Schwangere befinden, müssen auf Schlauchbooten ausharren, weil sie nicht an Land gelassen werden, mit der Aussage „Wassergeburten sollen ja angeblich etwas angenehmes an sich haben…“ – abgesehen von den zahlreichen anderen Kontroversen – ist keine gemäßigte Kraft mehr.
Die Kritik ist angemessen, dennoch ist die Generalisierung, dass sich überhaupt kein guter Mensch in der Partei findet, maßlos überzogen. Zusätzlich wirkt das emotional aufgeladen. Natürlich gibt es Idioten, und die überschatten immer die diskussionfähigeren Mitglieder. Aber jetzt wegen solcher Vorfälle zu sagen, AfD und Konservatismus sind grundsätzlich schlecht und jeder der so denkt ist "dies und das", ist genau so überzogen, wie wenn man jetzt aufgrund der ebenfalls zahlreichen männerhassenden Kommentare äußert, dass der Feminismus eine Hass-Ideologie ist, wie es einige Konservative tun.
Das sind so Aussagen und Muster, die jemandem wie mir, der sich in vielen ideologischen Spektren aufhält, bei komplett allen Seiten auffallen. Auch so Aussagen wie "Mit denen kann man nicht diskutieren!" von Kain - höre ich von allen. Natürlich spielen da auch eigene enttäuschende Erfahrungen mit hinein, aber sogesehen konntet ihr alle mit diesen Leuten diskutieren, nur war keiner von der Gegenseite überzeugt am Ende.



Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Tatsächlich halte ich das Zitat für sehr sinnig. Was in seiner Gänze vielleicht noch etwas deutlicher wird: „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
Ja, aber was ist dann Toleranz, und was definierst du als Intoleranz? Vielen, die die Afd wählen, geht es um den Islam. Wie bereits ein paar Abschnitte zuvor, die wollen den nicht da haben. Und wenn man sich einige Qu'ran-Verse anschaut wie z. B.:
Zitat:
"Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott, es sei denn, ihr hütet euch wirklich vor ihnen. Gott warnt euch vor sich selbst. Und zu Gott führt der Lebensweg." Sure 4, Vers 28
Der Fairness halber noch eine zweite Übersetzung von Islam.de:
Zitat:
"Die Gläubigen sollen nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allah (gemeinsam) –, es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt. Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Und zu Allah ist der Ausgang. Sure 4, Vers 29"
Oder die hier
Zitat:
„O ihr. die ihr glaubt. nehmt euch keine Vertrauten unter denen. die nicht zu euch gehören. Sie werden euch kein Unheil ersparen. Sie mochten gern, ihr würdet in Bedrängnis geraten. Der Hass hat sich aus ihrem Munde kundgetan. und das. was ihre Brust verbirgt. ist schlimmer. Wir haben euch die Zeichen deutlich gemacht. so ihr verständig seid.“ - Sure 3, Vers 119
Zitat:
"O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft, außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu verderben, und wünschen euren Untergang. Schon wurde Haß aus ihrem Mund offenkundig, aber das, was ihr Inneres verbirgt, ist schlimmer. Schon machten Wir euch die Zeichen klar, wenn ihr es begreift." Sure 3, Vers 119
Egal, wie man es jetzt dreht und wendet, in diesen Versen wird eine Form der Intoleranz gegenüber Ungläubigen geäußert. Unter diesem, wohlgemerkt, einzelnen Aspekt wird deine Maxime "Keine Toleranz der Intoleranz" paradoxerweise von deinen intoleranten AfD-Anhängern erfüllt. Was machst du dann? Vielleicht denke ich da auch irgendwie nicht richtig, aber du verstehst, woher das Problem kommt, dass ich mit dieser Maxime habe.


Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Also, nur damit ich es richtig verstehe, dein Vorschlag wäre – nachdem intellektuelle, wie provokante Gegenrede nichts bring – es einfach auszusitzen? Nichts zutun? Warten, dass es sich von selbst legt? Das halte ich, auch im Hinblick auf die deutsche Geschichte, doch für sehr gewagt.
Damals war die Arbeitslosenquote auch mal dreimal so hoch und die Unzufriedenheit gegenüber der Weimarer Republik ein alltägliches Phänomen (wenn ich das richtig skizziere). Der Streit rührt ja daher, dass sich so wenige Leute einig sind und zwei gegensätzliche Poleentstanden sind. Zusätzlich war das Deutsche Volk nicht so aufgeklärt, wie es heute der Fall war. Ich denke, mit einer klugen Strategie und keiner Panikmache und dem Dulden einer Diffamierungskultur kann man dieses Problem aussitzen. Aber wie schon gesagt, das alles ist auch ein bisschen zu groß. Ich kann nicht stellvertretend für 80 Mio. Menschen sprechen, da hast du schon mehr als Recht. Sagen wir es einfach so: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
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Alt 15.06.2018, 23:16   #86
makanter
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Funk, Reconquista Internet, Jan Böhmermann? Wäre zumindest sehr überraschend, falls mal etwas anderes Ziel von makanters Kritik wäre. ;-)
Ich wüsste nicht, dass ich mich in diesem Forum bereits über Böhmermann oder RI geäußert habe. Oder vergesse ich da was?
Ich weiß allerdings, dass vor ein paar Wochen ein anderer bekannter User etwas zu der Thematik um die Rayk Anders-Doko, die ja damit in Zusammenhang steht, gepostet hat, diesen Post dann aber leider schnell wieder gelöscht hat, was ich etwas schade fand.
Und ja, das sind auf der linken Seite die größten Empfänger von meiner Kritik. Dass ich damit vielleicht nicht ganz Unrecht habe, zeigt im Übrigen auch, dass selbst eine Seite wie HoGeSatzbau oder ein Queer-"Aktivist", der gerne mal behauptet, die menschenverachtenden Gesetze in islamischen Ländern wären Überbleibsel britischer Kolonien, die Doku kritisiert hat. Von den Bewertungen auf YT und der allgemeinen Resonanz auf RI, dessen Mitglieder zuletzt einen Doxxing-Angriff auf die Mutter der verstorbenen Susanna planten, weil diese ein AfD-Video teilte, mal ganz abgesehen.

Aber bitte, ich habe keine Lust auf die ewige Diskussion um Funk, da werde ich wahrscheinlich niemanden hier mehr umstimmen, von daher höre ich auch damit auf, es zu versuchen.
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Geändert von makanter (15.06.2018 um 23:18 Uhr).
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Alt 16.06.2018, 12:43   #87
DocKeule
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Geht es irgendwie eine Idee konkreter? Wer hat was gesagt oder wen wegen was genau kritisiert? Mehr ein vage Andeutungen wären schon hilfreich.


Dieser Artikel zeigt in meinen Augen ein gutes Beispiel für Alltagsrassismus jenseits offensiver Fremdenfeindlichkeit. Die vielleicht wichtigste Stelle ist aber, wenn Menschen ohne offensichtlichen Migrationsgintergrund diese Erfahrungen nicht nachvollziehen können. An dem Punkt waren wir hier ja auch immer mal wieder. Nur weil ich etwas in meinem Alltag nicht erlebe, bedeutet das eben nicht, dass es niemand erlebt oder dass diese Person übersensibel wäre usw.
DocKeule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 14:41   #88
Der Landknecht
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Funk, Reconquista Internet, Jan Böhmermann? Wäre zumindest sehr überraschend, falls mal etwas anderes Ziel von makanters Kritik wäre. ;-)
Beispielsweise behauptet Pro Asyl immerwährend, wenn es um Abschiebungen nach Afghanistan geht bzw. um dortige Terroranschläge, dass das BAMF behaupte, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland, egal wie häufig das schon widerlegt wurde. Dabei kann man die Abschiebungen nach Afghanistan auch problemlos und meines Erachtens auch zurecht kritisieren, ohne diese offensichtliche Falschinformation zu verbreiten.
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Der Landknecht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 14:53   #89
DocKeule
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Hättest du dafür mal ein Beispiel? Ich habe gerade mit verschiedenen Kombinationen nach Aussagen dazu gegoogelt und habe die Behauptung nicht finden können.
DocKeule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 15:06   #90
y2jforever
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Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Beispielsweise behauptet Pro Asyl immerwährend, wenn es um Abschiebungen nach Afghanistan geht bzw. um dortige Terroranschläge, dass das BAMF behaupte, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland, egal wie häufig das schon widerlegt wurde. Dabei kann man die Abschiebungen nach Afghanistan auch problemlos und meines Erachtens auch zurecht kritisieren, ohne diese offensichtliche Falschinformation zu verbreiten.
Mir ist gerade etwas unklar was die Falschinformation ist. "dass das BAMF behaupte, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland"? Oder das "Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist"?
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y2jforever ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 15:09   #91
Der Landknecht
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von y2jforever Beitrag anzeigen
Mir ist gerade etwas unklar was die Falschinformation ist. "dass das BAMF behaupte, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland"? Oder das "Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist"?
Dass das BAMF behaupte, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland. Dem ist nicht so. Das BAMF sagt nur auf seiner Website, dass es sichere Teile in Afghanistan gebe.

Zitat:
Zitat von DocKeule
Hättest du dafür mal ein Beispiel? Ich habe gerade mit verschiedenen Kombinationen nach Aussagen dazu gegoogelt und habe die Behauptung nicht finden können.
Die behaupten das gerne auf Facebook.
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Der Landknecht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 15:27   #92
DocKeule
Disqualifiziert
 
Registriert seit: 11.09.2008
Beiträge: 7.498
Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Die behaupten das gerne auf Facebook.
Da habe ich jetzt mit ein Bisschen Scrollen auch nichts finden können, aber wenn sie es tatsächlich "immerwährend behaupten" dann sollte es doch eigentlich nicht so schwer sein, wenigstens ein oder zwei Belege für deine Behauptung zu finden oder?
DocKeule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 15:36   #93
Der Landknecht
Genickbruch
 
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Auf der Website von Pro Asyl steht in er Tat, dass Afghanistan nicht als sicheres Herkunftsland gelistet ist. Vielleicht sind für deren Facebook-Seite andere Leute zuständig. Da habe ich das des Öfteren gelesen.
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Alt 18.06.2018, 11:12   #94
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Zitat:
Zitat von DocKeule Beitrag anzeigen


Dieser Artikel zeigt in meinen Augen ein gutes Beispiel für Alltagsrassismus jenseits offensiver Fremdenfeindlichkeit. Die vielleicht wichtigste Stelle ist aber, wenn Menschen ohne offensichtlichen Migrationsgintergrund diese Erfahrungen nicht nachvollziehen können. An dem Punkt waren wir hier ja auch immer mal wieder. Nur weil ich etwas in meinem Alltag nicht erlebe, bedeutet das eben nicht, dass es niemand erlebt oder dass diese Person übersensibel wäre usw.
Danke für den Link. Der Bericht trifft den Nagel auf den Kopf.
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Alt 18.06.2018, 16:16   #95
Kliqer
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Zitat:
Zitat von Blast Beitrag anzeigen

Yes, das ist es. Ich hab in dem Kontext auch nochmal bei den konservativen Vertretern in meinem Umfeld rumgefragt, und die meinten, dass die sich weniger auf die Presse stützen, was ihre Meinung im Hinblick auf Flüchtlinge angeht, sondern auf größere Publikationen. Als Schlüsselwerke nannten sie einmal das hier zum Islam und bei den aktuelleren Publikationen das hier zum Thema political correctness und das hier zum Konservatismus im Allgemeinen.
Auf die Frage, warum man die muslimischen Flüchtlinge nicht akzeptieren sollte, oder generell den Islam abzulehnen habe, kam nur die schnippische Antwort, dass ein Blick in so ziemlich alle Geschichtsbücher als Antwort ausreiche. Und in den Qu'ran selbst.
Interessant, wen du so kennst. ;-)

Nein, aber vielen Dank für die Verlinkungen. Die Frage ist nur, welche gesamtgesellschaftliche Relevanz solche Veröffentlichungen haben. Und ob sie nicht am Ende vielleicht doch nur Nischenprodukte sind. Denn am Ende, so glaube ich, sind diese Werke nie das, was die allgemeine Stimmung aufkochen lässt, da sie einfach nicht die Prominenz erlangen. BILD-Zeitung & Co., also täglich präsente Portale, die die Atmosphäre eines Landes direkt und unmittelbar beeinflussen können, einfach hinsichtlich dessen, was sie auf ihrer Titelseite abdrucken, würde ich in der Hinsicht eine viel größere Macht zuschreiben.

Und das hat die BILD 2015 schon gemacht und tut es aktuell mehr denn je. Ausgelöst durch einen BAMF-Skandal, der völlig übertrieben aufgebauscht wurde.

Zitat:
Zitat von Blast
Hat meiner Meinung nach zwei Gründe:
1. Menschen verfallen gerne mal dem Confirmation Bias (Bestätigungsfehler). Der Begriff ist jetzt gerade durch die vorherrschende Diskurs-Kultur in Deutschland und vor allem Amerika groß geworden. Das heißt im Klartext, dass JEDER Mensch dazu neigt, logische Verknüpfungen geradlinig zu erstellen, aber mal nicht den Blick zur Seite oder weiter nach hinten zu wagen. Das ist auch der stumpfe Grund, weshalb es wissenschaftliche Gruppen gibt, weil eine Person in der Regel nicht den gesamtenÜberblick über ein komplexes Thema behalten kann und manchmal auch so fixiert auf ihre Forschung ist, dass widersprechende Umstände ausgeblendet werden. Deswegen, nur weil jetzt jemand die oder die politische Agenda vertritt, heißt das nicht automatisch, dass die Person dumm ist und über nichts nachdenkt oder nachdenken will. In den von mir eben angesprochenen Kreisen sind sehr intelligente und belesene Menschen, die allesamt einen Informations-Pool besitzen. Leider fehlt auch da oftmals ein Gesamtzusammenhang. Und dieser Gesamtzusammenhang ist erstmal politisch ungefärbt, und spielt je nach Gegenstand dem einen oder den anderen in die Karten.

2. Gibt es Fragestellungen, die sich nur ideologisch beantworten lassen. Die Ur-Frage ist ja, ist der Mensch von Natur aus gut oder böse? Es gibt genügend gute Antworten und Argumente für Variante 1, aber auch viele für die zweite Variante. Eine andere wäre z. B. soll man Abtreibungen verbieten oder nicht? Antwort A: "Ja, weil es ist in dem Körper der Frau und die Mutter sollte selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Leben gestaltet. Außerdem ist kein Leben bis zur zwölften Woche erkennbar." ist ein valides Argument. Antwort B: "Es ist vielleicht ihr Körper, aber in ihrem Körper ist ein eigenständiger Körper und Organismus. Und den einfach auszulöschen wäre Mord. Auch wenn es nur ein sich bildender Zellhaufen ist." wäre auch so ein valides Argument der Gegenseite.
Das hier ist natürlich alles sehr grob skizziert und wird dem Gegenstand nicht gerecht, aber was ich damit sagen will ist, für viele Umstände lassen sich erstmal keine objektiven und "guten" Meinungen festlegen. Was definiert sich als "gut"? Was als "böse"? Das ist immer schon davon abhängig gewesen, in welcher Kultur und in welcher Zeit man sich bewegt.
1.) Ja, und das bestätigt ja dann meine ursprüngliche Annahme, dass Rassismus in Deutschland sehr wohl ein Problem ist. Denn wenn Informationen so zu selektieren, dass die eigene Grundannahme bestätigt wird und sich daraus dann eine nicht zu vernachlässigende Schicht entwickelt, die der AfD ihre Stimme gibt, dann ist doch daraus zu schließen, dass es eine intrinsische Xenophobie gibt, die man nicht leugnen oder kleinreden sollte, weil Einzelpersonen noch keine negativen Erfahrungen gemacht haben. Um so mal die Brücke zum Ausgangsbeitrag zu schlagen. ;-)

2.) Das geht mir jetzt zu arg in eine threadfremde Richtung, ich mahne nur an, dass diese Sicht der Dinge zu einem apologetischen Kulturrelativismus führen kann, den ich in der Form nicht für sinnvoll halte.

Zitat:
Zitat von Blast
Tun sie leider nicht Klingt jetzt plakativ, aber Hautpschuld tragen wohl die modernen Medien, die es ermöglichen, sich eine eigene Echo-Kammer aus ideologischem Nonsens zu erschaffen. Und viele fallen einfach mal darauf rein. Eigentlich müsste man in allen Schulen ein neues Fach mit dem Titel "Informationsverwertung" oder so einführen, wo schon im Kindesalter vermittelt wird, welche Informationen man wie gebrauchen sollte. Und das eine Kolumne, eine Glosse und irgendein Blogpost von Person XY keine valide wissenschaftliche Quelle sind. Da liegt der Hund eigentlich begraben. Und damit würde man meiner Meinung nach langfristig verhindern, dass sich große Reichsbürger-Gruppen bilden usw.
Das ist doch zumindest mal ein konkreterer Ansatz in Richtung Problemlösung. Und halte ich auch für richtig und wichtig. Es muss mMn auch kein eigenes Schulfach sein, aber in Fächern wie Deutsch und Sozialkunde eine deutlich größere Rolle spielen. Genre erkennen, Text verstehen, Inhalt interpretieren, Informationen einordnen, Quellen suchen und finden.

Zitat:
Zitat von Blast
Die Kritik ist angemessen, dennoch ist die Generalisierung, dass sich überhaupt kein guter Mensch in der Partei findet, maßlos überzogen. Zusätzlich wirkt das emotional aufgeladen. Natürlich gibt es Idioten, und die überschatten immer die diskussionfähigeren Mitglieder. Aber jetzt wegen solcher Vorfälle zu sagen, AfD und Konservatismus sind grundsätzlich schlecht und jeder der so denkt ist "dies und das", ist genau so überzogen, wie wenn man jetzt aufgrund der ebenfalls zahlreichen männerhassenden Kommentare äußert, dass der Feminismus eine Hass-Ideologie ist, wie es einige Konservative tun.
Das sind so Aussagen und Muster, die jemandem wie mir, der sich in vielen ideologischen Spektren aufhält, bei komplett allen Seiten auffallen. Auch so Aussagen wie "Mit denen kann man nicht diskutieren!" von Kain - höre ich von allen. Natürlich spielen da auch eigene enttäuschende Erfahrungen mit hinein, aber sogesehen konntet ihr alle mit diesen Leuten diskutieren, nur war keiner von der Gegenseite überzeugt am Ende.
Ich habe kein einziges pauschalisierendes Wort bzgl. des Konservatismus verloren und würde auch nie sagen, dass er "grundsätzlich schlecht" sei. Zur AfD sage ich aber genau das: Diese Partei ist grundsätzlich schlecht. Dort befinden sich Nazis und Menschen die Nazis dulden - beides ist für mich inakzeptabel. Ich weiß nicht, wie es sich irgendwie rechtfertigen lässt, dieser Partei anzugehören und ihr seine Stimme zu geben. Inzwischen lässt sich das nämlich nicht mehr rechtfertigen. Um das berühmte Bronner-Zitat zu verwenden, maximal noch mit Unanständigkeit oder Dummheit.

Zitat:
Zitat von Blast
Ja, aber was ist dann Toleranz, und was definierst du als Intoleranz? Vielen, die die Afd wählen, geht es um den Islam. Wie bereits ein paar Abschnitte zuvor, die wollen den nicht da haben. Und wenn man sich einige Qu'ran-Verse anschaut wie z. B.:

Egal, wie man es jetzt dreht und wendet, in diesen Versen wird eine Form der Intoleranz gegenüber Ungläubigen geäußert. Unter diesem, wohlgemerkt, einzelnen Aspekt wird deine Maxime "Keine Toleranz der Intoleranz" paradoxerweise von deinen intoleranten AfD-Anhängern erfüllt. Was machst du dann? Vielleicht denke ich da auch irgendwie nicht richtig, aber du verstehst, woher das Problem kommt, dass ich mit dieser Maxime habe.
Toleranz = die ruhige Duldung von abweichenden Meinungen oder Aktivitäten anderer Menschen. Und das tue ich im Fall von Rassisten nicht. Ich dulde es nicht ruhig, sondern zeige offen, dass ich diese Gesinnung, diese Menschen ablehne.

Und diese Unduldsamkeit hege ich gegenüber sämtlichen Formen der Intoleranz. Ob sie nun rassistisch oder religiös motiviert sind. Und unabhängig davon ob AfD & Co. diesen Ansatz für ihre Zwecke zu instrumentalisieren versucht. Denn hier ist es natürlich nichts anderes als ein Lippenbekenntnis, welches auch schnell als solches entlarvt wird. Schließlich dehnt sich ihre eigene Intoleranz nicht nur auf die intoleranten Islamisten aus, sondern schafft ein Klima, in dem auch friedfertig eingestellte Zuwanderer verschiedener Herkunft feindselig begegnet werden.

Zitat:
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Damals war die Arbeitslosenquote auch mal dreimal so hoch und die Unzufriedenheit gegenüber der Weimarer Republik ein alltägliches Phänomen (wenn ich das richtig skizziere). Der Streit rührt ja daher, dass sich so wenige Leute einig sind und zwei gegensätzliche Poleentstanden sind. Zusätzlich war das Deutsche Volk nicht so aufgeklärt, wie es heute der Fall war. Ich denke, mit einer klugen Strategie und keiner Panikmache und dem Dulden einer Diffamierungskultur kann man dieses Problem aussitzen. Aber wie schon gesagt, das alles ist auch ein bisschen zu groß. Ich kann nicht stellvertretend für 80 Mio. Menschen sprechen, da hast du schon mehr als Recht. Sagen wir es einfach so: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
"Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens bis 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist." - Erich Kästner

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Aussitzen irgendwas bringt, außer den Rassisten in die Karten zu spielen.
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Geändert von Kliqer (18.06.2018 um 16:16 Uhr).
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Alt 18.06.2018, 17:26   #96
DocKeule
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Interessant, wen du so kennst. ;-)

Nein, aber vielen Dank für die Verlinkungen. Die Frage ist nur, welche gesamtgesellschaftliche Relevanz solche Veröffentlichungen haben. Und ob sie nicht am Ende vielleicht doch nur Nischenprodukte sind. Denn am Ende, so glaube ich, sind diese Werke nie das, was die allgemeine Stimmung aufkochen lässt, da sie einfach nicht die Prominenz erlangen. BILD-Zeitung & Co., also täglich präsente Portale, die die Atmosphäre eines Landes direkt und unmittelbar beeinflussen können, einfach hinsichtlich dessen, was sie auf ihrer Titelseite abdrucken, würde ich in der Hinsicht eine viel größere Macht zuschreiben.

Und das hat die BILD 2015 schon gemacht und tut es aktuell mehr denn je. Ausgelöst durch einen BAMF-Skandal, der völlig übertrieben aufgebauscht wurde.
Ich würde das nicht unterschätzen. Die Zielgruppe sind nicht die, die auf die Bildhetze ansprechen und genau das macht es potenziell gefährlich. Ich bezweifele, dass diese Texte wirklich Menschen überzeugen, die so vorher nicht zumindest in Ansätzen gedacht haben, aber es kann Menschen dazu bringen, ihre Überzeugungen nach Außen zu tragen, die das vorher noch als unfein empfunden hätten.

Ich habe heute auf irgendeiner Plattform den Satz gefunden: "Jordan Peterson is the stupid's intellectual" und trifft glaube ich auch auf diese Autoren recht gut zu. Sie wenden sich an Menschen, die sich für gebildet halten (so in der Richtung: auf die Bildleser herab schauen, aber selbst die Welt lesen) und die sich mit den Themen nicht wirklich intensiv auseinandergesetzt haben (können), weil ihnen sonst schnell Widersprüche und Falschbehauptungen auffallen müssten. (Abgesehen davon, dass (ähnlich wie bei Peterson) auf einer (pseudo-) religiösen Basis argumentiert wird, die voraussetzt, dass man einen Haufen Grundannahmen akzeptiert, damit die Argumentationskette ansatzweise Sinn ergibt, abgesehen davon, dass ein idealisiertes Bild der Vergangenheit gemalt wird, das so nie existiert hat.
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Alt 18.06.2018, 18:00   #97
Der Landknecht
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Jordan Peterson ist in der Tat ziemlich pseudointellektuell unterwegs, wenn es um Transsexualität und Immigration geht. Aber dem wird aus den Händen gefressen wie nichts Gutes, dabei sind seine "Argumente" gerne mal nichts anderes als Nebelkerzen und Verzerrungen der Sachlage.
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Alt 18.06.2018, 18:25   #98
DocKeule
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Nicht nur da. Die erste Diskussion zwischen ihm und Sam Harris ist so ein Beispiel. Petersons Ansatz ist, dass sich "Wahrheit" danach definiert, ob eine Annahme "uns" beim Überleben nützlich ist und nicht daran, ob sie auf Fakten basiert. Sobald man dieser Annahme nicht zu folgen bereit ist, fällt seine ganze Argumentation in sich zusammen und das Gespräch ist ein zähes Hin und Her auf diesem einen Punkt, weil er ohne die Zustimmung zu dieser Behauptung halt einfach nicht weiter kommt. Ein anderer Punkt ist die Notwendigkeit von Religion. Und wenn es darum geht, was für ihn "echte Männer" sind (und spannenderweise scheint er sich selbst für einen zu halten), wird es auch schnell krude (aber gerade im Milieu der selbsternannten Männerrechtler gilt er als Held).

Man muss sich eigentlich nur anschauen, warum er vor einiger Zeit berühmt geworden ist: Er hat sich geweigert, transsexuelle Menschen mit dem von ihnen gewünschten Geschlecht anzusprechen und sich gegen ein angebliches Gesetz der kanadischen Regierung gewehrt, dass ihn angeblich dazu zwingen würde und damit gegen seine Meinungsfreiheit verstieße...nur hat dieses Gesetz das (natürlich) gar nicht gefordert.

Aber so entstehen Helden in der rechten Blase. Man kämpft heldenhaft gegen Einschränkungen, die es gar nicht gibt.
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Alt 18.06.2018, 18:31   #99
Der Landknecht
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Genau das habe ich an Peterson ebenfalls kritisiert. Es geht bei dem Gesetz Bill C-16 nicht um das korrekte Ansprechen von Transsexuellen, sondern um die Strafbarkeit von Verbrechen gegen Transsexuelle. Er lügt ganz bewusst und wird von seinen Fanboys behandelt wie ein Gott.
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Alt 18.06.2018, 18:49   #100
Blast
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Interessant, wen du so kennst. ;-)
Ja, der Trick ist, kritische Fragen als harmlos zu verpacken, dann wird dir mit einem Bissen aus der Hand gefressen. Bin aber auch schon in der Hinsicht auf's Gesicht geflogen.Ich hab es mir angewöhnt, jede kritisch abweichende Ansicht mir im Nachhinein nochmal zur Brust zu nehmen und zu schauen, inwieweit etwas dran ist.



Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Und das hat die BILD 2015 schon gemacht und tut es aktuell mehr denn je. Ausgelöst durch einen BAMF-Skandal, der völlig übertrieben aufgebauscht wurde.
Von der BILD halte ich mich auch eigentlich gepflegt fern, aber die hetzerischen Schlagzeilen sind wieder mehr geworden. Ist ironisch, 2015 hatten die meines Wissens nach ja auch noch so eine Refugees Welcome-Aktion gestartet. Wahrscheinlich sind danach massivst die Verkäufe eingebrochen, weswegen man zur Stammleserschaft wieder zurückkehrte. Hauptsache, die Leute lesen irgendwas. Besser, als wenn sie ihr Gehirn gar nicht benutzen und es irgendwann mal ausgeht.



Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
1.) Ja, und das bestätigt ja dann meine ursprüngliche Annahme, dass Rassismus in Deutschland sehr wohl ein Problem ist. Denn wenn Informationen so zu selektieren, dass die eigene Grundannahme bestätigt wird und sich daraus dann eine nicht zu vernachlässigende Schicht entwickelt, die der AfD ihre Stimme gibt, dann ist doch daraus zu schließen, dass es eine intrinsische Xenophobie gibt, die man nicht leugnen oder kleinreden sollte, weil Einzelpersonen noch keine negativen Erfahrungen gemacht haben. Um so mal die Brücke zum Ausgangsbeitrag zu schlagen. ;-)
Puh, da hast du mich erwischt. Dem kann ich so nur beipflichten. Man darf zwar meines Erachtens nach sagen, dass man für sich keinen systematischen Rassismus erlebt hat, sollte aber natürlich - um zurück zum Confirmation Bias zu kommen - sich dessen Bewusst sein, dass man nur für sich selbst und für seinen eigenen kleinen Ort spricht. Wie schon gesagt, in dem Örtchen in NRW, wo ich wohne, habe ich nur sehr selten mitgekriegt, wie jemand offenkundig rassistisch behandelt wird. Aber wenn man sich mal Videos von anderen Bundesländern anguckt und zu hören kriegt, was da die Menschen von sich geben, sollte man nicht darauf beharren, dass es keinen Rassismus gäbe.



Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Das ist doch zumindest mal ein konkreterer Ansatz in Richtung Problemlösung. Und halte ich auch für richtig und wichtig. Es muss mMn auch kein eigenes Schulfach sein, aber in Fächern wie Deutsch und Sozialkunde eine deutlich größere Rolle spielen. Genre erkennen, Text verstehen, Inhalt interpretieren, Informationen einordnen, Quellen suchen und finden.
Wurd meinerzeit übrigens schon im SoWi-Unterricht gemacht, aber erst ab dem Abitur. Ich würde es für angemessen halten, jetzt im Informationszeitalter, wenn man schon früh mit Informationen umgehen lernt. Insgesamt müsste man den Lehrplan anpassen und auf den Umgang mit den neuen Medien ummünzen. Und vielleicht mal den Unterschied zwischen blanken "Lügen" und Tendenziösität erklären. Denn nur, weil ein Medium eine Tendenz aufweist, heißt es nicht unbedingt, dass alles gelogen ist. Stichwort Lügenpresse.




Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Aussitzen irgendwas bringt, außer den Rassisten in die Karten zu spielen.
Ich denke mal, dass wir einen Mexican-Standoff haben. Arbeiten wir gegen die Rassisten, hat sich das System gegen sie gewendet und sie erbauen sich daran. Tun wir gar nichts, erbauen sie sich sowieso. Radikal-Maßnahme wäre wohl, jedem Facebook-Spezialisten einen Flüchtling zuzuweisen und ihn selbst zu integrieren. Außerdem könnte man bessere Marketing-Arbeit leisten, indem man Flüchtlinge im Alltag zeigt, in allen Varianten: Im Heim, auf der Arbeit, Jobsuche. Und unter Umständen so darstellen, dass viele Dinge nicht so einfach sind, wie sich manche das vorstellen bzw. dass das mit dem Jobs klauen auch nicht so schnell geht. Das gibt es wahrscheinlich schon, aber es müsste mehr von erfolgen. Einfach, dass man als wirkich nur besorgter Bürger erstmal feststellt, dass das normale Menschen sind, die keine Invasion planen, sondern einfach nur in Sicherheit und angemessen leben wollen. Dann verhindert man so, dass die sich der AfD anschließen. Ist jetzt aber wieder einfacher dargestellt als es ist.

Der Rest, der nicht quotiert wurde, dem stimme ich zu, bzw. sehe ich keinen Grund, da jetzt noch zusätzliche Internet-Beefs für anzuzetteln

Zitat:
Zitat von Humppathetic Beitrag anzeigen
Genau das habe ich an Peterson ebenfalls kritisiert. Es geht bei dem Gesetz Bill C-16 nicht um das korrekte Ansprechen von Transsexuellen, sondern um die Strafbarkeit von Verbrechen gegen Transsexuelle. Er lügt ganz bewusst und wird von seinen Fanboys behandelt wie ein Gott.

Ach ja, es gibt sogar einen Jordan Peterson Generator, der aus philosophischen Begriffen einen intellektuell klingenden Satz zaubert.
http://www.wisdomofpeterson.com/

Geändert von Blast (18.06.2018 um 18:54 Uhr).
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