Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

Zurück   Boardhell > Wrestling aktuell > All Elite Wrestling & US-Indies

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 07.06.2024, 17:14   #26
Paul Heyman Guy
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 30.09.2012
Beiträge: 2.208
Alicia ist bei AEW und Maxwell freut sich sicher auch ein wenig. Nein sie ist nicht mehr mit Richard Holliday zusammen sondern mit MJF.
__________________
Villain Club - Every Club needs a Villain
Paul Heyman Guy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2024, 17:23   #27
Landnani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 17.550
Zitat:
Zitat von Tungdil Goldhand Beitrag anzeigen
Nur noch selten. Penta vielleicht ein bißchen mehr aber Fenix geht so gut wie gar nicht mehr nach Mexico.
Fenix durfte ja die USA nicht verlassen, weil er die Staatsbürgerschaft (oder sowas) da wollte. Weiß nicht, ob das in dem Kontext immer noch relevant ist.


Zitat:
Zitat von Yaya Beitrag anzeigen
Hier steht nix. Lohnt sich nicht, sich über trans- und homophobe Ar***löcher aufzuregen.
Darüber Aufregen lohnt wirklich nicht. Aber wenige von uns haben Kontrolle über emotionale Impulse, darum ist dieser Zug bereits abgefahren.

Ich finde es auch wichtig, etwas zu sagen. Wenn schon nicht für den Gesprächspartner, der in den meisten Fällen nicht offen ist, Dir zuzuhören. Dann aber doch für die eigene Repräsentanz.

Sich verbal reinsteigern hilft kaum. Vielleicht einfach sagen: "Die Aussage finde ich schrecklich."
- Aber wie gesagt, das findet ich selbst schwierig.


Zitat:
Zitat von E7 Beitrag anzeigen
Naja, wenn jemand öffentlich darüber redet, denkt er ja offenbar, dass es andere etwas angeht. Das ist natürlich keine Einladung dazu, sich über jemanden lustig zu machen oder stumpf beleidigend zu werden, aber ich halte es z.B. auch für einen Widerspruch, gleichzeitig bi- und pansexuell zu sein und finde schon, dass man das diskutieren darf.
Über inhaltliche Widersprüche kann man natürlich gern diskutieren. Finde das sogar ganz interessant.
Persönlich sehe ich hier keinen Widerspruch, aber ich bin da auch kein Experte.

Ich empfinde sogar die ganze Überthematisierung von Sexualität als die falsche Entwicklung. Seine Ursache findet das allerdings in der krassen Überthematisierung binär-geschlechtlicher Ideologie. Wenn dieses ganze Mann-Frau-Dingens nicht so überdimensioniert wäre, bräuchte ich Betonungen abweichender Selbstperspektiven gar nicht.


Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Ganz genau, wenn die Selbstperspektive einfach fern der Realität und nicht mal in sich selbst stimmig ist, dann gibt mir das Angriffsfläche um mich darüber lustig zu machen.
Sie ist stimmiger als Dein Widerspruch:


Zitat:
Außerdem brüskiere ich mich in erster Linie über die Kultur und ihre bescheuerten Begriffe mit denen ich gezwungen bin mich auseinanderzusetzen, weil ich sonst am Ende derjenige bin der wegen falscher Genderfizierung von der Gesellschaft als assozial ausgeschlossen wird. Was ein Individuum glaubt, denkt und fühlt ist ganz dem Individuum überlassen. Aber er/sie/es braucht nicht zu erwarten, dass ich das mit in meine Realität nehme.
Zum einen ist das die Meinungsfreiheit, auf die Du Dich selbst hier berufst und die eigentlich bei jeder öffentlichen Äußerung zu Dissonanzen führt.

Zum anderen sind solche Äußerungen leider sinnvoll, solange sexuell oder geschlechtlich divergente Lebensmodelle gesellschaftlich geächtet sind. Und das ist ganz klar noch der Fall.

Es besteht jedoch ein Unterschied, ob man eine Ich-Aussage trifft oder über jemand anderen urteilt. Die besagte Frau hat lediglich ihre Meinung bzw. Perspektive geäußert. Du hingegen hast sie verurteilt.


Zitat:
Mit Homosexualität hatte ich beispw. nie ein Problem. Man liebt halt wen man liebt. Aber die Selbstbestimmung beim Gendern halte ich für Idiotie. Man ist, was man ist. Das können hübsche Wörter nicht ändern.
Ja, das höre ich häufiger. Vor 30 Jahren wurde das gleiche Negative über Schwule gesagt. Die wurden irgendwann so laut, dass es weniger geworden ist. Jetzt versucht die nächste Gruppe, laut zu sein und akzeptiert zu werden. Und die Reaktionen erinnern mich sehr an die Kommentare über Schwule vor 30 Jahre.

Der Kern von persönlicher Freiheit ist übrigens, dass es völlig egal ist, was Du von den Lebensmodellen anderer hältst.

Was die Formulierung "Was ist was man ist" angeht, so ist das reine Ideologie. "Mann" und "Frau" sind nur simplifizierte Konzepte, die Menschen sich ausgedacht haben und auf einem winzigen Set physischer Merkmale basieren. Es gibt in der menschlichen Geschichte niemanden, der wirklich erkannt hat, wer oder was "wir" sind. Solche Aussagen erinnern mich an ein Pantoffeltier, dass einem anderen Pantoffeltier doziert, dass es jetzt alles vom Universum weiß.

Letzteres meine ich übrigens nicht als Beleidigung. Ich bin auch in Pantoffeltier. Wir Menschen sind alle lächerlich beschränkt in unserem Wissen und Wahrnehmung.


Zitat:
Zitat von Tankwart Beitrag anzeigen
--"Man ist, was man ist."

Jop, und was du für ein kümmerliches Kerlchen bist, erschließt sich aus deinen dummen Kommentaren.
Jeder von uns lebt in seinem eigenen Film. Du, ich und auch Rengal. Es gibt auf dieser Welt 8 Mrd. verschiedene Blickwinkel auf die Welt.
Und wir alle tun die ganze Zeit nur das, was wir für das Richtige halten.


Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Danke für die Bestätigung. Andere Meinungen sind einfach unerwünscht. Sind wir überhaupt nicht mehr kritikfähig? Heißt es nur ja oder nein? Schwarz oder weiß? Meinungen haben nur noch Gültigkeit wenn sie von einer starken Minderheit getätigt werden?
Bist Du nicht kritikfähig?
-ZerO- hat Dich im ersten Satz inhaltlich kritisiert und im zweiten beleidigt. Letzteres ist nicht gut. Erinnert mich allerdings an jemanden, den Du kennst.


Zitat:
Zitat von Vince Black Beitrag anzeigen
"Euch", "Ihr", wer ist hier gemeint?

Ich finde die Diskussions Kultur sehr bedenklich, ich sehe direkte Beschimpfungen und ziemlich aggressive Posts. Wie soll man denn so bitte schön einen Dialog halten? Ich verstehe schon wenn man seinen Standpunkt emotional vertritt, aber es sollte doch auch möglich sein normal zu Diskutieren?
Was mich traurig macht, ist, dass meist solche Diskussionen starke Beitragszahlen generieren.
Jemandes Weltbild wird durch ein anderes getriggert. Derjenige beleidigt. Davon ist der nächste getriggert und beleidigt.
Folge: Null Austausch, null Offenheit, null Positivität. Nur emotionales Gift.


Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Naja ich greife damit erstmal niemanden direkt an. Auch Bronsons Freundin nicht.
Doch. Sogar sehr heftig. Ich halte es sogar für sehr viel harmloser jemanden einfach nur mit einem Schimpfwort zu beleidigen als die Person von oben herab in einer Wesensart zu verachten, die dieser Person wichtig ist.

Und dabei ist es auch völlig irrelevant, ob sie es nie liest. Du erniedrigst sie. Andere lesen es und nehmen es mit. Bis es irgendwann entweder bei ihr oder bei anderen Schmerz anrichtet.


Zitat:
Dreck war etwas emotional, geb ich zu. Sorry. Staut sich an wenn man im Privatleben immer lieb "Ja" sagt, obwohl man "nein" denkt.
Ja, das passiert uns allen. Sowohl das Emotionale als auch das "Ja"/"Nein".


Zitat:
So... die Überspitzung am Ende soll nur mein Unverständnis gegenüber der sprachlichen Wahllosigkeit ausdrücken. Ich hasse den LGBTQ Wortschatz. Nicht die Menschen oder deren Empfindungen. Aber die Arroganz mit der diese Begriffe verwendet werden und für "selbstverständlich" gehalten werden machen es mir echt nicht leicht...
Im Moment begehst Du aus Deiner Perspektive eine ähnliche Arroganz, über die Du Dich in der Perspektive der anderen aufregst. Inklusive unsauberer, anmaßender Wortwahl.

Wenn Du etwas dagegen unternehmen willst, empfehle ich Dir, aus den Streit herauszugehen. Nicht "ja" und auch nicht "nein" zu sagen, sondern von Deinen Gedanken und Gefühlen Abstand zu nehmen, und zu beobachten.

Betrifft Dich das Thema überhaupt? Wenn Dir die ganze Sache scheißegal ist, finde ich das einen absolut legitimen und gesunden Standpunkt. Wenn die Sache für Dich wichtig ist, wieso? Warum macht Dich das Thema emotional betroffen? Vielleicht lernst Du dann ja was über Dich.
__________________
Du bist nicht Deine Gewohnheiten.
Du bist nicht Deine Gefühle.
Du bist nicht Deine Gedanken.

Geändert von Landnani (07.06.2024 um 17:28 Uhr).
Landnani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2024, 23:50   #28
E7
Rippenprellung
 
Registriert seit: 04.06.2019
Beiträge: 145
Zitat:
Zitat von Nani Beitrag anzeigen
Ich finde es auch wichtig, etwas zu sagen. Wenn schon nicht für den Gesprächspartner, der in den meisten Fällen nicht offen ist, Dir zuzuhören. Dann aber doch für die eigene Repräsentanz.

Sich verbal reinsteigern hilft kaum. Vielleicht einfach sagen: "Die Aussage finde ich schrecklich."
- Aber wie gesagt, das findet ich selbst schwierig.
Erstmal finde ich es extrem schön und ermutigend, dass letztlich hier doch eine Diskussion anstatt eines Streits entstanden ist

Aber in dem Punkt würde ich absolut widersprechen. Es ist für mich eines der Probleme in der momentanen Debattenkultur, dass viele einfach nur kund tun, auf welcher Seite sie stehen, ohne irgendetwas inhaltliches beizutragen. Auf diese Weise entstehen Shitstorms, aber keine sinnvollen Auseinandersetzungen. Natürlich ist "Die Aussage finde ich schrecklich." immer noch besser als ad-hominem-Angriffe, aber hilfreich ist es trotzdem nicht. Viel besser wäre es zu erklären, was man denn genau schrecklich findet, falls das nicht bereits von anderen gemacht wurde.
E7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2024, 01:31   #29
Pactser
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 17.07.2008
Beiträge: 1.414
Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Trotzdem denke ich - und ich verstehe wenn DAS nun als eklig wahrgenommen wird - das "Heterosexualität" erstmal Normalität ist... deswegen sind wir hier... die Biologie will das so. Wäre Queer normal wäre die Menschheit vermutlich ausgestorben. Mit einer mir sehr bewussten Überheblichkeit sage ich also, es ist normal händchenhaltend und küssend als hetero durch die Öffentlichkeit zu gehen. Homosexualität ist bereits eine Abweichung. Aber das ist nicht "meine" sexuelle Wahrheit sondern die Natürliche. Und mit natürlich meine ich an dieser Stelle biologisch/ von der Natur so vorgesehen und nicht als Abwertung der Homosexualität. Unnatürlich klingt sehr hart, deshalb diese Erläuterung.
Erstmal finde ich es ja schon positiv, dass du von der Biologie(also vermutlich Evolution) sprichst und nicht vom lieben Gott. Damit solltest du ja für Fakten und Wissenschaft zugänglich sein und nicht einfach alles mit "Ich glaube da nicht dran" abschmettern.
Die Evolution hat viele Formen der Fortpflanzung bei unterschiedlichen Spezies entwickelt. Es gibt Selbstbefruchtung, Fortpflanzung gänzlich ohne Körperkontakt usw.. Bei uns hat sich das heterosexuelle Modell durchgesetzt. Musste das, in Anbetracht der anderen möglichen Optionen, so sein...oder ist es reiner Zufall? Wer weiß(und sollte man das eigentlich nicht sicher wissen, wenn es so essentiell für seine Argumentation ist, wie bei dir?)?

Okay, es ist, wie es ist.
Es ist aber auch so, dass es Homosexualität nach heutigen Wissensstand genauso lange gibt wie Heterosexualität(u.a. auch bei uns sehr nah verwandten Spezies). Also wieso sollte eins davon der Biologie eher entsprechen...wenn doch beides aus der gleichen Evolution hervorging? Auch geht man heute in der Evolutionswissenschaft davon aus, dass Homosexualität bzw. andere Formen der Sexualität förderlich für den Gruppenzusammenhalt sind und damit durchaus wichtig dafür, dass wir uns als Spezies durchgesetzt haben. Diese Menschen fallen nämlich aus dem heterosexuellen Wettkampf um den nächsten Beziehungspartner, mit dem sie sich fortpflanzen können, weitgehend raus und können sich deswegen eher neutral verhalten und schlichtend wirken. Auch sind sie nicht durch die Schwangerschaft/Erziehung von Kindern "belastet" und können als Ersatz oder zusätzliche "Hilfskraft" einspringen, wenn irgendein Problem bei den Heteros aufkommt. Das sind durchaus vitale Vorteile.
Die Nachteile, die du anführst, existieren hingegen nur bedingt. Fortpflanzen kann sich ein Mensch auch ohne jemanden zu lieben. Die vielen homosexuellen Eltern, die ihre Kinder auf klassischem Weg gezeugt haben(und es sind viel mehr als du denkst), beweisen das. Heutzutage sogar ohne sexuellen Kontakt problemlos möglich. Die Evolution ist zumindest heute nicht mehr auf Heterosexualität angewiesen. Die Rechnung "wenn wir alle homosexuell wären, gäbe es keine Kinder" ist also falsch. Es gibt meines Wissens nach auch keine einzige Kultur, die durch Homosexualität ausgestorben wäre. Daher ist das höchstens hypothetisch. Sorry to burst your bubble.
Und ob die freie heterosexuelle Fortpflanzung derzeit die Menschen weiterbringt oder durch Überbevölkerung und damit einhergehender Resourcenvernichtung/Umweltzerstörung letztlich vernichten wird...puuuh...also sieht momentan so aus als würde die Bilanz eher negativ ausfallen.
Und nein, egal wie oft Elon Musk das noch twittert, der Mensch wird nicht durch Unfruchtbarkeit aussterben...höchstens seine ach so geliebte weiße Rasse. Aber auch das wird noch laaange dauern und ist im wahrsten Sinne des Wortes eher ein Luxus- als ein Fruchtbarkeitsproblem.

Die Biologie/Evolution hat Homosexualität(bzw. die Sexualität, welche nicht direkt auf Fortpflanzung ausgerichtet ist) also offenbar ganz natürlich vorgesehen...und reproduziert sie auch immer wieder. Vielleicht dient sie auch als natürlicher Schutz vor Überbevölkerung. Das können wir aber nicht belegen, weil selbst heute wegen der Diskriminierung keiner die genauen Zahlen der Nicht-Heteros kennt. Uns fehlen daher die Vergleichszahlen um das wissenschaftlich zu untersuchen. Zumal das früher noch schlimmer war, denn da galt noch "Wer deutlich mehr Soldaten hat, gewinnt die Schlacht"...was dann zu einer entsprechenden Überhöhung der heterosexuellen Beziehung und Abwertung von allem anderen führte(auch sehr schön in religiösen Texten zu sehen). Das man sich auf Minderheiten einschießt um den Gruppenzusammenhalt zu stärken, ist auch wissenschaftlich belegt...und war nicht gerade vorteilhaft für Nicht-Heteros.
Sollte es jedenfalls eine Schutzvorrichtung vor Überbevölkerung sein, sollten wir Nicht-Heteros geradezu anbeten. Denn die alternativen Methoden, die sich die Natur so ausgedacht hat, sind Verhungern, Pandemien...und lokales Durchknallen mit Zügen von Kannibalismus(ja, das gibt es im Tierreich). Dagegen wirkt ein steigender Anteil an queeren Menschen irgendwie echt erstrebenswert/human, oder?

Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Warum das alles aber in so viele Begriffe, Schreibweisen und dergleichen gepackt werden muss kapier ich nicht... Wer kann zum Beispiel aus dem Stehgreif LGBTQIA auseinanderklamüsern ohne zu googeln?

Das alles ist aus heutiger Sicht normal.
Weil Sexualität für Menschen wichtig ist und weil wir als Gesellschaft eben noch nicht so weit sind, das wirklich als "normal" zu leben. Stell dir mal vor, wie es aussehen würde, wenn es das Wort für "heterosexuell" nicht geben würde und du dich kurz und knapp nur sprachlich darüber definieren könntest, was du nicht bist. Und warum sollen nur Heterosexuelle sprachlich definiert sein? Weil du keine Lust hast ein halbes Dutzend neuer Wörter/Definitionen zu lernen?
Okay, bisher war das super, weil Heterosexuelle sich nicht definieren mussten(und dennoch gab es das Wort)...denn es waren einfach alle als Konsens heterosexuell...und wer das nicht war, hat sich halt im Keller versteckt. Aber irgendwie haben letztere dazu keine Lust mehr. Kann man es ihnen verdenken?

Und wieviel davon musst du wirklich im täglichen Gebrauch wissen? Wie oft sagst du LGBTQIA+...und wann wurdest du mal dafür angegriffen, weil du einen Buchstaben vergessen hast? Da wird sich doch künstlich über Dinge aufgeregt, die in Wirklichkeit nur im Sprachgebrauch der Betroffenen und in Texten zum Thema regelmäßig Anwendung finden. Also eigentlich kein Problem für dich...sollte man wenigstens denken.

Geändert von Pactser (08.06.2024 um 02:58 Uhr).
Pactser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2024, 08:53   #30
Landnani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 17.550
Schöner Beitrag, Pac. Wobei es aus Rengals Perspektive nicht um Homosexualität geht. Obgleich die aktuellen Anfeindungen gegen die non-binäre Bewegung früher fast 1-zu-1 so gegen Schwule verwendet wurden.

Auf Non-Binärität trifft das gleiche zu wie auf Homosexualität. Es gibt aus der Natur her keine "Rollen" und keine "Normalität", lediglich Häufungen. Rollen und Wertung sind menschliche Erfindungen, die sich evolutionär durchgesetzt haben, da die ursprünglichen Ansätze Vorteile mit sich brachten. Diese ursprünglichen Ansätze haben sich leider ideologisch verselbstständig, bis zu dem Punkt, wo sie viel mehr Nachteile als Vorteile aufweisen. Nicht nur für Minderheiten.
Die Binär-Ideologie unterdrückt seit Jahrtausenden massiv das gesellschaftliche Potenzial von Frauen. An anderer Stelle unterdrückt es emotionales, künstlerisches und kooperatives Potenzial bei Männern. Es spaltet die Gesellschaft durch die Forcierung der Relevanz eines eigentlich irrelevanten Nebenaspekts des Lebens (denn der einzige wichtige Geschlechtsaspekt der Fortpflanzung regelt sich ohne jede Kultur vollkommen autark durch die sexuellen Instinkte). Und er pflanzt nahezu allen Menschen bereits während de Aufwachsens eine Angst davor ein, abweichlerisch im Vergleich zu anderen zu sein. Dabei steckt die größte Stärke darin gleichzeitig gemeinschaftlich UND individuell zu sein.

Die Thematik sowohl der Non-Binärität als auch der (in den meisten Teilen der Welt und sogar signifikanten Teilen unserer eigenen Gesellschaft geächteten) Homosexualität resultiert eben aus diesem ideologischen Konstrukt. Aber sie sind lediglich Teilaspekte vom Ausmaß des Problems.


Zitat:
Zitat von E7 Beitrag anzeigen
Erstmal finde ich es extrem schön und ermutigend, dass letztlich hier doch eine Diskussion anstatt eines Streits entstanden ist

Aber in dem Punkt würde ich absolut widersprechen. Es ist für mich eines der Probleme in der momentanen Debattenkultur, dass viele einfach nur kund tun, auf welcher Seite sie stehen, ohne irgendetwas inhaltliches beizutragen. Auf diese Weise entstehen Shitstorms, aber keine sinnvollen Auseinandersetzungen. Natürlich ist "Die Aussage finde ich schrecklich." immer noch besser als ad-hominem-Angriffe, aber hilfreich ist es trotzdem nicht. Viel besser wäre es zu erklären, was man denn genau schrecklich findet, falls das nicht bereits von anderen gemacht wurde.
Ich würde das von Bedürfnis und Einschätzung abhängig machen.

Wenn Du das Bedürfnis hast, zu widersprechen, reicht ggf. einfach eine kurze Äußerung. Sowas ist durchaus wirksam. Inhaltlich reingehen und sich zu streiten, kostet ja durchaus Ressourcen und manchmal sind wir dazu emotional auch nicht stabil genug. Was völlig okay ist.

Außerdem macht es schon Sinn zu hinterfragen, wann Diskutieren Sinn macht. Es gibt den schönen Satz: "Ratschläge sind auch Schläge". Wenn Du (aus der Perspektive der Gegenüber) ungefragt eine Gegenmeinung zu deren Meinung äußerst, stößt das in den meisten Fällen keine echte beidseitige Auseinandersetzung mit dem Thema an, sondern nur verbale Versuche, entweder die Zustimmung der zuhörenden Mehrheit zu gewinnen oder den "Feind" zu attackieren. Da ist es sogar egal, wer den ersten "Ratschlag" ausgeteilt hat. Sobald derjenige selbst einen "Ratschlag" abkriegt, fühlt der sich plötzlich als Opfer.

Solange beide Seiten einander nicht aufrichtig zuhören, ist keine fruchtbare Diskussion möglich.
Ich würde es also schon davon abhängig machen, ob (1) Du selbst überhaupt bereit bist zu diskutieren (d.h. gegebenenfalls auch Deine Meinung/Weltsicht zu verändern) und (2) das gleiche beim Gegenüber für möglich hältst. Sonst verkommt es nur zum Scharmützel über Deutungshoheit. Und sowas treibt die Leute eher nur noch tiefer in eigenen ideologischen Lager.
__________________
Du bist nicht Deine Gewohnheiten.
Du bist nicht Deine Gefühle.
Du bist nicht Deine Gedanken.

Geändert von Landnani (08.06.2024 um 09:10 Uhr).
Landnani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2024, 17:37   #31
Pactser
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 17.07.2008
Beiträge: 1.414
Zitat:
Zitat von Landnani Beitrag anzeigen
Schöner Beitrag, Pac. Wobei es aus Rengals Perspektive nicht um Homosexualität geht. Obgleich die aktuellen Anfeindungen gegen die non-binäre Bewegung früher fast 1-zu-1 so gegen Schwule verwendet wurden.
Ist für mich nur eine Fortführung dessen, weil man gegen Homosexuelle kaum noch griffige Argumente hat, da HIV halt keine tödliche "Schwulenkrankheit" ist und sich große Psychologenverbände auch gegen das Vorurteil gestellt haben, dass Homosexuelle schlechtere Eltern wären. Jetzt sucht man sich halt unter dem Vorwand Frauen&Kinder schützen zu wollen, eine noch kleinere Gruppe als Ziel raus...diesmal sind es die Transsexuellen. Das ist so ein wenig Divide&Conquer, was da gespielt wird.
Und immer werden die armen Kinder instrumentalisiert, die damit eigentlich überhaupt kein Problem haben...oder man erzählt, dass Frauen im Frauenknast von Frauen mit Penis vergewaltigt werden könnten(frei noch dem Motto "kommt zwar statistisch nicht vor, aber es KÖNNTE passieren. Das müssen wir dringend verhindern". Das homosexuelle Männer im Knast aber TATSÄCHLICH missbraucht werden, stört die selben Leute irgendwie rein gar nicht. Da gibt es keinen entrüsteten Aufschrei und die Forderung schwule Männer in den Frauenknast zu verlegen oder ein gesondertes Gefängnis zu bauen. Komisch.)...oder man tut halt so als wären die armen Heterosexuellen Opfer einer allmächtigen queeren Propagandamaschinerie, gegen die man sich wehren müsse, weil sonst irgendwas schlimmes passiert.

Geändert von Pactser (08.06.2024 um 17:41 Uhr).
Pactser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.2024, 18:35   #32
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.173
Zitat:
Zitat von Landnani Beitrag anzeigen
Darüber Aufregen lohnt wirklich nicht. Aber wenige von uns haben Kontrolle über emotionale Impulse, darum ist dieser Zug bereits abgefahren.

Ich finde es auch wichtig, etwas zu sagen. Wenn schon nicht für den Gesprächspartner, der in den meisten Fällen nicht offen ist, Dir zuzuhören. Dann aber doch für die eigene Repräsentanz.

Sich verbal reinsteigern hilft kaum. Vielleicht einfach sagen: "Die Aussage finde ich schrecklich."
- Aber wie gesagt, das findet ich selbst schwierig.
Da wir in einem Diskussionsforum sind, halte ich das für legitim. Weil es mich stört und es mich "getriggert" hat, war mir an dem Tag nach einer Diskussion. In dem Moment hielt ich es für eine ganz tolle Idee "Satzverstärkungswörter" zu nutzen... Das war einfach ein schlechter Start und möglicherweise für einige verletzend... Entschuldigung an dieser Stelle.

Zitat:
Ich empfinde sogar die ganze Überthematisierung von Sexualität als die falsche Entwicklung. Seine Ursache findet das allerdings in der krassen Überthematisierung binär-geschlechtlicher Ideologie. Wenn dieses ganze Mann-Frau-Dingens nicht so überdimensioniert wäre, bräuchte ich Betonungen abweichender Selbstperspektiven gar nicht.
Ich halte das einfach nicht für eine Ideologie. Menschliche Beziehung findet im Großteil der Fälle nunmal zwischen Mann und Frau statt. Es hat für mich mehr mit Biologie zu tun. Ich finde es auch nicht überdimensioniert. Es ist halt die gängigste Form der Beziehung, dementsprechend wird sie repräsentiert. Schwule und Lesben wurden oft bereits mit thematisiert. Menschen die zwischen den Geschlechtern stehen äußerst selten. Wie ihr Vorkommen in der Realität. Ich verstehe nicht warum "das ganze Mann-Frau-Dingens" ein Problem ist. Mann-Frau braucht es auch in der Tierwelt. So ziemlich fast alle Säugetiere brauchen dieses Konzept, um fortzubestehen.

Zitat:
Zum einen ist das die Meinungsfreiheit, auf die Du Dich selbst hier berufst und die eigentlich bei jeder öffentlichen Äußerung zu Dissonanzen führt.
Meinungsfreiheit finde ich bei diesem Thema nicht passend. Sexualität und Gender sind keine Meinung. Die Begrifflichkeiten existieren bereits. Pan, Cis usw. Und mittlerweile wird erwartet, dass man diese kennt.

Zitat:
Zum anderen sind solche Äußerungen leider sinnvoll, solange sexuell oder geschlechtlich divergente Lebensmodelle gesellschaftlich geächtet sind. Und das ist ganz klar noch der Fall.
Kann ich prinzipiell nachvollziehen. Eine Ächtung sehe ich heute aber genauso bei konservativen Meinungen. Da wird man ganz schnell zum Feindbild gemacht, wenn man kein Interesse oder gar Kritik an der LGBTQ-Bewegung äußert.

Zitat:
Es besteht jedoch ein Unterschied, ob man eine Ich-Aussage trifft oder über jemand anderen urteilt. Die besagte Frau hat lediglich ihre Meinung bzw. Perspektive geäußert. Du hingegen hast sie verurteilt.
Weniger sie als vielmehr die von ihr genutzten Begrifflichkeiten, die ich nach wie vor verwirrend und wie in diesem Fall auch schlecht genutzt finde.

Zitat:
Ja, das höre ich häufiger. Vor 30 Jahren wurde das gleiche Negative über Schwule gesagt. Die wurden irgendwann so laut, dass es weniger geworden ist. Jetzt versucht die nächste Gruppe, laut zu sein und akzeptiert zu werden. Und die Reaktionen erinnern mich sehr an die Kommentare über Schwule vor 30 Jahre.
Im Sinne von "ich hab homosexuelle/ queere Freunde"? Diese Gruppen sind halt vor allem laut. Das erkennst du richtig. Und damit wird die Gesellschaft im Grunde als Ganzes ständig gezwungen Stellung zu beziehen. Als Wrestling-Fan habe ich auch kein Ohr bei meinen Freunden. Trotzdem zwinge ich Wrestling niemandem auf und bestehe darauf Wrestling in irgendeiner Form anzuerkennen. Warum muss ich jedem meine individuelle Sexualität oder viel mehr mein "gefühltes" Geschlecht aufzwingen und undeutliche Begriffe entwickeln die eine Minderheit zum Ausdruck bringen soll?

Zitat:
Der Kern von persönlicher Freiheit ist übrigens, dass es völlig egal ist, was Du von den Lebensmodellen anderer hältst.
Es ist mir egal. Und dann kommt XY und meint ich müsse mich mal damit beschäftigen. Das passiert schon bei der Verwendung von "Pansexualität".

Zitat:
Was die Formulierung "Was ist was man ist" angeht, so ist das reine Ideologie. "Mann" und "Frau" sind nur simplifizierte Konzepte, die Menschen sich ausgedacht haben und auf einem winzigen Set physischer Merkmale basieren. Es gibt in der menschlichen Geschichte niemanden, der wirklich erkannt hat, wer oder was "wir" sind. Solche Aussagen erinnern mich an ein Pantoffeltier, dass einem anderen Pantoffeltier doziert, dass es jetzt alles vom Universum weiß.
Allein genommen beschreiben "Mann" und "Frau" definitiv nicht alles. Wie jeder das im Einzelnen auslebt geht auch niemanden was an. Das simplifizierte Konzept hat aber durchaus eine biologische Relevanz, die sich beispielsweise in der Möglichkeit zur Fortpflanzung zeigt. Vom Mensch "aus
__________________
If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.
Rengal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.2024, 18:39   #33
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.173
...Vom Mensch "ausgedacht" ist auch hier nur relativ zu betrachten. Die Natur hat da auch ein Veto eingelegt.

Zitat:
Letzteres meine ich übrigens nicht als Beleidigung. Ich bin auch in Pantoffeltier. Wir Menschen sind alle lächerlich beschränkt in unserem Wissen und Wahrnehmung.
Volle Zustimmung. Der richtige Moment an dieser Stelle vielleicht nochmal darauf hinzuweisen, dass alles hier geschriebene meine Perspektive auf die Dinge darstellt und ich keinen Allein-Gültigkeitsanspruch stellen möchte. Aber so erkläre ich mir die Welt und dementsprechend kann ich halt nicht mit den hier genannten Argumenten konform gehen.

Zitat:
Jeder von uns lebt in seinem eigenen Film. Du, ich und auch Rengal. Es gibt auf dieser Welt 8 Mrd. verschiedene Blickwinkel auf die Welt.
Und wir alle tun die ganze Zeit nur das, was wir für das Richtige halten.
Volle Zustimmung. In diesem Moment halte ich es für richtig meinen Standpunkt nochmal deutlich zu machen, da du dir mit Sicherheit viel Zeit für deinen Kommentar genommen hast.


Zitat:
Bist Du nicht kritikfähig?
-ZerO- hat Dich im ersten Satz inhaltlich kritisiert und im zweiten beleidigt. Letzteres ist nicht gut. Erinnert mich allerdings an jemanden, den Du kennst.
Zero bezog sich wiederum auf Tankwart und dessen Kommentar empfand ich ehrlicherweise in erster Linie beleidigend. Eine Begründung für "dumme Kommentare" gab es nicht. DU verteidigst hier jemanden der einen aus meiner Sicht ziemlich abfälligen Kommentar verteidigt. Die "inhaltliche Kritik" ist mir an dieser Stelle einfach deutlich zu dünn gewesen und es ging vielmehr um meine Person, die ziemlich derbe beschimpft wurde.

Zitat:
Was mich traurig macht, ist, dass meist solche Diskussionen starke Beitragszahlen generieren.
Jemandes Weltbild wird durch ein anderes getriggert. Derjenige beleidigt. Davon ist der nächste getriggert und beleidigt.
Folge: Null Austausch, null Offenheit, null Positivität. Nur emotionales Gift.
Ja das sehe ich ein. Die starken Beitragszahlen sprechen aber auch irgendwo dafür, dass es viele interessiert.... Ist nicht immer gut, das stimmt, vor allem wenn es eher ein "Trigger" ist... Wie in meinem Fall...

Zitat:
Doch. Sogar sehr heftig. Ich halte es sogar für sehr viel harmloser jemanden einfach nur mit einem Schimpfwort zu beleidigen als die Person von oben herab in einer Wesensart zu verachten, die dieser Person wichtig ist.
Bronsons Freundin ist meines Wissens nicht Teil des Forums. Es war nie persönlich. Es ging zunächst allgemein um Begriffe und das sehr laute Movement. Bei der Person gings höchstens um potentiell falsche Verwendung von Begriffen, die schon für Außenstehende schwer verständlich sind und da letztendlich wieder um Sprache.

Zitat:
Und dabei ist es auch völlig irrelevant, ob sie es nie liest. Du erniedrigst sie. Andere lesen es und nehmen es mit. Bis es irgendwann entweder bei ihr oder bei anderen Schmerz anrichtet.
Die Sexualität scheint ihnen [der Bewegung, der sie angehört] sehr wichtig und vieles scheinen sie neu ausdefinieren zu wollen. Und darum gehts hier... Begriffe einer Kultur, die wir mittlerweile beherrschen müssen. Zumindest ist es so gewollt.

Zitat:
Ja, das passiert uns allen. Sowohl das Emotionale als auch das "Ja"/"Nein".
Danke fürs Verständnis.

Zitat:
Im Moment begehst Du aus Deiner Perspektive eine ähnliche Arroganz, über die Du Dich in der Perspektive der anderen aufregst. Inklusive unsauberer, anmaßender Wortwahl.
Bitte etwas genauer.

Zitat:
Wenn Du etwas dagegen unternehmen willst, empfehle ich Dir, aus den Streit herauszugehen. Nicht "ja" und auch nicht "nein" zu sagen, sondern von Deinen Gedanken und Gefühlen Abstand zu nehmen, und zu beobachten.
Geb ich dir recht. Halte ich für einen klugen Lösungsansatz.

Zitat:
Betrifft Dich das Thema überhaupt? Wenn Dir die ganze Sache scheißegal ist, finde ich das einen absolut legitimen und gesunden Standpunkt. Wenn die Sache für Dich wichtig ist, wieso? Warum macht Dich das Thema emotional betroffen? Vielleicht lernst Du dann ja was über Dich.
Sprache betrifft uns alle. Sexualität und Gendern auch. Es geht auch ein bisschen darum, was man als Gesellschaft darstellen möchte. Ich habe Menschen getroffen und war mit ihnen in Kontakt, die wegen ihres Geschlechts unsicher waren, Hormone genommen haben und gestorben sind. Es gibt Menschen um die ich mich Sorge und ein allgemeines Unverständnis darüber, wie das alles so wichtig geworden ist. Würde ich meine Meinung zum Thema kundtun, siehst du ja hier, wie das aufgenommen wird. Meinungsfreiheit geht in diesem Thema schon lange nicht mehr.

Das "scheißegal" finden funktioniert eben auch nur so lange, bis man plötzlich damit konfrontiert wird. Dieses Thema konfrontiert uns alle früher oder später, weil sich immer mehr Menschen damit auseinander setzen und sich selbst hinterfragen. Es ist nur ne Frage der Zeit bis es jemanden aus unserem Umfeld betrifft. Zum Beispie
__________________
If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.
Rengal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 04:12   #34
Pactser
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 17.07.2008
Beiträge: 1.414
Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Ich habe Menschen getroffen und war mit ihnen in Kontakt, die wegen ihres Geschlechts unsicher waren, Hormone genommen haben und gestorben sind.
Das riecht schon sehr nach Paulanergarten. Wie man es schaffen soll an Hormongaben unter ärztlicher Kontrolle zu sterben und das definitiv auf die Hormone zurückführbar ist, möchte ich gerne mal wissen.
Pactser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 07:15   #35
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.173
Zitat:
Zitat von Pactser Beitrag anzeigen
Das riecht schon sehr nach Paulanergarten. Wie man es schaffen soll an Hormongaben unter ärztlicher Kontrolle zu sterben und das definitiv auf die Hormone zurückführbar ist, möchte ich gerne mal wissen.
Ich auch. Die Person hat existiert. Ich habe sie gekannt. Jetzt ist sie tot. Weil sie mit 18 Jahren sehr jung war, würde ich es auf die Hormone schieben. Eine absolute Sicherheit habe ich da nicht. Die Person war selten in der Schule. Immer niedergeschlagen. Ging in der letzten Woche auf einer Krücke und starb dann. Es war der einzige Mitschülertod, den ich erleben musste. Es war halt auffällig für mich, da es die einzige Person "zwischen den Geschlechtern" war, die ich bis dahin kannte. Tut mir Leid, wenn ich falsche Schlüsse ziehe. Es ist aber eine einprägsame Auffälligkeit.
__________________
If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.
Rengal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 10:55   #36
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 32.855
Ich musste erst einmal hochscrollen, um was es überhaupt geht, weil ich hier von Sterben und Tod lese. Dass es um sexuelle Outings geht, hätte ich jetzt nicht erwartet. Pansexuell habe ich auch noch nie gehört. Ich kann den ganzen Sachen auch nicht mehr folgen, weil es mittlerweile so viele gibt, und muss bei manchen Sachen echt erst einmal nachfragen, was es denn jetzt schon wieder neues gibt. Aber sollen 'se mal machen. Sind beide Volljährig, wirken selbstbestimmt, schaden niemandem.
__________________

Geändert von CM Landratomaniac (11.06.2024 um 11:07 Uhr).
CM Landratomaniac ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 12:28   #37
Rengal
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.06.2010
Beiträge: 2.173
Zitat:
Zitat von CM Landratomaniac Beitrag anzeigen
Aber sollen 'se mal machen. Sind beide Volljährig, wirken selbstbestimmt, schaden niemandem.
So hätte ich es einfach stehen lassen sollen... Ist ein wenig eskaliert hier und ich glaube am Ende kann man nicht auf einen Nenner kommen. Das sind unterschiedliche Meinungen, die schon im öffentlichen Diskurs extrem aufeinander prallen.
__________________
If you think this has a happy ending, you haven’t been paying attention.

Geändert von Rengal (11.06.2024 um 12:32 Uhr).
Rengal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 17:29   #38
Der Landknecht
Genickbruch
 
Registriert seit: 20.12.2005
Beiträge: 35.915
Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Ich auch. Die Person hat existiert. Ich habe sie gekannt. Jetzt ist sie tot. Weil sie mit 18 Jahren sehr jung war, würde ich es auf die Hormone schieben. Eine absolute Sicherheit habe ich da nicht. Die Person war selten in der Schule. Immer niedergeschlagen. Ging in der letzten Woche auf einer Krücke und starb dann. Es war der einzige Mitschülertod, den ich erleben musste. Es war halt auffällig für mich, da es die einzige Person "zwischen den Geschlechtern" war, die ich bis dahin kannte. Tut mir Leid, wenn ich falsche Schlüsse ziehe. Es ist aber eine einprägsame Auffälligkeit.
Sicher, dass es kein Suizid war? Suizidalität ist unter Transmenschen prävalenter als im Rest der Bevölkerung.
__________________
What he didn't was, know was or was know was that I was dyslexic.
Der Landknecht ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 18:53   #39
SDL
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 11.04.2018
Beiträge: 536
Also an Hormonüberdosierung kann man nicht sterben. Würde da auch eher auf Suizid tippen. Hormone wirken sich immer auf die Psyche aus.
SDL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2024, 19:41   #40
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
Beiträge: 4.254
Zitat:
Zitat von SDL Beitrag anzeigen
Also an Hormonüberdosierung kann man nicht sterben. Würde da auch eher auf Suizid tippen. Hormone wirken sich immer auf die Psyche aus.
Das geht schon, allerdings wirft man (normalerweise) nicht einfach Hormone zur Vorbereitung der Geschlechtsumwandlung ein ohne ärztliche Überwachung. Selbst die Antibabypille kann (wenn auch in sehr sehr seltenen Fällen) zum Tode führen.
__________________
Made in K-town W. Germany

Deutscher von Geburt
Pfälzer aus Überzeugung
Lautrer von Gottes gnaden
k-town1900 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2024, 11:29   #41
SDL
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 11.04.2018
Beiträge: 536
Da hast du natürlich Recht.
SDL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2024, 16:17   #42
Pactser
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 17.07.2008
Beiträge: 1.414
Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Ich auch. Die Person hat existiert. Ich habe sie gekannt. Jetzt ist sie tot. Weil sie mit 18 Jahren sehr jung war, würde ich es auf die Hormone schieben. Eine absolute Sicherheit habe ich da nicht. Die Person war selten in der Schule. Immer niedergeschlagen. Ging in der letzten Woche auf einer Krücke und starb dann. Es war der einzige Mitschülertod, den ich erleben musste. Es war halt auffällig für mich, da es die einzige Person "zwischen den Geschlechtern" war, die ich bis dahin kannte. Tut mir Leid, wenn ich falsche Schlüsse ziehe. Es ist aber eine einprägsame Auffälligkeit.
Okay, also wird jetzt aus MenschEN, eine Person. Und aus ner Tatsache eine wilde Vermutung. Immerhin gibst du es zu...damit bist du schon weiter als viele Schwurbler.
Mein bester Freund ist mit 36 an einer Lungenembolie gestorben. Der hatte vorher Depressionen(was damit auch nichts zu tun hat). Weder Transgender noch Hormone waren da mit im Spiel. Vielleicht Chemtrails( )...oder irgendwas anderes? Lässt sich ja schön frei interpretieren.
Und basierend darauf darf ich jetzt welcher Menschengruppe ihre gleichen Rechte aberkennen und sie als gefährlich für die Gesellschaft brandmarken?

Geändert von Pactser (13.06.2024 um 16:23 Uhr).
Pactser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2024, 19:05   #43
Landnani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 17.550
Zitat:
Zitat von Rengal Beitrag anzeigen
Ich halte das einfach nicht für eine Ideologie. Menschliche Beziehung findet im Großteil der Fälle nunmal zwischen Mann und Frau statt. Es hat für mich mehr mit Biologie zu tun. Ich finde es auch nicht überdimensioniert. Es ist halt die gängigste Form der Beziehung, dementsprechend wird sie repräsentiert. Schwule und Lesben wurden oft bereits mit thematisiert. Menschen die zwischen den Geschlechtern stehen äußerst selten. Wie ihr Vorkommen in der Realität. Ich verstehe nicht warum "das ganze Mann-Frau-Dingens" ein Problem ist. Mann-Frau braucht es auch in der Tierwelt. So ziemlich fast alle Säugetiere brauchen dieses Konzept, um fortzubestehen.
Alles was in unserem Verstand stattfindet, ist Ideologie. Unsere Wahrnehmung und Realitätserfassung kratzt nur an der Oberfläche, und wir katalogisieren bereits.
Was übrigens nicht einmal schlimm ist. So haben wir uns entwickelt. Wir suchen deskriptive Schubladen, um rudimentär mit einer unbegreiflichen Realität klarzukommen. Darum wäre es für mich persönlich auch okay, wenn wir bei einer einfach Einordnung Mann/Frau/Andere.

Sofern alles gleich gut und unbewertet ist. Und da liegt das Problem. Wir nutzen "Mann" und "Frau" nicht nur deskriptiv. Wir haben den Begriffen so viel kulturellem Ballast aufgebürdet und damit überideologisiert, dass Anti-Bewegungen notwendig werden, um zu überleben.

Die Trans-Bewegung ist nur die Spitze des Eisbergs. Es ist ein Mainstream-Problem. Man muss sich nur all die armen Hetero-Männer und -Frauen anschauen, die in den ideologischen Erwartungsbildern von "Männern" und "Frauen" feststecken. Duckmäuserische, frustrierte, aggressive und/oder domestizierte unglückliche Menschen, die sich nach lächerlichen Standards und Vorbildern umgucken, anstatt ihre Einzigartigkeit zu leben.

Bzgl. Deiner Aussage zur Tierwelt: Die braucht die Konzepte eben nicht. Tieren ist es fickegal, welche geschlechtlichen Rollen sie gesellschaftlich spielen sollen. Sie sind nicht Männer, nicht Frauen, nicht Schwule, nicht Trans. Sie ficken den oder das, was ihre Intuition ihnen gerade sagt. Und sei es das Bein vom Herrchen, um ihre Begeisterung zu zeigen. Der Nachwuchs kommt dann von selbst, weil die Biologie entsprechend komplexe Systeme angelegt hat. Dann bleiben sie - je nach Intuition - beim Nachwuchs oder ziehen weiter.
Meistens ist das normative Verhalten in der evolutionären Entwicklung zum Erfolg. Doch immer wieder gibt es Divergenzen. Manche enden tragisch, manche enden genauso gut, manche führen zu einer evolutionären Weiterentwicklung.

Nur wir Menschen spielen Rollen, bauen gesellschaftlichen Druck auf, bewerten und entwickeln psychisch kranke System, in den wir uns ins Unglück "optimiert" haben. Tiere hingegen sind einfach.


Zitat:
Meinungsfreiheit finde ich bei diesem Thema nicht passend.
Meinungsfreiheit ist bei jedem Thema passend, wo es um eine persönliche Weltanschauung geht.

Wenn es Dir hilft, zieh die Parallele zum Glauben. Selbst dann, wenn Du beweisen könntest, dass es keinen Gott gibt, hättest Du kein Recht dazu, jemand anderem zu verbieten, an einen solchen zu glauben.
Ich finde es absurd, dass wir als Gesellschaft Religionen schützen, auch wenn sie ihre Rechte überschreiten, gleichzeitig aber das ureigenste Recht eines jeden Menschen - die eigene Identität und seinen Namen zu bestimmen - einschränken.


Zitat:
Kann ich prinzipiell nachvollziehen. Eine Ächtung sehe ich heute aber genauso bei konservativen Meinungen. Da wird man ganz schnell zum Feindbild gemacht, wenn man kein Interesse oder gar Kritik an der LGBTQ-Bewegung äußert.
Das erinnert mich an die Erzählung, wonach Weiße inzwischen auch diskriminiert werden. Eine Mutmaßung, die daraus resultiert, dass die Betreffenden noch nicht das Ausmaß der tatsächlich Diskriminierten erfahren hat.

Wenn jemand ab und zu mal Deine Meinung anfeindet, ist das gelebte Normalität. Das kennt jeder Mensch.
Täglich komisch angeschaut, falsch behandelt und nicht so akzeptiert zu werden, wie man ist, DAS ist unendlich schmerzvoller.


Zitat:
Es ist mir egal. Und dann kommt XY und meint ich müsse mich mal damit beschäftigen. Das passiert schon bei der Verwendung von "Pansexualität".
Zeig mir, wann und wo.
Ich kenne mich mit dem ganzen Kram auch nicht aus. Die neue Komplexität interessiert mich nicht. Ich halte sie sogar für eine Fortsetzung von unnötigen Namensgebungen von Dingen, die wir Menschen zu schnell in Schubladen stecken.
Bin damit noch nie angeeckt. Es reichte mir stets zu wissen, dass Leute für sich andere Beschreibungen verwenden und dies zu respektieren. Details MUSS ich erst wissen, wenn ich selbst sexuell in diesem Feld aktiv werden möchte. Aber dann habe ich ja selbst ein Interesse.

Dieser Thread ist doch ein schönes Beispiel. Die meisten nehmen das Statement wahr. Du hingegen hast Dich aktiv dazu entschieden, das Thema aufzugreifen. Du hast im ersten Schritt das Interesse ergriffen, um im zweiten Schritt anzufinden.


Zitat:
Volle Zustimmung. Der richtige Moment an dieser Stelle vielleicht nochmal darauf hinzuweisen, dass alles hier geschriebene meine Perspektive auf die Dinge darstellt und ich keinen Allein-Gültigkeitsanspruch stellen möchte. Aber so erkläre ich mir die Welt und dementsprechend kann ich halt nicht mit den hier genannten Argumenten konform gehen.
Und wenn Du an das alte deskriptive Konzept von "Männern" und "Frauen" glauben möchtest, hast Du meinen vollen Respekt. Es ist Deine Welt. Und wir alle brauchen ein gewisses Maß an Einfachheit in unseren Pantoffeltierhirnen.

Probleme entstehen nur dann, wenn man aus der Perspektive in seinen Formulierungen ein "objektive Wahrheit" macht und die Perspektive der anderen entwertet.


Zitat:
Zero bezog sich wiederum auf Tankwart und dessen Kommentar empfand ich ehrlicherweise in erster Linie beleidigend. Eine Begründung für "dumme Kommentare" gab es nicht. DU verteidigst hier jemanden der einen aus meiner Sicht ziemlich abfälligen Kommentar verteidigt. Die "inhaltliche Kritik" ist mir an dieser Stelle einfach deutlich zu dünn gewesen und es ging vielmehr um meine Person, die ziemlich derbe beschimpft wurde.
Ich halte hier jede Beleidigung für bedauerlich. Sogar diejenigen, die mir selbst ab und zu mal entgleiten.


Zitat:
Ja das sehe ich ein. Die starken Beitragszahlen sprechen aber auch irgendwo dafür, dass es viele interessiert.... Ist nicht immer gut, das stimmt, vor allem wenn es eher ein "Trigger" ist... Wie in meinem Fall...
Die vielen Kommentare gibt es (leider) nur, weil es Dich getriggert hat und Deine Zurücksetzung eines Grundrechts von der Bronson-Freundin wiederum andere getriggert hat. Und los geht der Hate Train. Tut-tuuut.


Zitat:
Bronsons Freundin ist meines Wissens nicht Teil des Forums. Es war nie persönlich. Es ging zunächst allgemein um Begriffe und das sehr laute Movement. Bei der Person gings höchstens um potentiell falsche Verwendung von Begriffen, die schon für Außenstehende schwer verständlich sind und da letztendlich wieder um Sprache.
Ich finde es spannend, dass es aus Deiner Perspektive nichts persönliches war.
Klar, sie ist nicht hier aktiv. Aber "nicht persönlich"? Ich wette mein goldenes Inlay, dass es für sie grundsätzlich SEHR persönlich wäre.
Auf der anderen sehen diejenigen, die sich hier auf Dich eingeschossen haben, offenbar nicht, wo Du persönlich getriggert wurdest. Mir selbst inbegriffen. Ich verstehe leider nicht den Grund, wieso ihre "Lautstärke" etwas in Dir bewegt. - Magst Du tiefer gehen, woher Deine starken Gefühle dazu kommen?


Zitat:
Bitte etwas genauer.
Damit meinte ich z.B.
- Deine initialen Verurteilung. Verurteilungen sind immer von oben herab. Dazu lapidar formuliert, was Du ja löblicherweise versucht hast, kontextuell einzuordnen.
- Deine von mir weiter oben bereits adressierte Einordnung, wonach Mann/Frau biologische Fakten sind. Das ist unsauber und beschreibt nicht einmal ansatzweise die Komplexität des Lebens sowie der Einzigartigkeit jedes Menschen. Auch, wenn diese Einordnung bereits sehr alt ist, ist das Diktat dieses Glaubenssatzes in sich arrogant.


Zitat:
Ich habe Menschen getroffen und war mit ihnen in Kontakt, die wegen ihres Geschlechts unsicher waren, Hormone genommen haben und gestorben sind.
Hierzu gab es ja schon einige Diskussionen. Für mich ist das tatsächlich ein Beispiel dafür, wie wichtig die Anerkennung der Existenz von Trans-Menschen ist. Durch den emotionalen Stress gibt es dort nämlich schon lange viele Todesfälle durch die Unterdrückung von sexueller oder geschlechtlicher Divergenz. Teils durch Selbstmord, teils durch körperliche Krankheiten infolge psychischen Stresses.

Ich kenne wenige bis gar keine Trans-Menschen persönlich. Aber ich habe inzwischen ein halbes Dutzend Fälle in meinem Bekanntenkreis, wo Menschen sich das Leben genommen haben, weil sie - trotz Heterosexualität - ebenfalls nicht mit ihren Rollenbilderwartungen klar gekommen sind. Mal, weil sie in den 20ern noch Jungfrauen waren. Mal, weil sie sich nicht klug genug fühlten. Oft, weil sie die Familie finanziell nicht versorgen konnten. So viele Selbstmorde. Weil sie sich infolge ihrer Glaubenssätze mit anderen verglichen und meinten, sie "müssten" etwas erreichen.

Es kann natürlich sein, dass ab und zu Leute auf dem Weg zum Glück sterben. Ich glaube, dass das die Ausnahmen sind, aber sie finden statt. Ich kenne zum Beispiel wunderschöne, lebendige, fröhliche Menschen, die von ganzem Herzen Bergsteigen gewesen sind. Bis sie nicht wieder zurückkamen. Das ist ebenfalls traurig.

Aber ich halte es für tausend Mal besser, bei der mutigen Jagd nach dem Glücklichsein zu sterben - durch einen Unfall, durch Risiko oder weil er schon zu lange von den gesellschaftlichen Ketten geschwächt wurde - als langsam von den Ketten seiner Angepasstheit zerquetscht zu werden.

Lieber ein Tag als Löwe als hundert Jahre als Schaf. Ein oft missverstandener Spruch, der hier jedoch zutreffend ist.
__________________
Du bist nicht Deine Gewohnheiten.
Du bist nicht Deine Gefühle.
Du bist nicht Deine Gedanken.

Geändert von Landnani (13.06.2024 um 19:11 Uhr).
Landnani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2024, 20:35   #44
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
Beiträge: 4.254
Ich kann Nanis Beitrag unterschreiben. Ich kenne auch zumindest 2 Transmenschen, der beste Freund von meinem ältesten und die Tochter meiner besten Freundin. Obwohl beide von ihren Eltern bzw letztere "nur" von ihrer Mutter (mehr hat sie nicht mehr) unterstützt wurden, haben beide noch sehr viel selbst damit zu kämpfen das sie "anders" sind selbst wenn die Tochter meiner Freundin mittlerweile komplett eine Frau ist. Die wissen ganz genau es ist für sie das beste, trotzdem blicken sie immer wieder auf die Gesellschaft und sagen sich innerlich das sie komplett abnormal sind.

Dazu kommt noch der ganze Mist den sie gesetzlich durchmachen müssen/mussten um Willen zu bekommen (ich kann es gerade nicht besser ausdrücken). Dabei ist auch noch eine ganze Menge Willkür dabei (selbst wenn unsere jetzige Regierung einiges abgeschafft hat nur leider nicht genug). Bei den meisten gehen die OP über die Krankenkasse oder man zahlt selbst was sich aber die wenigsten leisten können. Die Krankenkasse will X Untersuchungen und psychologische Gutachten und dann ist es am Ende doch die Willkür vom Sachbearbeiter ob die OP genehmigt wird oder nicht. Da das meist nicht der Fall ist, weil die OP nicht gerade billig ist egal ob von Mann zu Frau oder umgekehrt, muß man vor Gericht ziehen. Das Gericht ordnet weitere Gutachten an. Am Ende liegt alles am Richter und wie konservativ er ist.

Das ganze Thema ist einfach zu komplex um es hier genau zu erörtern. Außerdem bin ich nicht so eloquent wie manch andere hier und schon 3x nicht wenn ich es auch noch aufschreiben muß. Eine kleine (große) Sache noch:

Ich mag es auch nicht wenn Schwule sich auf offener Straße küssen, wie bei den meisten hetero Männer ist es mir allerdings egal, oder sie finden es sogar heiß, wenn das Lesben machen. Das ist aber nicht das Problem der Schwulen sondern ganz alleine meins. Ich schaue mir auch nicht gerne Frauen an die so Hoch sind wie Breit und in Leggins oder bauchfrei im Mini rumlaufen. Das ist aber auch wieder mein Problem, da schau ich einfach weg und gut. Wenn ich meiner Frau alle 5 Finger in das eine Loch stecke, meinen Pillermann in das andere und sie das auch noch geil findet, da halten uns (sie) auch 99% der Bevölkerung für bekloppt, pervers oder was auch immer
__________________
Made in K-town W. Germany

Deutscher von Geburt
Pfälzer aus Überzeugung
Lautrer von Gottes gnaden
k-town1900 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2024, 09:40   #45
Landnani
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 01.12.2003
Beiträge: 17.550
Zitat:
Zitat von k-town1900 Beitrag anzeigen
Ich kann Nanis Beitrag unterschreiben. Ich kenne auch zumindest 2 Transmenschen, der beste Freund von meinem ältesten und die Tochter meiner besten Freundin. Obwohl beide von ihren Eltern bzw letztere "nur" von ihrer Mutter (mehr hat sie nicht mehr) unterstützt wurden, haben beide noch sehr viel selbst damit zu kämpfen das sie "anders" sind selbst wenn die Tochter meiner Freundin mittlerweile komplett eine Frau ist. Die wissen ganz genau es ist für sie das beste, trotzdem blicken sie immer wieder auf die Gesellschaft und sagen sich innerlich das sie komplett abnormal sind.
Sowas macht mich auch traurig. Beziehungsweise bin ich mir meines Privilegs sehr bewusst. Als weißer heteronormativer Mann ohne Übergewicht gehöre ich zu einer winzigen Minderheit, die nicht vom ersten Anschauen her bereits systematisch diskriminiert wird. Andere haben es da tagtäglich VIEL schwerer. Daher kann ich auch den aktuellen Trend anderer weißer heteronormativer Männer nicht ausstehen, die echte Diskriminierung mit dem von ihnen als Diskriminierung empfundenen Verweis auf die eigene Bevorteilung gleichsetzen.


Zitat:
Ich mag es auch nicht wenn Schwule sich auf offener Straße küssen, wie bei den meisten hetero Männer ist es mir allerdings egal, oder sie finden es sogar heiß, wenn das Lesben machen. Das ist aber nicht das Problem der Schwulen sondern ganz alleine meins. Ich schaue mir auch nicht gerne Frauen an die so Hoch sind wie Breit und in Leggins oder bauchfrei im Mini rumlaufen. Das ist aber auch wieder mein Problem, da schau ich einfach weg und gut. Wenn ich meiner Frau alle 5 Finger in das eine Loch stecke, meinen Pillermann in das andere und sie das auch noch geil findet, da halten uns (sie) auch 99% der Bevölkerung für bekloppt, pervers oder was auch immer
Ich persönlich sehe auch lieber hübsche Menschen knutschen als zum Beispiel ungepflegte. Aber auch letztere habe ich gelernt auszublenden, weil das halt dazu gehört. Genauso wie Leute, die auf den Treppen zur Bahnstation zu langsam laufen. Oder auf der Rolltreppe links stehen. Oder in der Öffentlichkeit zu laut reden. Oder die laut niesen.

Ja, ich bin wie Vince McMahon (ohne den sexuellen Missbrauch). Mich triggern niesende Menschen. Ist halt so. Trotzdem hau ich denen nicht auf die Fresse. Wieso? Weil das bescheuert wäre. Weil das mein Problem ist. Und weil ich selbst sehr gern niese, sonst also ein Heuchler wäre, wenn ich andere für ein Recht bestrafe, das ich mir selbst nehme.
__________________
Du bist nicht Deine Gewohnheiten.
Du bist nicht Deine Gefühle.
Du bist nicht Deine Gedanken.

Geändert von Landnani (14.06.2024 um 09:42 Uhr).
Landnani ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort
Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 19:53 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.