Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 30.01.2015, 22:20   #3476
NarrZiss
Genickbruch
 
Registriert seit: 09.11.2008
Beiträge: 13.361
Zitat:
Zitat von makanter Beitrag anzeigen
In Hamburg wurde ja per Volksentscheid die Rückkehr zu G9 abgelehnt. Scheinen also eher wenig Schüler hier Probleme mit zu haben.
In Hamburg ist das Abitur allerdings auch nichts wert. Das bekommt jeder Schüler hinterhergeschmissen. Die Personen, die es bei uns damals in Niedersachsen nicht geschafft haben, sind die paar Meter sozusagen rübergewechselt und haben das Abitur in Hamburg wiederum problemlos mit einer guten Note bestanden.

Aus Kreisen der Firmen / Unternehmen weiß ich auch, dass diese eher ungern Schüler aus Hamburg annehmen und/oder auf den dortigen Schnitt mindestens eine Notenstufe im Vergleich zu Nds oder S-H beispielsweise dazu rechnen.


Ich halte persönlich von den kleinen Schulreformen v.a. als Ländersache Null. Das größte Problem ist dabei schon, dass man das Schulsystem als Ländersache ansieht. Im Grunde müsste man das gesamte Bildungssystem von Grund auf als Bundessache neu reformieren.

Ansonsten war ich in meiner Zeit mit den 13 Jahren, aber vor allem mit der Orientierungsstufe in der 5. und 6. Klasse sehr zufrieden.
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Alt 30.01.2015, 22:20   #3477
Captain Mightypants
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 28.08.2006
Beiträge: 8.026
Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Also momentan würde ich am liebsten meine Glotze aus dem Fenster schmeissen. Schlimm genug dass man die Menschheit mit diesen ganzen scripted Reality und Hilfsformaten quält. Jetzt foltert man die unschuldigen Zuschauer auch noch mit Dschungelcrap und vakuumschädeligen Krankheitsschleudern. Wenn dieser Bodensatz den Nicht-Entertainments bei RTL bleiben würde wäre mir das ja scheissegal, aber leider berichten ja auch andere Medien darüber. Irgendwie schade dass die Welt 2012 nicht untergegangen ist.
Ich kann dir Netflix empfehlen Da läuft nur mist, wenn du mist sehen willst.
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Alt 31.01.2015, 14:11   #3478
Kliqer
Genickbruch
 
Registriert seit: 23.12.2004
Beiträge: 29.884
Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen. Es waren gute Tage, ich war feiern, saß mit Freunden zusammen, und so weiter, aber immer wieder überkamen mich diese Gedanken, die mir das Ganze dann ruiniert haben.

Höchst ungewöhnlich für mich und richtig anstrengend. Hoffentlich ist es nur eine Phase. Aber auch wenn ich mir das immer wieder einrede, siegt am Ende doch der Gedanke über das im Endeffekt Unausweichliche, was nicht nur - logisch - unausweichlich und unumkehrbar ist, sondern auch (theoretisch) jeden Moment eintreten könnte. Nicht nur im Bezug auf mich, sondern auf alle anderen, die mir etwas bedeuten (Ich habe sogar darüber nachgedacht, mal einen Psychologen aufzusuchen, weil mir von den Gedanken tatsächlich körperlich schlecht wurde, aber erstens kam es mir übertrieben vor und zweitens dachte ich mir, was will er schon machen, mich und alle die ich liebe unsterblich werden lassen? Nein, also kann er auch dem Problem nichts ändern). Vielleicht liegt diese depressiv-thanatophobische Periode auch daran, dass es gefühlt seit Wochen nur noch regnet und dunkel ist, mein Schlafrhythmus aufgrund nächtlicher Unternehmungen ein wenig gestört ist und ich offenbar ansonsten keine ernstzunehmenden Probleme habe und mir stattdessen das Leben eingehändig schwer machen muss. Schrecklich.
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I <3 woken Dreck

Geändert von Kliqer (31.01.2015 um 14:22 Uhr).
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Alt 31.01.2015, 14:23   #3479
Der_Wrestling_Fan
ECW
 
Registriert seit: 30.04.2007
Beiträge: 8.534
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen. Es waren gute Tage, ich war feiern, saß mit Freunden zusammen, und so weiter, aber immer wieder überkamen mich diese Gedanken, die mir das Ganze dann ruiniert haben. Höchst ungewöhnlich für mich und richtig anstrengend. Hoffentlich ist es nur eine Phase. Aber auch wenn ich mir das immer wieder einrede, siegt am Ende doch der Gedanke über das im Endeffekt Unausweichliche, was nicht nur - logisch - unausweichlich und unumkehrbar ist, sondern auch (theoretisch) jeden Moment eintreten könnte. Nicht nur im Bezug auf mich, sondern auf alle anderen, die mir etwas bedeuten. Vielleicht liegt diese depressiv-thanatophobische Periode auch daran, dass es gefühlt seit Wochen nur noch regnet und dunkel ist, mein Schlafrhythmus aufgrund nächtlicher Unternehmungen ein wenig gestört ist und ich offenbar ansonsten keine ernstzunehmenden Probleme habe und mir stattdessen das Leben eingehändig schwer machen muss. Schrecklich.
Lustig, die gleichen Gedanken habe ich bisweilen auch, wenn ich im Bett liege, allerdings eher sporadisch ab und zu mal als Resultat einer Kette von Gedanken, die am Ende in ähnlichen Reaktionen (ein nervöses Zucken) ist. Wobei ein bisschen mit dem Gedanken spielen, an sich ja nicht verkehrt ist. Die Leute, die von sich behaupten "Ich bin ein Mann und habe keine Angst vor dem Tod, kann ich ehrlich gesagt nur wenig ernstnehmen, da die Angst vor der Endlichkeit und deren Unvorstellbarkeit einer unserer Urinstinkte ist. Von daher denke ich nicht, dass du dich dieses Verhaltens wegen schämen musst. Ich würd aber aufpassen, dass daraus nicht wirklich eine Depression oder Thanatophobie wäschst, die dich in deinem alltäglichen Leben behindert. In dem Fall wäre es ratsam, das Gespräch mit anderen zu suchen.

Abends vor dem Einschlafen aber mit dem Gedanken zu spielen, wie dieses "Nichts" am Ende aussehen mag bzw. wie sich die Welt ohne dich dreht und schließlich vor dieser Vorstellung emotional zu kapitulieren, weil man sie einfach nicht fassen kann, ist aber in Meinen Augen wie gesagt nichts ungewöhnliches. Aber wie gesagt, echt witizig, wie zwei völlig fremde Leute bei dem gleichen Gedanken die gleichen Reaktionen zeigen o.o

Geändert von Der_Wrestling_Fan (31.01.2015 um 14:28 Uhr).
Der_Wrestling_Fan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 16:00   #3480
Gazelle
Moderator
 
Registriert seit: 09.04.2009
Beiträge: 6.014
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen.
Ich kenne das von mir zwar nicht so extrem, aber wenn offensichtlich alles läuft, tue ich mich auch schwer, meine Privilegien zu erkennen und mich über alles zu freuen. Andersherum passiert genau das gleiche. Geht es mir beschissen, kann Nihilismus eher ein Rettungsanker sein.
Wetter und Schlafrhythmus als Faktoren für bedrückte Stimmung kenne ich auch. Aber das geht vorbei.
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Bildung find ich dumm, ich bin doch eh schon schlau.
Gazelle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 16:19   #3481
Punisher 3:16
Genickbruch
 
Registriert seit: 10.10.2002
Beiträge: 17.004
Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt.
Diese Gedanken hatten wir alle schonmal und ich denke es ist auch nicht ungewöhnlich sich vor dem Tod zu fürchten.

Ich habe mich schon lange damit abgefunden dass der Tod zum Leben dazugehört. Diese Einsicht hat mir die Angst vor dem Tod genommen.
Punisher 3:16 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 18:03   #3482
Light Yagami
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 23.08.2009
Beiträge: 3.580
Zitat:
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Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen. Es waren gute Tage, ich war feiern, saß mit Freunden zusammen, und so weiter, aber immer wieder überkamen mich diese Gedanken, die mir das Ganze dann ruiniert haben.

Höchst ungewöhnlich für mich und richtig anstrengend. Hoffentlich ist es nur eine Phase. Aber auch wenn ich mir das immer wieder einrede, siegt am Ende doch der Gedanke über das im Endeffekt Unausweichliche, was nicht nur - logisch - unausweichlich und unumkehrbar ist, sondern auch (theoretisch) jeden Moment eintreten könnte. Nicht nur im Bezug auf mich, sondern auf alle anderen, die mir etwas bedeuten (Ich habe sogar darüber nachgedacht, mal einen Psychologen aufzusuchen, weil mir von den Gedanken tatsächlich körperlich schlecht wurde, aber erstens kam es mir übertrieben vor und zweitens dachte ich mir, was will er schon machen, mich und alle die ich liebe unsterblich werden lassen? Nein, also kann er auch dem Problem nichts ändern). Vielleicht liegt diese depressiv-thanatophobische Periode auch daran, dass es gefühlt seit Wochen nur noch regnet und dunkel ist, mein Schlafrhythmus aufgrund nächtlicher Unternehmungen ein wenig gestört ist und ich offenbar ansonsten keine ernstzunehmenden Probleme habe und mir stattdessen das Leben eingehändig schwer machen muss. Schrecklich.
Keine Ahnung warum mich dein Text so berührt weil ich dich nicht einmal besonders gut leiden kann und ich dich eher als überheblich und unsymphatisch eingestuft habe. Aber da ich von deiner Ehrlichkeit überrascht bin und ich nur zu gut weiß wie scheiße man sich fühlt wenn man leer an die Decke starrt werde ich einen sehr persönlichen Moment mit dir teilen. (und die 5 Hansel die das noch lesen werden)

Ich bin mit meiner besten Freundin ihrem Boyfriend und dem besten Freund (er war der Fahrer) des Boyfriends auf der B12 abends nach Hause gefahren alles war wie immer alles war toll. Wir waren grade mal 2 km von zu Haus entfernt da sah ich einen LKW der grade am überholen war direkt auf uns zu kommen, 2 Scheinwerfer die mich verschlungen und schon gibt es einen riesen krach. Alles lief wie in Zeitlupe ab und doch war es innerhalb von Sekunden vorbei. Ich war die einzigste die bei Bewusstsein war und sah sofort das mein linkes Bein zerfetzt war aber ich spürte keinen Schmerz. Ich blickte mich um und sah wie der Fahrer voll Blut war und nicht ansprechbar. Ich wußte gar nicht ob das alles sein Blut war oder das Blut von mir. Dann drehte ich mich um und sah meine Freundin fast unversehrt aber auch nicht bei bewusstsein. Dann blickte ich rüber und sah ihren Boyfriend mit Genickbruch. Der Kopf war fast komplett abgerissen und die Wirbelsäule schaute raus. Ich muss es sagen wie es ist, es war ein erbärmlicher Anblick. Er war immer perfekt gekleidet vom Scheitel bis zur Sohle und hat schon in jungen Jahren versucht viel Geld bei Seite zu schaffen. Ich dachte mir sofort als ich ihn sah, was hat dir das jetzt alles gebracht?? Nichts du sitzt jetzt hinter mir und blutetst aus dem Rumpf. (Ich weiß wie sich das jetzt anhört aber lest erstmal zu Ende.)
Ich weiß noch wie ich mich wieder umdrehte mein Handy zückte und die Polizei anrief. Dann wachte ich im Krankenhaus auf.
Du kannst dir nicht vorstellen wie lange ich darüber nachdenken musste wie schnell es hätte vorbei sein können, alles worauf ich immer wert gelegt habe hatte einfach keinen wert mehr. Ich sah es ja beim verstorbenen Unfallopfer wie schnell alle wieder in den alltag kamen und nicht lange dann passiert der nächste Unfall und man redet darüber bis auch das wieder schnell vergessen ist. Wie unwichtig bin ich eigentlich ja klar gabs ein riesen trara um meine Person. Meine Familie hat mir ständig versucht zu erklären wie schön es ist das mir vergleichsweise wenig passiert ist und wie wertvoll doch das Leben ist. Für mich war es aber genau das Gegenteil.
Diese Geschichte zeigte mir auf wie klein man doch ist wie unbedeutend ein einziges Menschenleben wert ist. Alles was man anhäuft an DVD´s, besonders limitierter Sachen die man dann beschützt als wäre es ein Augapfel ist doch im Grunde nur Müll der solange verwahrt wird bis man abtritt. Also warum dann das ganze??

Weil es einfach verdammt geil ist hier in Deutschland zu leben. Hier und jetzt kann ich eigentlich machen was ich will. Ich mach mir viel weniger Gedanken weil es eigentlich egal ist was die Leute von mir halten. Wir sind alle nur begrenzt hier und dann kann ich nicht mehr nach meinem Kopf gehen. Also lebe ich im hier und jetzt. Nein deswegen führ ich mich nicht auf als wäre ich die Königin von China und laufe nackt durch die Straßen nur weil ich es jetzt könnte aber ich sing jetzt hier und sofort ein Lied wenn ich will, ich kann jetzt sofort rüber gehen und anschauen was ich will zocken was ich will, nen Freund anrufen und heulen weil mich was aufregt.
Ich nutze das hier und jetzt weil ich es will und kann, ich mach mir zu essen was ich will ich zieh an was ich will. Wenn ich Lust hab fahr ich in nen Swingerclub und lass mich von 2 fremden durchvögeln. Ich hör Musik nicht weil ich stolz bin jetzt das neue Album als Special Edition zu haben sondern weil ich die Musik gut finde und wenn mich ein anderes Cover und die 2 Bonuslieder der Special Edition glücklich machen dann kauf ich mir diese eben doch. Ich glaube an dem Spruch, Man wird immer mehr das bereuen was man nicht gemacht hat als das was man gemacht hat, ist was dran.
Nein das soll nicht heißen Lebe jeden Tag als wär es dein letzter, weil wir alle arbeiten gehen müssen um uns was zu leisten und wenn es nur die Lebenserhaltungskosten sind dann leistet man sich eben das und steht auf die Welt gesehen immer noch besser da als die meisten. Ich hab mich auch schon Wochen und Monate von Toast vom Penny und meinem Sandwichmaker ernährt aber ich war trotzdem glücklich, weil wir in einem Land leben in dem man wenn man will seine Lage verbessern kann. Und das das in der eigenen Hand liegt ist schon mal so was geiles das ich es kaum in Worte fassen kann. Verdammt uns geht es doch echt gut und ja es kann alles morgen vorbei sein aber dann schau wenigstens das du sagen kannst bis hier hin war mein Leben gar nicht so übel. Auch die anderen werden nicht für immer sein, du und ich sind halt ein kleines Stück vom großen ganzen und ohne uns wäre es wohl auch nicht gegangen sonst wären wir nicht hier. Wir leisten unseren Beitrag ganz automatisch.
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Light Yagami ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 18:23   #3483
whatti
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Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen. Es waren gute Tage, ich war feiern, saß mit Freunden zusammen, und so weiter, aber immer wieder überkamen mich diese Gedanken, die mir das Ganze dann ruiniert haben.

Höchst ungewöhnlich für mich und richtig anstrengend. Hoffentlich ist es nur eine Phase. Aber auch wenn ich mir das immer wieder einrede, siegt am Ende doch der Gedanke über das im Endeffekt Unausweichliche, was nicht nur - logisch - unausweichlich und unumkehrbar ist, sondern auch (theoretisch) jeden Moment eintreten könnte. Nicht nur im Bezug auf mich, sondern auf alle anderen, die mir etwas bedeuten (Ich habe sogar darüber nachgedacht, mal einen Psychologen aufzusuchen, weil mir von den Gedanken tatsächlich körperlich schlecht wurde, aber erstens kam es mir übertrieben vor und zweitens dachte ich mir, was will er schon machen, mich und alle die ich liebe unsterblich werden lassen? Nein, also kann er auch dem Problem nichts ändern). Vielleicht liegt diese depressiv-thanatophobische Periode auch daran, dass es gefühlt seit Wochen nur noch regnet und dunkel ist, mein Schlafrhythmus aufgrund nächtlicher Unternehmungen ein wenig gestört ist und ich offenbar ansonsten keine ernstzunehmenden Probleme habe und mir stattdessen das Leben eingehändig schwer machen muss. Schrecklich.

Warum denkst du denn eigentlich so negativ über den Tod? Du weißt ja nicht was kommt, vielleicht ergeht es dir "da drüben" viel besser (Faith könnte Meister werden)?!
whatti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 18:24   #3484
Kliqer
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Keine Ahnung warum mich dein Text so berührt weil ich dich nicht einmal besonders gut leiden kann und ich dich eher als überheblich und unsymphatisch eingestuft habe.
Und trotz dieser Gemeinsamkeiten, kannst du mich nicht leiden? ;-)

Nein, bevor das falsch verstanden wird: Vielen Dank für deinen Beitrag. Es tut einfach auch schon gut zu wissen, dass man mit diesen Gedanken nicht alleine ist. Dass andere, in dem Fall du, etwas viel schockierendes erlebt haben und es trotzdem geschafft haben, positiv nach vorne zu blicken und sich über das zu freuen was man hat, anstatt sich darüber Sorgen zu machen, was noch nicht ist. Das sage ich mir übrigens auch selbst, nur ist das noch nicht so richtig in meinem Kopf angekommen. Aber das kann nach so einem "traumatischen Erlebnis" - vielleicht klingt es lachhaft, die Situation so zu bezeichnen, aber irgendwie war es das für mich - vielleicht auch einfach ein bisschen dauern.

Zitat:
Ich bin mit meiner besten Freundin ihrem Boyfriend und dem besten Freund (er war der Fahrer) des Boyfriends auf der B12 abends nach Hause gefahren alles war wie immer alles war toll. Wir waren grade mal 2 km von zu Haus entfernt da sah ich einen LKW der grade am überholen war direkt auf uns zu kommen, 2 Scheinwerfer die mich verschlungen und schon gibt es einen riesen krach. Alles lief wie in Zeitlupe ab und doch war es innerhalb von Sekunden vorbei. Ich war die einzigste die bei Bewusstsein war und sah sofort das mein linkes Bein zerfetzt war aber ich spürte keinen Schmerz. Ich blickte mich um und sah wie der Fahrer voll Blut war und nicht ansprechbar. Ich wußte gar nicht ob das alles sein Blut war oder das Blut von mir. Dann drehte ich mich um und sah meine Freundin fast unversehrt aber auch nicht bei bewusstsein. Dann blickte ich rüber und sah ihren Boyfriend mit Genickbruch. Der Kopf war fast komplett abgerissen und die Wirbelsäule schaute raus. Ich muss es sagen wie es ist, es war ein erbärmlicher Anblick. Er war immer perfekt gekleidet vom Scheitel bis zur Sohle und hat schon in jungen Jahren versucht viel Geld bei Seite zu schaffen. Ich dachte mir sofort als ich ihn sah, was hat dir das jetzt alles gebracht?? Nichts du sitzt jetzt hinter mir und blutetst aus dem Rumpf. (Ich weiß wie sich das jetzt anhört aber lest erstmal zu Ende.)
Ich weiß noch wie ich mich wieder umdrehte mein Handy zückte und die Polizei anrief. Dann wachte ich im Krankenhaus auf.
Du kannst dir nicht vorstellen wie lange ich darüber nachdenken musste wie schnell es hätte vorbei sein können, alles worauf ich immer wert gelegt habe hatte einfach keinen wert mehr. Ich sah es ja beim verstorbenen Unfallopfer wie schnell alle wieder in den alltag kamen und nicht lange dann passiert der nächste Unfall und man redet darüber bis auch das wieder schnell vergessen ist. Wie unwichtig bin ich eigentlich ja klar gabs ein riesen trara um meine Person. Meine Familie hat mir ständig versucht zu erklären wie schön es ist das mir vergleichsweise wenig passiert ist und wie wertvoll doch das Leben ist. Für mich war es aber genau das Gegenteil.
Das ist echt krass. Tut mir wirklich aufrichtig Leid, dass du das durchmachen musstest. Auch wenn du das wahrscheinlich schon tausendmal gehört hast und nicht mehr hören kannst, aber ich fühle mich irgendwie verpflichtet, dass zu sagen. Und meine es dabei sogar 100%ig ernst.

Zitat:
Diese Geschichte zeigte mir auf wie klein man doch ist wie unbedeutend ein einziges Menschenleben wert ist. Alles was man anhäuft an DVD´s, besonders limitierter Sachen die man dann beschützt als wäre es ein Augapfel ist doch im Grunde nur Müll der solange verwahrt wird bis man abtritt. Also warum dann das ganze??
Ganz genau das ist das Gefühl, was ich auch daraus mitgenommen habe. Was ist der Sinn von allem? Bzw.: Scheiß auf deinen Job, scheiß auf dein Handy, den Laptop, die Kleidung, und so weiter. Es ist alles so nichtig und sinnlos, denn irgendwann ist - wahrscheinlich - alles nur noch ein großes, schwarzes Nichts, von dem wir nichts mehr mitkriegen. Aber:

Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Weil es einfach verdammt geil ist hier in Deutschland zu leben. Hier und jetzt kann ich eigentlich machen was ich will. Ich mach mir viel weniger Gedanken weil es eigentlich egal ist was die Leute von mir halten. Wir sind alle nur begrenzt hier und dann kann ich nicht mehr nach meinem Kopf gehen. Also lebe ich im hier und jetzt. Nein deswegen führ ich mich nicht auf als wäre ich die Königin von China und laufe nackt durch die Straßen nur weil ich es jetzt könnte aber ich sing jetzt hier und sofort ein Lied wenn ich will, ich kann jetzt sofort rüber gehen und anschauen was ich will zocken was ich will, nen Freund anrufen und heulen weil mich was aufregt.
Ich nutze das hier und jetzt weil ich es will und kann, ich mach mir zu essen was ich will ich zieh an was ich will. Wenn ich Lust hab fahr ich in nen Swingerclub und lass mich von 2 fremden durchvögeln. Ich hör Musik nicht weil ich stolz bin jetzt das neue Album als Special Edition zu haben sondern weil ich die Musik gut finde und wenn mich ein anderes Cover und die 2 Bonuslieder der Special Edition glücklich machen dann kauf ich mir diese eben doch. Ich glaube an dem Spruch, Man wird immer mehr das bereuen was man nicht gemacht hat als das was man gemacht hat, ist was dran.
Nein das soll nicht heißen Lebe jeden Tag als wär es dein letzter, weil wir alle arbeiten gehen müssen um uns was zu leisten und wenn es nur die Lebenserhaltungskosten sind dann leistet man sich eben das und steht auf die Welt gesehen immer noch besser da als die meisten. Ich hab mich auch schon Wochen und Monate von Toast vom Penny und meinem Sandwichmaker ernährt aber ich war trotzdem glücklich, weil wir in einem Land leben in dem man wenn man will seine Lage verbessern kann. Und das das in der eigenen Hand liegt ist schon mal so was geiles das ich es kaum in Worte fassen kann. Verdammt uns geht es doch echt gut und ja es kann alles morgen vorbei sein aber dann schau wenigstens das du sagen kannst bis hier hin war mein Leben gar nicht so übel. Auch die anderen werden nicht für immer sein, du und ich sind halt ein kleines Stück vom großen ganzen und ohne uns wäre es wohl auch nicht gegangen sonst wären wir nicht hier. Wir leisten unseren Beitrag ganz automatisch.
...damit hast du absolut Recht. Ausnahmslos. Ich weiß es ja eigentlich selbst - ohne jetzt überheblich klingen zu wollen -, dass es so viel geiles Zeug gibt, für das es sich zu leben lohnt. Eigentlich war und bin ich ja selbst jemand, der sich gerne auf und über Sachen freut. Ob es jetzt Kleinigkeiten sind, wie, dass Ginger Ale von Schweppes auf einmal im Netto verkauft wird, über Freundschaften, Urlaube, schöne Abende, geiles Essen, Liebe, Sex, Unternehmungen, das Carat-Wochenende im März, was-weiß-ich. Nur im Zusammenhang mit den Gedanken, die mich letzten Dienstag erstmalig überkamen, sah das alles sinn- und nutzlos aus. Jetzt muss ich eben wieder dahin zurückkommen, diese Dinge wieder wertschätzen zu können. Dass du es geschafft hast und jetzt so selbstbewusst und (größtenteils) zufrieden durchs Leben geht, hat mir dabei schon ein Stück geholfen. Dass nicht alles hoffnungslos ist, sondern wir auch einen Fußabdruck hinterlassen und vor allem wirklich das tun sollen, was wir möchten, ohne zu sehr daran zu denken, was andere wohl davon halten, ist etwas Positives, was man vielleicht aus solchen Situationen ziehen kann. :-)

Zitat:
Zitat von whatti
Warum denkst du denn eigentlich so negativ über den Tod? Du weißt ja nicht was kommt, vielleicht ergeht es dir "da drüben" viel besser (Faith könnte Meister werden)?!
Auch wieder wahr. Ich war auch lange Zeit überzeugt davon, dass danach noch etwas kommt. Aber alleine die theoretische Vorstellung vom ewigen Nichts löst halt diese Panik aus. Habe mir - zur Beruhigung - auch schon einige (wissenschaftliche) Berichte über Nahtoderfahrungen usw. durchgelesen - obwohl ich eigentlich dringend an einer Arbeit sitzen sollte, die bis Dienstag abgegeben werden muss, aber naja, Prioritäten usw. -, was tatsächlich auch etwas geholfen hat.
__________________
"Genickbruch.com ist eine topseriöse Seite." - Markus Lanz, 16.10.2014
I <3 woken Dreck

Geändert von Kliqer (31.01.2015 um 18:26 Uhr).
Kliqer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 18:25   #3485
C van Dam
ECW
 
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Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ich. Ich rege mich auf. Gerade ist eigentlich alles in meinem Leben zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beklagen. Und anstatt das zu genießen, sich darüber zu freuen, denke ich einerseits ständig daran, was bzw. wann wieder etwas "negatives" auftreten wird und liege abends andererseits stundenlang wach im Bett und denke über den Tod nach. Was mir teilweise fast schon Panikattacken bereitet, denn die Vorstellung vom "nicht mehr da sein", vom "ewigen Nichts", vom "Verlust des Ichs" ist eine, die mir eine heiden Angst einjagt. Und diese Gedanken kamen vor ein paar Tagen einfach aus dem Nichts und führe mitunter sogar schon dazu, dass ich in nihilistische Überlegungen abdrifte, von Wegen, "alles hat sowieso keinen Wert, denn am Ende kommt das Nichts und dann ist sowieso alles sinnlos", weswegen ich in den letzten Tagen sogar Probleme hatte, mich über kleine Dinge zu freuen. Es waren gute Tage, ich war feiern, saß mit Freunden zusammen, und so weiter, aber immer wieder überkamen mich diese Gedanken, die mir das Ganze dann ruiniert haben.

Höchst ungewöhnlich für mich und richtig anstrengend. Hoffentlich ist es nur eine Phase. Aber auch wenn ich mir das immer wieder einrede, siegt am Ende doch der Gedanke über das im Endeffekt Unausweichliche, was nicht nur - logisch - unausweichlich und unumkehrbar ist, sondern auch (theoretisch) jeden Moment eintreten könnte. Nicht nur im Bezug auf mich, sondern auf alle anderen, die mir etwas bedeuten (Ich habe sogar darüber nachgedacht, mal einen Psychologen aufzusuchen, weil mir von den Gedanken tatsächlich körperlich schlecht wurde, aber erstens kam es mir übertrieben vor und zweitens dachte ich mir, was will er schon machen, mich und alle die ich liebe unsterblich werden lassen? Nein, also kann er auch dem Problem nichts ändern). Vielleicht liegt diese depressiv-thanatophobische Periode auch daran, dass es gefühlt seit Wochen nur noch regnet und dunkel ist, mein Schlafrhythmus aufgrund nächtlicher Unternehmungen ein wenig gestört ist und ich offenbar ansonsten keine ernstzunehmenden Probleme habe und mir stattdessen das Leben eingehändig schwer machen muss. Schrecklich.
Kliqer, wir schreiben nicht oft, aber zum ersten mal habe ich das Gefühl das jemand mich genau versteht. Dieses Problem macht mich seit einigen Jahren auch fertig. Und führt bei mir innerlich immer wieder zu der Glaubensdiskussion. Akzeptiert man das Ende des Ichs oder bietet der Glaube an die Religion mit einem Leben nach dem Tod doch ein scheinbar sicheres Gefühl. Unendliche Fragerei.
C van Dam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 18:31   #3486
Goldberg070
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Keine Ahnung warum mich dein Text so berührt weil ich dich nicht einmal besonders gut leiden kann und ich dich eher als überheblich und unsymphatisch eingestuft habe. Aber da ich von deiner Ehrlichkeit überrascht bin und ich nur zu gut weiß wie scheiße man sich fühlt wenn man leer an die Decke starrt werde ich einen sehr persönlichen Moment mit dir teilen. (und die 5 Hansel die das noch lesen werden)

Ich bin mit meiner besten Freundin ihrem Boyfriend und dem besten Freund (er war der Fahrer) des Boyfriends auf der B12 abends nach Hause gefahren alles war wie immer alles war toll. Wir waren grade mal 2 km von zu Haus entfernt da sah ich einen LKW der grade am überholen war direkt auf uns zu kommen, 2 Scheinwerfer die mich verschlungen und schon gibt es einen riesen krach. Alles lief wie in Zeitlupe ab und doch war es innerhalb von Sekunden vorbei. Ich war die einzigste die bei Bewusstsein war und sah sofort das mein linkes Bein zerfetzt war aber ich spürte keinen Schmerz. Ich blickte mich um und sah wie der Fahrer voll Blut war und nicht ansprechbar. Ich wußte gar nicht ob das alles sein Blut war oder das Blut von mir. Dann drehte ich mich um und sah meine Freundin fast unversehrt aber auch nicht bei bewusstsein. Dann blickte ich rüber und sah ihren Boyfriend mit Genickbruch. Der Kopf war fast komplett abgerissen und die Wirbelsäule schaute raus. Ich muss es sagen wie es ist, es war ein erbärmlicher Anblick. Er war immer perfekt gekleidet vom Scheitel bis zur Sohle und hat schon in jungen Jahren versucht viel Geld bei Seite zu schaffen. Ich dachte mir sofort als ich ihn sah, was hat dir das jetzt alles gebracht?? Nichts du sitzt jetzt hinter mir und blutetst aus dem Rumpf. (Ich weiß wie sich das jetzt anhört aber lest erstmal zu Ende.)
Ich weiß noch wie ich mich wieder umdrehte mein Handy zückte und die Polizei anrief. Dann wachte ich im Krankenhaus auf.
Du kannst dir nicht vorstellen wie lange ich darüber nachdenken musste wie schnell es hätte vorbei sein können, alles worauf ich immer wert gelegt habe hatte einfach keinen wert mehr. Ich sah es ja beim verstorbenen Unfallopfer wie schnell alle wieder in den alltag kamen und nicht lange dann passiert der nächste Unfall und man redet darüber bis auch das wieder schnell vergessen ist. Wie unwichtig bin ich eigentlich ja klar gabs ein riesen trara um meine Person. Meine Familie hat mir ständig versucht zu erklären wie schön es ist das mir vergleichsweise wenig passiert ist und wie wertvoll doch das Leben ist. Für mich war es aber genau das Gegenteil.
Diese Geschichte zeigte mir auf wie klein man doch ist wie unbedeutend ein einziges Menschenleben wert ist. Alles was man anhäuft an DVD´s, besonders limitierter Sachen die man dann beschützt als wäre es ein Augapfel ist doch im Grunde nur Müll der solange verwahrt wird bis man abtritt. Also warum dann das ganze??
Habe mit jedem Wort, das ich gelesen habe mehr gehofft, dass es vielleicht nur ein böser Traum war, der dich aufgewühlt hat...

Sehr bewegender Text...
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"Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen." - John Cleese
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Alt 31.01.2015, 18:37   #3487
umimatsu
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Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Wall of worth reading text
Abgesehen von der Thanatophobie das Gefühlsleben eines depressiven Menschen fast perfekt getroffen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, sonst geht der Abend den Bach runter.

@ Light Yagami

Danke für deinen Beitrag!
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Punko ist so niedlich, dass ich mir sicher bin, sein Gesicht wurde von einem Kinderserienanimateur gezeichnet. - Kliqer

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Alt 31.01.2015, 18:40   #3488
Nekator
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Alles was man anhäuft an DVD´s, besonders limitierter Sachen die man dann beschützt als wäre es ein Augapfel ist doch im Grunde nur Müll der solange verwahrt wird bis man abtritt. Also warum dann das ganze??
Warum nicht? Solange es einen glücklich macht..

Es ist doch eigentlich eher zu hinterfragen wieso man sich einen Großteil der Lebenszeit mit Tätigkeiten beschäftigt, die einen höchstens mäßig interessieren (gilt für alle die zB nicht in ihrem Traumjob arbeiten).
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Alt 31.01.2015, 18:49   #3489
Light Yagami
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Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Und trotz dieser Gemeinsamkeiten, kannst du mich nicht leiden? ;-)
Der war nicht schlecht... den Konter hab ich aber auch verdient.

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Das ist echt krass. Tut mir wirklich aufrichtig Leid, dass du das durchmachen musstest. Auch wenn du das wahrscheinlich schon tausendmal gehört hast und nicht mehr hören kannst, aber ich fühle mich irgendwie verpflichtet, dass zu sagen. Und meine es dabei sogar 100%ig ernst.
Danke es kommt auch aufrichtig rüber, ich weiß nur nicht immer so genau was ich dazu sagen soll. Immer noch nicht.

Zitat:
Zitat von Kliqer Beitrag anzeigen
Ganz genau das ist das Gefühl, was ich auch daraus mitgenommen habe. Was ist der Sinn von allem? Bzw.: Scheiß auf deinen Job, scheiß auf dein Handy, den Laptop, die Kleidung, und so weiter. Es ist alles so nichtig und sinnlos, denn irgendwann ist - wahrscheinlich - alles nur noch ein großes, schwarzes Nichts, von dem wir nichts mehr mitkriegen.
Ich arbeite mit behinderten Menschen und es vergeht keine Woche in der ich nicht gefragt werde, warum bin ich behindert und so viele andere nicht. Tja was soll man da sagen. manche stehen dann vor dir und heulen. Was soll ich da sagen?? Es tut mir in der Seele weh aber dann kann ich nur anfangen aufzuzählen was er oder sie doch alles kann und schäme mich dann zu Hause wie ich nur auf solche Gedanken kommen konnte das es nur bei mir Fragen gibt auf die es einfach keine Antwort gibt. (Immer wenn ich in solche Gedanken kam, Sinn des Lebens usw. dachte ich ich wäre die einzigste bei der es so ist und driftete so in die Richtung alle haben es gut nur ich nicht)

Keine Ahnung ob du verstehst was ich dir damit sagen will aber ich hoffe das Beispiel kommt nicht falsch bei dir an.
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Alt 31.01.2015, 18:50   #3490
Southern Sensation
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Mir geht es in manchem Momenten auch nicht anders wie Kliqer, denke ich mal wirklich konzentriert über mein Ableben nach, so bekomme ich richtige Panikattacken. Mein Magen wird flau, ich fange an zu hyperventilieren und bekomme einen mir unerklärlichen Fluchtgedanken. Ich weiß nicht woher das rührt, ich kann mir es eigentlich nur damit erklären, dass ich mein Leben halt wirklich gern lebe. Ich lache gerne, ich feier gerne, ich wein auch mal gerne, ich "fühle" einfach gerne. Ich hänge am Leben und seinen Höhen und Tiefen und einfach plötzlich nicht mehr "da" zu sein und - wie Kliqer schon sagte - diese Verlustangs des Ichs, is etwas, mit dem ich einfach absolut nicht umgehen kann. Wenn ich solche "Attacken" habe, dann braucht das auch meistens wirklich seine Zeit (Stunde oder Zwei) bis ich mich wieder abgeregt hab. Irgendein banaler Scheiß als Ablenkung hilft da ganz gut (Lesen, Zocken, Hörbuch hören) und meistens verschwende ich da wenig Gedanken dran, aber wenns mich halt mal packt, dann richtig. Kann dich da echt zu 100% verstehen und bin irgendwie auch froh, nicht alleine mit diesem Problem zu leben.

Geändert von Southern Sensation (31.01.2015 um 18:51 Uhr).
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Alt 31.01.2015, 18:54   #3491
Light Yagami
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von Nekator Beitrag anzeigen
Warum nicht? Solange es einen glücklich macht..

Es ist doch eigentlich eher zu hinterfragen wieso man sich einen Großteil der Lebenszeit mit Tätigkeiten beschäftigt, die einen höchstens mäßig interessieren (gilt für alle die zB nicht in ihrem Traumjob arbeiten).
Das ist das was ich meine, brauchen wir wirklich alle unseren Traumjob um glücklich zu sein?? Wissen wir wirklich was uns so richtig glücklich macht oder wollen wir nur was anderes weil wir genau das grade nicht haben?? Ich glaub´s nicht. Ein Job der mich nicht komplett abfuckt ist schon ein Job der nicht all zu beschissen ist. Wie viele wären so so froh wenn sie genau deinen Job den du verfluchst hätten. Klar keiner will sich ne blöße geben und sich so gut wie möglich darstellen aber wenn wir wirklich alle mit uns ehrlich wären würden dir mindestens 10 Leute am Tag sagen wie gut du deinen Job machst oder wie froh sie wären wenn sie deinen hätten.
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Alt 31.01.2015, 19:01   #3492
Goldberg070
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Da jetzt schon einige Leute geschrieben habe und ich das Gelesene erst einmal ein paar Minuten habe sacken lassen, will ich einmal versuchen meine Gedanken dazu auszudrücken:

Diese Angst vor dem Tod habe ich seltsamerweise irgendwie gar nicht. Natürlich mache ich mir ab und an Gedanken, wie es wäre, nicht mehr hier zu sein, aber außer dass es vielleicht ein paar Menschen gibt, die darüber traurig wären, will mir nicht sonderlich viel mehr dazu einfallen. Woran liegt das? Nun, ich denke, das hat bei mir einfach den Grund,d ass ich niemand bin, den man als lebensfroh bezeichnen würde. Dem ist einfach nicht so. Dementsprechend habe ich schlichtweg nicht wirklich etwas zu verlieren, wofür ich sage, dass es sich dafür zu leben lohnt.

Wenn ich mich vor etwas fürchte, dann qualvoll und schmerzerfüllt zu sterben. Egal ob bei einem Unfall oder durch schwere Krankheit. Das eigene Ableben bewusst mitzuerleben, das wäre ein Grund zum fürchten. Wenn es kurz und schmerzlos geht, dann... ich weiß nicht, empfinde ich das als weit weniger schrecklich.

Der Tod anderer Menschen bewegt mich deutlich mehr als mein eigener. Da kann ich auch aufrichtig trauern. Sei es um Familienmitglieder, Freunde oder auch einfach Personen des öffentlichen Lebens, die man seit Jahren kennt und die immer da waren.

Hier muss man allerdings auch noch einmal die Situation aufführen, wenn Menschen um einen herum sterben, wenn man selbst noch lebt und nichts tun kann. Ich glaube dieser Zustand wäre am Rande der Unerträglichkeit für mich und das würde mich wohl auf ewig verfolgen... Ein verstörender Gedanke...
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Alt 31.01.2015, 19:07   #3493
Light Yagami
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Zitat:
Zitat von Goldberg070 Beitrag anzeigen

Der Tod anderer Menschen bewegt mich deutlich mehr als mein eigener. Da kann ich auch aufrichtig trauern. Sei es um Familienmitglieder, Freunde oder auch einfach Personen des öffentlichen Lebens, die man seit Jahren kennt und die immer da waren.
Und hier stellt sich mir die Frage, wer ist der eigentlich zu betrauernde, der Mensch der ging oder der Mensch der den Verlust zu verschmerzen hat?? Und gleichzeitig tröstet es das man weiß man muss nicht für immer hier auf Erden wandeln sondern darf dann auch irgendwann nachkommen, was auch immer das zu bedeuten hat.

Oh man Brainfuck 3000!! Ich muss jetzt mal eine rauchen gehen.

@ Southern:

Bist du aber jetzt und hier gerade glücklich?? Hast du alles was du brauchst um ein anständiges Leben in deinen Augen zu führen??
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Geändert von Light Yagami (31.01.2015 um 19:09 Uhr).
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Alt 31.01.2015, 19:24   #3494
Southern Sensation
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
@ Southern:

Bist du aber jetzt und hier gerade glücklich?? Hast du alles was du brauchst um ein anständiges Leben in deinen Augen zu führen??
Absolut! Ich hab 'nen Job, ich verdien grad genug um meine Miete und mein Essen zu bezahlen und mir am Ende des Monats noch was leisten zu können, ich wohne recht gut und ich hab Leute die mich mögen und meine Anwesenheit schätzen. Klar könnte ich noch mehr verdienen und alles drum und dran, aber ich bin der Meinung dass es mir eher viel schlechter gehen könnte als viel besser und ich denke dass is schon mal was, irgendwann muss man den Hals mal voll bekommen. Kurz gesagt: Ich finde es geil im durchschnitt zu leben
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Alt 31.01.2015, 19:34   #3495
Goldberg070
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Und hier stellt sich mir die Frage, wer ist der eigentlich zu betrauernde, der Mensch der ging oder der Mensch der den Verlust zu verschmerzen hat?? Und gleichzeitig tröstet es das man weiß man muss nicht für immer hier auf Erden wandeln sondern darf dann auch irgendwann nachkommen, was auch immer das zu bedeuten hat.

Oh man Brainfuck 3000!! Ich muss jetzt mal eine rauchen gehen.
Wenn man genau darüber nachdenkt, sind eigentlich jene Menschen, die jemanden verloren haben, die ihnen nahestanden mehr zu betrauern als jene, die gestorben sind...
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Alt 31.01.2015, 19:40   #3496
Light Yagami
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Zitat:
Zitat von Southern Sensation Beitrag anzeigen
Absolut! Ich hab 'nen Job, ich verdien grad genug um meine Miete und mein Essen zu bezahlen und mir am Ende des Monats noch was leisten zu können, ich wohne recht gut und ich hab Leute die mich mögen und meine Anwesenheit schätzen. Klar könnte ich noch mehr verdienen und alles drum und dran, aber ich bin der Meinung dass es mir eher viel schlechter gehen könnte als viel besser und ich denke dass is schon mal was, irgendwann muss man den Hals mal voll bekommen. Kurz gesagt: Ich finde es geil im durchschnitt zu leben
Ja ich find´s auch sehr wohlig im durchschnitt zu leben. Echt aller ehren wert wenn einer was großes im Leben erreichen will aber meine Freizeit kann mir keiner mit Geld aufwiegen und mir tun die Leute manchmal leid die sich das ganze Jahr den Arsch aufreißen um nach Dubai fliegen zu können und dann müssen die 2 Wochen ja dementsprechend geil werden damit ich mir nicht verarscht vorkomme. Spass und Gelassenheit in den 2 Wochen zu erzwingen ist es in meinen Augen nicht wert. Da sitz ich lieber die Winterzeit hier aus und kann aber mit meinem Feierabend noch ein wenig was anfangen als das ich mich zu Tode arbeite nur um dann doch mal abzukratzen. Ich will nicht hungern müssen aber nen BMW brauch ich jetzt auch nicht, der passt so schlecht in meinen Sarg. Light Yagami
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Alt 31.01.2015, 19:42   #3497
Kiez Richards
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Und hier stellt sich mir die Frage, wer ist der eigentlich zu betrauernde, der Mensch der ging oder der Mensch der den Verlust zu verschmerzen hat??
Für mich ganz klar die Hinterbliebenden. Hängt aber auch damit zusammen, was ich glaube, was nach dem Tod passiert. Nichts. Einfach nichts. Und den Gedanken finde ich total angenehm. Darum habe ich vor dem Tod auch keine Angst. Ich hab höchstens gar keinen bock drauf, zu sterben, weil das Leben geil ist und ich noch 50 Jahre leben will. Da ich also davon ausgehe, dass der Tote gar nicht mitkriegt, dass er tot ist, tun mir nur die Hinterbliebenden Leid.
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Alt 31.01.2015, 19:49   #3498
makanter
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Zitat:
Zitat von Kiez Richards Beitrag anzeigen
Für mich ganz klar die Hinterbliebenden. Hängt aber auch damit zusammen, was ich glaube, was nach dem Tod passiert. Nichts. Einfach nichts. Und den Gedanken finde ich total angenehm. Darum habe ich vor dem Tod auch keine Angst. Ich hab höchstens gar keinen bock drauf, zu sterben, weil das Leben geil ist und ich noch 50 Jahre leben will. Da ich also davon ausgehe, dass der Tote gar nicht mitkriegt, dass er tot ist, tun mir nur die Hinterbliebenden Leid.
Meine Meinung. Glauben an ein Leben nach dem Tod o.ä. rührt doch vor allem daher, dass der Mensch sich nicht vorstellen kann, wie es ist, nicht mehr da zu sein bzw. wenn er nicht warhaben will, dass er als Mensch im Grunde auch nur ein Tier ist und nicht von irgendwem aufgrund bestimmter Taten gerichtet wird.

Ich stelle mir den Tod eigentlich gerne wie die Zeit vor, die vor meiner Geburt war. Darum habe ich vor ihm auch keine Angst.
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Alt 31.01.2015, 19:54   #3499
Nekator
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Zitat:
Zitat von Light Yagami Beitrag anzeigen
Und hier stellt sich mir die Frage, wer ist der eigentlich zu betrauernde, der Mensch der ging oder der Mensch der den Verlust zu verschmerzen hat??
Der Tote hats hinter sich.. hier kann höchstens der Sterbeprozess sehr unschön werden... danach (und im schlimmsten Fall während dessen) haben es die Angehörigen schwer ..
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Nekator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2015, 19:55   #3500
Light Yagami
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von makanter Beitrag anzeigen

Ich stelle mir den Tod eigentlich gerne wie die Zeit vor, die vor meiner Geburt war. Darum habe ich vor ihm auch keine Angst.
Der Gedanke gefällt mir.

Ich glaub einfach es verhält sich wie wenn du nen Blinden fragen würdest wie er sich die Farbe rot vorstellt. Es ist schlicht nicht möglich und doch werden wir es alle mal erleben oder eben auch nicht.
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Geändert von Light Yagami (31.01.2015 um 19:59 Uhr).
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