Boardhell - Schwarz-rot wie Bayer 04
   

 
 
   

 

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Alt 04.01.2024, 22:48   #1
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Noch eine neue Partei im Jahr 2024.

Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen will mit Werteunion eigene Partei gründen
Zitat:
Der frühere Verfassungsschutzpräsident Maaßen will den konservativen Verein Werteunion zu einer Partei ausbauen. Sie soll bereits an den diesjährigen Landtagswahlen teilnehmen. Es wäre die zweite Parteigründung binnen weniger Wochen.
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Alt 06.01.2024, 16:17   #2
Yajack Landratasady
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
Soll er ruhig. Dann können er und seine Dudes, die Union, BSW und die Faschos der AfD sich gegenseitig Wählerstimmen abnehmen, damit noch mehr Parteien in die jeweiligen Landtage sowie den Bundestag spülen und so Regierungsbildungen weiter erschweren. Es dürfte interessant werden, wie die CDU/CSU mit der Werteunion als Partei umzugehen gedenkt. Maaßen ist noch CDU-Mitglied und hat ein Parteiausschlussverfahren vor sich. Es wäre schon weird, wenn beide Unionen zukünftig miteinander arbeiten geschweige koalieren würden, würde mich bei Merz als möglichen nächsten Kanzler aber nicht wundern. Maaßen hat aber auch schon durchblicken lassen, dass er einer Zusammenarbeit mit der AfD und den Wagenknechten nicht abgeneigt wäre, selbst in Thüringen (und hier mit dem Nazi Höcke) nicht.
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Yajack Landratasady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2024, 16:55   #3
lagerist
Knöchelbruch
 
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Ich bin aus Thüringen und ich hoffe das ihr mir helfen könnt nach der Landtagswahl dieses Jahr eine neue Wohnung zu finden irgendwo in den alten Bundesländern.
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2024, 16:59   #4
Yajack Landratasady
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
Ich bin aus Thüringen und ich hoffe das ihr mir helfen könnt nach der Landtagswahl dieses Jahr eine neue Wohnung zu finden irgendwo in den alten Bundesländern.
Komm nach Schleswig-Holstein an die Westküste. Hier machen ein paar Bauern auf ihren Treckern zwar grad den dicken Max, aber spätestens bis zum Herbst ist das vielleicht ja wieder Geschichte. Dafür ist es aber auch ganz schön hier.
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Yajack Landratasady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2024, 17:20   #5
lagerist
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 27.12.2006
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Zitat:
Zitat von Yaya Beitrag anzeigen
Komm nach Schleswig-Holstein an die Westküste. Hier machen ein paar Bauern auf ihren Treckern zwar grad den dicken Max, aber spätestens bis zum Herbst ist das vielleicht ja wieder Geschichte. Dafür ist es aber auch ganz schön hier.
Das klingt doch schon mal positiv.

Wirklich..hier sind die Menschen unerträglich geworden.Selbst wenn man sich gar nicht politisch einbringen will, wird man hier irgendwie da in irgendwelche "Wir gegen die da oben"-Debatten mit reingezogen. Der Osten wird nur noch mit Rechtsaußen in Verbindung gebracht.Ich hätte lieber hier anstatt 37% Zustimmung für die AfD, 37 % Wirtschaftswachstum. Aber die wird bestimmt gewaltig schrumpfen hier nach deren Machtantritt.
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2024, 16:37   #6
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 32.706
Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
Wirklich..hier sind die Menschen unerträglich geworden.Selbst wenn man sich gar nicht politisch einbringen will, wird man hier irgendwie da in irgendwelche "Wir gegen die da oben"-Debatten mit reingezogen. Der Osten wird nur noch mit Rechtsaußen in Verbindung gebracht.Ich hätte lieber hier anstatt 37% Zustimmung für die AfD, 37 % Wirtschaftswachstum. Aber die wird bestimmt gewaltig schrumpfen hier nach deren Machtantritt.
AfD-Minderheitsregierung mit teilweiser Duldung der CDU in einzelnen Themenfeldern ohne Regierungskoalitionsvertrag. Höckes AfD ist aber in manchen Punkten linksnationalistisch eingestellt, oder? Das verträgt sich überhaupt nicht mit der wirtschaftsliberalen CDU - nicht einmal mit der wirtschaftsliberal-libertären Weidel in der eigenen Partei.
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2024, 16:47   #7
Arminius
Disqualifiziert
 
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
AfD-Minderheitsregierung mit teilweiser Duldung der CDU in einzelnen Themenfeldern ohne Regierungskoalitionsvertrag. Höckes AfD ist aber in manchen Punkten linksnationalistisch eingestellt, oder? Das verträgt sich überhaupt nicht mit der wirtschaftsliberalen CDU - nicht einmal mit der wirtschaftsliberal-libertären Weidel in der eigenen Partei.

Die Werte Union mit Herr Maaßen wird, wenn Überhaupt, mit der AfD Koalieren.

Die CDU ist in Thüringen klinisch tot.
Arminius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2024, 19:48   #8
lagerist
Knöchelbruch
 
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
AfD-Minderheitsregierung mit teilweiser Duldung der CDU in einzelnen Themenfeldern ohne Regierungskoalitionsvertrag. Höckes AfD ist aber in manchen Punkten linksnationalistisch eingestellt, oder? Das verträgt sich überhaupt nicht mit der wirtschaftsliberalen CDU - nicht einmal mit der wirtschaftsliberal-libertären Weidel in der eigenen Partei.
Also nationalistisch ist Höcke in jeden Fall.Er will eine homogene Gesellschaft auch unter Anwendung mit physischer Gewalt.Das hat er auch in seinen Buch beschrieben.Ich würde da nichts an Höcke als links bezeichnen.Die Anbiederung und das Umwerben von lohnabhängigen Erwerbsarbeitern hat ja auch Hitler schon getan damals.Aber du hast Recht mit Frau Weidel.Die beiden können sich nicht leiden,auch wenn sie das in der Öffentlichkeit nicht zeigen.Die Weidel wollte Höcke auch damals aus der Partei haben, aber als sie merkte es lässt sich gut Geld für die Partei verdienen mit den Mann.Da hat sie sich auf eine Art Burgfrieden eingestellt.Ich schätze Frau Weidel mittlerweile so ein das sie für Geld und Macht ihre Seele verkaufen würde was ich allerdings vor 8 Jahren noch nicht getan habe, da sie da noch recht vernünftig im TV aufgetreten ist.

Geändert von lagerist (09.01.2024 um 19:52 Uhr).
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2024, 14:23   #9
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 32.706
Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
Also nationalistisch ist Höcke in jeden Fall.Er will eine homogene Gesellschaft auch unter Anwendung mit physischer Gewalt.Das hat er auch in seinen Buch beschrieben.Ich würde da nichts an Höcke als links bezeichnen.Die Anbiederung und das Umwerben von lohnabhängigen Erwerbsarbeitern hat ja auch Hitler schon getan damals.Aber du hast Recht mit Frau Weidel.Die beiden können sich nicht leiden,auch wenn sie das in der Öffentlichkeit nicht zeigen.Die Weidel wollte Höcke auch damals aus der Partei haben, aber als sie merkte es lässt sich gut Geld für die Partei verdienen mit den Mann.Da hat sie sich auf eine Art Burgfrieden eingestellt.Ich schätze Frau Weidel mittlerweile so ein das sie für Geld und Macht ihre Seele verkaufen würde was ich allerdings vor 8 Jahren noch nicht getan habe, da sie da noch recht vernünftig im TV aufgetreten ist.
Ich habe Höcke ja auch nicht als links bezeichnet, sondern Höckes AfD in manchen Punkten linksnationalistisch. Sozialleistungen und soziale Unterstützung nur für Deutsche zum Beispiel.

Sowas ähnliches wie der Nationale Sozialismus von Gregor Strasser, wenn ich damit besser rüberbringe, was ich meine.
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2024, 14:40   #10
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 32.706
Vom 21. Dezember aus dem 'Wahljahr 2023'-Thread.
Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
So, erste Runde der Neuerungen.

Argentinien - Schocktherapie, erster Teil
Zitat:
"Argentinier! Heute ist ein historischer Tag für unser Land", hob Javier Milei pünktlich um 21 Uhr Ortszeit in einer Ansprache über alle staatlichen Medien an. Umgeben von den Ministerinnen und Ministern seiner Regierung verdammte der neue Präsident des Landes rund fünf Minuten lang den Sozialismus als Wurzel allen Übels. Der habe Argentinien in die "wirtschaftliche Hölle" geführt.
Milei malte diese Hölle mit historischen und statistischen Daten aus, vor allem der Auslandsverschuldung und galoppierenden Inflation, und verlas schließlich 30 Punkte, die einen radikalen Wandel auslösen und Argentinien wieder zu einer "Weltmacht" machen sollen.
Darunter sind: Aufhebung von Mietgesetzen, Abschaffung von Industriesubventionen, Erleichterung von Privatisierungen, Umwandlung aller staatlichen Unternehmen in Aktiengesellschaften, um sie anschließend zu privatisieren, Lockerung der Brandschutzgesetze, Liberalisierung des Weinmarktes, Öffnung des Internetmarktes für Firmen wie Starlink von Elon Musk, der Milei im Wahlkampf unterstützt hatte. Und Fußballvereine sollen Aktiengesellschaften werden können, wenn sie es wollen.
Insgesamt, so Milei, umfasse sein Plan 300 Punkte, die alle Bereiche der Wirtschaft betreffen. "Un bomaso" - ein "Riesending" sei die Liste, kommentierten Journalisten, während auf den Straßen in Buenos Aires spontan Bürger mit Blechtöpfen auf die Straßen gingen.
[...]
"Mir scheint, dass es an der Zeit ist, aufzustehen. Und ich sage auch, warum. Die Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die die Ideen eines Psychopathen sind, der das Elend seiner Bevölkerung auf bewusste, grausame und empathielose Weise plant. Es handelt sich um Regierungsmaßnahmen, die unweigerlich und auch nach ihren eigenen Berechnungen die Armut innerhalb von drei Monaten um 10 bis 15 Prozent erhöhen und eine Inflation von 80 Prozent verursachen werden."
Da geht es rund.
Ich weiß nicht, ob das schon auf Präsident Milei zurückzuführen ist, da er erst seit dem 10. Dezember argentinischer Präsident ist.

Inflation in Argentinien bei über 200 Prozent
Zitat:
Argentiniens Zentralbank will auf die ausufernde Inflation mit der Ausgabe neuer Geldscheine reagieren. Noch in diesem Jahr sollen 10.000- und 20.000-Peso-Scheine in Umlauf gebracht werden, wie die Währungshüter am Donnerstagabend mitteilten. Die größte Banknote ist bislang der 2.000-Peso-Schein, der erst im vergangenen Jahr eingeführt worden war.
Grund für die Maßnahme der Zentralbank ist die massive Geldentwertung im Land. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um mehr als 211 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor allem die Kosten für Gesundheit, Transport und Lebensmittel zogen kräftig an und bescherten Argentinien im Jahr 2023 die höchste Teuerungsrate seit der Hyperinflation von 1990. Allein von November auf Dezember zogen die Preise um mehr als 25 Prozent an.
[...]
Der seit rund einem Monat amtierende neue Präsident Javier Milei will die Inflation mit harten Sparmaßnahmen drücken.
[...]
Er selbst räumt aber ein, dass sich die Lage erst einmal verschlimmern werde, bevor sich eine Besserung ergebe.
[...]
211% Inflation im Dezember.
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2024, 15:23   #11
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
Registriert seit: 15.02.2011
Beiträge: 32.706
Dänemark hat ein neues Staatsoberhaupt.

Thronwechsel in Dänemark - Frederik X. ist neuer König
Zitat:
Dänemarks Königin Margrethe II. hat abgedankt und nach 52 Jahren Regentschaft den Thron an ihren Sohn Frederik übergeben. Die 83-Jährige unterzeichnete in Kopenhagen ihre Abdankungserklärung. Ihr 55-jähriger Sohn, der bisherige Kronprinz Frederik, folgt ihr als König Frederik X. auf dem Thron nach. Symbolisch nahm der bisherige Kronprinz daraufhin den Platz seiner Mutter am Tisch ein. "Gott schütze den König", sagte Margrethe, als sie den Saal verließ, dann fuhr sie zurück nach Schloss Amalienborg. Damit ist der Thronwechsel formal vollzogen und der bisherige Kronprinz Frederik neuer König von Dänemark. Frederiks Frau Mary, die australischer Abstammung ist, ist damit von der Kronprinzessin zur Königin geworden. Ihr ältester Sohn, der 18-jährige Christian, bekommt den Titel des Kronprinzen.
Um 15.00 Uhr hat Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vom Balkon des Schlosses Frederik X offiziell zum neuen König ausgerufen. "Lang lebe der König", rief die Ministerpräsidentin bei der Proklamation des Thronwechsels auf dem Balkon von Schloss Christiansborg in Kopenhagen. Im Anschluss brach lauter Jubel unter den Tausenden Menschen vor dem Schloss aus. "Hurra! Hurra! Hurra!", schallte es über den Schlossplatz und durch die angrenzenden Straßen.
[...]
Margrethe hatte ihre Abdankung in ihrer Neujahrsansprache angekündigt. Sie begründete den Schritt mit einer größeren Rückenoperation, die sie im Februar 2023 über sich ergehen lassen musste. Die Operation habe sie zum Nachdenken gebracht, ob es nicht an der Zeit sei, die Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben, sagte die Monarchin in ihrer Ansprache, die am Silvesterabend traditionell aufmerksam von der dänischen Bevölkerung verfolgt wird.
[...]
Der Schritt ist in Dänemark äußerst ungewöhnlich: Anders als beispielsweise in den Niederlanden ist es in den skandinavischen Königshäusern generell nicht üblich, vor dem Tod abzudanken. Nach Angaben des Königshauses in Kopenhagen hatte das letzte Mal im Jahr 1146 ein dänischer Regent auf diese Weise freiwillig auf den Thron verzichtet. Margrethe selbst hatte immer wieder betont, ihr Amt bis zum Tod erfüllen zu wollen.
Margrethe war 31 Jahre alt, als sie am 14. Januar 1972 den dänischen Thron bestieg. Wenige Stunden zuvor war ihr Vater, König Frederik IX. an den Folgen einer Lungeninfektion gestorben.
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Alt 14.01.2024, 21:38   #12
Creed
Schädelbasisbruch
 
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
Dänemark hat ein neues Staatsoberhaupt.

Thronwechsel in Dänemark - Frederik X. ist neuer König
Streng genommen wurde er ja nicht gewählt, ist das dann der richtige Thread für diese Meldung

Dafür wurde aber am Wochenende in Taiwan gewählt und das Volk hat den bisherigen Vizepräsident Lai zum Präsidenten gewählt.
__________________
Glück und Pech sind nichts weiter als die richtige oder falsche Mischung aus einer Gelegenheit, der Vorbereitung darauf und des nötigen Selbstvertrauens.
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Alt 14.01.2024, 22:23   #13
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Beiträge: 32.706
D-Generation-X-Freddy wurde von Gott gewählt.

*in Deckung geh*
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2024, 22:35   #14
lagerist
Knöchelbruch
 
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In Thüringen in Saale-Orla-Kreis hat heute der AfD-Kandidat mit 45,7% den ersten Durchgang gewonnen bei der Landratswahl. Ich bin zutiefst erschüttert.Und das Ganze nach den Deportationsplänen dieser Partei. Ich glaube der Osten ist für den Rest der Republik verloren.

Geändert von lagerist (14.01.2024 um 22:36 Uhr).
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2024, 23:04   #15
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
In Thüringen in Saale-Orla-Kreis hat heute der AfD-Kandidat mit 45,7% den ersten Durchgang gewonnen bei der Landratswahl. Ich bin zutiefst erschüttert.Und das Ganze nach den Deportationsplänen dieser Partei. Ich glaube der Osten ist für den Rest der Republik verloren.
Vor Jahren zog ein Pärchen aus dem Kölner Umland nach Erfurt. Die mussten sich laut eigenen Aussagen ordentlich umgewöhnen, obwohl ich die Storys von denen gar nicht so schlimm fand. Der Kontakt ist irgendwann abgebrochen, aber das hatte keine besonderen Gründe, sondern war einfach so. Die sah ich auch nur auf Geburtstagen von gemeinsamen Bekannten. Deshalb kann ich zu Thüringen überhaupt nichts sagen.
Ist es denn für dich so schlimm?
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2024, 16:18   #16
lagerist
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 27.12.2006
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Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
Vor Jahren zog ein Pärchen aus dem Kölner Umland nach Erfurt. Die mussten sich laut eigenen Aussagen ordentlich umgewöhnen, obwohl ich die Storys von denen gar nicht so schlimm fand. Der Kontakt ist irgendwann abgebrochen, aber das hatte keine besonderen Gründe, sondern war einfach so. Die sah ich auch nur auf Geburtstagen von gemeinsamen Bekannten. Deshalb kann ich zu Thüringen überhaupt nichts sagen.
Ist es denn für dich so schlimm?
Naja..ich arbeite in einer Firma mit ca. 30 % Ausländeranteil oder Menschen mit Migrationshintergrund.Wir sind hier im Osten auf Zuwanderung angewiesen, da wir mehr als 2 Millionen Menschen verloren haben.Auch die Betriebe.Die Zuwanderer aus Syrien,Afghanistan und der Ukraine wissen was hier los ist.Die sind nicht doof und bekommen alles mit.Ich habe schon mit etlichen Migranten darüber gesprochen.Sie sind entsetzt und traurig zugleich.Der Hass der Menschen ist hier oft kaum zu ertragen für einen eher gemäßigten Menschen wie mich.Naja..irgendwie bin ich froh das der 1.9. auch nur ein Tag ist.Der Schock wird tief sitzen, aber war zumindest vorhersehbar.Machen wir irgendwie das Beste daraus denke ich mir dann.
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2024, 17:11   #17
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
Naja..ich arbeite in einer Firma mit ca. 30 % Ausländeranteil oder Menschen mit Migrationshintergrund.Wir sind hier im Osten auf Zuwanderung angewiesen, da wir mehr als 2 Millionen Menschen verloren haben.Auch die Betriebe.Die Zuwanderer aus Syrien,Afghanistan und der Ukraine wissen was hier los ist.Die sind nicht doof und bekommen alles mit.Ich habe schon mit etlichen Migranten darüber gesprochen.Sie sind entsetzt und traurig zugleich.Der Hass der Menschen ist hier oft kaum zu ertragen für einen eher gemäßigten Menschen wie mich.Naja..irgendwie bin ich froh das der 1.9. auch nur ein Tag ist.Der Schock wird tief sitzen, aber war zumindest vorhersehbar.Machen wir irgendwie das Beste daraus denke ich mir dann.
Echt auch bei weißen und christlichen Ukrainern?
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2024, 19:55   #18
lagerist
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 27.12.2006
Beiträge: 921
Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
Echt auch bei weißen und christlichen Ukrainern?
Ja klar...vor allem die Ukrainer trifft der Hass hier.Ich dachte damals auch immer bei der ersten Flüchtlingskrise das der Hass daran liegt das die Flüchtlinge aus muslimisch geprägten Ländern kommen.Aber weit gefehlt..die Ukrainer sind fast noch mehr verhasst hier. Ich denke aber das liegt eher daran das hier die Ossis noch ihre alte Liebe zum "Bruderstaat Russland" nacheifern.Und da die Ukraine sich ja gerade im Krieg mit Russland befindet , sind da natürlich auch die geflüchteten Ukrainer hier das Feindbild aufgestachelt natürlich auch mit von der AfD.
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2024, 19:58   #19
CM Landratomaniac
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von lagerist Beitrag anzeigen
Ja klar...vor allem die Ukrainer trifft der Hass hier.Ich dachte damals auch immer bei der ersten Flüchtlingskrise das der Hass daran liegt das die Flüchtlinge aus muslimisch geprägten Ländern kommen.Aber weit gefehlt..die Ukrainer sind fast noch mehr verhasst hier. Ich denke aber das liegt eher daran das hier die Ossis noch ihre alte Liebe zum "Bruderstaat Russland" nacheifern.Und da die Ukraine sich ja gerade im Krieg mit Russland befindet , sind da natürlich auch die geflüchteten Ukrainer hier das Feindbild aufgestachelt natürlich auch mit von der AfD.
Danke für deine Antworten. Holla die Waldfee.

Edit: Ich habe Verwandtschaft in Sachsen-Anhalt. Mütterlicherseits flohen Mutter, Großmutter, Großtante, mein (Stief-)Großvater (der für mich immer wie mein leiblicher Großvater war) und drei (Stief-)Onkel im Jahr 1961, im Jahr des Mauerbaus. In seiner Stasi-Akte, die er sich aushändigen ließ und die seit seinem Tod im Besitz meiner Mutter ist, wird mein Großvater unter anderem als "sektiererisch", als "staatszersetzend" und als "Subjekt" bezeichnet. Er war kein Parteimitglied und wählte beispielsweise auf der Einheitsliste aus Protest niemals die SED, sondern immer die Blockpartei CDU, obwohl er nach dem Zweiten Weltkrieg und bis zu seinem Tod sozialdemokratisch eingestellt war und in der Bundesrepublik immer SPD wählte. Ich bin eher weniger "Alle Ostdeutschen sind grundsätzlich (...)!" eingestellt, egal um welche Themen es geht.

Geändert von CM Landratomaniac (15.01.2024 um 21:12 Uhr).
CM Landratomaniac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2024, 03:16   #20
lagerist
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 27.12.2006
Beiträge: 921
Zitat:
Zitat von CM Punkomaniac Beitrag anzeigen
Danke für deine Antworten. Holla die Waldfee.

Edit: Ich habe Verwandtschaft in Sachsen-Anhalt. Mütterlicherseits flohen Mutter, Großmutter, Großtante, mein (Stief-)Großvater (der für mich immer wie mein leiblicher Großvater war) und drei (Stief-)Onkel im Jahr 1961, im Jahr des Mauerbaus. In seiner Stasi-Akte, die er sich aushändigen ließ und die seit seinem Tod im Besitz meiner Mutter ist, wird mein Großvater unter anderem als "sektiererisch", als "staatszersetzend" und als "Subjekt" bezeichnet. Er war kein Parteimitglied und wählte beispielsweise auf der Einheitsliste aus Protest niemals die SED, sondern immer die Blockpartei CDU, obwohl er nach dem Zweiten Weltkrieg und bis zu seinem Tod sozialdemokratisch eingestellt war und in der Bundesrepublik immer SPD wählte. Ich bin eher weniger "Alle Ostdeutschen sind grundsätzlich (...)!" eingestellt, egal um welche Themen es geht.
Ich pauschalisiere auch nicht alle Ostdeutschen.Aber egal mit wem man spricht..es kommen immer wieder die gleichen Schuldigen:"Die Regierung und die Ausländer sind an allen schuld."Gewalt gegen politisch andersdenkende Menschen ist hier nicht unüblich..leider.

Geändert von lagerist (16.01.2024 um 03:21 Uhr).
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2024, 11:34   #21
Frank Drebin
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 02.03.2006
Beiträge: 2.174
Ich kann lagerist da auch nur beipflichten. Es sind natürlich nicht alle Ostdeutschen. Aber viele. Zu viele vermutlich. Ich habe das jetzt am Wochenende das erste mal so richtig bei einem Geburtstag erfahren. Meine Familie, eigentlich stramm sozialdemokratisch geprägt, hängt zum Teil den Verschwörungen rund um die Nahost-Erweiterung als Grund des Krieges in der Ukraine an, dann wird über die raffgierigen Lokführer_innen abgekotzt usw. Da ist selbst, aus einer scheinbar linken Ecke, ziemlich was ins rutschen geraten und leider hört das auch nicht in dieser Ecke auf. Ich bin einigermaßen gut vernetzt in linke Strukturen und überall in Ostdeutschland macht man sich Sorgen und bereitet sich auf einen Erdrutschsieg der AfD vor. Also in Jugendhäusern, bei Streetworker_innen, in Räumen auf dem Land, die, mitunter neben der Kirche, die einzigen sind, die diesem Rechtsruck etwas entgegen setzen. Ich begreife das auch alles nicht mehr und hab nur noch Wut auf diese Leute. Denen geht es allen so dermaßen gut aber da ist nur noch Hass. Das wird ein ganz, ganz bitteres Jahr für alle progressiven und halbwegs liberalen Kräfte in Ostdeutschland.
__________________
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Frank Drebin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2024, 17:18   #22
lagerist
Knöchelbruch
 
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Zitat:
Zitat von Frank Drebin Beitrag anzeigen
Ich kann lagerist da auch nur beipflichten. Es sind natürlich nicht alle Ostdeutschen. Aber viele. Zu viele vermutlich. Ich habe das jetzt am Wochenende das erste mal so richtig bei einem Geburtstag erfahren. Meine Familie, eigentlich stramm sozialdemokratisch geprägt, hängt zum Teil den Verschwörungen rund um die Nahost-Erweiterung als Grund des Krieges in der Ukraine an, dann wird über die raffgierigen Lokführer_innen abgekotzt usw. Da ist selbst, aus einer scheinbar linken Ecke, ziemlich was ins rutschen geraten und leider hört das auch nicht in dieser Ecke auf. Ich bin einigermaßen gut vernetzt in linke Strukturen und überall in Ostdeutschland macht man sich Sorgen und bereitet sich auf einen Erdrutschsieg der AfD vor. Also in Jugendhäusern, bei Streetworker_innen, in Räumen auf dem Land, die, mitunter neben der Kirche, die einzigen sind, die diesem Rechtsruck etwas entgegen setzen. Ich begreife das auch alles nicht mehr und hab nur noch Wut auf diese Leute. Denen geht es allen so dermaßen gut aber da ist nur noch Hass. Das wird ein ganz, ganz bitteres Jahr für alle progressiven und halbwegs liberalen Kräfte in Ostdeutschland.
Danke für deine Bestätigung und ich teile sehr deine Erfahrungen.Leider muss ich auch den Medien etwas Schuld an den Rechtsruck hier mit geben. Jetzt bei den Bauernprotesten wurde im TV nur darüber berichtet..also über die Bauernproteste.Über Demonstrationen gegen die AfD zb in Berlin mit ca 25000 (!!!!!) Menschen wurde kaum bis nur wenig berichtet. Es wird das sich auf die Regierung eingeschossen das die Schuld an allen haben bis zum St-Nimmerleinstag.Das da automatisch Populisten und Extremisten davon profitieren wird halt einfach so hingenommen.
lagerist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2024, 13:36   #23
Creed
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 3.410
Vermutlich passt das hier am besten, da es sich schon um ein Wahlkampfthema handeln könnte.

Arbeit lohnt sich laut Ifo-Forschern doch

Wirklich überraschend finde ich diese Erkenntnis zwar nicht, trotzdem finde ich es wichtig das es auch mal wissenschaftlich belegt ist. Da das ifo-Institut jetzt auch nicht gerade im Verdacht steht "links-grün-versifft" zu sein, hoffe ich das diese Erkenntnis auch bei der Union und der FDP ankommt. Anstatt sich zu überlegen wo man bei den ärmsten der Gesellschaft noch überall kürzen kann, könnte man anfangen sich um wichtigere Themen zu kümmern. Beispielsweise finde ich es deutlich problematischer das sich eine "Ausweitung der Arbeit" in manchen Fällen nicht lohnt, als das ein paar Tausend Personen Bürgergeld bekommen obwohl sie alle Jobangebote ablehnen. Darüber habe ich aber bis jetzt noch keine Diskussion gehört.
__________________
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Creed ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2024, 14:32   #24
k-town1900
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 24.08.2016
Beiträge: 4.219
Zitat:
Zitat von Creed Beitrag anzeigen
Vermutlich passt das hier am besten, da es sich schon um ein Wahlkampfthema handeln könnte.

Arbeit lohnt sich laut Ifo-Forschern doch

Wirklich überraschend finde ich diese Erkenntnis zwar nicht, trotzdem finde ich es wichtig das es auch mal wissenschaftlich belegt ist. Da das ifo-Institut jetzt auch nicht gerade im Verdacht steht "links-grün-versifft" zu sein, hoffe ich das diese Erkenntnis auch bei der Union und der FDP ankommt. Anstatt sich zu überlegen wo man bei den ärmsten der Gesellschaft noch überall kürzen kann, könnte man anfangen sich um wichtigere Themen zu kümmern. Beispielsweise finde ich es deutlich problematischer das sich eine "Ausweitung der Arbeit" in manchen Fällen nicht lohnt, als das ein paar Tausend Personen Bürgergeld bekommen obwohl sie alle Jobangebote ablehnen. Darüber habe ich aber bis jetzt noch keine Diskussion gehört.
Das ist doch genau die Klientelpolitik von CDU/FDP/AFD wenn jeder jede Arbeit annehmen müsste weil man sonst nicht über die Runden kommt können die Arbeitgeber mit ihren Arbeitnehmer machen was sie wollen da der AN in kompletter Abhängigkeit steht. Was gerne (absichtlich?) verschwiegen wird:

1. Die Zeiten der Vollbeschäftigung sind in Deutschland schon seit 40 Jahren vorbei

2. Nicht jeder kann alles machen. Man kann nicht einfach einen jeden in irgendeinen Job stecken von dem er keine Ahnung hat bzw er nicht die körperlichen oder geistigen Fähigkeiten hat

3. Das BIP würde wurde komplett in den Keller gehen was zu noch mehr Arbeitslosen führt. Da wären wir dann aber wieder bei der gewollten Abhängigkeit vom AN
__________________
Made in K-town W. Germany

Deutscher von Geburt
Pfälzer aus Überzeugung
Lautrer von Gottes gnaden
k-town1900 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2024, 20:08   #25
Baptist Ziergiebel
Rippenprellung
 
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Beiträge: 248
Hm. Bezüglich deiner drei Punkte: die Zahlen sagen was anderes.

Die Arbeitslosenquote sinkt seit Jahzehnten und ist nahe Tiefststand.

Vollbeschäftigung sagt man bei etwa zwei Prozent Arbeitslosenquote, von der die aktuellen 5,7 Prozent nicht mehr so weit weg sind. In Deutschland herscht mittlerweile Rekordbeschäftigung.

Punkt 2. sehe ich ebenso.

Punkt 3. verstehe ich nicht ganz. Das Bruttoinlandsprodukt (BiP) steigt seit Jahren kontinuierlich . Also entgegengesetzt zur Aloquote.

Demographische Entwicklung, Fachkräftemangel, im Verbund mit Gewerkschaften verbessern eher die Aussicht, eine Arbeit zu finden und auch seine Vorstellungen durchzusetzen nicht nur langfristig.

Gruß.
Baptist Ziergiebel ist offline   Mit Zitat antworten
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