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Alt 30.11.2017, 15:02   #17526
tiM-
Rippenprellung
 
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Zitat von PrinceDevitt Beitrag anzeigen
Den letzten Artikel habe ich auch gerade gefunden. Die Grundgeschichte stimmt mit dem was ich sah überein, kann gut sein das dieser Fall für den Film verwendet wurde. Der Regisseur hat in dem Fall nicht nur die Namen geändert (was zum Schutz der Privatsphäre ja noch verständlich wäre), hat aber ansonsten viel verändert. In dem Film wurde der Bär auch nicht verwundet wie in der echten Geschichte. Wie gesagt, in dem Fall ist es schon eine Frechheit damit zu werben das es auf "einer wahren Begebenheit" basiert, dann erwarte ich auch das die Geschichte so umgesetzt wird und nicht noch 50 % weg oder reininterpretiert werden. Das macht mir diesen an sich wirklich guten und spannenden Film schon madig.
"When a film is “based on” actual events, the balance between fact and fiction is shifted in the other direction. In many cases, the names of people and places are retained. Unlike in documentary filmmaking, where some degree of accuracy is usually expected, in a story based on reality, liberties will generally be taken with details: several minor or tangential figures pressed into an amalgamation, passage of time being compressed or extended, and so on. Nonetheless, the core elements, such as the events, the themes, and the main personae, serve as representations of themselves."

Ein Paar campt in der Wildnis, wird von einem Bären angegriffen, einer der beiden überlebt und wird gerettet. Genau das ist so passiert und basiert dementsprechend auch auf einer wahren Geschichte. Ich verstehe nicht was an der Aussage so problematisch ist. The Wolf of Wall Street, American Hustle, The Revenant sind ebenfalls based on a true Story und auch dort sind mindestens 50% reine fiktion. Daher auch "based".
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Alt 30.11.2017, 15:07   #17527
PrinceDevitt
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Zitat von tiM- Beitrag anzeigen
"When a film is “based on” actual events, the balance between fact and fiction is shifted in the other direction. In many cases, the names of people and places are retained. Unlike in documentary filmmaking, where some degree of accuracy is usually expected, in a story based on reality, liberties will generally be taken with details: several minor or tangential figures pressed into an amalgamation, passage of time being compressed or extended, and so on. Nonetheless, the core elements, such as the events, the themes, and the main personae, serve as representations of themselves."

Ein Paar campt in der Wildnis, wird von einem Bären angegriffen, einer der beiden überlebt und wird gerettet. Genau das ist so passiert und basiert dementsprechend auch auf einer wahren Geschichte. Ich verstehe nicht was an der Aussage so problematisch ist. The Wolf of Wall Street, American Hustle, The Revenant sind ebenfalls based on a true Story und auch dort sind mindestens 50% reine fiktion. Daher auch "based".
Wenn die Hälfte weg oder dazu gedichtet wird ist es keine wahre Begebenheit mehr. Entweder man verfilmt es 1:1 und kann es wahre Begebenheit nennen oder man lässt es weg und lässt es einfach einen Film sein. My Opinion. Nimm mein Bsp., ich kannte weder Film noch Geschichte, habe Ihn mir Gestern angesehen und war vom Film begeistert und von der Geschichte geschockt, man identifiziert sich mit den Betroffenen, fiebert mit Ihnen mit, dann stellt sich heraus das es GANZ anders war. Ist schon enttäuschend und irreführend.
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Alt 30.11.2017, 15:12   #17528
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Zitat von tiM- Beitrag anzeigen
The Revenant
Hier hat man sich besonders viele Freiheiten rausgenommen. Ja, er wurde von einem Bären angegriffen, ja er hat sich in die Zivilisation zurückgekämpft, aber er hat niemandem umgebracht. Da kann man einfach nicht mehr von "based on real events" sprechen. Ich frage mich in solche Fällen wirklich wieso man solche Geschichten verfälschen muss, sie sind ja auch so interessant genug.
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Alt 30.11.2017, 15:14   #17529
PrinceDevitt
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Hier hat man sich besonders viele Freiheiten rausgenommen. Ja, er wurde von einem Bären angegriffen, ja er hat sich in die Zivilisation zurückgekämpft, aber er hat niemandem umgebracht. Da kann man einfach nicht mehr von "based on real events" sprechen. Ich frage mich in solche Fällen wirklich wieso man solche Geschichten verfälschen muss, sie sind ja auch so interessant genug.
Hier stand nichts Bitte löschen
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Alt 30.11.2017, 15:29   #17530
Der Zerquetscher
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Ich bin schockiert und enttäuscht.
Nee, Punisher. Hab den Film hier im Regal und bin überhaupt kein Freund davon. Das Remake von Aja fand ich besser.

Weiß net. Der Psychotyp langweilt mich. Ich will andere Psychopathen. Keine Typen, die Puppen basteln. Dr. Heiter zum Beispiel.
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Alt 30.11.2017, 16:47   #17531
tiM-
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen
Hier hat man sich besonders viele Freiheiten rausgenommen. Ja, er wurde von einem Bären angegriffen, ja er hat sich in die Zivilisation zurückgekämpft, aber er hat niemandem umgebracht. Da kann man einfach nicht mehr von "based on real events" sprechen. Ich frage mich in solche Fällen wirklich wieso man solche Geschichten verfälschen muss, sie sind ja auch so interessant genug.
Das reale Ende ist jetzt aber auch nicht wirklich kinoreif: er spürt beide auf, vergibt dem einen und darf den anderen nicht anrühren da er in der Army ist. Ein alles entscheidender Endkampf ist einfach viel mehr Hollywood und nötig um den Durchschnittszuschauer mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken.
tiM- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2017, 17:00   #17532
tiM-
Rippenprellung
 
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Zitat:
Zitat von PrinceDevitt Beitrag anzeigen
Wenn die Hälfte weg oder dazu gedichtet wird ist es keine wahre Begebenheit mehr. Entweder man verfilmt es 1:1 und kann es wahre Begebenheit nennen oder man lässt es weg und lässt es einfach einen Film sein. My Opinion. Nimm mein Bsp., ich kannte weder Film noch Geschichte, habe Ihn mir Gestern angesehen und war vom Film begeistert und von der Geschichte geschockt, man identifiziert sich mit den Betroffenen, fiebert mit Ihnen mit, dann stellt sich heraus das es GANZ anders war. Ist schon enttäuschend und irreführend.
Ich kann deine Meinung durchaus verstehen, allerdings bedeutet das Wort "basiert" nun mal "auf einer Grundlage" und nicht "Nacherzählung". Daher fällt der Rest der Geschichte einfach in die künstlerische Freiheit des Autors, Regisseurs, etc.

Hier übrigens mal eine Grafik einer amerikanischen Website die den Wahrheitsgehalt der "based on a true Story" Filmen überprüft hat.

Sorry, Doppelpost.

Geändert von tiM- (30.11.2017 um 17:01 Uhr).
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Alt 30.11.2017, 17:00   #17533
Punisher 3:16
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Der Zerquetscher Beitrag anzeigen
Nee, Punisher. Hab den Film hier im Regal und bin überhaupt kein Freund davon. Das Remake von Aja fand ich besser.

Weiß net. Der Psychotyp langweilt mich. Ich will andere Psychopathen. Keine Typen, die Puppen basteln. Dr. Heiter zum Beispiel.
Das Remake habe ich noch nicht gesehen. Aber das Original liebe ich.

Und wie siehts mit dem New York Ripper aus?

Zitat:
Zitat von tiM- Beitrag anzeigen
Das reale Ende ist jetzt aber auch nicht wirklich kinoreif: er spürt beide auf, vergibt dem einen und darf den anderen nicht anrühren da er in der Army ist. Ein alles entscheidender Endkampf ist einfach viel mehr Hollywood und nötig um den Durchschnittszuschauer mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken.
Mag sein, aber für mich ist es ein Grund mir diesen Quatsch nicht anzusehen.
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Alt 30.11.2017, 17:11   #17534
PrinceDevitt
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Zitat:
Zitat von Punisher 3:16 Beitrag anzeigen



Mag sein, aber für mich ist es ein Grund mir diesen Quatsch nicht anzusehen.
Schwierig wenn man es nicht weiß, so wie ich Gestern Abend. Revenant habe ich gesehen, ich habe aber versucht Ihn als reinen "Film" zu sehen, dann ist er sogar ganz unterhaltsam.
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Alt 30.11.2017, 23:43   #17535
Woodstock
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In letzter Zeit sehr viele Filme geschaut, dass ich wieder einmal nicht hinterher komme mit den Bewertungen , aber zu ET und ähnlichem muss man ja eh nicht mehr viel sagen.

Vaiana

Disney Film über Polynesien, Wasser, Mut, dummes Huhn, noch mehr Mut und noch mehr Wasser.
Ich hab mich tatsächlich sehr unterhalten gefühlt. The Rock spricht den Co Star und viele Gags zünden bei mir, weil ich eine schwäche für Unsinn haben. Das dumme Huhn ist Weltklasse

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Unternehmen Petticoat

Herrlicher Unsinn mit Cary Grant und Tony Curtis.

"Tanker gesichtet, LKW versenkt"
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Alt 30.11.2017, 23:57   #17536
RainMaker
Genickbruch
 
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Zitat:
Zitat von Woodstock Beitrag anzeigen
Das dumme Huhn ist Weltklasse
Du klingst 1:1 wie CinemaSins
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Alt 01.12.2017, 00:04   #17537
Woodstock
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Zitat:
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Du klingst 1:1 wie CinemaSins
Die Videos sind mir meist zu lang, deswegen hab ich irgendwann aufgehört das zu schauen, aber das dumme Huhn ist tatsächlich witzig
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Alt 01.12.2017, 00:06   #17538
RainMaker
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Zitat:
Zitat von Woodstock Beitrag anzeigen
Die Videos sind mir meist zu lang, deswegen hab ich irgendwann aufgehört das zu schauen, aber das dumme Huhn ist tatsächlich witzig
Das liegt auch daran, dass Alan Tudyk die Stimme des Huhnes ist
RainMaker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2017, 00:25   #17539
Woodstock
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Zitat von RainMaker Beitrag anzeigen
Das liegt auch daran, dass Alan Tudyk die Stimme des Huhnes ist
Das ist richtig. Spätestens seit Tucker and Dale sollte man ihn feiern
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Alt 02.12.2017, 21:40   #17540
Jefferson D'Arcy
Schädelbasisbruch
 
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AUS DEM NICHTS

Der Film fühlte sich auf eine merkwürdige Art von Anfang an "vertraut" und "warm" an. Jegliche, durch Diane Kruger superb gespielte, Gefühlsregung der Protagonistin Katja Sekerci ist nachvollziehbar und lässt den Zuschauer in unmittelbarer Nähe an ihrem Martyrium teilhaben. Das Ende hätte ich zwar anders gedreht, es bleibt aber trotzdem ein wahnsinnig guter Film.

9/10
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"Du Missgeburt - das ist kein Eis - das ist ein Sorbet!"
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Alt 03.12.2017, 03:47   #17541
Skexis Chamberlain
Schädelbasisbruch
 
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Beiträge: 4.139
Cure for Wellness
Der Film beginnt recht interessant. Aber verliert sich schnell und die Geschichte weis bald nicht mehr was sie eigentlich sein will.
5/10

Life
Der Film war spannend und gut gemacht. Ein moderner "Alien" welcher auf ISS spielt. Für mich einer der besten Sci-Fi Horrorfilme der letzten Jahre
8/10

Split
Der Film ist durchgehend spannend und gut erzählt. Das Ende fand ich etwas abgespaced und unpassend. Als ich dann aber mitbekommen habe, dass er im gleichen Universum wie Unbreakable spielt hat es wieder gepasst.
8/10
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Alt 03.12.2017, 12:23   #17542
Kliqer
Genickbruch
 
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Mord im Orient-Express

Kenneth Brannagh als Regisseur der Neuauflage des alten Agatha Christe-Klassikers und gleichzeitig als Hercule Poirot in der Hauptrolle. Er hat einen schönen Film gedreht, technisch "State of the art", mit netten Einfällen, die zwar, auf symbolischer Ebene, mitunter etwas weniger elegant platziert werden, aber doch Spaß machen. Der Cast - neben Brannagh sind noch Willem Dafoe, Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Judi Dench, Penelope Cruz, etc. - dabei ist natürlich herausragend, auch wenn nicht alle Charaktere sich zu entfalten wissen. Denn am Ende liegt der Fokus zu sehr auf Poirot, dessen Zwangsneurosen hier im Mittelpunkt seiner Charakterisierung stehen, als auf den restlichen Figuren. Außerdem verkommt der Film im Laufe der Zeit zu einer undynamischen Nummernrevue, wirkt arg theatralisch - im Sinne von, "dem Theater nahe" -, was bei Brannaghs Historie natürlich nicht überrascht, und ist leider zu lieblos erzählt. Zwar ist er immer noch ein gemütlicher Winterfilm, aber ohne großen Esprit, Charme oder Augenzwinkern.

Was sicherlich auch nicht geholfen hat, war die Synchronisation. Es wurde viel mit Dialekten gearbeitet, was mitunter doch zu leichtem Fremdscham führte. Ein Cast wie dieser sollte eigentlich auch im Original zur Geltung kommen dürfen. Leider lief der Film hier nur synchronisiert.

5/10
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I <3 woken Dreck
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Alt 03.12.2017, 15:53   #17543
PrinceDevitt
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Der Untergang (D 2005)

Als jemand der das deutsche Kino nahezu verabscheut und nur kritisiert, war dies tatsächlich ein echter Lichtblick. Der Film ist in der Tat super umgesetzt, es ist wie ein schlimmer Autounfall, man kann nicht richtig hinsehen, weg sehen geht aber auch nicht. Bruno Ganz in der Rolle war grandios, dafür hätte er definitiv auch ein paar mehr internationale Preise verdient gehabt. Anna Maria Lara mag ich sowieso, eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen die ich mag. Einer der besten deutschen Filme aller Zeiten, kann man nicht anders sagen. 9/10
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Alt 03.12.2017, 20:39   #17544
Der Zerquetscher
Moderator
 
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Zitat:
Zitat von PrinceDevitt Beitrag anzeigen
Der Untergang (D 2005)

Als jemand der das deutsche Kino nahezu verabscheut und nur kritisiert, war dies tatsächlich ein echter Lichtblick. Der Film ist in der Tat super umgesetzt, es ist wie ein schlimmer Autounfall, man kann nicht richtig hinsehen, weg sehen geht aber auch nicht. Bruno Ganz in der Rolle war grandios, dafür hätte er definitiv auch ein paar mehr internationale Preise verdient gehabt. Anna Maria Lara mag ich sowieso, eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen die ich mag. Einer der besten deutschen Filme aller Zeiten, kann man nicht anders sagen. 9/10
Sehe ich auch so. Es gibt so unüberschaubar viele heimische Vergangenheitsbewältigungsfilme, und so wenige, die dabei wirklich die Vergangenheit einfangen. Hirschbiegels Film ist einer der wenigen, denen das gelingt. Man hat zur Abwechslung mal nicht dieses desillusionierende Gefühl, dass die Macher einen Hauptmann nicht von einem Hauptfeldwebel unterscheiden könnten - und trotzdem einen Kriegsfilm drehen. Didaktischen Nährwert hat der Film allerdings aus meiner Sicht leider nicht. Er ist zwar herausragend professionell, liefert aber wenig Informationen. Will er aber auch nicht. Und muss er auch nicht.
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Alt 06.12.2017, 17:52   #17545
Humppathetic
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Mirrors 2

Nachdem im ersten mediokren Teil Kiefer Sutherland auf eine minder gruselige Suche nach einer Frau, deren Böses in Spiegeln Zuflucht fand, ging, stolpert hier nun Anti-Schauspieler Nick Stahl, bekannt als die Sesamstraßen-Version von John Connor in Terminator 3, durch eine Geschichte, die wenig Sinn ergibt, aber zumindest Spiegel enthält. Nur wünscht man sich sehr, man könne einen dieser Spiegel den Drehbuchautoren und dem Regisseur vorhalten. Dieser Film, oder besser: "Film", schludert vor sich hin, macht vieles falsch und eigentlich gar nichts richtig, bietet wirklich keinerlei Grusel, denn eigentlich ist das hier auch kein Horrorfilm, sondern eher ein Mysterythriller auf dem Niveau einer schlechten "Ghost Whisperer"-Folge - und Ghost Wisperer ist grundsätzlich schlecht. Die wenigen Kills, die kredenzt werden, sind an Absurdität und unfreiwilliger Komik nicht zu überbieten, und die Story, so wenig davon auch vorhanden sein mag, ist hanebüchen. So springt der Film dann von einer Szene, die psychologisch keinen Sinn ergibt, zur nächsten Szene, die es noch schlechter macht. Meine persönlichen Highlights sind die beiden folgenden Dialoge:
Stahl:"Sind Sie die Schwester der vermissten Eleanore?"
Schwester:"Ja."
Stahl:"Ich habe sie gesehen."
Schwester:"WO?"
Stahl:"In den Spiegeln."
Es dauert genau 10 (!) Sekunden, bis sie diesen Unfug glaubt. Jeder andere hätte die Polizei gerufen oder direkt selbst den Exorzismus vollzogen.

Zweiter, großartiger Dialog:
"Wir haben jetzt einen neuen Nachtwächter."
"Warum das?"
"Der letzte drehte in der Nacht durch, verstümmelte sich selbst und hat dann gekündigt." Das ist schon beinahe Tommy-Wiseau- oder gar Ed-Wood-Niveau.

Das ergibt alles in allem wohlverdiente

2/10. Wenigstens war dieses Machwerk mit gerade mal 80 Minuten schneller vorbei als eine Drogen-Orgie von und mit Charlie Sheen.
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A wonderful bird is the pelican.
His bill will hold more than his belican.
He can take in his beak
enough food for a week,
but I'm damned if I see how the helican.

Geändert von Humppathetic (06.12.2017 um 17:52 Uhr).
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Alt 06.12.2017, 17:54   #17546
Kliqer
Genickbruch
 
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Jim & Andy

Unterhaltsam, faszinierend, inspirierend.
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Alt 06.12.2017, 18:36   #17547
Goldberg070
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Justice League

Die Antwort von DC auf die Avengers ist doch eine recht solide Unterhaltung geworden, die man sich als Gernseher solcher Art von Filmen durchaus geben kann. Dennoch sind die Gemeinsamkeiten und auch die Unterschiede mit den Produktionen aus dem Hause Marvel schon sehr auffällig. Was ich jetzt schreibe, klingt viel mehr nach Verriss als es gemeint ist, denn wie zu Anfang schon gesagt, hat mich Justice League recht gut unterhalten.

DC ist nach wie vor in der Findungsphase. Sie wissen nach wie vor nicht so recht, wo sie mit ihren Filmen hinwollen. Im Gegensatz zu Marvel, die einen klaren Plan haben, erkennt man diesen bei DC noch nicht so recht. Einerseits steht DC im Gegensatz zu den eher knallbuten Filmen aus der Marvel-Schmiede eher für dunklere und ernsthaftere Themen. Da aber die Filme, die in diese Richtung gingen, nicht so recht funktioniert haben (was aber andere Gründe hatte), versucht man nun, etwas vom Esprit und der Lockerheit der Avengers zu kopieren. Das finde ich schade, da DC sich immer mehr an diese Filme anlehnt und es versäumt, etwas eigenes zu kreieren und ihren Filmen einen Stempel aufzudrücken.

Man merkt es bei den Schauspielern, bei denen besonders Gal Gadot (Wonder Woman) und Ben Affleck (Batman) einen sehr soldien Job machen, dass die Chemie zwischen der Truppe der Justice League bei weitem nicht so gut ist, wie bei den Avengers. Da liegen geradezu Welten dazwischen. Gleichzeitig kopiert man nahezu schamlos und führt mit dem jungen Flash eine quasi 1:1 Kopie von Tom Hollands Spiderman in den Film ein.

Das Problem bei Justice League ist nach wie vor die alte DC Schwäche der Schwermut. Alles wirkt aufgesetzt, gezwungen und einfach unrund. Das mag auch an Warner liegen, die sich ständig in die Projekte einmischen. So hat man teilweise eine Ernsthaftigkeit (die Schuldgefühle Batmans, die Bedenken von Wonder Woman), aber andererseits durch Flash und Aquaman wiederum humorvolle Momente im Film, die aber einfach nicht so recht in die Stimmung passen wollen. Das Gefühl für Stimmungen, das gelingt Marvel einfach besser.

Letztlich unterhält Justice League trotzdem und gehört nach Wonder Woman zu dem besten, was das DC-Universum bislang auf die Leinwand gebracht hat. Aber die Vergleiche mit Marvel werden nicht weniger werden und für DC ist es noch ein weiter Weg, ich bin aber gespannt, wie es weiter geht, Potenzial ist nach wie vor vorhanden. Macht endlich was draus, DC!

7,5/10
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Geändert von Goldberg070 (08.12.2017 um 13:33 Uhr).
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Alt 07.12.2017, 00:46   #17548
Jefferson D'Arcy
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Justice League

Die Antwort von DC auf die Avengers ist doch eine recht solide Unterhaltung geworden, die man sich als Gernseher solcher Art von Filmen durchaus geben kann. Dennoch sind die Gemeinsamkeiten und auch die Unterschiede mit den Produktionen aus dem Hause Marvel schon sehr auffällig. Was ich jetzt schreibe, klingt viel mehr nach Verriss als es gemeint ist, denn wie zu Anfang schon gesagt, hat mich Justice League recht gut unterhalten.

DC ist nach wie vor in der Findungsphase. Sie wissen nach wie vor nicht so recht, wo sie mit ihren Filmen hinwollen. Im Gegensazu zu Marvel, die einen klaren Plan haben, erkennt man diesen bei DC noch nicht so recht. Einerseits steht DC im Gegensatz zu den eher knallbuten Filmen aus der Marvel-Schmieder eher für dunklere und ernsthaftere Themen. Da aber die Filme, die in diese Richtung gingen, nicht so recht funktioniert hat (was aber andere Gründe hatte), versucht man nun, etwas vom Esprit und der Lockerheit der Avengers zu kopieren. Das finde ich schade, da DC sich immer mehr an diese Filme anlehnt und es versäumt, etwas eigenes zu kreieren und ihren Filmen einen Stempel aufzudrücken.

Man merkt es bei den Schauspielern, bei denen besonders Gal Gadot (Wonder Woman) und Ben Affleck (Batman) einen sehr soldien Job machen, dass die Chemie zwischen der Truppe der Justice League bei weitem nicht so gut ist, wie bei den Avengers. Da liegen geradezu Welten dazwischen. Gleichzeitig kopiert man nahezu schamlos und führt mit dem jungen Flash eine quasi 1:1 Kopie von Tom Hollands Spiderman in den Film ein.

Das Problem bei Justice League ist nach wie vor die alte DC Schwäche der Schwermut. Alles wirkt aufgesetzt, gezwungen und einfach unrund. Das mag auch an Warner liegen, die sich ständig in die Projekte einmischen. So hat man teilweise eine Ernsthaftigkeit (die Schuldgefühle Batmans, die Bedenken von Wonder Woman), aber andererseits durch Flash und Aquaman wiederum humorvolle Momente im Film, die aber einfach nicht so recht in die Stimmung passen wollen. Das Gefühl für Stimmungen, das gelingt Marvel einfach besser.

Letztlich unterhält Justice League trotzdem und gehört nach Wonder Woman zu dem besten, was das DC-Universum bislang auf die Leinwand gebracht hat. Aber die Vergleich mit Marvel werden nicht weniger werden und für DC ist es noch ein weiter Weg, ich bin aber gespannt, wie es weiter geht, Potenzial ist nach wie vor vorhanden. Macht endlich was draus, DC!

7,5/10
Mal davon abgesehen, dass ich im Großen und Ganzen zustimme, zwei Dinge:

1. Ich halte Flash nicht für eine Kopie der Tom Holland-Version von Spider-Man. Zum einen weil Flash trotz des Humors erwachsener auf mich wirkt und zum anderen weil er in einem Gruppengefüge immer der Sprüchekloper und Spaßbolzen ist.

2. Leider, leider ist Zack Snyer nur bedingt in der Lage die Comicvorlagen adäquat umzusetzen. Optisch sieht das alles immer fantastisch aus und "Man Of Steel" empfand ich auch als solide, aber er kann einfach keine stringenten, guten Geschichten erzählen. Ich ärgere mich heute noch schwarz, dass wir mit "Batman v Superman" nicht einmal ansatzweise den Film bekommen haben, der dem Aufeinandertreffen der zwei bekanntesten Superhelden der Welt gerecht geworden ist.
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Alt 07.12.2017, 22:38   #17549
Woodstock
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Van Helsing

Gott o Gott. Den hatte ich irgendwie cooler in Erinnerung, aber leider ist der nur ein bisschen besser als Twillight und um einiges schlechter als Underworld.

4/10 Punkte

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Come And Find Me

Aaron Paul in einem Thriller Drama, dass ich auf Grund der Erzählweise ganz okay fand. Es war zwar irgendwie vorhersehbar, aber letztlich ganz gut umgesetzt.

6/10 Punkte

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Planet der Affen : Prevolution

Erster der Teil des PotA Franchises von 2011. Hat mich auf jeden Fall positiv überrascht. Ich fand den Film gut erzählt, dramaturgisch gut aufgebaut und mit dem richtigen Hauch an Emotionen versehen. Ein guter Start, der Lust auf den zweiten und dritten Teil macht.

7,5/10 Punkte
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Alt 08.12.2017, 10:31   #17550
Sirius
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Zitat:
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Letztlich unterhält Justice League trotzdem und gehört nach Wonder Woman zu dem besten, was das DC-Universum bislang auf die Leinwand gebracht hat. Aber die Vergleich mit Marvel werden nicht weniger werden und für DC ist es noch ein weiter Weg, ich bin aber gespannt, wie es weiter geht, Potenzial ist nach wie vor vorhanden. Macht endlich was draus, DC!
Diesen Vergleich wird man sich nach der Story noch mehr gefallen lassen müssen. Die Geschichte um die drei allmächtigen Motherboxen wirkte schon wie eine 1:1-Kopie der Infinity Stones-Storyline.

Interessanterweise fand ich den Charakter Cyborg am interessantesten. Ein Film über ihn könnte fast schon als Coming-of-Age-Drama rüber kommen. Die Geschichte um den Flash finde ich dagegen langweilig, weil er einfach nur eine Kopie des TV-Flash ist (ohne seine Star Labs-Buddys). Man hätte hier mal einen Charakter nehmen können, der dem Original-Barry Allen (der erst als Erwachsener zum Flash wird) am nächsten kommt oder sich wenigstens segnifikant vom TV-Flash unterscheidet.
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Ob Leute, die in einer Doppelhaushälfte wohnen, sich auch eine Doppelpizzahälfte zu essen machen?
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