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Alt 14.05.2022, 05:13   #23909
Hannoveraner
Lucifer
 
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Zitat von Akira Beitrag anzeigen
Also ein Film hebt sich von den genannten doch deutlich hervor und ist alles andere als eine "Low-Comedy"...

Habe die Tage einige Antikriegsfilme gesehen:
Die Brücke, das Original und Im Westen nichts Neues (1930er Version).
Und ich stelle mir nur eine Frage: Wieso?!

Und heute dann etwas anderes: Is' was, Doc?
Eine Screwball- Revival, allerdings nicht ganz so gut wie die Vorbilder...Sehenswert ist er dennoch und es war der erste Film mit Barbra Streisand, den ich gesehen habe.
@Akira, Monty Python; das Leben des Bryan, sowie Helge Schneider mit "Texas" sind schon intellektuell anspruchsvollere Filme, mit gewissem Niveau. Vor allem letzterer ist jedoch nur für absolute Helge-Fans, nicht Jedermann's Sache, weil eben bei Helge Schneider die Kunst und der Jazz im Vordergrund stehen, und die Gags nicht wie bei einer Sitcom am "Fließband" produziert wurden. Gedreht wurde übrigens in Elspe/Lennestadt, wo die Karl-May-Festspiele bzw. das Elspe-Festival stattfinden. In der Region Olpe/ Siegen. Voraussetzung ist ein spezielles Interesse am sehr individuellen eigenwilligen Künstler Helge Schneider, und seiner Crew, die aus Laien-Darstellern besteht, weil sie zum großen Teil aus seinem Bekannten-Kreis kamen, bzw. Anwohner in der Gegend, wo gedreht wurde. Die Heimat von Helge ist ja Mülheim (Ruhr)/Styrum. Aber das Improvisierte, Unprofessionelle ist von Helge Schneider bewusst gewollt, und von seinen Fans genauso gewollt und auch erwartet.

Zu Deiner Frage, Anti-Kriegsfilme, Wieso? Diese Kriegsfilme schaut man ja aus mehreren Motivationen heraus. Bildung, als Anti-Kriegsfilm, oder, im Gegenteil, wenn man dem Militär offen gegenüber ist, oder man sogar Interesse am Militär hat. Die Motive sind halt bei den Zuschauern sehr differenziert. Aber Deine Frage zielt wohl eher darauf ab, daß Du die genannten Filme als nicht gut gemacht siehst. Also war die Umsetzung der Filme nicht optimal, zumindest in Deinen Augen, wenn ich das jetzt richtig interpretiere. Ich kann dazu nicht wirklich was sagen, da es Ewigkeiten her ist, bestimmt 30 Jahre, daß ich die Filme gesehen habe.

Zu den Filmen, was ich drüber weiß, auch über die Hintergründe:
Im Westen nichts Neues: Dieser Spruch entstammt dem Ersten Weltkrieg. Deutsche und Franzosen zermürbten sich 4 Jahre in einem zähen Stellungskrieg, der keiner von beiden Seiten Vorteile im Krieg verschaffte. Für keine Kriegspartei ging etwas vorwärts, nichts änderte sich, bis auf einen Punkt: Sehr viele, Millionen Menschen starben.

Die Brücke, damit meinst Du den alten Film "Die Brücke von Arnheim"? Oder? (Arnhem liegt ja in Holland am Rhein, und Briten wie Amerikaner wollten im Zweiten Weltkrieg die Rheinbrücke in ihre Gewalt bringen, und von den Nazis befreien. Die Brücke hatte militärisch und strategisch eine wichtige Bedeutung, z. B. um die Panzer über den Rhein zu transportieren, für beide Seiten. Oder meintest Du die Brücke von Remagen? Auch hier, ähnliche, vergleichbare Ausgangslage. In Remagen am Rhein sprengten die Nazis die Brücke, oder versuchten dies, letztendlich hatten die Amerikaner jedoch Luftlande-Einheiten und Penton-Brücken. Den alten Film über die Brücke von Remagen gab es ebenfalls, den Film fand ich allerdings gut umgesetzt.

Ist was, Doc? Mit Barbara Streisand, ja der war lustig, kenne ich aus meiner Kindheit. Er zu ihr ( Barbra Streisand) während einer Verfolgungsjagd im Auto: " Wo haben Sie denn fahren gelernt? Wie lange fahren Sie denn schon?" Darauf meint sie (Barbara Streisand) ganz trocken:" Ist das erste Mal." Einfach köstlich. Der ganze Film ist sehenswert, dem kann ich zustimmen.

Weitere Filme:

Die Katze aus dem Weltraum, USA 1977/1978
Original: The Cat from Outer-Space

Eine kurze Szene aus dem Film: https://youtu.be/vE1fH9LjM_s

Eine Parodie auf die damaligen aufkommenden Filme mit der Thematik um Ausserirdische Besucher auf der Erde. Diese Katze, die aus einem Ufo gestiegen war, hat ein magisches Halsband, daß dem Kater Intelligenz verleiht, und dem Kater Jake ermöglicht, mit Menschen zu sprechen. Er sucht sich einen vertrauenswürdigen Soldaten als Menschlichen Freund aus, denn, die US-Army hat das Ufo beschlagnahmt. Jetzt müssen die beiden speziellen Freunde sich Zutritt zu dem Armee-Stützpunkt verschaffen, damit Kater Jake mit seinem Ufo zurück zu seinem Heimat-Planeten flüchten kann. Schmalspur-Film, nicht wirklich witzig, mehr Kindheitserinnerungen, weil meine Mutter den Film damals Anfang der Neunziger sehen wollte. Ich habe bei YouTube nochmal reingeschaut. Muss man nicht unbedingt gesehen haben. Wenn man aber wirklich nichts besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß, kann man sich davon berieseln lassen. Gibt aber bessere Filme aller Genres, die ich dem Film vorziehen würde.

Noch ein weiterer sehenswerter Film:
Kenny, im Original: "The Kid Brother", eine Amerikanisch/Japanische/Kanadische Koproduktion von 1986/1987, der preisgekrönt wurde.

Anfangs-Szene: https://youtu.be/OTBWALw6bwk

Der damalige Junge Kenny Easterday, (bereits verstorben), aus den USA ist ohne Beine aufgewachsen. Er wusste sich aber zu helfen, da er auf seinen Händen lief, oder sein Skateboard benutzte. Seine Eltern waren einfache Arbeiter. Seine älteren Geschwister, Bruder und Schwester, mussten sich zusätzlich für Kenny da sein, und Eifersüchte und gewöhnlich familientypische Alltags-Dinge wurden auch thematisiert, die sich teilweise von einer normalen Familie kaum unterschieden. Der Schulalltag von Kenny wurde gezeigt, auch das Kenny an Sportwettberwerben ähnlich der Bundesjugendspiele teilnehmen konnte, z. B. Staffellauf. Ein Reporter aus Frankreich oder Quebec besuchte Kenny und seine Familie, und wollte eine Reportage über Kenny und sein Leben, Alttag und Familie erstellen. Auch die erste Liebe war unter den Geschwistern ein Thema. Kenny riss aus, und trampte nach Pittsburgh, zur größeren Schwester. Hinterher gab's dann aber ein Happy End, die Familie war wieder vereint. Der Film ist sehr anschaulich, wie ein klassischer Film gestaltet, sehenswert. Basiert auf dem realen Leben von Kenny Easterday. Der Film war zu Anfang in den Kinos gezeigt worden. Gehört zu den Kult-Filmen der Achtziger.

Geändert von Hannoveraner (23.05.2022 um 08:53 Uhr).
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