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Alt 11.08.2022, 00:48   #1
Kiez Richards
King of Korn Style
 
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Inzwischen dürfte auch beim letzten Wrestling-Fan angekommen sein, dass Vince McMahon Firmengelder in Millionenhöhe ausgegeben haben soll, ohne dies in der Bilanz angegeben zu haben. Zudem deckt sich die Summe zufälligerweise mit den Summen, die diverse Frauen bekommen haben, um Vince nicht zu verklagen. Bisher hatte das interne Gremium, das gegen Vince ermittelt, 14,6 Millionen Dollar aufgedeckt, die fehlen. Am Dienstag nun wurde bekannt, dass sich weitere Ausgaben in Höhe von 5 Millionen Dollar nicht in der Bilanz finden lassen, womit der Gesamtbetrag auf 19,6 Millionen angewachsen ist. Vince hat inzwischen die Konsequenzen gezogen und ist von allen Ämtern zurückgetreten, vermutlich um seinem Lebenswerk WWE nicht weiter zu schaden.

Natürlich kamen Spekulationen auf, ob Vince nicht vielleicht doch noch von seiner Couch aus heimlich die Fäden zieht, aber laut dem Pro Wrestling Insider habe Vince nichts mehr mit WWE zu tun, abgesehen davon, dass er die Mehrheit der Aktien hält. Seit er seinen Rücktritt öffentlich machte, sei er nicht mehr im Headquarter in Stamford gesehen worden und er habe auch an keinen Meetings mehr teilgenommen. Abgesehen davon sei es auch illegal, sollte er tatsächlich noch das Sagen haben, darum würde dies eines Tages rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, die wiederum WWE in ein schlechtes Licht rücken würden, was er ja neuerdings zu verhindern versuche. Wäre es noch ein Familienunternehmen, wäre es vielleicht sogar möglich, doch als Aktiengesellschaft mit Co-CEO Nick Khan und einem Board of Directors sei es unmöglich, dass Vince noch irgendwelche Entscheidungen treffen darf.

Inzwischen wurde übrigens auch sein langjähriger Freund und Wegbegleiter John Laurinaitis gefeuert, der in die Veruntreuung verwickelt sein soll. In den internen Berichten wurde zudem der Vorwurf geäußert, dass Vince Laurinaitis einige Frauen "wie Spielzeug" angeboten habe. Es galt als offenes Geheimnis, dass Laurinaitis mit dem Rücktritt von Vince die Company bald verlassen muss. Bis heute gilt er noch offiziell als angestellt, auch wenn schon Berichte aufkamen, dass sein Diensthandy und seine Email-Adresse abgemeldet wurden. Nun wurde bekannt, dass er vor einer Woche seine Sachen packen musste. Offiziell wird dies wohl erst am Ende der Ermittlungen bekanntgegeben. Laut den Kollegen von Fightful würden sich die meisten darüber freuen, nicht mehr mit ihm arbeiten zu müssen. Er galt noch nie als der Beliebteste und eine Quelle soll ihn sogar als "größte Schlange im Business" bezeichnet haben.

Dass auch Produzent Kevin Dunn bald gefeuert wird, ist nach derzeitigen Erkenntnissen nur ein Gerücht. Einige gingen davon aus, dass Dunn, der fast 40 Jahre an der Seite von Vince arbeitete, seinem alten Freund in den Ruhestand folgen wird. Dunn taucht allerdings nicht auf der internen "Termination List" auf und es wird davon ausgegangen, dass er noch mindestens ein bis zwei Jahre seinen Job ausüben wird. Triple H nannte Dunn zudem explizit als wichtigen Faktor dafür, die Aufgabe zu meistern, WWE nach dem Abgang von Vince am Laufen zu halten. Laut Fightful sei einer der Gründe, dass es schlicht keinen vernünftigen Nachfolger gebe. Einige Wrestler sollen der Meinung sein, dass Dunns TV-Produktion nicht mehr zeitgemäß sei und der Darstellung ihrer Arbeit im Ring sogar schaden würde.
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