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Alt 04.01.2022, 09:21   #23564
Humppathetic
Genickbruch
 
Registriert seit: 20.12.2005
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Ich mach's mal kurz. Sich ein bisschen lustig zu machen, finde ich völlig ok. Diese herablassende Art aber ist mir zuwider, und sie ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal des Herrn. Auf Youtube tummelt sich ein Haufen solcher Kritiker. Die haben auch die meisten Klicks. Leute wie Fanboyflicks, der respektvoller mit der jeweiligen Thematik umgeht (bspw. hat er auch die neue Star Wars-Trilogie auseinandergenommen, aber halt konstruktiv), haben signifikant weniger. Diese Kultur des Verreißens finde ich persönlich nicht nur unangenehm, weil sie wie eine selbstgefällige Lobhudelei von Negativität wirkt, sondern auch respektlos, anstrengend und billig. Ich selbst verreiße grundsätzlich keine Metalalben auf Bleeding4Metal. Mag ich nicht, finde ich toxisch. Und das schreibe ich als jemand, der die neuen Star Wars-Filme auch nicht sonderlich mag. Und ich bin, wie allenthalben bekannt ist, jemand, der das Marvel Cinematic Universe fast komplett ausblendet. Das sind für mich Fließbandproduktionen ohne Seele, ohne Respekt vor dem Zuschauer und ohne Fokus auf den eigenen Inhalt. Da geht's in meinen Augen wirklich nur noch um Kohle. Nichts hat Konsequenzen, es gibt immer wieder was Neues. Deswegen gucke ich die Filme nicht mehr. Jeder andere soll sie schauen, wenn er sie mag. Gönne ich denen. Ergo bin ich in Ansätzen sogar beim Critical Drinker. Aber heißt das wirklich, dass heutige Blockbuster grundsätzlich Müll sind? "Edge of Tomorrow" war ein guter Blockbuster. "Interstellar" war ein großartiger. Und früher gab es genauso Müll.

Aber wenn dir der Drinker gefällt, will ich's dir nicht madig machen. Ich brauche so jemanden nicht in meinem wie auch immer gearteten Leben. Ich bin - bei aller Kritik, die ich an Filmen oder sonstwas übe - lieber positiv.
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How many zombies could Rob Zombie rob, if Rob Zombie would rob zombies?
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