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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

September 1936: Drei Wrestler brechen auf in Richtung Westen
Drei Wrestler brechen auf in Richtung Westen
Erschienen im: Ring Magazine, September 1936
Autor: Jack Curley


Drei Todesfälle berühmter Wrestler innerhalb von nur zwei Wochen straft diejenigen Lügen, die diesen noblen Sport geringschätzen, welcher die Jahrzehnte überdauert hat um stärker als je zuvor zu werden. Ich weiß nicht, wann ich mich jemals schlechter gefühlt hätte, angesichts des Todes von Freunden.

Es gibt eine alte Redensweisheit – und diese scheint der Wahrheit sogar nahezukommen – dass sowohl der guten, als auch der schlechten Dinge drei sind. Zuerst kam das Ableben von Steve Znoski, ein jovialer Kumpel von polnischer Abstammung, der in Connecticut geboren worden war. Dann schlug der Tod in Rochester, Minnesota, bei Jim Browning zu, einem ehemaligen World Champion, der sowohl einer der größten Wrestler als auch einer der großartigsten Männer war, die jemals gelebt haben. Der Höhepunkt in dieser Dreieinigkeit des Todes kam schließlich mit dem tragischen Ende des Veterans Mike Romano, der in einem Ring in Washington DC starb.

Sowohl Znoski als auch Romano waren in meinem Büro kurz bevor sie starben. Mike, ein Italiener und genauso loyal, wie diese sind, besuchte mich am Nachmittag des Vortages seines Todes. Er schien niemals glücklicher in seinem Leben, war enthusiastisch über die Aussicht, Dave Levin zu treffen, den neuen World Champion. Außerdem war er glücklich darüber gewesen, ein paar Tage zuvor einen kirchlichen Orden erhalten zu haben.

Ich nehme an, Mike starb wie er es sich gewünscht hätte – "in seinen Schuhen", wie wir im Westen zu sagen pflegen, oder anders gesagt: "in action". Mike hatte ins Wrestling stets seine größten Bemühungen gesteckt. Er war stolz auf die Tatsache, ein Wrestler zu sein.

In Zeiten, als er gegen Ed Lewis und andere Größen im Westen angetreten war, war er einer derjenigen, die an die 20.000 Leute anlocken konnten. Mike war ein Mann von untadeligem Lebenswandel, aber die Anstrengung, drei oder vier Mal pro Woche über fünfzehn Jahre in den Ring zu steigen musste sein tapferes Herz bis zum Zusammenbruch erschöpft haben.

Steve Znoski schlafwandelte oder befand sich in einem Delirium, als er in New York aus dem Fenster seines Hotelzimmers stürzte und acht Meter in die Tiefe fiel. Die Ärzte, die ihn behandelten erklärten, dass er sich bei dem Sturz nicht verletzt hatte, und zwei Abende später stand er wieder im Ring – nur um sich eine Entzündung des Rückenmarks einzufangen, möglicherweise als eine Folge des Sturzes.

Nur ein paar Wochen zuvor war ein anderer Wrestler, Jim Kendrick, an derselben Erkrankung gestorben – und auch er stand zwei oder drei Tage zuvor noch im Ring, bevor die Krankheit zuschlug.

Brownings Krankheit zog sich über einige Monate hin. Briefe von seiner Farm in Vernon, Montana, gaben Kunde darüber, wie sein Körpergewicht von über 100 auf nur mehr 63 Kilo fiel. Ein Krankenwagen brachte ihn den weiten Weg nach Rochester, Montana, wo er von den berühmten Mayo-Brüdern operiert werden sollte, aber die lange Krankheit hatte ihn so geschwächt, dass er die Operation nicht überstand.

Das letzte Jahr hat eine Reihe von Todesfällen von guten Wrestlern gesehen - Jack Shimkus, Charlie Hansen, Jack Hurley, Cowboy Russell und noch einige andere, an deren Namen ich mich nicht erinnere, haben ihre Reise über den Jordan angetreten. Während der letzten sechs Monate haben zwei unserer besten Promoter, Joe Toots Mondt and Paul Bowser, schwerwiegende Operationen überstanden. Und Dutzende Wrestler verletzten sich schwer und fielen über Wochen aus.

Wrestler geben alles um die Öffentlichkeit zu unterhalten und zu amüsieren. Sie versuchen stets, den Fans für deren Geld ihr Allerbestes zu geben - und sie sind bekannt für den Umstand, dass sie genauso hart für zehn Dollar arbeiten als sie es für zehntausend tun würden.

Wrestler stecken stoisch alle Angriffe gegen diesen Sport ein, die viel öfter ungerechtfertigt als gerechtfertigt sind, ohne auch nur einen Ton der Klage. Und wenn der Tod im Ring kommt, so wie im Fall von Mike Romano, dann ist das ein stummes Zeugnis, dass sie alle immer weitermachen – sogar bis zum bitteren Ende.

Man hört soviel über Betrügereien bei Wrestlingmatches. Ein ausreichender Beweis, dass Wrestler in diesen Sport alles hineinstecken, was sie besitzen, und dass sie ihr Äußerstes geben um den Fans etwas für ihr Geld zu bieten, ist die riesige Anzahl von Verletzungen, die diese Wrestler in Ausübung ihres Berufes erleiden und die Anzahl der Unglücke während der letzten vier Jahre. Der Durchschnittsfan schreit und buht angesichts eines Wrestlers, der nach Hoyle wrestlet, und somit sind diese Männer gezwungen, akrobatische Stunts zu zeigen und damit ihre Gesundheit zu riskieren, um die Zuschauerschaft zufriedenzustellen.
 
 
 
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