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UNGELESENE NEWS:
 

WWE: Goldberg spricht über Bret Hart und ihre Streitigkeiten, WWE sucht angeblich Partner in Mexiko und Puerto Rico, Chad Gable über Heelturn


von Dennis Zahl

Heute Abend beginnen wir den neuesten Newsblock mit einem kleinen Exkurs in der Geschichte des Wrestlings. Wir schreiben den 19. Dezember 1999 und seitens World Championship Wrestling veranstaltete man mit "Starrcade" den letzten PPV des Jahres. Im dortigen Main Event trafen mit Bret Hart und Goldberg zwei große Namen aufeinander, wobei das Match für Hart schwerwiegende Folgen haben sollte. Nach einem missglückten Tritt gegen den Kopf erlitt Hart eine Gehirnerschütterung, welche schlussendlich mit zu seinem vorzeitigen Karriereende führen sollte. Hart ließ seitdem nicht gerade wenige Interviews aus, um sich über jene Szene und vor allem über seinen Kontrahenten Goldberg zu beschweren, den er für seine Verletzung und das Ende der Karriere verantwortlich macht. Goldberg selbst war bei der neuesten Folge des "Busted Open Radio" zu Gast, um dort über die aktuelle Dokumentation "Who Killed WCW" zu sprechen, wobei auch Bret Hart Bestandteil der Show wurde. Goldberg sprach darüber, dass ihn die Situation sehr traurig machen würde und es niemals seine Absicht gewesen sei, einen Gegner zu verletzen oder etwas Böses zu wünschen. Der Unfall der zum Karriereende von einem der Besten führte sei einfach scheiße und er möchte auch gar nicht, dass man ihn verstehen solle, aber er würde sich wünschen, dass man ihn diesbezüglich einfach endlich in Ruhe lässt. In Richtung Bret sagte dann noch, dass er ihn lieben würde, aber er solle nicht mehr so ein Arschloch sein und endlich erwachsen werden. Bully Ray fragte Goldberg dann noch, was passieren würde, wenn die zwei heute zur gleichen Zeit am gleichen Ort wären. Goldberg antwortete darauf, dass er früher immer gesagt habe, dass er Hart umbringen würde, aber natürlich könne er das nicht tun. Er wiederholte die Tatsache, dass er Hart eigentlich lieben würde, zudem sei Hart eine Ikone. Dennoch solle er endlich über die Sache darüber wegkommen, denn es tue ihm leid. Als Mensch sei Goldberg einfach traurig darüber, dass Bret dieses Kapitel nicht endgültig abschließen könne.

Jordynne Grace bei WWE, Tatum Paxley wiederum bei Total Nonstop Action Wrestling, IYO SKY bei Marigold oder AJ Styles bei Pro Wrestling NOAH. Derzeit gibt es immer mehr Zusammenarbeit zwischen World Wrestling Entertainment und anderen Promotions. Wenn man den Informationen von "Lucha Libre Online" Glauben schenken darf, so ist man seitens WWE derzeit darum bemüht, auch in Mexiko und Puerto Rico Allianzen aufzubauen. Namen von bestimmten Promotions wurden zwar nicht genannt, aber angeblich habe man schon mehrere Gespräche in beiden Ländern mit potenziellen Partnern geführt.

Vor wenigen Tagen war Chad Gable bei "Gorilla Position" zu Gast und sprach dort über seinen Heelturn. So hatte er um WrestleMania herum das Gefühl, dass sein Run als Face zu Ende sei, insbesondere nachdem er gegen Gunther und Sami Zayn den Kürzeren ziehen musste. Die Show in Montréal - gemeint ist RAW #1612 - war dann der perfekte Zeitpunkt, ihn zum Heel zu turnen. Inzwischen ist Gable nach den neuesten Entwicklungen allerdings alleine unterwegs, nachdem Otis endgültig genug hatte und zusammen mit Akira Tozawa und Maxxine Dupri sich gegen seinen Anführer stellte. Zudem darf man gespannt sein, wie es mit Gable weitergehen wird, wurde er am Montag Opfer der neuen Gruppierung Wyatt Sicks.


Benutzerkommentare auf dem Boardhell
DeadPoet
19.06.2024, 22:13 Uhr
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Ja fiese Geschichte mit Hart und Goldberg, tatsächlich wäre es aber besser, wenn er darüber hinwegkommen würde, das würde ihn gedanklich nur kaputt machen. Es war nun mal keine Absicht.
Landnani
19.06.2024, 22:19 Uhr
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Ich finde sowohl Harts als auch Goldbergs Aussagen übereinander schräg. Aber in dem Punkt stimme ich zu. Ich würde Bret wünschen, dass er aus seinem negativen Geist rauskommt. Ist schon absurd. Shawn Michaels und Triple H, die damals kolossale Arschlöcher waren, sind nun positive Menschen, erfolgreich und haben einen guten Einfluss auf das Business, während er scheinbar noch immer leidet.
Der Landknecht
19.06.2024, 23:11 Uhr
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Zitat:
Ich finde sowohl Harts als auch Goldbergs Aussagen übereinander schräg. Aber in dem Punkt stimme ich zu. Ich würde Bret wünschen, dass er aus seinem negativen Geist rauskommt. Ist schon absurd. Shawn Michaels und Triple H, die damals kolossale Arschlöcher waren, sind nun positive Menschen, erfolgreich und haben einen guten Einfluss auf das Business, während er scheinbar noch immer leidet.
 


Wobei es mir schwerfällt, Hart hier einen Vorwurf zu machen. Er hatte so eine großartige Karriere, aber in jedem beknackten Interview wird er auf den Montreal Screwjob und/oder auf den Kick von Goldberg angesprochen. Klar klingst du negativ, wenn du darauf jedes Mal antwortest und dabei ehrlich bist. Vielleicht sollte er bei der nächsten Frage zu den Themen einfach "ich verweise auf frühere Interviews" antworten.
Paul Heyman Guy
20.06.2024, 0:38 Uhr
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In einer Live Show wo Fans Bret Fragen stellen konnte, nannte Bret Bill zwar einen spitzen Typen und er respektiere ihn aber er war halt der Typ der ihm das ganze Leben vermasselt hat. Da sieht einfach noch sehr viel Schmerz in Bret. Und in einem anderen Live Show da war er wegen Bill noch mehr im Shoot Modus. Ich kann mir nicht vorstellen das es Frieden da von Seiten Bret gibt.
Benshaw
20.06.2024, 8:16 Uhr
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Nun...man darf halt auch nicht vergessen was das mental mit einem macht. Und wie es Der Landknecht schon schrieb: Bret wird kaum noch mit großartigen Matches und Momenten der Wrestling-Welt definiert, sondern gerade bei jüngeren Fans (sofern sie ihn überhaupt noch kennen) als "Verlierer" des Montreal Screwjobs und der Typ der wegen einem Kick gegen den Kopf seine Karriere beenden musste. Das macht ja zusätzlich was mit einem. Ja, wünschenswert wäre es, wenn er seinen Frieden finden könnte...aber wenn er es nach über 20 Jahren nicht kann, mag ich bezweifeln, dass er den noch finden wird.
Landnani
20.06.2024, 8:24 Uhr
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Zitat:
Wobei es mir schwerfällt, Hart hier einen Vorwurf zu machen. Er hatte so eine großartige Karriere, aber in jedem beknackten Interview wird er auf den Montreal Screwjob und/oder auf den Kick von Goldberg angesprochen. Klar klingst du negativ, wenn du darauf jedes Mal antwortest und dabei ehrlich bist. Vielleicht sollte er bei der nächsten Frage zu den Themen einfach "ich verweise auf frühere Interviews" antworten.
 


Geht mir gar nicht darum, ob und was er darauf antwortet, sondern wie. Da schwingen stets dunkle Gefühle mit. Und die loszulassen wäre das Beste, was er für sich (!) tun könnte.
Der Landknecht
20.06.2024, 9:10 Uhr
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Zitat:
Geht mir gar nicht darum, ob und was er darauf antwortet, sondern wie. Da schwingen stets dunkle Gefühle mit. Und die loszulassen wäre das Beste, was er für sich (!) tun könnte.
 


Stimmt sicherlich. Und ich denke, dass es, um seine, wie du schreibst, dunklen Gefühle loszulassen, äußerst hilfreich wäre, über dieses Thema vielleicht nicht mehr zu sprechen. Normalerweise hilft es einem ja, über problematische Aspekte des eigenen Lebens zu reden - nicht umsonst gibt es Gesprächstherapien -, aber ich glaube, man kann ganz gegenteilig Dinge durch ständige Konversation auch verschlimmern. Ich selbst kenne beispielsweise leider genügend Personen, zu fast 100% Frauen, denen in ihrer Vergangenheit sexuelle Gewalt widerfuhr. Und diese Frauen sprechen das höchstens einmal an, um Parameter für die Interaktion zu setzen, und ansonsten werden diese Themen ausgespart*, und ich bemühe mich auch redlich, diese Frauen nicht auch noch unabsichtlich oder gar unbedacht zu triggern. Die Freundin meines besten Freundes zum Beispiel ist so ein Fall. Wenn wir am Ende des gelegentlichen Trinkgelages noch einen Film gucken, achte ich penibel darauf, nichts anzumachen, was eventuelle negative Gefühle provozieren könnte.

*Ob sie darüber mit etwaigen Therapeuten weiterhin im Gespräch sind, entzieht sich indes meiner Kenntnis und geht mich sehr offensichtlich auch gar nichts an.
Landnani
20.06.2024, 15:20 Uhr
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Zitat:
Stimmt sicherlich. Und ich denke, dass es, um seine, wie du schreibst, dunklen Gefühle loszulassen, äußerst hilfreich wäre, über dieses Thema vielleicht nicht mehr zu sprechen. Normalerweise hilft es einem ja, über problematische Aspekte des eigenen Lebens zu reden - nicht umsonst gibt es Gesprächstherapien -, aber ich glaube, man kann ganz gegenteilig Dinge durch ständige Konversation auch verschlimmern.
 


Es geht immer um das "Wie".
Man kann über ein Trigger-Thema reden, aber durch einen vergebenden oder verständnisvollen Blick auf die "Feinde" bzw. Täter die Wirkung komplett ändern.
Man kann dunkle Gefühle zulassen, aber sich in eine beobachtende Rolle versetzen und sich an die Ursache der Dunkelheit herantasten.
Es gibt viele Herangehensweise, um an der eigenen psychischen Gesundheit zu arbeiten bzw. traumatisierende Erfahrungen in der Vergangenheit im eigenen Gehirn neu zu verknüpfen.


Zitat:
Ich selbst kenne beispielsweise leider genügend Personen, zu fast 100% Frauen, denen in ihrer Vergangenheit sexuelle Gewalt widerfuhr. Und diese Frauen sprechen das höchstens einmal an, um Parameter für die Interaktion zu setzen, und ansonsten werden diese Themen ausgespart*, und ich bemühe mich auch redlich, diese Frauen nicht auch noch unabsichtlich oder gar unbedacht zu triggern. Die Freundin meines besten Freundes zum Beispiel ist so ein Fall. Wenn wir am Ende des gelegentlichen Trinkgelages noch einen Film gucken, achte ich penibel darauf, nichts anzumachen, was eventuelle negative Gefühle provozieren könnte.

*Ob sie darüber mit etwaigen Therapeuten weiterhin im Gespräch sind, entzieht sich indes meiner Kenntnis und geht mich sehr offensichtlich auch gar nichts an.
 


Sexuelle Übergriffe sind leider ein ziemlich häufiges psychisches Trauma. Ich habe dafür schon seit jeher großes Mitgefühl und kenne in meinem persönlichen Umfeld auch mehrere Fäll. Aber es ist gerade gefährlich, das Thema zu tabuisieren, weil es jemanden verletzt. Das entmächtig die Opfer nur noch weiter.

Daher würde ich mir - für die Opfer - wünschen, dass jede betroffene Person an einer Aufarbeitung arbeitet. Sonst zerstört das langfristig die Psyche und irgendwann auch den Körper.

Bei sexuellem Missbrauch fallen mir dazu sofort zwei zentrale Punkte ein, die im ersten Affekt schmerzhaft klingen, aber mE notwendig zur Heilung sind:

(1) Absolute Offenheit:
Opfer sollten viel Raum bekommen (und trotz Schmerz sich dazu vortasten) die Details des Übergriffs mit anderen zu thematisieren. Das Unterbewusste muss ins Bewusste, um veränderbar zu werden. Scham muss durch einen natürlichen Umgang mit dem Thema verschwinden.

(2) [TRIGGERWARNUNG: bitte nur lesen, wenn bereit für schmerzhafte Erkenntnisse ist] Übernahme Verantwortung:
Irgendwelche Arschlöcher geben ja den Opfern gern die Schuld für den Missbrauch (ideologischer Glaubenssatz: "wer einen kurzen Rock trägt, schreit ja quasi danach vergewaltigt zu werden"). Andere gutmeinende Menschen sagen "das ist Schuld des Täters". Beides (!) ist toxisch für das Opfer eines Traumas bzw. einer Gewalttat.
Wenn einem Mensch schlimme Dinge passieren, dann ist das immer auch die Folge eigener Entscheidung. Oft kennt man nicht die Folgen der Entscheidungen oder wünscht sich andere Ereignisse. Trotzdem hat man selbst in seinem Leben in einer Weise gehandelt, dass es einen in bestimmte Lagen gebracht hat. Vergewaltigungsopfer oder auch Opfer körperlicher Gewalt ziehen beispielsweise unbewusst die Wiederholung von Angriffen gegen sich an. Das heißt nicht, dass sie es wollen oder dass sie es verdienen. Aber in ihnen (!) passieren Dinge, die dafür verantwortlich sind oder zumindest Dynamiken in die für sie schädliche Richtung bewegen.
Ich finde es wichtig, dass sich jeder Mensch darüber bewusst ist. Nicht, um ihnen die Schuld dafür zu geben, dass sie vergewaltigt oder verprügelt oder Opfer eines Mörders oder vom Bus überfahren werden. Sondern, weil man die Opfer endgültig zu Opfern macht, wenn man ihnen die Selbstermächtigung entzieht. Sobald ein Mensch den Glaubenssatz entwickelt, dass er/sie keine Macht über das eigene Schicksal hat(te), bricht dieser Mensch und verwandelt sich in einen emotionalen Krüppel.
Im Falle eines Vergewaltigungsopfers bedeutet es, über die Transformation vom Unbewussten ins Bewussten die Kontrolle über sich selbst zurückzugewinnen, die es durch die Erfahrung und Stigmatisierung als "Opfer" eines sexuellen Übergriffs zu verlieren glaubt. Dann öffnet sich eine Wahl: Sehe ich das Verbrechen an mich als eine Herausforderung? Ist es passiert, damit ich als Mensch wachse? Ist es passiert, damit ich künftig vorbereitet bin und beim nächsten Mal denjenigen, der mir das antut, töte? Lerne ich daraus alles, was mir widerfährt mit Würde auf MEINE Art anzugehen?

Dazu einige Beispiele:
- Eine Bekannte von mir wurde in ihrem Leben mehrfach vergewaltigt. Das erste Mal als Kind, aus dem Familienumfeld. Irgendwann hat sie sich in einer Tiefgarage gewehrt und ist entkommen. Sie hat den Mut gefunden, die Polizei zu informieren. Dank ihres Hinweises hat die Polizei den Täter erwischt und damit einen Serienvergewaltiger von der Straße geholt. Für meine Bekannte begann damit ein Weg, in dem sie mehr Verantwortung für sich übernimmt.
- Eine andere Bekannte hat als Kind sexuelle Übergriffe erlebt, die abnahmen, nachdem sie übergewichtig wurde. Weshalb sie noch übergewichtiger wurde. Sie machte sich also selbst krank, um weniger attraktiv für Vergewaltiger zu sein. Zwar eine aktive Handlung, aber gegen sich selbst gerichtet und eher unterbewusst, mit Tendenz Selbstablehnung.
- Eine Künsterin, die ich sehr schätze (Amanda Palmer), redet seit Jahren sehr offen und mit Fokus auf Empathie über die Dynamik von Vergewaltigungen. Sie selbst wurde mehrmals vergewaltigt und ist in dem Thema inzwischen Aktivistin, wobei sie von beiden Seiten angefeindet wird. Eine Perspektive von ihr:
(es folgt Text, der Spoiler enthält und deshalb hier nicht angezeigt wird)
Pactser
21.06.2024, 6:12 Uhr
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Zitat:
Ich finde sowohl Harts als auch Goldbergs Aussagen übereinander schräg. Aber in dem Punkt stimme ich zu. Ich würde Bret wünschen, dass er aus seinem negativen Geist rauskommt. Ist schon absurd. Shawn Michaels und Triple H, die damals kolossale Arschlöcher waren, sind nun positive Menschen, erfolgreich und haben einen guten Einfluss auf das Business, während er scheinbar noch immer leidet.
 


Michaels und HHH haben ihre Karriere aber auch mehr oder weniger nach ihrem Willen und an einem Punkt verlassen, an dem es altersmäßig auch nicht mehr viel weitergegangen wäre. Die hatten 10-15 Jahre an der SPitze ihrer Liga. Bret hat halt nach dem Montreal Screwjob das Gefühl, auf dem Höhepunkt ausgebremst worden und nach dem eher unglücklichen Einstand bei WCW durch die Verletzung um Jahre des Ruhms betrogen worden zu sein. Er war gerade erst ganz an der Spitze angekommen und dann kamen gleich zwei heftige Nackenschläge, die ihm die Chance versaut haben, das richtig auszukosten. Natürlich tut er weder sich noch seinem Image mit dem Nachtreten einen Gefallen...aber er wird auch immer wieder drauf angesprochen und es ist einfach verdammt schwierig da wirklich loszulassen, wenn man diesen Job wirklich geliebt hat. Wenn man dann noch ohnehin einen eher verbissenen Charakter besitzt...
Der Landknecht
21.06.2024, 7:06 Uhr
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Zitat:
Sexuelle Übergriffe sind leider ein ziemlich häufiges psychisches Trauma. Ich habe dafür schon seit jeher großes Mitgefühl und kenne in meinem persönlichen Umfeld auch mehrere Fäll. Aber es ist gerade gefährlich, das Thema zu tabuisieren, weil es jemanden verletzt. Das entmächtig die Opfer nur noch weiter.
 


Völlig tabuisieren will ich das Thema natürlich auch nicht. Ich bin immer für ein Gespräch darüber offen. Aber ich werde nicht aus dem Nichts zum Beispiel einen Film, der etwaige, problematische Szenen enthält, anmachen und den einem Opfer völlig überraschend vor den Latz knallen, und ich werde auch nicht entscheiden, dass ein Opfer über die belastende Problematik zu reden hat - erst recht nicht, wenn dieser "Befehl" aus purem Egozentrismus resultiert. Wenn der Mensch das Thema besprechen möchte, bin ich gerne da. Wenn er kompetentere Menschen (beispielsweise Psychotherapeuten) dafür hat, dann ist das genauso gut. Und wenn die Person - momentan zumindest - nicht darüber reden will, habe ich das ebenfalls zu akzeptieren. Wäre ja noch schöner, wenn ich mich, nachdem sich der Person bereits jemand körperlich aufgedrängt hat, auch noch verbal aufdrängte und Grenzen nicht respektierte. Das wäre für mich dann Entmächtigung. Nicht, dass du das so gemeint hättest, jedoch fand ich, dass wir uns da gestern etwas missverstanden, weswegen ich das klären wollte.
Aber was du schreibst, stimmt natürlich auch. Wenn eine Person, die Opfer einer solchen Tat geworden ist, damit ihren Frieden gemacht hat und man als Freund/Bekannter/[bitte hier Peson einfügen] trotzdem einen Eiertanz veranstaltet, ist das genauso wenig hilfreich, wenngleich die Motivation dafür nachvollziehbar ist.

Zitat:
Irgendwelche Arschlöcher geben ja den Opfern gern die Schuld für den Missbrauch (ideologischer Glaubenssatz: "wer einen kurzen Rock trägt, schreit ja quasi danach vergewaltigt zu werden")
 


Habe ich selbst zum Glück noch nie in persona erlebt, aber auf einem Profil im Internet las ich das mal. Hätte mich fast dazu geäußert, aber das Profil an sich zeigte den mangelnden Intellekt der Person, weswegen mir die Zeit dafür zu schade war. Im Übrigen vollführt diese Behauptung nicht nur eine Täter-Opfer-Umkehr, sie ist erwiesenermaßen faktisch inkorrekt. Aber Fakten ... was bedeuten die schon?
Landnani
21.06.2024, 11:36 Uhr
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Zitat:
Michaels und HHH haben ihre Karriere aber auch mehr oder weniger nach ihrem Willen und an einem Punkt verlassen, an dem es altersmäßig auch nicht mehr viel weitergegangen wäre. Die hatten 10-15 Jahre an der SPitze ihrer Liga. Bret hat halt nach dem Montreal Screwjob das Gefühl, auf dem Höhepunkt ausgebremst worden und nach dem eher unglücklichen Einstand bei WCW durch die Verletzung um Jahre des Ruhms betrogen worden zu sein. Er war gerade erst ganz an der Spitze angekommen und dann kamen gleich zwei heftige Nackenschläge, die ihm die Chance versaut haben, das richtig auszukosten. Natürlich tut er weder sich noch seinem Image mit dem Nachtreten einen Gefallen...aber er wird auch immer wieder drauf angesprochen und es ist einfach verdammt schwierig da wirklich loszulassen, wenn man diesen Job wirklich geliebt hat. Wenn man dann noch ohnehin einen eher verbissenen Charakter besitzt...
 


Shawn hat sich an der Spitze seiner Karriere ebenfalls ausgebremst. Und Bret kam immerhin weit genug, so dass er bis heute einer der größten Stars aller Zeiten ist.

Ich glaube, es ist mehr eine Mischung der wirklich brutalen Nackenschläge. Sein Karriereziehvater Vince hat ihn betrogen, das Klima bei WCW war mies, die Verletzung + Schlaganfall so unnötig und vor allem auch der tragische Tod von Owen. Das sind wirklich viele Schicksalsschläge für jemanden, der sich jahrzehntelang aufgeopfert hat und immer "das Beste" tun wollte.

Aber es hilft nichts, über die Berechtigung der Schicksalsschläge zu grübeln. Wenn man im Schmerz der Vergangenheit bleibt bzw. sich nicht wieder in bessere Sphären erhebt, ist man ja letztlich selbst derjenige, der leidet.


Zitat:
Völlig tabuisieren will ich das Thema natürlich auch nicht. Ich bin immer für ein Gespräch darüber offen. Aber ich werde nicht aus dem Nichts zum Beispiel einen Film, der etwaige, problematische Szenen enthält, anmachen und den einem Opfer völlig überraschend vor den Latz knallen, und ich werde auch nicht entscheiden, dass ein Opfer über die belastende Problematik zu reden hat - erst recht nicht, wenn dieser "Befehl" aus purem Egozentrismus resultiert. Wenn der Mensch das Thema besprechen möchte, bin ich gerne da. Wenn er kompetentere Menschen (beispielsweise Psychotherapeuten) dafür hat, dann ist das genauso gut. Und wenn die Person - momentan zumindest - nicht darüber reden will, habe ich das ebenfalls zu akzeptieren. Wäre ja noch schöner, wenn ich mich, nachdem sich der Person bereits jemand körperlich aufgedrängt hat, auch noch verbal aufdrängte und Grenzen nicht respektierte. Das wäre für mich dann Entmächtigung. Nicht, dass du das so gemeint hättest, jedoch fand ich, dass wir uns da gestern etwas missverstanden, weswegen ich das klären wollte.
Aber was du schreibst, stimmt natürlich auch. Wenn eine Person, die Opfer einer solchen Tat geworden ist, damit ihren Frieden gemacht hat und man als Freund/Bekannter/[bitte hier Peson einfügen] trotzdem einen Eiertanz veranstaltet, ist das genauso wenig hilfreich, wenngleich die Motivation dafür nachvollziehbar ist.
 


Natürlich nicht. Dazu wollte ich auch definitiv nicht anregen.
Ich würde das Thema auch grundsätzlich NICHT aufgreifen, sofern die/der Betroffene dazu nicht Einverständnis äußert. Dafür gibt es Formulierungen wie: "Kann ich Dich zum Thema XYZ etwas fragen?" oder "Hast Du gerade Kapazitäten, dass ich Dir ein persönliches Feedback gebe?".

Auch inhaltlich sind das Themen, wo es (gerade am Anfang) eine professionelle Betreuung braucht. Den Raum kann ich als Laie gar nicht halten.
Dennoch ist es wichtig, dass man als mit der Betroffenen persönlich verbundene Person das Thema nicht totschweigt, sondern unterstützt und enttabuisiert. - Wie genau, das hängt stark von der Art der Bindung und Umständen ab. Aber ganz allein kommen nur sehr wenige aus ihrem Trauma heraus. Die meisten, die aus ihrem Umfeld keine (sanfte) Unterstützung erfahren, drücken es ins Unterbewusstsein, werden unglücklich, werden kranken und sterben zu früh.


Zitat:
Habe ich selbst zum Glück noch nie in persona erlebt, aber auf einem Profil im Internet las ich das mal. Hätte mich fast dazu geäußert, aber das Profil an sich zeigte den mangelnden Intellekt der Person, weswegen mir die Zeit dafür zu schade war. Im Übrigen vollführt diese Behauptung nicht nur eine Täter-Opfer-Umkehr, sie ist erwiesenermaßen faktisch inkorrekt. Aber Fakten ... was bedeuten die schon?
 


Ähnliches habe ich schon häufiger gelesen und auch persönlich gehört. Und das auch nicht nur von verunsicherten Trollen im Internet, die noch nach ihrer Männlichkeit suchen.

Um so was geht es mir aber nicht. Ideologischer Frauenhass ist ein anderes Thema. Es geht mir darum, dass man aus einer analytischen Schuld-Frage unbedingt kein Täter-Opfer-Denken ableiten sollte, da Opfer-Rollen selbstentmächtigend und nur noch mehr Schaden anrichten.
Magmadrag
21.06.2024, 13:19 Uhr
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Bräuchte Bret da mal einen großen Event - oder sei es auch nur ein Raw - bei dem er sich im Ring vor Tausenden von Zuschauern mit Goldberg aussöhnen kann? Ich war ja mal ein riesengroßer Bret-Hart-Fan, nur wenn man ihn die letzten 10 - 20 Jahre hört, klingt das für mich so sehr nach Gejammer für Dinge, die sich nicht ändern lassen, daß er mich schon fast nervt.
Aber wenn ich dann bedenke, wie es Bret und Shawn geschafft haben, sich nach 15 Jahren oder so auszusöhnen und die alte Freundschaft wieder zu beleben, dann mache ich mir Gedanken, ob dergleichen nicht auch mit Billyboy möglich wäre, damit dieses leidliche Thema endlich abgehakt werden kann.
Landnani
21.06.2024, 14:02 Uhr
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Zitat:
Bräuchte Bret da mal einen großen Event - oder sei es auch nur ein Raw - bei dem er sich im Ring vor Tausenden von Zuschauern mit Goldberg aussöhnen kann? Ich war ja mal ein riesengroßer Bret-Hart-Fan, nur wenn man ihn die letzten 10 - 20 Jahre hört, klingt das für mich so sehr nach Gejammer für Dinge, die sich nicht ändern lassen, daß er mich schon fast nervt.
Aber wenn ich dann bedenke, wie es Bret und Shawn geschafft haben, sich nach 15 Jahren oder so auszusöhnen und die alte Freundschaft wieder zu beleben, dann mache ich mir Gedanken, ob dergleichen nicht auch mit Billyboy möglich wäre, damit dieses leidliche Thema endlich abgehakt werden kann.
 


Wenn es so leicht wäre, hätte er das sicher selbst schon längst hinbekommen. Man sollte grundsätzlich vorsichtig mit Mutmaßungen darüber sein, was anderen Menschen hilft.

Welche Probleme man in seinem Inneren hat und wie diese zu lösen sind, das kann niemand sonst beurteilen, als man selbst.
kuki83
21.06.2024, 20:28 Uhr
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Ich denke, dass Bret als Vollprofi sich schon bewusst ist, dass im Ring Unfälle passieren können. Sein Bruder Owen galt - wie er auch - als einer der besten und saubersten Wrestler überhaupt. Und dennoch brach er Stone Colds Nacken.

Bret ist sehr traditionell was das Wrestling angeht. ich denke, dass er einem "echten" Wrestler ala Malenko, Austin oder Taker viel eher verziehen hätte. Wenn er da denn überhaupt so sauer auf die wäre. Ja, selbst einem Nash oder Michaels hätte er glaub eher verziehen.

Nun war es aber Goldberg. Ein Typ, der das Wrestling nie wirklich ernst genommen geschweige denn geliebt hat. Das Wrestling welches Stu Hart so erfolgreich machte. Dafür sorgte, dass Bret und all seine Brüder und Schwestern was zu essen hatten. All die schmerzhaften Stunden im Dungeon.

Und dann kommt da so ein geldgeiler Söldner daher, der als Footballspieler scheiterte und von der WCW künstlich in Sphären gepusht wurde wo er gar nichts zu suchen hatte.

Ja, und auch die fehlende Empathie Goldbergs hat sicherlich im Lauf der Jahre dazu beigetragen, dass der Hitman kein Interesse mehr an einer Versöhnung mit Goldberg hat.

Bin da 100 Prozent Team Hart!
Landnani
21.06.2024, 21:58 Uhr
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Bleibt noch der Umstand, dass sich Brets Traurigkeit/Ärger nicht auf Goldberg beschränkt.
Seite: 1 2

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