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Die Meinungsmacher

Seit Anfang April 2008 haben die User von Genickbruch die Möglichkeit, ihre Meinungen zu Wrestlern und Veranstaltungen im Biografie- und Veranstaltungsarchiv mitzuteilen und Noten zu vergeben. Seitdem wurden 42.632 Kommentare abgegeben und 587.748 Zensuren verteilt. Hier findet ihr eine umfangreiche Übersicht über alles, was Genickbruchs Meinungsmacher verzapft haben.
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DetlefSchrempfFan
MeinungsbilanzDetlefSchrempfFan schrieb 42 Wortkommentare.
BoardhellDetlefSchrempfFan schrieb 23 Beiträge in Genickbruchs Diskussionsforum, dem Boardhell.

Notenspiegel Note 1 Note 2 Note 3 Note 4 Note 5 Note 6 Schnitt
Wrestler771222448448202.94
Tag Teams2000001.00
Stables1101103.00
Shows1152213.50
Ligen4652102.44
Titel3101102.33

Meinungen
Wrestler
Tag Teams
Stables
Shows
Ligen
Titel

Meinungsliste
DetlefSchrempfFan
07.01.2021 18:31 Uhr
vergab Note 1
Jim Cornette
Ein guter Heel ist jemand der deine extrem peinliche und kindische Reaktion auslöst, Daryl McDeath. Cornettes Shoots sind Works.
DetlefSchrempfFan
05.01.2021 14:15 Uhr
vergab Note 1
Jim Cornette
Der Charakter Jim Cornette funktioniert im Jahr 2020 ungebrochen - ein Testament dafür ist unter anderem dieser Kommentarbereich. Interessant finde ich allerdings wie sensibel Rezipienten von Pro-Wrestling heutzutage auf angriffslustige Heels wie Cornette reagieren, die in den USA von 1960 bis ca. 2000 noch üblich waren. Das Meisterstück von Cornette ist selbstverständlich seine Glaubwürdigkeit in einer Zeit, in der Pro Wrestling seine Mystik eigentlich längst verloren hat.
DetlefSchrempfFan
27.10.2020 15:28 Uhr
vergab Note 4
Mark Henry
Der Mann konnte in seinen Zwanzigern am Gipfel seiner Karriere als Strong Man bei fast 200 Kilogramm Körpergewicht einen Slam Dunk - unter athletischen Gesichtspunkten war Henry zum Zeitpunkt seines Pro-Wrestling-Debüts ein außergewöhnlicher Asset. Leider wurde gerade in dieser starken Phase seitens WWE meinem Empfinden nach wenig Profit daraus geschlagen, Henry stattdessen auf seine Physis (und zeitweise sogar auf eine komödiantische Dimension) reduziert und seine Athletik vollkommen ausgeklammert. Ab 2000 hat er dann bereits merklich an Schnellkraft verloren und wurde durch das enorme Gewicht abgesehen von den extrem simplen Strong-Man-Bewegungsmustern in seiner Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt, träge und verletzungsanfällig. Der späte WWE-Run hat mir darstellerisch deutlich besser gefallen, da der Fokus inhaltlich auf der Athletik lag - nur war von der bei dem dann Mitt-Dreißiger eben nicht mehr viel übrig, sodass Henry nur noch als physische Ausnahmeerscheinung überzeugen konnte. Insgesamt eine paradoxe Karriere, die bei mir das Gefühl zurücklässt, dass aus Henry mehr hätte gemacht werden können.
DetlefSchrempfFan
06.09.2020 19:19 Uhr
vergab Note 6
AEW All Out 2020 (5. September 2020)
Selbst Chris Jericho, dem ich eigentlich nahezu alles verzeihe und der für mich bis zuletzt noch ein Einschaltgrund für AEW Dynamite war, konnte diese Show nicht mehr retten und wurde hier in meinen Augen vergeudet. Was ich gesehen habe war deutlich schwächer, inkonsistenter und absurder als die lausigsten WCW- und TNA-Großveranstaltungen, an die ich mich erinnern kann. Sofern alles, was ich an Pro Wrestling einmal gut fand und bei AEW zu finden hoffte, nicht längst tot wäre; diese Show wäre sicherlich der finale Bocksgesang. Immerhin: Pro Wrestling wird mit viel Feuerwerk, Tamtam und Kohle zu Grabe getragen.

Ich konnte mich mit großen Abstrichen mit den beiden Tag Team Matches, dem Damen-Match sowie dem Main Event anfreunden, obwohl ich Friedman als Charakter anachronistisch und langweilig finde und ihn im Ring zwar für solide, aber bei weitem nicht für einen 20-Minuten-Mann halte. Davon abgesehen war bei dieser Veranstaltung in meinen Augen viel absurdes, jedoch noch nicht einmal zur unfreiwilligen Komik taugendes sowie einmal mehr gefährliches, das die Show meines Erachtens auch bei Gelingen keinen Deut besser gemacht hätte, zu sehen. Was mir fehlte war Gelassenheit, Konsistenz sowohl technisch als auch im Aufbau der Auseinandersetzungen sowie sinnvoll gesetzte erzählerische Klammern, die Zäsuren zwischen den Spot-Orgien bilden und unter Umständen beeindruckenden Spots überhaupt einen Sinn verleihen (zum Staunen sollte eingeladen werden und nicht das zu Bestaunende gewöhnlich gemacht und dadurch entwertet werden).

Für mich hat AEW mit All Out sein Konzept zementiert, als United Independent Circuit mit massenhaft Production Value in zeitgeistlicher Selbstreferenzialität die Konterbewegung zu WWE sein zu wollen. Diese Selbstreferenzialität hat das Bemühen um Erzählstrukturen eines klassischen Unterhaltungsprodukts abgelöst. Sprich: Es ist meines Erachtens völlig egal, was AEW ausstrahlt - der harte Kern der Zuschauer wird es aus genannter Selbstreferenzialität unterstützen, weil er will, dass es eine Konkurrenz zu WWE gibt und nicht, weil sich das Projekt aus Unterhaltungsgründen etabliert hat und trägt. Das verdeutlicht auch die Entwicklung von Einschaltquoten und Fanbase seit Ligenstart.

Hiermit gebe ich meinen Kommentar und meine Benotung zur Korrektur frei! AEW-Unterstützer dürfen nun gerne mit dem Rotstift drübergehen und ihre Verbesserungen anbringen. Ich bin sicher, dass das AEW in Zukunft helfen wird.
DetlefSchrempfFan
02.08.2020 16:03 Uhr
Editiert: 02.08.20 16:04
vergab Note 4
MJF
Kompetenz ist ein dehnbarer Begriff - hier kritisiert jemand Friedman, der das internationale Game seit über 20 Jahren und Friedmans Karriere von den ligenübergreifenden Anfängen bishin zum Upper Card Spot bei AEW extensiv verfolgt hat. Zu versuchen einen solchen persönlich durch Absprache der Kompetenz anzugreifen, um Friedman zu verteidigen wirkt eher ziemlich fanboyhaft, peinlich und jämmerlich.

Kritik ist abstrakt, subjektiv und ergibt sich aus einem Kriterienkatalog. Ich habe meinen Kriterienkatalog hier und in anderen Wertungen vorgestellt, meine weitreichenden Kenntnisse des Games gehen ebenso aus meinen Meinungstexten hervor. So kann sich jeder ein Bild machen und abgleichen, ob das mit seinen Kenntnissen übereinstimmt und er sich Friedman antun möchte oder nicht. Ich respektiere jeden, der nach seinen eigenen Kriterien zu einem anderen Ergebnis gelangt; auch dann noch, wenn das jemand ist, dessen Wertungs- und Kenntnishorizont deutlich enger gefasst ist und der deswegen vielleicht das Überholte, ihm aber noch nicht Bekannte versehentlich als genial verkennt. Persönliche Angriffe sind jedoch überflüssig.
DetlefSchrempfFan
01.08.2020 17:36 Uhr
vergab Note 4
MJF
1999 sind mit der Mean Street Posse drei Männer mit dem schablonenhaftesten Upper Class Heel Gimmick seit Pro Wrestling Gedenken in der WWF debütiert und haben schlecht einstudierte Tryhard Promos frei von Glaubwürdigkeit und Kreativität 'runtergeleiert - Joey, Pete und Rodney wären heute wohl absolute Megastars, wenn ich mir den Erfolg von Friedman ansehe. Denn nicht nur erhebt er alles zu seinen wesentlichen Charakteristika, was an ihnen bereits vor 20 Jahren überholt und zum Gähnen langweilig war, sondern ist zudem auch noch ein kleiner, schmaler Durchschnittsmann. Wenigstens letzteres konnte ich den Mitgliedern der Posse nicht anlasten. Immerhin: Handwerklich finde ich das, was er im Ring macht, solide und professionell.
DetlefSchrempfFan
16.07.2020 16:30 Uhr
vergab Note 6
Darby Allin
Billed height: 5 ft 8 in, billed weight: 180 lb. Mir fällt niemand ein, bei dem diese Angaben je absurder waren - noch nicht einmal bei CM Punk, der bereits körperlich deutlich unter einem Unterdurchschnitts-Mann einzuordnen ist. Jemand mit diesem Körper (dürfte eher bei 50 bis maximal 60 Kilogramm liegen) ist in einem realen Kampf selbst gegen verhältnismäßig schwache Männer vollkommen verloren. Dass ausgerechnet dieses schmächtige Jüngelchen in den AEW Shows auch noch als außerordentlich zäh dargestellt wird, ist nicht weniger als die völlige Demontage und das Lächerlichmachen von Pro Wrestling. Damit passt er allerdings in einen Zeitgeist, in dem Kleingeister Naturgesetze als soziale Konstrukte verächtlich machen und bekämpfen.
DetlefSchrempfFan
11.06.2020 15:00 Uhr
vergab Note 4
AEW Dynamite #36 (10. Juni 2020)
Was gut war:
- Chris Jericho
- der Opener, auf den ich gleich ausführlicher eingehen werde
- Promo von Dustin Rhodes (der Mann opfert sich selbst für die Liga quasi auf und tut alles, um dem restlichen Kader wie ein guter Assistent zuzuarbeiten - leider ist vieles von dem, was um ihn herum stattfindet, größtenteils dermaßen schwach und unprofessionell, dass er wie ein Star wirkt)
- die Gunns
- Cage (gute Präsenz)
- Cody Rhodes

Was schlecht war:
- Promo der Bucks, die eine der schwächsten Promos war, die ich in meinem Leben gehört habe
- Darby Allin
- Orange Cassidy und Chuck Taylor
- MJF
- The Dark Order

Zum Tag Team Match im Opener - hat mir gefallen. Durchdachtes Match zwischen zwei seriös arbeitenden Teams. ** 1/2 auf meiner Skala und damit eines der besten AEW Matches seit Gründung der Liga. Positiv überrascht haben mich hier FTR, die aussehen wie zwei dicke kleine Familienväter in ihren Spät-40ern, die aber tatsächlich arbeiten können.

Fazit: Ansehnliche Show. Das Damen-Match hat mir diesmal nicht besonders gefallen, weil zu overbooked - Einzelkämpfe waren in der Division meiner Ansicht nach in der Vergangenheit besser aufgebaut. Davon abgesehen haben mich viele der diversen Handlungen der Show erneut desinteressiert zurückgelassen und Tiefgang missen lassen.
DetlefSchrempfFan
07.06.2020 17:47 Uhr
vergab Note 1
Lars Sullivan
Der Hervorstechende aus einer verschwindend geringen Gruppe von Pro Wrestlern, die in den vergangenen 20 Jahren debütiert sind und tatsächlich hingebungsvoll an ihrem Look und ihren technischen Fertigkeiten gearbeitet haben und der erste Mann seit über 20 Jahren, den ich in der Tradition eines King Kong Brody oder eines Big Van Vader einordnen würde. Der Unvergleichliche in einer Generation von Gleichen. Ich hoffe, dass er trotz aller Umstände noch eine große Rolle in diesem Geschäft spielen wird - es ist ein Geist des Guten in dem Übel, zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus.
DetlefSchrempfFan
04.06.2020 14:59 Uhr
vergab Note 4
AEW Dynamite #35 (3. Juni 2020)
Was gut war:
- Tully Blanchard und Shawn Spears
- Brian Cage
- Hardys Interaktion mit Guevara
- Chris Jericho
- mit Abstrichen die drei abschließenden Matches, die ich alle als grundsolide empfunden habe
- die Darstellung aller Titel

Was schlecht war:
- undifferenziert vorgetragene politische Kommentare im Pro Wrestling
- Aussehen, Antics und Technik von Jimmy Havoc
- Darby Allin
- Orange Cassidy
- Best Friends
- die Ankündigung dass die Best Friends nächste Woche ein Match haben werden

Fazit: Das Solide hat überwogen, daher insgesamt eine ansehnliche Show. Rhodes sieht aus und arbeitet wie ein Star. Meine heimliche Hoffnung ist, dass Shawn Spears in den kommenden Wochen eine ernsthaftere Rolle erhält und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Ich würde ihn gerne in einem längeren Programm mit den Gunns sehen, das in den Dark-Programmen und gelegentlichen Interaktionen während des Haupt-Programms bereits angedeutet wurde.
DetlefSchrempfFan
29.05.2020 23:57 Uhr
vergab Note 2
Takeshi Morishima
Archetyp einer verlorenen japanischen Pro-Wrestling-Generation, die dachte, dass die fetten Jahre immer weitergehen würden und den Absprung nicht geschafft hat. Die GAEA Girls sind bei den Herren angekommen. Morishimas Unfähigkeit, das Game und seine Rolle hinter sich zu lassen, ist dabei angesichts seiner privaten Verfehlungen und seines nach außen getragenen Selbstverständnisses in den vergangenen Jahren besonders tragisch, aber auch eine hervorragende Metapher auf die Symptome, an denen die japanische Gesellschaft generell krankt und die angesichts der ähnlichen Gesellschaftsstrukturen auch sehr gut auf Deutschland übertragbar sind. Ich fand ihn gut im Ring. Schlag' weiter Cartwheels, großes Baby - schlag' Cartwheels in den Sonnenuntergang!
DetlefSchrempfFan
28.05.2020 20:13 Uhr
vergab Note 5
AEW Dynamite #34 (27. Mai 2020)
Was gut war:
- Chris Jericho
- Brian Cage
- Shida Vs. Jaynes
- Rhodes-Promo (wenn auch nichts was hängen bleibt; im Prinzip eine solide Promo, wobei Solides bei dieser Liga in Relation bereits angenehm heraussticht)
- mit Abstrichen Luchasaurus und Wardlow
- Billy und Austin Gunn
- halbnackte Cheerleaderinnen im Jahr 2020 im Live-Fernsehen nach dem Main Event bei einem Unternehmen mit SJW-Anspruch

Was schlecht war:
- chinesischer Staatszirkus im Opener
- Outfits von Butcher & Blade
- Fehler in Inhalt und Delivery bei der Taz-Promo
- Tonprobleme bei der Omega / Page - Promo
- MJF-Promo unterhalb Mean-Street-Posse-Niveau
- dass Jimmy Havoc, Jungle Boy, Luther, Marko Stunt, Brandon Cutler, Peter Avalon und Orange Cassidy eine Existenz im Pro Wrestling haben
- nochmal fett unterstrichen: Luther, der Anfang der 90er bei einer durchgeknallten Hardcore-Entertainment-Liga in Japan, in der alles möglich war, bereits locker als absurdeste Knalltüte und schlechtester Worker durchging, im Jahr 2020 im Live-Fernsehen im Main Event bei einem Unternehmen mit globalem Anspruch

Was dann am Ende der Show passiert ist verdient einen Extra-Eintrag. Mike Tyson kommt im Jahr 2020 mit Belfort, Evans und irgendjemandem, den ich nicht kenne, der sehr klein ist und mich nicht die Bohne interessiert, in den Ring und zettelt eine Schlägerei an, die so aussieht, als ob sich ein paar alte Säcke und eine große Menge amerikanischer Durchschnitts-Männer aneinander reiben und Chris Jericho befindet sich inmitten alldessen. Ich war mir nicht sicher ob ich darüber lachen, weinen oder Kindern in Sehweite die Augen zuhalten soll. Die ganze Szene ist vollkommen absurd, unglaubwürdig und evtl. unfreiwillig witzig - da bin ich mir selbst noch nicht ganz sicher.

Fazit: Erinnerungswürdig bedeutet nicht unweigerlich gut und WCW in der schwächsten Phase hatte ein weitaus stärkeres, logischeres Programm mit signifikant besserem Kader, als AEW derzeit.
DetlefSchrempfFan
24.05.2020 15:08 Uhr
vergab Note 4
Kris Stadtlander
Der Backflip in der Ringecke ist cool (wenn auch etwas wackelig ausgeführt und nicht ansatzweise so spektakulär wie seinerzeit bei Sean O'Haire) und auch davon abgesehen hat sie ein paar nette Hooks im Repertoire - leider fehlen dort vollkommen Strikes und in ihren Matches generell Brawling-Anteile, die zu dem meiner Ansicht nach dem Geschäft unwürdigen Ultimate Warrioress Gimmick wenigstens passen würden. Ich sehe athletisches Potenzial aber noch sehr wenig Verständnis für das Game.
DetlefSchrempfFan
23.05.2020 12:36 Uhr
vergab Note 1
Jim Cornette
Öffentlichkeit und Wahrhaftigkeit sind zwei aufeinanderliegende Ebenen. Ich bewege mich lieber auf der letzteren tiefer liegenden Ebene - diese ist sicherlich härter, dreckiger und schwieriger zur ertragen, aber auch verlässlicher. Die Realität braucht kein Wohlfühl-Framing. Daher kann ich Cornettes Promostil, den er in meinen Augen sehr clever ins 21. Jahrhundert überführt hat (paradoxerweise indem er Menschen von der ganz naiven Sorte den ewig Gestrigen vormacht), viel Vergnügen abgewinnen. Davon abgesehen hat auch der klassische Cornette der 80er und 90er Jahre als Archetyp des niemals Luft holenden, da bereits aus nichts als heißer Luft bestehenden Managers bei mir den einen oder anderen guten Schmunzler ausgelöst und ihm selbst Legendenstatus verliehen. Mir persönlich hat Cornette dabei gelegentlich einen Tick zu häufig Superstar Graham oder Dusty Rhodes mit all den "Brothers" und "Daddys" zitiert, das mindert die Wertung aber nicht.
DetlefSchrempfFan
02.05.2020 18:12 Uhr
Editiert: 02.05.20 18:16
vergab Note 3
Austin Gunn
Trägt sich gut, arbeitet sauber im Ring, ernstzunehmendes, durchdachtes Move Set und lässt am Mikrofon die vermeintliche Top Of The Card von AEW wie Amateure aussehen. Die 250 lbs. zweifle ich an, aber der Körperbau ist immerhin der eines Pro Wrestlers - auch hier starke Abgrenzung zu einem großen Teil der Liga und ein spürbares Bewusstsein dafür, was jemanden einzigartig und sehenswert macht. The Gunn Club - coole Anspielung und Austin wirkt nicht wie das Anhängsel des überlebensgroßen Papas, sondern ebenbürtig (auch weil Billy Gunn einfach ein klasse Worker ist und ihn dabei in vielen kleinen und sinnvollen Details unterstützt). Könnte sich in ein paar Jahren zu einem Einschaltgrund entwickeln.
DetlefSchrempfFan
02.05.2020 17:53 Uhr
Editiert: 02.05.20 18:29
vergab Note 1
Shawn Spears
Die Face- und Heel-Tunnel bei AEW sehen aus wie Papp-Schrott und von den bunten Spots möchte ich gar nicht erst anfangen - aber wenn Spears hindurchschreitet, dann habe ich das Gefühl, dass das, was ich sehe, real ist und gleich etwas passieren wird. Hitchcock nannte es Suspense. Die Bewegungen von Spears tragen derzeit so viel Verve, Wirkungs- und Kamera-Bewusstsein in sich, dass er auf mich wie ein Pro Wrestler aus einer anderen (in meinen Augen besseren) Zeit wirkt - oder anders ausgedrückt the ressurection of perfection. Dieses Selbst-Bewusstsein nimmt er - wie gehabt - mit in den Ring und wirkt dabei logisch, realistisch, intensiv und im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen niemals überfrachtet oder gar absurd. Er verfügt nicht über das, was ich als Superstar Look bezeichnen würde - aber er ist groß (und dennoch beweglich), er hat auch in dieser Hinsicht von der Frisur, über den Bart bis hin zum Körperbau und seinen Outfits erkennbar durchdachte Entscheidungen getroffen und all das weiß ich zu würdigen. In einer anderen Ära des Pro Wrestling hätte ich ihn gerne als guten Mid Carder gesehen und hier wahrscheinlich mit einer 2 bewertet - heute sticht er für mich aber so deutlich gegenüber dem Rest des Kaders und der Welt heraus, dass ich ihm eine 1 gebe. Heute wirkt er auf mich wie ein Star. Hoffentlich bekommt er trotz den End-Dreißigern noch eine Chance zu mehr, als einer Special Attraction bei AEW. Abschließend noch eine Anmerkung: sein Theme ist absolut krank!
DetlefSchrempfFan
18.08.2018 20:34 Uhr
vergab Note 5
Ronda Rousey
Erst Schauspielerin im Profi-Kampfsport, jetzt in Vollzeit - ein folgerichtiger Weg, wie ihn auch Gina Carano eingeschlagen hat. Was beide eint, ist eine volle Hose vor Cristiane Justino und die Erkenntnis, dass die UFC der Gegenwart ein echt tolles Sprungbrett für junge Frauen in die Entertainment-Branche sein kann. Carano war lediglich etwas zu früh dran, um so richtig fett abzuräumen - eine bestenfalls durchschnittliche, aber dafür sehr gut vermarktbare Kampfsportlerin war sie aber auch. Als Pro-Wrestlerin nun finde ich Rousey unterdurchschnittlich. Nette Submissions und Strikes stehen auf der Haben-Seite. Mic work, pacing, storytelling und die Darstellung der Rolle sind dagegen in meinen Augen durchgehend mangelhaft, der Charakter meinem Ermessen nach arg unglaubwürdig ausgearbeitet. Als verlogener, kindischer und zu allem fähiger Heel könnte sie bei mir unter gewissen Umständen dagegen durchaus punkten und hätte sicher keine Schwierigkeiten mehr mit der Glaubwürdigkeit. Trotz meiner harten Wertung wird sie in der WWE zweifellos ihren Weg (zum Erfolg) gehen. Schließlich hat sie alle nötigen USPs und ich gehöre nicht zur Zielgruppe.
DetlefSchrempfFan
08.07.2018 2:54 Uhr
Editiert: 08.07.18 15:20
vergab Note 4
CM Punk
Das Jahr 2000 markiert die in meinen Augen krasseste Zäsur, die die Wahrnehmung von Pro-Wrestling in den USA durch die Zuschauer erfahren hat. Von den Ursprüngen dieser Schauspielart, von extremem Realismus, Kayfabe und legitimer Athletik, hat sich Pro-Wrestling in den USA bis 2000 im Laufe der Zeit immer weiter entfremdet. Die 70er Jahre bildeten den Anfang einer schillernden, weniger auf Realismus ausgelegten Ära, in der sich die Legitimität der Protagonisten zunehmend nicht mehr aus ihren tatsächlichen Fähigkeiten, sondern der Größe ihrer Arme und der Flamboyanz ihres Kostüms ableitete. Vom Athleten zum überlebensgroßen Darsteller - glaubhaft nicht mehr durch Praxis, sondern durch Optik. Das Dargestellte wurde in gewisser Weise verlogener und dabei unverfrorener - und das nicht nur buchstäblich, sondern angesichts der Dopingaffäre, des Sexskandals, des Montreal Screwjobs und des Tods von Owen Hart (neben weiterer Ereignisse) auch metaphorisch. Mit dem Aufkommen des Internets wurde ein intensiverer Austausch unter Pro-Wrestling-Enthusiasten kultiviert und es entstand die Möglichkeit hinter die Kulissen zu blicken - damit verbunden die Möglichkeit, all das Üble, Schlimme, das dort geschehen ist, all das Aufgezählte und mehr mitzubekommen und in die eigene Meinungsbildung einfließen zu lassen. Ich glaube, dass zu dieser Zeit viele Zuschauer, die bestimmte Pro-Wrestler in ihrer Kindheit bewundert haben, von dieser generellen Verlogenheit und den handelnden Personen enttäuscht waren und deshalb eine Aversion gegenüber den typischen Eigenschaften von Akteuren dieser Zeit (z.B. college jock background, dicke Arme, egoistisches Wesen) entwickelt haben. Teile dieser Zuschauer bildeten wiederum die ursprüngliche, sehr kleine Internetgemeinde, die dann ab 2000 rasant angewachsen ist und von ihren Berichten und Meinungen, wie auch jenen solcher Beobachter wie Dave Meltzer oder Bryan Alvarez, geprägt wurde.

Was CM Punk nun mit alledem zu tun hat - sein relativer Erfolg im Pro-Wrestling ist meines Erachtens dem Umstand geschuldet, dass er wie kein anderer das verkörpert, wonach sich viele Zuschauer nach der verlogenen Ära der 90er Jahre gesehnt haben. Punk ist die Verkörperung des fan's own. "Love your hate, your faith lost, you are now, one of us." - ikonisch in dieser Hinsicht die Miseria Cantare, die er als Theme verwendete. Straight edge, ehrlich, kein Steroidmissbrauch, keine Verlogenheit, ähnlicher Gerechtigkeitssinn wie jener der Internetfans. Körperlich ein Leichtgewicht, das in Eric Bischoffs WCW wohl keine Chance oder bestenfalls einen Spot in der marginalisierten Cruiserweight Division bekommen hätte. Der geborene Underdog, mit einem Schuss Raven - alle sind gegen ihn und er resigniert bisweilen, aber lässt sich trotzig nicht aus dem Rampenlicht drängen.

Die Note 4 bekommt Punk nun von mir im Wesentlichen, weil diese Gründe für seine Popularität bei mir überhaupt nicht fruchten. Ich habe schon Anfang dieses Jahrtausends die Selbstreferenzialität solcher Charaktere, wie auch jene von Ligen wie Ring of Honor verabscheut, da sie in meinen Augen das eigentliche Wesen von Pro-Wrestling ad absurdum führt. Im Endeffekt ist Pro-Wrestling ein Schauspiel, dessen überzeugende Ausführung für mich gewisser technischer und athletischer Voraussetzungen bedarf - diese Voraussetzungen erfüllt Punk nicht. Er ist meiner Ansicht nach ein Anti-Athlet - eben, wie zuvor ausgeführt, einer von den Fans. Fans im Ring interessieren mich nicht und die Verlogenheit einer Ära hat zwar auch meinen Gerechtigkeitssinn verletzt, aber nicht im Ansatz die heftige Ablehnung gegenüber bestimmten Aspekten des Pro-Wrestling ausgelöst, die ich bei langjährigen Mit-Enthusiasten erkenne, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Demnach hat sich bei mir auch nie die Genugtuung eingestellt, jetzt mal "einen von uns" mit dem Heavyweight Title zu sehen - diese Art von vierter Wand will ich überhaupt nicht und wollte ich auch nie durchbrechen. So bleibt unterm Strich nur ein gewöhnlicher Durchschnitts-Typ (durchschnittlich, wenn überhaupt), der nichts zu bieten hat, außer dem kontextuellen Merkmal, dass er das Gegenstück zum Prototyp des US-Pro-Wrestling-Entertainers der vorhergehenden Ära ist - das Gegenstück zum aufgepumpten Gockel, der bereits verglichen mit den ursprünglichen legitimen Kampfsportlern surreal wirkte, aber wenigstens in irgendeiner Hinsicht Alleinstellungsmerkmale hatte und dadurch unterhalten konnte. Ich habe lange überlegt, wie ich Punk nun bewerte. Mal wollte ich ihm eine 3 geben, mal eine 5 - letztlich habe ich mich für eine Note 4 entschieden; seine Bedeutung für die Post-2000-Ära erkenne ich an, aber überzeugt hat er mich nie.
DetlefSchrempfFan
21.06.2018 19:19 Uhr
Editiert: 21.06.18 19:20
vergab Note 1
Vader
Überlebensgroßer Charakter, durchaus auch ohne Race brauchbar am Mikrofon, dessen Offensivarsenal seinerzeit für einen Kerl von seiner Statur maßgebend war. Er hat die Geschwindigkeit in seine Bewegungen gebracht, die vielen Pendants seiner Generation (z.B. Yokozuna, Mabel, Tenta) fehlte und dadurch die Glaubwürdigkeit seiner Aktionen gesichert. In der Hinsicht hat er mir sogar besser als Bigelow gefallen, dessen Flashiness ihm abgesehen vom Moonsault fehlte, dem er in der Ausführung seiner Aktionen jedoch meiner Ansicht nach überlegen war. Gerade seine Hammers in der Ecke und die Lariats waren irrsinnig legit. Ein Gigant - körperlich und auch in seiner historischen Bedeutsamkeit für sein Handwerk.
DetlefSchrempfFan
11.06.2018 1:33 Uhr
vergab Note 1
AJ Styles
Das einstmals meiner Ansicht nach ewige Talent, das im kleinen Teich TNA nie an ausreichend Profil gewinnen konnte, um in einer TV-Show als Charakter zu funktionieren, hat sich in genau dieser Hinsicht letztlich in Japan emanzipiert. Aus Styles wird wohl nie ein hervorragender Schauspieler und Redner werden - aber er hat inzwischen Profil, der Lebenslauf voller ligen-übergreifender Erfolge verleiht ihm reichlich star appeal und löst Territorialzeit-Nostalgie aus und seine Arbeit im Ring ist in meinen Augen nach wie vor hervorragend, von einem großen Verständnis für Dramaturgie ausgezeichnet und dennoch herrlich bodenständig, gerade verglichen mit vielen seiner einstigen Tryhard-Kollegen aus Indy-Zeiten. In dieser Form ist Styles in meinen Augen im Herbst seiner Karriere locker der derzeit heißeste pro-wrestling act, mit ein paar abschließenden guten Jahren im Tank.
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