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Prophecy's Puro Praxis #14 - The One & Only und ein Gracie Killer!

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Kolumne
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"Prophecy's Puro Praxis #14 - The One & Only und ein Gracie Killer!" von Prophecy
Kaum ist der G1 Climax in den Büchern öffnet auch schon wieder die Sprechstunde eures einzig wahren Propheten und so langsam wird das ganze auch auf dem Board ja tatsächlich zu einem Dialog. Es freut mich sehr, dass offenbar immer mehr User den Zugang zum japanischen Wrestling finden und auf dem Board mit diskutieren. Doch damit direkt ins Thema und da wird dieses Mal tatsächlich nur das Turnier als Thema haben, auch in aller Ausführlichkeit.

G1 Climax 22 - The One & Only
Eigentlich gab es keinen einzigen Tag bei diesem Turnier, der keine Überraschung zu bieten hatte, was schließlich dazu führte, dass selbst die Letztplatzierten drei Siege auf dem Konto hatten. Eine Entwicklung, die ich nicht so sonderlich gut finde. Aber gehen wir die einzelnen Tage doch mal der Reihe nach durch. Das erste Match des Turniers überhaupt war ein Rückkampf aus dem Januar von der diesjährigen FantasticaMania, wo sich Hirooki Goto noch gegen Rush durchsetzen konnte. Hier wurde das Ergebnis nun umgedreht, was zwar keine Sensation, aber doch zumindest eine kleine Überraschung war. Wobei man als aufmerksamer New-Japan-Beobachter schon hätte drauf kommen können. Schließlich werden die Outsider zu Beginn eines Turniers meistens erst einmal stark eingeführt, um Interesse der Fans an ihnen zu wecken, bevor ihnen dann im weiteren Turnierverlauf die Puste ausgeht. Ohne das Endergebnis zu kennen, fällt auch der Sieg von Karl Anderson über Yuji Nagata sicherlich in die Kategorie einer kleinen Überraschung. Ich hatte einen starken Run Andersons‘ zwar voraus gesehen (wenn auch nicht bis ins Finale) und so hier eher mit seinem Sieg gerechnet, aber ein großer Sieg war es für ihn auf jeden Fall. War Lance Archers Sieg über Togi Makabe auch eine Überraschung? Das kann man so oder so sehen. Fakt ist, dass Archer in den letzten Monaten stark dargestellt wurde und ein Sieg in diesem Match nicht unrealistisch war. Größtes Match des ersten Tages war von den Namen her definitiv Tetsuya Naito gegen Shinsuke Nakamura, das so oder so hätte ausgehen können. Da ich mit Naito als Turniersieger rechnete, rechnete ich auch hier mit dem Sieg und so kam es dann ja auch. Allerdings würde ich mir doch sehr wünschen, dass Nakamura endlich mal wieder einen richtig großen Sieg einfahren kann. Denn sonst geht die coolste Sau Japans noch unter.

Karl Anderson machte am zweiten Tag mit den großen Siegen weiter und bestätigte seinen Triumph gegen Nagata mit einem Sieg gegen Minoru Suzuki, der im Turnier so ein bisschen unter dem Radar lief bis er dann einen richtig großen Sieg einfahren sollte – aber dazu später mehr. Erwähnenswert ist sicherlich auch der Triumph von Shelton Benjamin über Naomichi Marufuji, den man so auch nicht voraussehen konnte. Schließlich wurde dem NOAH-Vertreter in diesem Turnier einiges zugetraut und Benjamin galt als große Unbekannte in diesem Turnier. Wichtige Siege fuhren zudem Hirooki Goto und Tetsuya Naito ein. Goto konnte sich gegen Shinsuke durchsetzen, also gegen den Mann, der ihm erst kurz zuvor den IWGP Intercontinental Title abjagen konnte – und im dem Zusammenhang fällt mir ein, dass Shinsuke ja Champion ist und damit gar nicht so sehr unter dem Radar fliegt, wie von mir gerade behauptet. Doch noch wichtiger, besonders auch vor dem Hintergrund des Turnierausgangs, war der Sieg Naitos über Kazuchika Okada. Hier trafen schließlich die beiden Männer der neuen Generation aufeinander und das auch völlig zu Recht im Main Event dieser Show. Mit diesem Sieg im direkten Duell hat Naito natürlich die perfekte Vorlage von Okada einen Titelkampf zu fordern, sollte dieser sich den Titel von Hiroshi Tanahashi zurückholen können. Apropos Tana, der hatte am zweiten Tag zwar kampffrei, kam aber dominant ins Turnier herein und unterstrich seine Favoritenrolle. Auch sonst passierte am dritten Tag eigentlich nichts, was die Welt aus den Fugen bringen würde. Yujiro Takahashis Sieg über Karl Anderson hatte ich zwar nicht vorausgesehen, aber ansonsten kann man den Tag wohl unter erwartungsgemäß abhaken.

Anders sah es dann schon wieder an Tag vier aus. Denn völlig aus dem Nichts kam Takahashis Sieg über Yuji Nagata, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte. Klar hat Nagata mittlerweile ein Standing, dass ihm eine Niederlage nicht mal mehr ansatzweise schadet, aber das kam dann doch überraschend. In die selbe Kategorie, wenn nicht sogar noch ne Nummer größer, fällt der Sieg von Toru Yano über Minoru Suzuki. Yano schien prädestiniert dafür zu sein eine Nuller-Runde einzufahren und war auch auf dem besten Weg dahin und dann haut der aus dem Nichts hier einen Sieg gegen Suzuki raus. Nicht schlecht. Dann standen noch drei wichtige Kämpfe auf dem Plan. Togi Makabe zeigte Tetsuya Naito seine Grenzen auf und unterstrich so, dass er nicht gewillt ist seinen Platz in der Hackordnung kampflos abzugeben und im Main Event triumphierte Naomichi Marufuji gegen das New Japan Ace Tanahashi. Einerseits eine Überraschung, andererseits eigentlich genau das, was man vom New Japan Booking irgendwie auch erwartet. Marufuji unterstrich seine Ambitionen nicht nur durch den Sieg, sondern machte nach dem Match dann auch gleich noch klar, dass er sich damit einen Kampf um den IWGP Heavyweight Title verdient habe, egal wie das Turnier ausgehen sollte. Im Co-Main Event ging es dann um nicht weniger als die Vorherrschaft bei CHAOS. Der aktuelle Anführer Shinsuke Nakamura traf auf den gerade entthronten Champion Kazuchika Okada und machte im Match klar, dass er auch weiter den Anspruch erhebt die Nummer 1 bei CHAOS zu sein. Spekuliert wird ja schon länger über eine mögliche Rebellion Okadas mit anschließendem Face Turn Nakamuras, aber dazu wird es jetzt wohl erst einmal nicht kommen.

Eigentlich konnte sich zu keinem Zeitpunkt im Turnier ein Wrestler wirklich absetzen und so ging es auch an Tag fünf Schritt für Schritt weiter in Richtung Gleichstand an allen Ecken. Mit einem Sieg über Karl Anderson holte sich Satoshi Kojima endlich als letzter Wrestler seine ersten zwei Punkte im Turnier und das dann auch noch über den Spitzenreiter seiner Gruppe. Einen herben Rückschlag in Sachen Finalteilnahme musste Tetsuya Naito dann in Form einer Niederlage gegen Rush einstecken. Zu allem Übel hatte er sich in dem Match dann auch noch eine Knieverletzung zugezogen, die ihn aber glücklicherweise nicht daran hinderte das Turnier fortzusetzen. Ich will gar nicht groß darüber spekulieren, ob es nun ein Work war oder nicht – zumal ich keine bewegten Bilder gesehen habe – aber angesichts dieser Verletzung finde ich es sehr gut, dass er das Finale verpasst hat. Denn gerade in Japan wäre so etwas nicht passend. Ansonsten staute sich mittlerweile viel an der Spitze und Marufuji wurde nach seinem Triumph über Tanahashi am Vortag von Minoru Suzuki direkt wieder unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Nicht auf den Boden der Tatsachen, aber doch zumindest in die breite Masse holt Suzuki einen Tag später dann auch Hiroshi Tanahashi zurück. Er war ihr erstes Singles Match nach Tanas Titelverteidigung am 4. Januar im Tokyo Dome und das Jahr ist für Suzuki seitdem zwar alles andere schlecht verlaufen, aber wirklich on Top stand er auch nicht. Zu lange musste er sich mit Togi Makabe herum schlagen, der ihm mehr Probleme machte als gehofft. Doch hier revanchierte er sich für den verpassten Run als Champion und schickte Tanahashi auf die Bretter. Auch Karl Anderson musste eine weitere Niederlage einstecken, wenn auch nicht gegen irgendwen, sondern Marufuji. Der eben schon erwähnte Togi Makabe hatte im Jahresverlauf nicht nur Suzuki das Leben schwer gemacht, sondern verhinderte an diesem Tag auch, dass sich Shinsuke Nakamura absetzen konnte. Denn trotz eines schwachen Starts hatte er sich bis hier hin wieder auf sechs Punkte gekämpft und war damit nach Tag sechs in bester Gesellschaft. Denn in beiden Gruppen lagen jeweils sechs Wrestler mit sechs Punkten gleichauf und die anderen drei folgten jeweils mit vier Punkten, sodass nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch tatsächlich noch alles möglich war.

Am drittletzten Tag schien sich dann die Horrorvision vieler deutscher und auch amerikanischer Fans zu erfüllen. Denn im Opener setzte sich Lance Archer gegen Tetsuya Naito durch und schaffte damit nicht nur eine riesengroße Überraschung, sondern setzte sich mit acht Punkten auch an die Spitze seiner Gruppe. Denn in den anderen Kämpfen der Gruppe B patzten die besserplatzierten Wrestler allesamt, sodass hinter Archer die anderen acht Wrestler mit sechs Punkten vereint waren. Verantwortlich dafür war unter anderem auch Hirooki Goto, der es schaffte Kazuchika Okadas Schultern bis drei auf die Matte zu fesseln. Goto hat im Turnier im Prinzip seiner aktuellen Rolle perfekt entsprochen. Er ist definitiv jemand, der ganz oben mit wrestlen kann, da man ihm auch zutraut jeden Wrestler schlagen zu können. Doch genauso traut man ihm auch zu gegen jeden Wrestler auf seinem Level und eigentlich auch da drunter zu verlieren. In der Gruppe A hätte es auch beinahe das Bild des alleinigen Spitzenreiters mit dem punktgleichen Verfolgerfeld gegeben. Doch nachdem sich Tanahashi mit einem ungefährdeten Sieg über Takahashi die Punkte sieben und acht sicherte, behielt Karl Anderson die Nerven und tat es ihm gleich, indem er Toru Yano besiegen konnte.

Yano ist im Prinzip Goto nur ein Level tiefer. Den ganz großen Wurf traut man ihm eigentlich nicht zu, aber gefährlich ist er eigentlich immer. An ihm sieht man auch sehr schön die Stärke des Bookings von New Japan. Nicht nur dass jeder Wrestler wirklich einen eigenständigen Charakter hat, man hat es auch geschafft eine Balance zwischen Ausgeglichenheit und Overness zu schaffen. Bei WWE oder auch bei anderen Ligen hat man immer irgendwie das Gefühl, dass man nur eins von beidem schafft. Entweder man hat einen oder zwei alles überstrahlende Wrestler, die zwar over sind wie sau, die aber andererseits auch langweilig sind, weil sie niemand glaubwürdig besiegen kann. Oder aber man tauscht Siege und Niederlagen wild durch die Gegend, sodass man zwar das Gefühl hat, dass jeder jeden besiegen kann, aber wirklich over ist dann keiner. Kommt euch bekannt vor, oder? Ganz anders präsentiert New Japan sein Roster. Wenn man das Geschehen verfolgt, dann bekommt man zwar eine relativ klare Rangfolge der Wrestler, aber unter bestimmten Umständen, an einem Sahnetag würde man es sogar Yano zutrauen, dass er Tanahashi besiegt.
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