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Prophecy's Puro Praxis #8 - Der Verkauf von New Japan und seine Folgen

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Kolumne
Ausgabe

"Prophecy's Puro Praxis #8 - Der Verkauf von New Japan und seine Folgen" von Prophecy
Heute öffnet euer einzig wahrer Prophet seine Puro Praxis. Leider konnte ich in den letzten Wochen nichts schreiben, da ich beruflich und privat doch ziemlich eingespannt war, aber dafür gibt es in dieser Ausgabe gleich wieder die volle Ladung New Japan Pro Wrestling. Seit meiner letzten Ausgabe ist einige Zeit vergangen, sodass ich das Comeback gleich mal in zwei oder drei Teile splitten werde. Heute gibt es einen Blick auf den Verkauf von New Japan und darauf, was sich dadurch ändern wird. Mitte der Woche blicke ich dann auf die wichtigen Shows zurück, die seit meinem letzten Artikel stattgefunden haben, inklusive des größten Schockers des bisherigen Wrestlingjahres! Je nachdem wie lang der Review-Teil wird, gibt es dann einen Ausblick auf die nächsten Wochen entweder in der Ausgabe oder aber in einem seperaten dritten Teil.

Doch starten wir jetzt gleich richtig durch. Denn der Videospieleentwickler Yukes, der unter anderem auch hinter den WWE- und UFC-Spielen steckt, verkaufte seine 54% Anteile an New Japan, an Bushiroad. Um wen es sich dabei handelt und was nun zu erwarten ist, erfahrt ihr jetzt!

Bushiroad kauft New Japan
Seit dem Jahr 2005 gehörten Yukes die Mehrheitsanteile an der japanischen Traditionspromotion und so prägten deren Entscheidungsträger des Produkt von New Japan entscheidend mit. Für das reine Booking waren zuletzt Jado und Gedo verantwortlich und werden das auch weiterhin sein, aber für die allgemeine Ausrichtung war natürlich Yukes zuständig. Am 31. Januar kam es dann allerdings zu einer Pressekonferenz, auf der völlig überraschend der Verkauf von New Japan bekannt gegeben wurde. Wrestler, die am Tag der Pressekonferenz von Journalisten kontaktiert wurden, hatten keinerlei Ahnung, was passieren sollte. Der neue Besitzer ist nun Bushiroad, eine noch junge aber extrem schnell expandierende Firma, die Trading Card Games produziert. Deren Präsident Takaaki Kitani ist seit seiner Kindheit ein großer Wrestlingfan und hat nun also seine eigene Wrestlingliga. Ganz unbefleckt ist auch seine Firma in Sachen Wrestling nicht. So war Bushiroad bereits für einzelne Shows und ganz besonders für den G-1 Climaxx 2011 als Sponsor aktiv. Dass Yukes in finanziellen Schwierigkeiten steckt und deshalb seit einiger Zeit die Kosten senkt, ist kein Geheimnis und offensichtlich hat Kitani hier seine Chance gesehen.

Während uns als Fans der genaue Ablauf hinter dem Verkauf ja eher weniger interessiert, interessiert uns da schon viel mehr, was das für das Produkt von New Japan bedeuten könnte. Da hat sich Bushiroad mittlerweile mehrfach zu geäußert und es lässt sich ein relativ klares Bild davon machen, was uns erwartet. Inhaltlich wird Bushiroad relativ wenig verändern. Wenn man die Bemühungen zusammenfassen will, dann kann man sagen, dass es das Ziel von Bushiroad ist ein breiteres Publikum anzusprechen und einfacher erreichbar zu sein. Schon auf der Pressekonferenz im Januar erklärte Kitani hierzu, dass es sein Ziel sei New Japan für Zuschauer aller Altersgruppen attraktiv zu machen, besonders auch für jüngere Fans. Darüber hinaus wolle er aus dem nationalen Riesen New Japan eine weltweit bekannte Marke machen. Wie genau diese Strategie mit Leben ausgefüllt werden soll, wurde am 29. Februar auf einer gemeinsamen Präsentation von New Japan und Bushiroad ersichtlich. Hier die wichtigsten Fakten mit meinen Einschätzungen:

Namensänderungen
Einige Shows und Touren mussten Namensänderungen über sich ergeben lassen und für andere gab es Schönheitskorrekturen. So wurden die römischen Ziffern komplett gestrichen, sodass die Show am 4. Januar 2013 beispielsweise Wrestle Kingdom 7 heißen wird. Für diesen Event wird die letzte Tour des Jahres 2012 nun auch als Road to Wrestle Kingdom Tour bekannt sein. Während der G-1 CLIMAXX auch in seiner 22. Auflage so heißen wird, hat eine andere traditionsreiche Marke einen neuen Namen bekommen. So wird aus der G-1 Tag Leage die World Tag League, was insofern interessant ist, als dass All Japan Pro Wrestling sein großes Tag Team Turnier des Jahres Real World Tag League nennt. Während es hier nur den Namen trifft, könnte es sein, dass der New Japan Cup einen völlig neuen Modus bekommt. So wird das Turnier, das bisher im KO-Modus ausgekämpft wurde, von 2013 an als World War League firmieren, was direkt für Spekulationen sorgte, ob es vielleicht ein internationales Turnier sein könnte.

Viel gibt es hierzu eigentlich noch nicht zu sagen, denn irgendwelche Namenswechsel sind eigentlich tatsächlich nur kosmetischer Natur und wenn man nicht gerade den Namen der Liga wechselt oder den Climaxx umbenennt, dann wird das keine großen Auswirkungen haben. Was das erste Turnier des Jahres und einen potentiellen neuen Modus betrifft, so kann man zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich nur spekulieren. Vielleicht ein Turnier, in dem verschiedene Fraktionen aus verschiedenen Ländern antreten – bezogen auf das War im Namen. Oder vielleicht findet ein Teil des Turniers irgendwo in Übersee statt. Aber wie gesagt, das sind alles noch Spekulationen. Vielleicht ist es auch einfach nur ein neuer Name für das alte Konzept.

Fernseh- und Radioshows
New Japan bekommt eine wöchentliche Show namens World Pro Wrestling Returns auf BS Asahi mit einer Laufzeit von 60 Minuten und zudem wird es eine Late Night Show im Radio geben. Tokyo MX wird außerdem die legendäre Tiger Mask Anime-Serie wiederholen. Hierdurch erhofft man sich bei Bushiroad natürlich vor allem die jungen Kinder zu begeistern und sie damit für New Japan zu gewinnen, wo mit Tiger Mask #4 mittlerweile die vierte Generation des originalen Gimmicks wrestlet.

Leider bietet die Homepage von BS Asahi viele Grafiken, die mir der Google Translator nicht übersetzen kann, und wenig Text, sodass ich zu dem Sender mal so gar nichts sagen kann. Man wird hier also abwarten müssen wie sich das auswirkt, was natürlich auch vom Sendeplatz abhängen wird. Und ob der Plan mit den Kids aufgeht, sie über den Anime zum Wrestling zu bringen, wird man abwarten müssen. Früher hat es auf jeden Fall funktioniert.

Merchandise und PR
Nicht wirklich überraschend ist die Tatsache, dass Bushiroad als Produzent von Trading Card Games ein neues Spiel mit den Wrestlern von New Japan auf den Markt werfen wird. Das Spiel ist schon seit einiger Zeit in der Planungsphase und hätte so oder so im Sommer diesen Jahres veröffentlicht werden. Good Smile Company ist ein Produzent von Spiel- und Sammelfiguren und wirft jährlich mehrere hundert Figuren, hauptsächlich von weiblichen Anime-Charaktären, auf den japanischen Markt. So wird es in Zukunft auch einige Serien von Wrestlern geben und Präsident Aki Takanori hatte sogar schon ein paar Prototypen mit dabei. Außerdem ist geplant die DVD-Produktion von New Japan anzukurbeln und noch mehr im Social Media Bereich zu tun. So springt auch New Japan auf den Twitter-Zug auf und legt den eigenen Wrestlern nahe sich dort doch zu registrieren.

Wenn es Geld generiert, warum nicht? Im Endeffekt ist beim Merchandise alles erlaubt, was sich refinanziert und Kohle rein bringt. Trading Cards und Figuren sind in Japan extrem beliebt, also wird das schon nicht schief gehen. Was Twitter angeht, so kann das ein gutes Werkzeug sein, um Aufmerksamkeit zu generieren, kann aber auch genau das Gegenteil erzielen, wenn die Stars sich dort der Lächerlichkeit Preis geben. Allerdings hat bisher weder WWE noch UFC oder sonst jemand gezeigt, dass eine verstärkte Twitteraktivität sich in besseren Buyrates oder Ratings niederschlägt.

Akebono
Was? Ein eigener Punkt für den Dicken? Na ja, zum Einen ist Akebono tatsächlich die einzige Personalie, die auf der Präsentation als Neuzugang behandelt wurde, und zum Anderen ist Akebono in Japan einfach ein unglaublich bekannter Name, sodass ich ihn gleich auch ein bisschen genauer vorstellen werde. Auf jeden Fall wird Akebono im Sommer diesen Jahres zu New Japan zurückkehren und wird die Liga dann auch zu seiner neuen Heimat machen. Das ist schon relativ überraschend, da er aktuell eine feste Größe bei All Japan ist. Doch damit auf einen kurzen Trip in die Vergangenheit. Akebono stammt von der schönen Insel Hawaii und debütierte 1988 in Japan im Sumo, wo er sich schnell einlebte. Nur vier Jahre dauerte es bis zu seinem ersten Turniersieg, damals mit einer Bilanz von 13 Siegen bei nur zwei Niederlagen. Durch seinen Turniersieg wurde er in die zweithöchste Klasse der Sumotori erhoben und nachdem er 1992 und 1993 weitere Turniere gewinnen konnte, wurde ihm die Ehre zu Teil als erster Nicht-Japaner zum insgesamt 67. Yokozuna, der höchsten Klasse des Sumo, ernannt zu werden. Doch von da an ging es nicht mehr so einfach voran. Denn der über zwei Meter große und 230kg schwere Akebono bekam immer mehr Knieprobleme und musste immer wieder lange Verletzungspausen einlegen. Bei den Olympischen Spielen 1998 wurde ihm die große Ehre zu Teil das traditionelle Eröffnungszeremoniell, das zu Beginn eines jeden Sumo-Turniers vorgeführt wird, bei der Eröffnungsfeier in Nagano zu präsentieren. Sein letztes Turnier bestritt Akebono im Jahr 2000 und trat dann zu Beginn des Jahres 2001 verletzungsbedingt endgültig vom Sport zurück. In seiner Karriere konnte er elf Turniersiege verbuchen, die meisten davon schon in der ersten Hälfte der 1990er Jahre, bevor die Verletzungsprobleme einsetzten. 1993 gewann er vier der sechs Turniere des Jahres. Doch auch im Jahr 2000 hatte er noch einmal so etwas wie einen zweiten Frühling. So gewann er sowohl das Nagoya Basho im Juli als auch das Kyushu Basho im November und beendete seine Karriere damit mit einem Turniersieg.

In der Zeit danach agierte Akebono unter anderem als Trainer von Asashoryu und formte aus ihm einen Yokozuna, absolvierte viele Fernsehauftritte und eröffnete sein eigenes Restaurant. 2003 wechselte er dann wieder auf die Seite der Aktiven, dieses Mal jedoch im K-1. Angeblich wurde diese Entscheidung auf Grund von finanziellen Problemen getroffen. Für die Kickbox-Promotion bestritt Akebono zwischen 2003 und 2006 13 Kämpfe, von denen er zwölf verlor. K-1 präsentierte zu dieser Zeit auch immer wieder Kämpfe unter Mixed-Martial-Arts-Regeln und auch hier durfte Akebono sich versuchen, verlor jedoch alle vier Kämpfe. Und dann wäre da ja noch seine Wrestlingkarriere. Das Ding gegen Big Show bei WrestleMania 21 ignorieren wir dabei wohl besser. Dabei lieferte er natürlich keine Klassiker ab, schlug sich aber besser als viele es erwartet hatten. Dabei profitierte er davon, dass er als Sumotori gelernt hatte seine enormen Massen geschickt bewegen zu können. Akebono war schon immer ein Free Agent und trat in nahezu allen wichtigen Ligen Japans auf. Seit Mitte 2009 hatte er sich allerdings vor allem All Japan angeschlossen und wrestlete dort seitdem so gut wie alle Touren. Zuletzt formte er mit dem ebenfalls ehemaligen Sumotori Ryota Hama ein Tag Team und beeindruckte dabei in Matches gegen BJ Strong.

Was wir von Akebono jetzt bei New Japan erwarten können, wird sich zeigen müssen. Auf jeden Fall genießt er in Japan großen Respekt und ist ein glaubwürdiger Big Men, der in der richtigen Rolle eingesetzt, durchaus eine Verstärkung darstellen kann.

Fazit
Das Ziel von Bushiroad ist klar: New Japan soll größer und besser werden und vor allem leichter zu erreichen sein – sowohl für die japanischen Fans als auch für die Fans überall auf der Welt. Denn Bushiroad will New Japan aus dem heimischen Markt hinaus führen. Ein neuer Weg ohne die Tradition und das Produkt großartig zu ändern. Hört sich eigentlich ganz gut an, oder? Ich finde schon, auch wenn natürlich die Gefahr besteht, dass sich Bushiroad da vielleicht etwas übernimmt. Denn außerhalb Japans haben sich japanische Ligen noch nie sonderlich großer Beliebtheit der breiten Masse erfreut. Dafür ist es einfach ein zu sehr auf den japanischen Markt ausgerichtetes Produkt. Die japanische Kultur unterscheidet sich einfach zu sehr vom Rest der Welt. Während die amerikanische Kultur im Vergleich zur europäischen Kultur zwar anders, aber eben nicht komplett unterschiedlich ist, ist das mit der japanischen schon etwas anderes. Ändern können wir aber eh nichts, also sollten wir einfach mal abwarten, was da auf uns zu kommt und wer weiß, vielleicht ist ja auch was für die deutsche/europäischen Fans drin.
 
 
 
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