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Die originalsten ECW-Originale

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Kolumne
Ausgabe

"Die originalsten ECW-Originale" von Diverse
Extreme Championship Wrestling: Neben der Heimat des wohl aktivsten Publikums, vieler Hardcore-Wrestler, vieler internationaler Stars, vieler aufstrebender Talente und vieler herausragender Wrestler war ECW auch eines: ein Nest von Misfits, schräger Gestalten, unangepasster oder unpassender Vögel, die niemals irgendwo anders einen Job bekommen hätten oder mehr oder weniger grandios scheiterten, als es doch soweit kam. Genickbruchs bislang wildeste Wilde 13 besteht daher aus den originalsten ECW-Originalen.

Doch wie qualifiziert man sich für diese Rangliste? Dafür sollte man sich vor Augen halten, wie die Wrestling-Landschaft Mitte der 90er Jahre aussah, als die meisten unserer Kandidaten ins Rampenlicht drängten: Die von Skandalen und Zuschauerschwund mitgenommene WWF setzte auf die New Generation um nette Typen wie Bret Hart, Diesel und Razor Ramon sowie die übliche kindgerechte Zirkusmischung aus Clowns, Rappern und Friedhofsgärtnern. Bei World Championship Wrestling erlebte Hulkamania ihren vierten Frühling und die verbliebenen, richtigen Wrestler wurden von Hacksaw, Honky und Booty Man platt gemacht. Und wenn den Chefs der beiden Ligen langweilig wurde, verklagten sie sich immer mal wieder gegenseitig.

Man kann sich vorstellen, wie schnell die Personalchefs gefeuert worden wären, die in diese friedliche kleine Welt die Trinker, Schläger, Psychopathen, Daredevils, Shootfighter, Zuchthäusler, Spaßvögel, die politisch unkorrekten und die Copycats, die damals ECW bevölkerten, eingestellt hätten. Männer, wie CW Anderson, der seinen Idolen huldigte, auch wenn die bei der Konkurrenz angestellt waren, wie Steve Corino, der Oldschool predigte, wenn alle anderen verzweifelt versuchten, hip zu sein oder Justin Credible, der Gastwrestlern die Beine brach und The Undertaker mit dem That’s Incredible die Schau gestohlen hätte. Und die haben es noch nicht einmal in die Wilde 13 geschafft. Macht euch also bereit für ECWs originalste Originale. (Perfect Stranger)


13. Little Guido
Damian Stone. Ein Name wie ein Felsbrocken. Dahinter kann sich nur ein circa zwei Meter großer Hüne, der dank unmenschlicher Muskelmassen an der 200 Kilogrammmarke kratzt und sich vor lauter Testosteron kaum noch bewegen kann. Mhm. Bis auf Letzteres ist das alles Quatsch, denn Damian Stone ist niemand anderes als Little Guido, der kleine Italiener – gut, dass war höchst pleonastisch – der unter diesem Namen seine ersten Schritte in der ECW machte. Der gerade mal 170cm große Guido, war hingegen ein recht erfolgreicher Ringer, der dann schließlich Anfang der 90er für Extreme Championship Wrestling debütierte. Als einziger echter Italiener schloss er sich den Full Blooded Italians (F.B.I) an perfektionierte sein Gesicht, als jenes, in das man liebend gerne einmal hineinschlagen würde. Kurz gesagt: Er war ein perfekter Heel. Anfangs noch als Comedy-Stable angelegt, entwickelte sich Guido im Laufe der Zeit in eine ernsthaftere Richtung. Begleitet von seinem ausladenden Bodyguard Big Sal E. Graziano, zeigte er, dass mehr in ihm steckte, als nur 77kg italienische Arroganz. Das F.B.I löste sich zwar nicht wirklich auf, allerdings waren Guido und Graziano irgendwann die einzigen Mitglieder. Später kam allerdings noch Tony Mamaluke dazu, eine noch unsympathischere, schmächtigere Version des kleinen Withold – der germanische Ursprung des Namen Guidos. Bis zum Ende der ECW blieb Guido der Promotion treu und wechselte erst anschließend zur WWF, wo er in Nunzio umbenannt wurde und mal an der Seite von Johnny Stamboli und Chuck Palumbo, mal als Cousin von Jamie Noble oder Partner von Funaki auftrat. Sein „Charakter“ aber wurde in der ECW geboren und, trotz Namensänderung, nie wieder wirklich verändert. Ein perfektes Beispiel dafür, dass Paul Heyman tatsächlich ein Talent dafür hatte, das Beste aus den vorhandenen Mitteln herauszuholen. (Kliqer)


12. Balls Mahoney
Mahoney war nicht immer dieser langhaarige, bärtige Kerl, der das Hardcore-Verlangen der ECW-Fans durch den fast schon virtuosen Einsatz einer eigentlichen Sitzgelegenheit zu stillen vermochte. Er war auch mal der Weihnachtsmann. Na gut, nicht ganz. Vielmehr war er der böse Bruder das Weihnachtsmannes, Xanta Klaus, der sich von Ted DiBiase kaufen lies. Man glaubt es kaum, aber das Gimmick wurde tatsächlich kein Erfolg. In der ECW wäre das vielleicht sogar anders gekommen, aber leider verschwendete man diesen Charakter voller Potential an ein noch nicht bereites WWF-Publikum.
Wobei, man könnte fast sagen, dass Mahoney auch in der ECW so etwas wie der Weihnachtsmann war. Schließlich brachte er den Fans genau das, was sie sich wünschten. Gute Laune, Gewalt und Stühle.
In der ECW hatte so ziemlich jedes Hardcore-Utensil seinen passenden Meister. Tische wurden von den Dudley Boyz beherrscht, der Sandman war der König des Kendosticks und Balls Mahoney wird bis heute mit Stuhl assoziiert. Also: Stühlen. Nicht umsonst formte er zusammen mit Axl Rotten ein Team unter dem klangvollen Namen: „The Hardcore Chair Swingin’ Freaks“. Zu der Musik von AC/DC, die im Anschluss an seine Matches von Mahoney und dem ECW-Crowd-Chor gesungen wurde, stapfte der immer ein wenig unbeholfen wirkende Balls zum Ring und unterhielt die Massen. Dabei war sein Gimmick nicht gerade ausgefeilt oder seine Kämpfe besonders ansehnlich, aber das mussten sie auch gar nicht sein. Er war ein authentischer, sympathischer Kerl, der es liebte, seinen Gegner eins mit dem Stuhl überzubraten und selbst übergebraten zu bekommen. Heute muss er dabei übrigens kotzen. Und das ist wörtlich gemeint. So kursiert seit einiger Zeit ein Video im Internet, dass Mahoney bei einer Indy-Show zeigt. Nach einem Stuhlschlag von Marty Jannetty übergibt Mahoney sich vor laufenden Kameras und den Fans. Die Einen schreiben es seiner angeblichen Drogensucht zu, die anderen verweise auf die zahlreichen Gehirnerschütterungen, die sich Mahoney im Laufe seiner Karriere zugezogen habe. Warum auch immer, Balls Mahoney ist und bleibt eines der originalsten ECW-Originale. Ein Mann, dessen Erfolge weniger auf sein Talent und eher auf einen pubertären Wortwitz, sowie die exzessive Nutzung eines Möbelstücks zurückzuführen ist, konnte auch nur in der ECW zu einem der populärsten Männer im Roster aufsteigen. (Kliqer)


11. Roadkill
Roadkill war seit 1996 bei ECW unterwegs und war Schüler im „House of Hardcore”, der von Taz geführten Wrestlingschule. Ein Aspekt dieser Ausbildung war es, fleißig in der ECW-Undercard zu jobben. Erst 1998 bekam er ein Gimmick aber das war gleich sein Durchbruch. Als „Angry Amish Warrior“ verkörperte er ein Mitglied der in Pennsylvania ansässigen Gemeinde der Amish, einer Religion europäischer Einwanderer, die sehr traditionell leben und moderne Errungenschaften ablehnen. Auf sein Verhalten hatte das keinen großen Einfluss, lediglich optisch passte er sich an. Dennoch war das Gimmick ein Alleinstellungsmerkmal, denn jede Promotion, die eine größere Öffentlichkeit suchte, scheute religiöse oder religiös angehauchte Gimmicks. Erst Recht zur damaligen Zeit und als man es beispielsweise bei WWE dann doch mit der Ministry oder mit Muhammad Hassan versuchte, hatte man gleich das PTC oder den Sender am Hals. Paul E. störte das nicht und umgekehrt fühlte sich auch niemand von Roadkill gestört. Im Gegenteil: mit der Zeit wurde er immer beliebter und das färbte irgendwann auch auf seinen Partner Danny Doring ab, sodass die beiden schließlich zu Faces wurden. Unvergessen blieben Roadkills Promos, die oft nur aus einer angedeuteten Strangulation und dem Wort „Chickens!“ bestanden, womit sein Hobby hinlänglich beschrieben war. Außerdem gingen er und Doring auch noch als letzte Träger der ECW Tag Team Titles in die Geschichte ein. Die gewannen sie in den letzten Monaten des Bestehens der Liga und hatten sie auch noch inne, als ECW die Pforten schloss. Die Zeit nach ECW ist schnell erzählt. In der inoffiziellen Nachfolge-Promotion 3PW war Roadkill bald einer der Topstars und gewann auch den Heavyweight Title. Als auch in dieser Liga die Lichter ausgingen, führte der Weg ins Developmental System von WWE. Dort wurde als allererstes das Amish Gimmick in die Tonne getreten. Mit ein paar 0815-Gimmicks verbrachte er dort einige Jahre, bis er entlassen wurde. Vom ECW-Kultfavoriten zum WWE-Niemand: kein Einzelschicksal aber dennoch viel verschwendetes Potential. (Perfect Stranger)


10. Sabu
Es gibt Karrieren die haben eine gewisse Vorgeschichte. Bei Sabu ist diese Geschichte fast ein wenig unglaubwürdig. Nachdem er in der Schule aus dem Ringerteam gebeten wurde, begann er bei seinem Onkel The Sheik zu trainieren. Eigentlich war Sabu also ein technisch sehr gut ausgebildeter Wrestler. Als er mit seinem Onkel nach Japan ging, eignete er sich seinen typischen Stil an. Er mischte Highflying mit High Risk und mit Hardcore Wrestling. 1993 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und erhielt sogar zwei Try Out Matches bei WWE gegen The Blue Blazer. Nach eigenen Angaben soll er sogar einen Vertrag angeboten bekommen haben, entschied sich jedoch für ein Engagement bei der damals jungen Promotion ECW. Doch warum lehnte er das Angebot ab? Vermutlich wusste er selbst, dass sein Stil nicht zu WWE passen würde. Zusätzlich wären durch ein solches Engagement Reisen nach Japan zu FMW unmöglich geworden. Dass dies eine kluge Entscheidung war, zeigte sich schon früh. Auf einer Trage mit einer Maske im Stile von Hannibal Lecter wurde er bei seinen ersten Matches von 911 zum Ring gebracht. Von ihm wurde er nur befreit, um Matches zu bestreiten. Diese Matches hatten schon bald das Markenzeichen zerbrochener Tische. Vorzugsweise warf er sich per Moonsault selbst auf die Gegner und den Tisch, manchmal aber auch einfach nur alleine durch einen Tisch. Mit seiner angeblichen Herkunft aus Indien oder aus Saudi Arabien war sein Paket perfekt und irgendwie passte es wie die Faust auf das Auge der ECW-Fans. Sabu stieg nicht nur zum Liebling auf, sondern konnte bereits früh erste Titel einfahren. Legendär seine erste große Fehde gegen Cactus Jack um den Titel der wahren Hardcore-Ikone. Immer wieder kämpfte er gegen seinen Freund Terry Funk oder an der Seite von Tazmaniac gegen Public Enemy in Tables Matches. Dass er und sein Gimmick nicht zu WWE gepasst hätten zeigte auch sein Abgang 1995. Damals nahm er ein Booking in Japan an und erschien nicht zu einem ECW-Event. Daraufhin feuerte ihn Paul Heyman live vor Ort. Dies war das Startsignal für WCW. Man verpflichtete Sabu noch im gleichen Jahr. Nach Siegen über z.B. Alex Wright und Disco Inferno verließ er die Liga nach knapp vier Monaten wieder. Danach kam seine zweite Runde bei ECW. Auch hier zeigte er warum sein Gimmick auf dem nordamerikanischen Kontinent nur bei ECW funktionieren konnte. Dabei ist nicht einmal seine Fehde mit Taz ausschlaggebend. Das Match der beiden beim ersten ECW-PPV wurde damals über ein Jahr aufgebaut. Sabu verlor zwar das Match, doch Bill Alfonso, der Manager von Taz, turnte gegen diesen und schloss sich Sabu und Rob Van Dam an. Dann kam 1997 das No Rope Barbed Wire Match gegen Terry Funk. Dieses Match zeigte mehr als deutlich warum Sabu zu ECW gehört. In einem sehr blutigen Match sprang Sabu seinen typischen Air Sabu in den Stacheldraht und riss sich den Arm am Bizeps fast komplett auf. Die stark blutende Wunde wurde jedoch auf eigenen Willen von Bill Alfonso mit Tape verbunden. Terry Funk erklärte später, er habe niemals etwas Vergleichbares erlebt und Sabu wäre einfach der krankeste Typ den er je erlebt hätte. Paul Heyman behauptete danach, dass er kein weiteres Match dieser Art booken wollte, da er sich sicher war, dass man ein solches Match niemals überbieten können würde. Sabu war verrückt und die Fans liebten ihn dafür. Verletzungen ohne Ende, zerbrochene Tische und Matches wie das eben beschriebene machen ihn zu einem originalen ECW-Original. Typen wie er, die ihren Körper auf das höchste Maß riskierten, die sich Schnittwunden mit Sekundenkleber schlossen und dabei das Mysterium ihres Gimmicks erhalten konnten machten ECW so einmalig und bescheren Sabu diesen Platz in unserer Rangliste. (El King)
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