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Interviews

In dieser Rubrik findet ihr 566 Interviews mit Wrestlern und Offiziellen, die im Laufe der Jahre auf Genickbruch veröffentlicht wurden. 73 der hier gelisteten Befragungen wurden exklusiv von Genickbruch-Mitarbeitern durchgeführt.
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Interview

Interview mit Bret Hart
Bret Hart war am 10.02. bei Off The Record mit Michael Landsberg zu Gast. Landsberg eröffnete die Show und stellte Bret als tollen Wrestler, guten Freund und inspirierenden Mann vor. Bret wurde eingeblendet und man sah, dass Bret viel Muskelmasse verloren hat. Außerdem hat er sich die Haare kürzer geschnitten.

Landsberg dankte Bret dafür, zur Show gekommen zu sein und erwähnte, dass dies Brets erster TV Auftritt seit seinem Schlaganfall sei. Bret freute sich, dabei sein zu dürfen.

Das Interview begann mit Fragen über den Schlaganfall. Landsberg sagte, der Schlaganfall sei sehr ernst gewesen und Bret sei danach längere Zeit auf der linken Körperhälfte gelähmt gewesen und sei fast gestorben. Bret sagte, heute gehe es ihm wirklich gut und er sei froh, noch am Leben zu sein. Vor seinem Schlaganfall sei er in ein tiefes Loch gefallen. Danach die Wochen seien eine schlimme Zeit gewesen. Er konnte nur leicht die Finger- und Zehenspitzen fühlen. Er habe nicht fassen können, was ihm da passiert sei. Zuerst dachte er, er könne nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus laufen und zuhause über die Sache lachen. Die Ärzte erklärten ihm dann aber, daß es mindestens sechs Monate bis zu seiner Genesung dauern werde.

Landsberg sagte, Bret sei fast ohne Probleme und ohne sehr steif zu wirken ins Studio gekommen, was ein großartiger Fortschritt sei, wenn man bedenke, daß es nicht sicher war, ob Bret je wieder ein normales Leben würde führen können.

Bret erzählte, die Abteilung für Schlaganfälle im Krankenhaus sei ein sehr depressiver Ort, wo viele Leute weinen. Er habe das Glück gehabt, von guten Leuten umgeben gewesen zu sein, vor allem die Physiotherapeuten), die gut mit ihm zusammengearbeitet hätten und ihn immer wieder angetrieben hätten. Er habe in der Zeit gelernt, das kanadische Gesundheitssystem und die Krankenhäuser zu respektieren.

Am Tag seines Schlaganfalls hatte Bret ein Mittagessen mit Kofi Annan geplant. Daran war er über Olympiasieger Daniel Igali gekommen. Als er zu dem Treffen mit Annan fuhr, bekam er den Schlaganfall. Im einen Moment war er fit wie eh und je, im nächsten konnte er nicht einmal mehr seine Hand heben. Die ersten Anzeichen für eine Besserung der Situation gab es eines Morgens im Krankenhaus. Bret wachte auf und deutete mit dem Arm auf die Krankenschwester. Einen Tag zuvor konnte er nur mit Schwierigkeiten seine Finger bewegen. Die Schmerzen des Schlaganfalls seien nicht mit denen beim Wrestling vergleichbar. Der Heilungsprozess sei aber auf jeden Fall bisher sein schwerster Kampf gewesen.

Als Brets Gesundung begann, störte seine eigene Muskelmasse ihn, denn sein Körper war durch die Muskeln so schwer, daß Bewegungen um so schwieriger für Bret waren. Als der Reha-Prozeß voranschritt, erwies sich dies jedoch als Vorteil, da Bret durch die zusätzliche Anstrengung wieder beweglicher wurde. Im Endeffekt hätten seine Muskeln es ihm erlaubt, schneller als andere Menschen wieder auf die Beine zu kommen.

In der Zeit im Krankenhaus sei Bret sehr verbittert und depressiv gewesen. Es ging erst wieder bergauf, als er kleine Fortschritte machte. Ein Beispiel dafür war, als Bret einmal nach Hause gefahren wurde. Er klappte die Sichtblende im Auto herunter, weil er Blicke der Leute nicht ertragen konnte. Dann schaute er sich im Spiegel an und konnte nichtmal mit dem linken Auge zwinkern. Etwas später konnte er es wieder und das war eins von vielen Dingen, die ihm die Sache einfacher gemacht hätten.

Aufgrund des Schlaganfalls hätten sich viele Prioritäten in Brets Leben verändert. Negative Gefühle gegenüber anderen Leuten waren plötzlich nicht mehr so wichtig und seine Familie sei ihm noch mehr ans Herz gewachsen. Seine Frau Julie und seine Kinder hätten ihm viel geholfen. Außerdem habe er Hilfe von Walter Gretzky bekommen, der vor einigen Jahren selbst mal einen Schlaganfall hatte. Walter wisse wahrscheinlich gar nicht, wieviel er für Bret getan habe.

Als die Nachricht von seinem Schlaganfall die Runde machte, wurde Bret von Roddy Piper besucht. Auch von verschiedenen kanadischen Wrestlern wie Chris Benoit, Chris Jericho und Edge bekam er Besuch. Alte Freunde erinnerten sich an ihn, mit denen er den Kontakt nach den Vorfällen in der WWF und der WCW verloren hatte. Die Streitigkeiten, die durch Owen Harts Tod und das darauffolgende Gerichtsverfahren aufkamen, konnte er aber leider nicht alle vergessen. Bret verweigerte den Besuch verschiedener Familienmitglieder. Dabei waren u.a. Diana Joyce Hart (die Witwe von Davey Boy Smith) und seine Schwester Ellie Hart, die mit Jim Neidhart verheiratet war, weil die beiden nicht an Owen und die Familie gedacht hätten und stattdessen nur auf Jobs für ihre Ehemänner scharf waren.

Landsberg erinnerte die Zuschauer an Brets Slogan "The best there is, the best there was, and the best there ever will be." Nach einer Werbepause sagte Landsberg, Bret sage vor jedem Off The Record Interview, er dürfe ihn alles fragen. Was ihn zu Vince McMahon bringe.

Bret sagte, er hasse Vince McMahon nicht. Er habe ihm aber auch nicht für die Geschehnisse in Montreal vergeben. Er habe aber viele negative Gefühle hinter sich gelassen. Heutzutage werde über die Vorfälle gesagt, das sei nunmal eine Businessentscheidung gewesen, was die Geschehnisse aber nicht richtig darstelle. Es war eher respektlos und unfair von Vince. Vince habe ihn nach dem Schlaganfal angerufen und ihn damit absolut unvorbereitet überrascht. Das sei eine nette Geste gewesen. Sie hätten miteinander gesprochen, auch wenn Bret nicht so recht wusste, was er sagen solle. Ein mit Bret befreundeter Autor habe gerade an einem Buch über Bret geschrieben, obwohl Bret keinen Zugriff zu seinen Fotos oder Matches aus de WWF Zeit hatte. Vince habe ihm versprochen, daß er die Sachen verwenden dürfe und habe sein Wort gehalten.

Bret denke, er müsse mit diesen Dingen endlich abschließen und sollte nicht den Rest seines Lebens verbittert sein. Er wisse zwar immer noch nicht genau, was mit Owen passiert sei, aber da könne er nichts gegen tun. Vince habe ihm mit dem Anruf den Frieden angeboten und er sei darauf eingegangen. Das sei das beste für seine Familie, weil z.B. seine Neffen auch gerade anfangen zu wrestlen. Er versuche, seine Kinder vom Wrestling fernzuhaten. Es gebe aber wesentlich schlimmeres, als das Wrestling. Abraten werde er davon niemandem. Wrestling sei spaßig und faszinierend gewesen und dadurch habe er die ganze Welt sehen können. Leider gebe es aber auch viele negative Aspekte beim Wrestling.

Nach einer weiteren Werbepause kam Landsberg noch einmal auf Vince zu sprechen. Bret sagte, er habe sich vor wenigen Wochen mit Vince in Florida getroffen. Er habe Vince damals darüber aufgeklärt, dass er nicht die treibende Kraft hinter der Klage wegen Owens Tod war. Das sei damals ein weitverbreitetes Missverständnis gewesen. Vince habe ihn zur Begrüßung umarmt. Vince sei in vielen Dingen früher wie ein Vater für ihn gewesen. Deshalb sei er in Montreal so verletzt gewesen. Vince sei bei dem Treffen sehr nett gewesen und nun planten sie eine DVD mit Brets besten Matches.

Auf eine Rückkehr ins aktive Geschehen angesprochen, meinte Bret, dass das sehr unwahrscheinlich sei. Der Preis, den er dafür unter Umständen zahlen müsste, sei einfach zu hoch.

Zum Abschluss kam Landsberg noch auf Curt Hennigs Tod zu sprechen. Bret sagte, Curts Tod habe ihn stark mitgenommen, denn Curt sei einer seiner fünf besten Freunde im Business gewesen. Sie hätten sich hervorragend verstanden und er könne immer noch nicht glauben, was da passiert sei. Er sei einmal vor ein paar Wochen gefragt worden, gegen wen er seine besten Matches bestritten habe. Heute sei er froh, dass er mit Curt Hennig geantwortet habe. Bret habe sich gemeinsam mit Hennig die Card hochgearbeitet. Als beim Summerslam Hennig seinen WWF Intercontinental Title an Bret abgeben musste, sei er schwer am Rücken verletzt gewesen. Trotzdem sei er zur Show gekommen und habe Bret toll im Ring aussehen lassen.
 
 
 
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