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GB100: die 100 wichtigsten Wrestler des Jahres

Seit dem Jahre 2004 setzt sich immer in der Weihnachtszeit ein ausgesuchtes Gremium unserer Homepage zusammen und analysiert die wichtigsten Fehden, die besten Kämpfe und herausragendsten Ereignisse des Jahres, immer verbunden mit einem Blick auf die Bedeutung der Liga bzw. der Ligen, in denen sich die betroffenen Szenen abspielten. Das Ergebnis sind Genickbruchs einhundert wichtigste Wrestler eines jeden Jahres.
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Vorwort
In der Weihnachtszeit eines jeden Jahres trifft sich ein ausgesuchtes Gremium unserer Webseite und analysiert die wichtigsten Fehden, die besten Kämpfe und die herausragendsten Ereignisse der jeweils abgelaufenen zwölf Monate, immer verbunden mit einem Blick auf die Bedeutung der Liga bzw. der Ligen, in denen sich die betroffenen Szenen abspielten. So geschah es auch diesmal, und das Ergebnis sind Genickbruchs einhundert wichtigste Wrestler des Jahres 2010.

Die GB100 des Jahres 2010 ist die siebente Auflage unserer Liste. Die Älteren unter unseren Lesern werden sich vielleicht daran erinnern, dass "Sieben" ein Charakter bei den Bundys war, der rasch aus der schrecklich netten Familie wieder herausgeschrieben wurde und fortan unter den Tisch gekehrt wurde. Blickt man auf das Jahr zurück, dass mit unserer siebenten GB100 abgerundet wird, dann neigt man dazu, die Nummer Sieben auch schnell wieder vergessen zu wollen. Denn das Wrestlingjahr 2010 war abermals eines, das nicht gerade von großen Erfolgen für unseren Sport überhäuft war.

Dabei kann man es beinahe als ein Déjà Vu bezeichnen, denn vieles, was für 2010 galt, stand auch schon nahezu deckungsgleich in den Einführungen unserer Listen der Vorjahre: das Business bewegte sich allenfalls seitwärts. Bei World Wrestling Entertainment probierte man zwölf Monate lang sehr viel, sei es die Rückkehr von Bret Hart, der Ansturm junger Leute oder das regelmäßige Heranschaffen von prominenten Guest Hosts, trotzdem gewann man mit RAW keine zusätzlichen Fernsehzuschauer, mit SmackDown holte man schlechtere Quoten denn je, und die Buyrates der Großveranstaltungen waren teils erschreckend niedrig.

Total Nonstop Action Wrestling tat das, was es am besten kann: die Liga verpulverte viel Geld und holte damit das exakt gleiche Rating, das man auch ohne Eskapaden auf dem Gebiet der Personalkosten immer und immer wieder erzielt hat. Schon mit einem Blick in die leeren Museen weltweit hätte man erkennen können, dass man heutzutage keine Leute mehr mit altertümlichen Ausstellungsstücken anlockt, trotzdem versuchte man es bei TNA Wrestling mit dem Auffahren einer Mumienparade rund um Hulk Hogan mit seinen bröckeligen Knochen und Leuten wie den Nasty Boys, die von Alters wegen schon an den Kreuzzügen hätten teilnehmen können - nur um hinterher erkennen zu müssen, dass das, was sich in den Museen abspielt, auch auf andere Bereiche übertragen lässt.

Im Independent-Bereich konnte man hie und da respektable Zuschauerzahlen einfahren und übertraf häufig die hundsmiserablen Besucherzahlen bei House Shows von TNA Wrestling, nichtsdestotrotz bewegt man sich nach wie vor selbstverständlich auf einer wirtschaftlich ganz anderen Ebene als größere Ligen. Jener wirtschaftliche Aspekt wurde auch in Japan nicht besser als in den Jahren zuvor, und im mexikanischen Lucha Libre berief man sich einmal mehr darauf, dass die tendentiell schwachen Zuschauerzahlen nicht an der Qualität der gebotenen Shows, sondern an der mangelnden Zahlkraft der Zuschauer infolge der Wirtschaftskrise liegen müsste.

"Tendentiell schwach" ist dabei natürlich eine relative Größe, denn ein tendentiell schwacher Zuschauerstrom bedeutet in Mexiko trotzdem, dass an jedem Tag mehr Leute in Wrestlingarenen anzutreffen sind, als TNA Wrestling zu all seinen Shows des Jahres in der Summe anlocken konnte. Während es andernorts als großer Erfolg gewertet werden kann, wenn mal eine vierstellige Zahl an Menschen angelockt wird, inszenierte beispielsweise das Consejo Mundial de la Lucha Libre allein in der Arena México im Jahr 2010 mehr als 120 Veranstaltungen und war anschließend traurig, dass man an jedem Freitag im Durchschnitt nur etwas mehr als 10.000 Leute anlocken konnte. Ein schwächelndes Business bedeutet dort also ein Schwächeln auf einem vergleichsweise hohen Niveau, weswegen unsere diesjährige Nummer 1 diesmal zum dritten Mal aus Mittelamerika kommt.
1
La Sombra
Im Internet ist thecubsfans Luchablog eine der zentralen Anlaufstellen für die Fans des mexikanischen Wrestlings, und thecubsfan war es, der kurz vor dem Ende des Jahres 2010 äußerte, dass man sich diesmal eigentlich die dortigen Year End Awards schenken könnte und La Sombra stattdessen ohne Abstimmung jeden einzelnen Award überreichen könnte. Denn La Sombra schaffte etwas, was in den 77 Jahren, die es die älteste Wrestlingliga der Welt schon gibt, noch nie dagewesen ist. Die beiden größten jährlichen Veranstaltungen des mexikanischen Wrestlingkalenders sind die "Homenaje a Dos Leyendas" im März und die Anniversary Show der Liga im September. Bei beiden Veranstaltungen stand La Sombra im Main Event, bei beiden triumphierte er am Ende - und bei beiden demaskierte er einen alteingesessenen Wrestlingstar. Während selbst etablierte mexikanische Superstars meist jahrelang warten müssen, ehe sie einen Wrestler demaskieren dürfen, schaffte es La Sombra gleich zweimal, und das auch noch auf der höchstmöglichen Ebene, die es im Lucha Libre gibt.

Die erste Demaskierung erreichte La Sombra im Rahmen einer Art Relevos Suicidas Match, als zunächst vier Wrestler aufeinandertrafen, um die beiden Männer zu ermitteln, die hinterher in einem Mask vs. Mask Match aufeinanderprallen sollten. Es traf La Sombra und Felino, und der junge Mann aus der mexikanischen Laguna-Region schaffte es, seinen Gegner zu bezwingen. Damit setzte er einer mehr als zwanzig Jahre langen Erfolgsgeschichte ein Ende, denn so lange verbarg sich Felino bereits hinter seiner Maske. Ein knappes halbes Jahr später stieg La Sombra dann mit dreizehn anderen Wrestlern in einen großen Käfig, und wieder ging es darum, dass am Ende ein Wrestler seine Maske verlieren würde. La Sombra verblieb mit El Olímpico im Ring zurück, und schlussendlich gewann er auch dessen seit beinahe zwanzig Jahren etablierte Maske.

Natürlich waren dies nicht die einzigen Erfolge, die La Sombra erzielen konnte. Ganz im Vorbeigehen fiel er auch als Titelträger auf, denn als einer der beiden CMLL World Tag Team Champions ging er in das Jahr, und als einer der amtierenden CMLL World Trios Champions verließ er es. Zudem schaffte La Sombra zum ersten Mal in seiner immer noch sehr jungen Karriere den Sprung nach Japan, wo er trotz des dort eher mäßigen Bookings mexikanischer Gaststars mit gewonnenen Einzelmatches gegen Leute wie Tiger Mask IV und Jushin Thunder Liger immerhin erste sichtbare Fußstapfen setzen konnte.

Geprägt waren La Sombras Auftritte nicht nur von Erfolgen, sondern auch sehr oft von einer bestechenden wrestlerischen Qualität. Zwei seiner Einzelkämpfe gegen Volador Jr. sowie ein Match gegen Dragón Rojo Jr. gelten als ernsthafte Kandidaten auf den Titel des besten mexikanischen Kampfes des Jahres. Und während Místico, der die GB100 in der Vergangenheit zweimal auf dem ersten Rang abschloss, die richtigen Gegner und ein wenig Führung benötigte, um eine nachhaltige Kampfqualität zu erzeugen, schaffte La Sombra dies in vollkommen eigener Verantwortung. Bezeichnete man La Sombra vor einiger Zeit noch als einen "neuen Oro", ist er inzwischen - und das mit gerade einmal 21 Jahren - schon weit über all das hinausgeschossen, was Oro einst erreicht hatte.
2
Satoshi Kojima
2005 war das Jahr, in dem Satoshi Kojima der endgültige Durchbruch gelang. Als Trueborn von New Japan Pro Wrestling war er Keiji Muto zu All Japan gefolgt, wo er mit der Triple Crown seinen ersten großen Einzeltitel gewinnen konnte. Doch damit nicht genug. Als Outsider gelang ihm in seiner ehemaligen Heimat das Kunststück, seinem langjährigen Partner Hiroyoshi Tenzan den IWGP Title abzunehmen und als erster Wrestler gleichzeitig die beiden prestigeträchtigsten Titel Japans zu halten. Der Lohn? Platz 1 in den GB100. Nach ein paar Jahren ohne größere Erfolge und Titel, sollte Kojima im abgelaufenen Jahr nun wieder daran anknüpfen und ähnliche Triumphe einfahren können.

Das Jahr 2010 begann für Kojima inmitten seiner zweiten Regentschaft als Träger der Triple Crown. Nach einer Titelverteidigung gegen Joe Doering nahm diese jedoch ein überraschend frühes Ende, als er sich im März überraschend dem ehemaligen Sumoringer Ryota Hama geschlagen geben musste. Nach einem durchwachsenen Champions Carnival, in dem er sich zwar einerseits an Hama für seine Niederlage revanchieren konnte, in dem er aber andererseits das Finale verpasste, verkündete Kojima überraschend, dass er seinen Vertrag bei All Japan nicht verlängern würde, weil er ein paar Verletzungen ausheilen müsse. Sein vorerst letztes Match für die Promotion bestritt Kojima am 30. Mai. Damit, dass er jedoch schon im Juli seine Rückkehr verkünden würde, und dies bei seiner ursprünglichen Heimat New Japan Pro Wrestling, war zu dem Zeitpunkt noch nicht zu rechnen. Noch weniger war damit zu rechnen, wie erfolgreich das zweite Halbjahr werden sollte.

Im G1 Climax, dem wichtigsten Turnier Japans, setzte sich Kojima in einer sehr starken Gruppe unter anderem gegen Shinsuke Nakamura, Hirooki Goto, Go Shiozaki, Giant Bernard und Yuji Nagata als Gruppensieger durch. Auch das anschließende Finale gegen Hiroshi Tanahashi konnte Kojima in einem denkwürdigen Kampf siegreich gestalten, und er trug in der zwanzigsten Ausgabe zum ersten Mal seinen Namen in die Siegerliste ein. Im Oktober war der obligatorische Title Shot für den G1-Climax-Sieger fällig, und auch im Kampf gegen Togi Makabe konnte Kojima triumphieren und seine zweite Regentschaft mit dem IWGP Title starten. Zu einer Titelverteidigung gegen Shinsuke Nakamura kamen noch Siege gegen nahezu die komplette Midcard und Upper Midcard New Japans hinzu.

Triple Crown Champion, G1 Climax Sieger, IWGP Champion, eine konsistent hohe Matchqualität. Satoshi Kojima hat sich den hohen Platz in unseren Top 100 im zweiten überragenden Jahr seiner Karriere redlich verdient.
3
Claudio Castagnoli
Abgesehen von einem schwachen Jahr 2008 ist der schweizer Exportartikel zum vierten Mal in fünf Jahren der höchstplatzierte Europäer in den GB100 - und das auch im Jahr 2010 wieder einmal vollkommen verdient. Und dies nicht allein durch die Tatsache, dass er einer der heute vielleicht besten Wrestler der Welt ist und mit seiner Statur in den unabhängigen Ligen der Welt eine Ausnahmeerscheinung ist. Früher zeichnete Double C aus, dass er trotz seiner Statur fast wie ein Cruiserweight wrestlete, doch hier ist er eindeutig gereift und weiß mittlerweile aus seiner Statur Kapital zu schlagen. Er verfügt darüber hinaus über die wichtige Eigenschaft, jeden Gegner gut aussehen lassen zu können, sei er ihm auch körperlich noch so unterlegen. Hier macht sich offenbar die jahrelange Erfahrung seiner Arbeit bei CHIKARA bemerkbar. Schließlich hat er dort nicht umsonst das beste Standing aller Rudos, sondern er ist auch seit vielen Jahren zusammen mit Mike Qauckenbush Head Trainer der CHIKARA Wrestlefactory und hat seitdem einige richtig gute Wrestler geformt.

In Europa ist Claudio mittlerweile nur noch ein seltener Gast, doch das schadet gar nicht, schließlich ich der europäische Markt nun auch nicht gerade das Mekka unseres Sports und so ist schon viel eher erwähnenswert, dass er auch im Jahr 2010 wieder zwei Touren für Pro Wrestling NOAH absolvieren durfte. Während es im Januar bei der ersten Tour eher weniger erfolgreich lief und er zusammen mit Chris Hero in der Global Tag League keinen Sieg einfahren konnte, verdiente er sich gemeinsam mit ihm im Rahmen der "Winter Navigation" einen Titelkampf im Co-Main-Event der letzten großen Show des Jahres. Auch wenn Claudio und Hero hier unterlagen, ist davon auszugehen, dass die Kings of Wrestling in Japan weiter von sich reden machen werden.

Weit mehr im Mittelpunkt stand Claudio allerdings bei CHIKARA Pro Wrestling, wo er als Anführer der Bruderschaft des Kreuzes die gesamte neunte Season bestimmte. In 19 Kämpfen wurde er nur ein einziges Mal gepinnt, und das auch nur aufgrund eines Eingriffes von außen. Zudem hielt er zusammen mit seinem Landsmann Ares die Campeonatos de Parejas und verteidigte sie unter anderem gegen Incoherence und das Osirian Portal. Zusammen mit Ares und Tursas sicherte er sich im April außerdem zum ersten Mal den Sieg im King of Trios Tournament. Auch auf der anderen Seite der Vereinigten Staaten lief es alles andere als schlecht für Claudio, sicherte er sich doch dort sechs Jahre nach seinem Umzug in die USA mit dem PWG World Title seinen ersten großen Einzeltitel im Land der unbegrenzten Möglichkeit. Die meiste Aufmerksamkeit in den Vereinigten Staaten bekam er jedoch durch seine Auftritte für Ring of Honor, wodurch er jeden Montag im landesweiten Fernsehen zu sehen war. Zusammen mit Chris Hero sicherte er sich dort im April 2010 die ROH World Tag Team Titles und verteidigte sie seitdem unter anderem gegen die Briscoe Brothers oder auch in Deutschland gegen Doug Williams und Martin Stone. Auch ein Sieg über das World's Greatest Tag Team sprang 2010 heraus.
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