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GB100: die 100 wichtigsten Wrestler des Jahres

Seit dem Jahre 2004 setzt sich immer in der Weihnachtszeit ein ausgesuchtes Gremium unserer Homepage zusammen und analysiert die wichtigsten Fehden, die besten Kämpfe und herausragendsten Ereignisse des Jahres, immer verbunden mit einem Blick auf die Bedeutung der Liga bzw. der Ligen, in denen sich die betroffenen Szenen abspielten. Das Ergebnis sind Genickbruchs einhundert wichtigste Wrestler eines jeden Jahres.
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Vorwort
Zum fünften Mal in der Geschichte der liebenswürdigsten Homepage der Welt beginnt ein neues Jahr mit einem Zankapfel. Denn wie schon in den Jahren zuvor, so traf sich auch in der Weihnachtszeit des Jahres 2008 ein ausgesuchtes Gremium unserer Webseite und analysierte die wichtigsten Fehden, die besten Kämpfe und die herausragendsten Ereignisse der abgelaufenen zwölf Monate, immer verbunden mit einem Blick auf die Bedeutung der Liga bzw. der Ligen, in denen sich die betroffenen Szenen abspielten. Das Ergebnis sind Genickbruchs einhundert wichtigste Wrestler des Jahres 2008.

Bei jeder neuen Auflage der GB100 scheint sich ein neues Problem bei der Aufstellung der Wrestlerliste zu ergeben. 2007 war das Hauptproblem eine selten zuvor dagewesene Verletzungsseuche, die die Topcarder scheinbar aller wichtigen Ligen der Welt heimgesucht hatte. Ein Jahr zuvor stachen nur wenige Wrestler aus einem großen Pulk stark gepushter Wrestler heraus. Im Jahr 2008 war das Problem wieder ein anderes: nur wenige Wrestler standen in ihren Ligen zwölf Monate am Stück an der Spitze, vielmehr fielen viele durch punktuelle Erfolge auf und durch Zwischenspurts an der Spitze ihrer Liga, welche sich mit Phasen in der zweiten Reihe oder mit verletzungsbedingten Ausfallzeiten ein munteres Wechselspielchen leisteten.

Hinzu kam, dass das Wrestlingbusiness auch im Jahre 2008 einmal mehr eine Seitwärtsbewegung durchlebte. Im letzten Jahr merkten wir an, dass die Einschaltquoten von World Wrestling Entertainment gesunken waren, in diesem Jahr ging es nochmals ein Stück weiter nach unten. Für Total Nonstop Action Wrestling waren Erfolge an der Zuschauerfront seit jeher ein Fremdwort. Selbst im mexikanischen Wrestling, das in den letzten Jahren noch geboomt hatte wie keine andere Wrestlingkategorie der Welt, setzte in diesem Jahr eine Abschwungsbewegung ein.

Konsequenz dieser Zustände war, dass wir am liebsten drei Viertel der Wrestler der neuen GB100 in der unteren Hälfte der Liste platziert hätten. Was vielleicht in einem Paralleluniversum möglich wäre, ist in unserer Realität aufgrund des Strolches, der die Prinzipien der Logik erfunden hat, natürlich nur schwer möglich - also stritten und schlugen wir uns, und im Ergebnis kamen wir zur folgenden Top 100.
1
Keiji Muto
Nicht nur in Mexiko scheint der große Boom vorbei zu sein, auch die Wrestlingszene in Japan tut sich weiterhin sehr schwer, einen Weg aus der Talsohle zu finden. Mit dem Verlust des nationalen Free-TV-Vertrages von Pro-Wrestling NOAH erfolgte zum Ende des Jahres sogar ein weiterer massiver Rückschlag. New Japan schaffte es 2007 zwar, die Kosten zu drosseln und die Qualität des Produktes dramatisch zu erhöhen, die finanziellen Erfolge dieser Maßnahmen blieben zu diesem Zeitpunkt allerdings noch aus. Und so bedurfte es eines knapp fünfzigjährigen Mannes mit kaputten Knien, um zumindest positive Signale zu erwirken. Gleich zwei der drei großen Ligen vertrauten 2008 ihr Schicksal einem Champion Keiji Muto an. Speziell für New Japan zahlte sich das Vertrauen in den alten Mann voll und ganz aus. Nicht nur generierte die zeitweise Rückkehr des ehemaligen Superstars der Liga genug Interesse, um die Zuschauerzahlen bei den Shows mit seiner Beteiligung in die Höhe zu treiben - die Einschaltquoten der Fernsehshows erreichten die besten Werte seit zehn Jahren.

Am 4. Januar kehrte Muto dabei in Gestalt des Great Muta im Tokyo Dome zu einem seiner selten gewordenen Gastspiele beim ehemaligen Arbeitgeber zurück und besiegte Hirooki Goto. Zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht, dass 2008 noch eine Reihe weiterer Auftritte folgen sollten. Das alles geschah einen Tag, nachdem er beim von ihm geleiteten All Japan Pro Wrestling die Tag Team Titles gewinnen konnte. In einem starken Champion Carnival, in dem es unter anderem zu einem Unentschieden gegen Hiroshi Tanahashi kam, reichte es zwar nicht fürs Finale, eine Empfehlung für ein IWGP Title Match, sein erstes seit acht Jahren, war sein Abschneiden aber sehr wohl.

Am 27. April kam es zur Auseinandersetzung zwischen Muto und Shinsuke Nakamura. Und während alle Welt von einem Sieg des Champions ausging, bewies das routinierte "Genie", dass man es nie abschreiben sollte. Mit einem Moonsault, dem selben Move, dem auch seine ersten drei Herausforderer im Anschluss zum Opfer fielen, gewann er seinen vierten IWGP Title. Und als Nakamura im Oktober versuchte, sich den Gürtel zurückzuholen, hatte er noch ein weiteres Ass im Ärmel. Denn als Nakamura den Sieg in der Tasche zu haben schien, schaffte es Muto, einen Frankensteiner als Konter anzubringen und Nakamura bis zum Three Count auf die Matte zu fesseln. Damit geht er als Champion in den Main Event des Tokyo Dome, wo Mutos Nacheiferer und Schüler Hiroshi Tanahashi darauf brennt, den ersten Sieg gegen seinen ehemaligen Lehrer zu holen. Dass man Muto nicht abschreiben sollte, hat aber schon Nakamura deutlich spüren müssen.

Nicht nur bei New Japan machte Keiji Muto von sich Reden. Sein alter Kumpel Great Muta besiegte im September auch noch Suwama in einem Match um die Triple Crown, wodurch Muto erst zum zweiten Wrestler wurde, der die japanische Viererkrone gleichzeitig hält, nachdem Satoshi Kojima 2005 versehentlich den IWGP Title zusätzlich zur Triple Crown gewonnen hatte. Mutos erste Titelverteidigung erfolgte gegen keinen geringeren als Minoru Suzuki, und sie verlief erfolgreich, wodurch Muto all seine Titel auch ins neue Jahr trägt.

In Japan war die Frage nach dem MVP 2008 bereits Mitte des Jahres entschieden. In der zweiten Jahreshälfte häufte Keiji Muto aber noch eine ganze Reihe an weiteren Erfolgen an. Muto feierte große Triumphe in zwei Ligen und untermauerte das in ihn gesetzte Vertrauen durch geschäftliche Erfolge in einem kriselnden Business. Und auch wenn seine Matches aufgrund seiner eingeschränkten Beweglichkeit nicht mehr die technischen Leckerbissen sind wie noch vor fünfzehn Jahren, so vermittelt er auch im Ring durch seine bloße Präsenz den Eindruck wichtiger und bedeutsamer Kämpfe und lässt die Zuschauer nicht unzufrieden nach Hause gehen. Unter dem Strich steht damit auch in der GB100 der erste Rang für Keiji Muto.
2
Triple H
Nachdem er sich ein paar Jahre fast komplett aus dem Titelgeschehen heraushielt und lieber das Gesicht von Vince McMahon in den Hintern von Big Show drückte, konnte Triple H in diesem Jahr die Finger nicht vom Gold lassen und war im Prinzip von Januar bis Dezember durchgehend in Fehden rund um den WWE Title verstrickt. Schon beim Royal Rumble schnupperte er an seinem zweiten Sieg der großen Battle Royal, wurde aber vom zurückkehrenden John Cena daran gehindert. Einen Monat später aber gewann er die Elimination Chamber gegen Shawn Michaels, John Bradshaw Layfield, Umaga, Chris Jericho und Jeff Hardy und verdiente sich dadurch einen Platz im 3-Way Match um den WWE Title bei WrestleMania XXIV. Hier pinnte der Champion Randy Orton zwar noch John Cena und verteidigte seinen Title, einen Monat später aber sicherte sich der Cerebral Assassin zum siebten Mal das traditionsreiche Gold und zog dadurch mit The Rock gleich, der zuvor alleiniger Rekordhalter des Titles war.

Es folgten unzählige Titelverteidigungen gegen Randy Orton in verschiedenen Gimmickmatches, bis sich dieser das Schlüsselbein brach. Auch John Cena stellte keinen Gegner dar, so dass man beim Draft 2008 das Unmögliche wahr machte und Triple H erneut zu SmackDown schickte. Dieses Mal waren keine Dudley Boyz und Booker T mehr da, die man für Hunter eintauschen konnte, also blieb er beim blauen Brand und verteidigte seinen Title dort bei Pay-Per-Views gegen Edge, The Great Khali und Jeff Hardy. Auch fünf Männer im Championship Scramble bei Unforgiven im September konnten ihm nicht gefährlich werden. Erst bei der Survivor Series verlor Hunter den Titel überraschend an den zurückkehrenden Edge. Damit war Hunter allerdings nicht aus dem Titelrennen, denn er versuchte auch bei der letzten Großveranstaltung des Jahres am WWE Title kleben zu bleiben, wenngleich es nicht zum Sieg recihte.

Festzuhalten bleibt, dass Triple H an jeder Großveranstaltung von World Wrestling Entertainment teilnahm und jedes Match irgendetwas mit dem WWE Title zu tun hatte. Er hielt das gute Stück sieben Monate durchgehend und dominierte zunächst RAW und dann SmackDown wie kein anderer Wrestler. Niemand war über das gesamte Jahr so konstant an der Spitze der Promotion sowie in Titelfehden involviert wie er, womit sich Triple H den zweiten Platz in den GB100 verdient hat.
3
Blue Panther
In einem Jahr, in dem es dem mexikanischen Wrestling nicht mehr so gut ging wie in den Jahren zuvor, schaffte es ein Wrestler trotzdem, immer wieder von sich reden zu machen: Blue Panther. Der Maestro Lagunero feierte 2008 nicht nur das dreißigste Jubiläum seiner Wrestlingkarriere, er legte außerdem ein Jahr hin, wie er es selten zuvor geschafft hatte. Überstrahlt wurde dies von seiner Demaskierung, die im Main Event der 75. Anniversary Show der ältesten Wrestlingliga der Welt stattfand und die nach all den Dekaden, die es das Lucha Libre nun schon gibt, als größter Upset in einem Mask vs. Mask Match aller Zeiten gilt. Blue Panther verlor seine Maske, die er im Laufe seiner Karriere in mindestens zwanzig wesentlichen Apuestas Matches erfolgreich verteidigt hatte, vollkommen überraschend gegen den Freelancer Villano V.

Abseits der Luchastory des Jahres, in der er den unterlegenen Mann verkörpern musste, fuhr Blue Panther im Jahre 2008 einen Sieg nach dem anderen ein. So gelang es ihm, der Wrestlingwelt das Gesicht von Tigre Universitario zu offenbaren, das dieser zwanzig Jahre lang unter einer Maske verborgen hatte. Panther demaskierte den Tiger von Monterrey im Finale einer Ruleta de la Muerte. Auch Diluvio Negro #2 gehörte zu Panthers Opfern, er verlor gegen den Maestro Lagunero seine Haare. In Guadalajara gewann Blue Panther die neueste Auflage der Copa Diablo Velazco, als er sich am Ende gegen Negro Casas durchsetzen konnte. Und selbst das Torneo "Leyenda de Azul" hätte er gewinnen dürfen, wenn er sich nicht selbst dagegen entschieden hätte. Sein Sonderrecht, bei dieser Show noch einmal maskiert antreten zu dürfen und das Turnier um den Titel der blauen Legende zu seinem großen Abend werden zu lassen, gab er freiwillig auf, um seine Maske stattdessen noch einmal bei einer Charity-Veranstaltung tragen zu können, damit diese weiter ins Rampenlicht rückte und um mehr Geld für den guten Zweck sammeln zu können.

Im Ring war Panther an praktisch allen Mano a Mano Matches in Mexiko beteiligt, die das Jahr 2008 in den Wrestlinggeschichtsbüchern überdauern werden. Bei der Zeremonie zum 25. Geburtstag des Atlantis-Gimmicks wurde er vom Ídolo de los Niños dazu ausgewählt, gegen ihn dessen Jubiläumskampf zu bestreiten, und er legte mit ihm prompt einen der Kandidaten auf das mexikanische Match des Jahres hin. Gleiches gelang ihm bei der Show zu seinem eigenen dreißigsten Wrestlingjubiläum, als er mit El Averno in den Ring stieg. Gegen Villano V präsentierte er sich bei der Anniversary Show des Consejo und beim Rückkampf in Puebla in gleich zwei denkwürdigen Matches, und auch ein Mano a Mano gegen Último Guerrero gilt als ernsthafter Anwärter auf den besten Kampf des abgelaufenen Lucha-Jahres.

Blue Panther hat sich in diesem Jahr in eine Position gekämpft, durch die er den Lockerrom des Consejo Mundial de la Lucha Libre deutlich überstrahlt - und zwar soweit, dass für ihn die starren Rudo-Técnico-Grenzen der Empresa nach 75 Jahren aufgeweicht wurden, als sich im Zuge der Backstagerevolution der Liga die "Ola Lagunera" als Schutzgruppe für den Maestro Lagunera gründete. Und auch abseits des Wrestlingbusiness ist man sich Blue Panthers Sonderrolle gewiss: im Dezember wurde er zum Ehrenbürger des mexikanischen Bundesstaates Durango ernannt - eine Ehre, die vor ihm nur der erste mexikanische Präsident, ein Revolutionsheld und eine Schauspielerin erhalten hatten.
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