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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#083 - Carlos Colon
# 83: Carlos Colon
Sind mehr als 70 Narben auf dem Kopf ein Grund für die Einführung von Carlos Colón? Natürlich nicht, aber sie zeugen vom vollen Einsatz des Mannes über mehrer Jahrzehnte, die viele großartige Kämpfe und Fehden beinhalteten. Als mehrfacher Champion und führender Promoter war er es, der das Wrestling in der Karibik erst richtig berühmt machte und mit seinem World Wrestling Council eines der besten und eines der gefährlichsten Territorien aufbaute. Wohl der größte puertoricanische Wrestler aller Zeiten und der ungekrönte König der Karibik – das ist unsere Nummer 83.

Carlos Colon wurde am 18. Juli 1950 geboren und wuchs in San Isabel auf Puerto Rico auf und wurde dort auch auf das Wrestling aufmerksam. Obwohl sein Körperbau nicht gerade der typischen Wrestlerfigur entspricht, erarbeitete er sich den Ruf eines der härtesten Gegner der Insel. Bereits 1965 feierte er sein Debüt und wrestlete von da an unter verschiedensten Gimmicks wie Prince Kukuya oder Carlos Belafonte, bevor er dann schließlich als Carlitos Colon berühmt wurde.

In den späten 60ern und frühen 70ern tingelte Colon von Territorium zu Territorium und wrestlete für eine Vielzahl von Promoter bevor er sich 1973 dazu entschloss gemeinsam mit Víctor Jovica eine eigene Wrestlingliga zu gründen. Die beiden formierten Capitol Sports Promotions, was der offizielle Dachverband ihrer neuen Lige, dem World Wrestling Council, sein sollte. Noch in den 70ern gelang es ihm ins puertoricanische Fernsehen zu gelangen und dort seine Shows zu präsentieren. Dadurch wurde die WWC schnell zur absoluten Nummer eins der Karibik und durch das Fernsehen konnten immer mehr Fans gewonnen werden, die sich zu einer der stärksten Fanbasen überhaupt entwickelten.

Auch im Ring etablierte sich Carlos Colon als eine der Leitfiguren der Region. Als der Top Star der Promotion erarbeitet sich Colon dann auch schnell die Spitzenposition in der gesamten Karibik und das bei solcher namhaften Konkurrenz wie Hércules Ayala, der kürzlich verstorbene José Miguel Pérez Sr., Hurricane Castillo oder Invader #1. In der WWC präsentierte Colon immer wieder hochkarätige Gastwrestler wie Abdullah the Butcher, Pedro Morales, Ox Baker, Dory Funk Jr., und viele andere. In seiner mehr als 30 Jahre andauernden Karriere sicherte sich Carlos Colon den WWC World Heavyweight Title sagenhafte 29 Mal, den WWC Puerto Rican Heavyweight Title neun Mal, den WWC North American Heavyweight Title acht Mal und auch die WWC World Tag Team Titles konnte er mehrfach gewinnen. Neben seinen Titelerfolgen ist Colon auch für seine blutigen Ringschlachten bekannt geworden, die er gegen berühmte Namen führte. Eine seiner legendärsten Fehden führte er gegen den sudanesischen Verrückten Abdullah the Butcher. In dieser Fehde floss so viel Blut, wie wohl in kaum einer anderen und auch die Kampfverläufe waren sehr brutal. Des öfteren gehörten auch Bruiser Brody, Stan Hansen, Ernie Ladd und andere zu seinen Fehdenpartnern.

Am 17. Oktober 1983 feierte die WWC ihren zehnten Geburtstag im Roberto Clemente Stadion vor 32.000 Zuschauern in der puertoricanischen Hauptstadt San Juan. In einem Kampf, in dem der WWC Champon Carlos Colon gegen den NWA Champion Harley Race antrat, standen beide Titel auf dem Spiel und der Kampf endete in einem Time Limit Draw nach 60 Minuten. Drei Monate später machte sich auch der neue NWA Champion Ric Flair auf den Weg nach Puerto Rico, um Carlos Colon im Stahlkäfig um dessen Titel zu fordern. Wiederum stand auch der NWA World Heavyweight Title auf dem Spiel. Unter dem Jubel von tausenden enthusiastischen Fans erreichte Colon am 18. Dezember 1983 das Highlight seiner Karriere und besiegte Flair, um neuer NWA World Heavyweight Champion zu werden. Trotzdem weigerte sich die NWA den Titelwechsel zu akzeptieren und als Reaktion darauf wurde Colons WWC Title in Universal Heavyweight Title umbenannt, um zu signalisieren, dass er der größere Champion sei.

Carlos Colon dominierte die Region bis zum Ende der 80er Jahre und durfte seine Künste auch kurz einmal in der WWF präsentieren, wo er 1993 zum Beispiel am Royal Rumble teilnahm. Mitte der 90er trat er dann vom aktiven Wrestling zurück. Nach seinem Rücktritt kümmerte er sich dann voll auf das Training seiner Söhne Eddie Colón und Carly Colón, die in der WWC schnell zu Stars werden konnten. Carly ist übrigens kein anderer als Carlito Caribean Cool. Colon übt natürlich auch weiterhin den Posten des WWC Promoters aus und es dürfte keine Übertreibung sein, wenn man behauptet, dass Colon dafür verantwortlich ist, dass die Karibik zum vielleicht heißesten Pflaster im Wrestling überhaupt geworden ist. Viele Legenden ranken sich um das Territorium und auch viele bestätigte Geschichten tragen zu diesem Ruf bei. So zum Beispiel solltet ihr euch in unserer Skandalrubrik, die man über die Hauptseite in der Kategorie Hintergrund erreichen kann, mal den Beitrag "Ric Flairs Reise in die Karibik" und ganz besonders "Der Tod von Bruiser Brody" angucken. Colon ist eine Legende in Puerto Rico und ist der unumstrittene Vater des Wrestlings in der Karibik, was ihm hier den 83. Platz einbringt.
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