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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#044 - Eric Bischoff
#44 Eric Bischoff
Er hat es gewagt Vince McMahon Jr. herauszufordern und als Ergebnis davon entfachte er ein Interesse am Wrestling, wie es zuvor noch nicht da gewesen war. Dies schaffte er mit einer Storyline, die als die vielleicht größte in der Geschichte des Wrestling eingegangen ist. Der umstrittene frühere Präsident von World Championship Wrestling, Eric Bischoff, findet sich hier auf Platz 44 wieder.

Eric Bischoff wurde am 27. Mai 1958 in Detroit, Michigan geboren und war seit seiner frühsten Kindheit ein Wrestling Fan. Während seiner High School Zeit zog er mit seiner Familie nach Pittsburgh, Pennsylvania und begann dort mit dem Training von diversen Kampfsportarten. Neben mehreren schwarzen Gürteln gewann er auch viele Amateur Turniere. Nachdem seine Familie ein weiteres Mal umzog, dieses Mal nach Minneapolis, Minnesota besuchte er die Universität von Minnesota und machte seinen Abschluss in Business Administration mit einer Spezialisierung auf Medien. Nach seinem Abschluss hoffte Bischoff darauf seine Fähigkeiten im Wrestling Business einzusetzen und wurde sofort von Verne Gagne für seine AWA angeheuert.

Nach seinem Engagement bei der AWA in den frühen 80ern agierte er dort als Junge für alles und sorgte für frischen Kaffee, erledigte Botengänge und mähte sogar Verne Gagnes Rasen. Immerhin wurde er für seine Bemühungen belohnt und wurde schnell zum Kommentator der regelmäßigen TV Show auf ESPN befördert. In den darauffolgenden Jahren arbeitete sich Bischoff in der AWA weiter hoch und wurde mit der Zeit zuständig für die Bezahlung, Sponsoren und die Produktion der TV Shows. Zum Ende des Jahrzehnts war Bischoff zu einem der wichtigsten Männer hinter den Kulissen aufgestiegen und im Jahre 1990 bekam er zum ersten Mal die kreative Kontrolle über eine komplette Liga. Allerdings war die Liga zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie tot und kaum noch in der Lage mit der WWF und der gerade von Ted Turner aufgekauften WCW zu konkurrieren. In der schlechten Lage hoffte er die Liga mit einem innovativen Idee namens Team Challange Series zu retten. Das gesamte Roster wurde zu diesem Zweck in vier Teile gesplittet: Larry Zbyszkos "Legends", Baron Von Raschkes "Blitzers", Sgt. Slaughters "Snipers" und Colonel DeBeers' "Diamond-Cutters". Die Idee sah vor, dass die Teams in einer mehrmonatigen Saison um Punkte kämpften, die sie für ihre Teams durch Siege erringen mussten. Die ganze Idee floppte völlig und es wurden immer weniger Zuschauer, sodass im Dezember 1990, kurz nach dem Abgang vom AWA World Heavyweight Champion Larry Zbysko zur WCW, der Bankrott angemeldet werden musste.

Nachdem die AWA endgültig gescheitert war versuchte Bischoff bei der WWF als Kommentator unter zu kommen, bekam allerdings eine Absage. Daraufhin versuchte er sein Glück bei der WCW und bekam dort auch eine Stelle als Kommentator und debütierte 1991 beim Great American Bash. Schnell wurde er zum führenden Kommentator der Liga und als 1993 Bill Watts als Vizepräsident der Liga gefeuert wurde, sah Bischoff seine Chance gekommen und wurde bei den Verantwortlichen von Turner vorstellig. Er sicherte sich auch sogleich die Position und damit die Kontrolle über die Finanzen und die Storyline.

Zu dieser Zeit war seine Aufgabe die WCW mit möglichst wenig Geld zu führen und als dies fehlschlug beschwatzte er Ted Turner mehr Geld locker zu machen, um der WWF ihre Wrestler abzuwerben. Der größte Coup war dabei die Verpflichtung von Hulk Hogan 1994. Nach einigen weiteren warmen Worten hatte er Ted Turner dann auch davon überzeugt ein brandneues Programm am Montag Abend zu kreieren, was head-to-head gegen WWFs RAW laufen sollte. Bischoff benannte sein Baby WCW Monday Nitro und arbeitete das Konzept für das Debüt am 4. September 1995 lange Zeit genauestens aus. Während die Norm im Business damals war Jobber-Kämpfe im Free TV zu zeigen, präsentierte Bischoff mit Monday Nitro aufsehenerregende Storylines und Pay Per View würdige Kämpfe. Damit hatte er den Grundstein für den berühmten Monday Night War gelegt, in dem die WCW und die WWF das Business in neue ungeahnte Höhen hoben.

Trotzdem blieb die WCW auf dem zweiten Platz, bis 1996. Bischoff hatte in Japan eine Invasion-Storyline gesehen und übernahm diese an die aktuellen Geschehnisse angepasst mit den neuesten Verpflichtungen Scott Hall und Kevin Nash als Invasoren der WWF. Dies war ein revolutionäres Konzept, denn beide Ligen hatten bisher immer die Existenz der anderen in ihren Shows bewusst verschwiegen, um kein Interesse an der Konkurrenz zu wecken. Bekannt als die Outsiders lösten Hall und Nash Tumulte in der WCW aus und beim Bash at the Beach stieß Hulk Hogan, der wohl beliebteste Wrestler aller Zeiten, hinzu und gemeinsam formierten sie die New World Order. Das NWO-Angle war sofort ein großer Erfolg für die Liga und verursachte eine 86-wöchige Siegesserie der WCW in den Ratingkriegen. Bischoff war mittlerweile zum WCW Präsidenten aufgestiegen und auch vor den Kameras wurde er zu einem der heißesten Charakteren, als er der NWO beitrat.

Nach einigen Jahren des Erfolgs wurde die NWO langsam aber sicher langweilig und das ist im Wrestling das schlimmste, was passieren kann. Die WWF hatte die NWO mit der Attitude Ära und neuen Stars wie Steve Austin und The Rock ausgekontert, während man bei der WCW immer noch auf Stars der 80er wie Hogan, Randy Savage oder Roddy Piper setzte. 1998 erreichte die WWF wieder die Spitzenposition im Ratingkrieg und Bischoff musste seinen Platz an der Spitze der WCW räumen. Später kehrte er an der Seite von Vince Russo in der Kreativabteilung zurück, aber dies ohne großen Erfolg. Als sich abzeichnete, dass die WCW bankrott gehen würde, stellte Bischoff ein Konsortium zusammen, dass von Fusion Ventures Inc. gestützt wurde zusammen, um die WCW zu übernehmen. Dieser Versuch scheiterte allerdings und Vince McMahon Jr. Kaufte die WCW und schaffte ein Monopol in Nord Amerika.

Trotz des Scheiterns der WCW ist und bleibt Eric Bischoff der Mann, der für den Aufstieg der WCW verantwortlich war und das wird immer in Erinnerung bleiben. Am 15. Juli 2002 schockierte Bischoff die Wrestling Fans als er von Vince McMahon als General Manager von RAW vorgestellt wurde. Dies war wohl der unwirklichste Moment in der Geschichte des Wrestling, als die zwei Feinde gemeinsam vor den Kameras auftraten. Egal was da noch kommen möge, jetzt schon hat sich Bischoff Platz 44 in unserer Liste verdient.
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