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Die 100 einflussreichsten Wrestler

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#027 - William Muldoon
#27 William Muldoon
Man erinnert sich an ihn als Patriarch des Wrestlings in den USA. Er trat zu einer Zeit an, als Wrestling noch ein echter Sport war, und wurde zum ersten Superstar der Pioniertage. Vom NWA Board of Directors wird er als der erste professionelle World Wrestling Champion anerkannt und von uns auf Platz 27 gelistet.

William Muldoon wurde am 25. Mai 1845 in Belfast, New York geboren. Als Jugendlicher begann er mit dem griechisch-römischen Ringen, was gerade sehr populär wurde. Er wurde langsam immer bekannter, aber richtig ins Rollen kam seine Karriere, wie bei den meisten Ringer der damaligen Zeit, erst als er als Soldat der Union im amerikanischen Bürgerkrieg diente. Während des Kriegs kämpften die Soldaten oft gegeneinander, um sich die Zeit zwischen den Schlachten zu vertreiben, und Muldoon besiegte praktisch jeden Gegner.

Nach dem Bürgerkrieg arbeitete William Muldoon als Türsteher und Polizist, wrestlete aber weiterhin sowohl als Amateur als auch als Profi. Schnell wurde er als "Soldier Man" und "Iron Duke" bekannt und schließlich konnte er sich den New York City Police Department Wrestling Title gewinnen. Außerdem reiste er oft mit Schaustellergruppen und begeisterte das Publikum als Wrestling "Champion", der jede Herausforderung von den Zuschauer annahm. Muldoon wurde mit der Zeit immer berühmter, sodass er sich auf das professionelle Wrestling konzentrierte. Zu dieser Zeit gab es praktisch keinen Vollzeit Wrestler, denn die meisten mussten sich nebenher mit anderen Jobs ihren Lebensunterhalt verdienen. Muldoon wurde einer der ersten amerikanischen Athleten, die sich ihren gesamten Lebensunterhalt mit dem Sport verdienten, als er 1875 bei der Polizei kündigte.

1877 konnte William Muldoon den französischen Champion Andre Christol um den European Greco-Roman Heavyweight Title besiegen und am 6. Februar 1977 besiegte er James Owens um den American Collar-And-Elbow Title (ein anderer Stil des Wrestlings, aus dem sich schließlich das moderne Wrestling entwickeln sollte) und wurde somit zum ersten anerkannten professionellen Champion des Wrestlings. Muldoon begann durch das Land zu reisen und trat gegen jeden an, der sich ihm in den Weg stellte und verteidigte so seinen Anspruch als professioneller Wrestling Champion. Zu dieser Zeit wurden Geschäftsmänner, die für Hallen, den Ticketverkauf und die Werbung sorgten, als Promoter bekannt und sorgten so für die Einkunft der Wrestler. Die ersten Promoter waren Barbesitzer, die ihre Lokalitäten einfach dazu nutzten dort Shows zu veranstalten. Doch langsam wurde Muldoon zu berühmt für diese kleinen Örtlichkeiten.

Während William Muldoon die amerikanische Wrestling Szene in den späten 1870ern dominierte, etablierte sich in Europa Professor Theobald Bauer als dominierender Star im griechisch-römischen Ringen und ernannte sich selbst zum World Greco-Roman Champion. Natürlich musste es daraufhin zu einem Kampf der beiden kommen und das wurde somit zum ersten großen Kampf des professionellen Wrestlings. Mulddon forderte Bauer nach dessen Regeln am 19. Januar 1880 in New Yorks Gillmore Gardens, was später der Madison Square Garden werden sollte. Vor mehr als 3.000 Fans schaffte Muldoon es Bauer zu besiegen und etablierte sich damit als wahrer "World Champion". Mit den limitierten Möglichkeiten der Kommunikation im 19. Jahrhundert gab es allerdings nur wenige Stellen, die dies legitimieren konnten und so traf Muldoon oft auf Herausforderer, die seine Stellung anzweifelten. In den nächsten Jahren trat er gegen die besten Kämpfer aus der ganzen Welt an und besiegte einen nach dem anderen.

Sein größter Kampf sollte allerdings 1881 gegen den "Kansas Demon" Clarence Whistler folgen, als die beiden in einem Achtstundenkampf aufeinander trafen, der schließlich als Draw gewertet wurde und als "Torture Marathon", wie der New York Herald titelte, in die Geschichte einging. Das Ergebnis dieses Kampfes war, dass Whistler fast taub wurde, während Muldoon lange Zeit mit einer Rückenverletzung zu kämpfen hatte. 1887 kam es dann zum aller ersten Boxer gegen Wrestler Match in der Geschichte, als Muldoon auf den legendären John L. Sullivan traf und das vor 2.000 Fans in Gloucester, Massachusetts. Der Kampf musste abgebrochen werden, als das Publikum ausrastete nachdem Muldoon Sullivan, dem berühmtesten Boxer der Ära, einen Bodyslam verpasste. Daraufhin wurde Muldoon so populär, dass er in einem Atemzug mit den größten Boxer und Ballsportlern genannt wurde. Es war dieser große Erfolg, der es dem Wrestling möglich machte zu einem angesehenen Sport zu werden.

Zusammen mit Richard K. Fox, einem bekannten New Yorker Geschäftsmann, gründete William Muldoon 19880 die National Police Athletic Association. Die Organisation brachte die National Police Gazette heraus, welche die einflussreichste Boxen und Wrestling Zeitung bis ins frühe 20. Jahrhundert werden sollte. Muldoon trat dann 1887 vom Wrestling zurück und eröffnete das Muldoon Hygienic Institute in Purchase, New York, wo er John L. Sullivan für dessen berühmten Kampf gegen Jake Kilrain trainierte. Muldoon bedrohte den außer Form geratenen Boxchampion mit einem Baseball Schläger, damit er das harte Training bei ihm auch zu Muldoons Zufriedenheit durchzog. Außerdem nahm er Sullivan immer wieder in äußerst schmerzhafte Aufgabegriffe, wenn dieser etwas trinken gehen wollte. Zu dieser Zeit führte William Muldoon den Medizinball als Trainingsobjekt für Boxer ein und trainierte Boxstars wie Kid McCoy und James Dempsey. Außerdem wurde 1920 zum Vorsitzenden der New York State Athletic Commission ernannt und setzte durch, dass Taschenspieler am Ring verboten wurden und auch das Rauchen wurde aus den Hallen verbannt.

Am 3. Juni 1933 verstarb William Muldoon im Alter von 88 Jahren an einem Krebsleiden. Während seiner Karriere hat er das Gesicht des Wrestlings grundlegend verändert und den ersten World Heavyweight Title überhaupt kreiert. Mulddons Dominanz trug dazu bei, dass der Sport in Amerika anerkannt wurde und legte damit den Grundstein für den Boom des Wrestlings im darauffolgenden Jahrhundert. Er wurde sowohl in die Pro Wresling als auch in die Boxing Hall of Fame aufgenommen und bei uns wird er auf Platz 27 in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Wrestlings eingeführt.
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