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Marty Scurll

Allgemeine Informationen
Bürgerlicher Name unbekannt
Gewicht und Größe 189 lbs. (86 kg) bei 5'7'' (1.70 m)
Geboren in Cambridge, Cambridgeshire, England (Vereinigtes Königreich)
Geburtstag 26. Juli 1988 (31 Jahre)
 
 
 Bild 1/3: 2019 als Marty Scurll bei NJPW

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Hier findet ihr Artikel, die Mitarbeiter unserer Webseite zu ausgewählten Jahren aus der Karriere von Marty Scurll verfasst haben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es sind hier nur die Jahre erwähnt, zu denen Artikel vorhanden sind.
Jahr20162017

Das Jahr 2016 in der Karriere von Marty Scurll
geschrieben von Karl-Michael Mauel


Im Jahr 2014 schien es, als wäre die Karriere von Marty Scurll bereits an ihrem Zenit angekommen. Der Brite galt zu diesem Zeitpunkt zwar als durchaus talentierter Wrestler und hatte schon einen Run bei Impact Wrestling hinter sich, wo er Teil der ersten Staffel des "British Bootcamp" war. Dennoch war der Charakter des Party Marty trotz seiner Beliebtheit sehr eindimensional und wurde eher in Multi Men- oder Comedy-Matches eingesetzt statt in den großen Fights. Doch das änderte sich ab Ende 2014: In mehreren bei Youtube veröffentlichten Videobotschaften erklärte Scurll seine Unzufriedenheit mit seinem bisherigen Status und präsentierte eine neue Seite seines Charakters: der Villain Marty Scurll war geboren. Und nachdem dieser schon 2015 erste Erfolge feiern konnte, stand 2016 erst recht im Zeichen des Villain.

Schon im Januar konnte sich Scurll den PROGRESS World Title sichern, als er sich den Gürtel nach einem Sieg gegen den bisherigen Champion Will Ospreay umschnallen durfte. Diesen Titel konnte er in Einzelmatches gegen Mark Haskins, Will Ospreay, Chris Hero und Tommy End verteidigen und sich auch im Thunderbastard Match gegen Ospreay, Haskins, Eddie Dennis, Mark Andrews, Morgan Webster, Paul Robinson, Rampage Brown und Zack Gibson durchsetzen, bevor er den Titel kurzfristig an William Eaver abgeben musste. Doch bereits im Rückmatch konnte sich Scurll den Titel zurückholen und noch einmal gegen Mark Andrews verteidigen, bevor er ihn schließlich in einem 3-Way Match mit Tommy End an Mark Haskins abgeben musste. Im weiteren Verlauf des Jahres konnte er sich zwar noch einmal zum #1-Herausforderer krönen, schaffte es jedoch nicht, den Titel erneut zu erringen. Stattdessen musste er sich bis zum Jahresende mit dem Rückkehrer Jimmy Havoc befassen.

Ähnlich erfolgreich lief sein Jahr in Deutschland bei Westside Xtreme Wrestling. Nachdem er sich im Januar gegen den späteren WWE Cruiserweight Classic-Teilnehmer Da Mack für das 16 Carat Gold Tournament qualifizieren konnte, schied er dort bereits in der ersten Runde gegen den späteren Finalisten Axel Dieter Jr. aus. Nachdem er an den anderen beiden Turniertagen in Nicht-Turniermatches erfolgreich war, ging es in den ersten Monaten nach dem Turnier auf und ab für den Villian. Eine Show im August, die ganz dem Abschied von Tommy End gewidmet war, brachte ein Ereignis, das den Rest seines wXw-Jahres prägen sollte: Im Main Event der Show traf die Sumerian Death Squad, gebildet von Tommy End und Michael Dante, auf The Leaders of the New School [2], bestehend aus Zack Sabre Jr. und Scurll. Wenngleich die Reunion zumindest auf deutschem Boden als "One Night Only" angekündigt worden war, wurde dieses Duo trotzdem als Tag Team für die World Tag Team League im Oktober bestätigt. Dort konnten Scurll und Titelverteidiger Zack Sabre Jr. immerhin das Finale erreichen, wo sie gegen David Starr und Shane Strickland um die wXw World Tag Team Titles unterlegen waren. Einen weiteren Titelshot gegen A4, bestehend aus Absolute Andy und Marius Al-Ani, konnten die Leaders ebenfalls nicht nutzen; dennoch sorgte Scurll noch für Aufsehen, als er den seit Monaten dominierenden Träger des wXw Unified World Wrestling Titles Jurn Simmons bezwang. Dieser Sieg war für ihn der Weg in ein Titelmatch beim Finale der 16th Anniversary Tour. Dort konnte er sich tatsächlich gegen Adam Cole und Simmons durchsetzen und den World Title erringen. So hätte das Jahr optimal für ihn enden können - doch leider kam es anders, und in einer spontan angesetzten Titelverteidigung sicherte sich Axel Dieter Jr. den Titel des Villains.

Solche Erfolge wecken natürlich auch Interesse in Übersee. So durfte Scurll im abgelaufenen Jahr mehrfach bei EVOLVE antreten und überzeugen, unter anderem auch in einem Match um den EVOLVE World Title gegen Timothy Thatcher. Auch bei PWG durfte er 2016 wieder Matches bestreiten. Nachdem der Auftakt beim "All Star Weekend" mit zwei Niederlagen eher bescheiden ausfiel, konnte er im Laufe des Jahres noch Siege gegen Sami Callihan und Mark Andrews sammeln. Beim alljährlichen "Battle of Los Angeles" konnte er sich gegen Pentagón Jr., Cody Rhodes, Mark Haskins, Trevor Lee und Will Ospreay durchsetzen und das Turnier gewinnen. Einen anschließenden Titleshot gegen den damaligen Träger des PWG World Titles Zack Sabre Jr. bei "Mystery Vortex IV" nutzte er nicht, überzeugte aber in dem mehr als halbstündigen Match erneut. Nicht verwunderlich, dass mit Ring of Honor eine weitere Liga auf Scurll aufmerksam wurde. Noch während der England-Tour holte er sich den ROH World Television Title von Will Ospreay und verteidigte ihn bis zum Jahresende erfolgreich.

Party Marty mag lang genug als Held gelebt haben, um zum Villain zu werden. Aber Marty Scurll musste auch zum Villain werden, um zu einem großen Helden des Wrestling zu werden. Nicht unverdienterweise galt er aufgrund seiner Erfolge als einer der besten Independent-Wrestler des Jahres, und die Zukunft steht für den Villain weit offen.
 
 


 
 
 
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