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Billy Robinson

Allgemeine Informationen
Bürgerlicher Name William A. Robinson
Gewicht und Größe 240 lbs. (109 kg) bei 5'11'' (1.80 m)
Geboren in Manchester, Greater Manchester, England (Vereinigtes Königreich)
Geburtstag 18. September 1938
Debüt 1955
Todestag 27. Februar 2014

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In den hier aufgelisteten Newsmeldungen wurde Billy Robinson mindestens einmal erwähnt (was nicht heißt, dass es in der jeweiligen Meldung im Wesentlichen um Billy Robinson ging, dass darin aber eben wenigstens eine Erwähnung stattfanden).
1
Billy Robinson verstorben
04.03.2014 21:58:50
Billy Robinson, der als der beste Catch-as-Catch-Can Wrestler seiner Generation und als einer der besten aller Zeiten gilt, ist in der Nacht auf den 27.02. im Alter von 74 Jahren im Schlaf gestorben. Robinson stammt aus Manchester, England, einer der für seine hartgesottenen Arbeiter berüchtigten Industriestädte Nordenglands, aus einer Familie, die zahlreiche sehr gute Boxer und Ringer hervorgebracht hat. Er selber hätte Boxer werden sollen, doch eine im Alter von 11 Jahren erlittene Augenverletzung bedeutete, dass er die um diesen Sport als Profi auszuüben die nötige Lizenz nie erhalten würde können. Mit 15 arbeitete er auf dem Markt der nahegelegenen Stadt Wigan, er schleppte Kisten und Kartoffelsäcke, und gelangte bald zum berühmt-berüchtigten Catch-as-Catch-Can Wrestling Gym "Snake Pit" von Billy Riley, wo er unter dem damaligen Headcoach Billy Joyce trainierte. Robinson selber sagte über seine Zeit in Wigan: "Die besten Wrestler aller Zeiten waren in diesem Gym versammelt, im Grunde ein Produkt der Britischen Marine (die ihre Matrosen aus Städten wie Wigan rekrutierte). Sie kamen in der ganzen Welt herum [...], eigneten sich allerlei Kampfsporttechniken an [die sie unterwegs beim Kontakt mit den Eingeborenen kennenlernten] und verbanden sie zu einem Submission-Kampfsport. Wenn man in diesem Gym trainierte, schauten einem die ganzen Oldtimer zu, ehemalige World Champions, und wenn einer von ihnen dich mochte nahm er dich immer wieder zur Seite und gab dir Tipps: "Versuch dies mal, Junge, versuch das mal, mach dies lieber nicht, mach das lieber nicht." Es war eine hervorragende Art zu lernen. Sie brachten dir weniger das Ringen bei, sie brachten dir das Lernen bei."
Robinson wurde also als legitimer Submission-Wrestler trainiert, doch zu jener Zeit war das Pro Wrestling in England bereits seit Jahrzehnten ein Work, wenn auch wesentlich weniger showlastig als anderswo. Robinsons genaues Debütdatum im Pro Wrestling ist nicht verifiziert. Die ersten Jahre trat er als Bill Kenton an, später jedoch sammelte er unter seinem richtigen Namen in England schnell Erfolge und hielt mehrere Jahre lang den British Heavyweight Title und den European Heavyweight Title. Auch in Deutschland war er bei den Turnieren von Gustl Kaiser sehr erfolgreich und gewann mehrere davon.
Kaiser war wie Robinson jemand, der großen Wert auf echtes ringerisches Können setzte und reine Showeffekte bei seinen Shows nur spärlich einsetzte. Laut Jackie Pallo war Robinson nur dann bereit, sich für andere Wrestler „hinzulegen“, wenn er überzeugt war, dass sie auch in realen Kämpfen gegen ihn bestehen könnten. Außerhalb des Ringes sei er ein echter Gentleman, innerhalb könne er aber sehr aggressiv sein.
Über seinen Charakter aber gibt es durchaus geteilte Meinungen. Während einige Weggefährten und zahlreiche seiner Schüler, die er in seinen letzten Lebensjahren trainierte, nur lobende Worte für ihn finden, gibt es auch andere Stimmen, laut denen er, insbesondere in seiner Jugend, stets auf der Suche nach Raufereien gewesen sei. Dan Kroffat, der Robinson auf dessen erster Nordamerika-Station in Calgary für Stampede Wrestling kennenlernte, beschrieb ihn als "Bully", der sich mit jedem anlegte, keinen Respekt für reine Show-Wrestler hatte und diese im Ring regelmäßig nach Strich und Faden verprügelte.
Robinson selber meinte dazu, dass dies auch die Schuld der Show-Wrestler gewesen sei, da diese auf Grund seines Rufes oftmals große Angst hatten, mit ihm in den Ring zu steigen, dort verkrampften und er oftmals 5 bis 10 Minuten brauchte, um sie dazu zu bringen, mit ihm einen unterhaltsames Match zu wrestlen. Auch gibt es einige Geschichten, laut derer er gegen einen dieser Show-Wrestler, nämlich Peter Maivia und Sailor White, reale Kämpfe verloren hätte, doch zumindest die Geschichte mit Maivia hat sich als haltlos herausgestellt.
Robinsons erste Station außerhalb Europas war International Wrestling Enterprise in Japan. Wenige Jahre zuvor von Isao Yoshiwara, der zuvor für den Monopolisten JWA antrat, gegründet, blies man 1966 zum Großangriff auf die JWA und verpflichtete, in Zusammenarbeit mit The Great Togo, der die Geschäftskontakte der IWE ins Ausland regelte, einige der damals größten Namen im nordamerikanischen Wrestling. Diese Strategie ging jedoch nicht auf, nach wenigen Monaten trennte man sich von Togo und arbeitete von nun an mit dem englischen Promoter George de Relwyskow Jr. zusammen, welcher bis zum Ende der IWE 1981 zahlreiche europäische Wrestler nach Japan vermittelte, unter anderem Robinson.
In Japan stieß Robinson, ähnlich wie einige Jahre vor ihm Karl Gotch, ebenfalls ein Absolvent des Snake Pit in Wigan und ein enger Freund von Robinsons Onkel – Robinson selbst beschrieb sein Verhältnis zu Gotch als die zu einem Onkel – auf Grund seiner ringerischen Fähigkeiten auf Begeisterung und kämpfte bald in den Main Events.
In Japan lernte er auch Dave Ruhl kennen, welcher ihm sein bereits angesprochenes erstes Nordamerikaengagement bei Stampede Wrestling vermittelte, wo er von Juni 1969 bis März 1970 antrat. Robinson, der immer noch seine Heavyweight Titel aus Europa hielt, wurde in Calgary als solcher angekündigt und begeisterte mit seinem harten, technischen Stil das hartgesottene kanadische Publikum, und er stach in diesem Territory, das in Nordamerika wohl am meisten für die harte Gangart in seinen Ringen bekannt war, nochmals deutlich heraus.
Der Legende nach soll Archie Gouldie nach ihrem Match vom 20.06.1969 seinetwegen das Territory verlassen haben und damit auf ein ihm bereits versprochenes Re-Match um den NWA World Heavyweight Title, seinerzeit der mit Abstand prestigeträchtigste Titel im Wrestling für den es auch die größten Kampfbörsen gab, verzichtet haben – jedenfalls war es dann Robinson selber, der am 07.07.1969 den amtierenden Champion Dory Funk Jr. herausforderte, man trennte sich Unentschieden nach 1 Stunde Kampfzeit.
Nach seiner Zeit in Calgary pendelte er ca. 1 1/2 Jahre zwischen Japan und dem Hawaii-Territory, bevor er im Juni 1971 von Verne Gagne nach Minneapolis zur AWA geholt wurde. Gagne war selber ein Shooter der alten Schule, und seine und Robinsons Mentalität, Wrestling als knallharten Sport darzustellen, deckten sich, und so wurde die AWA Robinsons Heimat für den Rest seiner aktiven Karriere, und auch im Ring lieferten sie sich beide trotz Gagnes mittlerweile fortgeschrittenen Alters in der AWA sowie in Japan für die IWE Kämpfe, die von Zeitzeugen als die besten, die sie je gesehen hatten, eingestuft wurden.
Robinson wurde auch bald von Gagne als Leiter der jährlich stattfindenden Trainingcamps der AWA verpflichtet, aus denen unter anderem Ric Flair, der The Iron Sheik und Ricky Steamboat hervorgingen. Robinson schleifte seine Schüler wochenlang erbarmungslos, wie er es aus seiner Zeit in Wigan gewohnt war, doch anders als in Wigan galt es nicht, Catch-as-Catch-Can-Wrestler auszubilden, die jedem Kampf gewachsen waren, denn das Business hatte sich dahingehend gewandelt, dass diese Fertigkeiten nicht mehr gefragt waren. Damals herrschte noch die alte Mentalität vor, dass man nur die würdigsten, die den geradezu unmenschlichen Trainingsbelastungen standhalten konnten, im Business akzeptierte, doch für die Fähigkeiten, in einem echten Kampf zu bestehen, hatte man keine Verwendung mehr, und somit züchtete man eine Generation von physisch äußerst fitten und abgehärteten Wrestlern heran, die jedoch über keine nennenswerten Fähigkeiten sich im Ring zu behaupten verfügten.
Im Oktober 1975 verließ er erstmals für längere Zeit die AWA und trat bis September 1976 für Championship Wrestling from Florida an. Zuvor wechselte er auch in Japan den Arbeitgeber, er verließ IWE und heuerte bei Antonio Inokis New Japan Pro Wrestling an. Inokis NJPW, Giant Babas All Japan Pro Wrestling und Yoshiwaras IWE lieferten sich seinerzeit eine erbitterte Fehde um die Vorherrschaft im japanischen Wrestling. Für japanische Wrestler war auf Grund des aus dem Sumo stammenden Prinzips der lebenslangen Zugehörigkeit zu einer Liga und der unbedingten Loyalität zu ihr ein Wechsel zur Konkurrenz nahezu unvorstellbar. Von den ausländischen Stars wurde eine solche Haltung jedoch nicht erwartet, und so warben im Laufe Zeit die 3 großen Ligen sich gegenseitig die größten ausländischen Stars ab.
Robinson sollte aber nur eine Tour für NJPW absolvieren, an deren Ende er am 11.12.1975 Inoki um dessen NWF World Heavyweight Title herausforderte, ein Titel, mit Inoki leztlich erfolglos versuchte, den NWA World Heavyweight Title als wichtigsten Titel der Welt abzulösen - die NWA arbeitete nämlich mit Inokis Erzrivalen Giant Baba zusammen.
Dieser Kampf gilt als einer der besten aller Zeiten und wurde von der japanischen Presse zum Match des Jahres gewählt. Die Chemie zwischen den beiden war gigantisch, der Kampf technisch herausragend, überaus dramatisch und packend - eigentlich beste Voraussetzungen für eine lange Fehde. Doch daraus wurde nichts, denn nach dieser Tour wechselte Robinson, wohl aus monetären Gründen, erneut die Fronten und trat von da an für Giant Babas AJPW an, wo er sich zahlreiche hochklassige Ringschlachten mit den Funks und mit Jumbo Tsuruta lieferte und mit Horst Hoffmann, einem Deutschen, gegen den er 10 Jahre zuvor zahlreiche Finalkämpfe der Turniere Gustl Kaisers bestritt, ein erfolgreiches Tag Team formte.
Die folgenden Jahre pendelte er zwischen der AWA und AJPW, abgesehen von einer kurzen Rückkehr nach England 1978, einem Run in Memphis 1980 und in Montreal 1982/83 trat er nirgendwo anders für längere Zeit an. Anfang bis Mitte der 80er ging seine aktive Karriere langsam zur Neige, er wurde nur noch selten in Main Events eingesetzt.
Robinson war weiter als Trainer aktiv, diesmal aber für Catch-as-Catch-Can. 1991 verpflichtete ihn Union of Wrestling Force International, eine japanische Liga, die auf deutlich realistischeres Wrestling setzte als die Konkurrenz von NJPW und AJPW, als Trainer, wo er unter anderem spätere MMA-Kämpfer wie Kiyoshi Tamura und Kazushi Sakuraba formte, sowie die amerikanischen UWFi-Wrestler wie Billy Scott trainierte. Für die UWFi stieg er auch ein letztes Mal in den Ring, am 08.05.1992 bestritt er einen Legendenkampf gegen Nick Bockwinkel.
Durch das Aufkommen von MMA und der Wiederentdeckung von Catch-as-Catch-Can als legitimer Sportart waren Robinsons Shoot-Fähigkeiten erstmals seit seiner Zeit in Wigan wieder richtig gefragt. Er trainierte MMA-Kämpfer wie Josh Barnett und Rolando Delgado. Insbesondere in den letzten 10 Jahren waren seine Seminare sehr gefragt, er tourte noch einmal durch die Welt und gab sein Wissen an zahlreiche junge Kampfsportler und auch an einige aktuelle Pro Wrestler wie Harry Smith, Heddi Karaoui und Timothy Thatcher weiter. Vor 2 Jahren veröffentlichte er seine Autobiographie "Physical Chess: My Life in Catch-as-Catch-Can Wrestling", sowie einige Catch-as-Catch-Can Training-DVDs.
Das Team von Genickbruch.com drückt den Hinterbliebenen und Freunden von Billy Robinson sein Mitgefühl aus.
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