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Alt 26.09.2019, 11:42   #1
Hells Guardian
Schädelbasisbruch
 
Registriert seit: 25.10.2004
Beiträge: 3.860
SAW präsentiert: Ignition S2E3 „Die Form eines Rabens“
aus dem Spectrum Center in Charlotte, North Carolina
23. September 2019


Wir sind backstage und offensichtlich in der Umkleide der Prime Time Players. Die beiden schauen sich gerade eine Videoaufnahme der letzten Show an, genauer die letzten Sekunden ihres Matches geegen Daft Drunk. Nach dem Ertönen der Ringglocke schaltet Titus O'Neil das Gerät aus und schüttelt den Kopf:
„Nur Niederlagen seit dem Titelgewinn.“
Shelton Benjamin klopft ihm auf die Schulter:
„Das wird schon. Der Weg vom Death Slot zur Prime Time war schwierig, aber On Top zu bleiben ist sogar noch schwerer, sagen Manche. Nach Allem, was wir bisher durchgestanden haben, schaffen wir das auch noch.“
High Five der beiden, und es klopft plötzlich an der Tür. Beide schauen überrascht zur Türe, doch bevor sie ein freundliches „Herein!“ rufen können, geht diese bereits auf und die Funky Monkeys betreten den Raum. Titus spricht sie sofort an:
„Hey ihr zwei! Bereit für euer Match heute? Hardy und Strowman sind ne Wundertüte, irgendwie echt creepy, oder?“
„Ja, ja…stimmt…“,
Will Ospreay wirkt irgendwie nicht so, als wäre er mit den Gedanken beim heutigen Match. Sein TagTeam-Partner fasst ihm kurz beruhigend an die Schulter, dann richtet er das Wort an die PTP.
„Dudes, was da letzte Woche gelaufen ist, war nicht cool. Ihr wusstet, dass wir seit Monaten versuchen, diese Clowns in den Ring zu bekommen und ihr müsst nur einmal mit den Fingern schnipsen? Warum habt ihr uns nicht geholfen?“
„Hey sorry Jungs, aber so ist das eben wenn man Champion ist. Das werdet ihr auch noch lernen. Ihr seid jung, ihr seid talentiert, das…“
Weiter kommt Shelton Benjamin nicht, denn Will Ospreay ist praktisch in Bewegung explodiert und hat ihm einen Superkick direkt gegen das Kinn verpasst. Titus O’Neil schaut schockiert zu ihm herüber. Ospreay steht über dem bewusstlosen Benjamin, atmet schwer und schreit ihn förmlich an:
„Nenn mich nicht Junge! Tue nicht so, als wäre ich dumm! Du mit deinem bescheuerten Titel und…“
„Hey Hey Hey…ganz ruhig“,
Versucht Titus ihn zu beruhigen. Offensichtlich der falsche Weg, denn so hat er die Aufmerksamkeit Ospreays auf sich gezogen. Mit einem Schrei springt Will ihn an und prügelt auf ihn ein. Als Titus unter den Schlägen auf die Knie sinkt, bekommt er sofort mehrere Tritte gegen den Kopf, bevor auch er auf dem Boden liegt. Strickland hat das Ganze mit offenem Mund verfolgt. Langsam nähert er sich nun seinem Partner, so vorsichtig, als ist er sich nicht sicher, wie Will reagieren wird. Er legt ihm eine Hand auf die Schulter und spürt, wie Ospreay einmal tief atmet und dann leise sagt:
„Funky fuckin‘ Monkeys“
Ein breites Grinsen zeigt sich auf dem Gesicht von Shane Strickland und die Kamera blendet weg.

„Also immer Klingel und Briefkasten ordentlich beschriften!“
Wir sind zurück aus der Werbung und mindestens eine Person hat den soeben ausgestrahlten Spot wohl nicht gesehen, denn das Schild neben der Klingel ist komplett heruntergekommen, der Name darauf unkenntlich. Immerhin einer scheint sich daran aber nicht zu stören, denn ein behandschuhter Finger sorgt für ein Läuten. Einige Sekunden vergehen, dann wird die Tür geöffnet und wir erblicken ein bekanntes Gesicht. Also mehr oder weniger bekannt, aber immerhin haben wir Kenny Omega, sehr guter Freund von Kota Ibushi, bereits bei NXT gesehen:
„Konnichiwa, Keeeennnnnnnnyyyyyyy! Keine Sorge, ich will dich nicht tot machen.“
Nein, diese Worte stammten nicht von Kenny, vielmehr handelt es sich bei seinem Besucher um Suicide, der sich bereits am Kanadier vorbei in die Wohnung schiebt, während dieser ihn irritiert anstarrt. Der YouTuber winkt genervt ab:
„Was ist das für 1 Japan? Nie South Park geglotzt?“
Nur langsam gewinnt Kenny die Fassung zurück:
„Ähm, was? Und was machst du hier überhaupt?“
Suicide hat in der Zwischenzeit allerdings bereits den Kühlschrank aufgerissen:
„Haste gerade was gelabert, Alter?“
Mit beeindruckender Geschwindigkeit beginnt er, sich ein Sandwich zu basteln, erst landet Mayo auf dem Toast, dann folgen gleich fünf Scheiben Kochschinken. Anschließend greift Suicide sich ein Ei und beginnt, dieses zu pellen, als Kenny es ihm aus der Hand reißt und sich so bedrohlich wie möglich vor ihm aufbaut:
„Raus aus meinem Haus.“
Freundschaftlich legt Suicide den rechten Arm um Kenny, mit der Linken fängt er an, sein Brot auch ohne Ei zu essen:
„Aber, aber, wer wird hier denn gleich eine Rastung kriegen? Lass doch einfach fermentieren, so voll cool und chillig unter Atzen.“
„Hier fermentiert niemand, du „Atze“! Da vorne hat der Maurer das Loch gelassen. Jetzt mach, dass du hier verschwindest.“
Offenbar hat Suicide keinerlei Ahnung von Berufen, denn er lässt sich stattdessen einfach auf die Couch fallen und hebt mehrere Kissen an:
„Das fuckt mich immer so übelst hart ab, wo ist die blöde Fernbedienung schon wieder? Gerade voll Bock, einen Screenitus zu bekommen.“
Zunächst flucht Omega leise auf Japanisch, was dazu führt, dass Suicide ihn leicht irritiert anguckt. Dann stellt er sich entschlossen vor den Fernseher und versperrt dem YouTuber die Sicht:
„Okay, was muss ich tun, damit du verschwindest, du nervst ja schlimmer als nen Schwarm Mosquitos. Muss ich erst die Polizei rufen?“
„Klar, Alter, die 'Polizei' mit ihren großen 'Waffen' und ihren Handschellen, voll geile Idee.“
Kenny rollt mit den Augen und will gerade zur Antwort ansetzen, als Suicide bereits wieder aufspringt:
„Alter, wo ist ein Hammer? Also ich bin auch hammer, aber lass mal das Werkzeug rüberwachsen. Wir müssen deine Bude dringend pimpen. Da hinten, da kommt ein krasses Bild hin, ich als lässiger NXT-Champion mit Titelgürtel. Oder vielleicht an der lamen Wand dort, da wird bald eine meiner krassen Masken richtig ordentlich kicken.“
Während Suicide sich nunmehr offenbar auf die Suche nach dem Hammer begibt, klopft es auf einmal erneut an der Tür. Erneut rollt Omega genervt mit den Augen, öffnet diese dann aber dennoch und sieht sich diversen jungen Japanern gegenüber, jeder Einzelne davon mit Alkohol, Gras oder anderen Dingen ähnlicher Art und Weise in den Händen. Sofort will Kenny die Tür wieder zuschlagen, doch die Masse der Jugendlichen strömt regelrecht über ihn hinweg und in die Wohnung, wo Suicide einen schrillen Schrei ausstößt:
„Eyyyyy, Leute, ich habe schon mal die Location hier abgecheckt. Ist ganz fresh. Plattenpräsident, B-Boy, loslegen!!!“
Sofort stürmt einer der Jugendlichen zur Stereoanlage, während ein Zweiter direkt in einen Breakdance ausbricht. Verzweifelt versucht Kenny, sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, aber all seine Mühen sind vollkommen vergebens, er wird lautstark von „... Baby One More Time“ übertönt. Laut fluchend schnappt er sich sein Handy und beginnt, eine Nummer einzutippen.

Opener
Tag Team Match:

RINGKAMPF vs. The Steiners
Sieger via Submission: Timothy Thatcher nach dem Fujiwara Armbar gegen Scott Steiner

Wir sehen Kota Ibushi, der gerade einen der Trainingsringe verlässt. Höflich bedankt er sich bei dem Trainer und will sich gerade auf den Weg zu den Duschen machen, als er von einem Mitarbeiter angesprochen wird.
„Mr. Ibushi, entschuldigen Sie, aber ihr Handy hat die ganze Zeit nicht aufgehört zu klingeln. Es ist immer die gleiche Nummer, die anruft, es scheint wirklich wichtig zu sein.“
Mit diesen Worten drückt ihm der Mitarbeiter sein Mobiltelefon in die Hand und verschwindet. Als Ibushi auf sein Handy schaut, kann er ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken und er drückt sofort auf den Rückruf-Knopf. Er muss nicht lange warten, bis der Anruf entgegengenommen wird.
„Kenny-San“,
beginnt Kota, wird jedoch sofort unterbrochen. Von der anderen Seite sind nicht nur viele Stimmen und laute Musik, sondern auch sehr lautes und farbiges Fluchen zu hören. Ibushi hält vollkommen überrascht inne und und hört zu. Nach einigen Momenten versucht er zu antworten, doch sein Freund am anderen Ende der Leitung scheint ihm keine Chance zu geben dazwischen zu kommen und schimpft und redet und flucht immer weiter.
„Kenny, ich…nein natürlich nicht…wie kannst du denken, dass…nein…was?...aber….“
Es scheint vollkommen ausgeschlossen zu sein, dass Ibushi größere Gesprächsanteile als diese einzelnen Worte zugestanden bekommt. Schließlich wird die Stimme am anderen Ende der Leitung nochmal lauter, ruft etwas, was verdächtig nach
„Bring das verdammt nochmal in Ordnung!“
klingt, bevor einfach aufgelegt wird. Ibushi schaut einige Momente vollkommen verdutzt auf sein Telefon, bevor sich sein Gesicht so verzieht, es könnte es sich nicht wirklich zwischen Wut und Traurigkeit entscheiden. Doch dann atmet der NXT-Champion einmal tief durch und das Gesicht entscheidet sich für eine Mischung aus Wut und Entschlossenheit. Ibushi dreht sich auf dem Absatz um und stürmt davon, die nötige Dusche zugunsten von wichtigeren Dingen aufgegeben.

Braun Strowman ist im Fitnessraum der Arena und stemmt Gewichte. Er macht das in letzter Zeit oft. Gewichte stemmen. Es fühlt sich gut an, seinen Körper zu stählen, wenn er nach einem langen Workout merkt, dass die Muskeln brennen, stellt sich bei ihm ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit ein. Sowieso ist er im Moment ein sehr zufriedener Mensch, wenn er mal so drüber nachdenkt. Strowman legt sich wieder auf die Hantelbank und beginnt ein neues Set. Einatmen, Hantel stemmen, halten, ausatmen, wieder von vorne. Die Muskeln in den Armen brennen. Ein gutes Gefühl. Sein Kopf ist angenehm klar. Strowman fühlt sich fokussiert. Fokussiert auf die nächste Aufgabe. Und die lautet: das nächste Set auf der Hantelbank.
Kurz hält Strowman inne. Manchmal hat er das Gefühl, als müsste da mehr sein. Mehr als nur der Fokus auf die nächste Aufgabe. Der Gedanke ist manchmal da, aber immer, wenn er versucht ihn zu fassen, bewegt er sich wieder außer Reichweite. Also: Fokus auf die Hantelbank. Nach dem nächsten Set geht es weiter zu den Klimmzügen. Auch hier wieder: Einatmen, hochziehen, halten, ausatmen. Aber der Gedanke ist wieder da. An irgendetwas sollte er sich erinnern, er ist sich jetzt ganz sicher.
„Mein alter Freund, ich sehe, du warst heute wieder sehr fleißig! So sehe ich dich gerne, meine verwandte Seele. Mit diesem gestählten Körper bis du eine mächtige Waffe in jeder Schlacht. Mit dir an meiner Seite werde ich heute in das Match gegen die springenden Affen ziehen und ich bin mir sicher, wir werden siegreich aus dieser Auseinandersetzung hervorgehen!“
Strowman runzelt die Stirn. Springende Affen? Da war doch…
„Ich sehe, du hast dich verausgabt. Hier, ich habe dir was zu trinken mitgebracht. Du weißt es ist wichtig, deine körperliche Hülle ist in dieser Welt von großer Bedeutung.“
Dankbar akzeptiert Strowman die Wasserflasche, die Broken Matt Hardy ihm hinhält und trinkt sie auf einen Zug fast ganz aus.
„Wir sehen uns später mein alter Freund. Eine große Schlacht steht uns bevor!“
Richtig. Der Kampf gegen die Affen. Fokussiert auf die nächste Aufgabe. Ein gutes Gefühl. Strowman fokussiert sich wieder auf die Klimmzugstange. Sein Kopf ist angenehm klar. Die Wasserflasche ist leer.

Im Spectrum Center ist das Theme eines der Teilnehmer des nächsten Matchs zu hören, genauer das des keltischen Kriegers Sheamus. Dieser verzichtet allerdings auf sein Entranceritual und stürmt direkt zum Ring, wo er sich ein Mikrofon geben lässt. Aufgebracht läuft er im Ring auf und ab:
"Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Richochet, so geht das nicht. Hast du den Verstand verloren?!"
Sheamus spuckt auf die Ringmatte:
"Für sowas habe ich hier keinen neuen Vertrag unterschrieben. Deshalb bin ich nicht hier. Ich habe in der Vergangenheit Fehler gemacht, aber insgesamt war es schon eine gute Zeit. Ich habe Freunde gewonnen, Freunde betrogen, bin betrogen worden. Alles kein Problem. Und nach meiner Auszeit, von der ich nicht erzählen kann, selbst wenn ich es wollte, wollte ich daran wieder anknüpfen. Messen mit den besten, ein Wettstreit des Körpers und des Geistes. Natürlich. Und deshalb ist es auch kein Problem, wenn du mich beleidigst, mich hinters Licht führst, mich zu Boden schlägst, mein Fellamobil zerstörst. Alles cool, gehört alles zu dem was wir hier machen. Wrestling ist das absolut Beste, meine absolute Herausforderung, der ich mich gerne jeden Tag meines Lebens stelle. Solange es noch geht. Aber du Richochet ..."
Sheamus spuckt wieder auf die Ringmatte:
"... du hast die Linie überschritten. Was du letzte Show gemacht hast, greift nicht nur mich an. Es greift meine Heimat an und gefährdet Millionen von Menschenleben. Mir ist egal, wie du es anstellst, aber bitte, Richochet, ziehe das Geld wieder zurück. Ich flehe dich an, das ging zu weit. Bitte Bitte Bitte."
Der angesprochene Richochet wird von seinem Theme nun angekündigt und kommt unter lauten Buhrufen auch direkt zum Ring. Er scheint die Abneigung der Fans zu genießen, während er zwischen die Seile und Sheamus gegenüber tritt. Dann holt auch er ein Mikrofon hervor.
„Sheamus, so gefällst du mir schon viel besser. Bittend und bettelnd, war das jetzt so schwer? Jetzt hast du deinen Platz endlich erkannt, du musst ihn nur noch einnehmen.“
Richochet deutet Sheamus an, dass dieser sich hinknien soll, aber stattdessen wird das Gesicht des reichsten Cruiserweight der Welt mit einem Brogue Kick getroffen. Richochet ist im Land der Träume, und Sheamus stellt sich über ihn:
"Ich habe Richochets Regeln verstanden, hoffentlich verstehst du jetzt meine. Zieh deine Gelder ab. Ansonsten prügel‘ ich sie dir gerne beim SummerSlam weiter in deinen reichen Schädel."
Offizielle tragen Richochet Backstage und Chris Jerichos Theme für das kommende Match ertönt.

Singles Match:
Chris Jericho vs. Sheamus
Sieger via Pinfall: Chris Jericho nach dem Codebreaker

Anstelle des Themes des Siegers hören wir nun „Shot ’em“, und wir sehen Finn Bálor, der auf die Entrancerampe kommt und hämisch Applaus spendet. Per Mikrofon wendet er sich direkt an Chris Jericho, der sich langsam wieder aufrappelt:
„Meinen Glückwunsch Chris, das war ja mal wieder eine herausragende Leistung von dir. Nein, wirklich, wie du immer wieder versuchst, dich zu beweisen, obwohl du immer nur das erfolglose Anhängsel in unserer Allianz gewesen bist, ist beeindruckend. Aber hey, es war schön zu sehen, dass du darüber hinaus auch nach wie vor komplett vorhersehbar bist. Der Angriff letzte Woche war ja Zeichen genug. Aber immerhin hast du auf diese Weise zwei meiner alten Freunde kennenlernen können. Du erinnerst dich an Gun und Doc?“
Bálor deutet nun neben den Ring, wo sich auf zwei Seiten die beiden maskierten Glatzköpfe aus der letzten Woche aufgestellt haben. Bálor erläutert:
„Nur als kleine Rückversicherung, falls du wieder etwas Dummes versuchen solltest. Also besser gesagt was noch Dümmeres. Ich sage dir eins: Halte doch aus den Angelegenheiten des Bullet Club heraus, wenn dir der jämmerliche Rest deiner Karriere noch etwas Wert ist. Ansonsten…denk an deine Frau, denk an deine Kinder. Willst du etwa, dass sie ohne ihren Daddy aufwachsen? Willst du, dass deine Frau Trost in den Armen eines anderen sucht, bloß weil du nicht mehr da bist, um sie zu halten? Da fällt mir ein, hey, deine Alte sieht gar nicht do übel aus. Vielleicht sollte ich dich tatsächlich aus dem Weg räumen und mich dann selbst darum kümmern, sie zu trösten. Wie gefällt dir das?“
Jericho nähert sich nun wütend der Ringseite zur Entrancerampe, nur damit die beiden Schergen, die Bálor als Doc und Gun bezeichnet hat, auf den Apron klettern. Jericho zögert, dann stürmt er erst auf den größeren der beiden los und stößt diesen mit einem harten Ellbogenschlag so heftig vom Apron, dass er mit dem Oberkörper auf der Ringabsperrung landet. Der kleinere Scherge ist inzwischen in den Ring gestiegen und will auf Jericho zustürmen, nur um sich einen Back Ellbow durch den Kanadier einzufangen. Y2J setzt nach und zeigt den Codebreaker, wonach der kleinere Scherge zu Boden geht. Nun klettert Jericho aus dem Ring und rennt die Entrancerampe hinauf, wo ihn Bálor, der in der Zwischenzeit das Mikrofon weggeworfen hat, in Empfang nimmt. Es entwickelt sich ein harter Brawl der beiden, bis es Jericho schafft, den Iren in den SAWtron zu schleudern. Das Bild beginnt zu flackern, doch ehe Jericho nachsetzen kann, sind Doc und Gun wieder da und schlagen zu zweit auf Jericho ein. Dieser kann sich kaum zur Wehr setzen, und bis sich Bálor wieder aufgerappelt hat, haben seine beiden Kameraden Jericho bereits zu Boden geschlagen. Da gibt Bálor der beiden ein Zeichen, und gemeinsam heben sie Jericho an jeweils einem Bein hoch. Bálor stellt sich zwischen Gun und Doc und hält Jericho in einer Powerbomb-Position. Gemeinsam nehmen sie Anlauf…und befördern Jericho mit einer gewaltigen Triple Powerbomb durch einige Tische, die neben der Entrancerampe stehen. Sofort stürzen einige Trainer und Referees raus und kümmern sich um Y2J. Das Theme vom Bullet Club ertönt, und alle drei Mitglieder zeigen sich die Too Sweet-Geste, bevor es nun in eine Werbung geht.

Ein Stift kratzt über Papier, dann berührt ein Finger den Rückspulknopf und wenig später wiederholen sich auf einem Fernseher die gleichen Szenen wie noch vor wenigen Sekunden, Zack Sabre Jr. verknotet Shigehiro Irie zu einer Brezel. Ebenjener Irie ist es auch, der nunmehr erneut Worte niederschreibt, als es an der Tür klopft. Der Japaner pausiert die Aufzeichnung und öffnet dem Besucher, es handelt sich um Alex Wright. Langsam, sich selber offenbar immer noch schonend, betritt das Wunderkind den Raum:
„Also schön, die Situation stellt sich wie folgt dar: Ich habe uns für heute Nacht ein Tag Team-Match gegen die Untamable Villains besorgt. Wahrscheinlich werden die anderen Mitglieder von Suzuki-Gun ebenfalls mit am Ring stehen, wir befinden uns also in Unterzahl. Aber ich weiß, dass wir es irgendwie scha...“
„Unterzahl oder nicht, natürlich besiegen wir die Villains!“
Alex Wright wirkt leicht enttäuscht:
„Aber ich hatte doch eine epische Motivationsrede vorbereitet...“
„Spar sie dir auf. Es wird sicherlich noch sinnvolle Situationen dafür geben. Allerdings könntest du mir stattdessen einfach eine klatschen.“
„Wie bitte?“
„Du willst einen motivierten Shigehiro Irie haben? Ich habe durch die letzte Show festgestellt, dass Motivation durch Schmerz funktioniert. Aber soweit wie letzte Show müssen wir ja nicht gehen. Schlag einfach zu. Aber wage es nicht, dich zurückzuhalten.“
Ein verwirrtes Schulterzucken von Wright, dann holt er weit aus und wenige Sekunden später schlägt seine flache Hand auf der Wange von Irie ein, der Knall hallt regelrecht durch den Raum, gefolgt von einem animalischen Schrei. Ausgestoßen hat diesen Shigehiro. Während Wright instinktiv hinter einer Bank Deckung sucht, reißt der Mad Panda die Tür in aggressiver Bewegung auf und lässt diese gegen die Wand prallen, bevor er auf den Flur hinausstampft. Nach einigen Sekunden der Unsicherheit, folgt Alex Wright ihm vorsichtig, reibt sich aber dennoch zufrieden die Hände:
„Beast Mode: Aktiviert.“

Wir sehen auf dem SAWtron einen Clip mit der Einblendung "Earlier this Week". Offenbar befinden wir uns in Deutschland, genauer gesagt am Hauptquartier der Operation Wunderkind in Nürnberg, der Tanz-/Wrestlingschule von Alex Wright. Es ist ein schöner Herbstmorgen und alles scheint friedlich, bis auf einmal mehrere Streifenwagen heranfahren und auf dem Gelände stoppen. Mehrere Personen steigen aus und beraten sich. Nach dem kurzen Briefing geht es direkt in das Gebäude hinein und wenig später kommen die Beamten mit einem weinenden Akechi aus der Schule. Mit seinen Händen hinter dem Rücken fixiert wird er in einen der Streifenwagen verfrachtet, als die Kameras entdeckt werden und der Leiter dieser Aktion hinzukommt. Mit stolz geschwellter Brust gibt dieser eine Stellungnahme ab:
"Wir haben einen anonymen Hinweis erhalten, der uns genauestens über den illegalen Aufenthalt eines Migranten japanischer Herkunft informierte. Dieser wird nun mit zur Polizeihauptzentrale gebracht. Dort werden wir seine Papiere, sofern er denn welche hat, überprüfen und ihn anschließend wieder in sein Heimatland rückführen. Da dies ein paar Tage dauern kann, wird er wohl zwischenzeitlich in Asylhaft genommen werden müssen. Dies ist notwendig, da er keinen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat und er seiner Aussage nach auch keine Angehörigen hier hat. Der Inhaber dieser Lokalität darf zudem mit einem Verfahren wegen Beihilfe zu illegalem Aufenthalt gemäß Paragraph 96 des Aufenthaltsgesetz rechnen, da wir annehmen, dass Herr Wright durch das gewerbliche Betreiben dieser Einrichtung Vorteile erhalten haben dürfte. Zudem haben wir die Operation Wunderkind nun vorläufig geschlossen und warten auf eine Rückmeldung von Herrn Wright. Einen schönen Tag noch!"
Der Clip endet mit den Bildern eines davonfahrenden Streifenwagens und einem der Kamera nachblickenden Akechi, während wir zurück in die Gegenwart schalten, denn dort ist Alex Wright vor einem der herumhängenden Fernseher vollständig zur Salzsäure erstarrt und seine Kinnlade regelrecht heruntergeklappt. Er scheint mit der Situation vollkommen überfordert, als Shigehiro Irie ihn sich kurzerhand über die Schulter wirft und in Richtung Ring davonschleppt.

Tag Team Match:
Alex Wright & Shigehiro Irie vs. Untamable Villains
Time Limit Draw

Die Ringglocke ertönt und die Sieger des Matches erheben sich, während die Verlierer aus dem Ring rollen. Alex Wright will sofort hinter die Kulissen eilen, doch die Musik von RINGKAMPF ertönt und wir sehen, wie Christian Michael Jakobi gemeinsam mit WALTER und Timothy Thatcher auf der Entrancerampe erscheinen. Sie nehmen ihre bekannte Pose ein und Jakobi erhebt das Mikrofon und somit bleiben alle vier Teilnehmer des Matches erstmal am Ring.
"Chapeau meine Herren! Was für eine...Leistung aller Beteiligten. Wieder einmal zeigt sich die Falschheit der Untamable Villains. Fordern Titelmöglichkeiten und treten dann gegen lieblos zusammengewürfelte Teams an. Ist es nicht schade, wenn man selber den Spiegel vorgehalten bekommt? Was trennt euch denn von diesen beiden Kontrahenten?"
Jakobi deutet verächtlich auf Irie und Wright.
"Ich sag es euch! Maximal der Name und dabei ist selbst der Name Untamable Villains so lächerlich wie die beiden tragischen Figuren, die diesen tragen. Denn ihr beiden Bösewichte wurdet in der Vorwoche gebändigt! Von WALTER und Timothy Thatcher, dem ersten Sportteam im professionellen Berufsringkampf!"
Scurll und Sitoci haben nun offenbar genug gehört und stürmen trotz des Matches in den Knochen in Richtung Entrance und werden dort von WALTER und Thatcher geradezu erwartet. Ein wilder Brawl bricht aus und erneut sieht es nicht gut für die Villains aus. Immer wieder kommt es zu Zwei gegen Eins-Aktionen, weil man alleine gegen den Ringgeneral nicht anzukommen scheint. Währenddessen wollen sich Shigehiro Irie und Alex Wright auf den Weg hinter die Kulissen machen, aber dann geht ein Raunen durch das Spectrum Center denn Zack Sabre Junior schießt an Jakobi vorbei und wirft sich auf den Rücken von WALTER und will ihn in einen Sleeper Hold nehmen. Der Ringgeneral kann "The One" allerdings wie eine Fliege abschütteln und weiter auf Sitoci einprügeln. Sabre landet auf Irie und Wright und schnell behaken sich Irie und Sabre. Während Wright sich aufrappelt und versucht um das Gröbste herum zu kommen. Schnell setzt Sabre zu einem Guillotine Choke an und Irie tappt, bis es für ihn zu spät ist. Wright erblickt offenbar zeitgleich mit dem Publikum jemanden, den Christian Michael Jakobi nicht sah. Hinter Jakobi, der sich bis dahin sichtlich amüsiert das ganze Spektakel angesehen hat, taucht auf einmal Minoru Suzuki auf. Ehe Jakobi sich versieht ist der Sleeper Hold auch schon angesetzt und Jakobi eingeschlafen und ausgeschaltet. Wright stürmt sofort auf Suzuki zu, aber Suzuki wirft Jakobi wie einen nassen Sack von sich und vor die Füße Wrights. Leichtfüßig tänzelt das Wunderkind jedoch um Jakobi herum und beginnt sich mit Suzuki zu prügeln. Wright, nach dem Match erschöpft und nach dem Beatdown Suzuki-Guns sicherlich noch nicht wieder bei vollen Kräften, ist er jedoch kein Gegner für Suzuki. Ein Tritt gegen das Standbein Wrights und schon kann Suzuki den Piledriver ansetzen! Piledriver auf die Entrancerampe! Wright ist ausgeknockt und sofort eilen die ersten Sanitäter zum Ring während weiter unterhalb der Entrancerampe Zack Sabre in einer wilden Prügelei mit Thatcher steckt, ehe das Mitglied von RINGKAMPF einen harten Forearm zeigt und Sabre niederstreckt. Diese Aktion gab jedoch Marty Scurll genug Zeit um den Crossface Chickenwing anzusetzen und Thatcher allmählich ins Land der Träume zu schicken. Auch dies hält nicht lange, denn WALTER wirft Sitoci einfach auf Scurll und löst durch diese Aktion auch diese Submission. Dennoch steht es jetzt Vier zu Zwei für Suzuki-Gun und die zahlenmäßige Überlegenheit zeigt sich immer mehr. Suzuki verpasst dem Ringgeneral einen Eselstritt und setzt dann erneut den Sleeper Hold an. Er ringt WALTER auf die Knie und scheint den Ringgeneral allmählich zu Jakobi, Irie und Wright zu schicken. Auch Thatcher ist nun nach einer Doppelteam-Aktion der Villains am Ende. Überall liegen leblose Körper und geschundene Gegner nur Suzuki-Gun steht oben auf! Minoru Suzuki sammelt am Entrance seine Männer um sich herum und positioniert sich wie RINGKAMPF. Suzuki-Gun imitieren ihre Gegner. Während das Chaos am Ring behoben wird schalten wir jedoch in eine kurze Werbepause.

Daft Drunk tragen schicke Anzüge! Und nein, der 1. April 2020 wurde nicht vorgezogen, Buddy Murphy sowie Wesley Blake haben jeweils einen dunklen, hochwertig aussehenden Zweireiher an. Aber als wäre diese Erkenntnis noch nicht schockierend genug, sind sogar die Haare der Zwei komplett fettfrei und ihre Bärte ordentlich gestutzt. Nur eines stört die Hochklassigkeit dieses Anblicks, denn Blake zupft sich durchgehend am Kragen herum, bis Murphy ihm, begleitet von einem lauten Klatschen, auf die Hand schlägt und der Texaner trotzig sein Tun einstellt. Gleichzeitig setzt Buddy ein breites Lächeln auf:
„Werter Herr GM, Sie wollten uns sehen?“
Die Kamera schwenkt herum, fängt tatsächlich GM AfRo ein, der seine Gäste ungläubig anstarrt. Erst nach schier endlosen Sekunden kann er sich wieder fangen:
„Ja, wollte ich. Es geht um eure Vertragssituation.“
Erwartungsvoll beugen Daft Drunk sich vor, starren regelrecht Löcher in den GM:
„Jaaaaaaaa?“
„Ich fasse mich kurz. Ihr habt letzte Woche die amtierenden Tag Team-Champions besiegt, eine durchaus beeindruckende Leistung und daher bin ich bereit, euch neue Verträge anzubieten.“
Sofort springen die Angesprochenen begeistert auf, fallen sich vollkommen überschwänglich in die Arme und schreien lautstark ihre Freude heraus, bis AfRo mit der Faust auf den Tisch schlägt. Aufgeschreckt von dem Geräusch, nehmen Daft Drunk wieder Platz.
„Hört mir erstmal zu Ende zu. Ich stelle euch wieder ein, aber nur unter einer Bedingung: Sollten wir eure Karriere nochmals in einem Match verlieren, ist es endgültig vorbei. Keine weiteren Chancen, kein neuer Vertrag, nichts mehr. Ende, aus, vorbei. Ist das klar?“
Energisch nicken die Wrestler:
„Ja, sonnenklar.“
„Klar wie Kloßbrühe.“
„Kristallklar.“
„Klar wie...“
„Ja, ist gut, ich habe es begriffen. Dann bitte einmal unterschreiben.“
Womit AfRo in seine Schublade greift und zwei Verträge nebst Kugelschreiber in gleicher Anzahl hervorholt. Hektisch ergreifen Wesley und Buddy die Schreibutensilien und kritzeln ihre unleserliche Handschrift auf die dafür vorgesehenen Linien, dann schütteln sie AfRo energisch die Hand und stürmen aus dem Raum, die Arme als Geste des Triumphs erhoben.
Kaum verlassen Daft Drunk das Büro des GM, da haben beide schon eine Fußsohle im Gesicht. Denn empfangen wurden sie von den Funky Monkeys, die offensichtlich keine Sekunde ungenutzt lassen wollen und auf Blake und Murphy einprügeln, bis sich die beiden nicht mehr wirklich rühren. Mit einem leisen
„Funky fuckin‘ Monkeys“
Setzt es einen letzten Tritt in die Seite von Blake und dann sind die beiden auch schon wieder weg.

Ladder Match:
Richochet vs. TJ Perkins
Sieger via Stipulation: Richochet

Wir werfen einen Blick in die Unterkunft von Tyson Kidd in Charlotte. Der liegt noch auf dem Sofa des Hotelzimmers und scrollt gerade auf seinem Tablett herum. Nach und nach entgleisen ihm die Gesichtszüge. Was auch immer er liest, es scheint ihn zu schockieren. Er beginnt gar, es zu kommentieren:
"Aber das ist doch nicht wahr! Meine Mutter würde so etwas nie tun … ich habe doch eine Arbeitserlaubnis für die USA … nie würde ich illegale Vergewaltiger verstecken, auch legale nicht … wie kommen die auf so was, bin doch kein feindlicher Agent … das sind doch keine echten Artikel … das habe ich auch nie getan, der kann mich damit nicht gesehen habe … das bin ich doch gar nicht auf dem Bild … da war ich noch nie, das muss eine Bild-Manipulation sein … nie würde ich das mit einem Streifenhörnchen tun … warum schreiben die das über mich … warum will der kommen und mich mit seiner Schrotflinte persönlich ausweisen …"
Kidds Scrollen durch seine offenbar mehr als unerfreuliche Timeline wir jäh unterbrochen, als ein Stein durch seine Scheibe fliegt. Mutig geht er zum zerborstenen Fenster und erblickt einen wütend protestierenden Mob. Sie strecken Schilder in die Höhe, die fordern:
„Weist Ihn aus!“
„Kidds sollten keine Champions sein!“
„Kanadier sind keine Amerikaner!“
An einem Schild ist sogar ein kleiner Galgen angebracht, an dem eine Puppe aufgehangen wurde, die zwar kein Stück aussieht wie Tyson Kidd, allerdings wurde der Puppe die kanadische Flagge um den Kopf gebunden.
"Das muss alles ein Missverständnis sein. Die müssen auch auf diese falschen Nachrichten hereingefallen sein. Das lässt sich bestimmt gleich klären. Schließlich will ich ja auch gegen Briscoe antreten."
Flink schnappt sich Kidd seine Tasche, wird es wohl eh Zeit, sich zur Arena aufzumachen, und begibt sich zum Mob. Einen Schnitt später steht er vor der wild pfeifenden Menge und versucht mit ihnen zu reden:
"Leute, hört mir doch mal zu, wir sind doch alle für die freiheitlichen Werte dieses tollen Landes!"
Ein dicker, kahlrasierter Mann steht vor Kidd und entgegnet ihm, im feinsten Slang des Südens:
„Verpiss dich hier! Das ist unser Land, nicht deins. Für dich gelten diese Werte nicht!
"Ihr müsst da so genannten Fake News aufgesessen sein! Das ist schlimm und ich bin da auch schon drauf reingefallen. Vielleicht hat da das so genannte Homefront Movement Lügen verbreitet. Ich kann euch sagen, das ist typisch für die. Deswegen habe ich Briscoe zum Match gefordert."
Der dicke Mann antwortet wieder:
„Der will doch nur abhauen! Seht ihr, er hat schon die Tasche dabei! Zurück über die Grenze mit dir, du Ahornschwuchtel!“
"Nein, nein, ich will doch zu Ignition, um mit Briscoe zu klären, was aus unserem Match wird. Kam ja letzte Woche nicht dazu, weil er mich von der Leiter geworfen hat."
„Wir glauben dir kein Stück, du Asylschmarotzer! Verpiss dich von hier! Sonst hängen wir doch auf, genau wie den Kerl da vorne.“
Der dicke Mann zeigt auf das Plakat mit dem Galgen. Die Menge beginnt mit Abfall nach Kidd zu schmeißen. Der muss den Kopf einziehen und ihm bleibt nichts als der Rückzug übrig.

Wir sehen ein Video. Protagonist ist Adam Cole, der mit einem Bild von Mick Foley durch Charlotte läuft. Wahllos spricht er Passanten an, versucht in Erfahrung zu bringen, ob diese den früheren SAW Champion und jetzigen Mentor Coles irgendwo gesehen haben. Einige ziehen kopfschüttelnd ab, wollen mit dem verzweifelten und dadurch etwas dubiosen Cole nichts zu tun haben. Ein paar junge Männer erkennen ihn und Foley:
"Alter, du bist doch Adam Cole! Von SAW! Kann ich ein Autogramm haben?"
Cole ist jedoch gar nicht danach, hat er doch ein wichtigeres Anliegen:
"Bitte! Ich suche Mick Foley! Habt ihr vielleicht Mick Foley gesehen?"
"Klar, Mann! Der ist spitze. Habe ich erste letzte Woche im Fernsehen gesehen. Dieser krasse Heimo-Typ hat den in Feuer eingesperrt. Echt abgefahren!"
"Ja, aber ich muss wissen, wo der ist. Heute ist Ignition hier in Charlotte. Heimo hat den bestimmt mitgebracht und hier irgendwo versteckt. Könnt ihr mich nicht irgendwie weiterhelfen. Habt ihr was gesehen? Wo könnte ich Heimo finden?"
"Ja, Ignition ist hier, wissen wir, haben aber keine Karten mehr bekommen. Du hast nicht noch zufällig welche?"
Tatsächlich scheint Adam noch die eine oder andere Freikarte zu haben und holt sogleich welche hervor:
"Hier, aber habt ihr jetzt eine Idee, wo ich Heimo und Foley finden kann?"
"Cool, Heimo ist auch auf der Card. Spectrum Center! Da wird er sein."
Mit dieser kaum für Adam nützlichen Information ziehen die jungen Männer ab und überlassen ihn allein seiner Verzweiflung. Der kann sich nur an eine ältere Dame wenden, die gerade vorbei kommt, der er das Bild Foleys unter die Nase hält. Sie blickt sich den bärtigen, grinsenden Flanellhemdträger mit den offenkundig nicht mehr voll funktionsfähigen Augen sehr genau an:
"Mhh, junger Mann, der kommt mir bekannt vor. Glaube, den habe ich drei Straßen weiter vor dem Baumarkt gesehen."
Cole steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben:
"Baumarkt! Das muss er sein! Er muss sich befreit haben und sinnt auf Rache! Ich weiß gar nicht, wie ich ihnen danken soll."
Er schnappt sich die ältere Dame und drückt ihr einen Schmatzer auf die faltige Stirn, dann eilt er in die Richtung, die sie ihm wies, davon."

Adam Cole hat den Baumarkt von Charlotte erreicht. Tatsächlich steht der Mann im Flanellhemd davor. Mit breitem Grinsen und erhobenen Armen grüßt er Adam Cole. Sowie jeden anderen Besucher. Er ist etwa zehn Meter groß und nennt sich wohl "Handy Charlie" und lädt die Menschen ein, sich ihr Projekt mit eigenen Händen zu schaffen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Mick Foley ist der Werbestatue zumindest nicht abzusprechen. Cole kann sie freilich nicht täuschen. Entrüstet lässt er den Kopf sinken, wirft das Bild Foleys in einen Papierkorb. Von der Hoffnung verlassen, steht er reglos da, bis er sein Haupt irgendwann doch hebt. Er blickt nach links und rechts. Sieht sich um. Seine Miene wandelt sich in eine zornige Fratze.

3-Way Match:
Heimo Ukonselka vs. Minoru Suzuki vs. Tyson Kidd
Sieger via Submission: Minoru Suzuki nach dem Octopus Stretch gegen Heimo Ukonselka

Lange Zeit bleibt nicht für das Sieger-Theme, kommt doch soeben Adam Cole die Rampe mit einem vollen Einkaufswagen herunter. Den lässt er alsbald los, schnappt sich einen Gartenzierraben und schleudert ihn auf Heimo. Der kann reflexartig die Arme hochreißen, wird aber doch recht hart getroffen. Cole setzt mit einem Zaunelement direkt nach und drischt damit einige Male auf Heimo ein, bis dieser die Gegenwehr einstellt. Ein erneuter Griff in seinen Einkaufswagen fördert Stacheldraht und eine Tackerpistole zu Tage. Damit stürzt sich Cole auf Heimo und beginnt den Draht nach und nach an Heimo zu befestigen. Dabei brüllt er ihn so an, dass die Mikrophone der Ringkameras ihn problemlos einfangen können:
"Du willst Foley, du kranker Bastard! Hier, ich gebe dir Mick Foley! Ist das Foley genug, du Irrer! Wo ist Foley!"
Heimo, durchaus bei Bewusstsein, antwortet nicht, beginnt stattdessen freudig zu grinsen, zu lachen gar, wo er fast so verpackt wie Foleys Lieblingsbaseballschläger ist. Das gibt Cole den Rest. Noch einmal geht er zu seinem Einkaufswagen und fördert einen Kanister hervor, den er über Heimo ausgießt:
"Du willst Feuer spielen, du Freak! Ich gebe dir Feuer, du widerliche Kreatur!"
Endlich stürmen Securitys die Halle und können verhindern, dass Cole tatsächlich einen Brand auslöst. Zeternd wird er davon gezerrt. Heimo wirkt noch immer amüsiert.

Wir sind in der Umkleide der Funky Monkeys. Beide laufen hin und her wie Tiere im Käfig, keiner spricht ein Wort. Die Gesichter von Strickland und Ospreay sehen fast leer aus, beide sind total fokussiert, jeder Muskel ist angespannt. Auf einmal klopft es an der Tür und eine Stimme ruft:
„Hinter dem Vorhang in 5!“
Sofort bewegen sich beide zur Tür, wie von der Leine gelassene Hunde und stürmen Richtung Rampe, um sich auf den Weg zum Match zu machen.

Wir sehen nun Daniel Bryan im Backstagebereich, wo sich außer ihm noch einige Helfer, Producer und andere Wrestler aufhalten. Bryan wirkt sehr fokussiert, während die anderen Personen entspannt herumstehen und sich teilweise auch miteinander unterhalten. Plötzlich geht das Licht was.
„Was ist los? Wer ist da?“
Bryan ruft, doch zunächst ist keine Reaktion zu hören. Plötzlich ist ein grünliches Leuchten zu sehen, und wir hören die verzerrte Stimme von The Plague:
„Daniel, Daniel, Daniel…du hast nichts gelernt, du siehst es nicht ein. Du hast versagt. Du hattest die Möglichkeit, deine Bewegung als Machtinstrument einzusetzen, aber du hast versagt. Du hast die Kontrolle über all diese Menschen, doch du hast sie abgegeben. Dazu noch an einen Faschisten, der genau weiß, wie er diese Menschenmassen einzusetzen hat.“
„Was willst du, Plague?“
Bryan erhofft sich von seinem Gegenüber eine Antwort, doch dieser lacht nur.
„Dass du das immer noch nicht realisiert hast, zeigt mir, dass du deine Macht nicht umsonst verloren hast. Und mit deiner Macht hast du auch deinen Wert verloren. Du hast es immer noch nicht verstanden, Daniel? Ich will dich auslöschen. Jetzt, wo du niemandem mehr nützt, niemanden mehr bewegen kannst, bist auch du nur noch ein Ballast für die Welt. Und genau wie der Rest der Menschen hier und überall wirst du ausgelöscht werden.“
Das grüne Schimmern verschwindet, und es wird wieder dunkel. Als das Licht wieder angeht, zeigt sich ein Bild des Grauens: Daniel Bryan ist mit einer klebrigen, dunkelroten Flüssigkeit übergossen worden, ebenso alle anderen Personen, die sich im Raum befunden haben. Der einzige Unterschied zwischen Bryan und den anderen besteht darin, dass Bryan mit vor Entsetzen weit geöffneten Augen um sich blickt, während alle anderen SAW-Mitarbeiter reglos am Boden liegen. Auf einer Wand steht in großen, grünen Buchstaben geschrieben: THE PLAGUE IS THE CURE.

Tag Team Match:
Deletious Seduction vs. Funky Monkeys
Sieger via Submission: Braun Strowman nach der Absolution gegen Shane Strickland

Langsam rappeln sich die Beteiligten wieder hoch. Ospreay sitzt im Ring und blinkt seine Augen mehrmals, reibt sich mit der Hand über das Gesicht und schaut sich schließlich um, auf der Suche nach seinem Partner. Schließlich setzt sich Shane neben ihm und legt ihm einen Arm um die Schultern. Einige Momente verbleiben die Monkeys so, bis sie schließlich von Tom Philipps gestört werden, der ihnen ein Mikro unter die Nase hält.
„Shane, Will, uns erreichen schockierende Szenen vom heutigen Tag. Was habt ihr dazu zu sagen?“
Gleichzeitig werden auf dem Titantron Bilder eingespielt, die zuerst den Angriff von Ospreay auf die Prime Time Players zeigen und schließlich die Attacke auf Daft Drunk. Abgerundet wird die Zusammenstellung vom Sprint der beiden Richtung Ring für ihr Match. Während die Bilder laufen, werden die Augen von Ospreay und Strickland immer größer.
„Was…aber…was haben wir…Dude, ich erinnere mich an nichts…ich weiß, wir haben an die Umkleide von Shelton und Titus geklopft, aber..dann…was…wie…was haben wir da getan?“
Ospreay schaut seinen Freund und TagTeam-Partner mit großen Augen an. Doch der schüttelt nur den Kopf.
„Dude, fuck if I know….”

Jay Briscoe ist auf dem SAW-Tron zu sehen. Er sitzt wieder in seinem großen, ledernen Chefsessel, den wir bereits aus einer vergangenen Episode von Ignition kennen.
„Liebe Mitbürger. Heute wurden wir Zeuge eines typischen Falls von Heuchlerei. Tyson Kidd, angeblicher Initial Ignition Champion, hat sich heute nur durch die Hintertür Zutritt zu dieser Arena verschafft, sein Match absolviert und sich danach direkt wieder aus dem Staub gemacht. Agiert so ein Champion? NEIN!“
Das letzte Wort schreit Briscoe heraus, haut mit der Faust auf den Tisch und steht aus seinem Sessel auf.
„Tyson Kidd ist ein feiges Schwein. Er kommt nicht damit klar, das hart arbeitende, ehrbare Amerikaner ihre Meinung offen vertreten. Doch genau so sichert es uns die Verfassung dieses großartigen Landes zu. Freie Meinungsäußerung ist der Boden, auf dem wir alle stehen! Doch scheinbar ist dass für Tyson Kidd nicht so wichtig. Er geht lieber den Meinungen aus dem Weg. Doch, Tyson, hör mir zu. Das wird dir nicht helfen. Du wirst nicht davonlaufen können. Diese Meinungen werden mehr. Sie werden lauter. WIR SIND MEHR! Deine Regentschaft, Tyson Kidd, ist ein Denkmal der Schande, die diesen Titel, der der Nachfolger der großartigen United States Championships ist, entehrt! Große Männer wie der Big Boss Man haben diesen Titel zu dem gemacht, was er war. Ein Abzeichen. Eine Würdigung. Eine Ehre. Und dann kommst du daher und verkriechst dich unter jedem Stein den du findest. Leg deinen Titel nieder, verlasse dieses Land und mache Platz für einen wahren Champion des Volkes! Jay Briscoe! MAKE IGNITION GREAT AGAIN!“
Und damit schalten wir in die Werbung.

Main Event
Singles Match:

Jay Briscoe vs. Zack Sabre Jr.
Sieger via Pinfall: Zack Sabre Jr. nach einem Eingriff der Untamable Villains

Match des Tages: Alex Wright & Shigehiro Irie vs. Untamable Villains
Mann des Tages: Minoru Suzuki
Überraschung des Tages: Kanadier sind keine Amerikaner
Enttäuschung des Tages: Funky Monkeys verlieren die Kontrolle
Aktion des Tages: Suzuki bringt Heimo zum tappen
__________________
Madame De Stael said "One must choose in life between boredom and suffering."
De Stael is dead, there is always an alternative!
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