m.u.r.i.
09.03.2004, 06:54
http://imagecache2.allposters.com/images/153/502030.jpg
Wenn eine Geschichte verfilmt wird, die so bekannt ist, wie Peter Pan, dann ist das Risiko gross, dem Zuschauer nichts neues bieten zu können. Die bekanntesten Verfilmungen sind sicherlich Walt Disney’s Peter PanName (1953) und Steven Spielberg’s Hook (1991). Nun kommt also eine weitere Version des Stoffes von J.M. Barrie in die Kinos.
Wie bereits angedeutet, ist es schwierig, dem Zuschauer etwas komplett neues und überraschendes aufzutischen, wenn der Stoff so weltbekannt ist, wie dieser hier. Also muss man die Stärken des Filmes in anderen Gebieten suchen. Zum Beispiel in der Ausstattung. Die ist hervorragend märchenhaft. Die Kostüme sind sehr schön, die Bilder fantastisch und die Stimmung eigentlich perfekt passend zur Weihnachtszeit.
Dazu kommen Spezial-Effekte, die mehrheitlich überzeugen und dem ganzen Film die gewisse Seriösität verleihen.
Die eigentliche Stärke ist aber die durchaus gelungene und überzeugende Arbeit der Schauspieler. Sie verleihen jedem Charakter Tiefe und es macht Spass, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen.
Vor allem Jason Isaacs als Captain Hook ist hier in Höchstform. Er haucht dem ansonst als recht trotteligen Piratenkapitän Ernsthaftigkeit, Bösartigkeit und Brutalität ein, die man so noch kaum gesehen hat. Er geht weg von der comichaften Darstellung eines Dustin Hoffman und etabliert die Filmfigur als ernsthaften Gegner von Peter Pan, der ohne diese ewige Rivalität kaputt gehen würde. Ganz stark.
Ungewöhnlich ist auch, dass der Held Peter Pan nicht als durchaus gute Person dargestellt wird. Auch er hat seine Schattenseiten. Vor allem, da er eigentlich nur Wendy mitnehmen will und ihm ihre Brüder herzlich egal sind. Dazu lernt man, dass Tinkerbell durchaus verschlagen und bösartig sein kann und Meerjungfrauen keineswegs immer singend durch die Meere schwimmen.
Und vom überdimensionalen Krokodil wollen wir hier gar nicht anfangen zu reden.....
Fazit:
Peter Pan ist ein Märchenfilm, der zielgerecht auf die Marktgruppe der Harry Potter-Fans steuert. Das fängt schon beim Symbol des Filmes und der dazugehörigen Startmusik an, die man sich ebenso gut in den Abenteuern des bebrillten Zauberlehrlings vorstellen könnte. Man hat sich Mühe gegeben, dem Zuschauer spektakuläres Märchenkino zu bieten, was zum grossen Teil auch gelungen ist.
Ich war danach in Stimmung, mir an der Bahnhofstrasse ein Weihnachtsgeschenkt zu kaufen...
Irgendwie schade, dass der Film nicht an Weihnachten bei uns im Kino läuft. Das hätte gepasst, wie der Haken auf den Stummel.
Wenn eine Geschichte verfilmt wird, die so bekannt ist, wie Peter Pan, dann ist das Risiko gross, dem Zuschauer nichts neues bieten zu können. Die bekanntesten Verfilmungen sind sicherlich Walt Disney’s Peter PanName (1953) und Steven Spielberg’s Hook (1991). Nun kommt also eine weitere Version des Stoffes von J.M. Barrie in die Kinos.
Wie bereits angedeutet, ist es schwierig, dem Zuschauer etwas komplett neues und überraschendes aufzutischen, wenn der Stoff so weltbekannt ist, wie dieser hier. Also muss man die Stärken des Filmes in anderen Gebieten suchen. Zum Beispiel in der Ausstattung. Die ist hervorragend märchenhaft. Die Kostüme sind sehr schön, die Bilder fantastisch und die Stimmung eigentlich perfekt passend zur Weihnachtszeit.
Dazu kommen Spezial-Effekte, die mehrheitlich überzeugen und dem ganzen Film die gewisse Seriösität verleihen.
Die eigentliche Stärke ist aber die durchaus gelungene und überzeugende Arbeit der Schauspieler. Sie verleihen jedem Charakter Tiefe und es macht Spass, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen.
Vor allem Jason Isaacs als Captain Hook ist hier in Höchstform. Er haucht dem ansonst als recht trotteligen Piratenkapitän Ernsthaftigkeit, Bösartigkeit und Brutalität ein, die man so noch kaum gesehen hat. Er geht weg von der comichaften Darstellung eines Dustin Hoffman und etabliert die Filmfigur als ernsthaften Gegner von Peter Pan, der ohne diese ewige Rivalität kaputt gehen würde. Ganz stark.
Ungewöhnlich ist auch, dass der Held Peter Pan nicht als durchaus gute Person dargestellt wird. Auch er hat seine Schattenseiten. Vor allem, da er eigentlich nur Wendy mitnehmen will und ihm ihre Brüder herzlich egal sind. Dazu lernt man, dass Tinkerbell durchaus verschlagen und bösartig sein kann und Meerjungfrauen keineswegs immer singend durch die Meere schwimmen.
Und vom überdimensionalen Krokodil wollen wir hier gar nicht anfangen zu reden.....
Fazit:
Peter Pan ist ein Märchenfilm, der zielgerecht auf die Marktgruppe der Harry Potter-Fans steuert. Das fängt schon beim Symbol des Filmes und der dazugehörigen Startmusik an, die man sich ebenso gut in den Abenteuern des bebrillten Zauberlehrlings vorstellen könnte. Man hat sich Mühe gegeben, dem Zuschauer spektakuläres Märchenkino zu bieten, was zum grossen Teil auch gelungen ist.
Ich war danach in Stimmung, mir an der Bahnhofstrasse ein Weihnachtsgeschenkt zu kaufen...
Irgendwie schade, dass der Film nicht an Weihnachten bei uns im Kino läuft. Das hätte gepasst, wie der Haken auf den Stummel.