Be Cool


 

Also vor ein paar Jahren die Figur des Chilli Palmer das erste Mal im Kino auftauchte und der Film „Get Shorty“ ein akzeptables Einspielergebnis mit sich brachte, war klar, dass irgendwann diese Figur und deren Abenteuer nochmal in die Kinos kommen würden. Nun ist es mit „Be Cool“ soweit und ausser dass sich das Business geändert hat, bleibt Chilli der gleiche wie vorher. Cool, unbeeindruckt und immer ein Ass im Ärmel. Eine optimale Rolle für John Travolta.

Dass aber genau dieser John Travolta hier sogar ein bisschen untergeht und seine Figur nicht zu den Highlights gehört, liegt nicht am Schauspieler selber. Denn der spielt seinen Charakter sehr überzeugend und scheint eine richtig gute Rolle fürs Leben gefunden zu haben. Dennoch waren die Momente zwischen ihm und Uma Thurman die eher langatmigen und uninteressanten. Das liegt aber hauptsächlich an den skurrilen, lustigen und genial performten Nebenfiguren, die sich hier die Klinke in die Hand geben.

Wir sehen Harvey Keitel als Musikmanager, wie man ihn noch selten gesehen hat. Wir sehen einen Vince Vaughn, der seine Rolle hart an der Grenze zum nervigen spielt, aber herrlich dämlich ist. Wir sehen einen Cedric the Entertainer, der mit seiner Hip-Hop-Crew (und „Outkast“-Frontman Andre 3000) für grosse Lacher sorgt. 

Und wir sehen vor allem ein samoanisches Muskelpaket namens „The Rock“, der sich zum Highlight des Filmes aufspielt. Seine Szenen sind allesamt lustig, er spielt grandios und zeigt, dass er auch im Komödienfach durchaus zu bestehen weiss. Und wer Wrestling ein bisschen verfolgt hat, wird sich an seine „Peoples Eyebrow“ erinnern, die er hier des öfteren von sich gibt. Klasse Auftritt des Felsen, der nach mehr schreit.

Fazit:
"Be cool“ ist ein netter Film, der schlussendlich niemandem weh tut. Man kriegt Cameos von bekannten Sängern (u.a. Fred Durst von Limp Bizkit und die Black Eyed Peas) zu sehen, die Stars spielen alle abgedreht und von den Russen mit den verschobenen Perücken hab ich noch nicht mal angefangen. Für Filmfreunde wird natürlich die Tanzszene von Travolta/Thurman in etwas ganz besonderes sein. Ansonsten machts einfach Spass, den Film zu gucken. Auch wenn er zwischendurch Längen hat (es wird 3 mal länger gesunden und 1 mal länger getanzt), so unterhält „Be Cool“ sicherlich ganz ordentlich. Und wenn immer The Rock seinen Auftritt hat, kann man davon ausgehen, dass es was zu lachen gibt. 

Kritik von muri